Trini Lopez COVID 19 1937-2020 Kurznachruf

August 11, 2020

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am Mittwoch, 12. August 2020

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Trini Lopez wurde als Trinidad López III am 15. Mai 1937 in Dallas, Texas geboren und ist jetzt 83-jährig, am 11. August 2020 in Palm Springs, Kalifornien an Covid-19 gestorben. Trini Lopez‘ Musik ist eine ewige Legende – er war ein US-amerikanischer Po-Sänger, Gitarrist und Schauspieler. Singing Star Who Mixed Musical Styles: jeder kennt die smash Hits IF I HAD A HAMMER, A-Me-Ri-CA und LA BAMBA. Mr. Lopez’s version of “If I Had a Hammer” shot to No. 1 in 36 countries and sold more than a million copies.

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Trini Lopez war nie verheiratet und hat keine Kinder, er sagte: “I’ve always been a loner,” nähere Informationen von Hinterbliebenen sind noch nicht verfügbar. Ein langjähriger Freund und Kollege, Joe Chavira, sagte, Trini Lopez sei am Dienstag im Hospital Rancho Mirage, Calif. an Komplikationen mit Covid-19 gestorben.

His blend of American folk, Latin and rockabilly music captivated listeners worldwide. His secret: arrangements that people could dance to. Später wurde die Live-Partystimmung auf den Studiosongs mit ebenfalls Welterfolgen von dem deutschen Bandleader James Last kopiert.

Lopez‘ Eltern stammten aus Mexico, ließen sich aber nach ihrer Heirat im texanischen Dallas nieder. Dort wuchs Lopez mit vier Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Er besuchte in Dallas die Grundschule und die N. R. Crozier Tech High-School. Da er seine Eltern finanziell unterstützen musste, brach er die High-School vorzeitig ab. Sein Vater, der als Sänger und Schauspieler gearbeitet hatte, brachte seinem Sohn das Gitarrespielen bei. Nach einer Zeit als Straßenmusikant gründete Lopez eine eigene Band und begann, in Clubs zunächst in Texas und später darüber hinaus als Sänger aufzutreten.

His first band, the Big Beats, performed at the upscale Cipango Club in Dallas. Mr. Lopez later attributed his drive to succeed in part to the prejudice he had endured growing up. “My problem was always being a Mexican in America,” he told the website For Elvis CD Collectors in 2008. “In Texas, we were treated worse than the Blacks. But I had big dreams.”

Mr. Lopez met Buddy Holly, a fellow Texan, in 1958 through local gigs. Holly recommended him to his producer, Norman Petty.“

1958 schrieb Lopez sich einen eigenen Song mit dem Titel The Right to Rock, den er bei der kleinen Plattenfirma Volk veröffentlichte. Er erregte damit die Aufmerksamkeit des Labels King Records aus Cincinatti, Ohio, das ihm einen dreijährigen Plattenvertrag anbot. Trini Lopez nahm zunächst vorrangig Coverversionen alter Countrysongs auf, die wenig Erfolg brachten. Erst der Wechsel zur Plattenfirma Reprise Records und dem Produzent Don Costa brachte Lopez 1963 mit dem von Pete Seeger geschriebenen Lied If I had a Hammer den Durchbruch. Der Titel erreichte in den Hot 100 des US-Musikmagazins Billboard den dritten Platz, die Single wurde weltweit vier Millionen Mal verkauft. Er wurde auch auf der Langspielplatte Trini Lopez at PJ’s veröffentlicht. Es wurde Lopez‘ erfolgreichstes Album mit Platz zwei in den US-Top 200. Bis 1968 konnte sich Lopez mit insgesamt 13 Titeln in den Hot 100 platzieren. Auch die Hitlisten in Großbritannien (5) und Deutschland (9) verzeichneten mehrere Trini-Lopez-Titel. Lopez‘ große Popularität in Deutschland veranlasste das deutsche Label, Ariola, 1965 auch zwei deutschsprachige Singles herauszubringen. Mit dem Titel Lebe wohl, Daisy Girl kam Lopez auf Platz 39 der Musikmarkt-Charts. Bis 1970, als er bei Reprise seine letzte Single veröffentlichte, hatte Lopez etwa 50 Singles besungen und über 20 Langspielplatten herausgebracht.

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Not only a singer, Mr. Lopez was an accomplished guitar player, leading the Gibson Guitar Corporation in 1964 to invite him to design two instruments, both of which became collector’s items. Decades later, star guitarists like Dave Grohl of Foo Fighters and Noel Gallagher of Oasis employed vintage versions of those instruments.

Several years later, after Holly, Richie Valens and J. P. Richardson, better known as the Big Bopper, died in a plane crash, a Liberty Records producer, Snuff Garrett, contacted Mr. Lopez about possibly replacing Holly as the new frontman of the Crickets. But meetings and auditions never panned out.

Mr. Lopez’s pivotal break came after he landed a steady gig with his trio at P.J.’s, a hangout for stars like Frank Sinatra and Steve McQueen. After catching his show several times, Sinatra sent Don Costa, the key producer for his record label, Reprise, to sign him.

Inspired by the energy of the shows, Mr. Costa had the notion to make Mr. Lopez’s first album a live work. Mr. Lopez punctuated many of his songs with joyous hoots and trills drawn from Mexican folk, emphasizing his ethnic heritage at a time when many Latin performers kept theirs hidden.

“By Popular Demand: More Trini Lopez at PJ’s.” One of its tracks was a cover of the Jerry Leiber-Mike Stoller song “Kansas City,” which went to No. 23 on Billboard’s pop chart.

He soon became a big draw on the Las Vegas circuit as well as in theaters and clubs around the world.

Mr. Lopez found his way into television in 1969, starring in a variety show special for NBC using the surf-rock group the Ventures as his backing band. The show also produced a soundtrack, “The Trini Lopez Show.”

Zum Ende der 1960er Jahre begann Lopez als Schauspieler eine neue Karriere. Nach ersten Rollen in TV-Serien verhalf ihm sein Sängerkollege, Schauspieler und Inhaber der Plattenfirma Reprise Frank Sinatra zum Einstieg in das Filmgeschäft. Gemeinsam mit Sinatra gab Lopez sein Filmdebüt in Marriage on the Rocks. Seine erste Hauptrolle erhielt er 1973 in dem Film Antonio.

By then he had branched out into acting, with limited success. His first role, in the 1965 film „Marriage on the Rocks“ – a comedy with Sinatra and Deborah Kerr, was a cameo in a nightclub, though a song he performed on the soundtrack, “Sinner Man,” reached No. 12 on Billboard’s adult contemporary chart.

He also appeared in the hit 1967 movie “The Dirty Dozen,” in a role that was meant to be large but that got cut down after Mr. Lopez left the shoot before it ended, frustrated by production delays. He had the lead role in “Antonio,” a 1973 movie about a poor Chilean potter who befriends a rich American (Larry Hagman) passing through his village.

Mr. Lopez continued to record albums through 2011, with the “Into the Future” album, for which he paid back Sinatra for his early break by covering songs associated with him.

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Von all seinen Erfolgen als internationaler Headliner mit besonderem Stolz bewertete Trini Lopez im Rückblick, dass er für einen besonderen Konzertauftritt im Jahr 1964 als Top-Act im namhaften Olympic Theater Paris, die Plakate gemeinsam mit den Beatles teilte, kurz vor ihrem amerikanischen Debut.

“I used to steal the show from them every night!,” he told The Classic Rock Music Report. “The French newspapers would say, ‘Bravo, Trini Lopez! Who are the Beatles?’”

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“I’m proud to be a Mexicano,” he told The Seattle Times in 2017.

Seine öffentlichen Auftritte im Showgeschäft setzt Lopez auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit großem Erfolg fort. Im Jahr 2000 schloss er mit Sony International Records einen Zweijahresvertrag über die Produktion mehrerer Compact Discs ab.

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Trini Lopez starb nun im August 2020, im Alter von 83 Jahren, an den Folgen von COVID 19.


Kölner Soziologe Alphons Silbermann 111 am 11. August

August 10, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10073

am Dienstag, 11. August 2020

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Der eminente Kölner Soziologe Alphons Silbermann (1909-2000) soll mit dem heutigen Tag ehrend beachtet werden. Silbermanns Geburtstag, am 11. August 1909 in Köln, Trierer Straße, jährt sich zum 111. Mal. Kölner Studenten, die im Alphons-Silbermann-Haus Studentenwohnheim leben oder die zur Mensa der Universität zu Köln den Alphons-Silbermann-Weg nutzen, sollten sich Silbermanns Autobiographie „VERWANDLUNGEN“ (bei Lübbe) beschaffen.

Hier ist Bekanntschaft mit einem eminenten polyglotten Nachfolger auf den Lehrstühlen der großen Emile Durkheim, Bordeaux, sowie von Vilfredo Pareto, in Lausanne, und seinem Kölner Freund und Ordinarius Renè König zu finden.

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Alphons Silbermann, der hochbegabte Preußisch-Kölner Jude, wurde ein naziverfolgter Überlebenskünstler und währenddessen ein Unternehmensgründer von „SILVERS“, der ersten Fast-Food-Kette Australiens, von seinem Zufluchtsort Sidney aus sowie einer weltumfassenden empirischen Sozialwissenschaft, mit wichtigen Arbeitsfeldern wie Hörer-Forschung für Rundfunkprogramme in Australien, Frankreich, Deutschland, jahrzehntelang Medienberater von Axel Springer, Lern- und Lehr-Elektronik für Medizin, Fernsehverhalten der Menschen bei staatlichen und kommerziellen Programmveranstaltern, das spezielle Feld von jüdischem Glauben, deutschem Judentum, Juden, Jüdischkeit und der Nazi-Judenverfolgung, des Antisemitismus und des latenten Antisemitismus in Deutschland, bis hin zu Architektur- und Innenarchitekturthemen und Ausstattungsfragen in deutschen Badezimmern und denen der DDR ab 1990. Und so ist Alphons Silbermann Mitherausgeber der KÖLNER ZEITSCHRIFT FÜR SOZIOLOGIE UND SOZIALPSYCHOLOGIE, zusammen mit René König gewesen sowie Mitautor für den Herausgeber René König, des in wichtige Weltsprachen übersetzten, bedeutendsten Handbuch der empirischen Sozialforschung.

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Alphons Silbermann war studierter Jurist und Cellospieler. Silbermann war als alter (er selbst nannte das „grindig“) Mann in der ARD-Sendung mit dem Fernsehunterhalter Alfred Biolek als „Haussoziologe“ gern gesehener Gesprächspartner für Alles, z. B. zur alltagssoziologischen „Kunst der Arschkriecherei“. Kölner nannten ihn liebe- und achtungsvoll „Papst der Homosexuellen“.

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Silbermann hat eine wirklich inspirierende Best- und Longseller-Autobiographie – bis 1989 – geschrieben, mit dem bezeichnenden Titel „VERWANDLUNGEN“, die beginnt so, ich zitiere:

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„Eigentlich sollte er eine mehr oder weniger authentische Monographie über den Maler Caravaggio schreiben, jenen grandiosen italienischen Naturalisten aus der Übergangsperiode zwischen Post-Renaissance und Barock. Doch daraus wurde nichts. Denn alle Versuche, sich in die Person und Lebensauffassung dieses genialen Rabauken, der er war, zu versetzen sowie auch in sein Zeitalter, scheiterten. Will bei einem biographischen Unterfangen etwas Rechtes herauskommen, muss man während des Schreibens imstande sein, mit dem Abzuhandelnden zu leben. In seinen Büchern über die Musiker Jacques Offenbach und Gustav Mahler war Silbermann dies gelungen, zumal er unter den Künsten eher die Musik als der Malerei nahesteht.

Gewiß, er hat in seinem Leben und bei seiner schriftstellerischen Tätigkeit so manches angefasst, von dem er wenig oder gar nichts verstand, hat Drucksachen verkauft, als Kellner und Küchenmanager gedient, Restaurants geführt und später, als er keineswegs unerfolgreich die wissenschaftliche Lebensbahn betrat, zahllose Artikel, Glossen und Traktätchen zu Themen verfasst, von denen man weiß Gott nicht sagen kann, er habe sie beherrscht. aber so ist nun mal das Leben des Emigranten, wenn es darum geht, seine Nomadenexistenz auf einem einigermaßen verbindlichen Niveau durchzustehen.

Jetzt jedoch, er geht seinem achtzigsten Lebensjahr entgegen, hat er das nicht mehr nötig, hat auch keine Lust, sich mit dem Schreiben von mit Phantasie angereicherten biographischen Konglomeraten die Zeit zu vertreiben. Die ihm eigene Dynamik – nenne man sie Denkkraft, Kämpfermut, Bösartigkeit, Eitelkeit oder Selbsterhaltungstrieb – hatte ihn stets davon abgehalten, ziellos Wort für Wort aufs Papier zu setzen, selbst wenn er dafür hoch oder niedrig bezahlt wurde. Die Sache musste einen Sinn haben, durfte nicht der Unentgeltlichkeit zum Opfer fallen. Das wäre mit einem Caravaggio-Buch der Fall gewesen, es sei denn, es wäre dabei eines dieser Bilderbücher zustande gekommen, die mit kurzen biographischen Hinweisen und begleitenden kunstwissenschaftlichen Texten das Gute und Schlechte der Persönlichkeit des Künstlers schlicht übertünchen. Silbermann, immerhin ein international bekannter Kunstsoziologe empirischer Weisung, konnte sich derlei Scherze nicht leisten; sie liegen ihm nicht.

So enstand ein Ringen mit sich selbst. Denn einerseits war er es gewesen, der das Thema „Caravaggio“ seinem Verleger vorgeschlagen und schon Vertrag unterschrieben und Vorschuss einkassiert hat, andererseits jedoch hat erkennen müssen, dass er sich derzeit – trotz aller Bewunderung für und womöglich auch Affinität zu der recht gesetzlosen Haltung des Malers in Leben und Kunst – nicht in der Lage sieht, sich ihm zu widmen. Hilfesuchend wurden mannige Gespräche mit Freunden, bekannten und Kollegen geführt, die deutlich anklingen ließen, dass es weitaus besser sei, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen als mit dem des Michelangelo da Caravaggio. „Schreib deine Autobiographie“, riet man ihm, „du hattest ja ein bewegtes und interessantes Leben, das so manchen manche Erleuchtung bringen wird.“

Dieser Floh im Ohr, der ihn bis dato nie gejuckt hatte, piekte und piekte, bis sich vor seinem geistigen Auge alptraumartige Fragenkomplexe kundtaten. Unter ihnen waren es vor allem zwei, mit denen er sich wochenlang herumschlug. Einmal die Frage: Kann ich mir selbst gegenüber so ehrlich sein, dass ich nicht zur Lüge zu greifen habe, um, wie so manche der Selbstdarsteller, in deren Bücher er sich vertieft hatte, sein Tun und Lassen, seine Lüste, Zuneigungen und Abneigungen hinter falschen und verfälschten Ranken zu verbergen. auch war ihm wenig daran gelegen, jenes Verstecken hinter großen Namen zu betreiben, bei dem die Tatsache, dass man einmal bei einem Empfang mit Arthur Rubinstein ein paar Worte gewechselt hat, selbstgefällig protokolliert wird. Zum anderen war zu überlegen, ob seine Person und sein Leben, wenn sie von ihm vorgelegt werden, einer irgendwie gearteten Zielsetzung entsprechen könnten, also weder zu einem Selbstanhimmelungsrummel würden noch zu einer Klatsch- und Tratschgeschichte. Allerdings war es ihm auch nicht darum getan, sich in falscher Bescheidenheit zu wiegen; denn dem entsprechen nicht sein Können und seine Selbstsicherheit. Kurzum, wenn schon dein Leben ausbreiten, geh mit aller Offenheit daran und zeige auf, wie der Judenjunge aus Köln, der als Emigrant durch die Lande zog und heute ein emeritierter Soziologieprofessor der Universität zu Köln ist, die Soziologie am eigenen Leibe erlebt hat – selbst wenn keine Sache so sehr an ihren Namen gebunden ist, dass man keinen anderen dafür finden konnte.“

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Dietmar Moews meint: Alphons Silbermann war ein äußerst fähiger Soziologe. Seine Stärke war seine lebensnahe systematisch-empirische Inhaltserfassung von Arbeitsfeldern, dabei immer Fortschritt und Wandel der modernen Kommunikation und den technischen Mitteln in der Alltagsmenschlichkeit, von den anthropologischen Tatsachen zur Massenkommunikation, immer:

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Veränderlichkeiten – Abhängigkeiten – Tradition

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immer ungeachtet, ob es dem Zeitgeist gefällt oder nicht.

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Alphons Silbermann – der zeitlebens mit Alfons unterschrieb – beklagte die deutsche Judenpolitik und die Judenpolitik der Juden in der ersten Bundesrepublik Deutschland, von der er sagte: Man vollendet Hitlers unvollendetes Vernichtungswerk, heute, im Namen des „Zentralrates der Juden in Deutschland“ am deutschen Judentum. Indem neuaufgebaute jüdische Gemeinden zugunsten der aus dem Osten hergeholten Emigrationsjuden finanziert wurden, ohne ausreichend Rücksicht auf die wenigen überlebenden deutschen Juden zu nehmen. Alphons Silbermann hatte seine Platz in der Synagoge in der Kölner Roonstraße, aber die Ringellöckchen der neuorthodoxen Zuwanderer behagten nicht seine erlittene Entwurzelung als deutscher Jude in Deutschland. Und das deutsche Judentum hat darauf publizistisch überhaupt keine Rücksicht genommen, da hieß es „Silbermann sitzt zwischen allen Stühlen“ (desungeachtet hat Silbermann dem Staat Israel testamentarisch vermacht, was er hatte). Seien Bücher landeten in Potsdam beim Europäischen Judenforschungs-Institut von Julius H. Schoeps.

Ehrhaftigkeit und Forschungsanliegen für Alphons Silbermann, seiner jüdischen Gemeinschaft verpflichtet, war er zu einem der profiliertesten deutschen Antisemitismus-Forscher geworden, was noch der Neunzigjährige mit einer qualitativen und quantitativen Empirik zum latenten Antisemitismus in Deutschland nachwies: „Auschwitz? – nie gehört“, bei Rowohlt.

Meine Freundschaft mit Alphons Silbermann entstand, als sein autobiografisches Leben bereits abgeschlossen war. Auslöser war meine Zeitschrift Neue Sinnlichkeit und von meiner Promotionsforschung zur Kunstorganisation entzündet. Alphons schenkte mir das Stichwort „Kulturindustrie“ und mit seinem Lehrbuch „Empirische Kunstsoziologie“ erhielt ich entscheidende Mittel, meine große Studie vernünftig zuzurichten, für die er schließlich noch (nach erfolgreicher Augenoperation) als „Ehrendoktorvater“ und wissenschaftlicher Gutachter den erbarmungslosen Kampf „meiner Universität“ und der dort herrschenden Genderfrauen, die nichts von empirischer Soziologie wissen wollten, mit einem summa cum laude-Eklat seines Gutachtens erstickte. Noch nach seinem Tod im Jahr 2000 musste ich mit schikanösen Textänderungen für die Publikation meiner Dissertation die Feministen-Willkür aushalten (fehlte doch plötzlich Silbermanns Gutachten in den Akten!! – hatte ich eine Doublette und Zeugen dabei!). Die Dissertation wurde derart zerstückelt, dass es bis heute keine lesbare Fassung gibt – eine engelhafte Kommissarin hat noch zuletzt das Glossar aus dem Text gestrichen, ohne das niemand den Text verstehen kann. Erst nach fünf Jahren Verzögerungen war endlich die „formale Publikation“ und ein zauberhaft verändertes Prädikat dazu im Internetz offizial zugänglich gemacht. Ich saniere den Text in diesen Sommer-Wochen 2020.

