Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 31, 2014

 

Lichtgeschwindigkeit 4261

am 31. März 2014

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V,3

Die Würde im Schönen ist die Spürbarkeit von dessen Herkunft aus der Unerschöpflichkeit der Wachstumswunder, – somit zugleich die überlegene Bereitschaft, das menschliche Wahrnehmen in andächtiges Besinnen zu steigern.

Mit der Würdingung des Schönen lässt sich Gesittung nur dort fördern, wo das Gewissen wacht und Demut vor dem Seienden das Innewerden mehrt.

Das zeugerische Unterscheiden beginnt genau da, wo Schöngeisterei und Krittelsucht enden.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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Türkei-Kommunalwahlen zeigt Führerbedarf der Sunniten

März 31, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4260

am 31. März 2014

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In der Türkei fanden demokratische Kommunalwahlen statt. Die Kandidaten der sunnitischen Gottesstaatspartei AKP haben annähernd 45 Prozent der Mandate und Bürgermeister gewonnen. Die AKP des seit zehn Jahren erfolgreich regierenden derzeitigen türkischen sunnitischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat also hinzugewonnen. Er hatte den Wahlkampf als Erdogan-Wahlkampf gegen die politischen säkularen Gegner geführt. Damit muss das Wahlergebnis als Sieg von Erdogan gedeutet werden.

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Erdogan stellt sich als starker Führer dar. Seine Wähler vertreten Demokratie als rücksichtslose Mehrheitsherrschaft gegen religiöse und politische Minderheiten – etwa 15 Prozent der Türken sind Aleviten. 28 Prozent der Wähler haben bei den Kommunalwahlen eher weltlich-modern gewählt. Aber selbst in istanbal hat die AKP gesiegt.

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Die Erdogan-Türkei zeigt ausdrücklich, nicht mit den pluralistischen Lebensweisen in der EU übereinzustimmen.

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Die AKP – Adalet ve Kalkınma Partisi (auch AK Parti; Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung) ist nach eigener Programmatik konservativ-demokratisch. Der Ministerpräsident, also Regierungschef der Türkei, Erdogan möchte zukünftig Staatspräsident der Türkei werden. Er spricht seine Wähler als Führer an, verspricht den Türken als quasie Sultan den sunnitischen Gottesstaat. Dazu zählt Intoleranz gegen alle nicht sunnitischen Türken.

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Erdogan verbreitete im Wahlkampf Kriegsgerüchte gegen Syrien, Absagen gegen die Europäische Union, Einschränkungen des Demonstrationsrechts, der Presse, verfügte zeitweiligen Internetsperrungen von Twitter und Youtube. Der Wahlausgang zugunsten der AKP-Kandidaten ist als Sieg Erdogans einzuschätzen.

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Für Deutschland ist der Blick auf den türkischen Erdogan-Staat nüchtern auf die Tatsachen auszurichten. Das betrifft die in Deutschland lebenden Türken genauso wie die zwischenstaatlichen Beziehungen, die Militärbeziehungen und die Aspekte auf das gemeinsame Bündnis in der NATO.

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Der Beitritt der Türkei zur EU ist nicht möglich, so lange Fragen wie Religionsfreiheit und Menschenrechte von der Türkei gottesstaatlich gewünscht werden.

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Der Mehrheitswille in der Türkei ist von den Deutschen ausdrücklich zu respektieren bzw. innerhalb gemeinsamer Bündnisse auf Gegenseitigkeit des größten gemeinsamen Nenners abzustimmen. Türken in Deutschland leben im deutschen Rechtsstaat nach deutschen Regeln.


Internetz-Kontrollen über Porno-Angst: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

März 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4259

am 31. März 2014

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Gruß

Lieber Kuckuck. Wir haben kürzlich Jugendschutzfilter am Internetz und für Netzseiten diskutiert. Ich sehe die sogenannten Jugendschutzfilter kritisch, weil sie oft zuviel oder zu wenig weg filtern und ich eigentlich nicht möchte, daß in einer Demokratie Jugendliche mit Zensur groß werden.

