Wider die postmoderne Flucht vor den Tatsachen

Juni 30, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6630

Vom Freitag, 1. Juli 2016

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Die Lyrikerin Angela Hoffmann, SPD-Frau Hillu Schröder, Dietmar Moews‘ Neue Sinnlichkeit – Hannover 1986

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Noch 1980 in DIE WELT beschrieb ARMIN MOHLER als „Das weiße Engelchenhemd der Neuen Sinnlichkeit“ gepriesener Maler und Künstlergelehrter und sah, wie die Provokation des Jasagens schon Methode hat.

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Moews schrieb mit „Verirrte Kunstorganisation der Bundesrepublik Deutschland“ als  letzter Promovend von Alphons Silbermann die Schlüsselsoziologie zum alten Irrealismus. Als Blogger seit 2009 in LICHTGESCHWINDIGKEIT  – Youtube sowie WordPress „dietmarmoews“ – kritisiert Moews die neuolympische deutsche Jugend und bemerkt achselzuckend zu dem naseweisen Bonner REALISMUS-Propagandist eines „Neuen Realismus“, M. Gabriel:

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Das Ding an sich hat einen Geruch an sich“.

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Die LITERATUR & KUNST-Publikation in der NEUEN ZÜCHER ZEITUNG,

Wider die postmoderne Flucht vor den Tatsachen“ müsste zutreffender lauten:

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Für die post-postmoderne Jagd auf die Tatsachen“.

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Und wer es nicht verstanden hat, kann noch einen erläuternden Zusatz von Dietmar Moews erhalten:

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Das Ding an sich muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich“.

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Nicht zur Blendung, sondern zur Erleuchtung, im Sinne von Vorstellungsorientierung und nicht Vorstellungsdesorientierung, werden im Folgenden einige Auszüge historischer Dokumente exponiert, damit Interessentin und Interessent, Interessenten und Kontrahenten wissen, was sie beim gedruckten Wort nehmen dürfen.

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Im MANIFEST DER NEUEN SINNLICHKEIT, publiziert mit der Erstausgabe der Blätter für Kunst und Kultur Neue Sinnlichkeit 0, im November 1979 am Ballhof in Hannover, von dem Maler und Gelehrten Dietmar Moews heißt es:

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Die Neue Sinnlichkeit … ist die grundsätzliche und totale Absage an die Moderne, sie erhebt die folgenden Ansprüche:

1. …tagespolitischen, zufälligen, naiven … individualistischen Werten als Ursache für die Sinnesüberreizung der Menschen unserer Tage…

9. Die Kunst der „Neuen Sinnlichkeit“ soll durch positive Einsetzung von positiven Mitteln wirken

16. … Schlechtes verbessern oder vereiteln.

Aufklärung zu mehr Demokratie führt und mehr Lebensqualität durch Sensibilisierung der menschlichen Sinne und deren Befriedígung erfolgen kann…. ich biete hiermit meine Neue Sinnlichkeit der Öffentlichkeit an.“

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Es folgte in der Ausgabe Neue Sinnlichkeit 50, 1996 in Magdeburg herausgegeben eine Ausdifferenzierung des MANIFEST DER NEUEN SINNLICHKEIT.

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Die Neue Sinnlichkeit rekapituliert die Moderne, die unvollendet zur Postmoderne gemacht wurde, und bestreitet das „Anything goes“ und den Relativismus der idealistischen marx-hegelierenden Weltveränderung im Geiste Nietzsches: AMOR FATI – Umarme das Schicksal.

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Sein Schicksal kann der Mensch umarmen, wenn er es erkennt:

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Dietmar Moews‘ Schulsatz der Neuen Sinnlichkeit lautet deshalb immer wieder positiv:

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Es regnet, ich werde nass“.

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Maurizio Ferraris 2011

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Und nun kam im Jahr 2012 aus Italien der Autor MAURIZIO FERRARIS mit dem MANIFEST DES NEUEN REALISMUS („Manifesto del nuovo realismo).

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Und nun kam auf seinem Surfbrett, der Glücksreiter M. Gabriel mit dem von FERRARIS abgezogenen Neuen Realismus.

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Es muss der seriösen Wissenschaft der Jungwissenschaftler einen geltenden Forschungsstand widmen können

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M. Gabriel kennt zu wenig Sinnlichkeit, Leibphilosophie, Husserls Phänomenologie, Hermann Schmitz usw.

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Und jetzt hieß es also in der NZZ vom 18. Juni 2016, Seite 27, ganzseitig von MARKUS GABRIEL:

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Wider die postmoderne Flucht vor den Tatsachen. Warum der Neue Realismus nötig und warum er nicht naiv ist.“

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Dieser NZZ-Text von M. Gabriel des Juni 2016 liest sich wie die Neue Sinnlichkeit in bisher 67 Ausgaben seit 1979 und beginnt so:

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Der Neue Realismus ist eine der wenigen philosophischen Strömungen, die – mit einem ironischen Zwinkern – in der Form eines expliziten und dokumentierten Gründungsaktes ausgerufen worden sind. Ort: das Restaurant „Il Vinacciolo“ in Neapel, Datum: 23. Juni 2011, ungefähr 13 Uhr 30. Damit feiert der Neue Realismus dieser Tage seinen fünften Geburtstag. Das mag Anlass zu einer Bestandsaufnahme sein. Rufen wir uns die Angelegenheit noch einmal in Erinnerung, die zur Debatte steht. …“

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MARKUS GABRIEL, der als Wissenschaftler schreibt, versäumt eine elementare wissenschaftliche Voraussetzung jeder DEBATTE:

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Den Stand der FORSCHUNG. Er kennt beim Mittagessen von 2011 nicht die Neue Sinnlichkeit in allen Ausfaltungen in loser Folge seit 1979 bis 2016. Gabriel argumentiert in der NZZ redundant:

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… Der Neue Realismus nimmt an, dass es objektive sowie subjektive Tatsachen gibt, die wir erkennen können. Viele dieser Tatsachen sind davon unabhängig, dass wir Überzeugungen dazu haben. Das isr Realismus. Neu ist dabei, dass nicht mehr angenommen wird, diese Tatsachen gehörten insgesamt zu genau einer Wirklichkeit, der Welt im allumfassenden Sinn dessen, was es überhaupt gibt. Vielmehr sind die Tatsachen in sich vielfältig: Es gibt soziale, mathematische, moralische, physikalische, juristische, historische Tatsachen …“

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Der Debatte und Erleuchtung halber habe ich in Neue Sinnlichkeit 65, im November 2014, erschienen in Köln, auf das MANIFESTO del nuovo realismo und auf den „Neuen Realismus“ von M. Gabriel geantwortet:

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA, gemalt von Dietmar Moews, Öl auf Leinwand 2003 in Dresden

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Dietmar Moews meint: Als ich die ersten „Erfolgsmeldungen von MAURIZIO FERRARIS las und später die sprudelköpfigen Nietzsche-Verhunzungen, von MARKUS GABRIEL als Jungprofessor fürs WDR-Mittagsmagazin, unter dem Lable: NEUER REALISMUS, antwortete ich, ohne vernünftige Debattenantwort bis heute.

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Es scheint, als sei dem Augenzwinkerer M. Gabriel der Ringelnatz ins weiße Engelchenhemd geraten:

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Neuer Realismus – Sinnlichkeit mal neu?“ (Dietmar Moews 2013, S. 34 -51)

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Neuer Realismus – Sinnlichkeit mal neu?

(dm) Im Jahr 2007 hatte ein Schüler aus Salzburg den Begriff Neue Sinnlichkeit angeblich vom Begriff Neue Sachlichkeit her bezogen. Der Schüler verbreitet im Internetz über seine Hochschule, er habe den Begriff „erfunden“ und geprägt: Dieser Schüler hat angeblich von der seit 1979 weltweit publizierten Neuen Sinnlichkeit nichts nachgelesen. Und nun kommt mittlerweile ein junger Philosoph, Professor der Bonner Universität, mit seiner Oberflächlichkeit, als Kunde hinzu.

Deshalb eine Probe aus dessen heischigen Buch “WARUM ES DIE WELT NICHT GIBT” von Markus Gabriel, bei Ullstein 2013. Da behauptet der Autor doch tatsächlich – selbstbeflügelt, mit einer im Klappentext aufgestellten Selbstetikettierung: “Markus Gabriel ist ein spekulatives Wunderkind” – zunächst zum Selberdenken, anschließend zum Nachdenken.

Mit diesem Doktor Gabriel haben sich Universität und Staat den Mob angeschafft. Der Ullstein Verlag hat das Patronat übernommen. Es ist ein Skandal.

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Gabriel macht es so: „Nietzsche? – „Ein großer Teil der in diesem Zitat enthaltenen Aussagen sind falsch..“ Kant?- „dass die Welt ein regulativer Begriff ist… wobei wir schon wissen, dass dieses ein falscher Weltbegriff ist“, Wittgenstein? – „…dies ist ein ziemlich offensichtlicher und übler Widerspruch..“ Heidegger? – „die Welt ist der Bereich aller Bereiche“ usw. “Wir wissen aber bereits mehr als Wittgenstein, da wir bereits wissen, dass es nicht nur Dinge, Gegenstände und Tatsachen, sondern auch noch Gegenstandsbereiche gibt.“

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Nun ist aber, wie man bei einfachem Googeln findet, oder wie ich in jenem Buch nachlas: Herr Doktor Gabriel nur ein Surfer auf Maurizio Ferraris: Manifest des neuen Realismus.

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In knapper Vorstellung hier einige Darlegungen zur Neuen Sinnlichkeit unter dem farbigen Glas des “Neuen Realismus”. Das ist möglich. Der Leser bekommt eine Probe, wie wenig dieser neue „Neue Realismus bieten kann oder anknüpft. Und was er taugt. Denn Ferraris und Gabriel sind platt.

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Das liebe ich:

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Kurz und knackig: Im Jahr 2012 erschien das MANIFESTO DEL NUOVO REALISMO des Turiner Professors für Philosophie, Maurizio Ferraris. Diverse akademische Insider-Klüngeleien waren vorangegangen. Der deutsche Titel erschien im Jahr 2014 bei Klostermann – es heißt “Manifest des neuen Realismus”.

