E. T. A. HOFFMANN von seinen Benutzern am Leben erhalten

Juni 26, 2022

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am Sonntag, den 26. Juni 2022

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Welche geistreiche europäische Zeit, als man vom Geist des Rechts zur Menschlichkeit Gesellschaften als produzierende Gemeinschaften begriff und darin Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit auf die Fahnen schrieb, um zu merken, man braucht neben Produktion auch Distribution, man braucht Bildung und Information und neben gezügelten Herrschern auch Führung und Fühlung. Von ersten Aufklärern zur wirklichen „Spätaufklärung“ um das Jahr 1800 schenkten sich die Europäer außerdem unglaubliche Musiker, geniale Schriftsteller und eine Explosition der Denker, die seitdem gar nicht mehr alle gelesen werden können, denn man muss ja auch lernen, