Manuel Kiper 1949-2060 Kurznachruf

September 28, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10462

Am Mittwoch, den 28. September 2022

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Manuel Kiper, deutscher Politiker, Mitgründer der Gabl (Grüne alternative Liste in Hannover) und der Grünen, später Bündnis90-Grüne, Gen-Biologe und Künstlergelehrter, geboren am 24. Mai 1949 in Berlin, ist jetzt 73-jährig, am 14. August 2022 in Hannover nach einer schweren Krankheitskrise gestorben.

Kiper war verheiratet mit der Lehrerin Angelika Kiper; sie hatten gemeinsam zwei Töchter, Anja und die jüngere, die Schauspielerin Nele Kiper mit zwei Enkelkindern.

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Manuel Kiper, mit drei Brüdern und einer jüngeren Schwester, hatte als Sohn des Getriebetechnik- und Maschinenbau-Professors Gerd Kiper von Kindesbeinen an sehr verschiedene Wohnorte in Deutschland, Berlin, besonders auch München, abschließend Hannover, wo er Chemie, Biologie, Pädagogik und Philosophie an der Technischen Universität, heute Leibniz-Universität studierte und im Jahr 1977 mit einer Dissertation über die DNA-Sequenzorganisation im Genom von Petroselinum sativum als Molekularbiologe zum Dr. rer. nat. promoviert worden ist.

Ab 1991 war er Berater mit den Schwerpunkten Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und Informationstechnik bei der ver.di-Bildungswerk gehörenden BTQ Niedersachsen. Ferner war er Mitglied der DAG, im Verband Deutscher Schriftsteller, IG Medien, Bund Deutscher Schriftsteller/innen (BDWi), im Wissenschaftlichen Beirat des BUND, Landesverband. Niedersachsen, im Genetischen Netzwerk (GEN) und bei Eurosolar, Grüne Liste Umweltschutz (GLU).

Kiper trat 1977 in die Grüne Liste Umweltschutz ein und wurde 1978 deren Kreisvorsitzender in Hannover, 1980 Kreisvorsitzender der Grünen. Er war 1984 bis 1987 Landesgeschäftsführer und 1992 bis 1994 Beisitzer im Landesvorstand der niedersächsischen Grünen. So war er 1981/84 auch Ratsherr und Beigeordneter für die Grünen im hannoverschen Stadtrat.

Bemerkenswert auch der Geheimdienst-Bericht: Fraktion: Manuel Kiper, Alexander Rudnick, Ulla Henscher, Luk. List. Die GABL wird im niedersächsischen Verfassungsschutzbericht als linksextremistisch … Von 1994 bis 1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und als MdB der Grünen-Fraktion in Bonn. Als Fachmann der Gen-Biologie war er forschungspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und gehörte den Ausschüssen für Post und Telekommunikation sowie für Bildung, Wissenschaft, Forschung, Technologie und Technikfolgenabschätzung an.

Er galt als der wichtigste Internet-Politiker der Grünen, für die er sich gegen Beschränkungen kryptographischer Verfahren und gegen Vorschriften zur Telekommunikations-Überwachung im Informatios- und Kommunikationsdienste- Gesetz einsetzte.

Infolge der Kandidatur von Jürgen Trittin und der Landes-Listenpräferenz für Frauen der niedersächsischen Grünen wurde Kiper zur Bundestagswahl 1998 von den niedersächsischen Grünen nur noch auf dem sechsten Listenplatz der Landesliste Niedersachsen aufgestellt, der nicht für den Bundestagseinzug ausreichte. Damit verloren die Grünen auf Bundesebene die führende Rolle in der Gen-Politik an die SPD. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel.

Manuel Kiper war ein gebildeter, kritischer Bürger. Er führte mit täglichem Iyengar-Yoga und allwöchentlich Tango-Tanz, gemeinsam mit seiner Ehefrau, in mehreren Amateur-Musikensembles als Gitarrist und Sänger der Kleefelder Kaffeeonkelz, Monday Evergreens, Kleestangos, Six Only, Kleesaiten, und ganz individuell als Lyriker, als Keramiker, Zeichner und Radierer, ein intensives soziales, geistiges und musisches Leben.

Buchveröffentlichungen:

Die Unsichtbaren. Krieg mit Genen und Mikroben (Hrsg.). 1988 Kölner Volksblatt-Verlag

Biologische Waffen, Die geplanten Seuchen. Gene, Gifte und Mikroben gegen Menschen (Gemeinsam mit J. Streich). 1990, rororo aktuell,

Seuchengefahr aus der Retorte, 1992. rororo aktuell

Fischer, Ulrich; Kiper, Manuel: Ökologische Rationalisierung. Herausforderung und Chancen für ArbeitnehmerInnen. Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung Bd.24.

Ökologie im Gesundheitswesen (Hrsg.) 1994. Mabuse Verlag

Segal, Jakob; Segal, Lilli: AIDS, die Spur führt ins Pentagon. Mit Biokrieg von Manuel Kiper

Grüne Umarten – Vom Kunstleben zur Lebenskunst. GEDICHTE. Verlag Thomas P. Kiper, KURSWECHSEL- BÜCHER Bielefeld Hannover 1994.

Ferner Textbeiträge in

Blätter für deutsche und internationale Politik

Heft 13: Medien und Demokratie / IWM WEBSITE: Neue Medien, neue Politik? Manuel Kiper / Ingo Ruhmann Internet: technologiepolitische Weichenstellungen. Walter Schmitz Die neuen Medien – eine Herausforderung.

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur im Pandora Kunstverlag, Dr. Dietmar Moews, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln (seit 1979).

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Dietmar Moews meint: Die Todesnachricht hat mich erschüttert. Ich hatte keine Ahnung. Zugegeben, er hatte ein vollendetes Leben. Manuel war Mitautor in meiner Zeitschrift Neue Sinnlichkeit. Ich lernte ihn in den Gründungsjahre der alternativen Szene in Hannover (ebenfalls in der Gabl) und in Ausstellungen in meiner Ballhof-Galerie Hannover kennen. Im Jahr 1994 war ich bei Manuel wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fraktion der Grünen in Bonn (unter anderem mit dem ersten Papier für eine Militärpolitik der Grünen, das später Ralf Fücks bei der Böll-Stiftung als seine Gedanken vertrat). Im Jahr 1996 traten wir gemeinsam – Manuel Kiper, Franz Otto Kopp, Dietmar Moews – mit einer Ausstellung mit Vorträgen in Magdeburg auf. Damals hatte Manuel sein erstes Buch mit Gedichten und Abbildungen seiner Kleinkeramik, im Verlag seines Bruders in Sennestadt publiziert. In Manuels Gedichtband hat er Dietmar Möws unter dem Titel memoriam erinnert. Scheinbar hatte ihn die Abzweigung des Roten Fadens, entlang der Bürgersteige der die hannoverschen Sehenswürdigkeiten auch am Ballhof in der Altstadt passierte, den Dietmar Möws mit kleinkariertem Muster ins Klo seiner Ballhof-Galerie Hannover piratisiert hatte, als Symbol der armen Kulturpolitik kennzeichnete, angesprochen – so im NDR-Fernsehen Niedersachsen-Echo 1984. Mit Manuel Kipers Tod verlor ich einen wertvollen Zeugen eines wichtigen Teils meines eigenen Lebens, der etwas von Fairness und Musikalität verstand in dieser Welt.

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Fritz Pleitgen 1938-2022 Kurznachruf

September 17, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10458

Am Samstag, den 17. September 2022

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Fritz-Ferdinand Pleitgen, deutscher Funk- und Fernsehjournalist, Intendant eines Staatssenders und Autor, geboren am 21. März 1938 in Duisburg-Meiderich, ist jetzt 84-jährig, am 15. September in Köln an einem schweren Bauchspeichelkrebs-Leiden gestorben.

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Pleitgen war seit 1969 verheiratet und Vater von vier Kindern. Sein Sohn Frederik ist ebenfalls Journalist.

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2020 wurde Fritz Pleitgen krank. Im Jahr 2021 berichtete er in seinem Buch Eine unmögliche Geschichte, im WDR-Podcast Fritz Pleitgen – Sein Leben und anderen Interviews über die Erkrankung an Bauchspeicheldrüsen-Krebs .

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Bereits mit vierzehn Jahren arbeitete er als Berichterstatter für Zeitungen über Sport und Gerichtsnachrichten. Anschließend trat der Journalist Pleitgen in die SPD ein und war zunächst in der Redaktion der staatlichen ARD-Tagesschau und als Sonderberichterstatter in den Bereichen politik und Wissenschaft beschäftigt. Bereits 1964 nahm er die Berichterstattung als Auslandskorrespondent über EWG- und NATO-Sitzungen in Brüssel und Paris auf, gleichzeitig berichtete er über den Zypernkrieg und 1967 über den Sechstagekrieg Israels mit Palästinensern und Ägypten. 1970 begann die Tätigkeit in verschiedenen ARD-Auslandsstudios, so bis 1977 in Moskau. Hier führte er als erster westlicher Journalist ein Interview mit dem damaligen sowjetischen Generalsekretär der KPdSU Leonid Breschnew. Seine diplomatischen Fähigkeiten – Pleitgen unterhielt sehr gute Kontakte sowohl zur Regierung als auch zu Dissidenten – qualifizierten ihn 1977 für den Korrespondentenposten in Ost-Berlin. Im Juli 1982 folgte der Wechsel von Ost-Berlin nach Washington, D. C. Der USA-Hauptstadt.Pleitgen sah sich bei seiner Tätigkeit als Korrespondent in den USA der Kritik „antiamerikanischer Untertöne“ ausgesetzt, da er die Politik des damaligen Präsidenten Ronaöd Reagan eher kritisch verfolgte. Grund für diese kritische Berichterstattung war die Überzeugung Pleitgens, dass die Ost-Politik Willy Brandts der richtige Weg sei. Pleitgen wechselte nach einer fünfjährigen Leitung des Washingtoner ARD-Studios 1987 auf den gleichen Posten des ARD-Studios New York. Kurze Zeit später nach Köln zurück wurde Pleitgen Politischer Chefredakteur als SPD-Mitglied beim WDR in Nordrhein-Westfalen. 1988 wurde Pleitgen auch Chefredakteur des WDR-Fernsehprogrammbereichs Politik und Zeitgeschehen, blieb aber weiter journalistisch tätig. Pleitgen leitete zahlreiche Sendungen zur deutschen Wiedervereinigung und den Zusammenbruch der Sowjetunion der Sendereihe ARD-Brennpunkt sowie Sondersendungen bei der Berliner Maueröffnung. Anfang 1994 wechselte er nach drei Jahrzehnten Fernsehen zum Radio und wurde Hörfunkdirektor des WDR. Pleitgen reformierte während dieser Zeit die Programm- und Organisationsstruktur. 2006 moderierte er letztmalig den ARD-Presseclub nach 300 Sendungen. 1995 wurde Pleitgen Intendant des WDR. Als Intendant führte Pleitgen die Regionalisierung des WDR fort, was zur Gründung der Lokalstudios in Köln und Dortmund führte. Außerdem setzte er sich für den Aufbau des Ereigniskanals Phoenix ein. In den Jahren 2001 und 2002 war er zudem Vorsitzender der ARD. Außerdem war Pleitgen für die Europäische Rundfunkunion aktiv, der er seit 2002 als Vizepräsident und von September 2006 bis 2008 als Präsident vorstand.