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Da nun Ferraris und Gabriel im Jahr 2012 mit Denkansätzen der NEUEN SINNLICHKEIT herausgeplatzt sind, dabei nicht ausreichend Federlesen machen, finde ich das schon mindestens so ehrenrührig, wie den früheren Hafenmeister und schließlich Staatssekretär im Hannoverschen Landwirtschaftsministerium, Hansen. Hansen bekam jetzt auf der Mole am Hafen von Insel Norderney sein Namensschild aufgestellt „Hansen-Damm“. Verdienst gemäß müsste das “Moews-Damm“ heißen.

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Dietmar Moews hatte den alten Hafen untersucht, den neuen entworfen und konzipiert – der wurde von 1974 bis 1977 von der Hafenbauverwaltung und vom eigenen Bauhof Hafen Insel Norderney Stück für Stück so gebaut, wie er heute ist. Ohne Moews stünde das Hansenschild jetzt direkt im Wasser, weil die Mole einer Untersuchung und Planung aus 1972 von Moews entsprungen ist, die ohne Moews nicht da wäre, ohne Hansen schon.

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Nun also die Neue Sinnlichkeit im Manifest des neuen Realismus von Maurizio Ferraris und die Quirlkacke von Markus Gabriel, “Warum es die Welt nicht gibt“ – so ist heute Staats-Philosophie:

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Noch eine Vorbemerkung:

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Maurizio Ferraris macht, was unredliche Philosophie- und Modeschreiber machen, Ferraris zitiert aus Nietzsches Exzerpten und Notizen, als seien das Werke. Ferraris zitiert aus Varianten des „Wille zur Macht“, die vollkommen von Nietzsche zu seinen Lebzeiten verworfen worden sind und interpretiert Friedrich Nietzsche eigenmächtig. Sowas geht gar nicht. Nur, aus Hochstapelei und Name-Dropping oder mangels Nietzsche-Kenntnis bedient Ferraris sich bei Nietzsches umfangreichen nachgelassenen Notizen. Noch schlimmer ist, dass er sich am sogenannten „Wille zur Macht“ vergreift. “Wille zur Macht”, auch mit zahlreichen anderen Titeln angezeigt, ist Bestandteil der „Kritischen Studienausgabe Friedrich Nietzsche“ De Gruyter / DTV. Aber “Wille zur Macht”, als Nietzsche-Denken bezeichnet, ist immer vollkommen Mist. Denn es handelt sich um ein von Nietzsche selbst ausdrücklich abgebrochenes und vollkommen verworfenes Gedankenkonzept einer „Umwertung“, an die Nietzsche ab 1887 nicht mehr glaubte. Man darf nicht unberufen fälschend aus den Notizen herauslügen. Man muss den Missbrauch der Elisabeth Förster-Nietzsche, die den „Wille“ nach Nietzsches Verschwinden neu angetäuscht hat, übergehen und im Sinne Nietzsches weglassen. (Eine eigene Philosophie der Elisabeth Förster-Nietzsche gibt es nicht – sie war alltagsreaktionär – und war Rudolf Steiner geimpft). Das liest sich aus Sicht ihres Bruders, Friedrich Nietzsche so – und das sollte man schon kennen:

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Die Behandlung, die ich von Seiten meiner Mutter und meiner Schwester erfahre, bis auf diesen Augenblick, flößt mir ein unsägliches Grauen ein. Hier arbeitet eine vollkommene Höllenmaschine mit unfehlbarer Sicherheit über den Augenblick, wo man mich blutig verwunden kann in meinen höchsten Augenblicken. Denn da fehlt mir jede Kraft, sich gegen giftiges Gewürm zu wehren.“

Nietzsche hat eben nur eine kleine Anzahl Bücher, die letzter Hand gelten sollen. Nietzsche musste alle diese Werke auf eigene private Kasse publizieren. Er ließ Kleinauflagen machen, die er persönlich im Direktversand an ausgewählte Leute verteilte – eigene Werke. Während die nachgelassenen, stets so genannten, Fragmente Nietzsches ausdrücklich und zweifellos Aufzeichnungen, Merk-Notate und Dissidenz-Ansätze zu Überlegungen sind, die Nietzsche sich handschriftlich notierte, die aber überhaupt nicht immer seine Texte waren oder auch nicht seine Auffassungen oder seine Meinungen ausdrückten. Nietzsche exzerpierte einfach Vieles mögliche, was er interessant fand. Auch wenn es das Gegenteil aussagte, von dem, was Nietzsche für richtig oder gültig hielt.

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So wissen wir heute aus der Nietzsche-Philologie, dass Nietzsche die bunten Blätter, Digests und Illustrierten seiner Zeit eifrig nutzte und daraus Themen der Zeit, Moden und Querverweise einfach abschrieb, übernahm, die er keineswegs aus eigenem Erlebnis oder Primärlektüre kannte (Nietzsche konnte wegen seiner Augenschwäche, ja Fastblindheit, nur mit allergrößter Anstrengung lesen und las deswegen wenig).

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Aber Quellenlügen, Zitate, wie jetzt im “Neuen Realismus” bei Maurizio Ferraris, wie heute sehr häufig aus Nietzsches „Nachgelassenen Schriften“ herausgeplündert werden, erspitzfindeln Heteronomien, und das ist schwachsinnig.

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Man sollte mit Bezug zu Nietzsche nur geltende Philosopheme zitieren. Und das gilt ausdrücklich für die „Umwertung aller Werte: Der „Wille zur Macht“. Es war als vierteiliges Hauptwerk entworfen, jahrelang gequält und Nietzsche gab es deshalb auf, weil er den Denkansatz für falsch erkannte. Es gibt keinen Wille zur Macht von Nietzsche! – So kann es jeder, der Nietzsche studiert, erkennen und unausweichlich ebenso erkennen wie Nietzsche, der in seinem letzten Schaffensjahr 1888 ausgiebig Auskunft darüber gibt: Was von den Ausarbeitungen vormals zum Hauptwerk das Schlusskapitel hätte bilden sollen – was bleiben sollte – war der „Antichrist“, Nietzsches „Gott ist tot-Schrift“. Der “Antichrist” war als einziger Teil, nämlich Teil Vier, des „Wille zur Macht“ abgeschlossen und vollendet noch zum Druck bestimmt worden: “Antichrist”, aber nicht mehr als Teil einer Umwertung oder eines „Wille zur Macht“.

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Ein Beispiel aus „Warum es die Welt nicht gibt“, von Markus Gabriel, der großzügig die Quelle seines Zitates angibt (S. 258, 12 Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente 1885-1887, in: Kritische Studienausgabe, Bd. 12, 7 (60), S. 315.)

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Sofort ist deutlich, wie dünn der Autor nur Bescheid weiß – er hat da was abgeschrieben und schreibt auch noch „berühmte Aussage Nietzsches“. Aber Gabriel hat die „Kritische Ausgabe“ nicht gelesen und nicht die Annotationen der Herausgeber Colli und Montinari gelesen. Auch Ecce Homo (1888), wo Nietzsche es selbst noch einmal erklärt, nicht gelesen: Dass „Wille zur Macht“, „Umwertung aller Werte“ usw. ein vollkommen verworfenes Gedankenfragment ist: „Umwertung“ gilt nicht.

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Gabriel zitiert also (S. 55): „dass alle Gegenstandsbereiche nur menschliche Projektionen, nützliche Einteilungen einer im Übrigen von unserer Erkenntnis weitgehend unabhängigen, homogenen Wirklichkeit sind … Dies verbirgt sich auch hinter einer berühmten Aussage Nietzsches: „Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen. Wir können kein Faktum „an sich“ feststellen: vielleicht ist es ein Unsinn, so etwas zu wollen. Es ist alles subjektiv“, sagt ihr: aber schon das ist Auslegung, das „Subjekt“ ist nichts Gegebenes, sondern etwas Hinzu-Erdichtetes, Dahinter-Gestecktes.““

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Dieses Zitat ist eine Sinnfälschung Nietzsches Philosophie, quasi „üble Nachrede“. Schließlich geht es Nietzsche um eine anthropologisch-psychologische Erörterung zum „Subjekt“ und zur menschlichen Unkonstanz und nicht um Phänomenologie.

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Dümmlich ist dann aber, hier ungekürzt, wie Gabriel fortfährt (S. 56): „Ein großer Teil der in diesem Zitat enthaltenen Aussagen ist falsch, wobei Nietzsche einen Gedankengang ausdrückt, der heute in allen Wissenschaften prominente Vertreter hat.“

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Gabriel unterstellt Nietzsche eine Aussage, die Gabriel selbst insinuiert, weist sie dann ohne Argumentation zurück – schließlich hängt er seine eigene Schwachmatik weiteren anderen Wissenschaftlern an, „prominente Vertreter“, bleibt wiederum jegliche Argumente oder Quellenangaben schuldig.

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Und es muss auch gefragt werden:

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Welche Qualitätsarbeit haben hier Lektor und Ullstein-Verlag nicht erbracht? Rechnet sich sowas?

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Etwas anders liegt es bei Ferraris Zusammenfassung einer Gruppenarbeit: „Neuer Realismus“

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Wohl darf jeder alles sagen und fühlen und drucken lassen, was ihm einfällt – und wenn man es dann liest, hat das Geschriebene Folgen oder nicht. Auch Maurizio Ferraris vergreift sich an Nietzsches „Nachlass-Notizen“. (Teils wird darüber nur diskutiert und Alles bleibt bei alten Missverständnissen, die einfach schlampig entstehen).

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Ferraris Manifest, in Kürze, erklärt er selbst:

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Ferraris habe eine Anfrage erhalten zu einer Überschrift zum Thema einer Konferenz für „zeitgenössische Philosophie“: New Realism“. Ferraris schreibt, er dachte dabei an eine Pendelbewegung des Denkens im zurückliegenden Jahrhundert von Antirealismus, Hermeneutik, Postmodernismus, sprachliche Wende, Dekonstruktivismus. Und er war überzeugt, dass am Anfang des neuen Jahrhunderts Ausprägungen von Ontologie, Kognitionswissenschaften, Ästhetik und Wahrnehmungstheorie bearbeitet werden.