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Alphons schrieb mir mal am Anfang unserer Bekannschaft zu einem Text in der Neuen Sinnlichkeit: Schon wieder eine Übereinstimmung – kennen Sie meinen Hiob? Ich werde an diesen rechtschaffenden Alphons dankbar denken – wie heute, wenn sein Geburtstag, am 11. August vorbeikommt und – wie er immer wieder sagte: Man sollte auf Gedenktafeln immer schreiben: Hier lebte der Soundso angesichts des Todes.

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Unechte Kunst im OKF-Kunstbetrieb 2020

August 4, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10072

am Dienstag, 4. August 2020

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Es firmiert ganz einvernehmlich mit der staatlich organisierten Verbändeorganisation im intermediären Verbands- und Lobbysystem eine Organisierte Kunst Förderung (OKF), die sich als >Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler< e. V. selbst Berufsverband sowie „die Berufsorganisation der Bildenden Künstler“ nennt.

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Die OKF billigt dem BBK die „Standesvertretung“ von Künstlern im föderalen Kompetenzsystem (Kommunen, Länder, Bund) in Deutschland zu. Der BBK soll Künstlerpolitik artikulieren und lobbyieren und ist als Basisverband Mitglied im nichtföderalen Zwischendachverband „Deutscher Kunstrat“ und im zentralistischen Dachverband „Deutscher Kulturrat“.  Der BBK besteht in 15 selbständigen Landesverbände – das sind ca. 10.000 Bildende Künstler im BBK organisiert. Der BBK ist daneben auch auf europäischer Ebene tätig und fördert über seine Mitgliedsverbände den internationalen Austausch von Ausstellungen und Symposien. Mit Blick auf die Europäische Union ist der BBK schlicht unterentwickelt. Hat man schon einmal von einer Enquete-Kommission im EU-Parlament von Strasburg gehört? – Nein, nicht. Da hätte es die deutsche OKF-Wurstkunst auch schwer.

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In der geltenden verfassungsrechtlichen Norm-Wertsetzung lautet die höchste Norm der staatlich gewünschten Kunst: „Freiheit der Kunst“, gemäß §5.3 GG. Es ist die staatliche Garantie für Kunst im Kunstbetrieb, für das zeitgenössische Kunstschaffen und für die bereitgestellte Kunst der im „Kooperativen Kulturföderalismus“ ermöglichten sozio-kulturelle Kunstkonsumtion.

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Nicht der Bund sondern die Länder haben die vom Grundgesetz ausgehende Kompetenz für Kunst in der nach 1949 so bestimmten „Kulturhoheit der Länder“, die der ersten parlamentarischen Hoheit der „Kultusministerkonferenz der Länder“. Den zweiten Kompetenzrang bildet die „Allzuständigkeit der Gemeinden“ gemäß den deutschen Gemeindeverfassungen und Ortssatzungen. Der Bund hat lediglich legislative und judikative Zuständigkeiten, prinzipiell keine exekutiven – überspielt aber das geltende kooperative Kompetenzgefüge durch anmaßende Bundes-Finanzmacht.

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Der BBK unterschlägt schon in seiner Selbstdarstellung, dass in der föderalen Bundesrepublik Deutschland die gesetzliche Zuständigkeit für Kunstpolitik (Kompetenz) überhaupt insgesamt und im einzelnen bei den Bundesländern liegt. Während dem Bund, lediglich ans Grundgesetz gebunden, die Gestaltung des Bundesadlers und der Nationalhymne zusteht. Die Staatssekretärin Monika Grütter im Bundeskanzleramt nennt sich unkompetent „Bundeskunstministerin“ (für Kunst und Kultur) und übt Kunstpolitik durch Bundesinterventionen als Kompetenzanmaßung durch bundeszentrale Steuergelder aus. Dabei ist sie lediglich Staatsekretärin des Kanzleramtes.

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Als Kulturhoheit der Länder bezeichnet man die primäre Zuständigkeit eines jeden der deutschen Bundesländer bezüglich der Gesetzgebung, der Verwaltung und Eingriffe auf dem Gebiet der Kultur, also insbesondere die Zuständigkeit für Sprache, Schul- und Hochschulwesen, Bildung, Rundfunk, Fernsehen und Kunst.

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Was ist heute Kunst? Was stellen sich Corona-Bürger darunter vor, wenn sie sich als Künstler-Berufsverbandsmitglieder an die staatliche Künstler-Sozialpolitik wenden? Ich zitiere mal kurz die aktuelle Selbstsignatur des BBK-bundesverband.de vom 4. August 2020:

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Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern

NEUE MITGLIEDER

Stine Albrecht, Sigrid Henschel, Antje Hubold, Lydia Klammer, Lehel Kovács, Anne Lengnink, Christine Lengtat, Anne Martin, Sieglinde Mix, Jana Nedorost, Julia Reichel, Marike Schreiber, Karin Schroeder, Anett Simon, Stefan Thiel, Anne Wende, Randolph Wolf,

Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern | 11.06.2020-23.08.2020

Der Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK begrüßt seine neuen Mitglieder 2020 mit der Ausstellung „NEUE MITGLIEDER“. Vom 11. Juni bis zum 23. August 2020 werden im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin zeitgenössische Arbeiten der 17 Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Objekt und Plastik zu sehen sein. Die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen versprechen ein besonderes Ausstellungserlebnis.

spiegelt der aktuelle Arbeitsprozess der Künstlerin – in einer Zeit der Selbstisolation und Kontaktbeschränkung – die Auseinandersetzung mit Bildschirm-Begegnungen sowie der Konfrontation mit dem eigenen Selbst im digitalen Raum.

BBK Nordrhein-Westfalen > BBK Bezirk NiederrheinBBK Krefeld, Nordrhein-Westfalen | 19.09.2020-30.10.2020
Vernissage: 19.09.2020 19:00 Uhr
Finissage: 30.10.2020 19:00 Uhr

Atelier Pförtnerloge in der Fabrik Heeder,
Virchowstraße 130, 47805 Krefeld, Eingang C

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BBK Nordrhein-Westfalen > BBK Bezirksverband Bonn/Rhein-Sieg Unter dem Titel „ver-rückt“ zeigen Künstlerinnen und Künstler aus Bonn, Aachen, Düsseldorf und Siegen Arbeiten, in denen sie sich im weitesten Sinne mit der aktuellen politischen Lage auseinandersetzen.2021 folgen dann die Städtische Galerie Haus Seel in Siegen (ASK Siegen) und das Kloster Monschau als Ausstellungsort des BBK Aachen, 2022 ist ver-rückt dann in den Ausstellungsräumen des BBK Düsseldorf zu sehen.

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Next

ver-rückt

Bonn, Nordrhein-Westfalen | 05.09.2020-27.09.2020

Glaskarree – Kunstverein Bad Godesberg

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BBK Bayern > Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Unterfranken Meininger Künstler in der BBK Galerie – Mitglieder des Meininger Kunstvereins NEKST e.V. 

Würzburg, BBK Galerie im Kulturspeicher, Bayern,

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Der BBK informiert per Newsletter im Juni 2020: „… die Grundrente kommt, und das ist gut. In dieser Woche soll das Gesetz verabschiedet werden. Aber leider, wie es aussieht, unverändert. Das verlangte Mindesteinkommen wird nicht abgesenkt werden, so wie es knapp 46.000 Menschen und viele Verbände von Künstler*innen und Kreativen gefordert hatten. Das ist mehr als bedauerlich und muss weiterhin Thema bleiben – ein schöner Wahlprüfstein im kommenden Jahr!

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„… das Programm „NEUSTART KULTUR“ tatsächlich Arbeitsmöglichkeiten für Bildende Künstler*innen bringt.“

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„…Ist das Milliardenprogramm der Bundesregierung wirklich der große Aufschlag? Was muss getan werden, damit die Gelder unbürokratisch fließen und nicht im föderalen Klein-Klein versacken? Wer bestimmt, wer wie viel bekommen soll, wer verteilt die Unterstützung? Und wie kann gesichert werden, dass sie ihren Zweck auch erfüllt?“

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für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Auch Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind antragsberechtigt. Das branchenübergreifende Zuschuss-Programm hat eine Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020), es stehen max. 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Eine Antragstellung ist noch nicht möglich, Richtlinien werden derzeit zwischen Bund und Ländern abgestimmt.“

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An anderer Stelle heißt es dann bei bbk-bundesverband.de am 4. August 2020:

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„Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (wie Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos, Clubs etc.)“

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Dietmar Moews meint: Wer bis hierhin gelesen hat, wird verstehen, warum die historische Kunst so beliebt ist, die den staatlichen Kunstbetrieb interessant macht. Man nimmt eben Breugel oder Albrecht Dürer gerne – während man dann zur unechten Salonpersonnage der Künstlerienen von heute nicht hingeht.

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Wer will sich auch diese verirrten Unglücksbezeugungen schon freiwillig anschauen, während Corona doch ausreichend Grund bietet, wegzubleiben.

Ein heutiger echter Künstler in Deutschland muss erkennen, dass er entweder als „klein klein im föderalen“ segregiert und disqualifiziert wird oder dass er nur antragsberechtigt ist, wenn er Vereinsmitglied im IKFS (dem Verbände- bzw. Vereinssystem der OKF) ist – also Berufskünstler durch Vereinseintritt.

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Die Stadt Hamburg bietet aktuell am 4. August 2020:

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„Antragsberechtigt sind alle Personen mit Hauptwohnsitz in Hamburg, die Mitglied in der Künstlersozialkasse (KSK) sind oder die inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen und durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.“

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Schleswig-Holstein teilt über den Landeskulturverband e. V. am 4. August 2020 mit:

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„Schleswig-Holstein Die #KulturhilfeSH wurde im Juni neu aufgelegt. Über einen Projektfonds kann bis zum 31. August 2020 eine Projektförderung bis zu 2.500 Euro beantragt werden. Künstler*innen und Kulturschaffende, die die Voraussetzungen für den Projektfonds nicht erfüllen, können kleinere Fördersummen aus einem Nothilfefonds erhalten (max. 500 Euro). Die Mittel werden je nach verfügbaren Mitteln aus einem Spendentopf (von Stiftungen und Privatpersonen) ausgezahlt. „

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Wer Mitgliedskünstler im BBK werden will, wird von Oben nach Unten abgewiesen (bbk-bundesverband.de am4. August 2020):

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„Jede Bildende Künstlerin und jeder Bildende Künstler kann Mitglied im BBK werden!

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Bildende Kunst an einer deutschen Kunsthochschule oder einer vergleichbaren ausländischen Institution oder der Nachweis einer professionellen Ausstellungs- und Publikationstätigkeit.

Eine Mitgliedschaft im BBK ist über die Landesverbände bzw. die Regional- oder Bezirksverbände möglich. Die Vorteile bestehen u. a. in berufsspezifischen Beratungsangeboten, vergünstigten Publikationen, in Ausstellungsmöglichkeiten der BBK-Verbände und einem regelmäßigen kollegialen Austausch. Dadurch wird auch die Arbeit des BBK-Bundesverbandes unterstützt, der sich auf Bundesebene für die Verbesserung der beruflichen und sozialen Rahmenbedingungen einsetzt.

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Wenn Sie Mitglied werden möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Landesverband bzw. dem Regional- oder Bezirksverband an Ihrem Wohnort auf. Adressen und Kontaktdaten finden Sie (im Internetz).

Die Websites bzw. Geschäftsstellen der Verbände stellen detaillierte Informationen zur Mitgliedschaft – zu Voraussetzungen, Kosten etc. – bereit. „

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Es bleibt die Frage nach den Zulassungsbedingungen zum „Künstlerstudium und den Abschlussprüfungen daselbst“. Wie wird man antragsberechtigt?

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Man kann aber auch einfach als Hausfrau (mit weiblichem Vornamen, etwa „Kai-Maria“) einen Aufnahmeantrag stellen.

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Oder man kann Umsatzsteuer-Zahlbelege an das eigene Finanzamt vorlegen – denn wer Ertrag erzeugt, ist allemal Berufskünstler beim BBK und bei der Künstlersozialkasse, KSK laut KSV (wenn man da beitritt).

Neben dem BBK gibt es noch den Deutschen Künstlerbund DKB und die Gedok, dem Damenverband, die den Kunst-Werkbereich in der OKF besetzen. Sie werden stets gegen den Wirkbereich der Verbände der Kunstkonsumenten innerhalb von Kulturrat und Kunstrat, in der politischen Interessenminderheit sein.

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Der Deutsche Künstlerbund (DKB) vertritt angeblich über 800 Künstler, die quantitativ mit den oben zitierten 46.000 beim BBK optierten Klienten (Verbandskünstler) nur als Minorität wirken kann:

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„Als Forum der Avantgarde wurde der Deutsche Künstlerbund 1903 in Weimar auf Initiative des Kunstförderers Harry Graf Kessler von Lovis Corinth, Max Liebermann, Alfred Lichtwark, Max Slevogt und anderen ins Leben gerufen. Nach seiner Auflösung im Jahr 1936 durch die Nationalsozialisten wurde er 1950 durch die Künstler Willi Baumeister, Karl Hofer, Ewald Mataré und Karl Schmidt-Rottluff in Berlin neu begründet.

Rund 750 namhafte Künstler*innen aller Generationen gehören heute dieser Vereinigung an. Der Deutsche Künstlerbund übernimmt – zu Beginn noch in der Position eines Pioniers – seit seiner Entstehung engagiert und kompetent kulturpolitische Aufgaben in unserer Gesellschaft.

Er versteht sich als ein Zusammenschluss von bildenden Künstler*innen, die sich, mit Respekt vor dem Werk des anderen, im Interesse aller Kolleg*innen engagieren. Mitglieder des Künstlerbundes wirken in nationalen und internationalen Gremien, Kuratorien und Ausschüssen mit, die auch beratend an der Erarbeitung gesetzgebender Regelungen beteiligt sind. Viele Initiativen des Deutschen Künstlerbundes, wie zum Beispiel die Einrichtungen der Künstlersozialkasse, haben sich mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit im Kultur-Alltag etabliert.

Der Deutsche Künstlerbund versteht sich vor allem als lebendiger Ort der künstlerischen Auseinandersetzung und des kritischen Diskurses. Der eigene Projektraum in Berlin bietet eine attraktive Plattform für die Diskussion aktueller Fragestellungen und zeitgenössischer Positionen.

Der Deutsche Künstlerbund setzt sich ein für den Bestand der künstlerischen Freiheit als unverzichtbare Basis einer kulturellen Fortentwicklung und für die Stärkung der Position von Kunst und Künstler*innen in der Gesellschaft.“

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Beachtlich ist noch, zu verstehen, dass die Vorsitzenden und Vorstände all der IKFS, stets die Obrigkeit affirmieren und gegen die eigenen Verbandsmitglieder helfen durchzusetzen. Man kann es aktuell bei den Corona-Sonderförderungen beobachten. Es gibt keinerlei satzungsgerechte Beschlüsse im BBK und im DKB, dass der deutsche Föderalismus nachteilig sei und der Zentralismus des Bunds von den Künstlern gewünscht würde.

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In der Verbandskommunikation, Zeitschriften und Internetz-Texten werden all diese Fraglichkeiten verschwiegen (z. B. „kulturpolitik“ vom BBK).

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Frage bleibt für jeden Neu- und Echtkünstler, ob er in der akuten Corona-Konjunktur dann tatsächlich einem der Pseudo-Berufsverbände beitreten soll, um staatliche Stütze beantragen zu dürfen? Ist nicht gewerbliche Selbständigkeit einfacher? oder, wer sich arbeitslos meldet, erwirbt den „Hartz IV-Status“ und kann der Arbeitslosen-Versorgung beitreten. Es sind damit ja immer auch Sozial-, Kranken-, Pflege- und Altersversicherungsansprüche bewährt.

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Hingegen, wer in der Künstlersozialversicherung die Monatsbeiträge nicht zahlen kann, erhält unverzüglich eine „Ruhensmahnung“ – d. h. die Versicherungsleistungen werden sofort gestopp. Keine Krankenversicherung kann im Corona-Zeitalter Elend bedeuten.

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Was sagt der Künstlerverband den staatlichen Stellen, welches die politischen Interessen der Künstler sind? – das sind niemals die selben, die Kunstkonsumenten in ihren Verbänden vertreten.

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So geht es zum Zentralismus und zur KUNSTPAUSE durch OKF.

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P. S.

Zugegeben, heute wäre Adolf Hüttler, der mehrfach in Wien von der Kunstakademie abgelehnt worden war, Kunstakademieabsolvent, Berufskünstler-Verbandsmitglied und als Versicherter in der Künstler-Sozialversicherung. Nicht auszudenken, was uns die heutige fortgeschrittene KUNSTPAUSE durch OKF erspart.

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>Die Protokolle der Weisen von Zion< und Maurice Joly

August 2, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10071

am Sonntag, 2. August 2020

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Wenn man heute in Deutschland gelegentlich von „Protokollen der Weisen von Zion“ hört oder liest, handelt es sich fast immer um ein ekliges Zeugnis der Anti-Semitismus-Propaganda (also sowohl dafür wie dagegen) und – fast immer um Verdunklung statt nüchterne Aufklärung. Man sagt, „Die Protokolle der Weisen von Zion“ seien kollagierte Fiktion – dabei ist es ein Text, dessen verleumderischer Inhalt ohne Autorenangabe als „Berichte“ einer „jüdischen Tagung“ hingestellt worden waren, als Hasspropaganda verboten wurden und weiter gelesen wurden. Heute kann man eine kommentierte Ausgabe von der offiziellen Kulturindustrie – wenn auch lückenhaft kommentiert – legal beziehen.

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Wer diese angeblichen „Protokolle“ also unter diesem Titel verfasst hat ist unbekannt. Sie wurden ende des 19ten Jahrhunderts rausgebracht, so, als dokumentierten sie die Sitzungen einer umfänglichen Tagung eines „internationalen Judentums“ zur Konzeption einer jüdischen Weltherrschaft.

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Weder eine solche Veranstaltung noch deren etwaige Protokollierung haben stattgefunden und sind auch nicht irrtümlich belegt. Was an internationalem Judentum mit sich jeweils zu Rate gegangen sein mag, kann niemand ernsthaft weltpolitisch oder nationalpolitisch, rassistisch oder religiös in seine nichtjüdischen Interessen aufnehmen, wer sich nicht als angehöriger ISRAELS – als auserwähltes Volk – ansieht. Judentum ist jüdische Glaubenskultur – auf die ganze Welt besehen eine vergleichsweise kleine Religionsgemeinschaft.

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Der Text „Die Protokolle der Weisen von Zion“ enthält wenige sachliche und historische Bezüge, aber trägt das Gepräge von Hass auf Juden im Zeichen des jüdischen Volkes als auserwähltes Volk Israel. Eigentlich behandelt der Text alle Arbeitsfelder des Politischen, vollkommen ohne konkreten Bezug zum Judentum, indem ein ziemlich rüdes sozialdarwinistisches Realitätsprinzip (Machiavelli bleibt ungenannt) einem rechtsstaatlichen Geist des Montesquieu (der ebenfalls nicht genannt wird) gegenübergestellt wird.

Nun – aufgepasst – sind diese sogenannten Judenhetz-Protokolle immer wieder zum Propaganda-Stichwort gemacht worden, aber nicht, was es damit auf sich hat ist zu erfahren, wenn der Autor dieser Lichtgeschwindigkeit, Dr. Dietmar Moews über „Die Protokolle der Weisen von Zion“ aufklärt und dafür als Volksverhetzer in eine Schublade mit Antisemiten oder Neo-Nazis geworfen wird. So findet es gerade aktuell wieder statt, dass auf einer Corona-Demonstration in Berlin jemand ein Schild mit der Aufschrift trug: Protokolle der Weisen von Zion – es sich dabei eine Person im Kreise von Rechtsradikalen gehandelt haben soll – so die Presse.

