Ich bin ene kölsche jung, wat willse mache nicht in Mitteldeutschland Ex-DDR

September 24, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10101

am Donnerstag, 24. September 2020

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Musikgenie Jacques Offenbach aus Köln

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Liebe Benutzer des Blogs LICHTGESCHWINDIGKEIT – selbst, wenn der Zeiger steht die Zeit vergeht. Nun, selbst, wenn er nicht steht blickt man immer noch treu in die Runde, ob es wohl jemand merkt. In Oldenburg sagt man „Moin“ – wer Zeit zum Klönschnack hat, sagt es mit „Moin Moin“. Wir wissen, Menschen verhalten sich regional verschieden. Richtung Ostfriesland wird auch schon mal geschwiegen (wenngleich, wenn so jemand in Fahrt kommt, sprudelt es erheblich).

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Autobiografie Konrad Adenauer weist auf 200 unbeschädigte Gebäude von Köln, 1945, hin 

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Mich besorgt meine soziologisch-anthropologische Erkenntnisbegrenztheit, zu verstehen, wie es „lernfähig“ wäre, die weitgehende gelebte Misanthropie in vielen Mitteldeutschland-Regionen zu lockern, zu befreien?

Mir drängen sich die eigenen Alltagserlebnisse auf, die ich seit vielen Jahren in den sehr unterschiedlichen Benehmensformen, z. B. in Hannover, München, Magdeburg, Leipzig, Dresden – jetzt Köln kennengelernt habe und auch mitmachen musste.

Besonders die ganz eigene Kölner Freundlichkeit – nicht mit „rheinische Frohnatur“ fassbar – rührt mich, Folgendes aufzufalten:

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Wenn missliebige Ausländer und Zuwanderer, Fremde und Kostgänger einige Zeit in Köln leben, sagen sie, Köln sei gut, besser als … denn in Köln sind Kölner an sich freundlich und hilfsbereit.

Und so bleibt es nicht aus, dass die Dauerparty um Straßenkarneval und Effzeh auch diese Kölnfremden umgibt, die sich wundern, aber bald merken,

 

„mer sin wie mer sin, mer jecke am ring… dat es jet wo mer stolz drop sin“.

 

Als Drittgenerationstürke inmitten sangesfreudigen Kölsche zu stehen und selbst mitzusingen, weil irgendwie verstanden wird, wenn et Trömmelsche schlägt, Kölsche Jung wat willse mache – dat es jet wo mehr stolz drop sin –

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macht alle froh.

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Und ich denke dann immer an meine Genossen in Pankow, Brandenburg Hannover oder Magdeburg, wie die das erleben würden, nachdem sie prinzipiell diese Kölschen Gelage meiden und möglichst verreisen, wenn das „Rheinland“ wieder komisch wird.

Ich bin sicher, meine Ostberliner Bekannten (Freunde?) würden es im Laufe einiger Jahre selbst erkennen, wie wenig dumm die Kölsche Singerei ist, wie viel Gläser Kölsch man verträgt und dass der Effzeh zu Beginn der Bundesliga unerreichbare deutsche Fußballspitze war. Und das kann doch in Köln heute noch gefeiert werden.

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Ich bin weit in unserer Welt herumgekommen. von Bolungarvik, Mirabella Imbaccari, Moskau, Ivanowka, Los Angeles und Buenos Aires. Als Kind eines Hinterpommern/Berliners und einer Deisterblume aus dem Calenberger Land, sagte mein Vater im Streit zu mir: Du bist ein Bastard. Eltern aus Berlin und Hinterpommern, wie mein Vater? – mithin war er wohl selbst ein Bastard.

Das ist ein völlig schräger Begriff „Bastard“ – das sagt man bei Straßenkötern.

Nazisoldaten nannten britische Soldaten, „Tommies“ und „fucking bastards“.

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Wenn man als Norddeutscher im niederrheinischen Köln die freundlichen und sangesfreudigen Kölner erlebt – und steht inmitten dieses Singsaufens, egal ob im Karneval oder beim 1. FC Köln – wird man Berlin nur noch eklig erinnern können (wenn man es kennt). Und man kann Bläck Fööss, von denen das Lied STAMMBAUM kommt, selbst als heutige Coverband von sich selbst, nur affirmieren – nicht ablehnen.

Zumindest die Behauptung: Jeder Jeck ist anders! muss jeder gelten lassen.

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    E                             A         B 
Ich wor ´ne stolze Römer koom met Cäsar´s Legion 
   E                          A         Bsus4 B 
Un ich bin enne Franzuus koom mim Napoleon 
        C#m              G#m      A6             E 
Ich bin Buur, Schreiner, Fischer, Bettler un Edelmann 
A         E       F#m     B     E  B 
Sänger un Gaukler su fing alles an 


Ich war ein stolzer Römer, kam mit Cesars Legionen
Und ich bin ein Franzose, kam mit dem Napoleon
Ich bin Bauer, Tischler, Fischer, Bettler und Edelmann
Sänger und Gaukler, so fing alles an
 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E Esus4 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

So sind wir alle hier hin gekommen
Wir sprechen heute - alle die selbe Sprache
Wir haben dadurch - so viel gewonnen
Wir sind wie wir sind, wir fröhlichen Leute am Rhein
Das ist es, wo wir stolz drauf sind
 
[Verse 2] 
E                        A                 B 
Ich bin us Palermo braht Spajettis für üch met 
   E                            A                 Bsus4 B 
Un ich, ich wor ´ne Pimmok hück laach ich met üch met 
        C#m             G#m   A6          E 
Ich bin Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddist 
    A                 E              F#m      B        E     B   
Mir all, mir sinn nur Minnsche für´m Herrjott - simmer jlich 

Ich bin aus Palermo, brate Spaghetti für Euch mit
Und ich war ein Zugereister, heute lach ich mit euch mit
Ich bin Grieche, Türke, Jude, Moslem und Buddist
Wir alle sind nur Menschen, für den Herrgott sind wir gleich.
 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E Esus4 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

[Verse 3] 
   E                                A           B 
De janze Welt suu süüt es us is bei uns he zo Besöök 
E                                A             Bsus4 B 
Minsche us alle Länder stonn met uns he an der Theek 
   C#m            G#m     A6           E 
Ma jlöuf ma is in Ankara, Tokio oder Madrid 
        A                E      F#m   B      E     B 
Doch se schwaade all wie mir un sööke he ihr Jlöck 

Die ganze Welt, so sieht es aus, ist bei uns hier zu Besuch
Menschen aus allen Ländern stehen mit uns hier an der Theke
Man glaubt man ist in Ankara, Tokio oder Madrid
Doch sie schwätzen alle wie wir auch - und suchen hier ihr Glück

 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B    E  
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 
 
[Refrain]
B           E   B          C#m  E 
- Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      A     Ab   C#m  B
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 
 
[Coda] 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

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Das Lied heißt STAMMBAUM und ist sehr bekannt und wird der kölschen Mundartband Bläck Fööss zugeschrieben – Bläck Fööss, weil sie anfangs barfuß posierten (etwa „blanke Füße“).

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Dietmar Moews und Alphons Silbermann im Kölner Excelsior Hotel Ernst

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Dietmar Moews meint: Hier mal die Trennung von Tatsachlagen und Meinung aufgehoben, sage ich:

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Ich bin meiner Meinung.

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Microsoft Office 365 an Schulen lieber LINUX

September 8, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10092

am Dienstag 8. September 2020

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Interessant, dass das Land Baden-Württemberg ja wohl der Auffassung ist, dass die Schulen das Microsoft Office 365 an Schulen unbedingt wollen. Auch interessant, dass das Land die Bediensteten noch nie in die Entscheidung mit einbezogen hat. Und auch interessant wäre: wer zahlt das nachher? Wenn das Land sagt, dass das gemacht wird, wer trägt die Kosten? (kompetenzspezifisch müssten das die Kommunalhaushalte hergeben).

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Der Deutschlandfunk machte heute, 8. September 2020, zum Thema auf:

Bildungsbericht​ Digitales Lernen – Deutschland im OECD-Schnitt abgeschlagen

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Der DLF hatte aber zum Thema leider keine aufklärenden Fragekreise angesprochen.

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Kurz: Welche Gründe sprechen denn eigentlich gegen den Einsatz von Office 365 an Schulen? / Bildungshilfe für alle Kollegien und Schulleitungen?

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Was ist der deutsche Datenschutz gegenüber dem patriot act der USA?

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In erster Näherung: weil es ein krasser Verstoss gegen die DSGVO ist (das geltende Datenschutz-Recht).

Office 365 speichert Dinge mit, die eigentlich im jedem Unternehmen als mitbestimmungspflichtige Leistungskontrolle gewertet werden (Quasi jeder Tastendruck).

Wäre egal, wenn es nicht aufgrund gesetzlicher Regeln in den USA nicht die Verpflichtung gäbe, dass ein US-Unternehmen Daten
rauszurücken muss, wenn Strafverfolgungsbehörden es verlangen. Das gilt auch für Daten, die in anderen Jurisdiktionen (hier: EU/DE) gespeichert werden.

Diese Herausgabe ist rechtlich nicht kontrolliert, d.h. für einen nicht-US-Bürger gibt es keine Handhabe, gegen die Herausgabe, auch nachträglich, juristisch vorzugehen, oder überhaupt davon zu erfahren.

Oder um es etwas näher an pessimistischen Szenarien wie „Black Mirror“ zu formulieren:

Microsoft weiss, wie/wann/wo jede Lehrerin/jeder Lehrer und wie jede Schülerin/jeder Schüler arbeitet, lernt: Die kennen quasi jeden Atemzug.

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Was ist mit trainieren auf …, böse formuliert, indoktrinieren?

 

Man könnte doch die Jugend mit Open Source und LINUX vertraut machen – Linux ist besser und verlässlicher und preisgünstiger als Microsoft.

Kinder und Jugendliche werden so auf Apple und Microsoft getrimmt, eingeschworen, indoktriniert. Diese heranwachsende Generation wird, sofern kein Wunder geschieht, nie Alternativen kennenlernen, geschweige denn (be)nutzen.

Die ministerielle Verlautbarung meint (Und wenn ich sowas lese, geht mir das Messer in der Tasche auf):


„Es besteht die Hoffnung, dass eine datenschutzkonforme Nutzung von Microsoft Office 365 erreichbar ist und eine Umstellung auf andere Produkte nicht erforderlich sein wird.“

Dem Insider sind das scheinheilige Heuchler:innen. Arrogante, machtgetriebene Dummschwätzer:innen.

Ist schon schlimm genug, wenn Kinder und Jugendliche (Heranwachsende) vom Elternhaus Mainstream vorgelebt bekommen und folglich (logisch) auch auf Mainstream getrimmt, eingeschworen, indoktriniert werden. Aber was sich die politische Führung in Deutschland in der IT-Politik momentan leistet, das kann man nicht mehr ertragen. Das Maß ist voll, nein das Maß ist übergelaufen.

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“ Von: sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de <sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de>
Gesendet: Donnerstag, 27. August 2020 13:31
An: sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de
Betreff: Stellungnahme zur Diskussion „Microsoft Office 365 an Schulen“


Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Vergangenheit haben viele von Ihnen mich darauf angesprochen, dass die Schulen sehr gerne mit Microsoft Office 365 arbeiten und dass die Befürchtung besteht, dass diese Softwarenutzung möglicherweise vom Kultusministerium nicht dauerhaft zugelassen wird. Ich habe diese Fragen mit der Kultusministerin sehr intensiv sowohl schriftlich als auch mündlich erörtert und mich mehrfach dafür eingesetzt, dass Ihnen die Nutzung dieses Pakets, mit dem viele Lehrkräfte, Schüler und Eltern in der Zwischenzeit gut vertraut sind, in Zukunft erhalten bleibt. Unten stehende Meldung aus dem Kultusministerium gebe ich Ihnen in diesem Zusammenhang gerne zur Kenntnis. Sie bestätigt, was mir die Ministerin bereits mündlich signalisierte: Es besteht die Hoffnung, dass eine datenschutzkonforme Nutzung von Microsoft Office 365 erreichbar ist und eine Umstellung auf andere Produkte nicht erforderlich sein wird.“

… aber, eine Initiative gegen Microsoft mittels YouTube pushen zu wollen wäre vergleichbar: Feuer löschen mit Benzin. Youtube = Google ist weder vertrauenswürdig noch zuverlässig. Will man es RICHTIG machen, müsste man für diesen Zweck schon eine unabhängige Plattform wählen. Eine solche (mir bekannte) unabhängige Plattform ist z. B.:

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Eine dezentrale Initiative gegen den Monopolismus für Microsoft von der Landesregierung, ist mittels Youtube / Google natürlich nur beschränkt möglich. Es gibt aber eine freie unzensierte Plattform als Alternative zu Youtube:


https://peer.tube (https://joinpeertube.org/)

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Dietmar Moews meint: Ich zitiere gerne Insider, deren Fachlichkeit mein Vertrauen hat:

„Datenschutzkonform“ hin oder her – Kalter Kaffee! Apple und Microsoft
sind US-amerikanische Multi-Milliarden-Konzerne. Es sind „Walled
Gardens“ (Geschlossene Plattformen) – gleichbedeutend mit „Digitaler
Diktatur“. Nicht zuletzt sind sie als US-Unternehmen dem Patriot-Act
sowie dem Cloud-Act verpflichtet. Sie sind böse, sie sind schei**e.

Können (dürfen) die Verantwortlichen (m/w) denn wirklich so unglaublich
hohl in der Birne sein?

Apple, Microsoft, Google, Facebook, Twitter, … = Digitale Diktatur.

(Muss dazu vielleicht noch eine bildliche Darstellung folgen oder ein
Anschauungsvideo veröffentlicht werden, damit diese einzeller-ähnlichen
Individuen in der Politik das endlich mal kapieren?)“

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Deshalb benutzt Dietmar Moews für die Lichtgeschwindigkeit nicht Google und verlinkt keine Cookies-Sammler.

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Ich wünsche allen Lehrern noch erholsame Ferientage und hoffe, dass Sie trotz der aktuellen Herausforderungen gut ins neue Schuljahr starten können!

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Covid-19 Neuinfektionen 1445 und die Testquote

August 13, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10075

am Donnerstag, 13. August 2020

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Liebe Aufruferin, lieber Benutzer – ich erinnere an Ostersonntag, als hier die konkrete APP-KRITIK bereitgestellt worden ist:

 

>Ulysses-App-Tracking als totalitärer Unfug, Lichtgeschwindigkeit 10020<. Man muss verstehen, dass die bilateralen „blue-Tooth“-Spuren, die zwischen zwei Corona-App-Mobiles bei zu engem Begegnungsabstand das Warnzeichen geben, nicht zum Tracking taugen. Aber wenn sich darauf der App-Kunde persönlich per IT-Medien offiziell mit seiner Corona-WARNUNG beim Gesundheitsamt meldet, landet er unweigerlich im staatlichen DATENSPEICHER. (Ohne seine Meldung geht das weitere Tracking nicht). Dann ist er damit namentlich, samt allen persönlichen Kenndaten, im Internetz und damit im Vollspeicher bei der CIA/NSA. Jeder muss einfach wissen, dass jedes Handytelefonat, jedes Whats-APP, jedes Twitter oder E-Mail über die Provider, egal ob Google oder Telekom o. a.: Alles was rausgeht, aufgefangen und persönlich zugeordnet, auf ewig gespeichert wird.

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=52501&action=edit

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Heute möchte ich auf eine weitere Propagandalüge hinweisen, die von den Wortpublizisten gedankenlos ständig wiederholt wird. Auch US-Präservativ Trump redet so daher: Man tut so, als erzeuge die Anzahl der Corona-Testuntersuchungen als Ursache die Anzahl der Schwerkranken an COVID-19 in der allgemeinen freien Öffentlichkeit..

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Heute, am 13. August 2020, wird die aktuelle allgemeine (staatliche RKI) Information mit 1445 neuinfizierten Schwerkranken, mit vollkommen ungewisser Krankheitsgeschichte, angegeben.

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Im selben Atemzug heißt es dann, die hohe ansteigende Rate würde durch die erhöhte Quote von durchgeführten CORONA-TESTs „erzeugt“. Besonders die liegengebliebenen Coronatests in Bayern (dass etwa 900 positive Testpersonen uninformiert frei ausschwärmen; und dass über 40.000 Testergebnisse mangels Arbeitskräften noch immer nicht vorliegen; also geistern noch 40.000 weitere Corona-Reiselustige umher).

Ja – so heißt es – in Bayern habe man eben die Testanzahl erheblich ausgeweitet.

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Dietmar Moews meint:  Besonders hinweisen möchte ich auf die sibyllinische Einlassung des CCC zur APP: Da ist keiner der CCC-Sprecher, der gesagt hat, er würde die APP benutzen, er hielte die APP für zielführend, er sähe beim Einsatz der APP die gewünsche Datensicherheit – NEIN – die sieht der CCC gar nicht. Der CCC redet nur von dem Blue-tooth-Effekt ohne weitere Datenerfassung. Doch die kommt ja anschließend immer in die Intrernetz-Datenkrake, bei jedem Tracking-Versuch.