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Ferraris trifft damit durchaus Kernaussagen der Neuen Sinnlichkeit. Ferraris kommt ebenfalls zu dem Kern der Kritik von Dietmar Moews an all den Dekonstruktivisten und Relativisten. Ferraris lehnt die Relativisten als faul und Wahrheitsverleugner ab. Ferraris kommt aber zu löchrigen Vorstellungen:

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Sein Manifest wende sich gegen zwei Bewegungen:

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Das postmoderne Denken und den Kult der Ironisierung. Gemeint sind der postmoderne Universalverdacht gegen das Denken als Fälschung und die Diskreditierung des Wertes der Wirklichkeit – Ferraris wendet sich gegen einen Konstruktivismus, der behauptet, die Welt in der Begriffsarbeit seiner Beobachter hervorbringen zu können.

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Kurz hierzu von Dietmar Moews gesagt:

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Ich streite gegen die Relativisten / Dekonstrukturierer, ich kämpfe dagegen, dass das stalinistische Motto: „Die Partei hat immer Recht“ und der schwachmatische Mc Luhan: The medium is the message, politische Methode sein darf. Ich meine, dem darf kein Philosoph zustimmen. Denn damit geht es um das offene Tragwerk von Philosophie und Lebensdienlichkeit. Während, wo es weitgehend nur noch um Geld geht, hat die philosophische Debatte um Macht oder Wahrheit zu gehen. Es ist der postmoderne Angriff auf die Wirklichkeit im Medium der Entdifferenzierung von Sein und Wissen.

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Zugegeben, Ferraris (der Übersetzer) schreibt ganz schmissig: „Idealismus und Aufklärung wurden durch English, Internetz und Unternehmen abgelöst. Der Trugschluss „Wissen – Macht“ wird von und durch Macht durchgesetzt. Selbst das neue Wissen über Macht wird von der Macht gebeugt.“

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Aber der Neue Realismus des Ferraris möchte mit Kant die Verleumdung der Wahrheit unter den Kategorien des Denkens zurückweisen, indem der zutreffend sagt:

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Irrend lernt man oder andere lernen (ja, wie lernt man?

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Unter Einsicht in Wahrheitswissen, gemäß Dietmar Moews:

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Es regnet, ich werde naß – die sinnliche Erkenntnis der Neuen Sinnlichkeit – versteht jeder.

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Die Wahrheit zu verabschieden, ist nicht nur ein Geschenk ohne Gegenleistung, das man der „Macht“ macht, sondern vor allem der Widerruf der einzigen Chance auf Emanzipation, die sich der Menschheit bietet: Des Realismus gegen Illusion und Zauberei.

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Dietmar Moews meint: In der Neuen Sinnlichkeit wird auf Kant und die Kritik der Urteilskraft und auf Kants Aufkärungspostulate hingewiesen. Was bei Ferraris Manifest des neuen Realismus einfach blöd erscheint, ist das Unverständnis bzw. das Missverständnis mit Nietzsche. Ferraris glaubt, Nietzsche als Anti-These in seiner Argumentation verstehen und nutzen zu dürfen, indem er zitiert: Nietzsche habe die Wahrheit nur als Wirkung der Macht gesehen und will deshalb die Aufklärung delegitimieren, für die das Wissen und die Wahrheit Vehikel der Emanzipation waren, Instrumente der Gegenmacht und der Tugend. Irrtümlich meint Ferraris, für Nietzsche sei geltende Erkenntnis, dass die Wahrheit ihren Posten für die Illusion und die Entfaltung der Macht räumen muss.

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Wer hier überhaupt in eigenes Mitdenken und Denken gelangt, wird es aufblitzen sehen:

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Nietzsche darf und kann nicht für eine Philosophie der „Es gibt keine Wahrheit“ als Zeuge angerufen werden.

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Nun bringen aber weder Ferraris noch Gabriel überhaupt eigene Argumente für diese stalinistische Schussel-Postmoderne – so muss man sagen:

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Was es mit diesem Neuen Realismus des Ferraris auf sich hat, ist:

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SPRUDELKOPFEREI.

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Ich weise auf die Neue Sinnlichkeit und zwangsläufig darauf, gefälligst Nietzsche nachzulesen, wenn es um Nietzsches letzte geltende Erkenntnis geht:

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Da handelt Nietzsche von den Widrigkeiten des Lebens überhaupt und im konkreten Menschengemachten, Sozialen, Sexuellen, Religiösen usw. und Nietzsches antwortet:

Der Mensch wird durch die Kunst der Lüge Herr über den Stoff. Nietzsche als Herr über Lüge und Stoff kommt zur Wahrheit – aber doch nicht zur Willkürswahrheit. Möglich dass dieses Denken nicht jedem aufgeht.

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Es ist Nietzsches „Felix Mendel“, wonach es um Wahrheit als Kunst der Lüge geht:

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Diese Wahrheit ist wahr und ist die Macht über die Macht: Der zarte, harte Nietzsche.

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Aber um die Absprachen von Macht und Wissen aufzudecken, wiederum, brauchen wir das Wissen und die Wahrheit als emanzipatorisches Urteilswissen. Daran aber gebricht es nun dem Ferraris-Trailer Gabriel mit seinem Witzebuch, das als Philosophie eines Philosophieprofessors des deutschen Universitätsgeschehens (Universität Bonn) frech herauskommt.

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Ich kommentiere den Anschluss an Ferraris im Folgenden mit Textproben aus Markus Gabriel „Warum es die Welt nicht gibt“, eine Probe des Kritisierten aus dessen geschwätzigen Buch, bei ullstein 2013.

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Im Klappentext wird herausstellt, was man im Buch gar nicht finden kann. In stets folgenlosen Schlussfolgerungen oder in sinnlos angehäuften Zwischenfazits schreibt Gabriel:

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… Unsere Sinne sind nämlich gar nicht subjektiv. Sie stecken nicht unter oder auf unserer Haut, sondern sie sind objektive Strukturen, in denen wir uns vorfinden. …”

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In seinem Buch behauptet Markus Gabriel, dass es die Welt nicht gibt. Es gibt sie wohl nicht, wie er mit dem Wort „Welt“ in seinem Buch umspringt – denn er definiert „Welt“ nicht. Gabriel kommt zu seinen Weltorientierungsanmerkungen, die keine neue Realität darlegen oder aufzeigen, sondern eben klingeln, so:

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(Seite 25: „…Die Fragen selbst sind naiv. Es sind nicht selten Kinder, die sie stellen – und hoffentlich nie damit aufhören werden. Die ersten beiden philosophischen Fragen … haben mich niemals losgelassen. Einmal ist mir ein Regentropfen ins Auge gefallen, und ich habe eine Laterne dadurch doppelt gesehen. Also stellte ich mir die Frage, ob da nun eigentlich nur eine oder zwei Laternen seien. … Die andere Frage … dass die Zeit vergeht und dass ich mit dem Wort „jetzt“ völlig verschiedene Situationen bezeichnete. In diesem Augenblick bin ich wohl auf den Gedanken gekommen, dass es die Welt nicht gibt, wobei ich gut zwanzig Jahre benötigt habe, um diesen Gedanken zu durchdringen … Mittlerweile lehre ich seit einigen Jahren das Fach Philosophie an verschiedenen Universitäten…“

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Wir sehen: Die Fragen sind keine Fragen – Gabriel kommt gut ohne Fragezeichen aus.

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Wir sehen auch, dass der Autor zwar etwas gegen Ironie hat, aber den Titel seines Buches „Warum es die Welt nicht gibt“ ständig erwähnt (denn sonst wüsste man nicht, was diese Jugendgeschichte des Henri Jung-Stilling hier soll).

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Gabriel, vom Ullstein-Verlag, kommt zwingend zu Unsinn und Widersinn, wenn er seine Begriffe nicht klären kann. Mal heißt es „Welt“, dann heißt es „das Ganze“, die Gesamtheit“ auch „ein Universum“ wird verwendet. Immer sucht der Autor den bekannten Forschungsstand der Philosophie zu ignorieren, weil der ihm unbekannt ist. Was hier keinen Sinn ergeben kann ist, dass er Pseudo-Totalitätsbegriffe wählt – Welt, Ganzes, Universum – dann aber willkürlich behauptet, solche Vorstellungsbegriffe hätten Grenzen, also auch ein Außerhalb. Es gäbe etwas außerhalb und dann mal „All inclusiv“ willkürlich nicht. Auch wenn der Autor die Begriffe „Physik“ und „Metaphysik“ erwähnt, kennt er „Metaphysik“ nicht. Irreführend setzt er „Gedanken“ als Funktion der Physik. Daraus macht er dann „Materialismus“ sowie „Physikalismus“, bringt aber auch damit keinerlei Orientierungsertrag.

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Der seinem Thema nicht gewachsene Autor Gabriel wendet sich an ungeklärte Denkkonsumenten, wie er selbst einer ist. Leser werden mit Nonsense abgefunden. Doch ohne Verständnis für Heuristik, für einfache Methoden der Erkenntnis und Verifizierung, fehlen bei Gabriel Abgrenzungen für lebenswichtige Alltagswahrheiten, zur Unterscheidung von „Wahrheit“, „Unwahrheit“, „Lüge“ „Täuschung“, “Irrtum“, „Illusion“ oder – um mal seine unsinnige Diktion von „Nietzsche ist falsch“ anzubinden:

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Welche Wahrheitssuche haben wir denn hier, wenn es einem „Weltnegierer“ am Vorstellungsvermögen für „Totalität“ gebricht. Kant hatte hierzu „Ding“ und „Ding an sich“ als klare Vorstellungskategorien entfaltet. Die Leser von Gabriel erfahren das nicht.

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S. 32, Schlusssatz von Kapitel „Was ist das eigentlich, die Welt? (Anm. DM: ein Fragezeichen!)

