US-Repräsentantenhaus Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet (impeach)

Dezember 19, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9833

am Freitag, 20. Dezember 2019

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Ob das so gezielt war oder ob es ein dem Trump willkommener Nebeneffekt ist oder ein Kolateralschaden – die Präsident-Irrlauf-Kommunikation hat sich abgenutzt. Man hat Aufmerksamkeit für die Politik eingebüßt, die eigentlich in einer lebenden Demokratie notwendig ist.

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Immerhin ist jetzt im Kongress das Impeachment gegen Trump durch Mehrheitsbeschluss im Repräsentantenhaus gestartet.

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DLF.de am 19. Dezember 2019:

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„US-Repräsentantenhaus Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet

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US-Präsident Trump hat vor dem erwarteten Amtsenthebungsverfahren den oppositionellen Demokraten heftige Vorwürfe gemacht. In einem Schreiben an die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi, spricht Trump von einem Krieg gegen die Demokratie, der einen beispiellosen und verfassungswidrigen Machtmissbrauch darstelle. …

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Weiter erklärte Trump, das angestrebte Amtsenthebungsverfahren sei nicht mehr als ein illegaler Umsturzversuch. Es handele sich um den Versuch, die Wahl 2016 rückgängig zu machen und die Wahl 2020 zu stehlen.

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Als dritter Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten muss sich Donald Trump einem Amtsenthebungsverfahren im US-Senat stellen. Das Repräsentantenhaus stimmte für die offizielle Eröffnung eines Impeachments.

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Mit der Mehrheit der Demokraten votierte die Kammer in zwei Abstimmungen dafür, dass sich Trump sowohl wegen Machtmissbrauchs als auch wegen Behinderung der Kongress-Ermittlungen im Senat verantworten muss. Bei den Demokraten gab es nur wenige Abweichler: zwei beim ersten und drei beim zweiten Votum. Die Republikaner stimmten geschlossen gegen die Eröffnung des Amtsenthebungsverfahrens.

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Dem Votum war eine mehr als elfstündige Sitzung vorausgegangen, in der demokratische und republikanische Abgeordnete intensiv debattierten. Die Demokraten begründeten die Eröffnung des Verfahrens gegen Trump mit der Pflicht, die Verfassung zu schützen. Trump sei eine Gefahr für die Demokratie, die nächste Wahl und die nationale Sicherheit des Landes.
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Laut Dlf-Korrespondent Thilo Kößler hat eine unversöhnliche, feindselige Stimmung geherrscht. Das Verfahren treibe den Keil zwischen die Lager tiefer, und auch in der Gesellschaft.

Trump meldete sich während der Debatte auf Twitter zu Wort und warf den Demokraten vor, sie verbreiteten „grausame Lügen“. Zuvor hatte er seiner Wut über das Prozedere bereits in einem langen Brief an die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, freien Lauf gelassen. Der Präsident weist die Vorwürfe gegen sich vehement zurück.
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Die Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Sie sehen es als erwiesen an, dass Trump von der Ankündigung solcher Ermittlungen ein Treffen mit Selenskyj im Weißen Haus und die Freigabe von Militärhilfe für die Ukraine abhängig gemacht habe. Das werten sie als Amtsmissbrauch. Sie werfen ihm außerdem vor, die Ermittlungen des Repräsentantenhauses zu der Ukraine-Affäre behindert zu haben.

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Dietmar Moews meint: Da die Kongressmehrheiten sehr deutlich verteilt sind und es kein Gerichtsverfahren sondern ein politisches Verfahren ist, wird die TRUMP-Partei mit ihrer Senatsmehrheit das Impeachment niederschlagen.

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Das eigentliche Impeachment-Verfahren wird im Senat stattfinden, der dann die Rolle eines Gerichts einnimmt. Und dort haben Trumps Republikaner die Mehrheit. Mindestens 20 von ihnen müssten sich den Demokraten anschließen, um die für eine Amtsenthebung nötige Zweidrittelmehrheit zu erreichen. Der exakte Zeitplan ist offen. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi, sagte, die Kammer werde die dort beschlossenen Anklagepunkte nicht unmittelbar an den Senat übermitteln, sondern zunächst abwarten, wie das genaue Prozedere dort aussehen solle. Bislang wurde damit gerechnet, dass das Verfahren Anfang Januar im Senat stattfinden wird.

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Bislang wurde kein Präsident in der Geschichte der USA des Amtes enthoben.

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Das Repräsentantenhaus stimmt heute
für die Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens ab. Der Prozess selbst würde dann im Senat abgehalten, in dem Trumps Republikaner die Mehrheit stellen.
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Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, McConnell, wies unterdessen Forderungen der Demokraten zurück, hochrangige Mitarbeiter Trumps vor dem Senat aussagen zu lassen. Die Demokraten wollten, dass unter anderem der frühere Sicherheitsberater Bolton und der amtierende Stabschef des Weißen Hauses Rede und Antwort stehen müssen.

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Die deutsche Öffentlichkeit sollte nicht die Wähler der Republikaner für dumm halten. Es gibt große Wählergruppen, die Trump 2016 wählten, aber aufgrund seines unzuverlässigen Gehabes und des weltweiten Prestigeverlustes der USA nunmehr die Hoffnung darauf, dass Trump demokratische Netzwerke des US-Establishments aufbrechen könne, gegenüber der geistig-politischen Zersetzung, die er den Amerikanern in der Welt anrichtet, aufgeben.

Anderen Trumpwählern kann er es gar nicht primitiv und aggressiv genug treiben – diese wählen Trump noch gerade für den Impeachment-Antrag der Demokraten wieder. Es wählen die Ärmsten den Reichsten, weil der sich selbst nützt – das ist schon ziemlich irre.

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Es ist nur die deutsche Wahrheitspresse, die glaubt, sie schulde es der Information der Deutschen, nunmehr dieses alberne IMPEACH-GEDÖDEL durch tägliche TWITTER-BLÖDHEITEN aufzunutten. PROST NEUJAHR – aber lieber weitere Trumpeleien ohne mich.

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Marie Fredriksson 1958 – 2019 Kurznachruf

Dezember 11, 2019

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am Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Marie Fredriksson, bürgerlich Gun-Marie Bolyos, geb. Fredriksson, wurde am 30. Mai 1958 in Östra Ljungby, Schonen, Schweden, geboren und ist jetzt 61-jährig, am 9. Dezember 2019 in Danderyd, Stockholm gestorben. Sie war die Sängerin der schwedischen Pop-Musikband ROXETTE. Marie Fredriksson starb nach 17 Jahren Leiden und zahlreichen Therapien mit Gehirnkrebs.

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Fredriksson war mit dem schwedischen Musiker Mikael Bolyos verheiratet und hatte mit ihm zwei Kinder.

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Nach einem Studium an der Musikhochschule Svalöv erhielt Fredriksson mit ihrer Band MaMas Barn („Mamas Kinder“) einen Plattenvertrag. Da die Band nur mäßigen Erfolg erzielte, begann sie 1984 eine Solokarriere und erlangte in Schweden große Popularität, zunächst als Backgroundsängerin von Per Gessles Band Gyllene Tider bzw. für ihn selbst gearbeitet hatte (sowohl bei Studioaufnahmen als auch Live-Auftritten), tat sie sich 1986 mit Gessle zum Duo ROXETTE zusammen. Mit dem im gleichen Jahr veröffentlichten Debütalbum Pearls of Passion war man zunächst nur in Schweden erfolgreich. Der weltweite Durchbruch gelang 1989 mit dem Lied The Look und dem Album Look Sharp. Per Gessles war der Songschreiber und Lyricist von ROXETTE. Welttourneen mit Millionen von Zuschauern und Plattenverkäufe im zweistelligen Millionenbereich folgten.

 

Im September 2002 wurde bei Marie Frediksson ein Hirntumor diagnostiziert. Im Oktober 2004 veröffentlichte sie mit The Change ein weiteres Soloalbum. 2006 folgte ein Album mit Interpretationen ihrer Lieblingshits aus den 1960er und 1970er Jahren. Diesmal sang sie wieder auf Schwedisch, der Titel des Albums ist Min bäste vän. Im Sommer 2006 nahm sie mit Per Gessle zwei neue Lieder auf, die im Herbst auf einem weiteren Greatest-Hits-Album von Roxette erschienen.