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Jetzt zur Sache, neben den andauernden jüdischen Reklamationen gegen die angeblichen Protokolle, kurz: Es handelt sich an die 60% um konkrete Wort-, Satz-, und Sinnzitate, die einem Buch des französischen Rechtsanwaltes und Aufklärers MAURICE JOLY, erstveröffentlicht anonym in Brüssel im Jahr 1864 (Neuauflage mit Verfassername Maurice Joly 1868), entnommen worden sind. Das brachte ihm nicht nur 15 Monate Gefängnis ein, Duelle, Prozesse, Fehden, Krankheit, letztlich sein Selbstmord 1978.

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Dieser Maurice Joly hat mit dem Titel >Dialogue aux enfers entre Machiavel et Montesquieu ou la Politique de Machival au XIXe siécle par un conremporain> in verschiedenen deutschen Übersetzungen als „MACHT CONTRA VERNUNFT“ und „MACHT UND RECHT“ eine intelligente kritische Hypothesenprüfung durchgeführt und sauber aufgeschrieben, nämlich zur Frage: Wer setzt sich im politischen Kräftespiel durch, das pragmatische Realitätsprinzips Machiavelli (1469-1527) oder die etwa 200 Jahre später entwickelte rechtspflegerische Kultur von Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung des Charles Montesquieu (1689-1755), in der Schrift „ESPRIT DES LOIS“ („Geist der Gesetze“). Und – wer hätte es gedacht – Maurice Joly konfrontierte in seinem fiktiven Gesprächen Originaltexte von Machiavelli mit Originalzitaten von Montesquieu. Was also die sogenannten Protokolle der Weisen .. betrifft, die eben einfach Maurice Joly zusammenkleisterten, besteht also aus dem bereits vorangegangen Gekleistere des Maurice Joly.

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Unterschied, allerdings, ist, dass Maurice Joly seine beiden Quellen, Machiavelli und Montesquieum exakt zitiert und nennt, die sogenannten Protokolle aber weder MAURICE JOLY nennen, noch die Spuren zu Machiavelli und Montesquieu anzeigen.

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Ja, und was geschieht heute? Man unterschlägt Maurice Joly und dehnt das ausgelutschte Kaugummi des Antisemitismus-Semitismus sogenannter „Die Protokolle der Weisen von Zion“ bis sie selbst daran ersticken. Wohl bekomm’s.

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Dietmar Moews meint: Ich selbst besitze die Buchausgaben „Macht contra Vernunft – Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu““, 1968 bei DTV sowie „Macht und Recht“ – Machiavelli contra Montesquieu, Gespräche in der Unterwelt“, Verlag Felix Meiner 1948/2016.

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Nun ganz kurz: MAURICE JOLY, der Autor von 1864, hatte in seinem Buch, aus dem die angeblichen Protokolle sich später bedient haben, keine antisemitischen Kommentierungen zu diesem lustigen Fragespiel zur Gemeinschaftskunde im 19ten Jahrhundert, wo es ja um Republik, Ende der Aristokratie, Parlamentarismus und die Einlösung der Wertsetzungen der Französischen Revolution ging: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

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Maurice Joly zäumte also einen gewitzten fiktiven Streit zwischen Machiavelli, dem HARTEN, und Montesquieu, dem GEWALTENTEILER (Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz), auf, mit dem zusammenfassenden letzten Wort, das Joly dem Montesquieu in den Mund legt:

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„Machiavelli: … Jetzt fordern sie von Gott ihr Vaterland zurück …

Montesquieu: Ewiger Gott, und das hast du geschehen lassen! …“

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Und dazu abschließend: Der florentiner Machiavelli war kein Jude und kein Antisemit, wie dem unten angefügten Textauszug zu entnehmen ist. Während Montesquieu nun in seinem „Esprit de Lois“ nicht auf Gott oder Gottglauben reflektiert hatte.

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Herauskommt beim Wettstreit in der „Unterwelt“, dass Montesquieu – immer eng an seinen Schriften entlang – eindeutig gegen Machiavelli (Il Principe) den Kürzeren zieht und nur noch auf Gottes Hilfe hoffen kann.

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Florenz ist eine der schönsten Städte nicht nur Italiens, sondern Europas und jederzeit einen Besuch wert. Die massgeblich von der Familie Medici geprägte Zeit der Renaissance, Leonardo da Vinci, Dante Aligheri, Galileo Galilei, Benvenuto Cellini, Michelangelo Buonarroti, Niccolò Machiavelli und viele andere Architekten, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Bankiers, Kaufleute und Politiker haben ein reiches Erbe hinterlassen, das bis heute jährlich Millionen Touristen anzieht. Als Schauplatz auch jüdischen Lebens erregt Florenz allerdings nur eher selten Interesse.

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So hat sich auch das Ghetto der Stadt in der historischen Forschung weniger Aufmerksamkeit erfreut als vergleichbare Einrichtungen in Rom und Venedig. 2016 stand die Lagunenstadt wegen der dortigen Etablierung des weltweit überhaupt ersten ständigen Ghettos genau 500 Jahren zuvor im Mittelpunkt der einschlägigen Aufmerksamkeit (Venedig nicht Florenz). Dieses an sich traurigen Jubiläums wurde mit Ausstellungen und zahlreichen anderen Veranstaltungen, darunter wissenschaftliche Konferenzen, und Publikationen gedacht.

Von den Anfängen zur Bildung einer Gemeinde

Einige wenige jüdische Geschäftsleute dürften bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Florenz präsent gewesen sein, als dieses auch und gerade dank seiner Textilproduktion und seines Bankwesens zu den grössten Städten Europas gehörte. 1428 lieh die jüdische Gemeinschaft von Florenz Papst Martin V. im Austausch für dessen Schutz Geld. Von einer dokumentarisch belegten signifikanten Anzahl von Juden in der Stadt kann um das Jahr 1437 gesprochen werden. 1434 war Cosimo de’ Medici der Ältere (1389-1464) aus einem im Jahr zuvor angetretenen Exil zurückgekehrt. Er (dessen eigene materielle Basis Bankgeschäfte waren, deren Effektivität er durchaus auch mit Bilanzfälschungen aufbesserte) brachte eine Gruppe jüdischer Geldverleiher nach Florenz; den christlichen Geldverleihern war diese unbeliebte Tätigkeit von der Kirche verboten worden. Die Leihanstalten waren dann über die ganze Stadt verstreut, da es (noch) keine Restriktionen für das jüdische Leben gab. 

Zahlreiche Dokumente aus Bibliotheken und Archiven in Florenz, aber auch anderen Städten bezeugen für weite Teile des 15. Jahrhunderts einen lebhaften intellektuellen Austausch zwischen jüdischen Gelehrten und humanistischen Kreisen. Das war zunächst auch unter Lorenzo de‘ Medici „il Magnifico“ („dem Prächtigen“), der 1469-1492 regierte, der Fall: Er rief jüdische Ärzte und Gelehrte, darunter den damals bekannten Abraham ben Mordechai Farissol, an seinen Hof. Doch 1472 wütete die Pest in Florenz, und die Juden wurden als Sündenböcke ausgewiesen. Als die Epidemie im Folgejahr abebbte, holte man die Juden zurück, da man ihrer Dienste als Geldverleiher bedurfte. Sie lebten dann unter dem Schutz des Senats (eines der wichtigsten kollektiven Leitorgane der Republik) von Florenz. Während der vorübergehenden Vertreibung der Medici (1494-1498) war der Bussprediger Girolamo Savonarola – ein Demagoge, den man heute möglicherweise als (katholischen) „Fundamentalisten“ bezeichnen würde – de facto der Herr der Stadt; er wies die Juden kurzerhand aus. 1512 kehrten die Medici an die Macht in Florenz zurück. 

1537 erreichte der aus Ferrara stammende sephardische Jude Jacob Abravanel bei Cosimo I. de’ Medici, dass sich Sepharden und Marranen (iberische Juden und deren Nachkommen, die unter Zwang oder Druck das Christentum angenommen hatten – oder jedenfalls so taten „als ob“) in Florenz und Pisa ansiedeln durften. Dabei spielten aber wieder weit weniger altruistische Motive – das Interesse, den Handel der Toskana mit der Mittelmeerregion zu beleben – eine Rolle. Auch italienische Juden kamen nach Florenz, so aus dem von den Spaniern kontrollierten Neapel sowie aus den vom Papst beherrschten Städten Rom und Ancona, wo 1555 Ghettos eingerichtet worden waren. Bis 1570 wuchs die jüdische Bevölkerung von Florenz auf ca. 700 Personen an.

Die politischen Differenzen zwischen den Medici und dem Papst gereichten den Juden insofern zum direkten Vorteil, als Erstere die explizit antijüdische Politik des Letzteren zunächst nicht mittrugen. Dann allerdings vollzog Cosimo I., für den der Kirchenstaat und Spanien immer mehr an aussenpolitischer Relevanz gewannen, gegenüber den Juden einen Kurswechsel: 1567 erliess er Kleidervorschriften speziell für sie, dann schloss er ihre Banken, und 1570 ordnete er die Schaffung von Ghettos in Florenz und Siena an. Schon 1569 war Cosimo zum Dank für seine Dienste von Papst Pius V. zum Grossherzog der Toskana erhoben worden. Machiavelli äusserte sich über Cosimo in seiner – allerdings nur bis zum Jahr 1500 reichenden – Geschichte von Florenz positiv. Die Juden kommen in diesem Buch freilich erst gar nicht vor.3 Michael Ledeen warf die – wohl nicht ganz ernst gemeinte – Frage auf, ob Machiavelli ein „geheimer Jude“ gewesen sein könnte.4

1 Vgl. Klaus Samuel Davidowicz: Die Renaissance und das Judentum. David, Nr. 68, (http://david.juden.at/kulturzeitschrift/66-70/68-Davidowicz2.htm) (17.02.2017).

2 Vgl. David, Nr. 109 & 110.

3 Niccolo Machiavelli: Geschichte von Florenz. Gesammelte Schriften in fünf Bänden. 4. Band. München: 1925, S. 416.

4 Michael Ledeen: What Machiavelli (A Secret Jew?) Learned From Moses. Jewish World Review, 07.06.1999, (http://www.jewishworldreview.com/0699/machiavelli1.asp) (17.02.2017).

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Ich fasse zusammen: Die Diskussion zwischen Machiavelli und Montesquieu ist gelebte Gemeinschaftskunde, die ich jedem deutschen Grundschüler wünsche, damit er was verstehe.

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Es sind diese Texte keineswegs interessant als Propaganda für oder gegen Juden, auch nicht für oder gegen Dummheit und nicht für oder gegen rechte oder linke politische Grundeinstellungen geeignet.

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Man müsste nur sagen: MAURCIE JOLY: NICCOLO MCHIAVELLI: CHARLES MONTESQUIEU – und fertig ist die politische Bildung. Man kann auch noch in Hüttlers Buch „Mein Kampf“ finden, wo jener Machiavelli und nicht Montesquieu anspricht. Hüttler hielt also vom Geist der Gesetze wenig. Das hätten die Hüttler-Deutschen mal besser durchgelesen und gewusst. So ist auch das Verbot des Hüttler-Buches unintelligent und schädlich.

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Wer Lust hat, kann ja mal Hüttlers Ansagen in „Mein Kampf“ auf die heutige Politik von Netanjahu beziehen, der mit seiner heutigen Israelpolitik weder die Kibuzzim noch die Zionisten der ersten Stunde glücklich macht,

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Neue Sinnlichkeit 75 ERFOLGSKINDER

August 1, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10070

am Sonnabend, 1. August 2020

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Erster August im siebzigsten Jahr meiner Zeitrechnung, das wir das Jahr 2020 nennen. Beim Hinweis auf den eigenen Lebensabriss werden vom Abgelebten her einige Ordnungsbegriffe gesehen, z. B. Kindheit, Familie, Wohnorte, Krankheiten, Orientierungen, Erwerb, Publikationen, Glücks- und Unglücksfälle – ein Einschnitt ist jetzt unweigerlich CORONA.

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Meine Blätter Neue Sinnlichkeit sind als Blätter für Kunst und Kultur so weitreichend angelegt, dass auch CORONA behandelt werden muss, dazu soziologische Bedenken, die bei der Alltagsarbeit eines empirischen Soziologen Dietmar Moews entstehen.

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Das Blatt Numero 75 beinhaltet keinen CORONA-Schwerpunkt. Es erschien anfang Juli 2020.

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Wenn doch gerade heute, am ersten August, wo die Bilder aus Berlin zeigen, wie zehntausende mittelalterlich verwirrte junge Menschen gegen das VIRUS demonstrieren, weil ihre Bildung und Urteilskraft so schwach ist, dass sie PEST und CHOLERA für Märchen oder Mythen halten – dass sie an Sündenböcke und Hexenverbrennung als Remedur gegen CORONA glauben – wenn nicht gar an Sündenböcke*innen, möchte ich doch gerade die hier folgenden ERFOLGSKINDER zur gemächlichen Lektüre empfehlen. Denn man muss auch immer noch was NEUES erfahren, während die tägliche PERISTALTIK im Treiben des CORONA-MOBS Überdruss ruft.

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ISSN 1432-5268

21. Jahrgang

Preis Euro 20,-

Juli 2020

Blätter für Intelligenz im Einsatz von „Künstliche Intelligenz“ – daraus:

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Erfolgskinder

Liebere Leserin, lieber Leser, Grüß Gott – Blätter für Informationen und Reden in Abkrzngnnun ausgeschrieben, soll es besser BLÄTTER FÜR INTELLIGENZ IM EINSATZ VON „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“ lauten.

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Wo denn lebte man sonst auf Erden „wie die Lilien auf dem Felde“? – Antwort: Bei mir: In Abessinien. Man hatte einen hochintelligenten Hailé Sélassié und wurde doch von italieni-schen Revanchegelüsten in Zivilisationseinbrüche verdammt. Heute heißt Abessinien Äthio-pien. Und der zum Roten Meer hin abgetrennte souveräne Nordteil Äthiopiens heißt Eritrea.

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Ein Vogel steigt niemals zu hoch, solange er seine eigenen Flügel benutzt“ – finde ich William Blake zugeschrieben. Schwer, als Mensch im Bilde Blakes Vogel, zu verstehen: Was ist „hoch“? was „die eigenen Flügel“? Michael meint: Die Erde gilt. Die Erde sei zu respektieren.

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Was bietet dieses neue Heft Numero 75? – wie ist es komponiert? vorab ist – wie stets – der Untertitel, BLÄTTER FÜR INTELLIGENZ IM EINSATZ VON „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“ – nur eine Paraphrase der Gesinnung im Blatt: Das weiße Engelchenhemd und das Prinzip des Ja-Sagens. Die Leseriene darf also mit der Nummer 75 kein Themenheft erwarten. Aber Neue Sinnlichkeit bleibt am Ball, also mit Kunstpause und Malerei, mit der getarnten staatlichen OKF, die über die Personalpolitik eine verdeckte Kunstdirektion ist. Als Technik-kritik zählen auch unsere Computerwelt, das Internetz, die Telematik, das Algorithmenspiel und das Ende des Habeas Corpus. Mein Recht am Körper und an den persönlichen Daten ist auch der rote Faden von Ausgabe zu Ausgabe in den Abkrzngn der Neuen Sinnlichkeit.