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Da muß es andere Möglichkeiten geben.
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Naja, Jugendschutzvorschriften sind vermutlich überhaupt Zensur in diesem Sinne. Da gibt es auch schlicht keine Alternative zu, so lange das Ziel ist, Kinder und Jugendliche nicht mit für sie in ihrer Entwicklungsstufe ungeeigneten Schriften (im weiten Sinne des StGB, also einschließlich Bilddarstellungen, Filmen und Lautäußerungen) zu konfrontieren.

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Was meinen Sie als Internetz-Soziologe?

Gruß

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Antwort
Es ist immer sinnvoll, die Verlautbarungen anzuschauen, welche Motive und Interessen dahinter stecken mögen, wenn Begründungen angeführt werden, die mit dem Verhalten derjenigen, die hier reden, nicht ganz stimmig scheinen.

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Wenn es heißt „das Gute“, dann schaue ich, ob es wirklich gut ist. Oder wird nur behauptet, Gut und Schlecht seien doch ganz klar. Denn – im Falle des Zensur/Schutz-Verlangens ist offensichtlich die Zensur lediglich Zensur – Zensur macht dumm – und Schutz wäre demnach Schutz vor Intelligenzentfaltung und Urteilskraft – das hält dumm und ist eindeutig abzulehnen.

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In meiner Familie gab es offene Bücherschränke und Bücherregale, Radio, Plattenspieler und Fernsehgeräte – nie Beschränkungen. Die Bücher habe ich bis zum Alter von ca. 15 Jahren komplett durchgelesen – es waren mehr als tausend. Da war Manches dabei, was mir wenig sagte und viel Geduld abverlangte. „Anna Karenina“ von Tolstoi war mir wirklich nicht ganz geheuer. Heute weiß ich, es ist ein durchaus bedeutender Roman, für den ich damals mangels Lebenserfahrung und Literaturwissen nicht das notwendige Bildungsinteresse mitbringen konnte: Ich verzweifelte daran, mir alle Personen zu merken (die dann nicht mehr wiederkamen).

Hat es geschadet? Während, was es da an erotisch-sexuell anregendem Material gab – war eben erotisch-sexuell anregend. Manchmal reichte es, wenige Zeilen zu lesen … Schaden? Haare zwischen den Fingern?

1. Mir scheint manches im Jugendschutz eher Krypto-Pietismus zu sein (Von „cryptos“ – „verborgen“ und „pius“ – „fromm“). Es geht da eher um religiöse oder quasi-religiöse Vorstellungen, als um Jugendschutz. So in der Art: „Wir fühlen uns nicht wohl, wenn wir Pornos ansehen, aber sein lassen wollen wir es auch nicht, dann verbieten wir es den Jugendlichen, dann haben wir unsere Pflicht getan.“

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Viele Jugendliche werden das so wahrscheinlich nicht sagen, aber doch so ähnlich fühlen.

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Und es macht einfach einen Unterschied, ob man glaubt, man würde vor schwierigen Situationen bewahrt, bis man alt genug ist, damit umzugehen, oder ob einem hier (quasi-)religiöse Vorstellungen aufgezwungen werden.