 

Der Test erzeugt nicht die Infektion.

 

Der Test ist geeignet, frei umherschwärmende Leichtsinnsmenschen abzufischen, bevor sie im Coronabefall sich fortpflanzen.

 

Der Test kann einen Virusbefall nicht beseitigen oder heilen.

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Nur für komplizierte Naivmenschen ist es einen Gedanken wert, sich bösen Ahnungen hingebend zu wittern, dass es eine DUNKELZIFFER an Infizierten gibt, die durch Tests erhellt werden könne (wer heute befundfrei ist, also negativ, kann schon morgen damit nichts mehr groß anfangen; schon wenn man sich unmittelbar nach dem Test mit einem Virus-Kranken trifft und dadurch ansteckt), dann ist man positiv Corona-krank, entgegen seinem vorher gemachten Test durchaus als „negativ“-Zertifikat in Händen halten zu können.

 

Wer die Rede von Neuinfektionen und höhere Testquote führt, sollte nicht so tun als sei der Test eine Heilmethode oder ein Infektionsursache.

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Wer von den Downloads der APP schwadroniert, aber nicht endlich erklärt, dass es lediglich DATENSPIONAGE mittels der Anti-Corona-App ist, aber praktisch keinerlei CORONA-Tracking ermöglicht, der führt irre und lügt – warum lügen sie? ULYSSES gewann permanent weiteren Vorsprung.

 

Ich weise erneut auf die ULYSSES-Beschreibung zur Anti-Corona-Nichtfunktion einer APP aus sozialen Funktionsschwächen und die Ablehnung jeglicher Funktion der Totaldatenspeicherung durch die CIA (Google/Apple/NSA) hin.

 

Ein gemeinsamer offener Brief netzpolitischer Organisationen forderte die
Bundesregierung auf, das von ihr präferierte Konzept für eine
Tracing-App gegen die Corona-Pandemie aufzugeben. Verfolgt sie es
weiter, kann kein Vertrauen bei den Nutzern aufkommen, und ein Scheitern
wäre unausweichlich. Absender waren im April 2020 wichtige IT-Fachkreise appellieren an die große Politik, da sind:

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* D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt e. V. * Chaos Computer
Club e. V. (CCC) * LOAD e. V. * Forum InformatikerInnen für Frieden
und gesellschaftliche Verantwortung e. V. * Gesellschaft für
Informatik (GI) e. V. * Stiftung Datenschutz
:Datum: Fri, 24 Apr 2020 06:23:02 -0000 von: Chaos Computer Club Updates

Die Bundesregierung zieht ein Konzept für die geplante „Contact
Tracing“-App vor, das eine zentrale Instanz beinhaltet. Damit ist sie
auf dem Holzweg. Denn es herrscht internationale Einigkeit unter
Experten und Wissenschaftlern, dass der dezentrale Ansatz der bessere
ist. Selbst Apple und Google haben das eingesehen und ihn implementiert,
obwohl sie sonst nicht gerade scheu sind, Daten ihrer Nutzer zu sammeln.

Daher wenden sich heute netzpolitische Organisationen, darunter der
Chaos Computer Club (CCC), mit einem offenen Brief an
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzleramtsminister Helge
Braun. [1]

Blickt man realistisch auf das Ziel, dass nämlich die App massenhaft
genutzt werden soll, dann ist der zentrale Ansatz schon deswegen
hinfällig, weil sich die beiden großen Anbieter mobiler Betriebssysteme
bereits dagegen entschieden haben. Da kann sich die Bundesregierung noch
so verrenken, damit ist der zentrale Ansatz weit entfernt von jeder
Möglichkeit zur Realisierung.
Gesundheitsminister Jens Spahn kann einen nationalen Alleingang gar
nicht durchsetzen, wenn er nun auf den zentralen Ansatz pocht.

Die Corona-Tracing-App bringt ein hohes Risiko mit sich, da die
anfallenden Daten hochsensibel und besonders zu schützen sind. Je mehr
Daten verarbeitet werden, desto größer ist das Risiko einer
De-Anonymisierung – auch durch Dritte, vor denen die Daten geschützt
werden müssen. Gesundheitsdaten gehören per Definition zu den intimsten
Daten von Menschen. Das lückenlose zentrale Verfolgen der Aufenthalte
aller Bürger ist das Horror-Szenario schlechthin.
Andere Beispiele von sorglos hingeschluderten Corona-Apps [2] haben
gezeigt, dass die anfallenden sensiblen Datenhalden nicht angemessen
geschützt werden und von Innen- und Außentätern missbraucht werden könnten.

Dies wissen auch technische Laien inzwischen und werden daher die Finger
von einer solchen App lassen, selbst wenn sie grundsätzlich zur
Hilfeleistung bereit wären. Dass auch Minister Spahn das weiß, darauf
deutet die Peitsche hin, die er mit der App-Pflicht hinter dem Rücken
versteckt hält. Dass eine solche Pflicht in Hinsicht auf die Millionen
von Bürgern ohne Smartphone technisch hanebüchen ist, setzt der Posse
nur die Krone auf.

## Links

[0] CCC veröffentlicht die [Zehn Prüfsteine für die Beurteilung von „Contact
Tracing“-Apps](https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-
requirements).

[1] Offener Brief: Geplante Corona-App ist höchst problematisch, an
[Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
(pdf)](https://www.ccc.de/system/uploads/300/original/Offener_Brief_Corona_App_BMG.pdf)
und an [Kanzleramtsminister Helge Braun
(pdf)](https://www.ccc.de/system/uploads/299/original/Offener_Brie
f_Corona_App_Bundeskanzleramt.pdf)
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Dietmar Moews meint: Der CCC hat freundlicherweise auch die wichtigen Postadressen mitgeteilt – damit kann jeder Bürger, ohne lange zu suchen, seine Einstellung zur Überwachungs-APP persönlich einsenden.

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Es ist gut, dass diese Diskussion jetzt stattfindet, damit nicht Zeit verloren geht, wenn die konkrete Entscheidung anstehen sollte.

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Doch das ist sehr fraglich, weil auch die höchsten deutschen Repräsentanten inzwischen mitbekommen haben, dass die frommen Versprechungen der APPs praktisch – aufgrund unumgänglicher telematischer Strukturen – keine INFEKTION und eine erweiternde Wirkung auf die WELLE haben muss.

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Ich weise auf die ULYSSES-Beschreibung zur Anti-Corona-Nichtfunktion einer APP aus sozialen Funktionsschwächen und die Ablehnung jeglicher Funktion der Totaldatenspeicherung durch die CIA (Google/Apple/NSA) hin.

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Neue Sinnlichkeit 75 ERFOLGSKINDER

August 1, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10070

am Sonnabend, 1. August 2020

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Erster August im siebzigsten Jahr meiner Zeitrechnung, das wir das Jahr 2020 nennen. Beim Hinweis auf den eigenen Lebensabriss werden vom Abgelebten her einige Ordnungsbegriffe gesehen, z. B. Kindheit, Familie, Wohnorte, Krankheiten, Orientierungen, Erwerb, Publikationen, Glücks- und Unglücksfälle – ein Einschnitt ist jetzt unweigerlich CORONA.

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Meine Blätter Neue Sinnlichkeit sind als Blätter für Kunst und Kultur so weitreichend angelegt, dass auch CORONA behandelt werden muss, dazu soziologische Bedenken, die bei der Alltagsarbeit eines empirischen Soziologen Dietmar Moews entstehen.

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Das Blatt Numero 75 beinhaltet keinen CORONA-Schwerpunkt. Es erschien anfang Juli 2020.

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Wenn doch gerade heute, am ersten August, wo die Bilder aus Berlin zeigen, wie zehntausende mittelalterlich verwirrte junge Menschen gegen das VIRUS demonstrieren, weil ihre Bildung und Urteilskraft so schwach ist, dass sie PEST und CHOLERA für Märchen oder Mythen halten – dass sie an Sündenböcke und Hexenverbrennung als Remedur gegen CORONA glauben – wenn nicht gar an Sündenböcke*innen, möchte ich doch gerade die hier folgenden ERFOLGSKINDER zur gemächlichen Lektüre empfehlen. Denn man muss auch immer noch was NEUES erfahren, während die tägliche PERISTALTIK im Treiben des CORONA-MOBS Überdruss ruft.

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ISSN 1432-5268

21. Jahrgang

Preis Euro 20,-

Juli 2020

Blätter für Intelligenz im Einsatz von „Künstliche Intelligenz“ – daraus:

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Erfolgskinder

Liebere Leserin, lieber Leser, Grüß Gott – Blätter für Informationen und Reden in Abkrzngnnun ausgeschrieben, soll es besser BLÄTTER FÜR INTELLIGENZ IM EINSATZ VON „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“ lauten.

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Wo denn lebte man sonst auf Erden „wie die Lilien auf dem Felde“? – Antwort: Bei mir: In Abessinien. Man hatte einen hochintelligenten Hailé Sélassié und wurde doch von italienischen Revanchegelüsten in Zivilisationseinbrüche verdammt. Heute heißt Abessinien Äthiopien. Und der zum Roten Meer hin abgetrennte souveräne Nordteil Äthiopiens heißt Eritrea.

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Ein Vogel steigt niemals zu hoch, solange er seine eigenen Flügel benutzt“ – finde ich William Blake zugeschrieben. Schwer, als Mensch im Bilde Blakes Vogel, zu verstehen: Was ist „hoch“? was „die eigenen Flügel“? Michael meint: Die Erde gilt. Die Erde sei zu respektieren.

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Was bietet dieses neue Heft Numero 75? – wie ist es komponiert? vorab ist – wie stets – der Untertitel, BLÄTTER FÜR INTELLIGENZ IM EINSATZ VON „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“ – nur eine Paraphrase der Gesinnung im Blatt: Das weiße Engelchenhemd und das Prinzip des Ja-Sagens. Die Leseriene darf also mit der Nummer 75 kein Themenheft erwarten. Aber Neue Sinnlichkeit bleibt am Ball, also mit Kunstpause und Malerei, mit der getarnten staatlichen OKF, die über die Personalpolitik eine verdeckte Kunstdirektion ist. Als Technikkritik zählen auch unsere Computerwelt, das Internetz, die Telematik, das Algorithmenspiel und das Ende des Habeas Corpus. Mein Recht am Körper und an den persönlichen Daten ist auch der rote Faden von Ausgabe zu Ausgabe in den Abkrzngn der Neuen Sinnlichkeit.

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Neue Sinnlichkeit 75 enthält den bekannten inhaltlichen Aufbau. Das Geleit kündigt zugespitzt an, wo wir gerade – also im Frühjahr 2020 – standen. Corona und Endemie, Isolation und Risikominimierung haben auf einen bohèmiennen Künstlergelehrten wenig Änderungszwang – ob jetzt Einzel-Isolationshaft in der JVA oder im Klosterwesen der Studierstube oder in der Malerwerkstatt. Die Erfolgskinder sind ausgewählte Belege für das Thema der Zeitschrift insgesamt und für das aktuelle Thema, hier die immer wieder neue Ansprache der Einfachheit als demokratische Kunstqualität wortloser Malerei und die Idiotie der modernen Stalinisten, und deren willkürliche Narrative, was man denn für Künstler und Kunst zu halten habe. Dies ist hier – zum Beweis gibt es verlässlich ein schönes Wort von Goethen (weil ich kürzlich Jacobi, den Goethefreund, in meinen Büchern mit seinen Mendelssohn-Briefen entdeckte), der an Jacobi geschrieben haben soll: „Was machst du alter Metaphysikus? Wenn dir mit Infusionstierchen gedient wäre könnte ich dir einige Millionen verabfolgen lassen … Dagegen hat dich aber auch Gott mit der Metaphysik gestraft und dir einen Pfahl ins Fleisch gesetzt, mich dagegen mit der Physik gesegnet, damit mir es im Anschauen seiner Werke wohl werde.“ Ja, von Goethe färbt es in die Neue Sinnlichkeit, und Kenner wissen, dass die Außen-Umschläge jeder Ausgabe aus eigens zugeschnittener Makulatur gemacht werden. Dazu muss die nötige Stückzahl (bis zu 500 Stück Auflage) greifbar sein und das Papier muss störungsfrei durch die heutigen hochsensiblen Fotokopier-Geräte laufen – hier ist es ein Rest aus meinem Siebdruck des Jahres 1974 – „Reliquiar“. Im Inhaltsverzeichnis lassen sich aufgebotenen Autoren und Themen finden. Meiner leider längst verblassten Freundin, der hannoverschen Malerin und Lyrikerin ROSA ALBERT, widme ich eine Wiedergabe Ihres Gedichts mit dem Titel >m.< und einer Zeichnung von Rosa, der Maria – jener unter den Künstlern in Hannover bekannten obdachlosen Insiderin, die mit Plastiktüten und Einkaufswagen immer wieder auch in der Stadt herumgeisterte, die von Timm Ullrichs erzählte, der in der Gretchenstraße mal zu ihren Freunden gehört hatte. STAAT und KUNST – der epochale Vortrag von Georg Meistermann vor den kunstpolitischen Staatsoberen des Jahres 1980; hier spüren wir die KUNST in Deutschland vom Hohenzollernkaiser zur Weimarer internationalen Moderne, zum Reichskunstwart, zur OKF der Verbände-Salonpersonnage mit Multifunktionsrollen und diskreten Rollenwechseln der KUNSTPAUSE. Georg Meistermann der legitime Künstlersprecher, der jahrzehntelang gekämpft hatte, dass sich Parlamente und Regierungen den freischaffenden deutschen Künstlern, der Präsentation derer Werke und deren sozialer Lage widmen sollten, distanzierte sich in seinem Vortrag von der völlig misslungenen OKF – organisierten Kunst Förderung. Denn über den selbststeuernden Modus „Freiheit der Kunst“ §5.3 GG, hat sich eine scheinbare legale Übernahme der Künstler-Fördermittel durch eine SALONPERSONNAGE von unechten Künstler erzwingen lassen. Damit werden die echten Künstler entmündigt und dieser Staatsform eines Kunstfreiheits-Postulates wird dem Anschein nach gedient. Doch es ist Betrug und die demokratische Vervollkommnung unseres föderalen Verbändesystems in der Bundesrepublik hat die ressourcelosen echten Künstler durch massenhafte unechte Künstler in den falschen Künstlerverbänden im deutschen Kulturrat faschisiert, gedeckelt, untergebuttert und noch berufsrechtlich vernichtet. Die OKF ist SPD-Werk. Unechte Verbandskünstler wählen mit „demokratischer Mehrheit“ ihre Vorstände. Sie bedienen die Herrschaft staatlicher Bürokraten. Das sind sehr wenige kaufbare Künstlerverbände-Vorstandsfunktionäre, nebenbei SPDisten. Im Ergebnis ist es Künstlermarginalisierung (strategisch von der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Hagen, Olaf Schwencke, Alfons Spielhoff und Norbert Sievers so gemacht). So wird es inzwischen von den anderen Parteien als sehr nützlich angenommen. Man ist die freien Künstler los – muss nur noch die angefütterten Staatskünstler und die unechten Verbändekünstler führen: KUNSTPAUSE – Wie sag‘ ich das nur einfach? Mit WALTER BÖCKH – wird ein bedeutender Heidelberger Maler bezeugt. Dr. Hans Böckh, sein Sohn, der Edeluhren- und Edelsteinfachmann, schrieb ein anrührendes Lebenszeichen für einen Böckh-Katalog. Mit WALTHER SCHMIEDING zitiere ich einen unvergessenen Autor, der ZDF-aspekte, was er im KUNSTREPORT von Gerd Winkler 1975 auf der großen STAAT und KUNST-Tagung des Deutschen Künstlerbundes in Berlin beitrug: „… kulturpolitische Lebenslüge, die Ibsen vor Neid erblassen lassen würde – diese ganzen Tricks. Da steht immer drin: das macht ja gar nicht der Staat, das macht nämlich eine Institution, die unglücklicher – oder glücklicher Weise zu 110% in staatlichen Händen ist. Es werden auch alle, die dort vertreten sind, vom Staat berufen…“ (>Wir lügen uns was in die Tasche, in Kunstreport 1981<). Alsdann weitere KUNST-PAUSE-Beispiele der modernen Banalitäten im Geiste Erwin Panofskis und Aby Warburgs; dafür ist ein Siebdruck-„Pinselstrich“ auf dem bekannten ROY LICHTENSTEIN-Raster für jeden Kunstinteressenten auf „Qualität“ der Unsinnlichkeit zu erkennen. So einen Siebdruck könnte auch ein Blinder produzieren. Mit einer Auswahl von Motiven aus der OKF-Macht „Deutsche Bank“ soll es in Neue Sinnlichkeit 75 getan sein; was da mit Einrichtung der Twin-Towers der Deutschen Bank in Frankfurt am Main ab 1980 auf den ersten Kunstmarkt gepusht wurde, zeigt die Unfreiheit im Spannungsfeld von OKF-dirigierter Lage der Künstler in Deutschland (dabei ist Kunstkauf zunächst als Kunstgewerbe zulässig – allerdings kapitalisiert hat die Deutsche Bank ihren Kunsterwerb nie). Mit Folge 23 erfolgt die weitere Lieferung ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK von 1796. Mit einem Artikel im LEXIKON des KUNSTWESENS kommt Georg Meistermann zu Ehren. Eine Portrait-Zeichnung des heutigen Peter Handke fehlte längst. Der Benutzer sieht, dass die Beiträge zum Heftende hin immer kürzer geschnitten sind. Mein Nachruf auf den Ruder-Olympiasieger und Friedenspolitiker HORST MEYER, der überraschend im Januar verstarb und damit auch als früherer Autor in der Neuen Sinnlichkeit fehlen wird, bringt einige großartige Fotoaufnahmen von den Olympia.Goldmedaillengewinnern des Deutschland-Achters in Mexico-City. Schließlich die obligatorische Kinderseite der Epoche (wovon inzwischen Hunderte herangewachsen sind, wie sie auch in den 1990er Jahren vom MDR-Radio als Morgenglosse gesendet wurden) – die für jedes kommende Heft erst neu geschrieben werden. Und zuletzt das Qualitätsrätsel. Mit einer kurzen Textprobe zum guten Schluss im Blatt 75 darf wieder geraten werden. Das sehr schöne Rätsel aus Numero 74 wurde dem Johann Heinrich Jung-Stilling entlehnt, dessen Jugend- „Lebensgeschichte“ Goethe eigenmächtig durch Cotta verlegen gelassen hatte. So soll diese Ausgabe Numero 75 mit Meistermann und seinem Lexikon-Eintrag abgerundet sein. So komme ich erneut auf Eike-Christian Hirsch zurück, der mich mit seiner Leibniz-Lebensgeschichte enttäuscht hatte. In „Schlimme Einfälle und schöne Reinfälle“ (C.H.Beck 2019) finden sich Beobachtungen, mit „Bürger*innenmeister*innen“ , der alten Säuerlichkeit. Und hierzu gleich eine Belustigung über kurzmodische Sprachverhunzung durch junge Publizisten, z. B. auf Sendung beim Deutschlandfunk Köln, die nun immer beim Formulieren ein gedacht geschriebenes Sternchen – natürlich – nicht mitsprechen. Sodaß dann aus gesprochenem Radiosermon ein ungewollt humorvoller Demokratiegeist wird. Sieht man doch die ungesprochenen Sternchen beim Radiohören nicht, wenn es lautet „… nicht nur unakzeptabel für die Bürgeri*nnen, sondern auch für die Rechtsextremist*innen …“ . Wenn man das hört (immer, wenn ich Sowas höre) vermittelt sich der Pseudo-Genderismus als Kampfmoral. Indes geht dabei die Wahrnehmungsökonomie nicht mit: Von Was war da die Rede? – Rechtsextremist*innen? – müsste es nicht eleganter lauten, wie es DLF-Meister Christoph Heinemann gelegentlich ausdrückt: Rechtsextremisten und deren Kolleginnen?