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Neue Sinnlichkeit 75 enthält den bekannten inhaltlichen Aufbau. Das Geleit kündigt zugespitzt an, wo wir gerade – also im Frühjahr 2020 – standen. Corona und Endemie, Isolation und Risikominimierung haben auf einen bohèmiennen Künstlergelehrten wenig Änderungszwang – ob jetzt Einzel-Isolationshaft in der JVA oder im Klosterwesen der Studierstube oder in der Malerwerkstatt. Die Erfolgskinder sind ausgewählte Belege für das Thema der Zeitschrift insgesamt und für das aktuelle Thema, hier die immer wieder neue Ansprache der Einfachheit als demokratische Kunstqualität wortloser Malerei und die Idiotie der modernen Stalinisten, und deren willkürliche Narrative, was man denn für Künstler und Kunst zu halten habe. Dies ist hier – zum Beweis gibt es verlässlich ein schönes Wort von Goethen (weil ich kürzlich Jacobi, den Goethefreund, in meinen Büchern mit seinen Mendelssohn-Briefen entdeckte), der an Jacobi geschrieben haben soll: „Was machst du alter Metaphysikus? Wenn dir mit Infusionstierchen gedient wäre könnte ich dir einige Millionen verabfolgen lassen … Dagegen hat dich aber auch Gott mit der Metaphysik gestraft und dir einen Pfahl ins Fleisch gesetzt, mich dagegen mit der Physik gesegnet, damit mir es im Anschauen seiner Werke wohl wer-de.“ Ja, von Goethe färbt es in die Neue Sinnlichkeit, und Kenner wissen, dass die Außen-Umschläge jeder Ausgabe aus eigens zugeschnittener Makulatur gemacht werden. Dazu muss die nötige Stückzahl (bis zu 500 Stück Auflage) greifbar sein und das Papier muss störungsfrei durch die heutigen hochsensiblen Fotokopier-Geräte laufen – hier ist es ein Rest aus meinem Siebdruck des Jahres 1974 – „Reliquiar“. Im Inhaltsverzeichnis lassen sich aufgebotenen Autoren und Themen finden. Meiner leider längst verblass-ten Freundin, der hannoverschen Malerin und Lyrikerin ROSA ALBERT, widme ich eine Wiedergabe Ihres Gedichts mit dem Titel >m.< und einer Zeichnung von Rosa, der Maria – jener unter den Künstlern in Hannover bekannten obdachlosen Insiderin, die mit Plastiktüten und Einkaufs-wagen immer wieder auch in der Stadt herumgeisterte, die von Timm Ullrichs erzählte, der in der Gretchenstraße mal zu ihren Freunden gehört hatte. STAAT und KUNST – der epochale Vortrag von Georg Meistermann vor den kunstpolitischen Staatsoberen des Jahres 1980; hier spüren wir die KUNST in Deutschland vom Hohenzollernkaiser zur Weimarer internationalen Moderne, zum Reichskunstwart, zur OKF der Verbände-Salonpersonnage mit Multifunktions-rollen und diskreten Rollenwechseln der KUNSTPAUSE. Georg Meistermann der legitime Künstlersprecher, der jahrzehntelang gekämpft hatte, dass sich Parlamente und Regierungen den freischaffenden deutschen Künstlern, der Präsentation derer Werke und deren sozialer Lage widmen sollten, distanzierte sich in seinem Vortrag von der völlig misslungenen OKF – organisierten Kunst Förderung. Denn über den selbststeuernden Modus „Freiheit der Kunst“ §5.3 GG, hat sich eine scheinbare legale Übernahme der Künstler-Fördermittel durch eine SALONPERSONNAGE von unechten Künstler erzwingen lassen. Damit werden die echten Künstler entmündigt und dieser Staatsform eines Kunstfreiheits-Postulates wird dem Anschein nach gedient. Doch es ist Betrug und die demokratische Vervollkommnung unseres föderalen Verbändesystems in der Bundesrepublik hat die ressourcelosen echten Künstler durch massenhafte unechte Künstler in den falschen Künstlerverbänden im deutschen Kulturrat faschisiert, gedeckelt, untergebuttert und noch berufsrechtlich vernichtet. Die OKF ist SPD-Werk. Unechte Verbandskünstler wählen mit „demokratischer Mehrheit“ ihre Vorstände. Sie bedienen die Herrschaft staatlicher Bürokraten. Das sind sehr wenige kaufbare Künstlerverbände-Vorstandsfunktionäre, nebenbei SPDisten. Im Ergebnis ist es Künstlermarginalisie-rung (strategisch von der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Hagen, Olaf Schwencke, Alfons Spielhoff und Norbert Sievers so gemacht). So wird es inzwischen von den anderen Parteien als sehr nützlich angenommen. Man ist die freien Künstler los – muss nur noch die angefüt-terten Staatskünstler und die unechten Verbändekünstler führen: KUNSTPAUSE – Wie sag‘ ich das nur einfach? Mit WALTER BÖCKH – wird ein bedeutender Heidelberger Maler be-zeugt. Dr. Hans Böckh, sein Sohn, der Edeluhren- und Edelsteinfachmann, schrieb ein anrührendes Lebenszeichen für einen Böckh-Katalog. Mit WALTHER SCHMIEDING zitiere ich einen unvergessenen Autor, der ZDF-aspekte, was er im KUNSTREPORT von Gerd Winkler 1975 auf der großen STAAT und KUNST-Tagung des Deutschen Künstlerbundes in Berlin beitrug: „… kulturpolitische Lebenslüge, die Ibsen vor Neid erblassen lassen würde – diese ganzen Tricks. Da steht immer drin: das macht ja gar nicht der Staat, das macht nämlich eine Institution, die unglücklicher – oder glücklicher Weise zu 110% in staatlichen Händen ist. Es werden auch alle, die dort vertreten sind, vom Staat berufen…“ (>Wir lügen uns was in die Tasche, in Kunstreport 1981<). Alsdann weitere KUNST-PAUSE-Beispiele der modernen Banalitäten im Geiste Erwin Panofskis und Aby Warburgs; dafür ist ein Siebdruck-„Pinselstrich“ auf dem bekannten ROY LICHTENSTEIN-Raster für jeden Kunstinteressenten auf „Qualität“ der Unsinnlichkeit zu erkennen. So einen Siebdruck könnte auch ein Blinder produzieren. Mit einer Auswahl von Motiven aus der OKF-Macht „Deutsche Bank“ soll es in Neue Sinnlichkeit 75 getan sein; was da mit Einrichtung der Twin-Towers der Deutschen Bank in Frankfurt am Main ab 1980 auf den ersten Kunstmarkt ge-pusht wurde, zeigt die Unfreiheit im Spannungsfeld von OKF-dirigierter Lage der Künstler in Deutschland (dabei ist Kunstkauf zunächst als Kunstgewerbe zulässig – allerdings kapitalisiert hat die Deutsche Bank ihren Kunsterwerb nie). Mit Folge 23 erfolgt die weitere Lieferung ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK von 1796. Mit einem Artikel im LEXIKON des KUNSTWESENS kommt Georg Meistermann zu Ehren. Eine Portrait-Zeichnung des heutigen Peter Handke fehlte längst. Der Benutzer sieht, dass die Beiträge zum Heftende hin immer kürzer geschnitten sind. Mein Nachruf auf den Ruder-Olympiasieger und Friedenspolitiker HORST MEYER, der überraschend im Januar verstarb und damit auch als früherer Autor in der Neuen Sinnlichkeit fehlen wird, bringt einige groß-artige Fotoaufnahmen von den Olympia.Goldmedaillengewinnern des Deutschland-Achters in Mexico-City. Schließlich die obligatorische Kinderseite der Epoche (wovon inzwischen Hunderte herangewachsen sind, wie sie auch in den 1990er Jahren vom MDR-Radio als Morgenglosse gesendet wurden) – die für jedes kommende Heft erst neu geschrieben werden. Und zuletzt das Qualitätsrätsel. Mit einer kurzen Textprobe zum guten Schluss im Blatt 75 darf wieder geraten werden. Das sehr schöne Rätsel aus Numero 74 wurde dem Johann Heinrich Jung-Stilling entlehnt, dessen Jugend- „Lebensgeschichte“ Goethe eigenmächtig durch Cotta verlegen gelassen hatte. So soll diese Ausgabe Numero 75 mit Meistermann und seinem Lexikon-Eintrag abgerundet sein. So komme ich erneut auf Eike-Christian Hirsch zurück, der mich mit seiner Leibniz-Lebensgeschichte enttäuscht hatte. In „Schlimme Einfälle und schöne Reinfälle“ (C.H.Beck 2019) finden sich Beobachtungen, mit „Bürger*innenmeister*innen“ , der alten Säuerlichkeit. Und hierzu gleich eine Belustigung über kurzmodische Sprachverhunzung durch junge Publizisten, z. B. auf Sendung beim Deutschlandfunk Köln, die nun immer beim Formulieren ein gedacht geschriebenes Sternchen – natürlich – nicht mitsprechen. Sodaß dann aus gesprochenem Radiosermon ein ungewollt humorvoller Demokratiegeist wird. Sieht man doch die ungesprochenen Sternchen beim Radiohören nicht, wenn es lautet „… nicht nur unakzeptabel für die Bürgeri*nnen, sondern auch für die Rechts-extremist*innen …“ . Wenn man das hört (immer, wenn ich Sowas höre) vermittelt sich der Pseudo-Genderismus als Kampfmoral. Indes geht dabei die Wahrnehmungsökonomie nicht mit: Von Was war da die Rede? – Rechtsextremist*innen? – müsste es nicht eleganter lauten, wie es DLF-Meister Christoph Heinemann gelegentlich ausdrückt: Rechtsextremisten und deren Kolleginnen?

Wer in Neue Sinnlichkeit 75 Anschluss findet, darf munter hineinlesen. Der Spaß ist mit den überholten Kunstsalonnisten des Gequalles (Eckhard Henscheid), Ursula Bode, Ludwig Zerull und Günter Grass, nicht mehr als Elitewesen hin zu verdächtigen. Der Meister der Glasbilder, Georg Meistermann (1911-1990), Freund von Alphons Silbermann (1909-2000), erklärte – als Neu-Mitgründer langjähriger Vorsitzender des Deutschen Künstlerbunds – anlässlich seiner Würdigung als Künstler im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, in Gegenwart von Ministerpräsident, Alt-Bundespräsident und DKB-Ehrenpäsident Walter Scheel, im Jahr 1980 zum Thema Staat und Kunst (etwas gekürzt):

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„Herr Ministerpräsident (das war CSU-Franz Josef Strauß)

Sie werden mir nachsehen, wenn ich bekenne, dass nach der ersten Euphorie über ihre Einladung, vor einem Kreis zu sprechen, der sich aus Personen zusammensetzt, deren ganz viele zum Thema „Staat und Kunst“ ebenso viel zu sagen wüssten wie ich, den sie ehrenvoller Weise einem solchen Thema gegenüberstellen, das ich mir auch noch selber ausgesucht habe – wenn ich also bekenne, dass mich nach der Empfindung schmeichelhafter Ehrung nicht viel später einfach ziemliche Verzweiflung überkam.

Denn über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen …“

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Der Nachfolger von meinem Freund und Lehrer Prof. Peter Janssen an der HdK Berlin, der deutsche Maler Prof. Klaus Fußmann (geb. 1938) schrieb 1985 (Siedler) die lesenswerte Textsammlung: Die verschwundene Malerei. Wer hinschaut, kann sehen, dass die moderne KUNSTPAUSE enden sollte. Ich meine, es soll nicht Imamen und Mullahs der Idiotenpartei die Deutung überlassen bleiben, was Kunst ist. Erwin Panofsky und Abi Warburg gehören in die Peinlichkeits-Walhalla der minderbegabten Millionärs-Erben oder aufs Therapiesofa. Wer meint sinnliche Anmerkungen als plumpen Materialismus abtun zu dürfen, weil es der modernen Mode gelungen ist, Schusselei und Ungenauigkeiten als Toleranz zu werten, wird zumindest um psychologische Erkennnis oder Ungewissheit nicht herumkommen. Nämlich, ist etwas zu erkennen? oder ist etwas ambivalent? Bei Fyodor Dostojewskij (1821-1881), einem der frühen großen Psychologen der Romankunst, lesen wir den Rat: „Vergessen wir nicht, dass die Gründe aller menschlichen Handlungen gewöhnlich zahllose , sehr verwickelte und so verschiedenartige sind, dass der Autor viel besser tut, wenn er sich nur mit der einfachen Auslegung der Tatsachen begnügt.“ Jemand soll bei der Berührung von Christos Reichstags-verpackung eine Gänsehaut durch Aura gespürt haben – ja, dann, wenn es alle sagen.

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Leichter ist da das Werbeangebot unter „Belissima“ auf sich zu beziehen: „Claude Monet „Das Mohnfeld bei Argenteuil“, 1878 (gemalt), limitiert auf 980 Exemplare gedruckt, Maße 60/75cm, Preis: 440 Euro: „Der Wegbereiter der Moderne zeigt eine Landschaft in ihrem natürlich wechselnden Licht. Auf echter Künstlerleinwand (Baumwolle) fühl- und sichtbare Pinselstruktur, edle Massivholzrahmung in Weiß mit Goldkante, grau patiniert.“ (Bestellcoupon im Kölner Stadt-Anzeiger am 23. Mai 2020, auch http://www.ksta/shop.de. Und – von vorstehender Peinlichkeit abzulenken – keineswegs auf Beleidigung etwaiger „Monet-Kitsch-Käufer“ zu zie-len, ist dann der Londoner William Blake (1757-1827) ein englischer Dichter, Maler, Erfinder der Reliefradierung. Sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk wurde von seinen Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden seine sehr inno-vativen Arbeiten von den Präraffaeliten entdeckt, fanden allgemein Anerkennung und später auch in der Popkultur Verbreitung. Die erste Gesamtausgabe der Werke Blakes wurde 1893 von dem irischen Dichter William Butler Yeats und dem englischen Maler Edwin Ellis ediert.

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Bei der Einbalancierung meines Lebensrhythmus‘ in Köln, wo ich als Bohème (freizügig- selbstbestimmter Nachtmensch) auch mit Organisationssorgen zu tun habe, ordne ich – im wahrsten Sinne des Wortes – meinen „Wanderzirkus“ an verschiedenen Gewerken, von Malereiwerkstatt, universeller Handbibliothek von einigen tausenden Bänden und dem gesamten eigenen Schriftwerk und kistenweisen wissenschaftlich sortierten Quellentexten, der aktuellen Korrespondenz (ohne einen persönlichen Sekretär und ohne Atelierdiener) neu.

Das ist noch kein Vorlass. Alles was zur Selbstorganisation der täglichen Reproduktion gehört, einschließlich den sportlichen Regelmäßigkeiten im Laufen am Rhein und dem Yoga, der Geschmeidigkeit halber, meine Tage zu genießen, will ich doch viel lieber ins Offene denken und arbeiten, als den unbezahlten Archivar eines Genies zu geben.

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Ich danke für die Komplimente, wenn jemand mal wieder zufällig oder spontan ein besonders anregendes, freundliches Gespräch mit mir hatte – ja, Danke – aber ich bin wirklich sehr beschäftigt und brauche viel subalterne Hilfe, anstatt redundante Eitelkeiten abzuleisten.

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Es kommt also ständig zu komplexen Begegnungen mit Dietmar-Möws und Dietmar-Moews-Vorgeschichte und all den Freundschaften und Kollegialitäten, und zunehmend, die Neuigkeiten der täglichen Kommunikation, die das vielfältige Internetz bietet – einschließlich der Botschaften, wenn jemand Wichtiges gestorben ist und der Tapferkeitsfrage, weil nicht alle menschlichen Beziehungen so lebendig gepflegt werden können, ob Die- und Derjenige, mit dem mal Inspiration und Stoffveränderungen betrieben worden waren, überhaupt noch lebt. Meine echte Verlustliste – in nah und fern – beeindruckt mich täglich, just starb Phil May 1944- 19. Mai 2020, Musiker der Pretty Things aus Dartford. Und eine Schuld, zumindest hier in der Neuen Sinnlichkeit den Zeugen von vordem eine Erinnerungsehre zu geben, soll die zukünftigen Leser informieren, aber nicht anöden (wann waren noch ROSA ALBERT 1950-1990 und JOB CROGIER 1948-2006 gestorben? wann BERNHARD VON DER GOLTZ 1934-2017? wie schön, dass Lothar Lange noch zu leben scheint.

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Gustav René Hocke  (1908-1985), der deutsche Journalist und Kulturhistoriker schrieb im „Narrenschiff im Labyrinth“, zur gleichen Zeit der Erstausgabe Neue Sinnlichkeit, 1979: „… die Grenzen unserer bloßen Verstandeserkenntnisse .. in Kulturstaaten wächst der Hunger nicht nach einem stets bedenklichen Irrationalismus und nach alogischem Verhalten, sondern vielmehr nach einer ganz neuen Kombination von Vernunft und Phantasie, von technisiertem Kalkül und subjektiver Imagination. Man spricht heute schon von einer neo-manieristischen Mathematik. Die sogenannte Gödel-Probe hat uns klar gemacht, dass die Mathematik (auch die kybernetische Anwendung) die menschliche Intuition und individuelle Initiative nie ersetzen kann. // Das würde auch bedeuten, dass auch die sogenannte „bildende“ Kunst von Morgen, schon angeregt durch die subjektive (manieristische) Seh- und Gestaltungsart seit der Spät-Renaissance, noch wichtigste weitere Beiträge zu einer enormen Bereicherung des verflach-ten „eindimensionalen“ Menschen von heute zu leisten vermöchte. Während des heutigen Menschen materielles Verhalten (Technisierung, Mechanisierung, Expansions-, und Konsum-zwangs z. B.) sein physisches So-Sein und seine natürlichen Umwelten immer gefährden, könnte, ja müsste die Kunst, die stets mit Imaginationskräften und realen Gegebenheiten zu tun hat, durch neue spirituelle Substanzbilder das Rettende in der wachsenden Gefahr nun de facto in einem neuen Sinne „bilden“ können, d. h. vor allem durch die Kombination von grenzenloser Imaginationsfreiheit und realistischer Struktur …“

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Das im Blatt Numero 74 proklamierte Ende der modernen KUNSTPAUSE – es löste sehr prägnante Reaktionsweisen aus. Wer in seinem biedermeierlichen Privatleben auch gerne mal so ein Bisschen Volkshochschule-Malerei und -Bildnerei zur eigenen „Künstlerrolle mit Joseph Beuys“ etabliert hat, seine Familie auch in den Beuys-Quatsch eingewöhnt hat und plötzlich als „Punkt-Punkt-Komma-Strich-fertig-ist-das Mondgesicht-Fraktion“ hineinbeleidigt wird, kann natürlich jetzt nicht Viel sagen. Ich will aber noch ein Beispiel nachschieben:

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Man kennt bzw. hat schon mal gehört oder gesehen, wie mit weichen Zeichenpinseln asiatische Maler locker gestische Tuschmalereien mit schwarzer Tusche auf Reispapier herstellen. Ja, chinesische Schriftzeichen, japanische Naturmotive, wie Schilf im Wind, eine sinnliche Wahrhaftigkeit ausdrücken, die den fühlenden sehenden Menschen anspricht, wie eine Naturkatastrophe, die Pinselstriche sitzen, wie die Haut unter der abstrakten Aktzeichnung.

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Zweifellos gab und gibt es zu dieser Tusche-Malerei eine streng tradierte Kunst und Meisterschaft. Und hier greift nun das Beispiel, das jede „Künstleriene“ und jeder Liebhaber akzeptieren muss. Auch wenn ein „Künstlerprestige“ zweifellos besser kommt, als nur „Hausfrau“ (und wenn die Hausfrau geigt, aber zu wenig übt, dann ist sie eine Nervensäge). Denn nimmt nun also der Hobbyist das Reispapier her, die schwarze Tusche, macht einige gestische Schwünge mit Körper, Arm und Hand durch die Luft, um dann in einem mutigen Entspannungsakt ihren oder seinen asiatischen Wurf abzugeben, produziert man doch nur armseligen Müll. Selbst ein hingekotztes japanisches Schriftzeichen ZEN oder FRIEDEN wirkt nicht, nicht mal anmutig wie ein Kinderbild und schon gar nicht, wie eine Maus durch den Innenhof des ZEN-Klosters läuft, bei der Suche nach dem ZEN-LÖSUNGSWORT im HARA.

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Also – lasst es sein! Und klatscht nicht Beifall zu einer Musik, die euch anödet – erklärte der Komponist Ladislav Kupkovic. Balsam für Alleinstellungsmüdigkeit sind immer wieder Fundstellen, wo Meister des Lebens was Wahres pointieren konnten. Guter Wein – wie GOTTFRIED BENN bei Wein-Wolf in Hannover sehr schätzte:

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„Überall dies wabernde, schwafelnde, fast könnte man sagen: vielfach unsaubere Geschwätz.“

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Der Herausgeber der Neuen Sinnlichkeit, Dietmar Moews, ist Künstlergelehrter. Er stellt dem Thema „KUNSTPAUSE“ keine Checkliste bei, ermuntert stets zum Selberdenken, die Gedanken und die Sinnesfreuden auf die eigenen Affinitäten und gar nicht auf ein Bildungssollen, einen individuellen Geschmack auszuleben – „Was beliebt, ist auch erlaubt“ – frei nach WILHELM BUSCH und „Kunstfreiheit als Freiheit für Künstler wie Kunstkonsumenten“ zu pflegen und – das meine ich ganz ernst: Machen Sie ruhig japanische und chinesische Pinseltusch-Orgien oder zaghafte Herantastungen; da ist Jeder sein eigener kleiner Hoffer, immer für den ganz kleinen „Self Hug“, wie es Abby Cadabby bei Sesame Street beschreibt, gut:

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JEDER DARF SEINE SCHLECHTEN MALEREIEN in seinen Räumen kreuzigen – wer da verliebt schaut, wird sich schon was denken. Gute Kunst ist nicht unerschwinglich – aber an sich gar nicht als Eigenproduktion zu haben. Kennerschaft und gutachterliche Urteilskraft oder Liebhaberei stehen jedem Kunstkonsumenten frei – eine Meisterschaft als Kunstproduzent erreicht man nicht mit Marktkäuflichkeit, sondern es gehören viel Ehrgeiz und Hingabe, Fleiß und individuelles Talent dazu, die außerdem bei viel Übung noch zu „meistern“ wären. Nie-mand wird durch ein Hochschulstudium „Künstler“. Aber dass die unechten Kunstprofessoren von heute, die meist ihrer Klasse gar nicht vorstehen, ihren Kunststudenten empfehlen, zu EXPERIMENTIEREN. Erstes Semester EXPERIMENTIEREN – dann mit paint brush und Laptop, Fotokopie und echtem Bleistift avantgardistische Mixed Media-Werke maschinell zu produzieren sich selbst beibringen, damit sie anschließend mal Kunsterzieher oder Crossover-Kunstwissenschaftler„das Analoge und das Digitale erfahrbar machen„, so kürzlich eine Professoriene der Münchner KUNSTPAUSE in der SZ. Da soll nun auch promoviert werden. Nur ist noch nicht ganz klar, wie den Studenten-Prüfungen Internetz-Betrug nachgewiesen werden kann. Und die Professoriene Mohr erklärt doch tatsächlich: „immer noch gelte die Magie des Originals“.