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Vorbild, Vorbild!! das kann immer wieder betont werden: Wer als Erwachsener den Kindern die Liebe predigt, schafft eher Prediger als liebevolle Menschen: Besonders, wenn die Leute, die einem Vorstellungen aufzuzwingen versuchen, sich selber nicht daran halten – sind sie den jungen Leuten lediglich langweilig, aber keine glaubhafte Orientierungshilfe.
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2. Die Sexualmoral ist in einem heillosen Vorurteilssumpf. Es ist einfach schwierig zu erklären, warum man ab vierzehn Sex haben darf, aber erst ab achtzehn Pornos ansehen. Es ist schwierig zu erklären, wo die Jugendlichen die Informationen her bekommen sollen, die sie brauchen, um mit vierzehn eine verantwortliche Entscheidung zu fällen. Es ist auch schwierig zu erklären, warum man in Kindergärten Sexualaufklärung machen soll, warum Eltern ins Gefängnis kommen, wenn sie ihre Kinder der Zwangs-Aufklärung in der Schule entziehen wollen. – Aber Pornos ansehen verboten ist.
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Die widersinnige Irreführung sieht man auch bei der Prostitution-Politik: Vor ein paar Jahren hat man das zum normalen Beruf erklärt, jetzt wird es verboten. – Wir kennen die Argumente. Aber wenn sich die Erwachsenen so uneins sind, nicht nur in der Frage, sondern in praktisch jeder, dann ist die Gesetzgebung gegenüber Jugendlichen einfach schwer zu erklären.
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Und ein volljähriger Vertreter der mündigen Internetzbenutzung steht immer in der Situation, dass er auch ein Vertreter der Erwachsenen ist, und das gegenüber ungebildeten Eltern zu rechtfertigen hat. Und wenn er sagt, dass es die Erwachsenen auch nicht regeln können, ist damit noch keine mündige Urteilskraft bei einer „Kundschaft“ geschaffen, die gegenüber parteipolitischen und massenmedialen Irreführungen ziemlich schwimmt. Mob und Volksverhetzung wird immer wieder mit plumpen Angstansagen mobilisiert.

3. Es ist nicht so recht klar, wovor die Jugendlichen eigentlich geschützt werden müssen. Und wenn es eine Gefahr gibt, dann müssten die Jugendlichen über diese Gefahr aufgeklärt werden – ähnlich wie man das bei Alkohol, Drogen, Straßenverkehr, und bei Geschäfts- und Vertragsleben auch macht. Da sorgt man doch auch dafür, dass die Jugendlichen, wenn sie in die Situation kommen, möglichst auch eine verantwortliche Entscheidung fällen können, weil sie um die Konsequenzen wissen.
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Für das Internet gibt es einen sehr fragwürdigen „Internet-Führerschein“. Mir hat bislang niemand einen „Sex-Führerschein“ angeboten. Aber was könnte das sein?

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Als Lehrer an einer Haupt-und Grundschule – in den 1970er Jahren – habe ich mal im Lehrerzimmer unter Kollegen und Kolleginnen den Vorschlag gemacht, es wäre sicher eine erhebliche Hilfe, wenn die geilen männlichen Jugendlichen vor dem Unterricht ein Häuschen an der Schule besuchen könnten, wo ihnen die sexuelle Lust befriedigt werden könnte – und sie folglich mehr Konzentrationsfähigkeit für den folgenden Unterricht bringen könnten. Damals wurde allseitig erheblich über die unbändigen Jungmänner als Störung der gesamten Unterrichtsarbeit gelitten. Wie könnte also ein Sexlehrplan für einen Sex-Führerschein aussehen?

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Als Lehrplan würde ich vorschlagen:

– Verhütungmittel

– Körperliche Veränderungen durch Schwangerschaft und Mutterschaft
– Gesetzliche Altersgrenzen
– Zustimmung, Zustimmung unter Alkoholeinfluss, unfreiwillige Zustimmung
– Entsprechende Missbrauchsdefinitionen
– Soziale Konsequenzen, Slut-Stud, Doppelmoral
– Sorgerecht und Unterhalt

Und für die Fortgeschrittenen:

– Religiöse und säkulare Wertesysteme
– Statistiken, und wie sie gefälscht werden

Es gibt durchaus Aufklärung. Aber der aktuelle Bildungsplan von Landesregierungen sieht Punkte vor, die die Interessen einer bestimmten Lobby den Kindern gegenüber vertreten. Dafür gibt es in der Richtung nachvollziehbare Gründe, dass man erreichen möchte, dass die Kinder keine Probleme machen. Dabei macht man sich zu wenig Gedanken darüber, was die Kinder zur Entfaltung ihres Urteilsvermögens und für ihre eigenen Interessen wissen müssten, damit sie sich möglichst pfiffig Problemen gegenüber entfalten können. Das wirft also Fragen auf, ob die Zensur wirklich dem Schutz der Kinder dienen kann und ob die Zensur tatsächlich so begründet ist?