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Nachdem die Gruppe seit Fredrikssons Krebserkrankung nicht wieder aufgetreten war, feierte Roxette bei der Night of the Proms 2009 ein Comeback. Im Februar 2011 erschien nach zehn Jahren das erste Studioalbum mit dem Namen Charm School, das auf den ersten Platz der deutschen Charts einstieg. Es folgte eine Tournee über mehrere Kontinente. Im März 2012 wurde mit Travelling ein weiteres Roxette-Album veröffentlicht. Fredriksson hat insgesamt zehn eigene Musikalben auf dem Markt.

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Die für den Sommer 2016 angekündigte Tour musste wegen Fredrikssons Gesundheitszustand abgesagt werden. Kurze Zeit später verkündete sie ihren endgültigen Abschied vom Tourleben.

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Berlin ruft „Klima-Notlage“ aus, aber

Dezember 10, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9804

am Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Man muss genau hinhören und lesen:

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Wer ist Berlin?

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Der Regierende Bürgermeister SPD-Müller – auf Senatsbeschluss auf Antragsvorlage der GRÜNEN

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Was ist Klima-Notlage?

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Es ist keine „vor-der-Hand-juristische Figur“ – es bedeutet nicht NOTSTAND.

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Rund 50 deutsche Kommunen haben bereits den Klima-Notstand erklärt. Diesen Begriff lehnt der Berliner Senat ab, hier in Berlin nennt man es Notlage, da ein Notstand einen Verfassungsrang hat, wie nach Ansicht der Abgeordneten mit der Notstandsgesetzgebung in der Weimarer Republik und dem Entzug demokratischer Rechte verbunden wird. (Notstandsgesetze beinhalten Polizeiübergriffe, verändertes Strafrecht u. a. zusätzliche Offizialkompetenzen). Um Notstand handelt es sich beim Berliner Notlage-Alarm also nicht.

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Der Berliner Senatsbeschluss beinhaltet, unter anderem soll der CO2-Ausstoß stärker als bisher geplant reduziert werden. Zudem sollen bereits beschlossene Maßnahmen für mehr Klimaschutz schneller umgesetzt werden, etwa der Ausbau der Radwege und die Erweiterung des Straßenbahnnetzes.

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Dietmar Moews meint: Wir achten auf das, Was sie sagen und ob sie Das tun. Wir warten also darauf, was der Berliner Senat nun im Licht der ausgerufenen KLIMA-Notlage gegen die Klima-Notlage selbst tut und was er für das Berliner Leben zur Abfederung der Notlage zustande zu bringen versucht:

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ZUCKER UND ZIMT – DER LAUF BEGINNT.

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Caroll Spinney 1933 – 2019 Kurznachruf

Dezember 8, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9801

am Montag, 9. Dezember 2019

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Caroll Edwin Spinney wurde am 26. Dezember 1933 in Waltham, Massachusetts, USA, geboren und ist jetzt am 8. Dezember 2019, 86-jährig, in Woodstock, Connecticut, gestorben. Spinney war ein US-Amerikanischer Puppenspieler und Puppenerfinder. Er spielte seit 1969 die Figuren Oscar und Bibo in der US-amerikanischen Kindersendung Sesamstraße (im Original Sesame Street).

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Caroll Edwin Spinneys Mutter, die in Bolton, England, geboren war, taufte ihn Caroll, weil er am Tag nach Weihnachten geboren worden war. Er hat von Kindheit an gezeichnet und gemalt. Er entwickelte eine Liebe zum Puppenspielen, als er im Alter von Fünf die Aufführung von Drei kleine Kätzchen sah. So angeregt erwarb er drei Jahre später einen Puppenaffen von einem Trödel und entwarf ein Puppenspiel in dem ein Affe und eine Schlange gebraucht wurden. Im folgenden Weihnachten schenkte ihm seine Mutter ein „Punch and Judy“ Puppen-Theater. Caroll Spinney machte auch als Heranwachsender Puppentheater-Aufführungen, womit er sich das Geld für sein Studium einspielte.

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In den 50er Jahren schuf Spinney die Show Rascal Rabbit und wirkte in The Judy and Goggle Show als Puppenspieler von Goggle mit. In den 60er Jahren spielte Spinney in Bozo’s Big Top Mr. Lion. Außerdem wirkte er in mehreren Werbespots mit. Ende der 60er Jahre lernte Spinney Jum Henson kennen. Als dieser 1969 die Kindersendung Sesamstraße schuf, wirkte Spinney als Puppenspieler der Figuren Oscar und Bibo mit. Diese beiden Figuren spielte er in mehr als 4000 Folgen. Mit ihnen trat Spinney unter anderem in der Volksrepublik China, Australien und Japan auf. Neben anderen Filmen war er auch bei Big Bird in China beteiligt, der in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Staatsfernsehen China Central Television entstand. Seine Spielweise diente als Vorbild für zahlreiche internationale Puppenspieler. Außerdem schrieb Spinney die Bücher How to Be a Grouch und The Wisdom of Big Bird (and the Dark Genius of Oscar the Grouch): Lessons from a Life in Feathers.

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Für seine Arbeit erhielt Spinney vier Daytime Emmy Awards und zwei Grammy Awards. Zwei seiner Aufnahmen haben Gold Record-Status. Im Jahr 2000 erhielt Spinney den „Library of Congress’s Living Legend Award“, 2006 wurde er von der „National Academy of Television Arts and Sciences“ für sein Lebenswerk geehrt. Seit 1994 hat Spinney einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

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SPD-Mitgliederbefragung 2019 zur Nahles-Nachfolge

November 30, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9777

am Sonntag, 1. Dezember 2019

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Heute wurde die Auszählung des monatelangen Parteidurcheinanders mit unzähligen Kandidatenvorstellungen und den tagesaktuellen Wasserstandsmeldungen zu bereits wieder vergessenen SPD-Standpunkten mit den letzten beiden Stichkandidaturen veröffentlicht.

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Von über 400 000 SPD-Mitglieder haben über 200 000 an dieser Befragung teilgenommen (das ist etwa die Hälfte der Parteibeitragszahler):

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Für die Kandidaten Saskia Esken (MdB Baden-Württemberg)/Norbert Walter Borjans (Ex-Minister, Multi-Referent Stadt Köln, Vorsitz in Bundesrats-Funktionen, Fachberater, Nordrhein-Westfalen) stimmten 53 Prozent; beide sind studierte Informatiker, für Klara Geywitz/ Olaf Scholz stimmten nur etwa 45 Prozent.

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Diese Mitglieder-Meinungsbefragung soll als Empfehlung für den Bundes-SPD-Vorstands-Wahl-Parteitag am 6. Dezember 2019 berücksichtigt werden, einen neuen SPD-Bundesvorsitz auf zwei Personen bestimmen.

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Dietmar Moews meint: Mit dem unverhältnismäßigen monatelangen Bohei um den heutigen Termin für die SPD – vergleicht man es mit dem Bundesparteitag mit der größeren Parlamentspartei AfD, die in Braunschweig heute immerhin ihre Vorstände neugewählt hat – wundert man sich bzw. es lässt sich schließen, dass es in den Staatssenderredaktionen und Leitungen ein gewisses SPD-Übergewicht geben muss.

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Wen nun die SPD-Bundesdelegierten-Konferenz am 6. Dezember zum Vorsitzenden wählen wird ist noch abzuwarten.

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Während den letzten Vorsitzenden ja eine Partei fehlte, die wusste was sie will und was sie in etwaige Regierungs- oder Oppositionsprogramme einbringen will, so wären jetzt mit der Niederlage Olaf Scholz, der bis zuletzt von der Überzahl der Kommentatoren als kommender Vorsitzender gesehen wurde, die Fortsetzungen des SPD-Alptraums beendet.

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Frau Esken und Herr Borjans haben eine SPD-Vorstellung und beide sind fähig, ihre Haltung zu argumentieren und zu verteidigen. Wenn sie am 6. Dezember von den SPD-Bundesdelegierten gewählt werden sollten, hätte das affige Pseudo-Basisdemokratie-Getue, an dem sich die Mitglieder gar nicht herzhaft beteiligt haben, schlussendlich eine Lösung mit diesen beiden Borjans und Esken – sehr bedeutend für die IT-Revolution ist, dass beide studierte Informatiker sind.

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MARCO BERTOLASO über Demoskopie beim Deutschlandfunk in Köln

Oktober 26, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8617

am Samstag, 27. Oktober 2018

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Die folgende KRITIK erfordert die Gesamtdarstellung des DLF-Textbeitrages ungekürzt. Jede Kürzung würde die Nachvollziehbarkeit der KRITIK unterlaufen. Desungeachtet handelt es sich um Autorenrechte des DLF und/bzw. des Herrn Bertolaso 2018, bzw. derjenigen Autoren, die der DLF selbst zitiert).