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Ich kann es kurz so zuspitzen: Die Kunstpause der 20sten Jahrhundert-Moderne wird von mir nicht als „ästhetische Qualität“ reklamiert. Die Kunstpause ist durch die verirrte staatliche Organisation in sofern entstanden, dass sehr viele unechte Künstlern in Deutschland (aus einer Pressure-Group der deutschen Sozialdemokratie, von verbandsorganisierten Kunsterziehern und Gewerkschaftlern (und der extra gegründeten „Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. Hagen“) in die verwaschenen Rollen der echten Künstler hineindrängten und – über den „Modus Freiheit der Kunst“ – sich dort in Verbandsmehrheiten im Deutschen Kulturrat über-mächtig formiert haben. „OKF“ („Organisierte Kunst Förderung“) ist eine banale Strategie eines „Bolschewismus“ – unechte Künstler als quasi Kunstkonsumenten dominieren mit überwältigender Verbände-Mehrheit die echten Künstler, die unter der Käseglocke des Deutschen Kulturrats nunmehr von berufspolitischer Mitbestimmung wie von der Kunstfreiheit ausgesperrt sind. Jeder ausgegrenzte darf selbstverständlich zuhause malen was er will. Was man wissen muss – der ganze „Spitzenmarkt“ hängt an den etwa 90 Prozent mittelbar hineindirigierten Staatsgeldern für „Spitzenlose“ und bei der Segregation der Marktzulassung (bei ausprozessiertem Verbot für den Staat, Kunst zu beurteilen).

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In dieser Weise war es möglich, Alles und Jedes (mit Beuys und anderen Blindfischen) ästhetisch einzubringen, wenn nur das konkrete Kampfpersonal dahinter steckte. Es ist leicht zu prüfen, welche Selbstförderungs-Familien die Preise, Stipendien, Reisen, Studienaufenthalte, Katalogpublikationen und Kunstprofessuren erlangten – wo keinesfalls über Ästhetik, Meisterschaft oder Qualität verhandelt worden war, sondern ausschließlich nach dem Prinzip „Folgeförderung“ (s. Worpswede/ Gerd Grabenhorst): „Wir haben uns gefunden, an den Händen gefasst und lassen nie wieder los“; nur selten werden da Sonderfälle exkommuniziert – die Salonpersonnage verhält sich weitgehend „apolitisch“.

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Nun ja – und inzwischen hat dieses OKF-System der Verfügbarkeit eines Kunstbegriffes, einer nichtswertigen „Freiheit der Kunst“, angeblich Grundgesetz bezogen, dem Genderstreben gemäß, in zunehmenden Maße der „Pressure Politics“ des Frauen-Bolschewismus‘ nachgegeben. Postenhuberienen und Preisträgerienen drängen zu, wo man hinschaut. Vinzenz Müller, ehedem Hitlers Stellvertreter, und nach 1948 DDR-General und Verteidigungsminister der SED – was sollen wir also mit Globke oder Albert Speers Legionen der Hitler-Architekten, von Rudolf Hillebrecht bis … ohne Zweifel hatten nach 1945 Adenauer, Carlo Schmid und Theodor Heuss nicht im Sinn den Reichskunstwart und die Reichskulturkammer fortzusetzen. Doch „Verbändestaat“ auf Künstler auszubauen, ohne darauf zu schauen, ob in Verbänden kollektivierte Gruppen wirklich geistige und materielle Ressourcen haben, in den politischen Prozess, und gegeneinander, Interessen reinzudrücken („Pressure Politics“)? das hatte man nicht groß gefragt. Als dann die 68er Generation, Willy Brandt, Werner Maihofer und Gerhard Rudolf Baum die OKF anleierten, – wussten sie, was sie taten? Sie machten korrupte Künstlervorstände zu den Ansprechpartnern der Staatssekretäre in Ministerien. Wer gewöhnlich von Verbände-Lobbyisten bedrängt wird – ob von Arbeitgebern, Mittelstand, Kirchen oder IG-Metall – hört nunmehr VERBÄNDE-Funktionäre, die angeblich Künstler-Interessen vertreten. Und siehe da, diese Amateur-Stellvertreter ließen sich preisgünstig OKF-dirigistisch kaufen. Bald gab es sieben, acht neue Verbände, die in zauberhafter Definitionskosmetik als Künstler-Lobby zugelassen wurden. Kunst und Kultur-Verbände, die überwiegend aus Nichtkünstlern und unechten Künstlern bestehen. Man lese nur, was Georg Meistermann über die 40 000 Putzfrauen und Beleuchter, Theater-Assistenten und Sonntagsmaler, sagt, hobbymalende „Ärzte“ und „Rechtsanwälte“, alle Künstlerverbandsmitgieder durch Vereinsbeitritt zur Macht gelangt, die den Funktionären die praktische Auslegung der OKF überließen. Heute herrscht Salonpersonnage – aber was heißt herrschen – wenn heute Kunst als Kulturbetrieb verstanden werden soll? – Kultur ist schließlich, wie und was wir miteinander leben. Man versteht den individuellen Umgang mit dem persönlichen, privaten Erwerbsalltag, den Ferienhöhepunkten und Anschluss an die geliebten Hobbies und Freizeitinteressen. Schon Leidenschaften als Ventilsitte fehlen meist die sozio-kulturelle Akzeptanz von Weltläufigkeit, Philanthropie, von Körperpflege, Modekleidung und Hygiene, von Anpassungsfreude und Exzentrik.

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Und dann noch Kunst? Und dann Kunstbetrieb im alltäglichen Massenmedienangebot? Wer kauft eine Zeitschrift für Kunst? Wer hört Kulturbetriebssendungen im Radioprogramm? Wer nutzt Podcast oder besucht Ausstellungen? Wer reist nach Basel zur Weltkunst-Messe? Was macht man mit seinen Kunst-Bildbänden der Malerei-Weltgeschichte, wenn der Kunstverein mit virtueller Digitalkunst kommt? Mit wem kann man darüber sprechen, wenn das Museum den Digital-Ausstellungsrundgang mit Virtual-Internetz-Formaten einen sozio-künstlerischen Real-Life-Ausstellungsbesuch ganz eigentlich überflüssig macht? Man liest im FAZ-Feuilleton:

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Die aktuelle Kunst-Avantgarde /Wer wäre das? – macht wegen des weltweiten CORONA-STOPPS nun endlich die Nutzung des Digitalen als neue Medien? ZEIT, WELT und Süddeut-sche Zeitung echoen dazu. Die leere Kunstzeitschrift MONOPOL behauptet aktuell, dass CO-RONA die Künstler akzelleriert, sich digital zu formulieren. Denn – jetzt sähe man auch den Vorteil: Der CORONA-Kostendruck zwänge die Salonpersonnage um die Staatsgelder zu kannibalisieren; so spart Digitalkunst aus Südkorea die Transportkosten und Versicherungen.

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Inhalt

Umschlag: Plakatausschnitt „Reliquiar“, 1974, Ausstellung Dietmar Möws

in Hannover 1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4

ROSA ALBERT: „m.“ und als Zeichnung „Maria“ in Hannover 22

GEORG MEISTERMANN: STAAT UND KUNST 23

WALTHER SCHMIEDING: >Kunst und Staat – WIR LÜGEN UNS WAS IN DIE TASCHE< 42

DIETMAR MOEWS: Die KUNSTPAUSE in der Moderne 42

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Georg Meistermann 47

HANS BOECKH: Mein Vater 48

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in

allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzungen XXIII 50

DIETMAR MOEWS: Zum Tod von Horst Meyer 1941 – 2020 54

PETER HANDKE: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 60

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: Königsweg ohne Aufregung 61

Auflösung Qualitätsrätsel 74: HENRICH JUNG-STILLING >Lebensgeschichte<

QUALITÄTSRÄTSEL 75: Wer hats geschrieben? 63

Impressum

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln

E-Mail dietmarmoews@gmx.de Verlagsanschrift und Abonnement auf Lebenszeit bei:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, D-50678 Köln ISSN 1432-5268

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Dietmar Moews‘

LEXIKON DES KUNSTWESENS

Georg Meistermann

Georg Meistermann, M. Deutscher Maler, Zeichner und Glasgestalter (geb. 16. Juni 1911 in Solingen, gest. 12. Juni 1990 in Köln, schuf über eintausend Glasfenster an rund 250 Orten in Europa, überwiegend für evangelisch-lutherische und katholische Auftraggeber und Kirchen. M. studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Werner Heuser, Heinrich Nauen und Ewald Mataré. 1947 heiratete er die Psychoanalytikerin Edeltrud Meistermann-Seeger (1906-1999). Im Jahr 1955 nahm M. an der documenta 1, teil. M. lehrte als Professor an der Frankfurter Städelschule, an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunstakademie Düsseldorf. M. war 1953 Mit-Wiedergründer des von den Nazis verbotenen Deutschen Künstlerbunds, wurde Vorsitzender (1968-1972) und setzte sich für die Entwicklung der Selbstbe-stimmung in der Künstlerpolitik gegen Verbändebevormundung sowie gegenüber Altnazis in der Bundesrepublik ein. Es entstand die Künstler-Sozialversicherung (KSV), die alle möglichen Nichtkünstlerberufler aufnahm. M. hatte sehr früh die Klientelisierung der echten Berufskünstler durch Nichtkünstlerverbände gegenüber den Parlamenten verstanden, die durch das neugeschaffene Dachverbändesystem, mit dem Deutschen Kunstrat im Deutschen Kulturrat, offiziös als Berufsverbände und Pseudolobby im Feld von Kunst und Kultur agieren. Die „Freiheit der Kunst“ § 5.3 GG wurde dirigistisch umgewidmet. Den Austausch der Künstler durch unechte Künstler und die Umbenennung der Kunst und Kunstförderung in Kulturförderung, Kulturbetrieb und eine sozialdemokratische „Salonpersonnage“ in allen OKF-Schlüsselrollen der Künstler-Berufspolitik, quittierte M. schließlich mit Rückzug: „über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen…“. M.s Werk, weitgegend figürlich abstrakte Kompositionen, werden im Georg-Meistermann-Museum in Wittlich gezeigt. Auf Wunsch von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt porträtierte M. ihn 1977 für die Galerie der Bundeskanzler im Bundeskanzleramt. Das Porträt wurde von Bundeskanzler Kohl abgelehnt und durch ein naturnäheres Portrait im Staatsauftrag, des Malerkollegen aus Düsseldorf, Oswald Petersen, ersetzt.

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KUNST UND STAAT

Georg Meistermann

Georg Meistermann (1911-1990), anerkannter Deutscher Künstler (Rede im Jahr 1980 vor den deutschen Kunstoberen in Berlin), erklärt vor der deutschen Führung, Staatskunst höfisch, republikanisch-modern, nazitotal und jetzt totorganisiert – wie?

Staat und Kunst (etwas gekürzt):

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Herr Ministerpräsident (das war CSU-Franz Josef Strauß)

Sie werden mir nachsehen, wenn ich bekenne, dass nach der ersten Euphorie über ihre Einladung, vor einem Kreis zu sprechen, der sich aus Personen zusammensetzt, deren ganz viele zum Thema „Staat und Kunst“ ebenso viel zu sagen wüssten wie ich, den sie ehrenvoller Weise einem solchen Thema gegenüberstellen, das ich mir auch noch selber ausgesucht habe – wenn ich also bekenne, dass mich nach der Empfindung schmeichelhafter Ehrung nicht viel später einfach ziemliche Verzweiflung überkam.

Denn über Staat und Kunst sollte man einfach überhaupt nicht mehr reden. Die Politiker sind dieses Motto ebenso leid wie die Künstler, die etwas auf sich halten. Es darf dann auch nur zu hoffen sein, dass die Parteien ihre sogenannten Gespräche mit Künstlern endgültig einstellen – nach einem Boom an Wettbewerbungen oder vielversprechenden Hoffnungserwartungen, die sich doch als so eine Art abgeleisteter Verpflichtungen herausstellten, bei denen es sich ja leider nur um wirtschaftliche Belange handelt, dem Zeit-Trend sehr entsprechend.

Aus diesem Grunde habe ich das Thema auch etwas variiert, so dass das Motto sich zu einem Satz fügt, den ich vor Ihnen, meine Damen und Herren, so formulieren möchte:

„Betrachtungen und Fragen eines Staatsbürgers, welcher Maler ist, zu diesen Sachen: Staat und Kunst in 30 Jahren BRD.“ Vielerlei Staat und noch mehrerlei Kunst haben wir, je nach Alter, erduldet, ertragen oder auch getragen; und dies wiederum ein jeder auf seine Weise von Leidenschaft bis gar nicht.

Die Frage, was der Staat denn ist, ist nicht mit Argumenten der Ökonomie zu klären, sie gehören lediglich zu seiner Art des Verwaltens, wie auch die so vordergründige Erscheinung der juristischen Bezüge.

Auch die Lexika tragen nicht zur Klärung bei. Wenn man den Definitionen zur Zeit ihrer Ersterscheinung mit den jeweiligen Neuauflagen vergleicht, etwa um 1850, 1935 und um 1960, so muss man hilflos bleiben, was dieses Staatswesen nun ganz eigentlich ist und nicht nur sein kann. 1911 geboren, habe ich schon eigentlich etwas zu viele Staatswesen kennen lernen müssen, Monarchie in Preußen und Reich; Weimar, Drittes Reich, und den Staaten, in denen wir nun leben: Bundesrepublik, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, in denen ich nach 1950 tätig war oder bin. Sie kennen alle die Probleme, die vor unseren Augen abgehandelt werden – Koalitionen ganz verschiedener Artung, Bundesrat, Bundestag – die im Grundgesetz verschriebene Neuordnung der Länder, aus deren elf sechs werden zu lassen, Versuche, föderative Eigenarten wieder mehr zu betonen, wie z. B. Baden-Württemberg noch vor 10 Jahren das Gefüge zweier Stämme – Badenser und Schwaben zu eigenen Staatsgebilden zu trennen – oder hierzulande leise, aber doch immer wieder mal vernehmbar die Frage, ob die Pfalz nicht eigentlich gut bayerisch zu sein hätte.

Die Autorität der Staatswesen, vom Bürger ganz unsicher mit der Frage gestellt, ob er selber nun Teilhaber, mitverantwortlich also, überhaupt noch sein kann – wieviel Autorität hat der Staat denn eigentlich? Ist das Ganze des Staates (verpflichtete Teilhabe am Wehrdienst oder Verweigerung) ins Belieben des Einzelnen gestellt?

Wie stellt er sich dar, wenn seine Repräsentanten kaum etwas als unter Polizeischutz gesehen werden – oder andersherum: Stehen wir alle, wenn es denn stimmt, dass wir alle Repräsentanten des Staates sind, unter Polizeischutz und Gesetzen, deren so viele zu viel Staat um uns stellen, dass von Unbehagen oder gar Staatsverdruss gesprochen wird? Bürgerinitiativen ja oder nein, sind sie nicht auch Äußerungen von Verdrossenheit, müssten ihre Tätigkeiten nicht vielmehr Grundhaltungen der Parlamentarier sein? Und dass es nicht so ist, zeigten Äußerungen derer, die nicht mehr in den Parlamenten sein wollen.

Ich bin sehr damit einverstanden, alles dies sei Staat unterwegs, Merkmale lebendiger Demokratie. Man muss dies nicht als wesensfremd zum demokratischen Staatswesen sehen. Aber dann bleibt doch die Frage, wie ernst muss man das Wort von einer Krise der parlamentarischen Demokratie nehmen?

Eine Frage, die mich beunruhigt, ist aber diese: Wir wissen, dass Marx die Sozialisierung der Produktionsmittel wollte. Hitler erfand dagegen die Vergesellschaftung des Menschen.

Und nun: Sind wir nicht meilenweit auf dem Hitlerschen Wege weitergegangen, ohne dessen bewusst zu sein?

Nun können Sie, meine Damen und Herren, fragen, warum sich ein Maler Gedanken macht dieser Art, Fragen stellt nach dem Wesen des Staates.

Sie werden es verstehen können aus dem Verhältnis, dass die in der Zeit seit meiner Geburt erfahrenen Staatsverständnisse einen erheblichen Einfluss auszuüben versuchten und ausgeübt haben auf die jeweils zeitgenössische Kunst. Wilhelm, der Kaiser, nahm, sehr persönlich in seiner Majestät verletzt, Stellung, wenn er etwa äußerte: die ganze Richtung passt mir nicht. Damit meinte er von Liebermann, Slevogt, Munch an alles, was außerhalb seiner Hofmaler tätig war. In der Weimarer Epoche änderte sich das Verhältnis in der Weise, dass alle in Opposition gewesenen öffentlichen und privaten Dinge eine grundsätzliche Toleranz gegenseitig übten. Und da die politischen Instanzen sich bewusst waren, dass sie in den überaus vielfältigen Erscheinungsweisen von neuer Musik, Literatur und Kunst keinen Sachverstand besaßen (nicht zuletzt deshalb, weil die res publica alle ihre Kräfte gebrauchte und verzehrte im Kampf gegen eine ungeheure Macht und gegen die Intrigen einer allzu großzügig tolerierten Reaktion), wurde ein Reichskunstwart bestellt, dem es gelang, die Beziehungen zwischen dem neuen Staat als einem Wesen bisher bei uns nie gekannter Freiheit und den sich entfaltenden Kräften in den Künstlern zu fördern, und die Einsicht in die gemeinsamen freiheitlichen Grundlagen und menschlichen Herkünfte zu vermitteln. In die Kunstakademien wurden die besten Künstler geholt, das Bauhaus wurde gegründet, die Museen brachten ihren Anteil auf, private Sammler errichteten Stiftungen ihrer Schätze.

Theater und Musik hatten Erfolge mit neuen, teils schockierenden Stücken,- man kann sich heute nicht mehr vorstellen, wie sehr zurecht diese Zeit geistigen Aufschwungs die goldenen 20er genannt wird mit den Gründungen von Volkshochschulen, öffentlichen Büchereien, die zum Teil in erbitterten lokalparlamentarischen Auseinandersetzungen im wahrsten Sinne erkämpft werden mussten. Ich sehe noch heute die Überschrift einer Zeitung vor Augen: >Wenn wir die Gründung solcher Institute zulassen, haben wir bald keine Privilegien mehr gegenüber den Proleten.<

Die reaktionären Elemente im Staat, z. B. Gerichtswesen, in der Verwaltung, in der Großindustrie und die im neuen Heer verwendeten insgeheim nationalistischen Offiziere bohrten indes sehr bald im Verein mit einer neuen, erschreckend terroristischen Organisation an der Untergrabung von Staat und Kultur. So muss bereits 1927 das Bauhaus Weimar geschlossen werden, seine Lehrer Gropius, Marcks , Klee, Kandinsky, Schlemmer gründeten es in Dessau neu – bis es endgültig bereits 1932 verschwand. Aufträge in die Hände der Künstler, die sich diesem Staate mit Begeisterung zu einer hohen kulturellen Repräsentation in Dienst gestellt hatten, wurden selten, auch wegen der wirtschaftlichen Misere jener späten 20er Jahre, aber vor allem wegen der penetranten Hetze rechtsradikaler Medien. Der von Schmidt-R. entworfene neue Reichsadler in den Farben Schwarz-Rot-Gold hieß bald >Pleitegeier<. Die Filmanstalten spielten nationalistische Themen – und als dann 1933 ein Konglomerat reaktionärer Parteien Reichstag und Länderparlamente hinwegfegte, die Gewerkschaften und alle öffentlich-rechtlichen Verbände auflöste oder >gleichschaltete<, wie die Parole hieß, war eine verängstigte Nation und verruchterweise ein großer Teil der Intellektuellen und Künstler zu Widerstand im Namen der Würde des Menschen nicht mehr fähig. Die Ausrottung der größeren menschlichen Aspekte begann unter der Marke der Entartetheit und wurde radikal zu Ende gebracht.