Fritz Pleitgen ist neben seinen leitenden Aufgaben auch weiterhin journalistisch tätig. Neuere Produktionen sind die in der ARD ausgestrahlte Reisereportagen über die Die Rockies. Sehnsucht nach dem alten Westen und Spurensuche im Erzgebirge: Wiedersehen mit dem Weihnachtsland, auch Reisereportagen im ehemaligen sowjetischen Ländern, Auf dem Don, in Tschetscheinien, Armenien, Kaukasus, Georgien. Für Hörfunkwelle WDR 5 richtete Pleitgen ein reines Wortprogramm ein.

Danach verweigerte ihm jedoch seine eigene Partei, die SPD, die Unterstützung, ebenso der Vorsitzende des Rundfunkrats des WDR. Eine Initiative der CDU, Pleitgen ohne Wiederwahl nach 2007 weiterhin als Intendant zu beschäftigen, wurde im Rundfunkrat  durch Stimmen der SPD und unabhängiger Mitglieder abgelehnt.

Fritz Pleitgen wurde anschließend noch Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH, die für die Planung des Europäischen Kulturhauptstadt-Jahres 2010 in Essen.

Fritz Pleitgen wurde am 28. März 2011 erstmals für fünf Jahre zum ehrenamtlichen Präsidenten der Deutschen Krebshilfe e. V. gewählt. Im Jahr 2013 übernahm Pleitgen die Schirmherrschaft für die Deutsche Prostatakrebs-Studie PREFERE, Des Weiteren war Pleitgen Pate des Kinderhospizes Bethel, Mitglied des Kuratoriums von Aktion Deutschland Hilft sowie Beiratsvorsitzender bei „Glückauf Zukunft“, einer Initiative der Bergbauindustries. Bis 2019 war er Vorsitzender des Kuratoriums der DFL-Stiftung (ehemals Bundesliga-Stiftung) und wurde dann zum Ehrenmitglied des Kuratoriums benannt. Seit seiner Gründung 1998 bis April 2017 war er Vorsitzender und danach Ehrenvorsitzender des in Köln ansässigen Lew-Kopelew-Forums. Pleitgen gehörte zu den Initiatoren der wohltätigen Initiative „Die Kinder von Perm“ und war Vorsitzender des gleichnamigen Vereins. Seit 2014 engagierte er sich als Schirmherr des 2011 gegründeten Vereins Inter Artes für die Förderung von Künstlern und Halbach-Stiftung.

Dietmar Moews meint: Ich möchte Fritz Pleitgen nachrufen, dass er ein eminenter Kommunikand war, polyglott von Russisch bis Englisch, erheblich mutig und dynamisch die bedeutenden Situationen journalistisch aufzusuchen. Pleitgen war eine Koryphäe auf dem SPD-Ticket, das er am Beginn seiner Karriere zog. Man kommt nicht umhin seine Geduld, Leidensfähigkeit und tiefe Freundlichkeit für das Andere der Anderen auszusprechen. Pleitgens Tod hinterlässt eine bedeutetende Lücke.

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Jean-Luc Godard 1930-2022 Kurznachruf

September 17, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10457

Am Samstag, den 17. September 2022

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Jean-Luc Godard, französisch-schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor, geboren am 3. Dezember 1930 in Paris, ist jetzt 91-jährig, am 13. September in Rolle (Schweiz)

mittels assistiertem Freitod gestorben.

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Godard war von 1961 bis 1965 mit der Schauspielerin Anna Karina (1940-2019) und von 1967 bis 1979 mit Anne Wiazemsky (1947-2017) verheiratet. Beide spielten in mehreren seiner Filme. Ab 1974 lebte und arbeitete er mit der Schweizer Filmemacherin Anne-Marie Miéville zusammen.

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Godard, in Frankreich geboren, verstand sich „im Geiste“ als Franzose, hatte wohlhabende großbürgerliche Eltern, hat sich im Jahre 1951 die Schweizer Staatsbürgerschaft gekauft. Nach Abitur und dem Etnologie-Studien ab 1949 an der Sorbonne in Paris verfiel Godard vollkommen dem Film und dem Kino. Er ging 1950/51 nach Amerika, wo er das zunächst bewunderte Hollywood-Kino näher kennenlernte.

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Mit seinem ständigen Aufenthalt in Paris näherte er sich einem Filmclub an, lernte die damals wichtigen Filmkünstler Francois Truffaut,Jacques Rivette und Rohmer kennen und wurde gelegentlich Autor unter dem Pseudonym Hans Lucas der neugegründeten Filmzeitschrift „Cahiers de Cinema“. Mit Truffaut näherte sich Godard den Regisseuren der „Nouvelle Vague“, wo Filme mit konzeptionellen Schriften begleitet wurden, mit Bezügen zu den Regisseuren Carl Theodor Dreyer und Friedrich Wilhelm Murnau sowie auf den Schriftsteller Fjodor Dostojewski.

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Mit seinem ständigen Aufenthalt in Paris näherte er sich einem Filmclub an, lernte die damals wichtigen Filmkünstler Francois Truffaut, Jacques Rivette und Rohmer kennen und wurde gelegentlich Autor unter dem Pseudonym Hans Lucas der neugegründeten Filmzeitschrift „Cahiers de Cinema“. Mit Truffaut näherte sich Godard den Regisseuren der „Nouvelle Vague“, wo Filme mit konzeptionellen Schriften begleitet wurden, mit Bezügen zu den Regisseuren Carl Theodor Dreyer und Friedrich Wilhelm Murnau sowie auf den Schriftsteller Fjodor Dostojewski. In seinen Filmen der Sechziger sind alle Elemente enthalten, die damals die französische Gesellschaft bestimmten, der Algerienkrieg in „Le Petit Soldat“/“Der kleine Soldat“, Prostitution und Frauenemanzipation in „Vivre sa vie“/“Die Geschichte der Nana“, moderne Ehe in „Une femme mariée“/“Eine verheiratete Frau“, Maoismus in „La Chinoise“/“Die Chinesin“, das Desaster der modernen Zivilisation in „Weekend“. Dazu ein Staraufgebot, besonders der Frauen, Brigitte Bardot, Macha Méril, Anna Karina (Godards Ehefrau), Marina Vlady, Anne Wiazemsky. Dazu kamen neue TV-Techniken. Mit den Rolling Stones und „Sympathy for the Devil“, 1968, wurde mit „One plus One“ die in völlige ästhetische Zersetzung aufgelöste Bild/Ton/Sinn/Führung manifestiert, die Godard in teils gegenwendiger Verkittung durch den Einsatz von romantischer Musik und mit seiner heiser sonoren eigenen Altersstimme in Textaufspielungen. Was er zunächst völlig ungebunden zerhackt, wird dann, wie mit Sauce von Musik und Sprechstimme zusammengekleistert. Wobei romantische Orchestermusik und marxistische Aussagen anscheinend lediglich die Konsumierbarkeit der Spieldauern für ein Filmpublikum aufnutten soll. Mit „Tout va bien“/Alles in Butter“, 1972, und Jane Fonda und Yves Montand wurden weitere Weltnamen gekauft. Dann machte Godard mit seiner Lebensgefährtin Anne-Marie Miéville gemeinsam Filme und zwei TV-Serien. Poetisch, archaisch, brutal konstruierte er seine Bild-Stakkato mit idealisierten Mao-Versatzstücke. In „Prénom Carmen“/“Vorname Carmen“ spielte Godard selbst einen alten Zigarren rauchenden Filmemacher. Seine letzten Filme wurden aus massenhaft grausamen und schrecklichen Einzelbildern, Archivphotographien, mit etwa 1 Sekunde Schnittgeschwindigkeit ohne Anschlüsse, in wilder Abfolge von Archiv-Filmschnipseln, nur wenige Aufnahmen, die Godard hierfür selbst produzierte, in kürzestmöglichen Schnitten von vier bis 11 Sekunden, bis der Seher überhaupt identifizieren konnte, was da gezeigt wird. Dann Generalpausen – immer wieder das Godard-Erkennungszeichen: Himmel über Horizont eines ruhigen Meeres, als Standbild. Bei seinem letzten Film wurden sämtliche Bildsequenzen mit Farbfiltern in allen unwirklichen Farbtönen bearbeitet und als gegenständliche Bilder grenzwertig verfremdet – eine Lawine bei der als Generalpause den numerierten Filmteilen dann die tote Leinwand ausgedehnt zwischengeschnitten war. Damit war eine Anschlussdramatik vorgetäuscht, denn eine Story oder Wertformierung kam nicht über das schrecklich arme, immer wieder nur brutale Bildangebot heraus.

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Nach einem schweren Motorradunfall im Jahr 1971 zog sich Godard in die Schweiz zurück. Etwa ab 1980 lebte er in der Kleinstadt Rolle am Nordufer des Genfersees.

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Dietmar Moews meint: Ich halte Godard für einen großen Meister des Films, dem ich in Kürze an dieser Stelle einen pointierten Kurznachruf widmen möchte.

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Neue Sinnlichkeit 81 Blätter für Leibniz anstatt Humboldts Hohenzollern-Mief

September 12, 2022

Am Montag, den 12. September 2022

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Die brandneuen Blätter für Kunst und Kultur von Dietmar Moews sind in Köln erschienen:

Neue Sinnlichkeit 81 Blätter für Leibniz anstatt Humboldts Hohenzollern-Mief

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Zum Geleit

Grüß Gott, liebe Negerienen und liebe Neger, Sie dürfen für sich jegliche Farbspiele ausleben, sofern Sie nicht die Farben ihrer Mitmenschen verderben – bekanntlich solche Mischungen die Farbe BRAUN ergeben. Der Maler PETER JANSSEN erklärte den Kindern, „Man kann den Baum Blau malen, wenn man daran glaubt“. Ich sage: dass immer eine faire Praxis unsere Praktiken leiten sollte. Symbolentschlüsselung JA – theoretische Entschlüsselung des Überde-terminierten LIEBER NICHT. Denn Metaphysik belastet unnötig beim Malen und Farben-mischen. HEGEL stellte den STAAT knallhart über die GESELLSCHAFT – komisch, dass Marx, der die gesellschaftliche Unterwerfung anklagte, dann eine Volkssouveränität zugunsten des Parteikommunismus verriet, womit LENIN im Oktober 1918 (nicht ohne blutige Umstände) zur bolschewistischen Staatsherrschaft in Moskau kam.