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Der DLF-Journalist Marco Bertolaso wagt sich an ein Thema, von dem er keine ausreichenden Kenntnisse hat. Siehe unten „Dietmar Moews meint:“. Aber unter seinem Text steht diesmal nicht die „Standard-Grußformel“ – des DLF Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews nicht zu eigen.

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Das ist heute (26. Oktober 2018) lustig: Da steht tatsächlich bei DLF.de unter Dirk Müller interviewt SPD-Naumann:

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„…Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews.

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Dieses ist ein LAPSUS von Dirk Müller an zitierter Stelle, vermutlich soll es heißen:

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Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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DLF.de am 26. Oktober 2018 von Marco Bertolaso:

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„Aus der Nachrichtenredaktion Wie viel Demoskopie braucht Deutschland?

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Meinungsforscher mit acht Buchstaben – Demoskop. Der Berufsstand kommt oft in Kreuzworträtseln vor. Ein Rätsel ist vielen Menschen allerdings auch, was Demoskopen genau machen. Klar ist nur: der Einfluss auf Meinungsbildung und Politik ist groß.

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In der Nachrichtenredaktion werden wir aus der Hörer- und Nutzerschaft immer wieder auf die schillernde Rolle der Meinungsumfragen angesprochen. Dies gilt insbesondere in Wahlkampfzeiten, so wie jetzt nach Bayern und vor Hessen. Hier einige Anmerkungen zum Thema Demoskopie. …“

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Zur besseren Einordnung des DLF-Marco Bertolaso – Begriffsbedeutung und Begriffsverwendung von DEMOSKOPIE:

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1. Allgemein: Ergründung der öffentlichen Meinung zum Zwecke der Beeinflussung der Gesellschaft oder der Kontrolle von Auswirkungen öffentlich wirkender Maßnahmen. Abgezweigt wird „Marktforschung“.

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2. Es geht immer um empirische Daten hinsichtlich des tatsächlichen Verhaltens von befragten Individuen – vor dem Hintergrund sehr vielfältiger sozialer Szenerien.

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3. Das auferlegt dem Demoskopen, der Gültigkeit intendiert, die Wertäußerungen der Probanden festzustellen und anschließend (sehr kompliziert) herauszufinden, wie und ob die „empirischen“ Erklärungsnormen mit den empirischen Verhaltensnormen stimmen. Besonders sind stets quantitative Umfragebefunde auf ihren qualitativen Gehalt zu prüfen (ebenfalls sehr kompliziert – das wird meist von den Demoskopen unterlassen).

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Problem ist also immer und grundsätzlich, den qualitativen Abgleich von Meinungsäußerung und verlässlicher Werthaltung (Meinung) mit dem Probanden zu klären, wie weit die Meinungsäußerung verlässlich auf das zu prognostizierende Verhalten (Verhaltenserwartung) hingenommen werden darf.

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So meint DLF-Bertolaso, heute, am 26. Oktober 2018, zu Demoskopie.

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Was ist Meinungsforschung?

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Meinungsforschung geht weit über den politischen Bereich hinaus. Das gilt natürlich erst recht für ihre Schwester, die Marktforschung. Ziel ist es, Einstellungen, Meinungen, Verhalten, Kaufwünsche und andere Bedürfnisse von einzelnen Menschen oder Gruppen zu ermitteln. Meinungsforschung wird für die Wissenschaft eingesetzt, aber auch stark für kommerzielle Zwecke wie die Einführung neuer Produkte oder die Positionierung eines Unternehmens.

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Konzerne, Stiftungen, Verbände, Hochschulen und viele andere Einrichtungen beauftragen Umfragen zudem als Bestandteil ihrer Marketing-Aktivitäten. Die Berichterstattung über die Zahlen transportiert den Namen des Auftraggebers, genauso wie die Auslobung eines Preises, ein Stipendienprogramm und manches mehr. Wenn es gut läuft stützt die ermittelte Aussage die Interessen des Absenders. Bei Umfragen muss man auf vieles achten – die Frage nach den Auftraggebern und deren Interessen gehört immer dazu.

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Probleme der Repräsentativität

Wenn das ganze Land betroffen ist, wie etwa bei Bundestagswahlen, versuchen die Meinungsforscher eine bestimmte Zahl von Menschen so auszuwählen, dass sie von deren Antworten auf die Allgemeinheit schließen können. Faktoren wie Alter, Ausbildung, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort sollen Repräsentativität garantieren.

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Bis in die 1980er Jahre wurden die Interviews meist im persönlichen Gespräch geführt. Heute wird vor allem auf Telefoninterviews gesetzt. Klassischerweise wurde dafür das Festnetz gewählt. Immer mehr Menschen sind aber vor allem mobil erreichbar. Eine wichtige Frage ist also, ob man daheim am Festnetz noch einen Querschnitt der Menschen erreicht. Doch auch, wenn man das Mobilnetz einbezieht, können sich Verzerrungen ergeben.

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Festnetz, mobil oder online?

Wer auf Mobilnummern setzt, weiß zum Beispiel nicht mehr sicher, wo die Menschen leben. Das ist eine große Herausforderung, wenn es um regionale Umfragen geht oder wenn für eine bundesweite Erhebung die repräsentative Mischung gefunden werden soll.

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Man kann Meinungsforschung auch rein online betreiben. Das macht in Deutschland der Ableger des britischen Unternehmens YouGov, zuletzt aber auch sehr erfolgreich das Startup Civey. Civey ermittelt seine Ergebnisse durch Webumfragen, zu denen sich jeder anmelden kann. Über die Qualität der Ergebnisse gibt es eine lebhafte Debatte, die vorkurze in der „taz“ beschrieben wurde.  Klar ist auch, die Umfrage im Netz ist weitaus preiswerter zu machen als das klassische Telefongeschäft. Was die Wettbewerber darüber denken, kann man sich ausmalen. Nicht jeder ist ehrlich.

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Die Schweigespirale

Ein weiteres Problem liegt darin, dass einige Menschen ihre wahren Einstellungen nicht offenbaren mögen. Sie wählen vielleicht eine radikale Partei, trauen sich aber nicht, das im Interview zu offenbaren. Elisabeth Noelle-Neumann schrieb auch darüber in ihrem Klassiker zur „Schweigespirale“.

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Auch wenn die Theorie nicht unumstritten ist, scheint doch klar, dass viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen an Befragungen nicht teilnehmen. Manche wollen sogar bewusst irreführen. Schließlich sind die standardisierten Fragen ein enges Korsett. Wer je an einer Telefonumfrage teilgenommen hat, weiß, dass er oft gezwungen war, halbwegs falsch zu antworten, weil für die eigene Position kein Raum da war.

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Die Bindungen der Menschen nehmen ab

Ein anderer Faktor hat nichts mit Technik oder Methoden zu tun. Immer häufiger entscheiden sich Wählerinnen und Wähler erst unmittelbar vor der Stimmabgabe für eine Partei. Die Bindung einzelner Gruppen an bestimmte Parteien ist viel kleiner an früher. Mit „Arbeiter wählen SPD“ oder „Katholiken stimmen für die Union“ kommt man heute nicht mehr weit. Das Phänomen der Protestwahl und das Aufkommen populistischer Kräfte wirbelt das bekannte Spektrum weiter durcheinander. All das ist keine deutsche Besonderheit, in vielen anderen Ländern haben sich Parteienlandschaft und Wählerverhalten noch stärker verändert als bei uns.

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Der Faktor Gewichtungen

Vielen ihrer alten und neuen Probleme treten die Demoskopen mit Gewichtungen entgegen. Im Kern geht es darum, Repräsentativität zu erreichen, wenn sie in der Stichprobe der Befragten nicht gesichert ist. Gibt es mehr Antworten von jüngeren Menschen, als es dem Bevölkerungsdurchschnitt entspricht, so kann man die Position der Älteren stärker bewerten. Über das genaue Vorgehen wird oft nicht mehr bekannt, als wir über die Coca-Cola-Rezeptur wissen.

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Das gilt für die alteingesessenen Firmen wie für neue Konkurrenz wie Civey. Regelmäßig wird die Forderung erhoben, mit den Ergebnissen einer Umfrage stets die Gewichtung zu veröffentlichen. Transparenz würde dies schaffen. Eine andere Frage ist, wieviel von diesen Details überhaupt bei den Mediennutzerinnen und –nutzern ankäme – oder ob sich doch meistens die plakative Aussage durchsetzt.