Wer will darüber rechten, dass Goebbels‘ Aufruf zur Erneuerung im ersten Jahr der Unterschriften trug von Barlach, Nolde, Benn, Niemöller und vielen anderen? beinahe niemand hatte Hitlers programmatische Infamie gelesen, in der er alle Verbrechen des folgenden Jahrzehnts angekündigt hatte. Hitlers >Mein Kampf< war bereits in der Mitte der zwanziger Jahre erschienen. Thomas Mann hatte 1930 öffentlich gewarnt vor dem, was da heraufzog. Ossietzky schrieb sich die Finger wund – aber sie wurden nicht mehr getragen von einem Staat, von einem Volk. Wahrscheinlich hat es nie Bürgerkriege aus kultureller Not gegeben – die Kapitulation der Deutschen vor dem Verbrecher Hitler war perfekt, zumal ein vorausschauender Teil das Land verließ.

Ich brauche das nicht weiter darzustellen. 1945 war nur ganz wenigen klar, dass mit dem Ende des Krieges nicht alles ausgeräumt war, was einem Aufbau neuer, innerlicher Staatlichkeit auch weiterhin entgegenstand.

Mit enormem Schwung brach erneut und erneuernd hervor, was in der Tiefe erhalten war oder trotz schlimmster Bedrohung unter Druck und Belastungen getan worden war, um an ein wahrhaftigeres Bild des Deutschen anzuknüpfen, wie es ein Volk von Dichtern und Denkern gestiftet hatte. Aber sehr kurze Zeit später begann der dringende materielle Aufbau des zerstörten Landes. Es blieb unbekannt, dass in den ersten Rechenschaftsberichten des neuen Staates die geistigen, erneuernden Ströme noch immer von allzu konservativen Berichterstattern mit offensichtlichem Unwillen dargestellt wurden.

Im Deutschlandjahrbuch 1953 heißt es z. B. über Gilles: >Wenn Gegner der modernen Kunst hier Anklänge an die Bildnerei der Geisteskranken zu sehen glauben, dürften sie, wenn auch in anderem Sinne, nicht unrecht haben. Die Krankheit der Zeit, ihre Ungeordnetheit und ihr Mangel an innerem Halt finden in diesen Gebilden ihren Niederschlag.< Es dürfte auch jene Männer der ersten Stunde und ihre Nachfolger interessieren, wie diese Zeit der ersten Konsolidierung hier kommentiert wird. Sehr beachtlich auch das, was über einen Maler Hermann Kaspar berichtet wird, >der aus der Tradition heraus eine Arbeit schafft, die in den Formen doch ein Werk unseres Jahrhunderts ist<.

Es ist infam, dass also noch 1953 verschwiegen wird, dass dieser Kaspar Hitlers Reichskanzlei mit Mosaiken übersät hat, seinen Schreibtisch und die Embleme darauf entwarf und den Fackelzug zur Einweihung des Hauses der Deutschen Kunst organisierte und entwarf. Dieser Kaspar wurde 1945 nicht etwa aus der Kunstakademie München entlassen, als man den von ihm vertriebenen Maler Carl Caspar wieder in seinen Lehrstuhl einsetzen wollte.

Es gelang einer Kulturmeute, die von seinen Hitleraufträgen profitiert hatte, jenen als diesen den Alliierten zu unterschieben. Er war noch stellvertretender Präsident der Münchner Kunstakademie, als ich eine Berufung dorthin erhielt, und immer noch, als ich nach drei Jahren eben aus diesen Gründen (ich hatte mit guter Nase nur einen Lehrauftrag angenommen) eine Berufung ablehnte. Das war 1967. Ich hatte eben keine Lust, Alibi zu spielen.

Die Tendenz kann man so zusammenfassen: Gut, dass der Krieg vorbei ist und der Druck natürlich auch – aber in der Kunst hatte Hitler vielleicht doch recht.

Theodor Heuss rief eine Notgemeinschaft der Kunst 1949 ins Leben. Aber die Liste der einzuladenden Künstler umfasste ausschließlich Namen der im Hitlerdeutschland prominenten Maler und Bildhauer. Das war 1949. Es gelang mir, dass diese Liste gestrichen wurde, indem ich eine Alternativliste aufsetzte mit den Namen derer die verfemt gewesen, entartet genannt worden waren, die man mit Polizeigewalt an künstlerischer Arbeit gehindert hatte, denen man Farbe und Leinwand verboten hatte, deren Werke zu Tausenden aus den deutschen Museen entfernt wurden oder verbrannt oder ins Ausland verkauft wurden, um Devisen zu machen für den geplanten Krieg. Unter diesen Werken befindet sich übrigens das grandiose Bild des Reichspräsidenten Ebert von Corinth, das die schweizerischen Gewerkschaften gerettet haben durch Ankauf bei der nichtswürdigen Versteigerung deutscher Kunst 1937 in Luzern, und es hängt immer noch im Museum zu Basel. Es gelang mir, es zum 100. Geburtstag von Ebert für eine Weile in die Residenz des Bundespräsidenten zu bringen – der Wiedererwerb scheiterte an ziemlich frivolen Forderungen der Schweiz und zuletzt am Überdruss Heinemanns, der die Sache am Ende leid war. Leider!

Der geistige Zustand der Verrottung also war keineswegs 1945 zu Ende. Die neue Liste der zu wählenden Mitglieder der Notgemeinschaft Deutscher Kunst umfasste nun endlich alle die Namen derer, die Hitler verfolgt hatte, und die noch Lebenden wurden die neuen Träger einer Tradition, die 1933 so entsetzensvoll geendet hatte,

So war es auch nicht überraschend, dass auch nach 1945 in den Schulen weiter Lehrer unterrichteten, die entweder aus Unkenntnis einer besseren Kultur oder aus Überzeugung oder Mitläuferei nicht gewillt waren, umzudenken.

In den Behörden der provisorischen Verwaltung von 1945-1949, also zur Etablierung der neuen staatlichen Gewalten, blieben viele vor allem in den Kulturabteilungen tätig, deren Unentschlossenheit oder unterschwellige Beharrung auf nationalistischen Anschauungen dem auch hier auf Überwindung und Neubeginn trachtenden Auge nicht verborgen bleiben konnten. Die Schwierigkeit bestand darin, den rein politisch und juristisch denkenden Männern der neuen Staatlichkeiten nachdrücklich vor Augen zu bringen, was da an Gefahren für die Zukunft lauerte. Leider ist ein besonders trauriges Kapitel die Besetzung mancher Deutscher Kulturvertretungen im Ausland. Und das ist bis heute nicht überall in Ordnung,

Dies alles war der Grund, der mich bewog, dem Bundespräsidenten die Gründung einer Sammlung zeitgenössischer Kunst vorzuschlagen. Es sollten alljährlich aus Etatmitteln der Länder Ausstellungen eben von Werken einerseits der diffamierten und andererseits jüngerer Künstler veranstaltet werden, die auf Vorschläge von Kritikern und Museumsmännern im Verfahren der Jurierung jährlich neu zusammengestellt würden. Der Vorschlag ging auf DM 1000,- für jedes Land – damals eine völlig ausreichende Summe bei elf Ländern. Die Ausstellung sollte monatlich in einer Landeshauptstadt der Öffentlichkeit vorgeführt werden mit aufklärenden Texten kenntnisreicher Interpreten.

Die Reaktion von Heuss war volle Zustimmung, nur fügte er hinzu: >Das kriegen Sie mit den Ländern nie hin; Sie wissen doch, dass die behördlichen Kunstbanausen überall noch aus dem schlechten Stall kommen.<

Er schlug also vor, dieses Unternehmen mit dem Deutschen Städtetag zu planen. Aber der mir unvergessliche Dr. Bennecke, damals Sekretär des Städtetages, war ebenso pessimistisch wie Heuss: Er verwies darauf, dass in dieser Stadt ein ehemaliger Staatssekretär von Goebbels Oberbürgermeister war, in einer anderen, sehr bedeutenden Industriestadt soeben aus dem Gewahrsam der Alliierten zwei entlassene aktive Nazi Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor geworden waren.

Also schlug Bennecke vor, es mit der Industrie zu versuchen: Kurz, es entstand der Kulturkreis der Deutschen Industrie. Erst 1970 gelang es mit Bundeskanzler Brandt, eine Bundessammlung deutscher Kunst seit 1949 bis zur Gegenwart zu gründen. Sie besteht und wird 1981 der Öffentlichkeit vorgeführt werden.

Mit solchen Mentalitäten ist es wahrscheinlich zu erklären, dass offiziell z. B. bei den Internationes der Maler Emil Nolde als der Typ des von Hitler verfolgten deutschen Malers insbesondere gegenüber dem Ausland präsentiert wurde. Nolde hatte nämlich schon vor 1933 Memoiren geschrieben, in denen er deutsch-völkische Kunst, das was man später „Blut-und-Boden-Kunst“ nannte, propagierte, gegen Cézanne und die ganze französische Kunst polemisierte, d. h. auf Hitlers Kulturdimension setzte. Folgerichtig war er 1928 in die NSDAP eingetreten. Dass er später mit den „Entarteten“ in einen Topf geworfen wurde, geschah, um eine Diskussion zu verhindern, die wahrscheinlich viel Staub aufgewirbelt hätte, der den Nazis nicht gelegen sein konnte. Der deutsche Statthalter in Wien hatte nämlich 1941 die Idee, Nolde zu rehabilitieren mit einer großen Ausstellung dieses „echt“ völkischen Künstlers und nationalsozialistischen Vorkämpfers deutscher Kultur. Diese Ausstellung verhinderte Goebbels ausdrücklich mit dem Argument, dass man erst den Krieg gewinnen müsse, bevor man in Details käme.

Nach dem Kriege gingen die Bemühungen, kulturell auf dem Wege der Nazis weiterzufahren, also durchaus weiter. Ich möchte Ihnen, meine Damen und Herren, die gravierenden Beispiele ersparen, die nichts desto weniger viele Enttäuschungen begründet haben und meiner Vorstellung von Kultur in einer Demokratie kaum entsprechen. 1952 ging ich mit Thornton Wilder und Henry Moore durch die Biennale in Venedig. Anlass war ein Unesco-Kongress über internationale kulturelle Beziehungen.

Beide – Wilder und Moore – äußersten angesichts des deutschen Kulturtempels, dass dies architektonisch wohl keine gemäße Repräsentation der Deutschen Bundesrepublik sei. Ich stellte einen Bericht zusammen über den Ablauf und die Ziele des Kongresses. Vor allem bemängelte ich, dass das Auswärtige Amt nur zwei Vertreter geschickt hatte zu einem ersten internationalen Versuch, die Nationen zu kulturellen Übereinkünften zu bewegen. (Übrigens war der andere Repräsentant der zweiköpfigen deutschen Delegation ausgerechnet der Herr, der der Notgemeinschaft Deutscher Kunst als Mitglieder eben die treuen Maler Hitlers vorgeschlagen hatte.) Ich wies vor allem darauf hin, dass zwei Vertreter bei einem Kongress, dessen einzelne Symposien sechs und mehr verschieden inhaltliche Themen gleichzeitig abhandelten, zu wenig seien, Frankreich nahm an jeder Einzelsitzung z. B. mit zwei Vertretern teil – die Sowjetunion mit insgesamt 27. Im A. A. wurde einfach festgestellt, dass dafür kein Geld zur Verfügung sei. Und das blieb so – bis ich etwa um 1972 aus Anlass eines Unesco-Treffens in Jugoslawien an den Außenminister Scheel schrieb mit dem Hinweis, dass die Tagesordnung mindestens zwölf Delegierte verlange. Bei einem anschließenden Gespräch zeigte mir Scheel den Brief mit seinen Vermerken, in dem er sich mit meiner Stellungnahme identifizierte. Bei einer etwas späteren Besprechung mit der zuständigen Bürokratie wurde aber wiederum nur von einer zweiköpfigen Delegation gesprochen, was mich zu einem Wutausbruch trieb, in dem ich meinen Brief an den Minister und seine Anordnung zitierte. Es wurden dann endlich zwölf Delegierte bestimmt aus dem Deutschen Künstlerbund, dem Bundesverband bildender Künstler und der Gedok. Ich war zu dieser Zeit Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes. Es kam zu einer Kontroverse zwischen mir und dem erwähnten Bundesverband, dessen Vorsitzender Buchholtz meine Legitimation zu einem Brief an Scheel bestritt, da er, Buchholtz, 14 000 Mitgliedern vorstehe und ich nur etwa 300. Dieser Kontroverse machte ich ein Ende, indem ich mit Hinweis auf meine Erfahrungen und Befürchtungen das Recht in Anspruch nehme, Ungereimtheiten zu monieren, die Sitzung verließ. Meine Nachfolger im Präsidium des Künstlerbundes, Hajek und Grochowiak, haben in heftigen und sachlichen Gesprächen eine Lösung aller sich auch später ergebenden Differenzen und sehr begrüßenswerte Kompromisse erzielt.

Den Bericht ans Auswärtige Amt ergänzte ich übrigens mit einer Eingabe an den Kulturausschuss des Deutschen Bundestages, um zu bewirken, dass in Venedig ein architektonischer Neubau der Würde der Bundesrepublik gut anstehen würde. Bei der Abstimmung, die meiner Anhörung folgte, wurde mein Ersuchen abgelehnt, und als ich den Raum verließ, kam eine aufgeregte Abgeordnete hinter mir her und sagte sehr beachtliche Worte: „Wir haben angenommen, dass Sie der Partei nahestehen, die für Sie gestimmt hat. Wir hätten natürlich dafür gestimmt, wenn wir gewusst hätten, dass Sie tatsächlich auf unserer Seite stehen!“ Ich möchte die Sprecherin der Partei nicht nennen – denn inzwischen wissen wir, dass diese Methode anderen Parteien nicht unbekannt sind.

Das bisher brisanteste Thema wurde auf einer Tagung des Arbeitsministeriums deutlich, nachdem eine Künstlerenquete erhoben worden war, die den sozialen Status der Künstler zum Gegenstand hatte. Hier wurden nun plötzlich alle diejenigen zu Künstlern ernannt, die an Ausführung und Darstellung der Künste beteiligt waren, nicht also nur Opernsänger und Schauspieler, sondern Beleuchter, Maskenbildner, und eben alle die an den Instituten tätig waren.

Bildende Künstler gelten seitdem als Personen in einem „arbeitnehmerähnlichen“ Verhältnis. Der Wirtschaftsverband Bildender Künstler trat unter neuem Anspruch auf: „Bundesberufsverband bildender Künstler“. Er gab seine niemals belegte Mitgliederzahl mit etwa 14000 an, eine Zahl, die sich später auf etwa 8000 modifizierte; und als die Ambitionen dieses Verbandes auf Gewerkschaftsanschluss bei einer großen Anzahl der Mitglieder, bei gewissen Ortsgruppen und Landesverbänden auf erbitterten Widerstand stießen und zum Austritt aus dem Bundesverband führten, blieben noch etwa 5000 Mitglieder übrig, in deren angeblichem Auftrag nun Sozialgesetze für Künstler ausgearbeitet und vor den Bundestag gebracht wurden – bis heute unter heftigen Kontroversen.

Man muss deutlich machen, dass in diesem sogenannten Berufsverband jeder Mitglied werden kann, der Neigung hat, auch aus Hobby Bilder zu machen. Die Mitgliedschaft umfasst also Ärzte, Juristen, Sonntagsmaler jeder Art und – so wurde bekannt – alle jene, deren wirtschaftliche Grundlagen nicht ausgereicht hatten, um „freier“ Künstler zu werden. Als ob jene, die es wirklich waren und sind, jemals von vornherein mit irdischen Gütern gesegnet gewesen wären, die ihnen gestatteten, einen „elitären“ Beruf zu ergreifen. Einschließlich all dieser Kunstproduzenten, zusammen mit Kunsterziehern, Professoren, die bereits durch bürgerliche Ämter versichert sind, bleiben also 5000 bildende Künstler in der Bundesrepublik – gemessen an der Bevölkerungszahl seien es rund 80000 Künstler zu wenig, äußerte ihr Geschäftsführer vor einiger Zeit.

An den Landesverband Rheinland-Pfalz, einem aus dem Gesamtverband ausgetretenen, möchte ich den Appell richten, bemüht zu sein, einen Dachverband bildender Künstler in der Bundesrepublik zu gründen, dem auch einzelne Künstler, deren der radikale Linkstrend verdächtig ist, beitreten können. Dieser freie Verband würde sehr bald die fünftausend Mitglieder haben, die sich ihrerseits in einem Monatsblatt mit den gleichen Zuschüssen auch aus Bundesmitteln artikulieren könnten. Ich rege dies deshalb an, weil es nun wohl an der Zeit ist, die Beziehungen zu Staat und öffentlichen Händen und zur gesamten kulturell interessierten Gesellschaft nicht einseitigen Zielen zu überlassen, deren Tendenzen auf dem Kongress bildender Künstler in Frankfurt vor etwa zehn Jahren als Kampfansage an Museen und freie Künstler deutlich genug verbalisiert und fixiert worden sind, und wie es am Fall der Hamburger Kunsthalle praktiziert wird: Ankäufe und Ausstellungen werden vom gesamten Personal, von der Putzfrau über Museumswärter bis zum Verwaltungspersonal bestimmt.

Meine Damen und Herren, ich möchte von diesem nun zum anderen Teil des Themas kommen: Kunst. Sie mögen es vermessen finden, dass ich darauf bestehe, dass sie aus den Visionen einzelner entsteht. 80000 Künstler nannte ich als das Ideal gewisser Manager für die Bundesrepublik. Ob sie die gewaltigen Phänomene der einzelnen ersetzen können? Schlemmer, Baumeister, Marcks, Lehmann, Schwippert, Rohlfs, Kokoschla, Hofer,Antes, Nay, Winter, Graubner, Hajek, Hauser, Orff, Hindemith, Henze, Benn, George, die beiden Mann, Grass, Döblin, Walser, auch Böll, Kafka, Enzensberger, Bachmann, Handke?

Welches Menschenbild ist denn sonst zu sehen? Was tut der Mensch, der eben nicht begrenzt ist durch sein Millieu, dessen Wesen eben nicht aus seinem Millieu definiert werden kann – und allen Versuchen materieller und philosophischer Beschränkung ihn auf dieses Millieu-Niveau zu bringen, immer wieder widersteht? Was tut denn der Mensch anderes, als die grandiosen Utopien zu entwerfen, ob deren Intelligenz, also Einsicht, und Phantasie ihn aufrufen und befähigen?

Ich kann mich auf Ergebnisse der Wissenschaft berufen, die das „zentrale Ich“ des Menschen als die absolute Dominante des menschlichen Wesens sehen, und nachweisen können, dass bei der Zeugung keineswegs der Samen des Mannes zufällig, sondern vom Schoße der Mutter aus Abermillionen erwählt wird. Seit dem Moment der Befruchtung muss also von Individualität als dem zentralen Ich gesprochen werden, in dem seine absolute Eigenheit entsteht wie auch die Energie, diese Eigenheit voll zu entfalten.

Wie anders wäre denn auch Kultur zu verstehen, als die Verwirklichung von Utopien dieses zentralen Ich, Utopien, die von der ganzen Menschheit getragen werden können. Zum Beispiel die Sprache. Welch ein Weg des Menschen von der Betrachtung der Natur, zum Beispiel von Eichen, Buchen, Tannen – also von Dingworten bis zur abstrakten Vorstellung des gesamten als Baum. Das Vermögen zu abstrakter, d. h. allgemein umfassender Imago, welches das einzelne umschließt, ist eine der grandiosesten Fähigkeiten des menschlichen Geschlechts. Das Namen-Geben, das Bezeichnen mit Worten – welche Vorstellung von Würde ist mit solcher Gabe verbunden.

Da der Mensch aber aus der Schöpfung nicht austreten kann und über sie hinaus nichts zu denken vermag – mit dem Wort „Nichts“ kann keine Vorstellung verbunden werden, darum ist es so unheimlich -, ist er wohl gebunden an den Gegenstand der Wörter: ich glaube darum, dass er das Wort Gott, Engel nicht erfinden kann, wenn es sie nicht gibt.