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Walther Schmieding beim ZDF

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Wer in Neue Sinnlichkeit 75 Anschluss findet, darf munter hineinlesen. Der Spaß ist mit den überholten Kunstsalonnisten des Gequalles (Eckhard Henscheid), Ursula Bode, Ludwig Zerull und Günter Grass, nicht mehr als Elitewesen hin zu verdächtigen. Der Meister der Glasbilder, Georg Meistermann (1911-1990), Freund von Alphons Silbermann (1909-2000), erklärte – als Neu-Mitgründer langjähriger Vorsitzender des Deutschen Künstlerbunds – anlässlich seiner Würdigung als Künstler im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, in Gegenwart von Ministerpräsident, Alt-Bundespräsident und DKB-Ehrenpäsident Walter Scheel, im Jahr 1980 zum Thema Staat und Kunst (etwas gekürzt):

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„Herr Ministerpräsident (das war CSU-Franz Josef Strauß)

Sie werden mir nachsehen, wenn ich bekenne, dass nach der ersten Euphorie über ihre Einladung, vor einem Kreis zu sprechen, der sich aus Personen zusammensetzt, deren ganz viele zum Thema „Staat und Kunst“ ebenso viel zu sagen wüssten wie ich, den sie ehrenvoller Weise einem solchen Thema gegenüberstellen, das ich mir auch noch selber ausgesucht habe – wenn ich also bekenne, dass mich nach der Empfindung schmeichelhafter Ehrung nicht viel später einfach ziemliche Verzweiflung überkam.

Denn über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen …“

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Der Nachfolger von meinem Freund und Lehrer Prof. Peter Weyert Tamme Janssen an der HdK Berlin, der deutsche Maler Prof. Klaus Fußmann (geb. 1938) schrieb 1985 (Siedler) die lesenswerte Textsammlung: Die verschwundene Malerei. Wer hinschaut, kann sehen, dass die moderne KUNSTPAUSE enden sollte. Ich meine, es soll nicht Imamen und Mullahs der Idiotenpartei die Deutung überlassen bleiben, was Kunst ist. Erwin Panofsky und Abi Warburg gehören in die Peinlichkeits-Walhalla der minderbegabten Millionärs-Erben oder aufs Therapiesofa. Wer meint sinnliche Anmerkungen als plumpen Materialismus abtun zu dürfen, weil es der modernen Mode gelungen ist, Schusselei und Ungenauigkeiten als Toleranz zu werten, wird zumindest um psychologische Erkennnis oder Ungewissheit nicht herumkommen. Nämlich, ist etwas zu erkennen? oder ist etwas ambivalent? Bei Fyodor Dostojewskij (1821-1881), einem der frühen großen Psychologen der Romankunst, lesen wir den Rat: „Vergessen wir nicht, dass die Gründe aller menschlichen Handlungen gewöhnlich zahllose , sehr verwickelte und so verschiedenartige sind, dass der Autor viel besser tut, wenn er sich nur mit der einfachen Auslegung der Tatsachen begnügt.“ Jemand soll bei der Berührung von Christos Reichstagsverpackung eine Gänsehaut durch Aura gespürt haben – ja, dann, wenn es alle sagen.

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Walter Boeckh / Böckh "Selbstportrait" Ölmalerei

Walter Boeckh – Maler aus Heidelberg

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Leichter ist da das Werbeangebot unter „Belissima“ auf sich zu beziehen: „Claude Monet „Das Mohnfeld bei Argenteuil“, 1878 (gemalt), limitiert auf 980 Exemplare gedruckt, Maße 60/75cm, Preis: 440 Euro: „Der Wegbereiter der Moderne zeigt eine Landschaft in ihrem natürlich wechselnden Licht. Auf echter Künstlerleinwand (Baumwolle) fühl- und sichtbare Pinselstruktur, edle Massivholzrahmung in Weiß mit Goldkante, grau patiniert.“ (Bestellcoupon im Kölner Stadt-Anzeiger am 23. Mai 2020, auch http://www.ksta/shop.de. Und – von vorstehender Peinlichkeit abzulenken – keineswegs auf Beleidigung etwaiger „Monet-Kitsch-Käufer“ zu zie-len, ist dann der Londoner William Blake (1757-1827) ein englischer Dichter, Maler, Erfinder der Reliefradierung. Sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk wurde von seinen Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden seine sehr innovativen Arbeiten von den Präraffaeliten entdeckt, fanden allgemein Anerkennung und später auch in der Popkultur Verbreitung. Die erste Gesamtausgabe der Werke Blakes wurde 1893 von dem irischen Dichter William Butler Yeats und dem englischen Maler Edwin Ellis ediert.

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Bei der Einbalancierung meines Lebensrhythmus‘ in Köln, wo ich als Bohème (freizügig- selbstbestimmter Nachtmensch) auch mit Organisationssorgen zu tun habe, ordne ich – im wahrsten Sinne des Wortes – meinen „Wanderzirkus“ an verschiedenen Gewerken, von Malereiwerkstatt, universeller Handbibliothek von einigen tausenden Bänden und dem gesamten eigenen Schriftwerk und kistenweisen wissenschaftlich sortierten Quellentexten, der aktuellen Korrespondenz (ohne einen persönlichen Sekretär und ohne Atelierdiener) neu.

Das ist noch kein Vorlass. Alles was zur Selbstorganisation der täglichen Reproduktion gehört, einschließlich den sportlichen Regelmäßigkeiten im Laufen am Rhein und dem Yoga, der Geschmeidigkeit halber, meine Tage zu genießen, will ich doch viel lieber ins Offene denken und arbeiten, als den unbezahlten Archivar eines Genies zu geben.

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Ich danke für die Komplimente, wenn jemand mal wieder zufällig oder spontan ein besonders anregendes, freundliches Gespräch mit mir hatte – ja, Danke – aber ich bin wirklich sehr beschäftigt und brauche viel subalterne Hilfe, anstatt redundante Eitelkeiten abzuleisten.

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Es kommt also ständig zu komplexen Begegnungen mit Dietmar-Möws und Dietmar-Moews-Vorgeschichte und all den Freundschaften und Kollegialitäten, und zunehmend, die Neuigkeiten der täglichen Kommunikation, die das vielfältige Internetz bietet – einschließlich der Botschaften, wenn jemand Wichtiges gestorben ist und der Tapferkeitsfrage, weil nicht alle menschlichen Beziehungen so lebendig gepflegt werden können, ob Die- und Derjenige, mit dem mal Inspiration und Stoffveränderungen betrieben worden waren, überhaupt noch lebt. Meine echte Verlustliste – in nah und fern – beeindruckt mich täglich, just starb Phil May 1944- 19. Mai 2020, Musiker der Pretty Things aus Dartford. Und eine Schuld, zumindest hier in der Neuen Sinnlichkeit den Zeugen von vordem eine Erinnerungsehre zu geben, soll die zukünftigen Leser informieren, aber nicht anöden (wann waren noch ROSA ALBERT 1950-1990 und JOB CROGIER 1948-2006 gestorben? wann BERNHARD VON DER GOLTZ 1934-2017? wie schön, dass Lothar Lange noch zu leben scheint.

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Gustav René Hocke  (1908-1985), der deutsche Journalist und Kulturhistoriker schrieb im „Narrenschiff im Labyrinth“, zur gleichen Zeit der Erstausgabe Neue Sinnlichkeit, 1979: „… die Grenzen unserer bloßen Verstandeserkenntnisse .. in Kulturstaaten wächst der Hunger nicht nach einem stets bedenklichen Irrationalismus und nach alogischem Verhalten, sondern vielmehr nach einer ganz neuen Kombination von Vernunft und Phantasie, von technisiertem Kalkül und subjektiver Imagination. Man spricht heute schon von einer neo-manieristischen Mathematik. Die sogenannte Gödel-Probe hat uns klar gemacht, dass die Mathematik (auch die kybernetische Anwendung) die menschliche Intuition und individuelle Initiative nie ersetzen kann. // Das würde auch bedeuten, dass auch die sogenannte „bildende“ Kunst von Morgen, schon angeregt durch die subjektive (manieristische) Seh- und Gestaltungsart seit der Spät-Renaissance, noch wichtigste weitere Beiträge zu einer enormen Bereicherung des verflachten „eindimensionalen“ Menschen von heute zu leisten vermöchte. Während des heutigen Menschen materielles Verhalten (Technisierung, Mechanisierung, Expansions-, und Konsum-zwangs z. B.) sein physisches So-Sein und seine natürlichen Umwelten immer gefährden, könnte, ja müsste die Kunst, die stets mit Imaginationskräften und realen Gegebenheiten zu tun hat, durch neue spirituelle Substanzbilder das Rettende in der wachsenden Gefahr nun de facto in einem neuen Sinne „bilden“ können, d. h. vor allem durch die Kombination von grenzenloser Imaginationsfreiheit und realistischer Struktur …“

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Das im Blatt Numero 74 proklamierte Ende der modernen KUNSTPAUSE – es löste sehr prägnante Reaktionsweisen aus. Wer in seinem biedermeierlichen Privatleben auch gerne mal so ein Bisschen Volkshochschule-Malerei und -Bildnerei zur eigenen „Künstlerrolle mit Joseph Beuys“ etabliert hat, seine Familie auch in den Beuys-Quatsch eingewöhnt hat und plötzlich als „Punkt-Punkt-Komma-Strich-fertig-ist-das Mondgesicht-Fraktion“ hineinbeleidigt wird, kann natürlich jetzt nicht Viel sagen. Ich will aber noch ein Beispiel nachschieben:

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Man kennt bzw. hat schon mal gehört oder gesehen, wie mit weichen Zeichenpinseln asiatische Maler locker gestische Tuschmalereien mit schwarzer Tusche auf Reispapier herstellen. Ja, chinesische Schriftzeichen, japanische Naturmotive, wie Schilf im Wind, eine sinnliche Wahrhaftigkeit ausdrücken, die den fühlenden sehenden Menschen anspricht, wie eine Naturkatastrophe, die Pinselstriche sitzen, wie die Haut unter der abstrakten Aktzeichnung.

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Zweifellos gab und gibt es zu dieser Tusche-Malerei eine streng tradierte Kunst und Meisterschaft. Und hier greift nun das Beispiel, das jede „Künstleriene“ und jeder Liebhaber akzeptieren muss. Auch wenn ein „Künstlerprestige“ zweifellos besser kommt, als nur „Hausfrau“ (und wenn die Hausfrau geigt, aber zu wenig übt, dann ist sie eine Nervensäge). Denn nimmt nun also der Hobbyist das Reispapier her, die schwarze Tusche, macht einige gestische Schwünge mit Körper, Arm und Hand durch die Luft, um dann in einem mutigen Entspannungsakt ihren oder seinen asiatischen Wurf abzugeben, produziert man doch nur armseligen Müll. Selbst ein hingekotztes japanisches Schriftzeichen ZEN oder FRIEDEN wirkt nicht, nicht mal anmutig wie ein Kinderbild und schon gar nicht, wie eine Maus durch den Innenhof des ZEN-Klosters läuft, bei der Suche nach dem ZEN-LÖSUNGSWORT im HARA.

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Also – lasst es sein! Und klatscht nicht Beifall zu einer Musik, die euch anödet – erklärte der Komponist Ladislav Kupkovic. Balsam für Alleinstellungsmüdigkeit sind immer wieder Fundstellen, wo Meister des Lebens was Wahres pointieren konnten. Guter Wein – wie GOTTFRIED BENN bei Wein-Wolf in Hannover sehr schätzte:

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„Überall dies wabernde, schwafelnde, fast könnte man sagen: vielfach unsaubere Geschwätz.“

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Der Herausgeber der Neuen Sinnlichkeit, Dietmar Moews, ist Künstlergelehrter. Er stellt dem Thema „KUNSTPAUSE“ keine Checkliste bei, ermuntert stets zum Selberdenken, die Gedanken und die Sinnesfreuden auf die eigenen Affinitäten und gar nicht auf ein Bildungssollen, einen individuellen Geschmack auszuleben – „Was beliebt, ist auch erlaubt“ – frei nach WILHELM BUSCH und „Kunstfreiheit als Freiheit für Künstler wie Kunstkonsumenten“ zu pflegen und – das meine ich ganz ernst: Machen Sie ruhig japanische und chinesische Pinseltusch-Orgien oder zaghafte Herantastungen; da ist Jeder sein eigener kleiner Hoffer, immer für den ganz kleinen „Self Hug“, wie es Abby Cadabby bei Sesame Street beschreibt, gut:

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JEDER DARF SEINE SCHLECHTEN MALEREIEN in seinen Räumen kreuzigen – wer da verliebt schaut, wird sich schon was denken. Gute Kunst ist nicht unerschwinglich – aber an sich gar nicht als Eigenproduktion zu haben. Kennerschaft und gutachterliche Urteilskraft oder Liebhaberei stehen jedem Kunstkonsumenten frei – eine Meisterschaft als Kunstproduzent erreicht man nicht mit Marktkäuflichkeit, sondern es gehören viel Ehrgeiz und Hingabe, Fleiß und individuelles Talent dazu, die außerdem bei viel Übung noch zu „meistern“ wären. Niemand wird durch ein Hochschulstudium „Künstler“. Aber dass die unechten Kunstprofessoren von heute, die meist ihrer Klasse gar nicht vorstehen, ihren Kunststudenten empfehlen, zu EXPERIMENTIEREN. Erstes Semester EXPERIMENTIEREN – dann mit paint brush und Laptop, Fotokopie und echtem Bleistift avantgardistische Mixed Media-Werke maschinell zu produzieren sich selbst beibringen, damit sie anschließend mal Kunsterzieher oder Crossover-Kunstwissenschaftler„das Analoge und das Digitale erfahrbar machen„, so kürzlich eine Professoriene der Münchner KUNSTPAUSE in der SZ. Da soll nun auch promoviert werden. Nur ist noch nicht ganz klar, wie den Studenten-Prüfungen Internetz-Betrug nachgewiesen werden kann. Und die Professoriene Mohr erklärt doch tatsächlich: „immer noch gelte die Magie des Originals“.