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Kritik am Dreieck Politik, Medien, Meinungsforschung

Die jüngste Publikation zum Thema der politischen Demoskopie ist wenige Tage alt. Sie kommt von der Otto-Brenner-Stiftung, der wissenschaftlichen Einrichtung der IG Metall. Das Arbeitspapier trägt den Titel „Demoskopie, Medien und Politik –  Ein Schulterschluss mit Risiken und Nebenwirkungen“. Es ist im Netz frei zugänglich. Autor ist der Volkswirt und Sozialwissenschaftler Thomas Wind, der Gründer des „Instituts für Zielgruppenkommunikation“.

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Im Deutschlandfunk-Interview beklagte Wind „ein über Jahrzehnte gewachsenes und damit auch zementiertes Beziehungsgeflecht“ zwischen Politik, Medien und Meinungsforschern. Demoskopen seien nicht nur Forscher, sondern träten auch als Politik- und Parteienberater in Erscheinung. Das werfe Fragen nach der inhaltlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit auf. Wind kritisierte auch die teils jahrzehntealten Verbindungen bestimmter Medien zu „ihren“ Instituten.

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Forderungen von Thomas Leif

Als Teil der Studie veröffentlicht die Otto-Brenner Stiftung auch einen 10-Punkte-Katalog zur Zusammenarbeit von Medien und Meinungsforschung. Das Papier geht auf den 2017 gestorbenen Recherchejournalisten Thomas Leif zurück.

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Darin wird unter anderem verlangt, dass sich Medien den Umfragen gegenüber kritischer und distanzierter verhalten. Demoskopen sollen nicht mehr als Politikexperten auftreten, eine Vermischung der beiden Rollen soll es nicht mehr geben. Bei der sogenannten Sonntagsfrage sollen nach der Forderung von Thomas Leif auch die Anteile der Unentschlossenen sowie der Nichtwähler erfasst und veröffentlicht werden. Verlangt wird auch hier, die Gewichtung und andere methodische Schritte transparent zu machen. Ein weiterer Punkt ist der Wunsch, dass öffentlich-rechtliche Sender und private Medienunternehmen die Verträge offenlegen, die sie mit Meinungsforschern geschlossen haben.

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Grundsätzliche Kritik an Politik – und Medien

In unserer Hörerpost finden sich regelmäßig weitere Kritikpunkte, die auch in der öffentlichen Diskussion auftauchen. So wird der Politik vorgehalten, zu sehr auf Umfragen zu setzen, sich Tag für Tag von mutmaßlichen Stimmungen abhängig zu machen, anstatt komplexe Themen sach- und zukunftsgerecht anzugehen. Das kann man so sehen, aber der Hinweis ist erlaubt: Politische Akteure wollen wiedergewählt werden, sie brauchen Mehrheiten.

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Andere Hörerinnen und Hörer, Nutzerinnen und Nutzer kritisieren, was auch Wissenschaftler analysieren: Umfragen bekommen Eigendynamik. Verliert eine Partei Zustimmung und wird dies über Medien transportiert, dann wenden sich auch andere Wähler ab. Auch was die Demoskopie und ihre Risiken angeht, ist Markus Feldenkirchens Buch „Die Schulz-Story“ ein rares offenes Fenster in die Wirklichkeit des Politikbetriebs vermutlich aller Parteien.

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Überbewertung von Trends in Prozenten

Den Medien werfen viele, nicht zuletzt viele unserer Hörer, vor, Umfragen über zu bewerten und damit Stimmungen zu machen. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte jüngst einen lesenswerten Artikel unter der Überschrift

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„Demoskopie – wie Meinungsforscher Wahlen beeinflussen“,

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Kritik gibt es auch an der Inszenierung, vor allem im Fernsehen. Dazu gehört Kritik an der Hervorhebung eigenbeauftragter Umfragen in den Nachrichten und an der Personalisierung durch die diversen langjährigen Präsentatoren der demoskopischen Ergebnisse als Erklärer des Volkswillens.

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Kontrolle der Wahlbehörden

Einer dieser Erklärer war über viele Jahre Jörg Schönenborn. Der Fernsehchef des WDR wird in einer empfehlenswerten Sendung der Deutschlandfunk-Reihe Hintergrund zum Thema Meinungsforschung mit folgender Position zitiert:  

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“ (…) es gibt einen Punkt, der ganz extrem wichtig ist: Das ist ein Stück Kontrolle des Wahlergebnisses. Weil zwei Institute, beauftragt von zwei unabhängigen Sendern, im Grunde parallel zur Wahl das Ergebnis überprüfen lassen.“

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In unserer Hörerpost finden sich auch immer wieder Zuschriften, in denen mehr Beachtung von bestimmten Umfragen verlangt wird. Es heißt dann zum Beispiel, soundosviel Prozent der Deutschen hielten ein Problem für wichtig – daher müssten wir mehr berichten.

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Wie die Dlf-Nachrichten mit Umfragen umgehen

Auch der Deutschlandfunk berichtet in seinen Sendungen immer wieder einmal über Umfragen. An Wahlabenden und in der Auswertung danach arbeiten wir wie die ARD mit „infratest dimap“ zusammen. In unseren klassischen Nachrichtensendungen zur vollen und zur halben Stunde veröffentlichen wir allerdings seit Jahrzehnten keine detaillierten Umfragen zur politischen Stimmung. Ausnahmen sind die Prognosen und die bereits auf Teilergebnissen beruhenden Hochrechnungen am Wahlabend.

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Wir sehen die Gefahr der Beeinflussung, insbesondere, da uns in der Kurzform der Nachrichten kein Raum zur Einordnung bleibt oder für den Hinweis auf die Fehlermargen. Wir greifen aber Diskussionen auf, in denen sich Politikerinnen und Politiker abstrakt auf gute oder schlechte Umfragewerte beziehen.

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In vielen anderen Bereichen, in denen Meinungsforschung oder andere Studien eine Rolle spielen, berichten wir in den Nachrichten (selbstverständlich) nur, wenn wir das Thema für relevant halten, und dann unter Offenlegung wichtiger Faktoren wie der Auftraggeber.

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(Eine sehr kurze) Geschichte der Meinungsforschung

In diesem Abschnitt zur Geschichte der Meinungsforschung stützen wir uns auf einen weitaus umfassenderen Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung

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Die Meinungsforschung hat ihren Pionier: es ist George Gallup, der 1936 öffentlich ankündigte, dass er den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl mit der Befragung von 2.000 Menschen besser würde vorhersagen können als die Zeitschrift „Literary Digest“ mit ihrer traditionellen Leserumfrage. Das gelang ihm auch, als er die am Ende überdeutliche Wiederwahl des Demokraten Franklin D. Roosevelt prognostizierte, während die Zeitschrift einen Erfolg des Republikaners Alf Landon erwartet hatte.

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Die Rolle von George Gallup

Gallup hatte schlicht die bessere Stichprobe, denn „Literay Digest“ verschickte seine Fragebögen nur schriftlich an Menschen, die ein Telefon hatten oder ein Auto besaßen. In der wirtschaftlich schwierigen Lage der USA waren das aber eher die begüterten Wähler. Die Mehrheit der Bedrängten sollte Roosevelt wählen.

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Gallups Name wurde in den USA gleichbedeutend mit exakter Demoskopie. Die Partnerschaft mit den Medien entstand auch in dieser Zeit: Gallup bekam eine Kolumne in der „New York Times“. Auch andere amerikanische Zeitungen beauftragten Meinungsforscher. Das von George Gallup gegründete Institut ist übrigens noch heute erfolgreich und operiert auch in Deutschland.

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Meinungsforschung wird Wissenschaft

1937 erschien erstmals die Zeitschrift „Public Opinion Quarterly“als Organ der empirischen Sozialwissenschaft. Die Meinungsforschung war als Wissenschaft angekommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Rolle noch wichtiger. Die US-Regierung brauchte Analysen über die gegnerischen Staaten, wollte aber auch wissen, wie die Stimmung im eigenen Land und in der US-Armee war. Unterstützung bekamen die amerikanischen Wissenschaftler durch Flüchtlinge aus Europa wie Max Horkheimer und Theodor W. Adorno vom Frankfurter Institut für Sozialforschung.

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George Gallup veröffentlichte 1940 mit Saul Forbes Rae das Buch „The Pulse of Democracy“. Die Meinungsforschung wurde dort präsentiert als Wissenschaft für die Demokratie, weil sie der Gesellschaft neue Formen der Mitsprache und des Dialogs eröffne.