Neue Sinnlichkeit dient der Kunstfreiheit des Künstlergelehrten und Malers Dietmar Moews. Seine professionelle empirische Soziologie macht Klärungen zur Urteilskraft und der Überdetermination möglich. Wir können Motivation einer Bildung zur Freundlichkeit dringend gebrauchen. Damit ist das SCHÖNE der KÖNIGSWEG der sozialen Emanzipationsgrenzen. Begründer Pelagius hielt es grundsätzlich für möglich, ohne Sünde zu sein (posse sine peccato esse). Menschen könnten von der Natur her, jedenfalls, ohne von Erbsünde verdorben zu sein, gut sein. Egal, was geglaubt wird, von Gott geschaffen oder einfach überdeterminiert sein, man nicht unterstellend übergreifen soll, als sei ein Teil der Schöpfung böse. Opportun bringt SPRINGER GOEBEL SECHS weiterhin den absurden Hegelianer im Landtags-Wahlkampf 2022 in Hannover, MP STEPHAN WEIL, der sich übers RECHT stellt.

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Inhalt

Umschlag: Peter Grämer-Plakat 1978 in der Ballhof-Galerie Hannover 1

PICASSO als Dreiteiler mit PIGASSO 1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4

DIETMAR MOEWS: Das Schöne – Hendrikje Gröpler gewidmet 9

DIETMAR MOEWS: Leibniz statt Humboldts Hohenzollern-Mief 39

LAYOS DAYATOS: SPRINGER GOEBEL SECHS ein Dokument: Alt-Nazi und Stadtdirektor

in Springer am Deister, Dr. Gustav Degenhardt 1953 an den

Bundespräsidenten Dr. Theodor Heuss 45

DIETMAR MOEWS: Putin in Ukraine + USA in Sibirien, UN-Blauhelme und Särge 50

DIETMAR MOEWS: CORONA und das Eliten-Versagen 51

LAYOS DAYATOS: STAATS-DOCUMENTA FIFTEEN – Kassel 2022 verschusselt 54

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796 – Knigge setzt Kants

kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzung XXVII 56

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 57

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: ALBRECHT DÜRER 58

KATHERINE: Portrait: Die Linie von Albrecht Dürer A D 1521 59

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: LOUIS ARMSTRONG 60

LOUIS ARMSTRONG: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 2022 61

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: Bummsti 62

Auflösung Qualitätsrätsel 80: Walther Schmieding 1928-1980

QUALITÄTSRÄTSEL 81: Wer hats geschrieben? 64

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IMPRESSUM

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im

Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln

E-Mail dietmarmoews@gmx.de Verlagsanschrift und Abonnement auf Lebenszeit bei

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, D-50678 Köln ISSN 1432-5268

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Gottfried Wilhelm Leibniz 1646-1716

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Louis XIV.

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Leibniz anstatt Humboldts Hohenzollern-Mief

von Layos Dayatos

BEGRÜNDUNG MEINER FORDERUNG, Berlin und den Hohenzollern-Mief zurückzustufen!

Stattdessen soll der geniale bis heute nicht wirklich und erfassend wahrgenommenen GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ (1646-1716) in den Mittelpunkt der westlichen Welt gerückt werden. Deutschland soll die preußische Kriegslinie von Berlin und die kirchlichen MACHT-MACHENSCHAFTEN der katholischen und protestantischen Christenorganisationen Europas abschneiden. BONN war gut – soll Hauptstadt Europas werden.

Wir brauchen ein LEIBNIZ FORUM. DER SKANDAL IST, DASS LEIBNIZ abgekoppelt wurde. Den zuständigen Wissenschaftlern fehlen Initiativen, Wissen und Können und die bildungspolitische Propaganda. Anstatt dass die etwa 20.000 Schriften, die Leibniz außer in Deutsch in zahlreichen Sprachen abgefasst hat, besonders im für Philosophie damals obligatorischen LATEIN, übersetzt und rubriziert werden und Leibniz schwer entzifferbare Handschriften zugängig gemacht werden, verbraucht der heutige Forschungsbetrieb Personal und Mittel für absurde NULL-Themen. Der kontraproduktive abkoppelnde Verbändestaat macht lieber Narrative, Gender und betreibt einen beliebigen Begehrlichkeits-Salon mit der Forschungsförderung.

ICH FORDERE, DASS DIE SCHRIFTEN LEIBNIZ unverzüglich ZUMINDEST SÄMTLICH fotografisch gesichert werden, damit das riesige brachliegende Konvolut für Studenten und Forschungen auf den Tisch unserer Zivilisation kommen kann.

LEIBNIZ persönlich, auf eigene Faust, war der INITIATOR zur GRÜNDUNG der wichtigen europäischen Universitäten und Akademien der Wissenschaften von Wien, Petersburg und Berlin, in Verbindung mit London und Paris.

Ich möchte herausheben, was der deutsche Wissenschaftsbetrieb vertuscht: Das Genie Gottfried Wilhelm Leibniz, das den Geist und die Wissenschaften der Welt und Europas mit Gründungsarbeit für übernational orientierte Universitäten in Petersburg, Wien, Berlin, die Avantgarde seiner Zeit in London und Paris adaptierend, PERSÖNLICH ausgelöst und persönlich allerwärts kommuniziert hat. Leibniz hatte dabei sowohl die geistigen Friktionen seiner Zeit, die zwischen Politik, Adelshäusern, der katholischen Kirche und dem Protestantismus stetig Kriege zeitigten, verstanden, die einem geistigen Europa im Wege standen. Leibniz erwarb sich bei wichtigen Zeitgenossen hohe informelle persönliche Wertschätzung. Und nur mit persönlich erworbenen Empfehlungen, ohne höfische Entsendung (ich denke an den privaten Montaigne), brachte dieser erste wichtige europäische Denker das Denken in den Osten und Wege nach China auf die Tagesordnung. Leibniz stand auf den Schultern von Descartes und Spinoza und stellte sich bereits im ausgehenden siebzehnten Jahrhundert mit seinem mobilen Leben zwischen den Thronen und Hauptstädten vor und publizierte, was wir uns heute unter GEOPOLITIK und Seidenstraße vorstellen.

Das LEIBNIZ-ARCHIV in Hannover hat die Handschriften gebunkert, und stellt diese nicht der Forschung als Photokopien oder Digital-Texte bereit – WARUM NICHT?

Beinahe mitleidend erschienen zu den sogenannten Hautpschriften zur Grundlegung der Philosophie – eine absurde Bezeichnung von Exzerpten aus Leibniz‘ umfangreichen Briefwechsel, in der PHILOSOPHISCHEN BIBLIOTHEK des FELIX MEINER VERLAG – zwei biografische Romane: EIKE CHRISTIAN HIRSCH, Der berühmte Herr Leibniz, 2002/2016, ferner neuerdings: MICHAEL KEMPE, DIE BESTE ALLER MÖGLICHEN WELTEN – Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner Zeit, 2022.

Halb sich entschuldigend, für seine dilatorischen Darstellung, findet der heutige Leiter des heutigen Leibniz-Archivs in Hannover, Kempe, wo Leibniz‘ Werk ungenutzt liegt, in seiner Teilbiografie nur zu folgender kargen persönlichen Wertung:

„… Leibniz Rechenmaschine .. Heute weiß man, dass sie funktioniert, Leibniz musste jedoch bis zu seinem Tod um ihre Funktionstüchtigkeit bangen, hörte er doch wiederholt aus Zeitz, wo an der Maschine gearbeitet wurde, dass es immer noch zahlreiche Schwierigkeiten gebe. Auch wenn Leibniz in vielem nur bedingt erfolgreich gewesen ist, so lässt er sich hinsichtlich der oben erwähn-ten sechs Punkte tatsächlich als ein „Universalgenie“ bezeichnen, sofern man diesen Begriff seiner, romantischen, teilweise bis heute nachwirkenden Überhöhung im 19. Jahrhundert entkleidet. Der „letzte“ Universalgelehrte, wie er oft bezeichnet wird, ist er hingegen nur in einem spezifischen Sinne gewesen. Präziser wäre er als einer der letzten Repräsentanten eines bestimmten Typs von Universalwissenschaftler zu charakterisieren, der durch die Fortschrittszuversicht der wissenschaftlichen Revolutionen des 17. Jahrhunderts gekennzeichnet war sowie durch die bis zur Renaissance zurückreichende Hoffnung, sich alles Wissen der Welt in enzyklopädischer Form aneignen und analytisch durchdringen zu können.

Auch die Bezeichnung als höfischer Gelehrter, als typischer und zugleich herausragender Vertreter des barocken Fürstenberaters, ist durchaus treffend. Ein unterwürfiger Höfling ist er jedoch nie gewesen. Dass der vom herzoglichen Auftraggeber erhoffte Lobgesang auf die Welfenhistorie unter Leibniz‘ Hand zu einem quellenkritischen Geschichtswerk mutiert ist, ist dafür ein prägnantes Beispiel. Der Grat zwischen Autonomie und Opportunismus war schmal, doch Leibniz hoffte stets, durch sein ständiges Oszillieren zwischen den Machtzentren Europas einen Freiraum selbstbestimmter, unabhängiger Wissenschaft herzustellen. Alles wissen, alles können, alles in Bewegung versetzen – in gewisser Form hat nach ihm niemand mehr Vergleichbares versucht. Kein Kant, kein Hegel hat neben brillanter Philosophie auch noch die Mathematik revolutioniert oder mit Windmühlen experimentiert, kein Humboldt ist neben bahnbrechenden Forschungen in den Naturwissenschaften gleichzeitig so tief in alle Bereiche der Philosophie eingedrungen….“

Wir kommen nicht umhin, zu begreifen, dass das angängige völlige Scheitern des preußisch-deutschistischen HUMBOLDT-Miefs nicht trägt. Das auf Animation angezettelte Berliner Schloß als HUMBOLDT FORUM, als Symbol für das aus der Vergangenheit in die Zukunft hinausstehende deutsche Kulturspiel, ist nichts weiter, als die Heraushebung zweier Dienstklassen-Preußen, Wilhelm und Alexander Humboldt, die dem hohenzollerschen Obrigkeits- und Militärstaat zuarbeiteten. Doch was ging von Leibniz oder etwa Goethe noch in den Berliner Mief von Beamtentum, Obrigkeitsdenken und Ärmelschoner ein, was schlechterletzt auch noch Hitleristen als Preußen-Enkel gekrönt wird, die um private Erbrechte streiten? Haben die schon mal was vom freisinnigen Karlsruhe in Baden gehört? von der Geschichte Bayerns und der Wittelsbacher? ist ihnen schon mal Sachsen und Sächsische Kultur als Politik europäischer Welt begegnet? oder Liselotte in Heidelberg und Versailles? Ist es für Europa wirklich zielführend den Konflikt zu tradieren, den protestantische Adelshäuser und Monarchien mit den romanisch-katholischen für wertvoll halten? Will das Dienstklassen-Deutschland wirklich Humboldts Ärmelschoner über Leibniz Louis XIV-Perücke setzen?