4. Der Jugendschutz wird zur Zensur für Erwachsene benutzt. Es gibt kein anerkanntes Mittel, Kinder und Jugendliche von Internetseiten fern zu halten. Nun zwingt man Seiten, komplett vom Netz zu gehen. – Übrigens auch da nach einem Muster, das nach Lobbypolitik von Inhalten, und nicht nach Jugendschutz aussieht. Und insofern ist der sogenannte Jugendschutz im Internet in besonderer Weise kritikwürdig.

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http://www.youtube.com/watch?v=CPtmvBhYTv8
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Und wenn man das nicht beachtet, dann wirkt man halt leicht wie der
Alte, der ohne Handy aufgewachsen ist, und den Kindern jetzt sagt, dass
sie folglich auch keines brauchen.

Kuckuck


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4258

am 30. März 2014

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V,2

Die Klarheit im Schönen ist die entblendete Strahlkraft der sinngefügten Erscheinung: eine Läuterungsfolge aus Zustandswechseln des beseelten Zeugegutes.

Mit den gewaltlosen Mitteln und der Prüfsamkeit schirmt das Erfindersinnen die werdende Gefüge-Einheit und vollendet das Gleichnis nach dem Ordnungsgesetze der Innenschau.

Das Schöpferische klärt auf unterschiedliche Weisen, die unberechenbar, doch immer folgerichtig bleiben.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979


Fracking: CSU-Ramsauer der Trittbrettfahrer in der Staatskrise

März 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4257

am 30. März 2014

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Wieso kommt die Bundeskanzlerin Dr. Merkel jetzt erst auf die Idee „Krimkrise“? Was könnte man da nicht Alles einklinken: Zusätzliche Rüstungsausgaben; Weg vom russischen Gas; Homogruppen-Ehe; Energiesparen durch Schweigen; Verschlechterung der Atemluft durch Stop des Altreifen-Exports nach Afrika und öffentliche Reifenverbrennung für den Frieden u. v. a. m.

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Bild

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Lieblingsthema ist neuerdings das absurde Erdevernichten durch „Fracking“. Angeblich kann man durch Chemie ins Grundwasser Schiefergesteinsschichten zur Schiefergasförderung vernichten. Das wird in den USA großflächig gemacht. Die Erde wird nie wieder bewohnbar sein, wo solche Gasvergiftungen unberechenbar austreten. In Deutschland ist „Fracking“ umstritten, weil es schlimmer Unfug ist und weil es intelligente Bürger gibt, die sich im Geltungsbereich des GG der Merkelschen StaMoKap-Doktrin nicht unterwerfen lassen. Doch angesichts der Krim-Krise fordert nun ernbeut der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag Ramsauer, sich dieser Option nicht zu verschließen.

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Fracking: CSU-Ramsauer der Trittbrettfahrer in der Staatskrise

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Längst überfällig sind politische Entscheidungen, die durch gesetzliche Rahmenbedingungen und Sicherheitsnormen eine vernünftigere Energieversorgungslage schaffen, als nur den Energiemonopolisten das Feld für Profitmaximierung und Weltvernichtung zu überlassen.

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Die Beugung geltenden Rechts durch die Blockparteien nimmt immer mehr zu. Meist gehen die dümmsten polarisierenden Vorschläge aus der bayerischen CSU – immer nach dem profanen Motto: Die Mehrheit entscheidet über den Preis, sagt die CSU: Wenn Fracking als billig promotet wird, wird’s gemacht. Atomenergie sollte ja auch billig sein.

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Es gibt ein Vernunftargument gegen jede „geschlossene Technologie“. Dazu gehören Co2-Prozesse in der Atmosphäre, bestimmte Genmanipulationen, Atomenergie u . a. Man kann den Dreck, einmal in der Welt und in den Kreisläufen, nie wieder entfernen.