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(West-)Deutschland nach 1945 – Demoskopie als US-Import

Nach dem Krieg brachten die USA die so verstandene Demoskopie in den Wiederaufbau Deutschlands ein, setzten sie aber auch zur Beobachtung der deutschen Gesellschaft ein. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Elisabeth Noelle-Neumann kamen bei Studienaufenthalten in den USA mit der Meinungsforschung in Berührung und trugen entscheidend zu ihrer Verbreitung in der Bundesrepublik bei.

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Nach 1949 erkannte die neue politische Klasse der jungen Republik den Wert der Umfragen. Den Anfang machte das Bundeskanzleramt. Der Bundestagswahlkampf 1953 war der erste, bei dem sich die Regierung auf Umfragen stützte. Die großen Parteien folgten in den 1950er Jahren. Ab Mitte der 1960er Jahre begannen die Massenmedien, ihren Aufstieg zum wichtigsten Auftraggeber der Meinungsforscher.

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1965: Der „Stern“ bringt erstmals die Balkendiagramme

Im Wahlkampf 1965 veröffentlichte der „Stern“ zum ersten Mal die heute allgegenwärtigen Balkendiagramme. Nach und nach erkannten die Medien auch die Chance, mit der Veröffentlichung von Umfragen zu verschiedenen Fragen „News“ zu produzieren. Das neue Leitmedium Fernsehen griff beherzt zu.

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Schon damals etablierte sich bei allen Anbietern eine bis heute bekannte Dreifaltigkeit: die Sonntagsfrage mit den Werten der Parteien, die Reihenfolge der beliebtesten Politikerinnen und Politikern sowie einige Fragen zu Sachthemen. Zum Schluss dieses Abschnitts noch einmal der Hinweis auf seine wichtigste Quelle, den umfassenden Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung.

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2005 – ein Debakel der Demoskopen

Die Bundestagswahl 2005 galt vielen als das Debakel der Demoskopen. Am Ende stand die erste Amtszeit von Bundeskanzlerin Merkel an der Spitze einer Großen Koalition, aber es war enorm knapp. Dabei hatten die Meinungsforscher lange einen komfortablen Vorsprung für die Union ins Land signalisiert. Die Abweichungen zum tatsächlichen Ergebnis lagen bei der Union bei bis zu acht Prozent. In seinem legendären polternden Auftritt in der „Berliner Runde“ sagte Noch-Kanzler Gerhard Schröder nicht nur Merkel keine Chance auf eine Koalition mit der SPD voraus. Viele hörten auch genau hin, als er ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender vorwarf, der SPD durch klein gerechnete Umfrageergebnisse geschadet zu haben.

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Schlecht war aber schon der Wahlabend 2002 für die Demoskopen gelaufen. Unions-Kandidat Edmund Stoiber wurde nach den ersten Zahlen der ARD von seinen Anhängern schon wie der neue Kanzler gefeiert. Am Ende lag Rot-Grün dann doch knapp vor Schwarz-Gelb.

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Meinungsforscher reagieren

Die Meinungsforscher reagierten darauf zunächst einmal mit folgendem Hinweis: sie messen die Stimmung am Erhebungstag und bieten keine Schätzung für den Wahltag. Das ist eigentlich offenkundig, wird aber in der öffentlichen Darstellung nicht so deutlich. Demoskopen und Auftraggeber haben kein Interesse daran, den Wert ihres Produktes zu relativieren.

Inzwischen wird diese Einschränkung deutlicher betont, durch Formulierungen wie „Wenn am Sonntag Wahlen wären…“. Stärker hervorgehoben werden auch die Fehlermargen.  30 Prozent können unter Umständen auch 28 bedeuten oder 32. In der bildlichen Umsetzung findet sich das für Zeitungen, Fernsehen und Netz oft aber nur in den Fußnoten. Einige Institute und Medien haben damit experimentiert, dass sie Korridore nennen und nicht Zahlen, die etwa auch noch durch Zehntelangaben Exaktheit suggerieren.  Dann heißt es nicht mehr „Grüne, 17,5 Prozent“, sondern „Grüne, zwischen 16 und 19 Prozent“. Doch auch hier bleibt die Frage, ob die Einschränkungen das Problem heilen können, wenn am Ende doch eine Kurzbotschaft bei vielen Menschen hängen bleibt.

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Das „Säulen-Mysterium“

Die grafische Darstellung birgt ein weiteres Problem. Nicht immer sind die Balken der verschiedenen Parteien proportional groß. Das heißt, der für viele Zuschauerinnen und Zuschauer oder Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien prägende Eindruck verzerrt die tatsächlichen Umfrageergebnisse.

Stefan Niggemeier hat dazu jüngst geschrieben und den Begriff des „Säulen-Mysteriums“ beim ARD-Deutschlandtrend gewählt.  

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Trump und Brexit – schlechte Beispiele für Demoskopie-Versagen

Noch ein Wort zur Wahl von Donald Trump und zum Brexit. Ich glaube nicht, dass diese beiden Ereignisse in die Liste der großen demoskopischen Fehlschläge gehören, wie das manche sehen. In den USA sahen die Umfragen Hillary Clinton vorne, und tatsächlich hat sie ja auch beinahe drei Millionen Stimmen mehr bekommen.

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Das US-Wahlrecht ist aber kompliziert und so reichte ein Unterschied von insgesamt etwa 80.000 Stimmen in den drei Staaten Michigan, Pennsylvania and Wisconsin aus, um eine Mehrheit der Wahlmänner für Trump zu sichern. Möglicherweise haben Demoskopen die Demokratische Partei nicht gut genug beraten oder diese hat nicht gut genug hingehört. Die Umfragen waren aber keineswegs besonders schlecht, die Zuspitzung in den Medien („Wahlsiegs Clintons so gut wie sicher“) war es schon eher.

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Auch bei der Brexit-Abstimmung war ein knapper Ausgang vorhergesagt worden. Christoph Drösser hat in „Der Zeit“ erläutert, dass die Institute wie schon bei der Unterhauswahl zuvor die Beteiligung junger Wähler über- und die der Senioren unterschätzt hatten. Gleichwohl gingen alle Meinungsforscher https://www.zeit.de/2017/12/meinungsforscher-2016-brexit-donald-trump-fehlprognosen-demoskopen/komplettansicht von einem engen Ausgang aus – legten sich aber kurz vor dem Votum zuspitzend darauf fest, dass die Brexit-Anhänger vermutlich knapp verlieren würden.

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Medien und Anbieter politischer Meinungsforschung in Deutschland

Politjunkies kennen die Webseite wahlrecht.de. Dort findet sich viel Wissenswertes rund um unsere Wahlrecht und unser Wahlsystem. Dort wird aber auch jede neue Sonntagsfrage publiziert, zu Bundestags- und Landtagswahlen. Mit dabei diese Unternehmen:

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Die ARD und „infratest dimap“

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Die ARD arbeitet mit „infratest dimap“ zusammen.  Das Unternehmen entstand in den 1990er Jahren durch die Fusion zweier Vorläufer, die sich noch im Doppelnamen wiederfinden. Heute gehört „infratest dimap“ zur weltweit tätigen Kantar-Gruppe, die wiederum Teil der Werbeholding WPP ist und dort für die Marktforschung zuständig ist. In der Selbstdarstellung von Kantar heißt es für manche vermutlich leicht bedrohlich: „We know more about how people live, feel, shop, vote, watch and post worldwide than any other company.“ 

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Infratest Dimap“ stellt für die ARD den monatlichen „DeutschlandTrend“ zusammen und liefert den ARD-Anstalten wie auch dem Deutschlandfunk Prognose, Hochrechnungen und weiteres statistisches Material an den Wahlabenden.

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Das ZDF und die Forschungsgruppe Wahlen

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Partner des Zweiten Deutschen Fernsehens ist die „Forschungsgruppe Wahlen“ in Mannheim. Der eingetragene Verein besteht seit 1974 und nennt als seine Hauptaufgabe „die wissenschaftliche Beratung und Betreuung von Wahlsendungen des ZDF“. Auf der Webseite liest man über weitere Aktivitäten: „1994 wurde das Telefonstudio der Forschungsgruppe Wahlen e.V. in eine eigenständige Firma ausgegründet. Seither ist die FGW Telefonfeld GmbH als Feldinstitut für alle Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen e.V. zuständig und führt darüber hinaus Umfragen für eine Vielzahl anderer Auftraggeber durch. Flaggschiffprodukt ist das monatliche Politbarometer, das seit 1977 vom ZDF verbreitet wird. 