Das Deutsche Nominierungskomitee hat den in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

in Hannover aufbewahrten Briefwechsel von Gottfried Wilhelm Leibniz 2006 für das UNESCO-Programm Weltdokumentenerbe (Memory of the World) vorgeschlagen. Im Herbst 2007 entschied der Generaldirektor der UNESCO abschließend über den Neueintrag in das Memory of the World-Register. Damit erklärte die UNESCO den Briefwechsel als Bestandteil des Weltgedächtnisses und damit als besonders schützenswert. Der Briefwechsel enthält rund 15.000 Briefe mit 1100 Korrespondenten. Er ist Bestandteil des in Hannover aufbewahrten Leibniz-Nachlasses mit ca. 50.000

Nummern mit rund 200.000 Blättern. Zum Nachlass gehören auch die Bibliothek von Leibniz und das einzig erhaltene Exemplar der von ihm konstruierten Vier-Spezies-Rechenmaschine (deren Funktionstüchtigkeit FRANZ OTTO KOPP in den 1990er Jahren in Hannover praktisch und rechnerisch nachgewiesen hat).

Gottfried Wilhelm Leibniz war in seinem Hannoverschen Brotdienst eine intellektuelle Quelle, die er in vielen Spaziergängen, im geistigen Austausch mit der Kurfürstin Sophie und deren Nichte, der späteren Liselotte von der Pfalz (Schwägerin des Sonnenkönig Louis XIV), zwischen Petersburg, Versailles und Wien, Paris, London und Heidelberg, auf das höchste Kritikniveau von Gottglaube und Schöpfungsvorstellungen, pointiert hat – Descartes und Spinoza ablösend. Leibniz formuliert früh die Maxime der Verstandesmäßigkeit der Aufklärung: „Jeder Mensch besitzt Fähigkeiten zur vernünftigen Lebensführung.“ Wenn Religion und Vernunft übereinstimmen, entstünde eine wahre Religion. Harmonie ist ein prägender Begriff von Leibniz’ Philosophie. Er beschreibt Harmonie als Summe von unendlich vielen, unendlich kleinen Krafteinheiten, sogenannten Monaden, den Urbestandteilen der Weltsubstanz.

In einem Brief an die Königin Sophie Charlotte von Preußen (1702) schrieb Leibniz: Der Brief, der vor einiger Zeit von Paris aus nach Osnabrück an die Frau Kurfürstin gerichtet worden ist und den Ew. Majestät mir in Hannover zu lesen gaben, schien mir wahrhaft geistreich und schön zu sein. Und da er die beiden wichtigen Fragen behandelt: ob es in unsren Gedanken etwas gibt, was nicht aus den Sinnen stammt, und ob es in der Natur etwas gibt, was nicht materiell ist: Fragen, über die ich, wie ich aussprach, mit dem Briefschreiber nicht ganz einer Ansicht bin, so wünschte ich, mich in demselbigen gefälligen Stil wie er erklären zu können, um den Befehlen I. M. nachzukommen und ihrer Wißbegierde Genüge zu leisten.

Wir gebrauchen die äußeren Sinne, wie ein Blinder seinen Stock braucht, und sie geben uns Kenntnis von ihren besonderen Objekten, d. h. den Farben, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken und den Tastqualitäten. Dagegen geben sie uns nicht zu erkennen, was diese sinnlichen Qualitäten sind, noch worin sie eigentlich bestehen. … Das Sein selbst und die Wahrheit läßt sich aus den Sinnen allein nicht verstehen. Denn es wäre keineswegs unmöglich, daß ein Geschöpf lange und geregelte Träume hätte, die unserem Leben glichen, sodaß alles das, was es vermittels der Sinne wahrzunehmen glaubte, nichts als bloßer Schein wäre. Es muß also etwas über den Sinnen geben, das Wahrheit und Schein unterscheidet. …daß nämlich die Existenz der intelligiblen Dinge und im besonderen des denkenden „Ich“, das man Geist oder Seele nennt, unvergleichlich sicherer ist, als die Existenz der Sinnen-Dinge .. während die Sinnen-Dinge bloße Erscheinungen wären … Ich gebe zu, daß uns in unserem gegenwärtigen Zustande die äußeren Sinne zum Denken notwendig sind, und daß wir, wenn wir keine hätten, auch nicht denken würden. Aber was für eine Sache notwendig ist, das macht deswegen noch nicht ihr Wesen aus. Die Luft ist uns zum Leben notwendig, unser Leben aber ist etwas anderes, als die Luft. Die Sinne liefern uns die Materie für die Vernunfterwägung, und auch in unsere abstraktesten Gedanken mischen sich stets sinnliche Bestandteile, aber die Vernunfterwägung verlangt noch etwas anderes, als das Sinnliche. – … Ebenso unmöglich ist es, das Bewußtsein aus irgend einer Maschinerie, welcher Art sie auch sein möge, zu erklären. Man darf also wohl annehmen, daß es überall in den Geschöpfen noch etwas Immaterielles gibt, vor allem aber in uns, wo diese Kraft von einer ziemlich distinkten Perzeption, ja selbst von jenem Lichte begleitet wird, von dem ich oben gesprochen habe und das uns im Kleinen der Gottheit ähnlich macht: sowohl in der Erkenntnis der vorhandenen Ordnung, als durch die Ordnung, die wir selbst in den Dingen stiften, die unserem Bereich liegen, indem wir die göttliche Verfassung des Universums nachahmen. Hierin besteht denn auch unsere Kraft und Vollkommenheit, wie unsere Gückseligkeit in der Freude besteht, die wir dabei empfinden….“

Wir sehen, wie der nicht wegen Gotteslästerung lebensmüde Leibniz Gott vernünftig abschafft bzw. menschlich relativiert, wie wir auch an der „Besten aller möglichen Welten“ sehen, die Leibniz zur Theodizee-Forderung erledigt.

Dem Gottglaubenszwang der Herrschaften um 17hundert mussten Protestant wie Katholik den Hut ziehen – und Leibniz (mit seiner Allonge-Perücke des Sonnenkönigs) traute der sozialen Intelligenz der Obrigkeit zu, Solches in Briefen hinzunehmen.

Komisch, dass der belesene Peter Sloterdijk als Herausgeber der EUGEN DIEDERICHS-Reihe „PHILOSOPHIE JETZT!“ (ab 1990) mangels tieferer Kenntnisse Gottfried Wilhelm Leibniz unter-schätzt. Und dass sein Kompagnon Rüdiger Safranski im Klappentext des dilatorischen Michael Kempe („DIE BESTE ALLER MÖGLICHEN WELTEN – Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner Zeit“) sich derart versteigt: „Eine großartige Idee: Von einzelnen Tagen auszugehen, an denen Leibniz‘ Leben und Werk eine neue Wendung nehmen, und schließlich eine ganze Welt zu entfalten. ein besonders gelungenes biographisches Kunststück.“

Kein europäischer Hof der Leibnizzeit hatte ein solches Genie zu Diensten, wie der Kurfürst der Hannoversch-Braunschweigischen Welfen, der spätere britische König GEORG (der nicht mal der englischen Sprache mächtig war), wie Leibniz – als drittrangiger Hannoverscher Höfling – der seine Europaaspirationen und seinen Blick nach China unter die wichtigsten Leute der Welt brachte. Wer hat für das binäre Zahlensystem die Symbole 1 und 0 eingeführt und durchgesetzt? – Wer hat K I (künstliche Intelligenz) erörtert und die menschliche Vernunft der Maschine vorgeordnet? Federkiel und Konzeptpapier – wer bringt das Genie Leibniz in vorderste Stellung der Welt-Orienterung?

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Dietmar Moews meint: Ich wünsche mir, dass alle deutschen Nichtabderiten mal die Hohenzollern genauer prüfen – welche preußische Misere sich den Deutschen aufgedrängt hat und völlig unlegitim den zahlreichen bedeutenderen deutschen Völkern sich bevormundend aufdrängen.

Ich halte es für an der Zeit, dass das leidige Geistlosigkeits-Projekt des Camouflage-Berliner Schlosses mit einem leichten LEIBNIZ-FORUM anstatt des öden Humboldt-Miefs und den preußischen Hegeleien einen wahren Weltrang erhält.

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Moews‘ Globus mit Vorgarten als terrestrische Zersetzungslage bei Bruno Latour

Juli 14, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10442

am Freitag, den 15. Juli 2022

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Vor über zwanzig Jahren kreierte ich den Titel GLOBUS MIT VORGARTEN für meine laufenden öffentlichen Kunstprojekte. Inzwischen habe ich auch eine E-Mail-Adresse, die >globusmitvorgarten@ ….de< heißt.

Bei dieser Namenserfindung habe ich mir gedacht: Wir leben auf dieser Erde, sprechen auch von globalen Qualitäten – unser mitbürgerliches Bewusstsein reicht aber nicht für solche globalen Dimensionen, allenfalls für die eigene Gartenzwerge-Welt im Vorgarten.

Wir sind aber weltweit global gemeinsam betroffen, z. B. von Weltpolitik, z. B. von Weltraumtechnik-Folgen, z. B. von menschenverursachten Verschlechterungen für menschliche Lebensbedingungen, verdreckte Meere, zerstörte Ozon-Atmosphäre, CO2-Gehalt der Luft, Radioaktivität als Produktionsabfälle des Alltagslebens, dazu vielfältige regionalpolitische Gewaltkonflikte durch Wirtschaftskrieg und Militärstrategien.

Im Jahr 2017 publizierte der französische Makro-Soziologe Bruno Latour „Das terrestrische Manifest“. Latour schreibt in 20 Punkten:

„1. … ausgehend von der Wahl Donald Trumps am 8. November 2016 drei Phänomene miteinander zu verknüpfen, die von den Kommentatoren zwar schon ausgemacht, aber deren Zusammenhang nicht immer gesehen wurde – und folglich auch nicht die immense politische Energie, die aus ihrer Verbindung zu ziehen wäre. … Zeitpunkt .. beginnt eine andere Geschichte …

mit der das Wort „Globalisierung“ eine fortschreitend negative Bedeutung gewinnt; zugleich ist sie aber in allen Ländern auch der Beginn einer immer schwindelerregenderen Explosion der Ungleichheiten; schließlich, und das wird seltener hervorgehoben, setzt in jener Epoche die systematische Leugnung der Klimaveränderung ein („Klima“ hier verstanden im weiteren Sinn der Beziehungen der Menschen zu ihren materiellen Lebensbedingungen….“

SEHE JEDER WIE ER’S TREIBE, SEHE JEDER WO ER BLEIBE.

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Dietmar Moews: Schön, hier zu sein – man dauert

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Dietmar Moews meint: Allen Politik-Führern der WELT-STAATEN ist die Zersetzung und der bedingungslose Überlebenskampf „Jeder gegen die Welt“ vollkommen klar. Der angebliche deutsche Werte-Schulterschluss mit EU, mit USA, mit Israel, ist blanke Heuchelei und Arschkriecherei gegenüber Gegnern, von denen Deutschland materiell (als Konsumenten deutscher Export-Produkte, als Quellen von Rohstoffen und Energie, auch militärisch) völlig abhängig ist.

Deutsche Politik kann versuchen, so effizient wie möglich Handel und Wandel mit anderen Nationalstaaten aufzubauen. Was bislang – nach 1945 – günstig eingebunden werden konnte, ist heute ein terrestrischer Scherbenhaufen.

Deutschland muss für Organisations- und Intelligenz-Exporte als WIN-WIN-Angebote an Staaten werben, die diesebezüglich deutsche Organisations-Kultur attraktiv finden.