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Bleiben wir konkreter: Die Erfindung der Glocke – welch ein Triumph des Materials, entstanden als Einfühlung in Material: welche Kupfer, Zinn, Blei befähigt, Bronze zu werden, aus der Zusammenschau des einzelnen in ein Ganzes.

Material also, das der Mensch formen und beständig machen kann durch Guss, um es zum Klingen zu bringen mit einem Klöppel aus jenen gewaltigen Tönen, die die Luft erschüttern im Klang des tönernen Erzes. Der Weg von der anschauenden Urteilskraft einer menschlichen Vision bis zum freischwingenden Geläut über unseren Häuptern, dem die Menschheit Türme errichtet hat – ist das wirklich nichts anderes als belästigender, ruhestörender Lärm und brauchbar nur für eine Minderheit? zwecklos erfunden zum Dienste: ja – von was?

Ist das nicht vielmehr unsere Wiedererkennung in einem Gebilde, das eins der Geheimnisse menschlicher Schöpfung bezeichnet? der Ausgang vom Rauschen der Wälder, vom Rausch des Meeres bis zur Artikulierung durch geformte Materie – das ist doch wohl eine Vorstellung von etwas, was uns im Hören einigen könnte im zwecklosen Tönen, etwa einer Orgel.

Und die Erfindung des Klanges durch ein Instrument – welche Visionen müssen da im Menschen bereitliegen, bis der urbildlich vorgestellte Körper eines Waldhornes für alle Menschen werden kann; der Instrumente alle, die wir im Orchester hören. Jedes von ihnen eine demütig machende Offenbarung eines Geschöpfes, das wir sind, nämlich und namentlich Mensch.

Die Erfindung der Noten, auf fünf Linien getragen, sensibilisiert durch Takte, durch Notenschlüssel, durch Tonarten in Dur und Moll.

Dieses waren und sollten wohl bleiben dürfen Leitbilder, die das Leben der Menschen durchbrechen, auch ehemals Fürsten, Könige und Kaiser: das ist nicht damit abgetan, dass man nur noch von Kultur redet im Zusammenhang mit Ausbeutung oder ächtenden Schlagworten wie bürgerliche Kultur.

In diesem Sommer gab es eine Ausstellung mit dem Gegenstand: das Menschenbild in der Kunst. Ich wurde gebeten um einen Vortrag über das Menschenbild heute. Ich hätte dann wohl darstellen müssen, welches Bild vom Menschen diejenigen haben, die eben heute das Geschick des Menschen bestimmen. Und um die trügerische Definition von Kulissen der Verwaltungen und Bürokratien und Parlamenten zu entschleiern, hätte ich fragen müssen, welches Menschenbild haben etwa Personen wie Helmut Schmidt, Wehner, Strauß, Vetter, Klunker, Brandt, Kiesinger, Filbinger, Intendanten, Reporter und Journalisten? Ich habe diesen Vortrag nicht übernommen. Aber dies war die letzte Frage, die ich Ihnen, meine Damen und Herren, vorstellen wollte, wie denn bitte, dass meine Äußerungen als Fragen an alle verstanden werden möchten: die Frage, was ist das Menschenbild heute.

Ich bitte Sie, zu bedenken, dass im Ablauf unseres Lebens mehr Verbrechen von Politikern, Ärzten, Architekten begangen wurden, als es Künstler je vermöchten.

Paul Claudel zitierte ein spanisches Sprichwort: >Die Ordnung ist die Freude der Vernunft, die Unordnung die Wonne der Phantasie<.

Da es nun in der bildenden Kunst ebenso wie in der Musik Unterhaltungs- und ernste Malerei gibt, wobei unseren Bürgern immer mehr Unterhaltungskunst immer lieber geworden ist, möchte ich noch bemerken, dass der Mensch tiefe, sehr ungeordnete Untergründe hat, aus deren Bewältigung das entsteht, was so schwer zu definieren ist: die Kultur. Wir haben das Austoben solcher Instinkte kennengelernt. Das Menschenbild von heute kann nicht mehr so gesehen werden wie vor 1933. Wenn wir also die Erfahrung einer erschreckenden Dimension des Menschen gemacht haben, dann müsste einer Kunst, die erschrecken macht, ein Stillschweigen eher entsprechen als der blöde Ruf nach sauberer Leinwand. Es hat ja auch die Tatsache, dass der Mensch sündhaft ist, seiner Würde nichts wegnehmen können.

Aber es lohnt wohl auch die Suche nach dem, was der Zeit fehlt, für Staatsleute und Künstler. Und wie der Staat Paragraphen braucht, um Chaos zu bannen, wie das Meer den Deich, so kommt auch Kunst aus Tiefen, die der Sublimierung bedürfen. Das könnte Toleranz ermöglichen zwischen denen, die ein Chaos und jenes labile Fundament des Anarchistischen von Bach, Beethoven, Mozart nicht zu überhören ist, und jenen, die die Gestalt menschlichen Zusammenlebens zu formen haben: eine größere Figur des Staates, die wir Demokratie nennen. Das wäre wohl eine neue Utopie: dass man von jedem einzelnen von uns sagen könnte, er hat die Welt, um wie vieles auch immer, reicher gemacht.“ (Nach Kunstreport 1’81 S. 2-7; Informationsblatt Deutscher Künstlerbund e. V. Berlin).

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Dietmar Moews meint: Anbetracht der Namens-Aufzählung seriöser Künstlerkollegen seiner Zeitgenossenschaft, sehe ich mich durchaus nicht im Nachteil gegenüber GEORG MEISTERMANN. Allerdings besteht heutzutage zu den relevanten MEISTERN, wie z. B. dem Maler DAVID HOCKNEY, nur wenig sozo-politische Kommunikation. Viele der heute auch äußerst erfolgreichen echten Künstler (die es ja durchaus gibt) treiben ihr Berufswesen außerhalb der OKF bzw. auf dem Rücken der SALONPERSONNAGE als prominente Aushängeschilder, dass die organisierte moderne KUNSTPAUSE ja keinesfalls eine Todesstille ist.

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Sanitäre Sicherheit und Eigensinn

Juli 30, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10069

am Donnerstag, 30. Juli. 2020

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Wir deutschen Menschen in Deutschland brauchen sanitäre Sicherheit und organisierte – d. h. gesteuerte und kontrollierte – Sanitärpolitik. Dafür verantwortlich sind exekutiv die föderal gewählten Amtleute sowie die jeweiligen Parlamente, gesetzlich auf der Höhe der Daseinsgestaltung und Zukunftssicherung (legislativ) voran zu gehen.

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Wir deutschen Menschen in Deutschland brauchen ebenfalls am Markt der Ideen der Handelswelten effiziente Leistungs-Intelligenz, die ohne Eigensinn eines jeden Individuums nicht zu kultureller Höhe kommen kann und eine solche nicht einmal zu halten fähig ist. Wer deutsche Bildung mit Lesen und Schreiben verbunden sieht, muss sich schon fragen, wie lebensdienlich die große Zahl unserer gebildeten Deutschen geeignet ist, Lesen und Schreiben in den persönlichen Erwerbshandel einzubringen.

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Dietmar Moews meint: Mir geht es nicht um Mob-Bashing der massenhaften Blödheit. Ich sehe immer die selbstverschuldete Unmündigkeit bei Kant und Popper, die uns auffordert, was zu bringen und nicht nur begehrlich zu wünschen.

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Wer sich nicht besser halten kann, weil sein Verstand es nicht hergibt, sollte allerdings auf die hochqualifizierten Corona-Mediziner hören und deren tägliche Leitlinien beachten.

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Das ist dann mit der Corona-Endemie gar nicht so ganz anders – es gibt eben viele Flaschen, die Hilfe brauchen, denn sie können es sich nicht selbst besorgen. Jedenfalls fordere ich von unserer deutschen Politik für Deutschland Menschen, die Respekt gegenüber den Stellvertretern zeigen. Damit steht aus meiner Sicht unser Stellvertreter-System in der Pflicht „sanitäre Sicherheit zu organisieren“ und klare Ansagen zu machen.

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Demgegenüber arbeiten Demagogen der Kulturindustrie für den Niedergang der Literatur, die glauben:

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„Der wichtigste Satz in der Literatur ist der Umsatz“.

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Ich lese bei BILD.de „Post von Wagner“, vergangene Juli-Woche 2020:

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„Meine Corona-Bilanz … Sechs Monate kann man aushalten … Menschen brauchen Menschen … Wie schmerzhaft ist die Erinnerung.

An einen Sommer, den es nie mehr gibt. Herzlichst Franz Josef Wagner“

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Eigensinn ist unbegrenzt vorhanden. Dass Franz Josef Wagner bei BILD solche Dummheiten verbreitet, wie

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„Menschen brauchen Menschen … Wie schmerzhaft ist die Erinnerung.“

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Ist also als dummes Benehmen zu werten. Wieso sind denn eigentlich gute Erinnerungen „schmerzliche Erinnerungen“? – der Herr Wagner spinnt wohl vollkommen.

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Also Eigensinn ist gewünscht und wichtig. Strafen für Coronadummheiten lehne ich grundsätzlich ab.

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Wer die sanitären Ansagen missachtet und konkrete Schäden und Infektionen auslöst, muss eingesperrt werden.

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Und den Kindern, deren Schulunterricht durch Corona-Beschränkungen ausgesetzt ist, sollen die Lehrer folgende Fragen stellen?

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Was glaubt ihr, was jetzt kommt?

Hitzefrei?

Unregelmäßiger Schulbetrieb? oder

Coronaferien?

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ANTWORT IST Ja, Coronaferien – das ist fantastisch wunderbar endlich mal frei sein.

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Freisein bessert in allen Fällen die Intelligenz. Wer wirklich relevante Ideen hat, lernt Lesen und Schreiben nebenbei, in den Coronaferien. Und das bisschen Akku-Nachladen ebenfalls.

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Wer nicht weiß, was Risikominimieren für ihn wäre, frage einfach mal seinen Nachbarn. Wer nicht glaubt, dass Corona-Infektion schrecklich ist, muss es probieren. Chance wartet an jeder Straßenecke – am Besten in einem Krankenhaus.

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USA haben unsichtbare 20 Prozent behinderter Staatsbürger

Juli 27, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10068

am Montag, 27. Juli. 2020

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New York Times am 27. Juli 2020 über Gedenktag der Behinderten der USA:

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„DISABILITY

We’re 20 Percent of America, and We’re Still Invisible Disabled Americans are asking for true inclusion.

By Judith Heumann and John Wodatch

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This month as the 30th anniversary of the Americans With Disabilities Act approached, we asked two prominent figures in the disability rights movement, Judy Heumann and John Wodatch, where they thought the United States stood in its quest to secure full rights for people with disabilities.

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Übersetzung von D. M. ...

„DISABILITÄT

Wir sind 20 Prozent Amerikas, und wir sind immer noch unsichtbar behinderte Amerikaner, die eine echte Integration fordern.

Von Judith Heumann und John Wodatch

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In diesem Monat, als sich der 30. Jahrestag des Americans With Disabilities Act näherte, fragten wir zwei prominente Persönlichkeiten der Behindertenrechtsbewegung, Judy Heumann und John Wodatch, wo ihrer Meinung nach die Vereinigten Staaten in ihrem Streben nach vollen Rechten für Menschen mit Behinderungen stehen.

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Am 26. Juli 1990 unterzeichnete Präsident George Bush den Americans with Disabilities Act in Kraft. Wie der Civil Rights Act von 1964 war auch der A.D.A. ein Wendepunkt in der Gesetzgebung, der Höhepunkt einer jahrzehntelangen Kampagne des … organisierten Protests und Aktivismus. Es war auch ein Sieg im Kampf um Gleichberechtigung für eine Gruppe von Menschen, denen systematisch grundlegende Rechte und der Zugang zu öffentlichen Räumen und Dienstleistungen verweigert worden waren. Am 30. Jahrestag des Gesetzes ist es nur natürlich, feiern zu wollen. Und das sollten wir auch.

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Doch ebenso viele der Ungerechtigkeiten, die mit dem Bürgerrechtsgesetz beseitigt werden sollten, sind immer noch sehr präsent und werden immer noch bekämpft, und das volle Versprechen des Gesetzes für Amerikaner mit Behinderungen muss erst noch verwirklicht werden. Wir sind noch nicht dort, wo wir sein müssen.

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Um zu verstehen, warum, ist es wichtig, anzuerkennen, wo wir angefangen haben. Die Behindertengeschichte unserer Nation ist entmutigend:

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Jeder einzelne Staat hat irgendwann einmal die legalisierte Segregation von Menschen mit Behinderungen durchgesetzt;

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behinderte Kinder wurden von öffentlichen Schulen ausgeschlossen;

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Menschen mit nur geringfügigen Behinderungen wurden routinemäßig lebenslang in Haftanstalten eingesperrt;

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und Staaten verboten die Heirat zwischen behinderten Menschen und zwangen sie, sterilisiert zu werden.

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Die Enthüllungen über die brutalen Bedingungen in Einrichtungen wie der Willowbrook State Scholl auf Staten Island in den frühen 1970er Jahren schockierten die Öffentlichkeit. Sie führten 1975 zu einem Vergleich vor einem Bundesgericht, der darauf abzielte, die Bewohner von Willowbrook in ihre eigenen Häuser in der Gemeinde umzusiedeln, und veranlassten ähnliche Aktionen gegen andere Institutionen.

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Zu unseren Lebzeiten (wir sind beide in den 70er Jahren) haben wir erlebt, wie Kindern mit Behinderungen der Zugang zu Bildung verweigert wurde;

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wir waren in Städten, in denen es noch „hässliche Gesetze“ gab, die behinderten Menschen verbaten, in der Öffentlichkeit aufzutreten, weil ihr Auftreten als beleidigend angesehen wurde.

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Wir sind in einer Gesellschaft volljährig geworden, die von Diskriminierung geprägt ist, mit wenig zugänglichen Gebäuden, fast keinen öffentlich zugänglichen Toiletten, begrenzten Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit allen Arten von Behinderungen und wenig brauchbaren öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Heute, 30 Jahre nach der Verabschiedung des A.D.A. und nach einer Reihe anderer Gesetze zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen – darunter Abschnitt 504, der Fair Housing Act und der Individuals With Disabilities Education Act – hat sich dieses Bild grundlegend geändert. Der Bogen des moralischen Universums, wie Pastor Dr. Martin Luther King Jr. sagte, neigt sich in der Tat in Richtung Gerechtigkeit. Aber er sagte auch, dass der Bogen lang ist.

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Eines der tiefgreifendsten Ergebnisse der Verabschiedung des A.D.A. ist der Gewinn von Würde und Selbstwert für behinderte Menschen. Das Gesetz machte unsere Welt nicht nur physisch zugänglicher, es bestätigte auch unseren Glauben an uns selbst, unser Wissen, dass wir die gleichen Rechte wie alle anderen haben, einschließlich des Rechts, ein vollwertiges Leben im weitesten Sinne zu führen und Zugang dazu zu haben. Es hat auch einer neuen Generation von Menschen mit Behinderungen mehr Macht verliehen.

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Wir sind auf dem Weg, die Tage der Schande –

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als einer unserer größten Präsidenten das Gefühl hatte, seine Behinderung verstecken zu müssen –

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hinter uns zu lassen und uns der offenen und stolzen Umarmung von Behinderung und Behindertenkultur zu öffnen.

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Aber Gesetze können nur begrenzt viel bewirken. Um vollständig verwirklicht zu werden, müssen die Menschen selbst mehr tun, als den Gesetzestexten buchstabengetreu zu folgen. Sie müssen sich ihren Geist zu eigen machen.

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Menschen mit Behinderungen sind die größte Minderheitengruppe in den Vereinigten Staaten, aber wir bleiben zum größten Teil unsichtbar. Wir repräsentieren etwa 20 Prozent der Bevölkerung. Wir leben in jedem Staat und in jeder Gemeinschaft; wir gehören allen sozialen und rassischen und ethnischen Klassen an; wir sind in den meisten Familien präsent. Aber wir sind immer noch oft den gleichen unreflektierten Antworten auf aufkommende Probleme ausgesetzt, die die Bedürfnisse, Fragen oder Sorgen behinderter Menschen ignorieren. In den meisten Fällen bleiben wir ein Nachkömmling.

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Diese Unsichtbarkeit besteht zumindest teilweise deshalb fort, weil so wenige behinderte Menschen in Führungspositionen in Regierung, Wirtschaft und Bildung tätig sind. Wir sind selten in Sitzungssälen, in Fernsehsendungen oder Filmen zu sehen oder besetzen politische Machtpositionen (die jüngste Prominenz von Senatorin Tammy Duckworth ist eine willkommene Ausnahme).

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Aber es sind auch tiefere kulturelle Faktoren im Spiel. Bei den Vorführungen des Netflix-Dokumentarfilms „Ceip Camp“ in Sundance fragten die Zuschauer oft, warum ihnen die Geschichte von Camp Jened für junge Menschen mit Behinderungen in den 1960er Jahren und von dem Aktivismus, den viele der Camper als Erwachsene in der Behindertenrechtsbewegung verfolgten, nie erzählt worden sei.

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Eine Theorie ist diese: Sie wollten es nicht wissen. Historisch gesehen wurden wir versteckt. Behinderte Menschen können Nichtbehinderten das Gefühl geben, verletzlich zu sein. Wir sind eine Erinnerung an jene Mitmenschen, die sie in der Vergangenheit vielleicht gemieden oder gemieden haben, und an die Tatsache, dass so viele von uns Behinderungen erwerben, wenn sie älter werden.

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Diese Situation wird noch schärfer, wenn wir unsere Sichtbarkeit mit der anderer Identitätsgruppen vergleichen. Wenn Sie nicht überzeugt sind, versuchen Sie dieses Experiment:

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Sie werden zweifellos rassische und ethnische Vielfalt vorfinden; Sie werden Frauen und Männer mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen sehen; Sie werden Geschlechterfluidität und Menschen aller Altersgruppen sehen. Was Sie nicht (oder nur sehr wenig) sehen werden, sind Darstellungen von behinderten Menschen.

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Dies ist nur ein Ausdruck dafür, wie die Geschichten unseres Lebens aus dem allgemeinen öffentlichen Diskurs ausgeschlossen werden. Auch wenn es häufig vorkommt, dass sich Behinderungen mit Identitäten aus dem gesamten Spektrum der Minderheitengruppen überschneiden, nimmt die Bekämpfung der Diskriminierung aufgrund von Behinderungen in unserem nationalen Bewusstsein nach wie vor einen hinteren Platz ein.

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Sicherlich wird ein Teil der Lösung neue Gesetze und eine bessere Durchsetzung der bestehenden Gesetze erfordern. Wir haben eine Auflistung von Änderungen, die vorgenommen werden müssen:

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Änderung der nationalen Gesetze über

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faires Wohnen,

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um zugängliche, erschwingliche, dauerhafte Wohnungen zu schaffen;

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Bundesvorschriften über die Zugänglichkeit von Websites und Informationstechnologie;

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Bekämpfung der skandalösen Arbeitslosigkeit behinderter Menschen (nur 30 Prozent der Menschen mit Behinderungen oder im arbeitsfähigen Alter sind erwerbstätig);

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Ausbau der psychiatrischen Dienste, insbesondere für Teenager;

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Herausholen von Menschen aus Pflegeheimen und in ihre eigenen Gemeinschaften;

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Gewährleistung, dass behinderte Menschen Teil unserer Reaktionen auf nationale Katastrophen und Notfälle, einschließlich der Covid-19-Pandemie, und nicht Opfer davon werden.