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Forsa und das  RTL/ntv-Trendbarometer

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Ein weiterer langjähriger Akteur auf dem Markt ist Forsa. Das Unternehmen

stellt sich im Netz so vor: „Forsa, 1984 von Prof. Manfred Güllner gegründet, ist eines der wenigen in Deutschland noch nicht konzerngebundenen, sondern unabhängigen privaten Markt- und Meinungsforschungsinstitute mit Standorten in Berlin, Frankfurt am Main, Dortmund und Hamburg.“ 

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Forsa arbeitet u.a. für die Bertelsmann-Sender RTL und n-tv. Die regelmäßigen Umfragen nennen sich RTL/ntv-Trendbarometer und werden auch vom Stern bzw. von stern.de publiziert.

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BILD und BamS – INSA und EMNID

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BILD und bild.de setzen derzeit auf INSA-Consulere. Insa steht für die Anfangsbuchstaben des gleichnamigen und mit dem Unternehmen verbundenen „Instituts für Neue Soziale Antworten“,. Consulere bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt etwa „beraten“. Das Erfurter Unternehmen wurde Ende 2009 gegründet und ist einer der jüngeren Teilnehmer auf dem Markt der Demoskopie. Es liefert BILD und bild.de den INSA-Meinungstrend.

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Bild am Sonntag setzt allerdings auf EMNID. Den Namen wählten die Gründer 1945 als Kürzel für Erforschung der öffentlichen Meinung, Marktforschung, Nachrichten, Informationen, Dienstleistung. Das Bielefelder Unternehmen gehört seit einiger Zeit wie „infratest dimap“ zu Kantar.

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Die FAZ ist Allensbach treu

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Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ veröffentlicht die „Allensbach-Umfrage“. Sie geht zurück auf das Institut für Demoskopie (IfD) aus dem gleichnamigen Ort am Bodensee. Lange wurde das Institut von der Kommunikationswissenschaftlerin Elisabeth Noelle-Neumann geprägt, die in der Bonner Republik das Gesicht der Meinungsforschung war. Ihre Schülerin und Nachfolgerin Renate Köcher ist auch schon gut 30 Jahre beim IfD tätig.

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YouGov und Civey – die Herausforderer aus dem Netz

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Für die britischen Online-Marktforscher von YouGov läuft es derzeit gut. Die Firma hat den Gewinn weltweit zweistellig gesteigert. Die Dividende steigt um 50 Prozent. In Großbritannien sieht sich die Firma ganz vorne bei der Exaktheit der Meinungsforschung. Und auch die deutsche Tochter ist in den Medien präsent, bei weitem nicht nur zu politischen Themen. Wer sich bei YouGov im Netz an Umfragen beteiligen will, der muss sich im Netz als Mitglied registrieren. Für die Mitwirkung gibt es Punkte, die dann gegen Sach- oder Geldprämien eingetauscht werden können.

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Die noch junge deutsche Firma Civey hat zuletzt viel von sich reden gemacht. Auch hier kann man sich im Netz registrieren und abstimmen. Lohn ist, dass die eigene Stimme „in ganz Deutschland Gehör findet“. Die Firma stellt sich auf ihrer Seite so vor: „Civey setzt sich zusammen aus „citizen“ (engl. Bürger) und „survey“ (engl. Umfrage) und drückt damit unseren Anspruch aus: Wir liefern mit unseren Umfragen allen Bürger repräsentative Ergebnisse. Bisher erhielten in der Regel nur diejenigen Zugang zu Ergebnissen mit vergleichbarer Qualität, die die hohen Preise anderer Institute bezahlen können.“ Das Geschäftsmodell wird deutlich: Civey will mit der Web-Demoskopie mindestens genauso gut wie die anderen sein, aber preisgünstiger. Die Zahlen von Civey finden sich unter anderem bei Spiegel Online, der Welt und dem Tagesspiegel.

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Wie gut die Netzdemoskopen wirklich gewichten können, wie exakt die Ergebnisse sind, dass ist Gegenstand einer lebhaften Diskussion. Beispielhaft berichtete jüngst die „taz“ zur Debatte über Civey. 

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SOZIOLOGENUNRAST mit Dietmar Moews und Alphonse Silbermann

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Dietmar Moews meint: Wie viel Demoskopie braucht Deutschland?– so lautet der Titel des DLF-Textes. Autor Bertolaso beantwortet diese Frage nicht. Es ist seine unwissenschaftliche Mentalität – er hat keine Fragen; sein Fragezeichen bedeutet nix.

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Der DLF-Redakteur hat hier ein Referat zusammen-gepastet, wie es jeder Gymnasiast der 11. Klasse aus dem Internetz in wenigen Stunden zusammenklicken kann.

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Marco Bertolaso fehlt es an kritischer Herangehensweise. Seine Arbeitsweise zielt mehr auf Performance, wenig auf Kritik und Probleme.

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Ich möchte nur kurz meine Generalkritik am heutigen – hier angedeuteten – DEMOSKOPIE-BUSINESS aufzählen und was da dem DLF mal gut anstünde, wirklich empirische Meinungsforschung und wirklich gültige Marktforschung vorzustellen.

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Empirische Forschungsmethoden, speziell Interviews zur Meinungserhebung und Wertfeststellung, die ausschließlich von ziemlich aufwendigen Praktiken der empirischen Sozialforschung, präziser gesagt, von strukturierten (funnelling), persönlich geführten Tiefeninterviews ihre Gültigkeit erhalten können, wird hier durchgängig, von keinem der angeblichen Demoskopen, handwerklich seriös angewendet.

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Hier geht es um reine Blenderei und der Herr Bertolaso vom DLF kapiert davon dem Anschein nach gar nichts.

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EINS Die quantitative Erfassung von JA/NEIN-Antworten, erhoben mittels/ durch anonyme Telefonbefragung von Zufalls-Telefonangerufenen ergibt eine Anzahl (ein anteiliges Quantum). Man hat eine Anzahl Angerufener, davon soundsoviel JA- und NEIN-ANTWORTER sowie – wenn es anständig vom Interview-Meinungsforscher darauf hingewiesen wird – auch Befragte, die nicht JA- oder NEIN antworten oder die die Antwort verweigern oder die sagen, keine Meinung, keine Ahnung o.ä. dazu zu haben:

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Eine QUANTITATIVE Aussage ist nicht weiter brauchbar, als damit ein ganz grober Trend herauskommt, „was die Meisten antworten“, den bereits die Vögel von den Dächern pfeifen.

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ZWEI Auch wenn nicht JA- oder NEIN-FRAGEN gestellt werden, sondern zu einem Problemfragenfeld ein Antwortenfeld mit einer weiten Auswahl von ANTWORT-MÖGLICHKEITEN dem Befragten angeboten werden, werden wiederum vom „Meinungsforscher“ lediglich die Antworten gezählt (quantitativ), also die ERKLÄRUNGSNORMEN. Herauskommen also Prozentanteile, die auf die verschiedenen Antwortangebote von den Befragten abgegeben worden sind.

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DREI Wer eine Demoskopie belastbar gültig herausarbeiten will, muss über seine Feststellungen (durch Fragebogen oder Interview-Befragung), die als prozentuale Quantitäten ausgewiesen werden, wissen, diese quantitativen Befunde sind ERKLÄRUNGSNORMEN, also das, was die Befragten auf Fragen geantwortet (erklärt) haben.

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Um jetzt daraus mehr als eine Meinungsäußerung (Erklärung) machen zu können, muss der Proband/der Befragte (immer freiwillig) mit einem sehr ausgetüftelten Fragenfeld interviewt werden, mit dem Ziel, erkennen zu können,

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wie gut fundiert die geäußerte Meinung ist?

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unter welchen Unvorhersehbarkeiten der Proband seine Meinung ändert?

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unter welchen vertiefenden Fragen der Proband zugibt, eine allgemein gefällige Antwort als Meinung geäussert zu haben, auch, weil er gerne so antwortet, dass der Interviewer mit der Antwort sich zufrieden gibt und nicht weiter nachfragt? So können Inkompetenz und Unkenntnisse des Interviewten zu einem Fragenfeld verdeckt bleiben, so dass seine „gängige Antwort“, eine opportune Meinung, ihn vor Nachfragen bewahrt (das ist im Prinzip „Schweigespirale“, das übrigens nicht von Elisabeth Noelle-Neumann stammt, sondern von Ihn von viel älteren US-Autoren abgeschrieben woren ist)..