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Ich kann es kurz so zuspitzen: Die Kunstpause der 20sten Jahrhundert-Moderne wird von mir nicht als „ästhetische Qualität“ reklamiert. Die Kunstpause ist durch die verirrte staatliche Organisation in sofern entstanden, dass sehr viele unechte Künstlern in Deutschland (aus einer Pressure-Group der deutschen Sozialdemokratie, von verbandsorganisierten Kunsterziehern und Gewerkschaftlern (und der extra gegründeten „Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Hagen“) in die verwaschenen Rollen der echten Künstler hineindrängten und – über den „Modus Freiheit der Kunst“ – sich dort in Verbandsmehrheiten im Deutschen Kulturrat über-mächtig formiert haben. „OKF“ („Organisierte Kunst Förderung“) ist eine banale Strategie eines „Bolschewismus“ – unechte Künstler als quasi Kunstkonsumenten dominieren mit überwältigender Verbände-Mehrheit die echten Künstler, die unter der Käseglocke des Deutschen Kulturrats nunmehr von berufspolitischer Mitbestimmung wie von der Kunstfreiheit ausgesperrt sind. Jeder ausgegrenzte darf selbstverständlich zuhause malen was er will. Was man wissen muss – der ganze „Spitzenmarkt“ hängt an den etwa 90 Prozent mittelbar hineindirigierten Staatsgeldern für „Spitzenlose“ und bei der Segregation der Marktzulassung (bei ausprozessiertem Verbot für den Staat, Kunst zu beurteilen).

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In dieser Weise war es möglich, Alles und Jedes (mit Beuys und anderen Blindfischen) ästhetisch einzubringen, wenn nur das konkrete Kampfpersonal dahinter steckte. Es ist leicht zu prüfen, welche Selbstförderungs-Familien die Preise, Stipendien, Reisen, Studienaufenthalte, Katalogpublikationen und Kunstprofessuren erlangten – wo keinesfalls über Ästhetik, Meisterschaft oder Qualität verhandelt worden war, sondern ausschließlich nach dem Prinzip „Folgeförderung“ (s. Worpswede/ Gerd Grabenhorst): „Wir haben uns gefunden, an den Händen gefasst und lassen nie wieder los“; nur selten werden da Sonderfälle exkommuniziert – die Salonpersonnage verhält sich weitgehend „apolitisch“.

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Nun ja – und inzwischen hat dieses OKF-System der Verfügbarkeit eines Kunstbegriffes, einer nichtswertigen „Freiheit der Kunst“, angeblich Grundgesetz bezogen, dem Genderstreben gemäß, in zunehmenden Maße der „Pressure Politics“ des Frauen-Bolschewismus‘ nachgegeben. Postenhuberienen und Preisträgerienen drängen zu, wo man hinschaut. Vinzenz Müller, ehedem Hitlers Stellvertreter, und nach 1948 DDR-General und Verteidigungsminister der SED – was sollen wir also mit Globke oder Albert Speers Legionen der Hitler-Architekten, von Rudolf Hillebrecht bis … ohne Zweifel hatten nach 1945 Adenauer, Carlo Schmid und Theodor Heuss nicht im Sinn den Reichskunstwart und die Reichskulturkammer fortzusetzen. Doch „Verbändestaat“ auf Künstler auszubauen, ohne darauf zu schauen, ob in Verbänden kollektivierte Gruppen wirklich geistige und materielle Ressourcen haben, in den politischen Prozess, und gegeneinander, Interessen reinzudrücken („Pressure Politics“)? das hatte man nicht groß gefragt. Als dann die 68er Generation, Willy Brandt, Werner Maihofer und Gerhard Rudolf Baum die OKF anleierten, – wussten sie, was sie taten? Sie machten korrupte Künstlervorstände zu den Ansprechpartnern der Staatssekretäre in Ministerien. Wer gewöhnlich von Verbände-Lobbyisten bedrängt wird – ob von Arbeitgebern, Mittelstand, Kirchen oder IG-Metall – hört nunmehr VERBÄNDE-Funktionäre, die angeblich Künstler-Interessen vertreten. Und siehe da, diese Amateur-Stellvertreter ließen sich preisgünstig OKF-dirigistisch kaufen. Bald gab es sieben, acht neue Verbände, die in zauberhafter Definitionskosmetik als Künstler-Lobby zugelassen wurden. Kunst und Kultur-Verbände, die überwiegend aus Nichtkünstlern und unechten Künstlern bestehen. Man lese nur, was Georg Meistermann über die 40 000 Putzfrauen und Beleuchter, Theater-Assistenten und Sonntagsmaler, sagt, hobbymalende „Ärzte“ und „Rechtsanwälte“, alle Künstlerverbandsmitgieder durch Vereinsbeitritt zur Macht gelangt, die den Funktionären die praktische Auslegung der OKF überließen. Heute herrscht Salonpersonnage – aber was heißt herrschen – wenn heute Kunst als Kulturbetrieb verstanden werden soll? – Kultur ist schließlich, wie und was wir miteinander leben. Man versteht den individuellen Umgang mit dem persönlichen, privaten Erwerbsalltag, den Ferienhöhepunkten und Anschluss an die geliebten Hobbies und Freizeitinteressen. Schon Leidenschaften als Ventilsitte fehlen meist die sozio-kulturelle Akzeptanz von Weltläufigkeit, Philanthropie, von Körperpflege, Modekleidung und Hygiene, von Anpassungsfreude und Exzentrik.

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Und dann noch Kunst? Und dann Kunstbetrieb im alltäglichen Massenmedienangebot? Wer kauft eine Zeitschrift für Kunst? Wer hört Kulturbetriebssendungen im Radioprogramm? Wer nutzt Podcast oder besucht Ausstellungen? Wer reist nach Basel zur Weltkunst-Messe? Was macht man mit seinen Kunst-Bildbänden der Malerei-Weltgeschichte, wenn der Kunstverein mit virtueller Digitalkunst kommt? Mit wem kann man darüber sprechen, wenn das Museum den Digital-Ausstellungsrundgang mit Virtual-Internetz-Formaten einen sozio-künstlerischen Real-Life-Ausstellungsbesuch ganz eigentlich überflüssig macht? Man liest im FAZ-Feuilleton:

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Die aktuelle Kunst-Avantgarde /Wer wäre das? – macht wegen des weltweiten CORONA-STOPPS nun endlich die Nutzung des Digitalen als neue Medien? ZEIT, WELT und Süddeutsche Zeitung echoen dazu. Die leere Kunstzeitschrift MONOPOL behauptet aktuell, dass CORONA die Künstler akzelleriert, sich digital zu formulieren. Denn – jetzt sähe man auch den Vorteil: Der CORONA-Kostendruck zwänge die Salonpersonnage um die Staatsgelder zu kannibalisieren; so spart Digitalkunst aus Südkorea die Transportkosten und Versicherungen.

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Bezeugung beim ZDF-Köln mit Dietmar Moews, Axel Milberg, Marie Bäumer

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Inhalt

Umschlag: Plakatausschnitt „Reliquiar“, 1974, Ausstellung Dietmar Möws in Hannover                                  1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER                                                                                                                                                                        4

ROSA ALBERT: „m.“ und als Zeichnung „Maria“ in Hannover 22

GEORG MEISTERMANN: STAAT UND KUNST                                                                                                                  23

WALTHER SCHMIEDING: >Kunst und Staat – WIR LÜGEN UNS WAS IN DIE TASCHE< 42

DIETMAR MOEWS: Die KUNSTPAUSE in der Moderne 42

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Georg Meistermann 47

HANS BOECKH: Mein Vater 48

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzungen XXIII     50

DIETMAR MOEWS: Zum Tod von Horst Meyer 1941 – 2020 54

PETER HANDKE: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 60

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: Königsweg ohne Aufregung 61

Auflösung Qualitätsrätsel 74: HENRICH JUNG-STILLING >Lebensgeschichte<

QUALITÄTSRÄTSEL 75: Wer hats geschrieben?                                                                                                                63

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Impressum

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln

E-Mail dietmarmoews@gmx.de Verlagsanschrift und Abonnement auf Lebenszeit bei:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, D-50678 Köln ISSN 1432-5268

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Dietmar Moews‘

LEXIKON DES KUNSTWESENS

Georg Meistermann

Georg Meistermann, M. Deutscher Maler, Zeichner und Glasgestalter (geb. 16. Juni 1911 in Solingen, gest. 12. Juni 1990 in Köln, schuf über eintausend Glasfenster an rund 250 Orten in Europa, überwiegend für evangelisch-lutherische und katholische Auftraggeber und Kirchen. M. studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Werner Heuser, Heinrich Nauen und Ewald Mataré. 1947 heiratete er die Psychoanalytikerin Edeltrud Meistermann-Seeger (1906-1999). Im Jahr 1955 nahm M. an der documenta 1, teil. M. lehrte als Professor an der Frankfurter Städelschule, an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunstakademie Düsseldorf. M. war 1953 Mit-Wiedergründer des von den Nazis verbotenen Deutschen Künstlerbunds, wurde Vorsitzender (1968-1972) und setzte sich für die Entwicklung der Selbstbestimmung in der Künstlerpolitik gegen Verbändebevormundung sowie gegenüber Altnazis in der Bundesrepublik ein. Es entstand die Künstler-Sozialversicherung (KSV), die alle möglichen Nichtkünstlerberufler aufnahm. M. hatte sehr früh die Klientelisierung der echten Berufskünstler durch Nichtkünstlerverbände gegenüber den Parlamenten verstanden, die durch das neugeschaffene Dachverbändesystem, mit dem Deutschen Kunstrat im Deutschen Kulturrat, offiziös als Berufsverbände und Pseudolobby im Feld von Kunst und Kultur agieren. Die „Freiheit der Kunst“ § 5.3 GG wurde dirigistisch umgewidmet. Den Austausch der Künstler durch unechte Künstler und die Umbenennung der Kunst und Kunstförderung in Kulturförderung, Kulturbetrieb und eine sozialdemokratische „Salonpersonnage“ in allen OKF-Schlüsselrollen der Künstler-Berufspolitik, quittierte M. schließlich mit Rückzug: „über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen…“. M.s Werk, weitgegend figürlich abstrakte Kompositionen, werden im Georg-Meistermann-Museum in Wittlich gezeigt. Auf Wunsch von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt porträtierte M. ihn 1977 für die Galerie der Bundeskanzler im Bundeskanzleramt. Das Porträt wurde von Bundeskanzler Kohl abgelehnt und durch ein naturnäheres Portrait im Staatsauftrag, des Malerkollegen aus Düsseldorf, Oswald Petersen, ersetzt.

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KUNST UND STAAT

Georg Meistermann

Georg Meistermann (1911-1990), anerkannter Deutscher Künstler (Rede im Jahr 1980 vor den deutschen Kunstoberen in Berlin), erklärt vor der deutschen Führung, Staatskunst höfisch, republikanisch-modern, nazitotal und jetzt totorganisiert – wie?

Staat und Kunst (etwas gekürzt):

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Herr Ministerpräsident (das war CSU-Franz Josef Strauß)

Sie werden mir nachsehen, wenn ich bekenne, dass nach der ersten Euphorie über ihre Einladung, vor einem Kreis zu sprechen, der sich aus Personen zusammensetzt, deren ganz viele zum Thema „Staat und Kunst“ ebenso viel zu sagen wüssten wie ich, den sie ehrenvoller Weise einem solchen Thema gegenüberstellen, das ich mir auch noch selber ausgesucht habe – wenn ich also bekenne, dass mich nach der Empfindung schmeichelhafter Ehrung nicht viel später einfach ziemliche Verzweiflung überkam.

Denn über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen – nach einem Boom an Wettbewerbungen oder vielversprechenden Hoffnungserwartungen, die sich doch als so eine Art abgeleisteter Verpflichtungen herausstellten, bei denen es sich ja leider nur um wirtschaftliche Belange handelt, dem Zeit-Trend sehr entsprechend.

Aus diesem Grunde habe ich das Thema auch etwas variiert, so dass das Motto sich zu einem Satz fügt, den ich vor Ihnen, meine Damen und Herren, so formulieren möchte:

„Betrachtungen und Fragen eines Staatsbürgers, welcher Maler ist, zu diesen Sachen: Staat und Kunst in 30 Jahren BRD.“ Vielerlei Staat und noch mehrerlei Kunst haben wir, je nach Alter, erduldet, ertragen oder auch getragen; und dies wiederum ein jeder auf seine Weise von Leidenschaft bis gar nicht.

Die Frage, was der Staat denn ist, ist nicht mit Argumenten der Ökonomie zu klären, sie gehören lediglich zu seiner Art des Verwaltens, wie auch die so vordergründige Erscheinung der juristischen Bezüge.

Auch die Lexika tragen nicht zur Klärung bei. Wenn man den Definitionen zur Zeit ihrer Ersterscheinung mit den jeweiligen Neuauflagen vergleicht, etwa um 1850, 1935 und um 1960, so muss man hilflos bleiben, was dieses Staatswesen nun ganz eigentlich ist und nicht nur sein kann. 1911 geboren, habe ich schon eigentlich etwas zu viele Staatswesen kennen lernen müssen, Monarchie in Preußen und Reich; Weimar, Drittes Reich, und den Staaten, in denen wir nun leben: Bundesrepublik, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, in denen ich nach 1950 tätig war oder bin. Sie kennen alle die Probleme, die vor unseren Augen abgehandelt werden – Koalitionen ganz verschiedener Artung, Bundesrat, Bundestag – die im Grundgesetz verschriebene Neuordnung der Länder, aus deren elf sechs werden zu lassen, Versuche, föderative Eigenarten wieder mehr zu betonen, wie z. B. Baden-Württemberg noch vor 10 Jahren das Gefüge zweier Stämme – Badenser und Schwaben zu eigenen Staatsgebilden zu trennen – oder hierzulande leise, aber doch immer wieder mal vernehmbar die Frage, ob die Pfalz nicht eigentlich gut bayerisch zu sein hätte.

Die Autorität der Staatswesen, vom Bürger ganz unsicher mit der Frage gestellt, ob er selber nun Teilhaber, mitverantwortlich also, überhaupt noch sein kann – wieviel Autorität hat der Staat denn eigentlich? Ist das Ganze des Staates (verpflichtete Teilhabe am Wehrdienst oder Verweigerung) ins Belieben des Einzelnen gestellt?

Wie stellt er sich dar, wenn seine Repräsentanten kaum etwas als unter Polizeischutz gesehen werden – oder andersherum: Stehen wir alle, wenn es denn stimmt, dass wir alle Repräsentanten des Staates sind, unter Polizeischutz und Gesetzen, deren so viele zu viel Staat um uns stellen, dass von Unbehagen oder gar Staatsverdruss gesprochen wird? Bürgerinitiativen ja oder nein, sind sie nicht auch Äußerungen von Verdrossenheit, müssten ihre Tätigkeiten nicht vielmehr Grundhaltungen der Parlamentarier sein? Und dass es nicht so ist, zeigten Äußerungen derer, die nicht mehr in den Parlamenten sein wollen.

Ich bin sehr damit einverstanden, alles dies sei Staat unterwegs, Merkmale lebendiger Demokratie. Man muss dies nicht als wesensfremd zum demokratischen Staatswesen sehen. Aber dann bleibt doch die Frage, wie ernst muss man das Wort von einer Krise der parlamentarischen Demokratie nehmen?

Eine Frage, die mich beunruhigt, ist aber diese: Wir wissen, dass Marx die Sozialisierung der Produktionsmittel wollte. Hitler erfand dagegen die Vergesellschaftung des Menschen.

Und nun: Sind wir nicht meilenweit auf dem Hitlerschen Wege weitergegangen, ohne dessen bewusst zu sein?

Nun können Sie, meine Damen und Herren, fragen, warum sich ein Maler Gedanken macht dieser Art, Fragen stellt nach dem Wesen des Staates.

Sie werden es verstehen können aus dem Verhältnis, dass die in der Zeit seit meiner Geburt erfahrenen Staatsverständnisse einen erheblichen Einfluss auszuüben versuchten und ausgeübt haben auf die jeweils zeitgenössische Kunst. Wilhelm, der Kaiser, nahm, sehr persönlich in seiner Majestät verletzt, Stellung, wenn er etwa äußerte: die ganze Richtung passt mir nicht. Damit meinte er von Liebermann, Slevogt, Munch an alles, was außerhalb seiner Hofmaler tätig war. In der Weimarer Epoche änderte sich das Verhältnis in der Weise, dass alle in Opposition gewesenen öffentlichen und privaten Dinge eine grundsätzliche Toleranz gegenseitig übten. Und da die politischen Instanzen sich bewusst waren, dass sie in den überaus vielfältigen Erscheinungsweisen von neuer Musik, Literatur und Kunst keinen Sachverstand besaßen (nicht zuletzt deshalb, weil die res publica alle ihre Kräfte gebrauchte und verzehrte im Kampf gegen eine ungeheure Macht und gegen die Intrigen einer allzu großzügig tolerierten Reaktion), wurde ein Reichskunstwart bestellt, dem es gelang, die Beziehungen zwischen dem neuen Staat als einem Wesen bisher bei uns nie gekannter Freiheit und den sich entfaltenden Kräften in den Künstlern zu fördern, und die Einsicht in die gemeinsamen freiheitlichen Grundlagen und menschlichen Herkünfte zu vermitteln. In die Kunstakademien wurden die besten Künstler geholt, das Bauhaus wurde gegründet, die Museen brachten ihren Anteil auf, private Sammler errichteten Stiftungen ihrer Schätze.