Deutschland muss auch selbst solche Erfolgsstaaten zu Vorbildern nehmen, die – wie z. B. Israel und die Schweiz – mit schwachen Voraussetzungen eine anscheinend günstige Zukunftsstärke abzugewinnen scheinen.

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0. Die bisherige Annahme, dass wir (die ganze Welt) mit dem Gedanken des Terrestrischen, der Erdkugel, mit unserem Globus, mit der Globalisierung eine geistige Gemeinschaft bilden würden, ist aufgelöst und gilt nicht mehr, um darauf Politik stellen zu können. Es war in der Moderne so, dass es eine Globalisierung als weltweites Modernisierungs- und Fortschritts-Motiv gab. Das war so – aber es ist jetzt nicht mehr so. Dies hat der Witzbold nicht kapiert, der die Weltfinanzkrisen von ehedem mit der heutigen Lage gleichsetzt – für heute sind nicht ökonomische Vergleiche die Lösung, sondern die nationalistische Konkurrenzverschärfungen auf dem Globus die Politikmaßgaben für Deutschland (4.).

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1. Wer von One World redet ist ein Angeber, wenn er auf Solidarität hofft. Dagegen ist nichts zu sagen – es zwingt ihn ja quasi Argumente zu bringen.

Das ist aber leider gar nicht der Fall – man nörgelt zu recht an Missständen, bringt aber keine Lösungen, außer: Böse solle doch lieber Gut sein (das ist Folklore von Hendryk Broder, dem Erwerbs-Gessler, der sich als Deutscher gerne das Antisemitismus-Stöckchen hinhält und dann scheinheilig selbst nicht springen mag).

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2. Ich bezweifele, dass die als Dümmste und Lügnerin gescholtene EU-Bank-Lagarde irgendetwas vom Globus mit Vorgarten NICHTS wüsste. Sie weiß das wie du und ich.

Also, die Etikettierung: die Dümmsten haben die Posten! ist Müll. Egal, was man an all den Lügnern und ihrer Verlogenheit konkret auszusetzen hat. – Ich sage: sie sind nicht die Dümmsten!

Allenfalls sind all die Scholz, Biden, Putin und Xi Jinping in ihren Ämtern betriebsblind und überfordert, einen zulänglichen Über- und Durchblick über die geopolitischen Optionen aus ihrer jeweiligen nationalistischen Interessenslage zu entwickeln. Sie haben nicht die Kraft und nicht die Zeit dazu. Doch, die Dümmsten sind sie keineswegs – sie sind schlauer als die meisten Genossen im Staat.

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3. Ich will hier kurz zeigen, was die Dummheit der Schlauberger von der nörgelnden Galerie (und die Stumpfheit der Interviewer sowieso) ganz konkret ist:

Man vergleicht Krisenzeiten, z. B. 1929 und besonders 1973…/mit heute. Man vergleicht, in dem man gleichsetzt. Das ist der Fehler. Man tut so, als würden INFLATION und PREISERHÖHUNGEN als ökonomische, besonders finanzpolitische Kennzahlen geeignet seien, die Politik und die Lösungen der Finanz-Krise zu managen.

Also Geldentwertung, Inflation, Währungsschwäche, Zinssätze usw. seien als ökonomische Aspekte interessant – damals und nicht anders heute 2022. Man tut so, als sei Geldwert das Problem am Weltmarkt und damit der Maßstab für die aktuelle Finanzkrise in Deutschland und in der E U, ja, und im globalen Finanzgeschehen: Das Weltwährungssystem aber – es ist inzwischen völlig heterogen – Geldwerte von Israel, Indien, USA, usw. hängen nicht mehr voneinander ab – die Kurs-Spekulanten können daran nichts mehr ändern, außer Glücksritter zu spielen.

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4. Wir waren es gewohnt und haben es so geglaubt, dass es eine Art von Weltgemeinschaft gäbe.

Das ist mit dem Symbol der Absage US-Präsident Obamas, weg von Europa, hin zum chinesischen Meer und mit der Austrittserklärung des US-Präsidenten Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aus der Weltgemeinschaft der Schuss gewesen, den wir alle kapieren müssen:

Trump erklärte, die USA werden sich nicht mehr um ihre traditionelle Militär-Weltpolizeirolle kümmern – USA werden nur noch Politik machen, die innerhalb der USA relevant und zu Vorteil der USA sein soll. (Also die Beschwörung, kürzlich in Davos, in München, bei G7, besonders von den deutschen Speichelleckern, „wir hätten eine Wertegemeinschaft (mit Biden)“, ist idiotisch falsch. Biden macht beinahe nichts anders, als es Trump weltpolitisch machte – die USA sind nicht Wertegemeinschaft mit der EU oder mit Deutschland – mit niemand. Wir haben es beim Afghanistan-Abzug erleben müssen: Es war eine völlige Verarschung der Bundeswehr durch die USA.

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5. Es gab eine sogenannte Völkergemeinschaft mit der UNO (UN), die man glaubte, nach dem Zweiten Weltkrieg als gemeinsames Medium einrichten zu sollen. Diese „Vereinten Nationen“ halten sich in unter UN-Staaten konfligierenden Situationen längst nicht mehr an die eigenen Wertnormen.

Die unzähligen schwachen UN-Staaten glauben nicht mehr, durch die UN-Gemeinschaft Rechtssicherheit zu bekommen. Die Vetostaaten missbrauchen ständig das Vetorecht zum eigenen Bruch der Menschenrechte, wie sie die UN gesetzt hat. Blauhelme gelten nicht mehr als Friedensgebots-Mittel unseres Globus‘.

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6. Es gibt ein menschengemachtes Klima-Problem. Das ist einfach zu verstehen und zu überprüfen. Kurz: alle Staaten der Welt beuten die Erde aus, weitgehend überall, wo sie die Macht dazu haben. Natürlich wird man nicht länger die unterentwickelten schwächeren Staaten dazu bringen können, Klima zu schonen, wie es die mächtigen Staaten und internationalen Wirtschaften auch nicht schonen. Dadurch eskalieren heute die Klimaprobleme, egal ob jetzt Luft, Wasser, Erdvergiftung, Weltraum, unbegrenzt fließt Tepko-Atomstrahlung von Fukushima in die Weltmeere – man kann es inzwischen in allen Fischen an der californischen Küste messen … (der jüngst ermordete Japaner Shinzo Abe hat die Giftsauce des hochradioaktiven Tepko-Kühlwassers, unbegrenzt in die Weltmeere, zu verantworten. Abes Schwerverbrechen der Weltmeere-Verseuchung durch Fujushima wurde in den Nachrufen auf den ermordeten Abe nicht erwähnt.)

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7. Es gibt heute ausschließlich extrem nationalistische Staaten mit totalitärer Tendenz – heute nun auch, wo demokratische Verfassungen von ihren freien Wählern verspottet und abgewählt werden, vgl. USA. (Aber in Deutschland hatte Nordrhein-Westfalen kürzlich anlässlich der Landtagswahlen nur 55% Wahlbeteiligung, in Armen-Stadtteilen teilweise nur 30% Wahlbeteiligung).

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8. Also ich schließe: Schlimmer als bei allen Weltwährungs-Krisen haben wir heute keine globalen, terrestrischen Wertegemeinschaften – sei es explizit staatspolitisch in Verlautbarungen, noch im unausgesprochenen (rechtsradikalen) Grunddenken der Milliarden Menschen des Gobus‘. Und bei uns in Deutschland nehmen Loyalität und Treue der Stellvertreter zu Ihren Wählern ab (SPD-Scholz lügt in drei Wirtschafts-Straftaten vor Gericht: Cum-Ex, Warburg-Bank, Wire-Card).

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9. Da können wir in Deutschland nun politisch bedenken, was unsere Lage zukünftig ausmachen wird: Da sind Beispiele von Israel, USA, Russland, China, Persien, Saudi-Arabien, Türkei u. a. oder die „Freundschaft mit Frankreich in der EU“. Wieso sollte sich ein Deutscher Bildungs-Trottel denn selbst eigene Gedanken machen, wie wir in Zukunft mit anderen Staaten eine deutsche Attraktivität begründen könnten?

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Man muss also verstehen, warum Großbritannien mit dem EU-Bettel nichts mehr zu tun haben wollte (Brexit). UK ist dennoch selbst am Arsch. Aber wir (EU/Deutschland) können nur noch ringsherum in die Ärsche kriechen: wir haben keine relevanten Ressourcen (außer in der Politik der „Dümmsten“). Und die deutschen Bürger sind geradezu aufsässig indolent und faul, überhaupt nur das Tagesgeschehen zur laufenden Kenntnis zu nehmen – es langweilt sie.

Ich hoffe, es gibt Nutzer meine Arbeit hier, und Jemand studiert, was ich aufgetippt habe: Die Terrestrische Zersetzung – der Klimawandel-Gemeinschaft.

Das allein darf schon Zeitenwechsel genannt werden. Dazu braucht man keine Nachhilfe von Putin und Selenskij.

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Frankreich Wahlen und deutsche Lügenpresse propagiert Unfug

Juni 21, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10436

am Dienstag, den 21. Juni 2022

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Die Massenmedien in Deutschland, die staatlichen, die kommerziellen und die freischaffenden Redakteure haben erneut gezeigt, wie sie als LÜGENPRESSE funktionieren, ohne sich dazu besonders verschworen zu haben. Die Lügenpresse braucht keine mafiotischen Geheimtreffen, um immer wieder davor zu kneifen, die deutsche Öffentlichkeit mit transparenten und aufklärerischen Informationen in der Kollektivmündigkeit zu fördern. Die Lügenpresse erklärt nicht die Wirklichkeit, sondern verhetzt den Erfolg von Macron in eine Bedrohung für uns Bürger in Deutschland und in der Welt.

Alle deutschsprachigen brachten einhellig: Frankreich PERDU – MACRON verliert, verpasst, verloren, teuer …

Dabei wurde EMMANUEL MACRON erneut für FÜNF Jahre wiedergewählt. Und die Nationalversammlung hat mit Macrons Partei LREM die stärkste Fraktion erhalten.

In Frankreich fanden die großen republikanischen Demokratiewahlen statt. Zunächst wurde in zwei Wahlgängen der bisherige Staatspräsident wiedergewählt. Vergangenes Wochenende wurde mit dem zweiten Wahlgang der Unterhauswahlen das gesetzgebende Parlament Frankreichs gewählt. Hier wurde die Parteu Macrons, die LREM erneut die stärkste Fraktion. Die LREM büßte allerdings die absolute Mehrheit ein, sodaß nunmehr von Macron vorgebrachte Gesetzesabstimmungen die Zustimmung gewisser anderer Koalitionäre im Unterhaus notwendig sind. Macron muss die politische Kobkurrenz an den Regierungsentscheidungen beteiligen. Hierfür gibt es nunmehr aber parlamentarische Debatten und Verhandlungen. Wodurch immer die Exekutiv- und Handlungsmacht der französischen Regierung gesichert ist. Politik in der Demokratie muss ohnehin immer mit verträglichen und legitimen Wertänderungen – also Kompromissen, vorangehen. Hauruck gibt es allenfalls im Krieg oder in Katastrophen.