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„… wenn alles Wissen in eine Art tiefes Nichtwissen eingehüllt zu sein scheint, warum vertrauen wir dann überhaupt noch auf die Wirklichkeit, wie sie uns erscheint, auf die Welt, in der wir zu leben scheinen?“

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Gabriel beschließt ein wirres Kapitel mit einem Fragezeichen? – ohne sich seiner Frage zu stellen, aber auch ohne irgendeine Antwort oder Schlussfolgerung oder Hypothese zu seiner Frage.

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Ullstein-Autor Gabriel bastelt unausgeführte Behauptungen, wie „Kants ..Konstruktivismus .. hat behauptet, dass wir die Welt, wie sie an sich ist, nicht erkennen können .. dass es einen Unterschied gibt zwischen den Dingen, wie sie uns erscheinen, und den Dingen, wie sie wirklich sind.“ aneinander. Darauf bezogen, aber unbeeindruckt behauptet er vollkommen ohne Argumentation: – „Der Neue Realismus geht vielmehr davon aus, dass wir die Welt so erkennen, wie sie an sich ist..“ Hier ignoriert Gabriel Kants Definition von „Ding“ und „Ding an sich“, geht darauf aber auch überhaupt nicht ein. Wie gesagt: Die Hypothese lautet:

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Warum es die Welt nicht gibt“.

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Aber der „Neue Realismus“, der von Gabriel reklamiert wird, „geht vielmehr davon aus, dass wir die Welt so erkennen, wie sie an sich ist“.

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Oh – die Welt gibt es nicht? aber die Welt an sich erkennen wir doch? So würfelt es Seite um Seite nur Kraut und Rüben, hinkend in einfachsten Schlussfehlern, schlimmer sind die falschen Zitate, die geradezu lügenhaft-unwissenschaftlichen Zitierweisen und Quellenangaben.

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Der Ideengeschichtler Isaiah Berlin, Gegner und Verfolgter des Stalinismus, antwortete auf die Frage, was das Schlimmste sei? „Wenn ein Wissenschaftler Quellen fälscht.“

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Stattdessen zitiert Gabriel sinnloses Kino- und Videowissen – es ist leeres Stroh:

S. 248: “Die Sinne … Nicht jedes Lachen überwindet den Nihilismus, wie die Serie Louie gegen Curb Your Enthusiasm neuerdings geltend macht. In Louie geht es ähnlich wie in Seinfeld um das Leben eines New Yorker Komikers, Louis C. K. Die Serie entfaltet sich in bewusster Analogie zu Curb Your Enthusiasm, deren Autorität sie allerdings untergräbt. Larry David tritt zwar dauernd in Fettnäppfchen, indem er auf soziale Konventionen hinweist und diese – manchmal sogar erfolgreich – zu verändern versucht. Louie hingegen scheitert und landet immer wieder in der schlimmstmöglichen Situation. Er wird mehr als einmal vergewaltigt, scheitert in allen Liebesdingen gnadenlos und erlebt einen alltäglichen Horror: So trifft er ein fettes Kind, das nur rohes Fleisch isst und in seine Badewanne scheißt und verschuldet die Enthauptung eines Obdachlosen im New Yorker Straßenverkehr.

Nachdem Louie ihn von sich gestoßen hat, fällt der Obdachlose auf die Straße, wird von einem Lastwagen überrollt, und sein Haupt rollt zum Erschrecken aller Zuschauer über die Straße, was wirklich ästhetisch deutlich zu weit geht. Dies ist das Prinzip von Louis C.K.’s Humor, den entscheidenden Schritt zu weit zu gehen, womit er uns sozusagen die hässliche Fratze von Larry Davids Humor zeigt.

Natürlich könnte man eine ganze Bibliothek über den Zeitgeist in Fernsehserien zusammenschreiben. Sie als kulturindustrielle Massenunterhaltung abzutun wäre jedenfalls ein intellektuelles Verbrechen, das sich selbst der kritischste Theoretiker zweimal überlegen sollte. Man macht es sich jedenfalls entschieden zu einfach, wenn man die Serien auf ihren manipulativen Charakter reduziert und so nur die altbackene Unterscheidung zwischen U- und E-Kultur reproduziert.

An dieser Stelle geht es mir jedoch abschließend um eine andere Frage, die mit dem Erfolg der Fernsehserie und der Funktion des Fernsehens zusammenhängt, nämlich um die Frage, wie sich die Sinnfelder eigentlich zu unseren Sinnen verhalten und ob sich daraus Aufschluss über die Frage nach dem Sinn oder Unsinn unseres Lebens gewinnen lässt.

Beginnen wir dazu mit einer eigentlich offensichtlichen Bestandsaufnahme. Wir sind daran gewöhnt zu meinen, wir hätten fünf Sinne: Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen. Andere Tiere haben auch noch andere Sinne, die wir auch vom Menschen kennen, verschieden intensiv ausgeprägt. So weit, so gut. Doch wer sagt uns eigentlich, dass wir nur fünf Sinne haben? Und was ist eigentlich ein “Sinn”? Wie schon gesagt, geht die Einteilung unseres Sinnesapparates auf die antike griechische Philosophie, insbesondere auf Aristoeles‘ Buch Über die Seele zurück. Aristoteles setzt (wie vor ihm schon Platon) das Denken den Sinnen entgegen. Seine Überlegung lautet, dass das Denken unsere verschiedenen Sinne koordiniert und auf einen einheitlichen Gegenstand bezieht. Wenn ich ein Wassereis sehe, es betaste, rieche und schmecke, sagt mir mein Denken, dass es sich bei alldem um denselben Gegenstand handelte. Doch warum sollte das Denken selbst eigentlich kein Sinn sein? Warum wird es den Sinnen (und damit tendenziell dem Leib insgesamt) entgegengesetzt?

Es ist ziemlich merkwürdig, dass wir nur wenige naturwissenschaftliche Erkenntnisse des Aristoteles heute noch gelten lassen, jedoch ausgerechnet die Grundlagen seines Buches über die Seele so verinnerlicht haben, dass wir unseren Zugang zur uns umgebenden Dingwelt immer noch wie Aristoteles interpretieren. Dabei hätte es durchaus Alternativen gegeben. Schon einige antike indische Philosophen haben das Denken oder den Geist als Sinn neben anderen Sinnen gedeutet. Und ganz alltäglich drücken wir uns manchmal so aus, jemand habe einen Sinn für Musik oder für gutes Essen.

In diesem Zusammenhang kann man einen Sinn als einen wahrheitsfähigen und damit irrtumsanfälligen Realitätszugang verstehen. Dies meinen wir ja, wenn wir das Sehen oder Riechen als einen Sinn verstehen. Wir haben Zugang zu einer Realität, der Sehwelt, der Riechwelt, und zwar so, dass wir uns auch täuschen können. Es riecht wie Hundefutter, ist aber ein schlecht gekochter Coq au Vin; es fühlt sich wie Seide an, ist aber ein Imitat.

Wie verhält sich dieses erweiterte Verständnis unserer Sinne zur Sinnfeldontologie? Die Antwort ist sowohl naheliegend als auch überraschend.

Unsere Sinne sind nämlich gar nicht subjektiv.

Sie stecken nicht unter oder auf unserer Haut, sondern sie sind objektive Strukturen in denen wir uns vorfinden. Wenn man hört, dass jemand an die Tür klopft, dann erfasst man damit eine objektive Struktur und keinen Sinneseindruck, der sich innerhalb unseres Körpers befindet. Denn man klopft ja nicht in unserem Körper, sondern an der Tür. Der Mensch ist weder in seine Schädeldecke noch in seine Seele eingeschlossen. Die gewöhnliche Sinnesphysiologie oder antike Seelenlehre, die uns leider bis heute bestimmt, behandelt uns so, als ob wir alle unter einem Locked-in-Syndrom litten, wie der Protagonist in Julian Schnabels Film Schmetterling und Taucherglocke oder in dem Antikriegsfilm-Klassiker Johnny zieht in den Krieg“. Unsere Sinne sind aber gar nicht “in unserem Kopf”, wie Hilary Putnam einmal über die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke geschrieben hat. (98)

Noch einmal: Wenn ich sehe, wie Passagiere in den Zug einsteigen, sehe ich die Passagiere und keine mentalen Repräsentationen. Mein Sehsinn muss also real sein, er kann nicht außerhalb dessen stehen, was er sieht. Dies gilt auch für unseren Orientierungssinn. Auch dieser orientiert sich mitten in der Realität, den unendlich vielen Sinnfeldern, indem er selbst ein Sinnfeld erzeugt, einen Weg durch das Unendliche. Und noch viel weiter als jeder Sehsinn reicht unser Denken, das sich mit dem Unendlichen selbst beschäftigen kann. Deswegen kombiniert das Fernsehen im Medium von Qualitätsserien auch unseren Fernsinn, das Sehen, mit unserem Denken. Wir werden mit dem Sehsinn über diesen hinausgeführt, ohne es zu merken, was es dem Fernsehen auch erlaubt, eine vielkritisierte manipulatorische Funktion auszuüben.

Alles, was wir erkennen, erkennen wir durch einen Sinn. Der Sinn ist dabei nicht innerhalb unseres Leibes, sondern genauso sehr “da draußen”, “in der Wirklichkeit” oder “in der Realität” wie Mäuse und Obstbäume. Dies bedeutet insbesondere, dass wir die Stellung unseres Fernsinns, des Sehens, auch noch einmal kritisch begutachten müssen. Denn wir stellen uns unsere Verortung in einem Weltganzen traditionell so vor, dass wir uns in einer Art riesigem Raumzeitbehälter befinden, dessen Ausmaße wir inzwischen durch Lichtverhältnisse, andere Strahlungen nichtsichtbarer Wellenlängen sowie insbesondere auch Gedankenexperimente bestimmen können. Ein Gedankenexperiment, wie die berühmten Gedankenexperimente Einsteins, besteht nicht aus bloßen mentalen Repräsentationen. Gedankenexperimente funktionieren wirklich. Wenn wir komplexe Tatsachen durch ein Gedankenexperiment entdecken, bemühen wir unseren Denksinn, der wie alle anderen Sinne auch wahrheitsfähig und irrtumsanfällig ist.