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Unsere Gesetze sind wichtig, und sie haben den Grundstein für unsere Zukunft gelegt. Aber die Wahrheit ist, dass das A.D.A. nie als alleiniges Heilmittel für all die Unterdrückung und Ungerechtigkeit gedacht war, mit der Behinderte konfrontiert sind. Er ist nur ein Werkzeug. Unser Ziel ist es, einen breiteren, nuancierteren Ansatz zu verfolgen, der über die gesetzliche Abschaffung diskriminierender Praktiken hinausgeht.

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Anforderungen wie die Zugänglichkeit von Spielplätzen und Kinos, die Bereitstellung von Gebärdensprachdolmetschern in Notaufnahmen oder zugängliche Websites für die Anmeldung zu Gemeindeprogrammen haben das Leben verändert. Doch erst wenn Menschen mit Behinderungen routinemäßig mit ihren Mitbürgern arbeiten und spielen, wird es zu tieferen Veränderungen kommen.

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Das Gesetz zur Erziehung von Menschen mit Behinderungen und seine Vorgänger fordern seit den 1970er Jahren eine integrative Erziehung, und wir haben aus erster Hand gesehen, wie die Einstellungsbarrieren, die in diesem Land lange Zeit üblich waren, bei den Schülern, die mit behinderten Gleichaltrigen ausgebildet wurden, verschwinden.

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Auch in der digitalen Welt ist es von entscheidender Bedeutung, dass behinderte Menschen bei der Entscheidungsfindung – in der Produktentwicklung, im Design, in der Verwaltung – mitwirken. Und die „A.D.A.-Generation“, ein treffender Begriff, der von Rebecca Cokley für nach dem A.D.A. geborene Behinderte geprägt wurde, wird den Weg weisen.

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Diese Generation ist aktiv, bewusst und unternimmt Schritte, um den Behindertenfeindlichkeit auszurufen und herauszufordern, wenn sie auf sie trifft. Aber diese Generation kann den Wandel nicht allein herbeiführen, und das sollten sie auch nicht.

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Als Präsident Bush vor 30 Jahren auf dem Rasen des Weißen Hauses erklärte:

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Lasst die schändlichen Mauern der Ausgrenzung endlich fallen“,

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forderte er uns als Nation auf, unsere Verantwortung für die Beendigung der Diskriminierung anzuerkennen. Wenn sich der moralische Bogen des Universums weiterhin in Richtung Gerechtigkeit spannen soll, müssen wir Behinderungen als einen entscheidenden Teil der Vielfalt annehmen und einander wirklich als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft willkommen heißen, sowohl dem Buchstaben als auch dem Geist nach.

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Dietmar Moews meint: Ende des Jahres 2020 führen die USA ihre regulären Präsidentschaftswahlen durch, wo es um die ganz normale Wahl des US-Präsidenten geht. Der aktuelle Präsident Donald Trump hat in seiner narrativen Arschkriecherei, sich eine Wählermehrheit zusammenzuhetzen, wie es ihm im Jahr 2016 gelang, scheint seine Stimmenreserven weitgehend ausgereizt zu haben und langweilt inzwischen mehr als er an Versprechungen einlöst.

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Augenblicklich sieht es in den USa so aus, dass auch ein Sack Mehl als Kandidat der Democrats den Republicain Donald Trump schlagen würde.

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Dass 20 Prozent aller US-Amerikaner Behinderte sind, davon betroffen viele Erwachsene Wahlberechtigte, aber auch Familien die behinderte Familienmitglieder in der erbarmungslosen TRUMP-Welt erleben müssen und ziemlich sicher ihr Wahlrecht für Verbesserungen der sozialen Lage der Behinderten einsetzen werden.

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Hier wird Donald Trump, der ständig wahllos Minderheiten dsikriminiert, beim Wahlstimmensammeln an seinem echten Doofheitsproblem stolpern müssen.

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Und die „A.D.A.-Generation“, ein treffender Begriff, der von Rebecca Cokley für nach dem A.D.A. geborene Behinderte geprägt wurde, wird den Weg weisen.

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Der republikanische Präsident Bush Sr. hatte den behinderten Amerikanern entscheidend die Hand gereicht, womit dem Republikaner DONALD TRUMP jetzt der 30ste Jahrestag der Hausbesetzung der Behinderten nun im Jahr 2002 das Stöckchen hingehalten wird, das Trump täglich reißt:

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Diese Generation ist aktiv, bewusst und unternimmt Schritte, um den Behindertenfeindlichkeit auszurufen und herauszufordern, wenn sie auf sie trifft. Aber diese Generation kann den Wandel nicht allein herbeiführen, und das sollten sie auch nicht.

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Als Präsident Bush vor 30 Jahren auf dem Rasen des Weißen Hauses erklärte:

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Lasst die schändlichen Mauern der Ausgrenzung endlich fallen“,

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Hans-Jochen Vogel 1926 -2020 Kurznachruf

Juli 26, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10067

am Sonntag, 26. Juli. 2020

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Hans-Jochen Vogel wurde am 3. Februar 1926 in Göttingen geboren und ist jetzt 94-jährig, am 26. Juli 2020, in München gestorben. Hans-Jochen Vogel war ein erstrangiger, deutscher SPD-Politiker und hoher Amtsträger nach dem Nationalsozialismus.

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Hans-Jochen Vogels erste Ehe wurde 1972 nach 22 Jahren geschieden. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seit 1972 war Vogel in zweiter Ehe verheiratet. Anfang 2006 zog Hans-Jochen Vogel zusammen mit seiner Frau Liselotte in ein Münchner Wohnstift. 2015 machte Hans-Jochen Vogel seine Parkinson-Erkrankung öffentlich.

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Vogel war schon als Schüler Mitglied der „Hitlerjugend“ und später als Wehrmachtsfreiwilliger Kriegssoldat. Vogel erreichte in der Ersten Bundesrepublik Deutschland, nach 1949, höchste Staatsämter und war auf dem Höhepunkt seiner Aktivitäten in alle Staatsgeheimnisse eingeweiht. Vogel kannte als SPD-Spitzenmann und – Insider alle deutschen, bayerischen und münchener Informationen und Schlüsselfunktionen. Besonders die brutale israelische Militäraktion von Fürstenfeldbruck zu den Olympischen Spielen in München im Sommer 1972, die mit der ordnungsobrigkeitlichen Zuständigkeit der Münchener Polizeidirektion geheim gehalten worden ist, hat Vogel bis zuletzt, als letzter Eingeweihter, nicht der deutschen Öffentlichkeit mitgeteilt. Er starb jetzt hochbetagt und dement im Münchner Pflegeheim.

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(zit. nach WIKIPEDIA 26. Juli 2020):

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Sein jüngerer Bruder Bernhard Vogel ist CDU-Mitglied und war viele Jahre lang Ministerpräsident von Rheinand-Pfalz und Thüringen.

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Hans-Jochen Vogel war von 1960 bis 1972 Oberbürgermeister von München, von 1972 bis 1974 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, danach bis 1981 Bundesminister der Justiz und im Jahr 1981 Regierender Bürgermeister von Berlin. Nach dem Ende der Kanzlerschaft Helmut Schmidts war er Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl 1983, scheiterte jedoch gegen die neu formierte Koalition aus CDU/CSU und FDP. Von 1987 bis 1991 war er als Nachfolger Willy Brandts Parteivorsitzender der SPD und von 1983 bis 1991 in der Nachfolge Herbert Wehners Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

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In die SPD trat Hans-Jochen Vogel 1950 ein. Seine aktive politische Karriere begann 1958 mit der Wahl zum Stadtrat als Leiter des Rechtsreferats der Landeshauptstadt München. Bei der Wahl von 1972 wurde Vogel erstmals über die Landesliste Bayern in den Bundestag gewählt, dann 1976 und 1980 direkt im Wahlkreis München Nord. Seit 1970 war er Mitglied im SPD-Bundesvorstand, von 1972 bis 1977 Landesvorsitzender der SPD Bayern  und von 1972 bis 1991 Mitglied des SPD-Präsidiums. Vogel kandidierte auf verschiedenen Ebenen als Spitzenkandidat seiner Partei….“

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Vogels Beitritt zur SPD gab seinem Studium die nötige Wende, nachdem er sich der Partei verpflichtet hatte.

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Hans-Jochen Vogel war der Sohn von Hermann Vogel und dessen Frau Caroline, geb. Brinz. Sein Großvater war der Tiermediziner Leonhard Vogel (1863–1942). Hermann Vogel war zunächst Diplom-Landwirt, wurde an der Universität Göttingen habilitiert und im Wintersemester 1934/35 Ordinarius für Tierzucht und Milchwirtschaft an der Universität Gießen.

Sohn Hans-Jochen besuchte das Max-Planck-Gymnasium in Göttingen und ab 1935 in Gießen das Landgraf-Ludwig-Gymnasium, wo er 1943 Abitur machte. Zu seiner Gymnasialzeit in Gießen gehörte er der Hitlerjugend an, zuletzt mit dem Dienstgrad eines Scharführers. Im Sommersemester 1943 begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und meldete sich dann im Juli 1943 freiwillig zur Wehrmacht, um dem intensiven Werben der Waffen-SS zu entgehen. Nach zweimaliger Verwundung an der italienischen Front war Vogel zu Ende des Zweiten Weltkriegs Unteroffizier. Ab 1946 setzte er das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Marburg fort, das er 1948 mit dem ersten Staatsexamen und der Note „gut“ beendete. 1950 folgte seine Magna-cum-laude-Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit „Der Irrtum des Täters über die Rechtmäßigkeit der Amtsausübung in § 113 StGB und die Zuständigkeit der Behörde in § 156 StGB“. 1951 absolvierte Vogel das zweite juristische Staatsexamen, das er mit der Note „sehr gut“ bestand. 1952 trat er als Assessor in das Bayerische Staatsministerium der Justiz ein; später wurde er zum Regierungsrat ernannt. 1954 erfolgte seine Ernennung zum Amtsgerichtsrat in Traunstein, 1955 wurde er in die Bayerische Staatskanzlei abgeordnet.

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Dietmar Moews meint: Mit der Vielzahl der von ihm bekleideten politischen Spitzenämter nahm Hans-Jochen Vogel als deutscher Sozialdemokrat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Sonderstellung ein. Über Regierungsfunktionen in zwei Ländermetropolen und zwei Bundesministerien hinaus, führte Vogel die SPD zeitweise als Kanzlerkandidat, als Bundestagsfraktionsvorsitzender und als Parteivorsitzender.

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Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland sind dem Hans-Jochen Vogel für dessen Dienste zu großem Dank verpflichtet.

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Ich persönlich habe die Rumeierei des damaligen Münchners Hans-Jochen Vogel, der das Massaker im Olympischen Dorf und auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck als Insider miterlebte, sehr verübelt, dass er den Schimpf auf die deutschen Sicherheitsverantwortung sitzen ließ, ohne die Gewalt- und Machtübernahme durch den israelischen Staat zu bezeugen, der letztlich die gekidnapten eigenen Olympiasportler von München umgebracht hatte.

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Inzwischen haben die Hinterbliebenen in Israel sogar Entschädigungsanerkenntnisse des Staates Israel, für den Gewaltakt von Fürstenfeldbruck, unter Golda Meir und Moshe Dayan, gerichtsprozessural erkämpft.

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Peter Green 1946 – 2020 Kurznachruf

Juli 25, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10066

am Sonntag, 26. Juli. 2020

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Peter Green wurde als Peter Allen Greenbaum am 29. Oktober 1946 in Bethnal Green, England geboren und ist jetzt 73-jährig, am 25. Juli 2020 in London gestorben. Green war ein legendärer britischer Gibson LesPaul-Gitarrist und Sänger, der vor allem die Blues-, Rock- und Popszene der späten 1960er Jahre entscheidend mitprägte.

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Peter Green hatte Gärtner gelernt und in der neuen britischen Bluesszene der 1960er Jahre mit dem Gitarrespielen begonnen. Seinen ersten professionellen Auftritt hatte er 1966 als Bassist beiPeter B#s Looners, deren Schlagzeuger Mick Fleetwood war. Peter Green war ein großer Fan von Eric Clapton und nutzte die Chance, als dessen Ersatzmann bei John Mayall Bluesbreakers einzusteigen.

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Der legendäre John Mayall (geb. 1933), der der vorherigen Musikergeneration angehört, spielte Gitarre, sang vor und spielte ebenfalls Key Boards usw. Mayall brachte in den Londoner Musikclubs, wie Marquee, neben Alexis Corner, Chris Barber, Dick Heckstall-Smith, Jack Bruce u. a. zum Jazz die Blues- und Rockinnovationen sowie die prägendsten Gitarristen der Beat-, Pop- und Rockbands her: Eric Clapton, Peter Green, Jeff Beck, Jimmy Page, Mick Taylor. Green spielte bei den Bluesbreakers und John Mayall, mit John McVie als Bassist als Bassist und Mick Fleetwood als Schlagzeuger. 1967 gründete Peter Green zusammen mit Bob Brunning (Bass) und Mick Fleetwood (Schlagzeug) die Band Peter Green’s Fleetwood Mac. Nach nur einer Studioeinspielung (Long Grey Mare) wurde Bob durch John Mc Vie (Bass) ersetzt, der der Band bis heute treu blieb. Nun begann Peter Greens erfolgreichste Zeit mit den Alben Peter Green’s Fleetwood Mac. Aufgrund der zahlreichen Alben, die Peter Green bis 1970/71 mit John Mayall, Fleetwood Mac und namhaften Bluesgrößen wie Duster Bennet, Eddie Boyd, Paul Butterfields Bluesband, B. B. King, Memphis Slim und Otis Spann einspielte, wurde er gerne als der „beste weiße Blues-Gitarrist“ bezeichnet und von Fans, Freunden und ehemaligen Bandkollegen gelegentlich „The Green God“ genannt.

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Mit den späteren extrem erfolgreicheren mehr us-amerikanischen Pop-Band FLEDWOOD MAC hatte Peter Green musikalsich und ökonomisch nichts weiter zu tun

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Ende der 1960er Jahre befiel Peter Green eine große psychosoziale Katastrophe – man spricht von mehrtägigen LSD-Überdosen -, er fiel vollkommen von der Musik ab und verschwand quasi krank.

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Bis 2004 war Green immer wieder mit der Peter Green Splinter Group auf Tour. Danach trennte er sich von der Splintergroup und siedelte nach Schweden über. Er versicherte öffentlich, weiterhin musikalisch aktiv zu bleiben. Er habe sein Drogenproblem erkannt und arbeite daran. Auf dem Album Time Traders singt er in dem Lied Downsize Blues (Repossess My Body): „I’m gonna repossess my body from the demons / exorcise my soul / gonna change those clothes in my old wardrobe / they ain’t gonna fit me anymore“, auf Deutsch etwa: „Ich werde mich wieder von den Geistern lösen / meine Seele reinigen / ich werde diese Kleider in meiner alten Garderobe wechseln / sie werden mir nicht mehr passen“. Im Frühjahr 2009 ging Peter Green wieder auf Tour. Er gab auch einige Konzerte in Deutschland als Peter Green and Friends.

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Peter Green entwickelte seine von Muddy Waters, B. B . King, Freddy King und Eric Clapton beeinflusste Art Gitarre zu spielen zu einem eigenständigen Gitarrenstil und -sound, der von Gitarristen „greeny“ genannt wird. Carlos Santana machte 1970 Greens Black Magic Woman durch eine Coverversion zum Welthit. 1979 coverte die Heavy-Metal-Band Judas Priest Peter Greens Lied The Green Manalishi (With The Two Pronged Crown). 1995 widmete der Rock- und Bluesgitarrist Gary Moore seinem Vorbild Peter Green das Tributealbum Blues for Greeny.

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Greens Songs wurden häufig gecovert. So interpretierten Jimmy Page und die Black Crowes das Lied Oh well sowie Shake your moneymaker auf dem Live-Album Live at the Greek. Ebenso verwenden Aerosmith Oh well bei Live-Auftritten. Letztere veröffentlichten außerdem eine Version von Stop messin‘ around auf dem Album Honkin‘ on Bobo. Oh Well wird auch von Stan Webb’s Chicken Shack live gespielt.

Das Magazin Guitar World veröffentlichte 2011 den Artikel 30 on 30: The greatest guitarists picked by the greatest guitarists, mit Peter Green.

The Guardian schreibt (26. Juli 2020): … Earlier this year, artists including Fleetwood, Pink Floyd’s David Gilmour, ZZ Top’s Billy Gibbons and guitarists Jonny Lang and Andy Fairweather Low performed at the London Palladium during a gig celebrating the early years of Fleetwood Mac and its founder, Green.

In a testament to his influence on the British blues movement, legendary guitarist BB King once said of Green: “He has the sweetest tone I ever heard; he was the only one who gave me the cold sweats.”

Green also performed in the band John Mayall & the Bluesbreakers, recording notable track The Supernatural which Mojo magazine later placed as third in a 1995 list of outstanding guitar tracks. …“

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Dietmar Moews meint: Die schöne seelenvolle Spielweise von Peter Green, besonders bei John Mayall, hat mich immer besonders angerührt. Diese Klangschönheit erlaubte mir viele viele Stunden Peter Green-Licks selbst zu üben und zu spielen, was insgesamt ja eine langweilige Arbeit am Instrument sein kann, wenn man nach dem Ohr und dem Vorbild spielt. Peter Greens Skalen gehen über Eric Clapton weit hinaus, zumal Green viel weniger Töne braucht, als all die Schnellspieler.

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Wahlen mit Günter Gaus und Dutschke

Juli 25, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10065

am Sonnabend, 25. Juli. 2020

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„Ich war schon im Gefängnis – das bedeutet nicht mehr viel ..“ erklärte Rudi Dutschke 1977 im Gespräch mit Günter Gaus „zu Protokoll“.

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Ich möchte hier zwei Vorschläge für jüngere Internetz-Benutzer anbringen:

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EINS Sehen sie sich geduldig das Interview mit Rudi Dutschke an. Ratsam ist es aus meiner Sicht für Erstbenutzer, das Interview zunächst insgesamt dreimal durchzuhören.

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ZWEI Mal selbst zu durchdenken, inwiefern die eigene Beteiligung an den freien Wahlen im föderalen deutschen Parlaments- und Kompetenzsystem überhaupt Wertvorstellungen durchsetzen können, die sich am vorherrschenden Staatsgeschehen reiben, um darum Veränderungen wünschenswert erscheinen lassen (ich könnte viele gravierende Beispiele nennen – verzichte aber hier).

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Im Raum steht eine Vorstellung, die auch Rudi Dutsche vertrat:

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>Wenn Wahlen etwas verändern könnten, wären sie längst verboten<.

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Dietmar Moews meint: Ich möchte für die Argumente Rudi Dutschkes, die er in diesem Gespräch kundtut, werben.

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Einerseits ist es unzweifelhaft eine Sensation, dass ein erst 27-jähriger Mensch in der geschichtlichen Szenerie des Nach-Hüttler-Deutschlands, solche belastbaren strukturell-funktionalen Durchblicke, in der Unterscheidung von „beachtlich/unbeachtlich“ hatte. Das betrifft seine historischen Fokussierungen (bei denen Marx keine kausale argumentative Rolle spielt – eher Jesus) wie auch seine Anbindung an die aktuelle politische Peristaltik der 1960er Jahre.

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Andererseits sind es erschütternde Parallelen in den unterschiedlichen Herrschaftssystemen von 1967 (in den Zonen) und 2020 (zweite Bundesrepublik nach 1990), einer zweiten Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung der ehemaligen vier Besatzungszonen.

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Ich möchte warnen und hierin Dutschke widersprechen: Festnahme und Untersuchungshaft, Gefängnis und was daran das Leben verbiegt, muss jeder kleine Mensch suchen zu vermeiden. Es kostet und rechnet sich wirklich nicht.

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