Theater und Musik hatten Erfolge mit neuen, teils schockierenden Stücken,- man kann sich heute nicht mehr vorstellen, wie sehr zurecht diese Zeit geistigen Aufschwungs die goldenen 20er genannt wird mit den Gründungen von Volkshochschulen, öffentlichen Büchereien, die zum Teil in erbitterten lokalparlamentarischen Auseinandersetzungen im wahrsten Sinne erkämpft werden mussten. Ich sehe noch heute die Überschrift einer Zeitung vor Augen: >Wenn wir die Gründung solcher Institute zulassen, haben wir bald keine Privilegien mehr gegenüber den Proleten.<

Die reaktionären Elemente im Staat, z. B. Gerichtswesen, in der Verwaltung, in der Großindustrie und die im neuen Heer verwendeten insgeheim nationalistischen Offiziere bohrten indes sehr bald im Verein mit einer neuen, erschreckend terroristischen Organisation an der Untergrabung von Staat und Kultur. So muss bereits 1927 das Bauhaus Weimar geschlossen werden, seine Lehrer Gropius, Marcks , Klee, Kandinsky, Schlemmer gründeten es in Dessau neu – bis es endgültig bereits 1932 verschwand. Aufträge in die Hände der Künstler, die sich diesem Staate mit Begeisterung zu einer hohen kulturellen Repräsentation in Dienst gestellt hatten, wurden selten, auch wegen der wirtschaftlichen Misere jener späten 20er Jahre, aber vor allem wegen der penetranten Hetze rechtsradikaler Medien. Der von Schmidt-R. entworfene neue Reichsadler in den Farben Schwarz-Rot-Gold hieß bald >Pleitegeier<. Die Filmanstalten spielten nationalistische Themen – und als dann 1933 ein Konglomerat reaktionärer Parteien Reichstag und Länderparlamente hinwegfegte, die Gewerkschaften und alle öffentlich-rechtlichen Verbände auflöste oder >gleichschaltete<, wie die Parole hieß, war eine verängstigte Nation und verruchterweise ein großer Teil der Intellektuellen und Künstler zu Widerstand im Namen der Würde des Menschen nicht mehr fähig. Die Ausrottung der größeren menschlichen Aspekte begann unter der Marke der Entartetheit und wurde radikal zu Ende gebracht.

Wer will darüber rechten, dass Goebbels‘ Aufruf zur Erneuerung im ersten Jahr der Unterschriften trug von Barlach, Nolde, Benn, Niemöller und vielen anderen? beinahe niemand hatte Hitlers programmatische Infamie gelesen, in der er alle Verbrechen des folgenden Jahrzehnts angekündigt hatte. Hitlers >Mein Kampf< war bereits in der Mitte der zwanziger Jahre erschienen. Thomas Mann hatte 1930 öffentlich gewarnt vor dem, was da heraufzog. Ossietzky schrieb sich die Finger wund – aber sie wurden nicht mehr getragen von einem Staat, von einem Volk. Wahrscheinlich hat es nie Bürgerkriege aus kultureller Not gegeben – die Kapitulation der Deutschen vor dem Verbrecher Hitler war perfekt, zumal ein vorausschauender Teil das Land verließ.

Ich brauche das nicht weiter darzustellen. 1945 war nur ganz wenigen klar, dass mit dem Ende des Krieges nicht alles ausgeräumt war, was einem Aufbau neuer, innerlicher Staatlichkeit auch weiterhin entgegenstand.

Mit enormem Schwung brach erneut und erneuernd hervor, was in der Tiefe erhalten war oder trotz schlimmster Bedrohung unter Druck und Belastungen getan worden war, um an ein wahrhaftigeres Bild des Deutschen anzuknüpfen, wie es ein Volk von Dichtern und Denkern gestiftet hatte. Aber sehr kurze Zeit später begann der dringende materielle Aufbau des zerstörten Landes. Es blieb unbekannt, dass in den ersten Rechenschaftsberichten des neuen Staates die geistigen, erneuernden Ströme noch immer von allzu konservativen Berichterstattern mit offensichtlichem Unwillen dargestellt wurden.

Im Deutschlandjahrbuch 1953 heißt es z. B. über Gilles: >Wenn Gegner der modernen Kunst hier Anklänge an die Bildnerei der Geisteskranken zu sehen glauben, dürften sie, wenn auch in anderem Sinne, nicht unrecht haben. Die Krankheit der Zeit, ihre Ungeordnetheit und ihr Mangel an innerem Halt finden in diesen Gebilden ihren Niederschlag.< Es dürfte auch jene Männer der ersten Stunde und ihre Nachfolger interessieren, wie diese Zeit der ersten Konsolidierung hier kommentiert wird. Sehr beachtlich auch das, was über einen Maler Hermann Kaspar berichtet wird, >der aus der Tradition heraus eine Arbeit schafft, die in den Formen doch ein Werk unseres Jahrhunderts ist<.

Es ist infam, dass also noch 1953 verschwiegen wird, dass dieser Kaspar Hitlers Reichskanzlei mit Mosaiken übersät hat, seinen Schreibtisch und die Embleme darauf entwarf und den Fackelzug zur Einweihung des Hauses der Deutschen Kunst organisierte und entwarf. Dieser Kaspar wurde 1945 nicht etwa aus der Kunstakademie München entlassen, als man den von ihm vertriebenen Maler Carl Caspar wieder in seinen Lehrstuhl einsetzen wollte.

Es gelang einer Kulturmeute, die von seinen Hitleraufträgen profitiert hatte, jenen als diesen den Alliierten zu unterschieben. Er war noch stellvertretender Präsident der Münchner Kunstakademie, als ich eine Berufung dorthin erhielt, und immer noch, als ich nach drei Jahren eben aus diesen Gründen (ich hatte mit guter Nase nur einen Lehrauftrag angenommen) eine Berufung ablehnte. Das war 1967. Ich hatte eben keine Lust, Alibi zu spielen.

Die Tendenz kann man so zusammenfassen: Gut, dass der Krieg vorbei ist und der Druck natürlich auch – aber in der Kunst hatte Hitler vielleicht doch recht.

Theodor Heuss rief eine Notgemeinschaft der Kunst 1949 ins Leben. Aber die Liste der einzuladenden Künstler umfasste ausschließlich Namen der im Hitlerdeutschland prominenten Maler und Bildhauer. Das war 1949. Es gelang mir, dass diese Liste gestrichen wurde, indem ich eine Alternativliste aufsetzte mit den Namen derer die verfemt gewesen, entartet genannt worden waren, die man mit Polizeigewalt an künstlerischer Arbeit gehindert hatte, denen man Farbe und Leinwand verboten hatte, deren Werke zu Tausenden aus den deutschen Museen entfernt wurden oder verbrannt oder ins Ausland verkauft wurden, um Devisen zu machen für den geplanten Krieg. Unter diesen Werken befindet sich übrigens das grandiose Bild des Reichspräsidenten Ebert von Corinth, das die schweizerischen Gewerkschaften gerettet haben durch Ankauf bei der nichtswürdigen Versteigerung deutscher Kunst 1937 in Luzern, und es hängt immer noch im Museum zu Basel. Es gelang mir, es zum 100. Geburtstag von Ebert für eine Weile in die Residenz des Bundespräsidenten zu bringen – der Wiedererwerb scheiterte an ziemlich frivolen Forderungen der Schweiz und zuletzt am Überdruss Heinemanns, der die Sache am Ende leid war. Leider!

Der geistige Zustand der Verrottung also war keineswegs 1945 zu Ende. Die neue Liste der zu wählenden Mitglieder der Notgemeinschaft Deutscher Kunst umfasste nun endlich alle die Namen derer, die Hitler verfolgt hatte, und die noch Lebenden wurden die neuen Träger einer Tradition, die 1933 so entsetzensvoll geendet hatte,

So war es auch nicht überraschend, dass auch nach 1945 in den Schulen weiter Lehrer unterrichteten, die entweder aus Unkenntnis einer besseren Kultur oder aus Überzeugung oder Mitläuferei nicht gewillt waren, umzudenken.

In den Behörden der provisorischen Verwaltung von 1945-1949, also zur Etablierung der neuen staatlichen Gewalten, blieben viele vor allem in den Kulturabteilungen tätig, deren Unentschlossenheit oder unterschwellige Beharrung auf nationalistischen Anschauungen dem auch hier auf Überwindung und Neubeginn trachtenden Auge nicht verborgen bleiben konnten. Die Schwierigkeit bestand darin, den rein politisch und juristisch denkenden Männern der neuen Staatlichkeiten nachdrücklich vor Augen zu bringen, was da an Gefahren für die Zukunft lauerte. Leider ist ein besonders trauriges Kapitel die Besetzung mancher Deutscher Kulturvertretungen im Ausland. Und das ist bis heute nicht überall in Ordnung,

Dies alles war der Grund, der mich bewog, dem Bundespräsidenten die Gründung einer Sammlung zeitgenössischer Kunst vorzuschlagen. Es sollten alljährlich aus Etatmitteln der Länder Ausstellungen eben von Werken einerseits der diffamierten und andererseits jüngerer Künstler veranstaltet werden, die auf Vorschläge von Kritikern und Museumsmännern im Verfahren der Jurierung jährlich neu zusammengestellt würden. Der Vorschlag ging auf DM 1000,- für jedes Land – damals eine völlig ausreichende Summe bei elf Ländern. Die Ausstellung sollte monatlich in einer Landeshauptstadt der Öffentlichkeit vorgeführt werden mit aufklärenden Texten kenntnisreicher Interpreten.

Die Reaktion von Heuss war volle Zustimmung, nur fügte er hinzu: >Das kriegen Sie mit den Ländern nie hin; Sie wissen doch, dass die behördlichen Kunstbanausen überall noch aus dem schlechten Stall kommen.<

Er schlug also vor, dieses Unternehmen mit dem Deutschen Städtetag zu planen. Aber der mir unvergessliche Dr. Bennecke, damals Sekretär des Städtetages, war ebenso pessimistisch wie Heuss: Er verwies darauf, dass in dieser Stadt ein ehemaliger Staatssekretär von Goebbels Oberbürgermeister war, in einer anderen, sehr bedeutenden Industriestadt soeben aus dem Gewahrsam der Alliierten zwei entlassene aktive Nazi Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor geworden waren.

Also schlug Bennecke vor, es mit der Industrie zu versuchen: Kurz, es entstand der Kulturkreis der Deutschen Industrie. Erst 1970 gelang es mit Bundeskanzler Brandt, eine Bundessammlung deutscher Kunst seit 1949 bis zur Gegenwart zu gründen. Sie besteht und wird 1981 der Öffentlichkeit vorgeführt werden.

Mit solchen Mentalitäten ist es wahrscheinlich zu erklären, dass offiziell z. B. bei den Internationes der Maler Emil Nolde als der Typ des von Hitler verfolgten deutschen Malers insbesondere gegenüber dem Ausland präsentiert wurde. Nolde hatte nämlich schon vor 1933 Memoiren geschrieben, in denen er deutsch-völkische Kunst, das was man später „Blut-und-Boden-Kunst“ nannte, propagierte, gegen Cézanne und die ganze französische Kunst polemisierte, d. h. auf Hitlers Kulturdimension setzte. Folgerichtig war er 1928 in die NSDAP eingetreten. Dass er später mit den „Entarteten“ in einen Topf geworfen wurde, geschah, um eine Diskussion zu verhindern, die wahrscheinlich viel Staub aufgewirbelt hätte, der den Nazis nicht gelegen sein konnte. Der deutsche Statthalter in Wien hatte nämlich 1941 die Idee, Nolde zu rehabilitieren mit einer großen Ausstellung dieses „echt“ völkischen Künstlers und nationalsozialistischen Vorkämpfers deutscher Kultur. Diese Ausstellung verhinderte Goebbels ausdrücklich mit dem Argument, dass man erst den Krieg gewinnen müsse, bevor man in Details käme.

Nach dem Kriege gingen die Bemühungen, kulturell auf dem Wege der Nazis weiterzufahren, also durchaus weiter. Ich möchte Ihnen, meine Damen und Herren, die gravierenden Beispiele ersparen, die nichts desto weniger viele Enttäuschungen begründet haben und meiner Vorstellung von Kultur in einer Demokratie kaum entsprechen. 1952 ging ich mit Thornton Wilder und Henry Moore durch die Biennale in Venedig. Anlass war ein Unesco-Kongress über internationale kulturelle Beziehungen.

Beide – Wilder und Moore – äußersten angesichts des deutschen Kulturtempels, dass dies architektonisch wohl keine gemäße Repräsentation der Deutschen Bundesrepublik sei. Ich stellte einen Bericht zusammen über den Ablauf und die Ziele des Kongresses. Vor allem bemängelte ich, dass das Auswärtige Amt nur zwei Vertreter geschickt hatte zu einem ersten internationalen Versuch, die Nationen zu kulturellen Übereinkünften zu bewegen. (Übrigens war der andere Repräsentant der zweiköpfigen deutschen Delegation ausgerechnet der Herr, der der Notgemeinschaft Deutscher Kunst als Mitglieder eben die treuen Maler Hitlers vorgeschlagen hatte.) Ich wies vor allem darauf hin, dass zwei Vertreter bei einem Kongress, dessen einzelne Symposien sechs und mehr verschieden inhaltliche Themen gleichzeitig abhandelten, zu wenig seien, Frankreich nahm an jeder Einzelsitzung z. B. mit zwei Vertretern teil – die Sowjetunion mit insgesamt 27. Im A. A. wurde einfach festgestellt, dass dafür kein Geld zur Verfügung sei. Und das blieb so – bis ich etwa um 1972 aus Anlass eines Unesco-Treffens in Jugoslawien an den Außenminister Scheel schrieb mit dem Hinweis, dass die Tagesordnung mindestens zwölf Delegierte verlange. Bei einem anschließenden Gespräch zeigte mir Scheel den Brief mit seinen Vermerken, in dem er sich mit meiner Stellungnahme identifizierte. Bei einer etwas späteren Besprechung mit der zuständigen Bürokratie wurde aber wiederum nur von einer zweiköpfigen Delegation gesprochen, was mich zu einem Wutausbruch trieb, in dem ich meinen Brief an den Minister und seine Anordnung zitierte. Es wurden dann endlich zwölf Delegierte bestimmt aus dem Deutschen Künstlerbund, dem Bundesverband bildender Künstler und der Gedok. Ich war zu dieser Zeit Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes. Es kam zu einer Kontroverse zwischen mir und dem erwähnten Bundesverband, dessen Vorsitzender Buchholtz meine Legitimation zu einem Brief an Scheel bestritt, da er, Buchholtz, 14 000 Mitgliedern vorstehe und ich nur etwa 300. Dieser Kontroverse machte ich ein Ende, indem ich mit Hinweis auf meine Erfahrungen und Befürchtungen das Recht in Anspruch nehme, Ungereimtheiten zu monieren, die Sitzung verließ. Meine Nachfolger im Präsidium des Künstlerbundes, Hajek und Grochowiak, haben in heftigen und sachlichen Gesprächen eine Lösung aller sich auch später ergebenden Differenzen und sehr begrüßenswerte Kompromisse erzielt.

Den Bericht ans Auswärtige Amt ergänzte ich übrigens mit einer Eingabe an den Kulturausschuss des Deutschen Bundestages, um zu bewirken, dass in Venedig ein architektonischer Neubau der Würde der Bundesrepublik gut anstehen würde. Bei der Abstimmung, die meiner Anhörung folgte, wurde mein Ersuchen abgelehnt, und als ich den Raum verließ, kam eine aufgeregte Abgeordnete hinter mir her und sagte sehr beachtliche Worte: „Wir haben angenommen, dass Sie der Partei nahestehen, die für Sie gestimmt hat. Wir hätten natürlich dafür gestimmt, wenn wir gewusst hätten, dass Sie tatsächlich auf unserer Seite stehen!“ Ich möchte die Sprecherin der Partei nicht nennen – denn inzwischen wissen wir, dass diese Methode anderen Parteien nicht unbekannt sind.

Das bisher brisanteste Thema wurde auf einer Tagung des Arbeitsministeriums deutlich, nachdem eine Künstlerenquete erhoben worden war, die den sozialen Status der Künstler zum Gegenstand hatte. Hier wurden nun plötzlich alle diejenigen zu Künstlern ernannt, die an Ausführung und Darstellung der Künste beteiligt waren, nicht also nur Opernsänger und Schauspieler, sondern Beleuchter, Maskenbildner, und eben alle die an den Instituten tätig waren.

Bildende Künstler gelten seitdem als Personen in einem „arbeitnehmerähnlichen“ Verhältnis. Der Wirtschaftsverband Bildender Künstler trat unter neuem Anspruch auf: „Bundesberufsverband bildender Künstler“. Er gab seine niemals belegte Mitgliederzahl mit etwa 14000 an, eine Zahl, die sich später auf etwa 8000 modifizierte; und als die Ambitionen dieses Verbandes auf Gewerkschaftsanschluss bei einer großen Anzahl der Mitglieder, bei gewissen Ortsgruppen und Landesverbänden auf erbitterten Widerstand stießen und zum Austritt aus dem Bundesverband führten, blieben noch etwa 5000 Mitglieder übrig, in deren angeblichem Auftrag nun Sozialgesetze für Künstler ausgearbeitet und vor den Bundestag gebracht wurden – bis heute unter heftigen Kontroversen.