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Hier hinein spielen die psychologischen Dispositionen herein, die die „Schweigespirale“ begründet.

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VIER Die Institute bewirtschaften ihren eigenen Erfolg durch die demoskopischen Leistungen, die sie zu erstrangigen Events rausbringen:

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durch ZUTREFFENDE VORHERSAGEN und

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durch namhafte weit publizierte AUFTRÄGE und gut bezahlte Demoskopie-Aufträge. Dieser Punkt VIER muss sehr beachtet werden, weil alle vom Erfolg leben, von Eitelkeit bis Kassenstand sind alle „käuflich“. Das heißt:

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„Engel bringt Gewünschtes“.

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FÜNF Ein wesentliches Motiv von Befragten, in Interviews zu lügen, also als eigene Meinung auszgeben, was gar nicht der wahren Wertorientierung entspricht, ist speziell begründeter Opportunismus gegenüber der eigenen sozialen Situation. Denn fast immer sind Gespräche, Meinungsäußerungen, Diskussionen am Stammtisch, wie auch ein Tiefeninterview mit einem Soziologen, der auf Abweichungen zwischen MEINUNG (ERKLÄRUNGS-NORM) und dem wahren VERHALTEN (VERHALTENSNORM), worum es ja bei der Demoskopie immer geht (nicht, was erklärt jemand als Meinung, sondern) hinauslaufen kann, was Befragte tendenziell durch vermeintlich opportunistisches Antworten zu vermeiden such:

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Was ist zu erwarten, dass der Befragte an wertorientiertem Verhalten in oder zu einer Herausforderung (Wahlhandlung) machen wird: Prognostik auf zukünftiges Verhalten?

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BEISPIEL: Wenn am Kneipenstammtisch einer SKY-Fußballkneipe lauter schwarz-gelb gekleidete Freizeitfernseh-Fans beisammen sitzen und BORUSSIA gewinnt ein begeisterndes Spiel und alle Schwarz-Gelben sind bester Stimmung, wird ein heimlicher ROT-BLAUER nicht ganz so beherzt seine abweichende Meinung kundtun, wie es die Schwarz-Gelben in ihrer Überzahl machen. Kurz, man hält sich im Verhalten an seine eigene Einschätzung der zu erwartenden, von der Majorität vertretenen Parteilichkeit.

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Würde der ROT-BLAUE unter Bayern München Fans am Tisch sitzen, würde er seine blau-rote Parteilichkeit nicht verhehlen. Hierher ist zu verstehen, wie fern Meinungsfreude oder Meinungsfaulheit, bis zur Schweigespirale, gehen, weil man gerne vermeidet, dass sichtbar wird, wie wenig Ahnung man wirklich hat.

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SCHLUSS:

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ERKLÄRUNGSNORMEN sind deshalb Vortäuschung von Demoskopie als Meinungsforschung oder Marktforschung. Die quantitaven SONNTAGSFRAGEN und ähnliche sind BLUFF – meist einfache Anschlüsse an das bereits Bekannte. Falls es mal zu ganz anderen Ergebnissen bei Wahlhandlungen kommt, dann wird niemals aufgeklärt, darüber, dass diese „Demoskopie“ keine empirisch seriöse Methode ist, sondern man hat es dann mit zahlreiche Einflussgrößen der Wahlbeeinflussung zu tun, die bei der quantitavien Meinungserfassungen nicht beachtet worden sein müssen.

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Alle oben von MARCO BERTOLASO angehäuften Beispiele aus dem heutigen Demoskopie-Markt, sind keine qualitative Meinungsforschung – man zählt, was die Leute sagen und prüft nicht, ob sie das wirklich denken und ob sie diesen Werten gemäß wählen würden.

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P. S. Elisabeth Noelle-Neumann war Nazi. Sie arbeitete als Journalistin/Publizistik- und Sozialwissenschaftlerin für den NAZI PROPAGANDA-Minister Joseph Goebbels. Elisabeth Noelle wurde von dem NAZI-Professor Emil Dovifats promoviert. Elisabeth Noelle volontierte vor dem Hitler-Krieg in den USA, wo sie die bereits in den 1930er Jahren publizierte „SCHWEIGESPIRALE“ kennenlernte, die sie dann über das von ihr gegründete ALLENSBACH-DEMOSKOPIE-Intitut als ihre eigen wissenschaftliche Leistung vortäuschte (das spricht nicht gegen die Schweigspirale).

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Ich möchte aber Elisabeth Noelle-Neumann zitieren, weil sie hier durch Namensnennung geehrt wird, und dabei nicht bekannt ist, dass Frau Noelle NAZI war und, aber, Frau Noelle auch nach dem Krieg, bis zu ihrem Tod nicht von ihrem Nazitum abgeschworen hat. Damit war die frühere NAZI-Frau Noelle später ein ALT-NAZI.

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Und mein Bonbon als Zitat lautet – EPITOME ihrer Doktorarbeit:

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„… die durch die Massenbefragung einmal eröffnete Aussicht, in die Gedanken, Gewohnheiten und Stimmungen einer beliebig großen anonymen Menge Menschen einzudringen, erscheint in unserem Zeitalter des Zusammenschlusses der Menschen zu gewaltigen Massen oder organischen Volkskörpern als ein so echter Gewinn, sei es für die Meinungsführung, die Geschichtswissenschaft oder irgendein anderes der Gebiete, die den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellen, daß es fast wie eine Verpflichtung scheint, auch unter europäischen, insbesondere deutschen Verhältnissen den Gedanken der Massenbefragung in irgendeiner Form auszuwerten…“, das „…ergibt sich aus der deutschen Auffassung vom Wesen der öffentlichen Meinung, nach der, in den Worten des Reichsministers Dr. Goebbels, die öffentliche Meinung, zum großen Teil das Ergebnis einer willensmäßigen Beeinflussung ist.“ „Das Volk soll sich nicht mehr selbst überlassen werden – die Regierung soll nicht mehr wie bisher vom Volke abgeschlossen sein … Das Volk soll anfangen, einheitlich zu denken, einheitlich zu reagieren, und sich der Regierung mit ganzer Sympathie zur Verfügung zu stellen.“ (1940 in Seite 9ff, Hannover 1994 „Neue Sinnlichkeit 27, Blätter zur Freundlichkeit der besseren Werte“).

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Ich möchte ausdrücklich unterschieden wissen zwischen LÜGENPRESSE (im og. Sinne von der ALT-NAZI ELISABETH NOELLE-NEUMANN) und Unwissenheit, wie hier des DLF-Redakteurs MARCO BERTOLASO. Diese „Unbedenklichkeit“ können die oben zitierten, heute aktiven DEMOSKOPIE-GESCHÄFTE nicht von mir attestiert bekommen. Ich bin empirischer Soziologe in Nachfolge von Alphons Silbermann, und sehe mich wissenschaftlich jedem Streit in diesen Fachfragen der empirischen Methodenpraxis gewachsen.

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FINE E COMPATTO

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Deutsche EUROPA-Anforderung durch No. 45

Januar 4, 2018
Lichtgeschwindigkeit 7836

Vom Donnerstag, 4. Januar 2018

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Heute, am 4. Januar 2018, sind die CDU/CSU sowie die SPD-Verhandler verabredet, zu erörtern, ob sie kommende Woche „konkrete“ Regierungs-Koalitionsverhandlungen sondieren wollen. Die Parteien machen daraus ein direkt-basisdemokratisches Theater – denn es bestehen geltende Parteisatzungen, Parteiprogramme und gewählte Parteiführer. Sollen denn nunmehr taktische Fragen in Vollversammlungen mehrheitlich beantwortet werden? – wie absurd.

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Lächerlich, dass die staatliche LÜGENPRESSE seit Tagen so tut, als sei eine Große Koalition wünschenswert für die Deutschen.

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Wer sagt das?

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Mit welchen Argumenten?

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Man unterschätzt doch, dass es nicht nur um Volksbelustigung geht. In einer repräsentativen Demokratie sollten die Volksvertreter wirklich vom Geist der Bürger erfüllt sein. Dieser Geist verzagt aber immer mehr, weil eben diese Volksvertreter gar nicht daran denken, das Volk zu vertreten. Technik der Verantwortlichen ist dabei stets Verantwortungsflucht und Ausreden.

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Hierfür die AfD herbeikampagniert zu haben, ist eine riesige Schweinerei. Und sie kommt tatsächlich von Volksverhetzung, z. B. wenn die Diesel-Betrüger nicht zahlen müssen. Z. B. wenn die Flüchtlingshilfe-Bereitschaft der Deutschen in weiten Zügen wirklich angegriffen hat und hilfsbereit ist – daraus ein „Boot ist voll“ / „Überfremdungsangst-Thema“ hochzujazzen. Wer hats gemacht? Ricola.