Wir bahnen uns immer einen Weg durch das Unendliche. Alles, was wir erkennen, sind Ausschnitte von Unendlichem, das selbst weder ein Ganzes ist noch als Supergegenstand existiert. Es gibt eine unendliche Sinnexplosion, an der wir teilhaben, weil sich unsere Sinne virtuell bis in den letzten Winkel des Universums und auf die Flüchtigsten Ereignisse im Mikrokosmos erstrecken. Sobald wir dies erkennen, sind wir imstande, den Gedanken, wir seien nur Ameisen im Nirgendwo, zurückzuweisen. Zwar müssen wir – jedenfalls gilt dies Noch zur Abfassung dieser Zeilen – alle sterben. Und niemand wird bezweifeln, dass es viele Übel und absurdes, unnötiges Leiden gibt. Doch wir erkennen auch, dass alles anders sein kann, als es uns erscheint, einfach deswegen, weil alles, was existiert, in unendlich vielen Sinnfeldern zugleich erscheint. Nichts ist nur so, wie wir es wahrnehmen, sondern unendlich vielmehr – ein tröstlicher Gedanke.

Das Fernsehen kann uns von der Illusion befreien, es gebe die eine, alle umfassende Welt. In einer Fernsehserie oder einem Film können wir verschiedene Perspektiven auf eine Situation entwickeln. Im Unterschied zum Theater sitzen wir nicht vor einer Bühne und müssen eine im Raum anwesende Person als Darstellung einer Figur auffassen, die nicht mit dem Schauspieler identisch ist, denn einen Film können wir auch dann sehen, wenn die darstellende Person schon nicht mehr existiert. Ein Film ist in einem radikalen Sinne eine “Show über nichts”, eine Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Deutungsmöglichkeiten jenseits der fixen Idee, es gebe eine einzige Welt, in der alles stattfindet und die bestimmt, was real und was fiktiv ist. Die Vielzahl real existierender Perspektiven anzuerkennen ist gerade die Pointe moderner Freiheit (und der modernen Fernsehserien), die nicht auf eine unnötige Vereinheitlichung setzt.

Dass es die Welt nicht gibt, ist also insgesamt eine erfreuliche Nachricht. Denn es erlaubt uns, unsere Überlegungen mit einem befreienden Lächeln abzuschließen. Es gibt keinen Supergegenstand, dem wir ausgeliefert sind, solange wir leben, sondern wir sind in unendliche Möglichkeiten verstrickt, uns dem Unendlichen zu nähern. Denn nur auf diese Weise ist es möglich, dass es alles gibt, was es gibt.

und der Sinn des Lebens … (Anm. D. M. Kapitelüberschrift)

Die Sinnfeldontologie ist meine Antwort auf die Frage, was der “Sinn von Sein” ist, um eine berühmte Formulierung Heideggers aufzugreifen. Der Sinn von Sein, die Bedeutung des Ausdrucks “Sein” beziehungsweise “Existenz” ist der Sinn selbst. Dies zeigt sich darin, dass es die Welt nicht gibt. Die Nichtexistenz der Welt löst eine Sinnexplosion aus. Denn alles existiert nur, weil es in einem Sinnfeld erscheint. Da es kein allumfassendes Sinnfeld geben kann, gibt es unbegrenzt viele Sinnfelder. Die Sinnfelder hängen nicht insgesamt miteinander zusammen, da es die Welt sonst gäbe. Die Zusammenhänge zwischen Sinnfeldern, die wir beobachten und hervorbringen, bestehen immer nur in neuen Sinnfeldern. Wir können dem Sinn nicht entrinnen. Sinn ist sozusagen unser Schicksal, wobei dieses Schicksal nicht nur uns, sondern eben alles betrifft, was es gibt. Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens liegt im Sinn selbst. Dass es unendlich viel Sinn gibt, den wir erkennen und verändern können, ist schon der Sinn. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: Der Sinn des Lebens ist das Leben, die Auseinandersetzung mit unendlichem Sinn, an der wir glücklicherweise teilnehmen dürfen. Dass wir dabei nicht immer glücklich sind, versteht sich von selbst. Dass es Unglück und unnötiges Leiden gibt, ist ebenfalls wahr und sollte der Anlass dazu sein, das Menschsein neu zu bedenken und uns moralisch zu verbessern. Vor diesem Hintergrund ist es allerdings wichtig, sich Klarheit über unsere ontologische Situation zu verschaffen, da der Mensch sich immer auch im Zusammenhang damit verändert, was er für die Grundstruktur der Wirklichkeit hält. Der nächste Schritt besteht darin, die Suche nach einer alles umfassenden Grundstruktur aufzugeben und stattdessen gemeinsam zu versuchen, die vielen bestehenden Strukturen besser, vorurteilsfreier und kreativer zu verstehen, damit wir besser beurteilen können, was bestehen bleiben soll und was wir verändern müssen. Denn nur, weil es alles gibt, bedeutet dies noch nicht, dass alles gut ist. Wir befinden uns alle gemeinsam auf einer gigantischen Expedition – von nirgendwo hier angelangt, schreiten wir gemeinsam fort ins Unendliche.”
(Vorstehend und folgend ist Zitat aus Neue Sinnlichkeit 65, publiziert im Jahr 2014)

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Vorstehend endet ungeschnitten der Schluss des Ullstein-Philosophie-Buches von Markus Gabriel, das mit dem Anspruch „Neuer Realismus“ im Anschluss an Maurizo Ferraris klingelt.

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Auf Gabriels Begriffsgeklingel mit stets folgenlosen Schlussfolgerungen schreibt Ferraris: „Der Umstand, was für ihn, Professor Markus Gabriel in Bonn, neu ist, müsste auch die philosophische Welt in Erstaunen setzen,“ führt Gabriel im Frühstücksfernsehen auf, als sei Wissenschaft Kindergarten.

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Vorher wird reklamiert: Ein Wissenschaftler muss Wissen schaffen.

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Wissen schaffen ohne den Forschungsstand seines Faches und seines Arbeitsfeldes zu kennen? Wie denn? Zwar kann kein Mensch heutzutage noch Alles kennen. Aber die Wesentlichkeiten der Philosophie, die ihre Geschichte bereits verzeichnet, dazu umfangreiche Debatten und Metakritiken dazu – die muss ein Wissenschaftler kennen und einbezogen haben, wenn er seine Gedanken publiziert und mit dem Zusatz NEU versieht.

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Was Gabriel an seinem Neuen Realismus als neu ausgibt, ist nicht mal alter Wein in neuen Schläuchen – es ist eigentlich peinlich, selbst, wo Gabriel Sinnfälligkeiten abschreibt und aufspießt. Die Bestätigung, die Markus Gabriel von wesentlichen Grundgedanken der Neuen Sinnlichkeit in seinem “Warum es die Welt nicht gibt” schreibt, welche Bedeutung unsere Kultur der Sinnlichkeit für unsere Seinsbindung hat, wurden bereits im Manifest mit der Erstausgabe im November 1979 von Dietmar Moews publiziert. Es ist unseriös und fad, wenn dieser „Neue Realist“ kaum von der sinnlichen Seinsbindung weiß. Er pickt lustig Rosinen, gerade so, wie er glaubt, ein oberflächliches Philophiestudententum ansprechen zu sollen.

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Unverfroren ist Gabriels Bezugnahme auf den Italiener Ferraris, dem „Erfinder“ dieses angeblich post-postmodernen Neuen Realismus‘.

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Zitiert aus Neue Sinnlichkeit 65, Köln 2014, ebenda zitiert nach:

Maurizio Ferraris: „Manifest des neuen Realismus“,

90 Seiten, aus dem Italienischen von Malte Osterloh, 2014 Frankfurt a. M;

Markus Gabriel: „Warum es die Welt nicht gibt“, 271 Seiten, 2013 Berlin;

Christoph Riedweg (Hrs.): „Nach der Postmoderne“ 313 Seiten, 2014 Basel;

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#PostRefRacism in Sebnitz gegen Bundespräsident Joachim Gauck

Juni 30, 2016

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vom Donnerstag, 30. Juni 2016

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Frankfurter Rundschau, am Mittwoch, 29. Juni 2016, Seite 4, berichtet Martin Steinhagen:

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Hass nach dem Brexit-Votum. UN fordern Großbritannien auf, gegen Übergriffe vorzugehen.

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Die Debatte wurde anfangs im Netz geführt und hat inzwischen die Politik erreicht: Es geht um Berichte über eine Zunahme von Hetze und Rassismus im Vereinigten Königreich nach dem Sieg des Brexit-Lagers im Referendum am Donnerstag. Bereits während der Kampagne zur Volksabstimmung waren Ressentiments gegen Migranten und Flüchtlinge geschürt worden.

Zuletzt hat der Hochkommissar der Vereinten Nationen, Zeid Ra’ad Al Hussein, Grossbritannien aufgefordert, gegen fremdenfeindliche Übergriffe nach der Brexit-Abstimmung vorzugehen. Am Montag hatte bereits der polnische Botschafter in Großbritannien mitgeteilt, er sei „geschockt“ über „Vorfälle fremdenfeindlicher Beschimpfung“ gegen die polnische Community und anderen Menschen mit Migrationsgeschichte. … Londons Bürgermeister Sadiq Khan kündigte ein „Null-Toleranz-Vorgehen“ an:

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Ich habe unserer Polizei gebeten, besonders wachsam auf jeglichen Anstieg bei Fällen von Hass-Kriminalität zu achten … berichten viele Menschen in den sozialen Netzwerken über ihre Erfahrungen mit rassistischen Kommentaren und sprechen von einem zunehmend feindseligen Klima. Bei Twitter hat sich inzwischen das Schlagwort #PostRefRacism (kurz für „Rassismus nach dem Referendum“) für derartige Berichte etabliert. Nutzer beschreiben etwa, dass sie selbst, Verwandte oder Bekannte aufgefordert würden,

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nach Hause zu gehen“ oder anderweitig rassistisch beschimpft wurden.