Man muss deutlich machen, dass in diesem sogenannten Berufsverband jeder Mitglied werden kann, der Neigung hat, auch aus Hobby Bilder zu machen. Die Mitgliedschaft umfasst also Ärzte, Juristen, Sonntagsmaler jeder Art und – so wurde bekannt – alle jene, deren wirtschaftliche Grundlagen nicht ausgereicht hatten, um „freier“ Künstler zu werden. Als ob jene, die es wirklich waren und sind, jemals von vornherein mit irdischen Gütern gesegnet gewesen wären, die ihnen gestatteten, einen „elitären“ Beruf zu ergreifen. Einschließlich all dieser Kunstproduzenten, zusammen mit Kunsterziehern, Professoren, die bereits durch bürgerliche Ämter versichert sind, bleiben also 5000 bildende Künstler in der Bundesrepublik – gemessen an der Bevölkerungszahl seien es rund 80000 Künstler zu wenig, äußerte ihr Geschäftsführer vor einiger Zeit.

An den Landesverband Rheinland-Pfalz, einem aus dem Gesamtverband ausgetretenen, möchte ich den Appell richten, bemüht zu sein, einen Dachverband bildender Künstler in der Bundesrepublik zu gründen, dem auch einzelne Künstler, deren der radikale Linkstrend verdächtig ist, beitreten können. Dieser freie Verband würde sehr bald die fünftausend Mitglieder haben, die sich ihrerseits in einem Monatsblatt mit den gleichen Zuschüssen auch aus Bundesmitteln artikulieren könnten. Ich rege dies deshalb an, weil es nun wohl an der Zeit ist, die Beziehungen zu Staat und öffentlichen Händen und zur gesamten kulturell interessierten Gesellschaft nicht einseitigen Zielen zu überlassen, deren Tendenzen auf dem Kongress bildender Künstler in Frankfurt vor etwa zehn Jahren als Kampfansage an Museen und freie Künstler deutlich genug verbalisiert und fixiert worden sind, und wie es am Fall der Hamburger Kunsthalle praktiziert wird: Ankäufe und Ausstellungen werden vom gesamten Personal, von der Putzfrau über Museumswärter bis zum Verwaltungspersonal bestimmt.

Meine Damen und Herren, ich möchte von diesem nun zum anderen Teil des Themas kommen: Kunst. Sie mögen es vermessen finden, dass ich darauf bestehe, dass sie aus den Visionen einzelner entsteht. 80000 Künstler nannte ich als das Ideal gewisser Manager für die Bundesrepublik. Ob sie die gewaltigen Phänomene der einzelnen ersetzen können? Schlemmer, Baumeister, Marcks, Lehmann, Schwippert, Rohlfs, Kokoschla, Hofer,Antes, Nay, Winter, Graubner, Hajek, Hauser, Orff, Hindemith, Henze, Benn, George, die beiden Mann, Grass, Döblin, Walser, auch Böll, Kafka, Enzensberger, Bachmann, Handke?

Welches Menschenbild ist denn sonst zu sehen? Was tut der Mensch, der eben nicht begrenzt ist durch sein Millieu, dessen Wesen eben nicht aus seinem Millieu definiert werden kann – und allen Versuchen materieller und philosophischer Beschränkung ihn auf dieses Millieu-Niveau zu bringen, immer wieder widersteht? Was tut denn der Mensch anderes, als die grandiosen Utopien zu entwerfen, ob deren Intelligenz, also Einsicht, und Phantasie ihn aufrufen und befähigen?

Ich kann mich auf Ergebnisse der Wissenschaft berufen, die das „zentrale Ich“ des Menschen als die absolute Dominante des menschlichen Wesens sehen, und nachweisen können, dass bei der Zeugung keineswegs der Samen des Mannes zufällig, sondern vom Schoße der Mutter aus Abermillionen erwählt wird. Seit dem Moment der Befruchtung muss also von Individualität als dem zentralen Ich gesprochen werden, in dem seine absolute Eigenheit entsteht wie auch die Energie, diese Eigenheit voll zu entfalten.

Wie anders wäre denn auch Kultur zu verstehen, als die Verwirklichung von Utopien dieses zentralen Ich, Utopien, die von der ganzen Menschheit getragen werden können. Zum Beispiel die Sprache. Welch ein Weg des Menschen von der Betrachtung der Natur, zum Beispiel von Eichen, Buchen, Tannen – also von Dingworten bis zur abstrakten Vorstellung des gesamten als Baum. Das Vermögen zu abstrakter, d. h. allgemein umfassender Imago, welches das einzelne umschließt, ist eine der grandiosesten Fähigkeiten des menschlichen Geschlechts. Das Namen-Geben, das Bezeichnen mit Worten – welche Vorstellung von Würde ist mit solcher Gabe verbunden.

Da der Mensch aber aus der Schöpfung nicht austreten kann und über sie hinaus nichts zu denken vermag – mit dem Wort „Nichts“ kann keine Vorstellung verbunden werden, darum ist es so unheimlich -, ist er wohl gebunden an den Gegenstand der Wörter: ich glaube darum, dass er das Wort Gott, Engel nicht erfinden kann, wenn es sie nicht gibt.

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Bleiben wir konkreter: Die Erfindung der Glocke – welch ein Triumph des Materials, entstanden als Einfühlung in Material: welche Kupfer, Zinn, Blei befähigt, Bronze zu werden, aus der Zusammenschau des einzelnen in ein Ganzes.

Material also, das der Mensch formen und beständig machen kann durch Guss, um es zum Klingen zu bringen mit einem Klöppel aus jenen gewaltigen Tönen, die die Luft erschüttern im Klang des tönernen Erzes. Der Weg von der anschauenden Urteilskraft einer menschlichen Vision bis zum freischwingenden Geläut über unseren Häuptern, dem die Menschheit Türme errichtet hat – ist das wirklich nichts anderes als belästigender, ruhestörender Lärm und brauchbar nur für eine Minderheit? zwecklos erfunden zum Dienste: ja – von was?

Ist das nicht vielmehr unsere Wiedererkennung in einem Gebilde, das eins der Geheimnisse menschlicher Schöpfung bezeichnet? der Ausgang vom Rauschen der Wälder, vom Rausch des Meeres bis zur Artikulierung durch geformte Materie – das ist doch wohl eine Vorstellung von etwas, was uns im Hören einigen könnte im zwecklosen Tönen, etwa einer Orgel.

Und die Erfindung des Klanges durch ein Instrument – welche Visionen müssen da im Menschen bereitliegen, bis der urbildlich vorgestellte Körper eines Waldhornes für alle Menschen werden kann; der Instrumente alle, die wir im Orchester hören. Jedes von ihnen eine demütig machende Offenbarung eines Geschöpfes, das wir sind, nämlich und namentlich Mensch.

Die Erfindung der Noten, auf fünf Linien getragen, sensibilisiert durch Takte, durch Notenschlüssel, durch Tonarten in Dur und Moll.

Dieses waren und sollten wohl bleiben dürfen Leitbilder, die das Leben der Menschen durchbrechen, auch ehemals Fürsten, Könige und Kaiser: das ist nicht damit abgetan, dass man nur noch von Kultur redet im Zusammenhang mit Ausbeutung oder ächtenden Schlagworten wie bürgerliche Kultur.

In diesem Sommer gab es eine Ausstellung mit dem Gegenstand: das Menschenbild in der Kunst. Ich wurde gebeten um einen Vortrag über das Menschenbild heute. Ich hätte dann wohl darstellen müssen, welches Bild vom Menschen diejenigen haben, die eben heute das Geschick des Menschen bestimmen. Und um die trügerische Definition von Kulissen der Verwaltungen und Bürokratien und Parlamenten zu entschleiern, hätte ich fragen müssen, welches Menschenbild haben etwa Personen wie Helmut Schmidt, Wehner, Strauß, Vetter, Klunker, Brandt, Kiesinger, Filbinger, Intendanten, Reporter und Journalisten? Ich habe diesen Vortrag nicht übernommen. Aber dies war die letzte Frage, die ich Ihnen, meine Damen und Herren, vorstellen wollte, wie denn bitte, dass meine Äußerungen als Fragen an alle verstanden werden möchten: die Frage, was ist das Menschenbild heute.

Ich bitte Sie, zu bedenken, dass im Ablauf unseres Lebens mehr Verbrechen von Politikern, Ärzten, Architekten begangen wurden, als es Künstler je vermöchten.

Paul Claudel zitierte ein spanisches Sprichwort: >Die Ordnung ist die Freude der Vernunft, die Unordnung die Wonne der Phantasie<.

Da es nun in der bildenden Kunst ebenso wie in der Musik Unterhaltungs- und ernste Malerei gibt, wobei unseren Bürgern immer mehr Unterhaltungskunst immer lieber geworden ist, möchte ich noch bemerken, dass der Mensch tiefe, sehr ungeordnete Untergründe hat, aus deren Bewältigung das entsteht, was so schwer zu definieren ist: die Kultur. Wir haben das Austoben solcher Instinkte kennengelernt. Das Menschenbild von heute kann nicht mehr so gesehen werden wie vor 1933. Wenn wir also die Erfahrung einer erschreckenden Dimension des Menschen gemacht haben, dann müsste einer Kunst, die erschrecken macht, ein Stillschweigen eher entsprechen als der blöde Ruf nach sauberer Leinwand. Es hat ja auch die Tatsache, dass der Mensch sündhaft ist, seiner Würde nichts wegnehmen können.

Aber es lohnt wohl auch die Suche nach dem, was der Zeit fehlt, für Staatsleute und Künstler. Und wie der Staat Paragraphen braucht, um Chaos zu bannen, wie das Meer den Deich, so kommt auch Kunst aus Tiefen, die der Sublimierung bedürfen. Das könnte Toleranz ermöglichen zwischen denen, die ein Chaos und jenes labile Fundament des Anarchistischen von Bach, Beethoven, Mozart nicht zu überhören ist, und jenen, die die Gestalt menschlichen Zusammenlebens zu formen haben: eine größere Figur des Staates, die wir Demokratie nennen. Das wäre wohl eine neue Utopie: dass man von jedem einzelnen von uns sagen könnte, er hat die Welt, um wie vieles auch immer, reicher gemacht.“ (Nach Kunstreport 1’81 S. 2-7; Informationsblatt Deutscher Künstlerbund e. V. Berlin).

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Dietmar Moews meint: Anbetracht der Namens-Aufzählung seriöser Künstlerkollegen seiner Zeitgenossenschaft, sehe ich mich durchaus nicht im Nachteil gegenüber GEORG MEISTERMANN. Allerdings besteht heutzutage zu den relevanten MEISTERN, wie z. B. dem Maler DAVID HOCKNEY, nur wenig sozo-politische Kommunikation. Viele der heute auch äußerst erfolgreichen echten Künstler (die es ja durchaus gibt) treiben ihr Berufswesen außerhalb der OKF bzw. auf dem Rücken der SALONPERSONNAGE als prominente Aushängeschilder, dass die organisierte moderne KUNSTPAUSE ja keinesfalls eine Todesstille ist.

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FINE E COMPATTO

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Alte Scheune in Leer mit Corona-App

Mai 23, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10041

am Sonntag, 24. Mai 2020

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Tarnkappe – „Such‘ mich“

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Gestern kam es in einem ostfriesischen Restaurant „ALTE SCHEUNE“ unter „geregelten Coronaschutz-Vorschriften“ zu gestreute Infektionen der Gäste und auch der Gastwirtschaft. (Was vom Gastwirt unverzüglich abgestritten worden ist – doch jetzt sind die Zeugen in der Mehrheit der Wahrheit).

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Gäste und Wirt hatten also kurze Zeit danach CORONA-Grippe mit Blick auf Covid-19 in Leer.

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Dietmar Moews meint: Wer heute – nach Öffnung der Gastronomie – ein Lokal besuchen will, muss BUCHEN – und dabei seine persönlichen Daten angeben und ausweisen. Jeder unterschreibt damit seine freiwillige Geiselrolle, in eine Isolations-Quarantäne zu gehen, wenn irgend ein ihm völlig fremder Mensch, der ebenfalls in diesem Restaurant war, in der darauffolgenden Zeit „CORONA POSITIV“ auffällt.

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(Der Virusbefallene kann sich ganz woanders angesteckt haben – aber, wer in dem Restaurant war, muss dann mal 14 Tage in Quarantäne, nebst all den gefährlichen Ärzten-Kliniken, Testumständen – bis ein bestenfalls „normales Leben“ neuentsteht – wer sich CORONA holt, hat schlecht aufgepasst.

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Denn dafür hat man ja die DATEN ALLER vorher eingesammelt-

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Wenn eine Virus-Epedemie begonnen habe, kann es auch eine Pandemie werden oder als ENDEMIE verstanden werden.

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Die gesundheits- und ordnungspolitischen Informationen durch die zuständigen staatlichen Stellen beschrieben die Corona-Infektionen als tödliche Gefahr für alle weniger kräftigen und gesunden Menschen.

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Die Expansion an Lungen-Entzündungs-Intensivpatienten, besonders an künstlicher Sauerstoff-Intubationsanwendung erzeugte unglaublich brutale Bilder aus China, bald aus Italien, dann auch bei uns in Deutschland.

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Wer von den bis heute angeblich 150 000 geheilten deutschen Menschen unbeschreibliche Dauerschäden für das Restleben hat, wird nicht mitgeteilt. Dahinter steckt auch die zynische Taktik einer „Herdenimmunität“, die gesamte Gesellschaft schrittweise (durch Lockerungen dosiert) mit CORONA ZU INFIZIEREN.

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Und jetzt kommt, was ich weiter oben in LICHTGESCHWINDIGKEIT ja empirisch-soziologisch dargelegt hatte. Man hat alle namentlich erfassten Kontaktpersonen des Restaurantbesuchs und soll also die Infektionskette von Corona abschneiden und stoppen können – wie mit einer IT-Überwachungs- Datenschleuder-APP.

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Nun wollen wir mal sehen, wie die Quarantäne-Kontakt-Spionage die ganzen Kontaktmenschen und deren weitere Kontaktmenschen u.u.u. vom Gesundheitsamt telefonisch erreicht werden und diese ins Anti-Corona-Spiel zu bringen vermögen.

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APP morgen – nie mehr in die Kneipe mit Quarantäne-Vertrag.

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neues deutschland 19. Mai 2020

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ATOM-SUPERGAU aus menschlichem Versagen

Mai 19, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10040

am Dienstag, 19. Mai 2020

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Im Zusammenhang mit vernünftiger, vorausschauender politischer Führung gibt es immer beide Tendenzen – das „Abwiegeln“ und das „Teufel an die Wand malen“.

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Da man nie weiß und nie wissen kann, wie das heraufkommende Lebensgeschehen ausschlägt – zugunsten oder zuungunsten der Lebensziele -, ist „Vorsicht die Mutter der Porzellankiste“. Der nüchterne Blick ist bereit, Kosten zu übernehmen, auch wenn sich später ergibt, dass es gar nicht so schlimm gekommen ist.

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So gibt es also zeitgeistige Bewusstseinslagen in denen die große Mehrheit bereit ist, Kosten klaglos hinzunehmen und andere Situationen, wo plötzlich tödliche Giftmengen im Grundwasser, im Boden, in der Luft Demonstrantenmassen auf die Straßen bringen. Da verhaßt man sich wegen CORONA und ignoriert radioaktive Vergiftung.

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Ein objektives Maß für Indolenz oder Erregbarkeit gibt es nicht, wenn eine Fliege zum Elefanten gemacht wird oder wenn Atomvergiftung auf ewige Dauer als „Restrisiko“ oder mit willkürlichen „Grenzwerten“ hingenommen wird – Hauptsache es rechnet sich.

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Wenn es sich rechnet, merkt der deutsche Bürger auf. Was bedeutet es, dass Versicherungen zwar grundvorausgesetzte Bedingung für die Betriebslizensierung eines ATOMKRAFTWERKES sind. Aber für den größtmöglichen ATOMKRAFTSCHADEN – extra so genannt, „SUPERGAU“ – gibt es keine Versicherung, die bereit ist zu versichern. Und genau für den SUPERGAU wird die Betriebserlaubnis erteilt, auch wenn kein Versicherungsschutz, also keine Haftung, besteht.

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SUPERGAU ist, wenn eine ATOMANLAGE durch atomtechnische Kettenreaktionen sich selbst zerstört und durch nichts, durch keinerlei Maßnahmen, gestoppt werden kann. Alle Radioaktivität dringt in die normale Lebensluft, wird geatmet und verbreitet sich auf ewige Dauer überall in der Welt – ein SUPERGAU ist als eine Schadenssumme gar nicht zu beziffern. Wie viele Generationen Menschen irgendwo anders in der Welt an Lungenkrebs oder Leukämie verrecken? – es geschieht.