Aber die deutschsprachigen Zeitungen haben es uns nun so entgegengesetzt gezeigt:

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Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

Macron bildet nach Wahlniederlage Regierung um. Absolute Mehrheit verloren / Linkes Wahlbündnis kündigt Misstrauensantrag an“

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Süddeutsche Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

„Perdu Emmanuel Macrons Wählerbündnis hat im Parlament die absolute Mehrheit verloren. Was das für seine zweite Amtszeit und Europa bedeuten könnte – Thema des Tages“

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DIE WELT titelt am 21. Juni 2022:

„Macrons Niederlage kann für Europa teuer werden. Frankreich ist nach den Wahlen zwar nicht unregierbar. Aber das Land wird noch mehr über seine finanziellen Verhältnisse leben. Forderungen nach gemeinsamen EU-Schulden sind erst der Anfang“

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

Macron verpasst absolute Mehrheit. Linksallianz zweite Kraft – grosser Erfolg für Le Pen“

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Dietmar Moews meint: Ich finde die Lügenpresse in Deutschland politisch dumpf und uninspirierend.

Man muss nicht jubeln, wenn einer den Triumpf einer Wiederwahl erreicht hat. Aber, dass die künftigen Teilnahmen und Debatten in der französischen Öffentlichkeit durch die Wahlergebnisse vom 19. Juni 2022 auch den linken Gruppierungen wie auch die LePen-Rechten im Parlament durch die gewachsene parlamentarische Beteiligung eingebunden worden sind, das ist ein Gewinn für die Integration der kommenden MACRON-Politik.

Wenn man bedenkt, dass die sozialistische Revolution 1789 in Frankreich, die Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit in eine gültige Republik mit demokratischer Verfassung erkämpft hatte, ist das Verschwinden einer Sozialistischen Partei, inzwischen im postmodernen Frankreich, erstaunlich. In sofern sind Stimmengewinne für diverse LINKE eigentlich nur gesunde Heilungszeichen der französischen Republik und ihrer bürgerlichen Politik. (Die Sozialisten sind die Blödheit von Marx/Engels, einer Negation der Negation, aber nicht los. Die Harmonie von Privateigentum und Distribution eines ökonomischen Lebens muss auch eine sozialistische Partei politisch organisieren können – aber dafür fehlen die erlösenden Ideen: Man will Kapitalismus ohne Akkumulation, die die Sozialisten Ausbeutung nennen. Aber Kapitalismus ohne Akkumulation gibt es nicht. Und Distribution ohne effiziente Ökonomie kennt man doch zum Erbrechen aus Stalins und Maos Zeit).

PERDU und verpasst, Niederlage und Ohrfeige sind hier nicht die passenden Ausdrücke für eine Wiederwahl, von der man ja weiß, dass dem Staatspräsidenten, der nur noch vor der Geschichte, aber nicht vor den etwaigen Wiederwählern sich moderat und legitimationsheischend sich einsetzen muss, sehr viel Freiheit gegeben ist.

Was soll diese warnende, angstmachende Ansage der LÜGENPRESSE, als hätten wir in der EU nunmehr einen chaotischen Schleuderkurs Frankreichs zu erwarten. So ist es nicht. Und Führung in der EU ist ohnehin keine Option einer Machtergreifung, sondern eine äußerst virtuose Zukunftspraktik durch begabte Führung und Fühlung zur Führung.

Schön wäre, wenn wir in Deutschland einen Kanzler hätten, der nicht wie SPD Olaf Scholz oder Steinmeier Guantanamo vergessen, WireCard, Warburg-Millionen und Cum-Ex-Kriminelle vergessen – bzw. dessen Aussagen vor Gericht wegen Gedächtnisschwächen, wo Scholz die Ehrlichkeit verweigert. Sowas würde sich Macron in den kommenden fünf Jahren sicher nicht erlauben.

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FINE E COMPATTO

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Documenta Fifteen und Steinmeiers semitische Fremdenlegion

Juni 20, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10434

am Montag, den 20. Juni 2022

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Wer zahlt, bestellt die Musik. Wer zahlt schafft an. Der deutsche Staat zieht alle fünf Jahre ein internationales Propagandageschäft auf, das die geballte in Deutschland zugelassene Kunstbetriebs-Dienstklasse auftreibt, um kunstpolitische Macht durch Pseudokunst-Produktion zum Kulturprinzip durchzusetzen.

Eintausend Teilnehmer, aber kein Jude – darüber kampagniert die prosemitische Fremdenlegion der weltweit ca. 14 Millionen Juden, seit Monaten mit Unterstützung der rechten Presse, Bild und Co.

Wer sich Gäste einlädt, erwartet deren freundliches Benehmen, sollte allerdings selbst gastfreundlich sein. Der Staats-Dienstklassler SPD-Frank Walter Steinmeier hat nun bei seinem DOCUMENTA-Auftritt von allen Teilnehmern verlangt, die Existenz des Terrorstaats Israel zu bejahen, besonders fordert Steinmeier von denjenigen, deren Staaten Israel ablehnen und den Juden feindlich gegenüberstehen, Judenfreundlichkeit. Judenfreundlichkeit ist nur in einem Bild der Documenta „Guernica Gaza“ gegenständlich thematisiert, schreibt Niklas Maak heute in der FAZ, Feuilleton, Seite 9. Das Bild hat aber kein Jude gemalt, sondern ein Mohammed Al Hawajris, Palästinenser, geboren 1976.

Inzwischen findet man das sogar erwünscht, dass ein Bundespräsident zur Eröffnung persönlich aufläuft wie auch eine Kulturstaatssekretärin, die sich Bundeskulturministerin nennt – und man fragt: WO IST DIE BUNDESWEHR, wenn Kassel aufmacht? Die internationalen Syndikats-Händler sind immer mit den eigenen „Rennpferden“ am Start – egal, wie das jeweilige DOCUMENTA-Konzept bestimmt ist. Dietmar Moews und private Kunstfreunde zahlen die NEUE SINNLICHKEIT – demnächst kommt Ausgabe 81 a tergo.

DOCUMENTA FIFTEEN:

In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter.

So lautet ein Kernsatz, der es mit Kunst, Freiheit der Kunst und der Künstler ernst meint, der aber bei einem derart mit Geld vollgepumpten DOCUMENTA-Kram, kaum noch erstaunt, dass nun auch die israelische Fremdenlegion glaubt, ihren brutalen Staat ins „ANTISEMITISMUS-GESCHÄFT“ hineindrücken zu können, wenn doch von Kunst sowieso nicht geredet wird. Ist der Tanach semitisch? – Nein.

Aber die SEMITEN sind gar nicht jüdisch und auch nicht urjüdisch, sondern vielmehr ein nichtjüdischer Sprachstamm der SEM und der HAM, dem Palästinenser eher angehören als es die Kanaaniter oder Judäer es waren oder die europäischen Holocaust-Verfolgten, die mit Jiddisch ebenfalls wenig SEMITISCH sprechen. Während ja semitisches BLUT und BODEN, RASSE oder VIELGÖTTERTUM nicht gerade der jüdischen Bibel (Tanach) entspringen, noch dort verankert sind. Hebräer sind nicht blöd. Sie wissen sehr wohl, dass Palästina kein Land ohne Volk war und der Zionismus keine Legitimation einer kriegerischen Landnahme, nebst Ausrottung und Vertreibung der nichtjüdischen Bewohner.

DOCUMENTA FIFTEEN kann natürlich desungeachtet von allen Usurpationsangriffen gebraucht werden – sofern man das als Kommunikation ansieht und Kommunikation beliebig zur Kunst erklärt wird. So bestimmt es der Staat, was er bezahlt und personell bestückt.

Süddeutsche Zeitung, 20. Juni 2022, Seite 9, Feuilleton mit Catrin Lorch:

„Kulturstaatssektretärin im Kanzleramt CLAUDIA ROTH (GRÜNE) wird da von Catrin Lorch zitert: „Eine klare Grenzüberschreitung“ … über die Antisemitismus-Vorwürfe … Mich hat die Documenta bewegt. Weil sie uns – erstmals in diesem Maßstab – mit der Perspektive des globalen Südens konfrontiert … Mich haben Kollektive aus Mali beeindruckt, aus Bangladesh …Oder dass so etwas möglich ist: dass Künstler aus Haiti in einer katholischen Kirche Werke zeigen konnten, in denen Bereiche aus Voodoo und Trance mit dem Katholizismus zusammentrafen …“

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Jacques Offenbach, der Franz Liszt des Cellos, Jude, Komponist aus Köln mit unglaublich erfolgreichen Opernaufführungen in Paris

Dietmar Moews meint: Ich bin ein Maler und Künstlergelehrter, der publiziert. Folglich muss ich meine Kundschaft mit Documenta fifteen zumindest kurz beliefern:

Was da der Sänger sang, wie musikantisch oder tänzerisch, wie bunt oder farbstimmig ein Bild gemalt worden war und nun in Kassel angeschaut werden kann, davon wird lediglich erneut vorgeführt, wie vielfältig eine fette Tonne durch geschickte Bekleidung ihre Fleischmassen in Nebel tarnt – und man wünscht ihr ja viel Gesundheit und Vernunft, damit das Übergewicht nicht zum ökologischen Hauptthema dieser GRÜNEN wird.

Nun noch – der Kunstlage 2022 verpflichtet – zum allfünfjährigen DOCUMENTA-Staats-Gestell: Wer zahlt, schafft an. Deutschland macht staatliche Propaganda. Die Verrenkungen dazu, müssen immer die vielen Millionen staatlicher Geldmittel legitimieren. Mit DOCUMENTA 15, des Jahres 2022, ist es nunmehr die Kombination der bereits abgelutschten taktischen Gags: Man holt sich arme Leute als Fremdenlegionäre nach Kassel, muss diese natürlich zeitweise kaufen, also Gebühren dafür zahlen – aber Selberdenken einer Kunstfreiheit dürfen die nun nicht.

Damit werden mehrere Bedingungen erfüllt: All die nichtskönnenden Pseudokünstler der vergangenen DOCUMENTAS, die man mal angefüttert hat, gehen seitdem, also heute, natürlich völlig leer aus. Wer kann schon so viele Taxifahrer in Basel oder auf der Kunstgewerbe-Messe BASEL als EXKLUSIV-MARKEN gebrauchen, wie da alle fünf Jahre bei der documenta aus aller Welt zusammengeschüttet werden.

Mit den unzähligen 2022er Pseudos aus Indonesien und Afrika bringt man die Pseudos der vergangenen DOCUMENTA auf Distanz, denn Kunst können die nicht machen, Pseudokunst macht das Kassel-Tourismus-Publikum selbst und diejenigen, die sich schon auf die DOCUMENTA 16 freuen, können sich die 2022er-Kollektive schon mal reinziehen.