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Und jetzt ist diese Situation derart bescheuert, dass da Union, die eine vollkommen zerstrittene Fraktion und eben keine Union überhaupt seit 2015 bis zum bayerischen Landtagswahltag war und sein wird, mit der entseelten SPD eine Große Koalition nur deshalb bilden will, weil sie sich eine Minderheits-Regierung von MERKEL nicht vorstellen mögen. Aber ansonsten NEUWAHLEN ein noch zerschmetternderes Ergebnis und weitere Stimmenverluste bringen würde.

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Nur, die Herausforderung ist doch eine weltpolitische und eine europapolitische – nicht nur eu-politische und deutschlandpolitische.

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Dazu titeln unsere deutschen Vollzeitungen ungefähr so, 3. Januar 2017:

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Kölner Stadt-Anzeiger titelt: „Köln will Fahrverbot vermeiden“.

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Revolutionsführer Chamenei macht Ausland für Proteste verantwortlich“ und

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das „neue deutschland“ titelt: „Kein Frieden, kein Plan – Palästinenser rufen Gesandten aus USA zurück“

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JA – SIND DIE NOCH BEI TROST?

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Die NEW YORK TIMES, die so gut wie nie Deutschland und MERKEL überhaupt namentlich erwähnt, hat heute, 4. Dezember 2017, dagegen folgenden Meinungsartikel:

 

„Is the Trans-Atlantic Relationship Dead?“ von Anna Sauerbrey

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Ich fasse kurz zusammen und übersetze:

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Seit der Präsident Donald Trump / No. 45 vor einem Jahr sein Amt antrat und sehr bald Bundeskanzlerin Merkel empfing, war die bisherige transatlantische Verbindung zwischen USA und Deutschland weitgehend bewährt und verlässlich, verunsichert.

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Nun soll Europa selbst mehr tun, d. h. mit No. 45 Worten: Mehr zahlen!

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Deutschland muss gewissermaßen das US- Patronat ersetzen. Das bedeutet in Selbsthilfe und Abstimmungszwängen mit der Europäischen Union eigenständige Maßnahmen einzuführen. Aber dazu ist Deutschland und die deutschen Parteien, insbesondere CDU-Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel nicht fähig – schon für Deutschland nicht, schon gar nicht für 28 verschiedene EU-Partnerstaaten:

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Merkel schafft es nicht, sich mit den EU-Staaten so aufzustellen, dass die neue Distanz der USA nachrangig würde.

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Merkel ist aber auch nicht so stark, dass Deutschland sich selbst so stark aufstellt (wie es z. B. das waffenstarrende ISRAEL gegen den Rest der Welt macht), dass es No. 45 sich zur Ehre und Freude gereichen würde, solche militär-propperen deutschen Freund in Europa zu haben.

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Und die Kommentatorin der NEW YORK TIMES argumentiert sehr amerikanisch, wenn sie schreibt:

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„Was haben die Deutschen denn für Ängste?“

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Weder der militärische Schirm der USA wird abgezogen, noch die Finanz- und Handelsbeziehungen zwischen USA und Deutschland hängen durch.

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Ja, tatsächlich beachten die USA die Militärherrschaft und die Wirtschaftsstärke als entscheidend für die transatlantischen Beziehungen. Wie doof sich dabei die Deutschen innerhalb der EU fühlen (wenn BREXIT läuft und Visegrad rummotzen und Griechenland pleite ist), hält jemand wie No. 45 für neurotisches Sigmund Freud-Gespiele.

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BERLIN — It has been almost a year since Donald Trump took office, and Germany is still debating what, exactly, his administration means for Europe. Is Mr. Trump just a hiccup in the American political system or an indicator of a chronic disease? Will the trans-Atlantic relationship ever be the same again or is it time Germany and Europe prepared for a post-Atlantic era? But rather than providing insight into the future of the United States, the debate is turning into a Freudian analysis of Germany’s own troubles.

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It started in May, when Chancellor Angela Merkel, shocked by Mr. Trump’s first visit to Europe as president, said that “the times we can fully rely on others are somewhat over” and that Europe had to become more self-reliant. Since then, two factions have formed: those who believe Germany can wait out Mr. Trump and then return to normal and those who call for a strategic shift because they think the days of American leadership are over.

The first faction is represented by a group of foreign policy experts who published a “Trans-Atlantic Manifesto,” which appeared in October in The New York Times and the German weekly newspaper Die Zeit. They argue that guarding the trans-Atlantic relationship is crucial to the liberal world order and that a firm trans-Atlantic commitment gives Germany the liberty to act as a leader in Europe without stirring old fears of German predominance. They find supporters in conservative policymakers such as Norbert Röttgen, the head of the Bundestag’s external affairs committee. He, too, stresses that mutual values, not just mutual interests, constitute the trans-Atlantic relationship.

The other side is represented by Germany’s acting foreign minister, Sigmar Gabriel, a Social Democrat. In a speech at a foreign policy forum in Berlin in December, he stated flatly that “the relations between the U.S.A. and Europe won’t be the same anymore — even when Donald Trump leaves the White House.” He called for Germany to reconceive its strategic posture and to plan for a new era when it could no longer rely on American leadership.

Niels Annen, a leading Social Democrat and a member of the Bundestag, agrees. He cites the president’s isolationist core constituency, the destruction of America’s political culture and the cuts to the State Department as long-term threats to American power. He also believes that the recently passed tax cuts will further erode American society from within, knocking down a middle class that was long a bulwark for America’s activist foreign policy. “We should not write off the United States, of course,” he said. “On the contrary, we have to increase our efforts to work with policymakers in Washington and in the federal states. But we have to be realistic as to what to expect.”

It’s a strange debate, in that it is both hypothetical and emotional.

It is hypothetical, because economically, Germany and the United States remain close business partners, despite the failure to establish a trans-Atlantic trade deal and the shifting orientation of both economies toward China.

Militarily, Germany and Europe depend on the United States, too, still ducking under its nuclear umbrella. True, the European Union has recently taken steps toward military cooperation and independence, but there is neither the will nor the resources to provide the level of protection that America still offers. While many German voters probably feel flattered by the talk of their country’s leading role in the world, the majority is still not willing to accept the cost. Germany is an aspiring power that lacks both the public support and the strategic culture to live up to the expectations.

And yet, the debate over where, exactly, German-American relations are headed is passionate, and sometimes angry. It is not just about budgets and defense plans; it is also an emotional issue, a question of love and dependence and letting go. Many Germans still look fondly to America; we study there, travel there, have family there, buy clothing and food and music from there, and will continue to do so, whoever is president.

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Today, though, there is a new current of anti-Americanism rising as well, different from the usual continental grumblings. It believes that America has overstayed its welcome on the world stage, that it still insists on dominating both culturally and politically. It believes that American culture is superficial and phony, that Americans are hypocritical and uneducated. “What good has ever come from the United States of America?” a reader in Berlin wrote to me recently in response to an editorial.

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The roots of this new anti-Americanism go deeper than Mr. Trump. Germans point to George W. Bush’s invasion of Iraq and war on terrorism, and to Barack Obama’s tendency to overpromise American action on foreign policy while furthering many of his predecessor’s worst policies. But finally, in Donald Trump, we have a cartoon bad guy, the essence of every anti-American prejudice: a rude, uneducated bully who drinks giant amounts of Diet Coke.

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Hardcore anti-Americanism is still a minority view in Germany. A study published last year, before Donald Trump became president, found that about 10 percent of Germans hold such views. Very few policymakers apart from the radical fringes are openly anti-American.

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Still, it can be found lingering underneath the surface of the current debate — for example, when Mr. Gabriel said that Germany “needs to seek a strategic relationship, not submission to U.S. politics, as we have never seen it in the past.”

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Social Democrats have always played on the theme of the European David against an American Goliath, but this time it seems to be catching on elsewhere. Anti-Americanism is not just an opportunity to vent. It also serves as an outlet for the insecurity of a nation faced with a new global environment that seems to demand radical change, while practically speaking, radical change is impossible.

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As a world player, Germany can act only through Europe, the British historian Timothy Garton Ash writes. But as it does so, it is inhibited by the inertia of masses in movement, the other 26 European Union states. Germany must fill the post-American vacuum; Germany cannot fill the vacuum. Talk of a strategic sh