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UND NUN DER SKANDAL der GANZEN SCHWEINEREI mit der gewerblichen Kernspaltung – angeblich um unseren Tages-Energieverbrauch zu decken:

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ATOMANLAGEN havarieren nur selten als höhere Gewalt oder technisches Versagen.

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In Deutschland sagen Lobbyisten der ATOM-INDUSTRIE immer vollautomatisch: Die deutsche TECHNIK sei sicher. Mit deutschen ATOM-ANLAGEN seien SUPERGAUS, wie in Harrisburg, in Tschernobyl oder in Fukushima nicht möglich.

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Die empirische Wahrheit unserer ATOM-SUPERGAU-GESCHICHTE zeigt das Gegenteil:

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ATOMKRAFTWERKE explodieren und brennen durch, weil verantwortliche Menschen schwere Fehler bei der Bedienung der Anlagen gemacht haben und immer wieder machen werden – egal wie technisch perfekt die ATOMANLAGEN gebaut worden sind.

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Immer hatten wir menschliches Versagen – niemals technisches Versagen.

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Dass ATOMANLAGEN ordentlich gekühlt werden müssen, gehört zu den technischen Standards. Dass diese Kühlung sichergestellt sein muss, ist Teil der Betriebszulassung.

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Es hilft uns nun gar nicht, so zu tun, als sei ein menschliches Versagen bei der Steuerung eines ATOMKRAFTWERKES als SABOTAGE anzusehen.

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HEUTE lese ich: 18. Mai 2020 berichten die Presseagenturen:

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neues deutschland, Seite 4, dpa:

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„Radioaktives Material aus Reaktor entwichen

Garching. Am Forschungsreaktor FRN II in Garching bei München ist radioaktives C-14 ausgetreten. Der Jahresgrenzwert des radioaktiven Nuklids sei überschritten worden, teilte die Technische Universität München (TUM) als Betreiberin mit. Für Menschen und Umwelt habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden, betonten die Betreiber sowie das bayerische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde. Es sei eine „Geringfügige Überschreitung“ des in der Betriebsgenehmigung festgelegten Wertes bei der C-14-Ableitung über den Kamin in die Atmosphäre festgestellt worden, hieß es. Der Jahresgrenzwert sei um rund 15 Prozent überschritten worden, sagte FRM-II-SPRECHERIN Anke Görg der deutschen Presse-Agentur. Eine Auswertung am Donnerstag habe den Wert ergeben. Grund war den Angaben zufolge ein „individueller Fehler“ bei der Montage einer Trocknungseinrichtung.“

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Dietmar Moews meint: Was nun? individueller Fehler? oder technischer Montagefehler?wenn ich mich hier in Köln auf das „neue deutschland – der sozialistischen tatata-Zeitung der DDR – verlassen muss, ist das doch schön, wenn ich mich verlassen kann; denn in allen anderen deutschen Tageszeitungen stand es nicht (Süddeutsche Zeitung kostet inzwischen 3 Euro 20, das neue deutschland nur 2 Euro).

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Mir war am Donnerstag in Köln gar nicht so aufgefallen, dass erhöhte C-14-Strahlung meinen Astralkörper geschädigt hatte.

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Da macht es sich bezahlt, dass ich Flugzeugreisen vermeide, wo man ständig die radioaktiven Dröhnungen unweigerlich tankt (während auf dem Viktualienmarkt bayerisches Wildschweinfleisch mit Geigerzählern verfolgt werden kann).

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Deutscher Föderalismus Corona

Mai 19, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10039

am Dienstag, 19. Mai 2020

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neues deutschland 19. Mai 2020

neues deutschland, Seite 6, am 19. Mai 2020

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Warum benennt die deutsche LÜGENPRESSE unserer FÖDERALISMUS nicht?

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Warum thematisieren die deutschen Staatssender, als semantische Opportunisten der LÜGENPRESSE nicht den FÖDERALISMUS?

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Warum lernt das kein deutscher Pahlbürger und kein Schulkind in Gemeinschaftskunde?

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Warum wird nicht gezeigt, wie der deutsche Etatismus als Föderalismus tickt, im Unterschied zum schweizer Föderalismus und den gravierenden Unterschieden zum Föderalismus der USA?

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Warum erfahren wir keinen aufklärenden Streit in den Medien, wie verschieden ein Föderalismus in Deutschland und in der Schweiz funktioniert, und welche strukturalen Machterscheinungen beim ZENTRALISMUS in Frankreich oder im liberalistischen ZENTRALISMUS der großbritannischen MONARCHIE gelebt wird?

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Im geschichtlichen Vorlauf ist deutlich zu sehen, wie die von den westlichen Alliierten unterworfenen Westzonen des zusammengebrochenen >Dritten Deutschen Reiches< zu ihrem relativ pluralistisch ausgelegten Staats-Organisations-Recht – von den lokalen Gemeindeordnungen der „Allzuständigkeit“, zu den „Landeskompetenzen der Ordnungs- und Rechtshoheiten der Landesverfassungen“, bis hinauf zum Grundgesetz des BUNDES, als „koordinierende Ordnungsmacht und Subsidienquelle“ der jeweils parlamentarisch und parteipolitisch „föderalistisch“ integrierten Demokratie mit gewaltengeteilten Exekutiven, Legislativen und Judikativen.

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Föderalismus bedeuten weitreichende Basisdemokratie und lokale und regionale Politikorganisation – im wesentlichen Unterschied zum ZENTRALISMUS von etwa Paris.

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So forderte der britische Militärgouverneur, Sir Brian Robertson, am 12. Juni 1947 den in seiner Besatzungszone eingerichteten Zonenbeirat auf, sich zur Struktur eines deutschen Nachkriegsstaates zu äußern. Während in dieser Besatzungszone die Absicht der SPD, eine starke Zentralinstanz zu schaffen, noch relativ aussichtsreich erschien, überwog im Süden Deutschlands mit seinen starken föderalistischen Traditionen in Bayern, Württemberg und Baden die Ansicht, nach dem nationalsozialistischen Einheitsstaat lieber wieder die in Deutschland traditionelle Gliederung in Länder mit Eigenstaatlichkeit und Selbständigkeit einzuführen.

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Der Begriff „Bundesrepublik Deutschland“ wurde von den französischen Besatzungsbehörden in Württemberg-Hohenzollern erstmals im Mai 1947 verwendet.

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Während die Landesvertreter relativ stark in dem verfassungsrechtlichen Diskurs mitwirken konnten, blieben die Führungen der Parteien weithin ohne Einfluss, zumal sie sich noch nicht deutschlandweit konstituieren konnten und damit als gesamtstaatsbezogene Interessenverbände ausschieden.

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Dennoch ergab sich bereits in den Jahren 1947 und 1948 eine deutliche Differenz zwischen der Union, die im April 1948 ihre „Grundsätze für eine Deutsche Bundesverfassung“ mit stark föderalistischer Prägung vorstellten, und der SPD, die schon 1947 mit ihren Nürnberger Richtlinienen jeglichen Separatismus verurteilte und die „Reichseinheit“ unbedingt bewahren wollte.

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Ergraut und frei – Dietmar Moews mit Brillen

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Dietmar Moews meint: Es hat jetzt, anlässlich der kollektiv-dummheitlichen SÜNDENBOCK-JAGD beim Hochkommen staatlicher CORONA-POLITIK, zunächst die völlig argumentationsfreie BULLSHIT-Hypothese in der LÜGENPRESSE gegeben – die lautete etwa so:

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Es müsse Einheit herrschen.

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Es müssen einheitliche Verhältnisse angeordnet werden.

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Die Bundeskanzlerin müsse ein Machtwort sprechen.

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Man brauche eine Zentralmacht.

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Der deutsche FÖDERALISMUS sei ein Klotz am Bein und sorgt für Durcheinander.

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All dies autoritätsheischigen Dummheitsforderungen suchen blind nach Schuldigen, die sie jedenfalls keineswegs selbst sein wollen:

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ALSO: CORONA kommt – ein MENSCH wird krank (Pech gehabt) – aber MERKEL sei der massenmedial gehypte SÜNDENBOCK.

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Zwei Monate hat es gedauert.

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Jetzt hat der Staatspropaganda-Apparat bei Funk und Fernsehen (ARD / ZDF / Deutsche Welle) so langsam kapiert – und jetzt wagen sich auch Massenmedien-Opportunisten mit politischen Ämtern leise hervor, zu sagen:

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Unser FÖDERALISMUS ist sehr praktisch, sehr integrativ, sehr effizient, sehr demokratisch, sehr selbstbestimmt und basisdemokratisch.

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Nur unser Föderalismus (im Unterschied zum Föderalismus der USA) ist fähig, der regionalen und lokalen Vielfalt der CORONA-LAGEN durch unmittelbare spezielle Entscheidungen, optimal auf die ENDEMIE zu reagieren – so lange es gelingt, den Mitspielgeist der Bürger dynamisch und sozio-kulturell zu initiieren.

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Wer also den Föderalismus per LÜGENPRESSE verteufelt hat, gehört jetzt rausgeschmissen. Zur massenmedialen Versorgung unserer CORONA-GESELLSCHAFT gehört einfach Klugheit und nicht korruptes Opportunisten-Unwesen.

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Lügenpresse und Symbolpropaganda

Mai 13, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10038

am 13. Mai 2020

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Springe am Deister: Mülllager vor dem alten Jüdischen Friedhof

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Liebe Benutzer und Benutzerienen/Benutzinnen der Lichtgeschwindigkeit. Gestern habe ich der aktuellen Dringlichkeit halber einen „CORONA-PROPAGANDA“-Akt aufgegriffen, der in meinen Augen übertrieben obrigkeitlich behandelt wird.

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Folglich ist dafür öffentliche Resonanz – wie hier – zu verlangen.

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Was mich daran berührt, sind nicht die Aspekte der Lügenpresse und der obrigkeitlichen „SYMBOLE-Artikulationen“, wo eigentlich sowohl ernsthaft informiert werden sollte, zugleich aber auch geistig-moralisch GEFÜHRT wird (und geführt werden muss – wie? –  ist immer die Frage).

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So kommt es, wie ich gestern bereits schrieb, sowohl in der heutigen MERKEL-IV-Pressekonferenz wie auch im Leitmedium BILD.de zu einer Fortsetzung des offenkundigen Konfliktes:

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EINERSEITS CORONA ist endemisch weltgefährlich und verlangt harte LOCKDOWN-Entscheidungen – so erklärt unser gewähltes Staatsdeutschland.

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ANDERERSEITS die ordnungspolitischen Proklamationen und einschneidenden Maßnahmen seien unangemessen übertrieben stark und bezwecken praktisch die FASCHISIERUNG und ENTRECHTUNG der Deutschen.

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„Ich will mein Leben zurück“ – dazu das völlig harmlose Kindsgesicht auf der Demonstration gegen

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„Verschwörung“, „tiefer Staat“, „Merkel-Faschismus“.

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„Was mache ich nur mit den Kindern?“

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Ja, wenn das Leben materiell enger wird, benötigt man geistige Spielräume. Wer Kinder hat, sollte sie auskömmlich aufziehen.

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Es ist leicht verständlich:

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Das akute CORONA-VIRUS, von dem wir seit Jahresanfang wissen, ist nach wie vor virologisch nicht so weit erforscht, dass man dagegen Medikationen, Therapien oder Impfstoff hätte.

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Diese CORONA-ENDEMIE ist, wie am ersten Tag, UNVERÄNDERT gefährlich.

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Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

Während sich das Coronavirus weiter ausbreitet, sind die Menschen darauf bedacht, sich zu schützen. Vor allem in Supermärkten sieht man viele Kunden mit Einweghandschuhen, wie sie normalerweise Ärzte benutzen. Die Träger hoffen, sich so vor dem Virus zu schützen. Doch ein Fachmann will nun aufklären: Das sei ein gefährlicher Irrglaube.

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13. Mai 2020 ist der SEEHOFER-Mitarbeiter angeblich abgebildet

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Dietmar Moews „Steppenbrand“, DMW 433.11.89, 73cm / 100cm, Öl auf Textildesign, 1989, in München gemalt

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Dietmar Moews meint: Wir müssen lernen, dass wir es in der politischen Semantik immer mit gezielt verstellter PROPAGANDA zu tun haben. D. h. Alles was verlautet – geschrieben, gesprochen – wird ist SYMBOLIK und bedarf der sinnbezogenen Symbol-Entschlüsselung.

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Anders gesagt.

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EINS Die durch obrigkeitliche Ansagen seitens der MERKEL-IV-geführten CDU/CSU/SPD-Machtlage in deutschen Parlamenten und Regierungen verkünden weder naturwissenschaftlich positivistisch die wahren Erkenntnisse, sondern die sprachliche Propagandafassungen, wie man glaubt, die dickfelligen, faulen und tumben Bürger kurzfristig in Alarmbereitschaft versetzen zu können – Verhaltensänderung: LOCKDOWN TOTAL.

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Ich meine, diese Linie, die auf Sicherheit geht, die Risiko minimiert, ist sehr verantwortungsvoll. Sie hält die Wahrheit für die mehrheitlich mobartige Dummheit der deutschen Bürger nicht für wertverwirklichend – Propaganda-Symbol-Lügen für UNUMGÄNGLICH – folglich ist die SYMBOLSPRACHE NOTWENDIG.

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Andererseits.

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ZWEI Wir sehen, wie weithin unbegründet nunmehr entgegen den LOCKDOWN-ANORDNUNGEN vielfältige Öffnungen verfügt werden, an denen deutlich wird, dass auch „MERKEL-IV“ nicht ganz so Corona-verängstigt war und ist, wie es anfangs propagandistisch proklamiert worden ist.

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Dafür spricht man jetzt vom Zauberwort:

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Präventivparadox

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einem Präventiv-Paradox – d. h. man kann einer ungünstige Entwicklung zuvorzukommen versuchen – zufolge könne man aber auch auf eine ungefährliche Entwicklung hoffen. Doch man weiß es eben nicht und sollte lieber Risiken minimieren. Wenn sich später herausstellt, es konnte gar nicht extrem schlimm kommen (weil man inzwischen die Gefahr besser kennt, kann man das nun feststellen). Und schon kommen die Schlaumeier mit dem Präventivparadox: man sähe doch jetzt, dass es schon am Anfang der Epedemie gar nicht so schlimm kommen könnte, dass ein Lockdown sich nachträglich als überzogen herausstellt (denn jetzt öffnet man die erheblichen Beschränkungen des Lockdowns). Man vergleiche es mit dem Verlauf eines Schachspieles – Zug um Zug -:

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Was hätte alles folgen können, wenn man eine andere Variante vorgezogen hätte? – Ja, wenn man den nächsten Zug des Gegenspielers beim Schach voraus kennen würde (aber der Gegenspieler weiß das ja in dem Moment selbst noch nicht.)

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Dass sich jetzt all die symbolischen „Reichsbürger“ in die Demonstrationen einmischen, die ohnehin dieses Deutschland und unser Grundgesetz weghauen wollen, ist nachvollziehbar und – zugleich – ordnungspolitisch „zu regeln“. Fingerspitzen mit Fausthandschuhen sind oft bedenklich. Ich sehe meinen Staat ordnungspolitisch in der Pflicht, zwischen Demonstrations- und Meinungsfreiheit und Landfriedensbruch zu unterscheiden, gemäß Gesetzeslage durch politische Entscheidungen Klarheit und Ordnung im gewaltengeteilten Staat zu schaffen.

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DREI Mein Mandat hier richtet sich allerdings nicht unter die Demonstranten, die demonstrativ das Demonstrations- und Ordnungsrecht brechen – sie trage keinen Mundschutz, halten die Hygieneabstände nicht ein und richten Gewalt gegen Ordnungskräfte – sowie zeigen noch ihre meinungsfreie BLÖDHEIT auf Schildern – (was ja erlaubt ist – spätestens, wenn hinter einem kriminellen Blödsinn ein einfaches Fragezeichen gesetzt wird).

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Mein Mandat hier richtet sich gegen die CSU und den Bundesinnenminister Horst Seehofer, der völlig amtsrechtmäßig den BMI-Referenten – angeblich namentlich Stephan Kohn (s. Bild.de am 13. Mai 2020) –  suspendiert hat. Denn der hat quasi als Whistleblower seine Berufspflicht der binnenorganisatorischen Diskretion grob verletzt, indem er sein Papier an andere Landesministerien und folglich der Presse zuspielte.

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Doch, dass CSU-Seehofer diesen „mutigen Mann“ nun der bayerischen Irrenbegutachtung zuordnen will, ist bereits bei Gustl Mollath ein moralisches und politisch-historisches rechtsstaatwidriges Versagen gewesen.

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Wo Dienstrecht vorgeht, ist „politische Psychiatrie-Gutachterei“ eine unpassende Disziplinierung und blanke Staatswillkür, die ich ablehne.

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SEEHOFER soll lieber die im Gutachten aufgeworfenen Fragen beantworten. (Das hat er am 14. Mai in ARD-Maischberger weitgehend getan – und nicht von forensischer Psychatrie-Begutachtung gesprochen – er wurde aber auch nicht danach gefragt).

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Dann wird deutlich, dass die CORONA-Ordnungspolitik eine politische Linie von MERKEL IV ist, die nicht mit der AfD oder den Reichsbürgern harmonieren kann.