Deutschland machts, und Bundespräsident SPD-Guantanamo-Steinmeier kann damit die israelischen Fremdenlegionäre auf Distanz bringen. So wenig Israelis Semiten sind, so viel sind Juden in aller Welt Antisemiten. Oder anders: Keiner braucht die Antisemiten in Kassel. Falls es mal einen begabten Maler in Israel gibt, muss der dringend an Deutschen Kunsthochschulen Kurse im Malen geben. Denn Deutsche hat man staatlicherseits von den Kunstprofessuren für Malerei, Zeichnen, Grafik, Bildhauerei, Plastik, Objekte, weitgehend ausgegrenzt.

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April April witzige Aprilscherze im Jahr 2022

März 31, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10406

am Freitag, den 1. April 2022

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Manches Mal bringt jemand die Frage auf, „wo Witze herkommen?“ oder „weiß jemand wie Witze gemacht werden? – kennt man Jemanden, der einen Witz erfindet?“ und so weiter.

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Dann schläft das Thema bald ungelöst wieder ein, während noch alte Witze neu erzählt werden oder Blondinenwitze werden zu Ostfriesenwitze oder Mantawitze werden zu Tünnes und Schäl.

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Man kann auch bei Henri Bergson tiefgründiger oder bei Eike Christian Hirsch, den Witzableiter, mehr an Witzbeispielen festgemacht, über Witze etwas lernen. Stimmung ist immer gut, wenn Geist angesprochen wird.

Ich selbst habe mehrere Witze erfunden bzw. aus mir hervorkommen erlebt, gelegentlich weitererzählt und es wurde ähnlich belustigt darüber gelacht, wie ich beim ersten Mal über einen eigenen Witz lachen musste, als er auftauchte.

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Man muss einen Witz nur oft erzählen und er nutzt sich bald ab – zunächst muss man selbst beim Erzählen nicht mehr lachen – irgendwann hört man auf, diesen Witz zu erzählen. Und er muss dann allein seinen sozialen Weg durch die zukünftige Menschheit nehmen.

Hier also mein neuer Witz.

Wie oft, beginnt die Witzerzählung mit einer Aufforderungsfrage an den oder die mehreren Witzzuhörer, also:

„Kennen sie einen Friseurwitz?“ (nein? – „Soll ich einen Friseurwitz erzählen“?)

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FRIESEUR-WITZ: HAAR HAAR HAAR.

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Tja, das war mein Gruß in Lichtgeschwindigkeit zum 1. April 2022 an die Benutzer dieses unverlinkten Dietmar Moews’s Blog bei WordPress.

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EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ deutsche Propaganda

Februar 21, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10396

am Dienstag, den 22. Februar 2022

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Als deutscher Wahlbürger und Berufssoziologe möchte ich auf eine Merkwürdigkeit der deutschen Lügenpresse zeigen, die heute mal wieder auffiel.

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<BILD.de Um 22.19 Uhr meldete die staatliche Nachrichtenagentur Ria, die Einheiten der russischen Armee werden in die besetzten ukrainischen Gebiete Luhansk und Donezk gesandt. Ihre offizielle Mission: „Friedenssicherung. Der russische Staatspräsident Vladimir Putin hat mit einem schriftlichen Bekenntnis die beiden Donbass-Landesteile der Ukraine als unabhängige Volksrepublik Luhansk und Volksrepublik Donezk anerkannt.>

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Sehr gerne werden Pressethemen aufgeblasen und durch verbale Übertreibungen herausgestellt, was für eine große dumme Öffentlichkeit gedacht ist und immer irreführt, zwischen Beachtung von Unwichtigkeiten und Weglassen von Wichtigkeiten. Ich möchte hier einen solchen Unfug am Beispiel der immer wieder verarschende Wichtigmachung von Unwichtigkeiten durch eine leuchtendrotfarbene Einblendung des Schriftzuges dokumentieren: Im DLF zeigte man Sonntag nachmittag:

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EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG …

Olympische Winterspiele von Beijing 2022 beendet.

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Was soll eine solche EILMELDUNG? die eilt weder, noch können wir eine akute Uhrzeit und Datum entnehmen, was soll sowas?

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– hier auf der Webseite des Deutschlandfunks Köln, dlf.de am 20. und 21. Februar 2022, ABER:

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Die Agenturmeldung im DLF, die heute abend alle halbe Stunde in den aktuellen DLF-Nachrichten verbreitet wurde, ersschien dagegen nicht als EILMELDUNG, dass

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PUTIN hat (a) die heute als selbsterklärte Staatsunabhängigkeit der beiden ukrainischen Donbass-Regionen von der UKRAINE gegenüber der Presse ANERKANNT und

die unverzügliche Entsendung (b) von russischem Militär in den Donbass, auf den Hilferuf der russistischen Unabhängigkeitsputschisten, angeordnet.

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Es ist Putins Kriegserklärung gegen UKRAINE und gegen KIEW, aber das wurde beim DLF und bei DLF.de keine EILMELDUNG.

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Dietmar Moews meint: An den irreführenden Spielarten der deutschen Staatsmedien mit der Darbietung von EILMELDUNGEN (s. Beispiel von heute) kann man sehen, wie wenig die heutige Dienstklasse der deutschen Staatsdiener und sowohl der Legislativen wie der Exekutiven begriffen haben, wie groß inzwischen durch diese Propagandamethoden die Basisdistanz gemacht worden ist. Man unterschlägt WICHTIGES, aber übertreibt UNWICHTIGES.

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Ich sage es hier nur leise: Was die Römisch-Katholische Kirche in Köln vielleicht kapiert hat und jetzt zu weit getrieben hat: Das das Kirchenvolk die ganze Kirche und die Nomenklatura in die Tonne geklopft hat, weil die einfachsten christlichen Werte der Bibel zum Spiel der sexistischen Begehrlichkeiten offen verachtet wurden. Was dem Kardinal Woelki passiert, wird die repräsentative Demokratie nicht verschonen: Die Ablehnung dieses Regierungsstaates, der die eigenen Imperative geradezu offen lächerlich macht.

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EILMELDUNG +++ EILMELDUNG +++ EILMELDUNG …

deutsches Staatsvolk wird von den Dienstklasslern zersetzt – das Ende dieses europäischen Werdeganges zeichnet sich als geistiger KOLLAPS in der massenmedialen Kulturindustrie ab:

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Deutschland, von dessen Selbstorganisation keine bedeutende Mehrheit mehr Lösungen der dringenden Aufgaben erwarten. Das ist das Ende der Hoffnungen.

Es ist nicht mehr damit getan, dass man die kotzenden Wahlberechtigten mittels der Staatspropaganda zu Rechtsextremisten, Querdenkern oder Postfaschisten denunziert, die nur noch wegschauen, wenn ein Bundeskanzler sein Gedächtnis reklamiert.

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Gerhard Schröder im Lichte von Pietät und Takt des Grundgesetzes

Februar 19, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10395

am Samstag, den 19. Februar 2022

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Ich möchte dem deutschen SPD-Altkanzer Gerhard Schröder (Rechtsanwalt, geboren 1944) aus Ostwestfalen und Hannover mit wertvollen Bedenken beispringen.

Schröder werden seine persönlichen Erwerbsberufs-Tätigkeiten, die er schon unmittelbar nach Schluss seiner Kanzlerschaft im Jahr 2005 begann (so weit mir bekannt), seit dem und seit geraumer Zeit immer drastischer, als „ungehörig“ bewertet. Die deutsche Kulturindustrie und die aktive Politik-Mischpoche werfen Schröder quasi Loyalitätsschwäche gegenüber der Bundesrepublik Deutschland, bis hin zu Verdächtigungen des „Hochverrats“ durch seine privaten Verbindungen mit dem russischen Diktator Vladimir Putin und gegenüber dem Moskauer Machtapparat und der Energie-Oligarchie, z. B. der quasi-russischen Firmen Nordstream II, Gazprom, und neuerdings als Aufsichtsratsvorsitzender des Minerakölkonzerns Rosneft, vor.

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Im Putin-Bild stehen der Moskauer Polizeistaat und die unverkennbare unakzeptable und völkerrechtlich disqualifizierende Absicht Putins, russische Staatsgrenzen mit militärischer Gewalt zu ändern. Genau das war auch eine, nach Geboten der Fairness und Humanität, Geistesschwäche Adolf Hitlers: Gewaltsam Grenzen ändern. Es sollte verstanden werden, dass sich Putin nicht durch andere Vorstellungen, mittels Führungszwängen durch den Westen, steuern und kontrollieren ließe – ob mit oder ohne Freund Schröder (dem Überforderung und Alkohol sein Gesicht verkümmern lassen – auch hier ist Druck nicht heilend; Schröder wäre auch durch eine Freikarte für Bayreuther Wagner-Aufführungen nicht von seinen Herkunftstraumata zu besänftigen).

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Heute werden Schröder „Grenzüberschreitungen“ vorgeworfen, wo die Loyalität zum eigenen Land ende, dadurch, dass er sich als Mitglied des Aufsichtsrats des staatlichen russischen Gaskonzern Gazprom habe nominieren lassen. Man bewertet Schröders Rolle, als sei er in Dienste des Aggressors getreten. Und man könnte mit Immanuel Kant erwidern: Es ist der Handelsgeist, der mit dem Kriege nicht zusammen bestehen kann, und der früher oder später sich jedes Volkes bemächtigt. Dass ein Krieg jeden Handelspartner trifft, ob er nun Abnehmer oder Lieferant von Gütern ist. Dies gilt auch für den Austausch von russischer Energie gegen deutsche Investitionsgüter zum Aufbau des rückständigen Russlands.

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Warum sollte Schröder zum Schaden Deutschlands seine sozio-geistigen Ressourcen einsetzen – wie impressionistisch bzw. hirnrissig will man einen SPD-Altkanzler hinstellen? Schröder hatte jedenfalls als Bundeskanzler Führungsverantwortung mit großer Leistungsbereitschaft und unter Hinnahme persönlicher Nachteile erbracht, ob Irakkrieg-Verweigerung oder Balkankrieg-Beteiligung, Hartz IV-Einschnitte und Verschuldungs- und Kreditaufnahmepolitik.

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Ich möchte im Folgenden Gerhard Schröder, der zu meiner Jurastudienzeit in Göttingen dort ebenfalls Jurist worden ist und damals Bundesvorsitzender der Jusos (Jungsozialisten in der SPD) war, meine persönliche Solidarität bekunden und für eine zu ändernde, bessere öffentliches Wertschätzung im Sinne des geltenden Grundgesetzes in Deutschland plädieren.

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Dietmar Moews meint: Ich stand der SPD aus schwerwiegenden, auch familiären Gründen immer zutiefst fern. Jusos und SPD-Marxismus waren dann zusätzliche Geschmacksverstärker. Um nicht zu sagen, was Gerhard Schröder möglicherweise an der SPD attraktiv fand, eine besondere sozial-psychologische Schwingung unter Genossen („du schlägst keinen, der in der Gewerkschaft ist!“) – stellte meine Nackenhaare auf. Schröder war also weder an der Universität in Göttingen, noch später anlässlich der STAMOKAP-Diskussion bei den Jungsozialisten und nicht als Hannoveraner SPD-Nachwuchs, bei mir in meiner Beatmusik- und Künstler-Bohéme überhaupt möglich (Jahrgang 1944, aber kein Beatmusiker! – das war wohl nichts.)

