MANGA heißt Bildergeschichte oder Comic – PORNO heißt …

Oktober 5, 2014

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am Sonntag, 5. Oktober 2014

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Das Wort Manga, das auch in der Bildenden Kunst benutzt wird, ist der japanische Begriff für stark abstrahierte – also vereinfachte – Bilddarstellungen, meist Zeichnungen, oft als Sequenzen, mit einfachen Sprechblasentexten oder Lautsprache – Bildergeschichten, auch als Comics gern bezeichnet. Also:

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Japanisch Manga,

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US-Amerikanisch Comics,

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Deutsch gezeichnete Bildergeschichten.

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PORNO …, ja, was heißt das? –

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drei Punkte, drei Kreuze, wie Wilhelm Busch mit Rodolphe Toepffer, den beiden Urahnen des Manga, sagte: „Was beliebt ist auch erlaubt“.

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Aber – immer den Merksatz mitgedacht: „Wenn es nicht verboten oder gar strafbar ist“.

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Ein besonderer Aspekt sind rechtliche Bewertungen, wie aus dem Grundrecht der „Freiheit der Kunst“ geschöpft werden können. Das betrifft sowohl das Gebot für Staat, sich von ästhetischer Kunstbewertung zu enthalten. Das betrifft aber auch die volks- und betriebswirtschaftliche Zuordnung von Kunstwerken in Produktion, Konsumtion und Handel. Es betrifft auch den Künstlerstatus und den fiskalischen Berufskünstlerstatus.

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Eine besondere Lage entsteht hinsichtlich Kunst als Kunst an den Grenzen der strafrechtlichen Grenzen, wie z. B. Kunst als Gewalt oder Kunst als Pornografie.

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Ähnlich wie in Japan gilt in der Bundesrepublik „gezeichnete Darstellung von Kindesmissbrauch“ laut Bundesprüfstelle auch in Deutschland nicht als illegal. (zit. nach DER TAGESSPIEGEL vom 6. Juni 2014; S. 28). Im Schaulager Basel, wo generell die ästhetische Kunstfreiheit vom West-Kunstmarkt bezogen wird, wurde die Pornografie- oder Kindesmissbrauchs-Frage bislang gar nicht gestellt.

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In vielen japanischen Fachgeschäften für Comics und Zeichentrickfilme – Manga und Anime genannt – gehören sie zum Standardangebot: gezeichnete Pornos, die in Form von Heften, Büchern oder DVDs in speziell gekennzeichneten Ecken angeboten werden. Viele davon zeigen sehr jung aussehende Figuren in expliziten Sexszenen, einige sind eindeutig als Kinder zu erkennen. An diesem Phänomen wird sich offenbar auch künftig nichts ändern; ein Kinderporno-Verbotsgesetz des japanischen Unterhauses schließt Mangas und Anime ausdrücklich aus.

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Zwar verbot Japan bereits 1999 die Herstellung und die Verbreitung von Kinderpornos, ist aber der einzige Staat der G7, der den Besitz von Kinderpornos erlaubt.

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Dass gezeichnete Pornos von dem Verbot ausgenommen sind, dürfte auch damit zu tun haben, dass sie eben nur fiktive Szenen zeigen – was auch in Deutschland ein zentrales Bewertungskriterium ist, – so erklärt es Elke Monssen-Engberding, Juristin und Vorsitzende der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

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Die Vorschriften in Deutschland sollen die Ausbeutung von Kindern verhindern – aber da Mangas und Anime keinen Missbrauch an realen Kindern zeigen, dürfen sie auch in Deutschland eher nicht als „illegal eingestuft“ werden.

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Dietmar Moews meint: Wer das Leben kennt, weiß, dass die Frage, ob etwas erlaubt oder verboten oder gar strafbar wäre, wenn man das fragte, gar nicht entscheidend ist, weil man danach nicht fragt.

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Jeder Mensch weiß individuell, aber auch als soziales Phänomen, dass es Reizsituationen gibt, denen man nachgibt. Das betrifft natürlich alle Arten der Reize – wir wissen es vom Mundraub im eigenen Kühlschrank: Wenn man die Tagesration Kalorien bereits abgearbeitet hat, und doch noch so ein Rest Matjes verlockt (Matjeskühlschrank) und noch einige eingeschrumpelte Zwiebelscheiben vergessen worden waren, in den Bio-Müll zu wandern …

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Viel Spaß weiterhin.

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DIETMAR MOEWS Sportflagge Japan /Sumo

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