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Solltest du nicht in einem Flugzeug nach Pakistan sein? Wir haben euch doch rausgestimmt“, soll etwa ein Patient einem Arzt an den Kopf geworfen haben … Flugblätter gegen „polnisches Ungeziefer“ aufgetaucht …“

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Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck besuchte vergangene Tage das sächsische Sebnitz und wurde dort von einem haltlosen Mob übel angepöbelt und beschimpft. Es waren Einheimische, die sich selbst einer „Heimatschutz-Szenerie“ zurechnen, ähnlich Pegida und angeblichen Neo-Nazis, die Hass auf den deutschen Staat, die Regierung, den Bundespräsidenten bzw. den Staat allgemein äußern und dafür das „Recht der Straße“ beanspruchen.

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Kölner Stadt-Anzeiger, Mittwoch, 29. Juni 2016, Seite 04 MEINUNG, rachte CHRISTIAN BOMMARIUS Analyse Nicht nur dem Bundespräsidenten schlägt Verachtung entgegen:

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Vielstimmiger Hass aufs System“ …. Eidbruch… freimaurerische Missgeburt … linksterroristischer Staat … wer dem Bundespräsident vorhält „unwürdig und charakterlos“, einem Minister „gewissenlos“ und der Bundesregierung… Verbrecherbande und Lügenpack zu sein ….“

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wie jetzt durch die normalen Nachrichten im Deutschlandfunk verbreitet worden war.

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Entsprechend dem Meinungs-Kommentar im KÖLNER STADT-ANZEIGER von CHRISTIAN BOMMARIUS muss man sich doch über zwei Tatsachen sehr wundern

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Dietmar Moews meint: Dass Alt-DDR-Befreite über angepasste „Widerstandskämpfer“ der SED und der evangelischen Kirche in der DDR kotzen müssen, mag sein – dass jemand, der gerade kotzen muß dabei noch ausruft:

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Ich kotze“ – das ist vorstellbar. Aber dann:

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EINS: Der deutsche Bundespräsident ist ein hoher staatlicher Repräsentant – er darf nicht beleidigt werden. Wer sich an Herrn Gauck reiben möchte oder mit ihm politische Meinungsverschiedenheiten klären muss, darf das privat-persönlich versuchen. Aber öffentlich ist ein Bundespräsident keine Privatperson und kein Freiwild.

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ZWEI: Ich habe in keiner deutschen Tageszeitung gerichtsfeste Zitate aus diesem unsäglichen Geschehnisse in Sebnitz gefunden. Die öffentlichen Angriffe auf den Bundespräsidenten wurden nicht zitiert – sie werden vertuscht. Auch der Kölner Stadt-Anzeiger schwadroniert allgemein zu den Angriffen auf Joachim Gauck in Sebnitz.

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DREI: Die Polizei in Sebnitz, die während Gaucks Besuch das Ordnungs- und Polizeirecht wahrzunehmen hatte – ja, auch das staatliche Gewaltmonopol“ – hat die Angreifer und Beleidiger nicht gestoppt, Personalien festgestellt oder festgenommen.

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Die Polizei hätte die Störer zur Ruhe und Rücksicht auffordern müssen, Platzverweis erteilen, Personalie überprüfen, abführen (zuführen), Landfriedensbruch/Widerstand gegen die Staatsgewalt, Störung öffentlicher Ordnung.

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VIER: Der Sächsische Ministerpräsident Tillich (CDU) erklärte der Presse anschließend (Radio-O-Töne), dass er entsetzt gewesen sei, die verbalen Angriffe durch Bürger auf den Bundespräsidenten, wo man doch gerade dabei sei, das schlechte Image des schönen Ortes Sebnitz zu verbessern,

Stanislav Tillich hat die Polizei nicht dazu veranlasst, die Beleidiger zu stoppen und festzunehmen. Es ist seine Führungsverantwortung als Ministerpräsident und Weisungsberechtigter der Landesregierung, Innenminister, Polizeiführung, Einsatzleiter …

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FÜNF: Anwesende sächsische und Sebnitzer Bürger erklärten ihre Erregung und Beschämung, solche Angriffe auf den Bundespräsidenten zu erleben, ohne dagegen einzugreifen (Selbstjustiz?)

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SECHS: Gauck erklärte später (DLF-O-Töne), „Ich bin grundsätzlich auf solche Attacken gefasst, weil ähnliche Auftritte von Hass und Aggression von einer kleinen Gruppe von staatsfeindlichen Bürgern häufig geschehen.

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KURZ: Es ist ein Skandal, dass die Führung der Polizei nicht die Pflicht erfüllt, Angriffe gegen den Bundespräsidenten zu unterbinden, die Personenschützer damit alleine lassen, die Straftäter nicht mal erkennungsdienstlich erfassen, und nicht verhindern, dass Landfriedensbruch, Beleidigungen, und weitere Ordnungswidrigkeiten mit Aufforderungscharakter, gestoppt werden.

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Wir erleben den Vorbild-Charakter von Führungsschwäche und geduldetem Fehlverhalten im öffentlichen Auftreten und gegenüber Amtspersonen.

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Kölner Stadt-Anzeiger am 29. Juni 2016

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Es gibt kein Recht auf Mob-Unwesen in der Öffentlichkeit.

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Es gibt die Pflicht und die Verantwortung unserer vereideten Repräsentanten die Öffentlichkeit vor Rechtsbrüchen und Straftaten zu bewahren.

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Es kommt aus soziologischer Sicht auf das Problem des Führunsgbedarfes aus:

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Führung und Fühlung (als Funktion von Führung) sind notwendige Qualitäten der repräsentativen Amtsausübung unserer deutschen Dienstklasse. Der sächsische Ministerpräsident hat sich durch seine Unterlassungen und seinen absurden Kommentar sinngemäß von seinem hohen Staatsamt „verabschiedet“.

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Deshalb:

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Das Ding an sich muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich.“

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Gegen Internetz-Zuhälterei durch die E U – Netzneutralität mit BEREC

Juni 29, 2016

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vom Mittwoch, 29. Juni 2016

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Am 29. Juni 2016 um 12.27 – seitdem verkürzte sich die Restzeit fortlaufend… um 12.27 Uhr betrug die Restzeit für den Widerspruch:

 

Wir haben 19 Tage, 9 Stunden und 33 Minuten Zeit, um das Internet in Europa zu retten.

In diesem Sommer trifft die EU eine Entscheidung über Netzneutralität. Wenn wir verlieren, gewinnen Internet-Provider in Europa die Macht, einigen Websites und Apps eine Vorzugsbehandlung zu geben und andere auf die Kriechspur zu verbannen. Am 28. Juni beginnt der EU-Slowdown. Websites protestieren mit einem Warten-Icon, das auf der EU-Flagge basiert, damit wir Millionen von Kommentare an die EU-Regulierer auslösen können. Machst du mit?

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www.http://www.savenetneutrality.eu/de/#sites

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Da wird für die NETZNEUTRALITÄT bei der EU-Politik eingetreten! – so:

 

Dear Sir / Madam,

 

Please take this Stakeholder comment regarding the BEREC net neutrality guidelines creation into consideration.

 

[NN#1v2]

The diversity and innovative capacity of the Internet comes from the low cost of innovation and low barriers to entry. These principles ensure that every established business, start-up or non-commercial service — regardless of their size — has an equal opportunity to communicate with a global audience in a manner equal to their competitors. This driving force for the prosperity and diversity of the online economy can only be ensured by an open, neutral and non-discriminatory Internet. When internet providers are allowed to interfere with the decisions of their customers by economic or technical discrimination, this freedom is lost. Recital 1 of the EU Regulation on net neutrality says that legislation has to be interpreted in a way that ensures our freedom to access and distribute information and that protects the Internet as an engine for innovation.

The current BEREC guidelines create a solid foundation for the protection of these principles. The enormous task BEREC was left with by the legislator has been fulfilled in a balanced and careful manner that ensures the protection of the rights of consumers and businesses guaranteed by the regulation. The guidelines provide much needed clarification to the text, but need to be further specified in a few points.

 

[ZR#1v2]

Zero-rating” is a commercial practice imposed by internet providers. It allows unlimited access to certain sites and services, but imposes a payment for accessing the rest of the internet.

 

It is good that there are a number of clear restrictions on zero-rating in BEREC’s draft guidelines. However, if most of the current forms of zero-rating are going to be banned or severely restricted, why not ban zero-rating altogether? That would cut five pages from the guidelines and make the job simpler for the National Regulatory Authorities whose job it is to implement the guidelines.

 

There are forms of commercial practices that interfere with users’ rights protected under Article 3(1) of the EU Regulation to access and, in particular, to distribute information freely. When a commercial practice of an ISP discriminates between providers of content, applications and services by making them unequally accessible (for example, if you have to pay to access some sites/services, but get “free” access to others), this constitutes an arbitrary interference of users’ rights established under Article 3(1) of the Regulation and should be prohibited according to Article 3(2).

 

Recital 7 of the Regulation defines the types of commercial practices that require national regulators to intervene. However, the language of this recital that “National regulatory and other competent authorities should be empowered to intervene” and “should be required, as part of their monitoring and enforcement function, to intervene” only provides the minimum floor for regulatory intervention and not a maximum ceiling of the scope of this regulation. National Regulatory Authorities have a strict mandate to implement the restriction on harmful commercial practices of Article 3(2) of the Regulation. This means that a slower (and resource-intensive) case-by-case approach is not an appropriate implementation of the legislation.

Application-specific zero-rating (i.e. zero-rating of individual applications or whole classes of applications) and zero-rating for a fee (i.e. where application providers pay to have their data zero-rated) are commercial practices that systematically — regardless of their scale and the market position of the players involved — interfere with the end-users’ right of Article 3(1) to impart information, and therefore materially reduce end-users’ choice in practice. If people have to pay to access YOUR information and get access to other information for free, this is quite obviously a restriction on the right to distribute information, as described in Recital 1 of the legislation. It is therefore logical that such practices be banned under the provisions of Article 3(2).