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Fortsetzung folgt


Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 29, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4256

am 29. März 2014

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V,1

Die Stille im Schönen ist die Verschwiegenheit des Sinngeschehens, aus dem die Gefüge-Einheit, nämlich die Formenordnung des Wahren hervorgeht, deren Inhalt das Gute des Entsprechens ist.

Mit dem Zerlösen des Unbestimmten beginnt in der Stille das Werden des Sinngerüstes: des Zweckbestimmten, das wesenhaftes Wirkgut wird.

Die Mahnkraft der Stille im Schönen mehrt bei Feinhörigen das Erkennen.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979


Deutsche Schuld an Griechen: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

März 29, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4255

am 29. März 2014

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Der Gruß

Lieber Kuckuck, gibt es eigentlich eine allgemeine Wertschätzung für einen Bundespräsidenten, wenn die höchsten Politiker seine internationalen Bekenntnisse ignorieren?

Ist es nicht empörend, dass die deutschen Verbrechen gegenüber Griechenland weiter liegen bleiben, die Bundespräsident Joachim Gauck kürzlich in Griechenland bekannt und bedauert hat? Warum?

Ist es nicht Überheblichkeit?

Auch Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte sich sehr deutlich auf die Seite der griechischen Opfer gestellt. Es gab Raubzüge, deutsche Gewalt in Griechenland sowie erpresste Anleihen.

Unsere Gesellschaft hat in Griechenland Korruption betrieben und sich sehr deutlich und ursächlich mitschuldig an der anhaltenden Krise gemacht. Übrigens nicht nur in Griechenland. Die Forderung des griechischen Präsident Karolos Papoulias nach Schadensausgleich aus dem zweiten Weltkrieg ist nach wie vor gerechtfertigt. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Zwangsanleihe zurückgezahlt wird. Damit könnte Deutschland eine dringend notwendige Wendung in Griechenland vollziehen. Es ist doch nicht mit Stipendien oder Kindergärten getan.

Kann Deutschland es sich leisten, den Bundespräsident als Schwadroneur über Land zu schicken? Gauck lieferte seine Pflicht der Geschichtsbetrachtungen ab, während die Deutschen Schuld und Schulden vergessen – geht das gut?

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Die Antwort

Tja. Wenn jeder Mittelbuchhändler erzählen darf: Wer schreibt der bleibt! Und dafür als gebildet angesehen wird, haben wir einen Fall von Lebensführung, diesem Begriff, der heute wenig diskutiert wird.

Komisch, wie sich Leute über das aggressive Israel aufregen, und sich in vielerlei Bezugslinien Israel anpassen. Einem gemütvollen Griechenland stellt man sich nicht, selbst wenn der Bundespräsident zur Fairness ruft.

Ich kann wieder daran erinnern, dass Politik als Symbolpolitik von ungebildeten Politikern gemacht wird, weil die Wähler gebildete Politiker nicht wählen.

Vielleicht redet der Bundespräsident Gauck mal über den Machiavellismus der Hitlerdeutschen im Vergleich zu den Merkeldeutschen. Da könnte sich dann der Abgeordnete mal durch klare Unterscheidungen abgrenzen.

Abgesehen davon, dass die Kanzlerin keinen starken Bundespräsidenten zulässt, weil ihr unsere Zweite Bundesrepublik Deutschland zu kompliziert und unverständlich war und ist und in der neuen Dritten Deutschen Republik liegen ihr rücksichtslose Bismarckmethoden offensichtlich näher. Dennoch erklärt das nicht, was sie davon abhält, den Griechen ein verbindliches Zeichen zu geben und diese Nazi-Schulden endlich abzurechnen und zu zahlen. Letztlich ist mir nicht verständlich, warum das im Namen der heutigen Deutschen gegenüber den heutigen Griechen da versaut wird. Man kann es ja immerhin mal sagen – ich stimme Dir zu: Mir gefällt es jedenfalls auch nicht.

Kuckuck