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Doch dafür sind die politischen parlamentarischen Mehrheiten, der Bürgerwille, ganz eindeutig und nicht mit Minderheitsforderungen zu beugen.

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Sowie die AfD sich diesen Gewaltmethoden anschickt, muss sie von den Parlamenten verbannt werden. Wer sich eine SA organisiert, hat in Deutschland kein Führungs-Recht.

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Dietmar Moews, 1971 in Zaostrok, Jugoslawien

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Lothar Lange und Jorge Gomondai – ein deutsches Phänomen in Dresden

Mai 8, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10036

am Freitag, den 8. Mai 2020

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Am Jahrestag der hitlerdeutschen Kapitulation, am 8. Mai 1945, wird staatlicherseits eine Art geschichtsmoralischer Appell-Prozedur fortgesetzt, an der die deutsche Öffentlichkeit nur wenig proaktiv beteiligt ist.

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Warum?

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Ist es speziell DEUTSCH, dass die Leute andere Vordringlichkeiten, als die deutsche Kapitulation am 8./9. Mai 1945, öffentlich besprechen?

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Ich möchte hier auf den Deutschen Künstlergelehrten Lothar Lange hinweisen, der als Hannoveraner kurz nach Ende der DDR nach Dresden auswanderte, um sich dort sozio-kulturell und helfend einzumischen.

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Bis dahin war Lothar Lange bekannter Homo Faber in Hannover, Gründer und Betreiber des „GUM“ genannten ersten „Gebrauchtwaren-Kaufhauses der Welt“, in dem die wichtigsten Warenabteilungen von jeweils eigenständigen „Untermietern“ angeboten wurden. Während Lothar Lange selbst ein angesehenes Gebrauchtbücher- und Antiquitätengeschäft aufbaute. Während alte Bücher millionenfach weggeworfen wurden, fand man bei Lothar Lange einen Bücherberg, aus dem für Kleinstgeld Lesenswertes erworben werden konnte.

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Im Jahr 1985 beteiligte sich Lothar Lange mit dem Raschplatz-Nachtensemble Hannover, in der Rolle des Papstes, an der Uraufführung des Lustspiels „Die HUNDE“, von Dietmar Moews.

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Lothar Lange als Papst, Mitte, links  Karsten Sturm als Jesus, dahinter Hans Kretzschmar als Gott und angeschnittener Kopf von Job Crogier als Till Eulenspiegel, rechts Albrecht Schöne Friedensbewegung, Raschplatz 7 OPQ-Nachtensemble, Hannover

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Columbusartig, Familie mit vier Kindern zurücklassend, unternahm Lothar Lange ab 1990, frei und auf eigene Rechnung, die Nachwendemimik Dresdens und der in Dresden Verkehrenden zu photographieren. Zehntausende von Bildern, die gerade das festhalten, was die kulturindustrielle Kommerzphotographie immer aus dem Bild rückt, hat Lothar Lange geknipst und dadurch gerettet. Seine Photos wurden inzwischen vom Kupferstichkabinett des Kunstmuseums für Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie zum Bestandteil der Staatlichen Dresdner Kunstsammlung aufgenommen und öffentlich gepriesen. Es musste offenbar einer aus Hannover kommen, während die Dresdner Kunstphotographen auf „August Sander“ machten.

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Dazu muss man wissen, dass die Beachtung Nichtdresdner in Dresden ein sozial sehr unwahrscheinliches Vorkommen ist – da sind sich die Dresdner Salathunde unverschworen völlig einig.

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Lothar Lange war auch Mitinitiator der „BRD“, Bunte Republik Neustadt, sowie der Alternativ-Neustadt-Zeitschrift „das neustadt-magazin Anton“ (von „Antonstadt“).

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ANTON – Titelblatt Nr. 22 1992

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Heute studiert Lothar Lange das Weltgeschehen unter seinen Wertvorstellungen der Solidarität und des Pazifismus, die er auch mit YOUTUBE-Vortragsvideos und in bebilderten Webseiten bereitstellt. Lothar Lange ist seit Jahren auch Mitinitiator der montäglichen und alljährlichen Friedensdemonstrationen am „JORGE-GOMONDAI-PLATZ (am Neustädter Albertplatz von Dresden).

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https://www.youtube.com/watch?v=zEs4EY2nXdA

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Am Albertplatz in der Dresdner Neustadt komme ich jeden Tag vorbei, wie fast jeder, der in der Neustadt wohnt. Sein Namensgeber Albert war ein sächsischer König (1873-1902). Er integrierte Sachsen in das Deutsche Kaiserreich, söhnte das Königreich mit Preußen aus und führte um die Jahrhundertwende ein Wahlrecht ein.

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Der Albertplatz mit seinen zwei charakteristischen Springbrunnen ist heute ein riesengroßer begrünter Kreisverkehr, zugleich Umsteigehaltestelle der Straßenbahn und er ist Treff- und Aufenthaltsort für alle Arten von Menschen. Besonders in den warmen Monaten machen Familien hier an den beiden Brunnen Rast, Geschäftsleute telefonieren, Studenten feiern, Touristen flanieren und Obdachlose halten ein Nickerchen. Außerdem bieten verschiedene Religionsgruppen, Hilfsorganisationen und Händler ihre »Waren« feil.

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Das war schon immer so. E.T.A. Hoffmann beschreibt in seiner 1814 erschienen romantischen Novelle »Der Goldene Topf« eben dieses geschäftige Treiben am »Schwarzen Tor« an der Stadtmauer. Dort, wo sich heute der Albertplatz befindet, ließ der Schriftsteller seinen Protagonisten Anselmus in ein altes Apfelweib rennen, in einen Fluch hinein und in eine neue Welt. Das Märchen nimmt ein glückliches Ende

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https://www.youtube.com/watch?v=g0BaaKf-DOU

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Weniger Glück hatte am frühen Morgen des 6. April 1991 Jorge João Gomondai. Der Mosambikaner sprang bzw. wurde in dieser Nacht aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen. Zuvor war er von einer Gruppe Neonazis bedroht und geschlagen worden. Er war das erste Opfer rechtsextremer Gewalt in Dresden. Die Stadt ringt bis heute mit rechten Parolen und Übergriffen von Neonazis. 1993 wurden drei Täter verurteilt, acht Tatverdächtige aber nicht angeklagt. Die jährliche Gedenkveranstaltung im April ist schon mehrfach von Rechten gestört worden oder sie ruft bei manchen Dresdnern »Unverständnis« hervor.

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Der Dresdner Stadtrat entschied 2006 den Tatort Jorge-Gomondai-Platz zu nennen. Wirkungsvoller ist meiner Meinung der Gedenkstein an den Straßenbahnschienen am Albertplatz. Zwei Jahre nach Jorges Tod wurde er 1993 als »Stein des Anstoßes« errichtet. Er ist der wahre, schon mehrfach geschändete Ort des Gedenkens. Hier liegen regelmäßig Blumen oder es brennt eine Kerze. Und ich sehe Menschen, die stehen bleiben und die Inschrift lesen. Kein glückliches Ende. Umso wichtiger ist es, an Jorge Gomondai zu erinnern, denn an König Albert denkt Dresden ja ebenfalls.

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Gut zu wissen. Jorge-Gomondai-Plat und Albertplatz, 10197 Dresden. Das Areal ist der wichtigste Verkehrsknotenpunk in der Neustadt. Jedes Jahr findet am Todestag von Jorge Joao Gomondai ein Gedenkgottesdienst mit anschließender Demonstration am Tatort statt. Organisiert wird dieser Tag vom Ausländerrat Dresden e. V. sowie von Kirche- und Menschenrechtsgruppen. Anreise: Haltestelle Albertplatz, Straßenbahn (Linien 3, 6, 7, 8. 11)

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Dietmar Moews meint: Man sieht, in Dresden gibt es heute nicht nur PEGIDA – es gibt viel Privatheit, aber es gibt auch parteifernere Öffentlichkeit und Erfahrung, wofür auch LOTHAR LANGE seit 1990 aktiv arbeitet.

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http://www.lothar-dresden-reportagen.de

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Im Jahr 2004 wirkte Lothar Lange an einer Rezitation zur Ausstellung „ZUGINSFELD zur Ächtung des Krieges“, Malerei von Dietmar Moews, im Goethe-Institut Dresden mit.

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ZUGINSFELD
Goethe-Institut 2004
LOTHAR LANGE, THOMAS WIPF proklamieren

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Ich bin froh, dass Lothar Lange bis heute nicht als „Fremder in Dresden“ erschlagen wurde, denn die Fremdenfeindlichkeit, die vielen Ausländern das Alltagsleben schwer macht, zeigt, wie emanzipationsbedürftig die Dresdner sind – oder umgedreht – es kann der durchaus vorlaute Lothar Lange sein demokratisches Freiheitsrecht in der Dresdner Öffentlichkeit leben, nur weil er keine rassistischen Vorurteile erfüllt.

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Dietmar Moews hat von 1997 bis 2004 in der Dresdner Neustadt, Louisenstraße 89, gelebt und gearbeitet, gemalt, über Otto Gussmann geforscht und die Geschichtsklitterung der 1945er Bombennächte aufgedeckt (s. Neue Sinnlichkeit 42).

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Dadurch kam man schließlich „offiziell“ von angeblich 300 000 Todesopfern auf 30 000, während ich nachweisen konnte, dass nur 800 Namen getöteter Dresdner in Dresdner Dokumenten namentlich dokumentiert werden. Man spielt dazu noch mit durchreisenden Flüchtlingen – Prager Straße/Altmarkt/Neumarkt -. immerhin wäre ein Leichenberg von 800 toten Körpern nicht auf dem Altmarkt mittels Benzinschütten abzubrennen gewesen – wo sind die ganzen Knochen hingekommen?

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Fragt man die Dresdner Augenzeugen der 300 000, diese Augenzeugen von britischen Jagdbombern (solche konnten dort gar nicht hinfliegen) angeblich im Elbtal gejagt und aus der Luft geschossen sein wollen, wissen die nichts zu antworten.

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Man muss anerkennen, dass die britischen und us-amerikanischen Bomben-Infernos nicht auf die wertvollen Dresdner Schätze zielten – Semper-Oper, Zwinger, Schloss, Frauenkirche, Kreuzkirche, Albertinum, Sophienkirche, Kunstakademie  usw. – sondern den Innenstadtstreifen zwischen Haupt-Bahnhof und Neumarkt, etwa 1,6 km breit und Richtung Johannstadt 6 km auf der Altstadtseite. Wer also vom Elbhang den „Nero“ gab, bekam so wenig ab, wie die Dresdner Neustadt, wo in der Louisenstraße noch all die Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert stehen (eine Bombenlücke in der Talstraße). Und – wir wissen heute, dass die Feindesaufklärung wusste, dass in der Semper-Oper seit Sommer 1944 Bombenzünder“ gedreht wurden – der Adolf-Hitler-Platz blieb ungebombt.

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Kent-State-Massaker in OHIO

Mai 5, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10034

am Dienstag, den 5. Mai 2020

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https://www.youtube.com/watch?v=GI7-m919ynU

 

Vor 50 Jahren fand das berüchtigte Brutalerlebnis für die 68er Studentenjugend in Ohio statt.

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Das Kent-State-Massaker brach eine Studentendemonstration gegen die absurde Vietnam-Kriegsführung der USA, bei der das an sich unbeteiligte Kambodscha als zivile Nachbarschaft bombardiert worden war. Am 4. Mai 1970 versammelten sich Studenten der Uni von Ohio auf dem Campus, um gegen diese Ausweitung des Vietnam-Krieges nach Kambodscha zu demonstrieren. Die Nationalgarde marschierte auf, eröffnete das Feuer – ohne bedroht worden zu sein, wie das FBI später fest stellte. Die Nationalgarde erlegte 4 Studenten tötlich – „four dead in Ohio“, sangen dann Crosby, Stills, Nash and Young.

Martialisch das Auftreten der rund tausend Nationalgardisten: Schwarze Uniformen, schwarze Helme, Masken zum Schutz vor dem Tränengas, das sie verschießen. Dazu die Waffen: halbautomatische Gewehre mit aufgepflanzten Bajonetten.

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Panisch läuten Studenten die Assembly Bell, eine Versammlungsglocke. Ein Trupp Soldaten treibt Hunderte einen Hügel hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter, zu einem Parkplatz. Die Gejagten werfen Steine – ohne zu treffen. Ihre Verfolger bleiben auf Distanz, marschieren schließlich ab, den Hügel wieder hoch.

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Es sah aus wie ein Rückzug. Wir dachten, die ganze Konfrontation sei vorbei. Als sie die Hügelkuppe erreichten, drehten sie sich plötzlich um und schossen.“

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Nixon will Vietnamkrieg ausweiten.

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Die Soldaten schießen nicht in die Luft, sie zielen direkt auf die Studenten. 67 Mal drücken sie ab. 13 junge Menschen werden schwer verletzt, vier überleben nicht. Der Vater der getöteten Sandy Scheuer, ein Jude, war einst vor den Nazis in die USA geflüchtet.

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Dass so etwas möglich ist, Menschen einfach so abzuknallen. Wie damals in Europa, oder in Russland unter dem Zaren.“

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Ihren Anfang nimmt die Tragödie am 30. April 1970. Im Fernsehen spricht Präsident Richard Nixon zur amerikanischen Nation. 1968 hat er noch seine Wahl mit dem Versprechen gewonnen, die 500.000 in Indochina stationierten GIs nach Hause zu holen. Jetzt will er den Vietnamkrieg ausweiten, auf das neutrale Kambodscha.

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Ich bitte um Ihre Unterstützung. Für unsere tapferen Männer. Die heute Abend am anderen Ende der Welt nicht für Geländegewinne oder Ruhm kämpfen, sondern dafür, dass ihre jüngeren Brüder und unser aller Söhne in einer Welt des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit aufwachsen können.“

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Massive Antikriegsdemonstrationen gibt es seit Jahren, in den USA und weltweit.

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We want peace in Vietnam!“

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Jetzt verschärfen sich die Proteste. Einen Tag nach Nixons Rede werden an der Kent State University Fahnen verbrannt und Kopien der amerikanischen Verfassung. Der Bürgermeister des Städtchens fordert die Nationalgarde an. Am 3. Mai besetzen die Soldaten den Campus der Universität. Am 4. Mai dann die Katastrophe.

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Keine Anklage gegen die Schützen

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Die Mehrheit der Amerikaner ist entsetzt. An fast 500 Universitäten treten Studenten und Professoren in den Streik. Der Rockmusiker Neil Young schreibt spontan einen Song über die Toten von Ohio, er wird zur Hymne der Kriegsgegner.

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Nie wurde ermittelt, wer den Schießbefehl gab. Ein Richter lehnte es ab, Anklage gegen die Schützen zu erheben.

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Doch nach den Schüssen von Kent begann sich langsam etwas zu ändern im Land. Klaus Bölling, damals Leiter des ARD-Studios in Washington:

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Das schöne Phänomen ist für mich gewesen zu beobachten, wie erst die jungen Männer und die jungen Frauen aufstanden. Gegen diesen sinnlosen Krieg. Und dann allmählich die Eltern sagten, unsere Kinder haben wohl recht. Das war eine zunehmende Moralisierung der amerikanischen Mittelklasse. Und das hat dann auch zum Ende von Richard Nixon geführt.“

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Präsident Nixon trat am 9. August 1974 im Zuge der Watergate Affäre zurück. Die letzten amerikanischen Soldaten verließen am 30. April 1975 Saigon, auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Fernsehauftritt Richard Nixons, der die Kent State Proteste ausgelöst hatte. Die Zahl der in Vietnam gefallenen Amerikaner: 58 000. Die der Vietnamesen: rund drei Millionen.

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https://www.youtube.com/watch?v=pAis0cKjJFY

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Dietmar Moews meint: Ich war von diesem Ausdruck der US-Kultur damals sehr mitgenommen und selbst mehr als irritiert, wozu unsere westliche, angebliche Wertegemeinschaft ohne zögern durchzieht – wenn die Verpitbullung die Zähne zeigt.

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In einem biografischen Film, in dem der californische Musiker David Crosby dargestellt wird, sagt der alte, inzwischen todkranke Mann, der auch in verschiedenen Bands Welterfolge feierte, wie mit „The Byrds“ und Hey, Mr. Tambourine Man, 1965 oder eben mit „Crosby, Stills, Nash & Young“, wie es zu dem Song „OHIO“ kam:

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David Crosby hatte sich mit Neil Young mehr zufällig vor dem Haus getroffen, wo sie sich am Auto aufhielten und eine aktuelle Zeitung vom „Massaker in Kent-State-University“ Bilder und Informationen aufgemacht waren. Beide waren tief erschüttert und Neil Young, der seine Gitarre dabei hatte, machte ein Lied dazu – das dann weltberühmt gewordene „OHIO“. Der kurze prägnante Text war nur ein weiterer Beweis für die Genialität des Neil Young, Songs zu gestalten:

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„TIN SOLDIERS AND NIXON’S COMING

WE’RE FINALLY ON OUR OWN

THIS SUMMER I HEAR THE DRUMMING

FOUR DEAD IN OHIO“

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FINE E COMPATTO

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