 

In addition, National Regulatory Authorities have to ensure clarity and predictability of authorised business models in the digital single market to fulfil the goal of this Regulation to “guarantee the continued functioning of the Internet ecosystem as an engine of innovation”. BEREC’s mandate pursuant to Article 5(3) of the EU Regulation is to contribute to the “consistent application of this Regulation” by issuing clear rules. A case-by-case approach falls short, since the legality of each zero-rating offer will have to be assessed individually by 31 enforcement bodies and radically different patterns of what is permitted and prohibited in each country will accumulate over time, as a direct result of these case-by-case decisons. This legal uncertainty discourages long-term planning and innovation, and is therefore detrimental to investment in the European start-up economy.

Finally, most of the commercial practices highlighted by BEREC have a harmful effect on the fundamental rights of end-users protected under the Charter of Fundamental Rights of the European Union. By making certain services unequally accessible, zero-rating infringes on the media freedom and pluralism (Article 11(2) of the Charter). Zero-rating also constitutes a discrimination against the right to provide services in EU Member states and the freedom to conduct a business for every competitor of the services or applications that are being zero-rated. (see Articles 15(2)), and 16 of the Charter of Fundamental Rights).

 

[SpS#1v2]

The EU Regulation on net neutrality allows specialised services (“services other than internet access services”) under strict safeguards. Article 3(5) and Recital 16 require the optimisation of specialised services to be objectively necessary for the functionality of key features of the service. This would not be the case with services that could also function on the open, best-effort Internet. Furthermore, Recital 16 prevents specialised services from being used to circumvent general net neutrality traffic management rules. Any deviation from these safeguards that would widen the applicability of the concept of specialised services would increase market entry barriers and thus weaken the innovative potential of the Internet as a whole.

 

If ISPs are allowed to charge online services for preferential treatment, they have an incentive to stop investing in network capacity for the “normal” Internet and reduce their data caps, in order to encourage their customers to use specialised services. This effect would be detrimental for minorities, disadvantaged people, not-for-profit services and start-ups that cannot afford special access to all networks. This would also be detrimental to the development of the free, open and innovative Internet ecosystem.

 

[SpS#2v2]

Specialised services allowed under the EU Regulation must come with their own capacity, separate from the Internet access service. They cannot undercut the average maximum bandwidth that the EU Regulation guarantees.

 

Paragraph 118 of the draft BEREC guidelines suggests that the delivery of specialised services could limit an individual end-user’s Internet access service capacity. This is not in line with Article 3(5) of the EU Regulation. It also contradicts the requirements for the provision of specialised services in paragraphs 113 and 117 of the draft guidelines.

 

Furthermore, the legislator clearly established its intention to ensure that end-user’s Internet access service capacity remains unaffected by the delivery of specialised services by modifying the wording accordingly during the negotiations. In these final negotiations on 6. July 2015, the legislator decided to delete the word “other” before “end-users” in Article 3(5). That final version of that article now establishes that specialised services cannot be usable or offered to the “detriment of the availability or general quality of Internet access services for end-users.”

Finally, paragraph 118 of the draft guidelines is not in line with Article 4(1)(d) of the Regulation (on transparency) nor with paragraphs 142 and 144 of the draft guidelines, as the average and maximum bandwidth agreed between the ISP and the end-user are no longer met.

 

[TM#1v2]

The EU Regulation has very clear rules on what constitutes reasonable traffic management. According to its Article 3(3), all traffic management should be as application agnostic as possible. Every deviation from this rule, such as class-based traffic management, could harm competition by offering priority to some classes of applications, but not others, for example.

 

Class-based traffic management also harms applications and services that are misclassified, whether deliberately or not. This is a particular risk for traffic from small businesses or start-ups. Class-based traffic management also risks discriminating against encrypted and anonymised traffic, which could be throttled by ISPs. It also harms users whose needs for accessing a certain class of service differ from the ISP’s assumptions. Finally, the lack of transparency around this practice creates uncertainty about the performance of particular applications in any particular network. As with zero-rating, the complexity and ambiguity of this approach makes it more difficult for regulators to enforce it. Therefore, applying class-based traffic management instead of application agnostic traffic management is unnecessary, disproportionate, discriminatory and hinders transparency.

In light of these harms, paragraphs 54, 55, 57 and 63 of the draft guidelines are not yet fully in line with the EU Regulation. Article 3(3) subparagraph 2 clearly requires traffic management to be transparent, non-discriminatory and proportionate, in order to be deemed reasonable. Those conditions have to be read in the context of Article 3, to distinguish reasonable and unreasonable forms of traffic management measures.

Paragraph 63 of BEREC’s draft guidelines interpret “reasonable traffic management” in a way which is inconsistent with the legislator’s intentions. The draft guidelines would allow far too broad class-based traffic management measures. These would be based on the functionality of the service and protocol used, but it seems clear from recital 9 and the structure of Article 3(3) of the Regulation that the legislator only intended “reasonable measures” to be based on the Quality of Service requirements of traffic (classes for sensitivity to latency, jitter, packet loss and bandwidth).

According to the proportionality principle and paragraph 58 of the draft guidelines, all forms of user-controlled quality of service and consumption based traffic management should be applied and exhausted before more intrusive measures are taken. Therefore, BEREC should bring paragraphs 54, 55, 57 and 63 more clearly into line with the EU Regulation.

 

 

Kind regards…“

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Dietmar Moews meint: In obigem BEREC-Appell an die E U geht es um eine einfache Forderung der französischen REVOLUTION, für die Internetz-Benutzer der Europäischen Union, nach:

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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – im Internetz-Durchfluss der Benutzer-Daten.

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Ich übersetze kurzgefasst den obigen englischen BEREC-Appell ins Deutsche:

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Auf dem Spiel steht, dass die E U eine Regelung der „Bevorzugung von zuzahlenden Internetz-Benutzern“ einführen will.

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Bislang konnten alle Nutzer die Internetz-Leitungen, wie beim ordnungsgemäßen Einfädeln mit seinem Auto auf die Autobahn, so gut fahren, wie man durchkam und wie es der vorhandene Verkehr zuließ. Man fährt nach zivilen, „neutralen“ Rechten, ohne Benachteiligung oder Verlangsamungs-Zwängen. Niemand wird gedrosselt, niemand wird gegen Bakschischzahlung bevorzugt. Das ist die bisherige Regel – sie heißt „NETZNEUTRALITÄT“.

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Jetzt will die E U eine „Überholspur“ für „Zuzahler“ einrichten: Die Zuzahler haben dann schnelleren Datenfluss höherer Datenraten. Dafür werden die ganzen Normalbenutzer des Internetzes durch technische Eingriffsmöglichkeiten „rausgewunken“, gedrosselt, verlangsamt, auf die Internetz-Kriechspur abgesondert. Man kann dann das „déjà vu“ der vorzeitlichen Festnetz-Modems erleben. Und die Echtzeitkommunikation bei der normalen P to P -Verbindung oder Übersendung von Datensätzen wird beliebig zugunsten der Zuzahler verlangsamt.

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So wie schon immer zu Militärzwecken riesige Internetzkapazitäten für die zivilen Nutzer gesperrt und verlangsamt werden (Atlantikkabel), so wie der staatliche Totalitarismus der staatlichen Datenschutz-Verletzer den Datenfluss in den Griff nehmen kann, so wird von der E U das Gesetz gedacht, den profitorientierten Providern ein gesetz zu schreiben, dass zukünftig den zahlungskräftigen Kunden BONUS-SPEED-Verbindungen verkauft werden können, die durch Verlangsamung der Normalneutral-Nutzer frei gemacht werden.“

 

Deshalb:

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Das Ding an sich muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich.“

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P. S. Der Chaos Computer Club CCC hat diesen Aufruf verbreitet und die Mitglieder zur Unterstützung ermuntert. Das soll hier mit der LICHTGESCHWINDIGKEIT ebenfalls geschehen. Während jeweils für Veranstalter und „Labels“, wie BEREC, allgemein oder im Einzelnen nicht gebürgt werden kann.

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Kunstvergiftung ist die Folge verirrter Kunstorganisation

Juni 28, 2016

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vom Mittwoch, 29. Juni 2016

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KUNSTWERK MENSCHHEIT“ haben STAATSKÜNSTLER der deutschen DIENSTKLASSE eine Pseudo-KUNSTAKTION genannt, die jetzt durchgezogen wird und nichts als ABWERTUNG der KUNST am Theater und der zeigenössischen Kunst insgesamt betreibt.

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Die SALONPERSONNAGE, die hiermit ihr Geld und ihre Karriere schraubt, findet meine GNADE DAMIT NICHT.

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Der deutsche Staat setzt durch, dirigiert und bestimmt das Entscheider-Personal programmatisch nur für Drecks-Pseudo-Kunst.

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Von der DOCUMENTA zur Biennale zu den Museen und staatlichen Kunsthallen, von den Darmstädter Musikfestspielen zu Wagner in Bayreuth – der deutsche Staat zahlt und bestimmt.

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Das Drama unserer Zeit ist die Nichtkunst, die unechte Kunst, die Quatschkunst, die unsinnigen Publikumsbelustigungen, die stets den Bruch, die Risse, die ästhetische Banalität fokussieren anstatt das Meisterwerk und das Genie und Bekenntnis zur Schönheit.

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Das DRAMA UNSERER ZEIT IST:

Mit der Finanzierung wertvernichtenden Pseudo-Kunst-Personals, wertloser Kunst, mit Abwertungsästhetik, mit Publikumsmissachtung, erzeugt man eben die Abwendung des Publikums von der zeitgenössischen Kunst.