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Aber als aus der Alternativszene der 1970er Jahre die Grünen entstanden, weil Ökologie und Kriegspolitik eine gruppenbildende sozio-politische Bedeutung gewannen, war ich dabei. Und das reichte dahin, dass ich gegen den reaktionären niedersächsischen CDU-Ministerpräsident Ernst Albrecht für einen Generationswechsel in der Politik eintrat, zog folglich mit SPD-Schröder für seine erste Kandidatur als SPD-Spitzenkandidat in die Niedersächsische Landesregierung konkret an einem Strang.

Dietmar Moews entwarf für Gerhard Schröder (vermittelt durch Dr. Horst Meyer) ein konkretes Konzept für eine Landtags-Wahlkampagne, die besonders landesweit, bis in die Nischen, durch Präsensveranstaltungen in lokalen Ortsteilen mit Vertretern der jungen Generation für Schröder in „Talk-Show-Tischgesprächen“ sehr erfolgreich durchgeführt wurden. Dieses Konzept nutzte Gerhard Schröder später noch erfolgreich als SPD-Kanzlerkandidat. (Schröder trug schon Brioni und rauchte Havanna, als er noch „nur“ SPD-Spitzenmann in Hannover war (Plümmecke lässt grüßen)).

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Landtagswahlkampf 1986 mit Hillu Schröder, Dietmar Moews

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Ich komme nun zum Kern meiner Erläuterung, wie ich die Person Schröder verständlich machen (2.) möchte, und dass seine Verteufelung als National- und Europa-Verräter (1.) absurd ist.

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(1.) Wer Schröder zum russischen Subversivant erklärt, sollte entweder jetzt still sein oder ein konkretes Beispiel dafür bringen, wie und wo, also ob und dass Gerhard Schröder deutsche Interessen verraten oder deutsche Staatsgeheimnisse an Putin oder an Gazprom-Oligarchen verraten hat?

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(2.) Einleitend muss ich hier aus der aktuellen Webseite Gerhard Schröder hostingkunde.de / Biographie zitieren:

„Am 7. April 1944 kommt Gerhard Fritz Kurt Schröder in dem Dorf Mossenberg (Nordrhein-Westfalen) zur Welt. Seinen Vater, der im Zweiten Weltkrieg als deutscher Soldat in Rumänien fällt, lernt er nicht kennen. Gerhard Schröder wächst zusammen mit seiner Schwester und seinen drei Halbgeschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Die Familie lebt zunächst in einer einfachen Baracke im Dorf Bexten, später im Dorf Talle im Landkreis Lippe. Seine Mutter Erika Vosseler arbeitet als Putzfrau, die Kinder müssen Bauern bei Ernte- und Stallarbeiten helfen. Als seine Mutter mit 99 Jahren stirbt, schreibt die Familie in der Todesanzeige: “Wir nannten sie Löwe, weil sie ihr Leben lang für uns gekämpft hat.”

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Hier geht es jetzt nicht darum, auf Tränendrüsen zu drücken, sondern allein darum, die Selbstverpflichtung, die wir uns als deutsche Staatsbürger alle in der Präambel zum Grundgesetz vorgeschrieben haben, nämlich „Menschenwürde“ und wohlverstandene Gleichheitspostulate zu beherzigen, damit ein Deutscher und Menschen in Deutschland modernen Humanismus durch Teilnahme und Zugang und Rechtsstaatlichkeit, auf der Basis bestmöglicher Bildung und Information ausleben können.

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Und damit bin ich bei Gerhard Schröder: Wer so wohlbehagt aufwuchs, dass er sich um seine individuellen Spielräume nicht kämpferisch bemühen musste, sollte jetzt mal einen Blick wagen, was mit Menschen los ist, die es von anfang an schlecht und schwer hatten – wie es Gerhard Schröder betraf.

Das Kind Gerhard Schröder war in den härtesten Untergangsjahren zur Welt gebracht, kein Vater, keine Familie, Geschwister mit verschiedenen Vätern, kein Auskommen, Kriegsverheerung und eine täglich hingebungsvoll kämpfende Mutter. Er erlebte Not in allen Qualitäten, was immer über Altersgemäßheit und gravierend unter Auskömmlichkeit vorstellbar ist.

Ich bin 1950 geboren und erinnere mich, als knapp Vierjähriger mit meiner Mutter einkaufen zu gehen, wo mit Lebensmittelmarken bezahlt wurde – es herrschte also noch Versorgungsmangel in Springe am Deister. Dass ich mit langen kratzenden Strümpfen an Strumpfbandhaltern und kurzer Hose zur Schule ging, ist mir unvergesslich – doch hatte ich nie zu hungern und es war da immer der Haushalt meiner Familie, der einen Alles umfassenden, erstklassigen materiellen und geistig-emotionalen Anker für mich darstellte, kurz, die Balance meiner Kindlichkeits-Entwicklung war vorhanden.

Gerhard Schröder hat als Kind die soziale Geworfenheit erleben müssen, angesichts der offenen Mangellagen und der ständigen Überlastung der Mutter, die das Überleben erkämpfte – endlose Not aus Kindesperspektive, ende der 1940er Jahre im Dorf von Ostwestfalen, abzubekommen.

Ich erinnere an eine Chr. Enzensberger-Hypothese, wonach man noch an des älteren Goethes hessischen Sprachgewohnheiten eindeutig Aufsteiger-Affekte (Parvenu) nachweisen kann, als Goethe längst vom Fürst August von Weimar geadelt war – das heißt, Herkunft formiert und prädisponiert.

Wenn also sogenannte Auguren sich im Jahr 2022 als wertende Biografen des heutigen SPD-Altkanzlers Gerhard Schröder hervortun, sollten sie einfach sich schämen und schweigen. Denn, wir kennen zur Genüge SED-Biografien, wo es heißt, Arbeiterkind, Widerstandskämpfer usw. auch bei SPD-Kandidaten kommen immer wieder die Unterklassiker zum Zuge, Arbeiterkind, Hausfrau, kinderreich, arm, Zweiter Bildungsweg …

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Gerhard Schröder hatte nun eine wirklich harte Kindheit, war auch in Nichts besonders begabt, woher er Anerkennung ziehen konnte (ich habe Gerhard Schröder mit der Nummer Neun beim Prominenten-Fußballspiel gesehen, SPD-Herbert Schmalstieg, Nummer Zehn, elegant, schnell, Ballgeschicklichkeit, Schröder plump, mit hochgezogenen Schultern als rumpeliger „Sturmtank“, ohne Spielanteile – dem der Name „ACKER“ nicht einer ackernden Unermüdlichkeit, sondern zweifellos wegen seinem bäuerischen Habitus verpasst worden war).

Wer den Respekt und die Empathie aufbringt, noch Enkelkindern von jüdischen Großeltern und Urgroßeltern, die von den deutschen Massenmördern unter Hitler gejagt und vernichtet wurden, zu verstehen und daraus eine zugewachsene deutsche Schuld anerkennt, gewärtigt, was man Traumatisierung nennt. Ein Mensch der unbeschreibliche Todesbedrängnis aushalten konnte, wird sein restliches Leben hiermit geschädigt, befangen und „krank“ sein. Wenn also eine einzige Vergewaltigung als gerichtlich zuerkennbare Beschädigung beurteilt werden kann, dann sind derart aus der Not geführte Lebensläufe, wie es Gerd Schröder und seine Halbgeschwister in Talle/Ostwestfalen als Kinder „geschenkt“ bekommen hatten – da bleibt gar nicht anders – solchen Menschen lebenslang mit besonderer, großer Empathie und Respekt und Geduld zu begegnen. Wer erlebt hat, was das Kind Gerhard durchleben musste, ist nicht dumm oder krank, sondern erheblich von Not geformt. Der ist belastet, dass soziale und auch öffentliche Entlastung moralisch geboten sind, wenn man die Würdeforderung im Grundgesetz anerkennt.

Wenn also Gerd Schröder heute in seiner Webseite schreibt:

Nach dem Ausscheiden aus seinen politischen Ämtern ist Gerhard Schröder wieder als selbstständiger Rechtsanwalt in Hannover tätig und hat Ehrenämter übernommen. Gerhard Schröder lebt in Hannover.

und damit angibt, weder von dem Verlag Ringier, von Gazprom oder von Rosneft russisches Bezahlgeld zu bekommen, kann immerhin feststellen, dass es diesem SPD-Altkanzler nicht in seinem schweren Leben genug ist, mal hohe Staatsämter ausgeübt zu haben. Dass er sicher nicht als niedergelassener Rechtsanwalt sich mit BRAGO und zivilen Rechtsstreitigkeits-Mandaten beschäftigt. Und dass er zu eventuellen Entgeltungen durch russische Interessenten keine Angaben macht – ja (dann würde unser anti-Schröder-Mob ein Judas-Geld anrufen).

Nein. Ich wünsche, dass dem Gerhard Schröder, der aus einer ganz schweren Kindheit immerhin an die Georg-August-Universität Göttingen es geschafft hatte, anscheinend bereits in den Armen der SPD auch erstes und zweites juristisches Staatsexamen schaffte, als Juso-Vorsitzender zur damaligen StaMoKap-Diskussion der Jusos aber nichts zu sagen hatte, nun im „Altersruhestand“ zugreift und abgreift und mitmischt und sich nicht bevormunden lässt, dass Gerhard Schröder akzeptiert und anerkannt sein soll. Und das rufe ich auch den heutigen SPDisten zu: Lasst ihn gelten.

Schröder ist ein Sozialdemokrat, dessen Zugehörigkeit zu Willy Brandt mit dem „zweiten Bildungsweg“ und dem Unterklassenaufsteiger beispielhaft vor uns steht. Schröder hat viel geschafft, und Schröder gönnt, und Schröder ist kein verkappter deutscher Adel und auch kein Neureicher – und wer will darum streiten, dass und ob ein Vladimir Putin ein lieber Kerl, Trinkkumpan und guter Freund sein kann -. Dass Gerhard Schröder in einem solchen Autoritätsverächter wie Putin einen fröhlichen Genossen gefunden haben mag, der nicht ohne Weiteres als stalinistischer Massenmörder abgekanzelt werden sollte, ist hinzunehmen.

Denn: Wie macht man Staat im heutigen Russland? Wer es weiß – bitte melden.

Dass weder Schröder noch Putin ein Hölderlin oder ein Dostojewskji, kein Karl Philipp Moritz, Golo Mann und kein Dietrich Grabbe sind, mag der feine Peter Handke anmerken. Ansonsten werfe den ersten Stein, wer bei seinem eigenen Anblick im Spiegel in Verzückung gerät.

Ich möchte den deutschen Lügenpresslern raten, jetzt mal so langsam auf die Idee zu kommen, dass das heutige Deutschland einen Gazprom-Putin-Schröder sich leisten kann, um dann endlich aufzuhören, dem Altkanzler seine Alttagsbezüge und sein Berliner Büro vorzurechnen.

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