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Die verirrte Kunstorganisation der heutigen Bundesrepublik Deutschland hat nur das Herrschen und Teilen vor Augen, die SALONPERSONNAGE die lustig um die Stechuhren gleitet und BRECHT im Herzen, SPITZ- und RUNDKOPF („Die Maßnahme“):

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Das Fressen kommt vor der Moral“

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Ich sage nur, „Dudinzew: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“

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BILD.de brachte am 28. Juni 2016 die Notiz über einen staatlich dirigierten KUNSTMISSBRAUCH – während die verantwortliche SALONPERSONNAGE auch noch so tut, als hätten wir bei der FLÜCHTLINGE-Verarschung es mit „Moral“, „Solidarität“ und mit „Freiheit der Kunst“ zu tun:

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Berlin – Ein Sonderflug, der 100 Asylsuchende zu der umstrittenen Kunstaktion „Flüchtlinge Fressen“ nach Berlin bringen sollte, fällt aus.
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat den Vertrag zur Beförderung der Flüchtlinge gekündigt. Sie sollten praktisch zeitgleich zu dem Projekt vor dem Maxim Gorki Theater in Berlin-Tegel landen. Dabei wollten sich Flüchtlinge öffentlich von vier Tigern vor dem Theater „zerfleischen“ lassen, wie die Veranstalter es nennen. Die Kunstaktion solle dennoch wie geplant am Abend über die Bühne gehen, sagte eine Sprecherin.

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Air Berlin begründete die Kündigung des Sonderflugs aus der Türkei damit, dass erst nach Vertragsabschluss mit dem Verein „Kunstwerk Menschheit“ wesentliche Aspekte der Beförderung bekannt geworden seien. Für einen großen Teil der Passagiere liege keine Einreiseberechtigung vor. Darüber habe der Verein die Fluggesellschaft im Unklaren gelassen. „Damit ist das Vertrauensverhältnis zum Vertragspartner nachhaltig erschüttert“, erklärte das Unternehmen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.


Das für Provokationen bekannte Zentrum für Politische Schönheit will mit den Aktionen erreichen, dass Flüchtlinge auf dem sicheren Luftweg nach Deutschland kommen dürfen, statt auf den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer angewiesen zu sein. Die 100 syrischen Flüchtlinge sollten mit ihren hier lebenden Verwandten zusammensein können.

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Dietmar Moews meint: Ich habe schon manchen Edelstein ausgespuckt. Alles, was ich sage und schreibe verwandelt sich in Gold und Edelstein.

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Deshalb:

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Das Ding an sich muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich.“

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CONSTANZE KURZ: Aus dem Maschinenraum der FAZ

Juni 27, 2016

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vom Dienstag, 28. Juni 2016

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Das Schiff verlässt die sinkenden Ratten, und der Exit für England bei der UEFA-Meisterschaft 2016 in Frankreich wird durch das Siegtor des Isländers Sigthorsson zum 2:1 besiegelt.“

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Würde der Autorenruhm noch durch einen Torwart THORHALTSSON gesteigert werden, bliebe kaum Raum für die dringende Kritik an CONSTANZE KURZ, der IT-kompetenten Sprecherin des CCC in Berlin, die leider bis heute zu wenig von den sozialen Aspekten der IT-Kommunikation weiß:

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Dietmar Moews malt Öl auf Leinwand: OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Jahrelang habe ich die Constanze Kurz-Texte „Aus dem Maschinenraum“ in der FAZ auf dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT bei YOUTUBE vorgestellt und aus it-soziologischer Sicht kritisiert.

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Man findet diese LICHTGESCHWINDIGKEIT-Videos ungebrochen bereitgestellt, abrufbar und lehrreich: YOUTUBE dietmarmoews – daselbst „Aus dem Maschinenraum“, in der FAZ von Constanze Kurz.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung am Montag, 27. Juni 2017, Seite 14, Constanze Kurz:

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In Zeiten der Übergroßen Koalition. Immer noch eins drauflegen: Die Terrorismusbekämpfung muss für ständig vermehrte Kontrolle herhalten.

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Sie schreibt zutreffend und mutig – und für das Board der FAZ einigermaßen erstaunlich –

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„Dass einer Großen Koalition das rechte Maß fehlt, kann kaum überraschen, denn die oppositionellen Kräfte sind wenige und angesichts der satten Mehrheit leicht zu ignorieren. Entsprechend maßlos kommt ein Gesetzespaket daher, das letzte Woche mit den Stimmen der Großkoalitionäre beschlossen wurde …

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…Zeitgleich wird das Telekommunikationsgesetz abgeändert, so dass die Daten der Käufer der mehr als sechzehn Millionen SIM-Karten für Mobiltelefone, die in Deutschland pro Jahr ohne Vertrag verkauft werden, demnächst mit Identitätsdokumenten abgeglichen werden …

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Das Ziel, grundsätzlich keine anonyme Kommunikation mehr dulden zu wollen und jeden Kommunikationsteilnehmer als potentiell Verdächtigen zu behandeln,…

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Am gleichen Tag, als der Deutsche Bundestag sein neues „Anti-Terror-Paket“ beschloss, brachte auch die russische Duma ihre Anti-Terror-Gesetzgebung auf den Weg. .. die verdachtslose Vorratsdatenspeicherung der Telekommunikationsdaten.

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Dietmar Moews meint: Nicht nur Constanze Kurz, als IT-Wissenschaftlerin und Sprecherin des Hacker-Vereins CCC, auch die PIRATENPARTEI hatte es versäumt, den KUCKUCKS-USE aufzunehmen:

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Man kann doch telefonieren und simsen und mailen, ohne Grußformeln und ohne Echtnamen – es reicht schon geschlechtsfreie Abkürzungen statt Namen hineinzugeben, sodass der Empfänger als „Kuckuck“ sein eigenes Vorwissen in die neue it-gestützte Mitteilung zum Verständnis anschließt, ohne dass ein Fremder wüsste, wer, was, warum, wo, wie, mit wem, beabsichtigt zu verabreden.

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Damit würde die automatisch-maschinengestützte massenhaften Profilierung der individuellen Kommunikanden unmöglich, die kommerzielle Verwertung erschwert und damit die Investitionen in den Wurstsalat von Privatwissen ergeblich gedrosselt würden.

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Die sozio-kulturelle Swingermethode die Halterhaftung für MOBILE-Schnittstellen – wie beim CAR-SHARING – zu umgehen, wurde verpennt. Stattdessen wird mit Crypto-Quatsch, THOR-Verwirbelung und ENIGMA lediglich beweisen:

.Alles, was man verschlüsseln kann, können Rechenmaschinen entschlüsseln.

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Der faule Hitlerschlaue Konsument will nicht die TOTAL-ÜBERWACHUNG unterlaufen – „ziviler Ungehorsam“ heißt diese Möglichkeit des  praktisch-anononymen „Verfassungsschutz'“ durch den selberdenkenden Bürger, wenn schon die Dienstklasse versagt, Demokratie, Rechtsstaat und Freiheit zu verteidigen..

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Doch!!! Auch Constanze Kurz arbeitet beim Staat und gehört zur Dienstklasse. Tja, dann.

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Gibt es nur eins:

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Man darf wichtige Sachen weder ins Telefon noch ins Internetz einfüllen – lieber diskrete Botschaften auf Postkarten schreiben. Die liest keiner.

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Carlo Pedersoli 1929 – 2016 – Kurznachruf

Juni 27, 2016

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vom Montag, 27. Juni 2016

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Carlo Pedersoli wurde am 31. Oktober 1929 in Neapel geboren – er starb am 27. Juni 2016 im Alter von 86 Jahren ebenda.

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Carlo Pedersoli war ein vielseitiger Künstergelehrter, weltbekannt als Olympiateilnehmer im Schwimmen, aber weltberühmt unter dem Filmschauspieler-Namen als BUD SPENCER, aber auch als geschäftsmann und Fernsehschauspieler, Stuntman, Wasserballer, Sänger, Komponist, Fabrikant, Drehbuchautor, Modedesigner, Musikproduzent und Erfindermit Patenten und Gebrauchsmustern sowie Gründer der Fluglinie Mistral Air.

 

Er studierte Chemie in Rom, war in Südamerika mal Fließbandarbeiter, mal Bibliothekar, mal Konsulatsmitarbeiter und wurde zum Doktor der Jurisprudenz promoviert.

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Während dieser Zeit war Carlo ein erfolgreicher Schwimmer. 1952 nahm er an den Olympischen Spielen in Helsinki teil, im Team der Freistilschwimmer und im Wasserball-Team. Als Freistilschwimmer nahm Carlo 1956 erneut an den Olympischen Spielen teil; in Melbourne reichte es zum elften Platz. Außerdem spielte er bereits in verschiedenen Filmen als Statist mit, zuerst 1951 in „Quo vadis?“ als Leibwache Neros.

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Gemeinsam mit Terence Hill war Spencer, geborener Carlo Pedersoli in Neapel, in Filmen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ oder „Zwei Asse trumpfen auf“ auch in Deutschland bei einem Millionenpublikum beliebt.

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Er ist jetzt in Ruhe gegangen, berichten die Angehörigen.

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SIEGTOR DURCH SIGTHORSSON UND EXIT FÜR ENGLAND

Juni 27, 2016

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vom Montag, 27. Juni 2016

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Das Schiff verlässt die sinkenden Ratten, und der Exit für England bei der UEFA-Meisterschaft 2016 in Frankreich wird durch das Siegtor des Isländers Sigthorsson zum 2:1 (18. Min.) besiegelt.

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Großbritannien ist nicht England

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Von der Wiege der christlichen Demokratie über Gütertrennung, Selbststeuerung und Führungsbedarf, können die jungen isländischen Sportler einen begeisternden KO-Sieg zum Einzug ins Viertelfinale gegen England herausspielen. 1:1 durch Ragnar Sigurdsson (6. Min.).

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Dietmar Moews meint: Das WUNDER des polarkreislichen Hallenfußballs: Das ist noble Gastfreundlichkeit von der größeren Insel ICELAND, der kleineren Insel ENGLAND gegenüber, zunächst durch einen PENALTY (11 Meter) für Wayne Rooney (4. Min.), ein Ehrentor als Vorschuss zu spendieren. Aus taktischen Gründen musste Selbsttorsson auf der Bank bleiben.

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Island im Stabhochsprung

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ENG 1:2 ISL. K. O. Für England – Iceland im Viertelfinale der EM 2016.

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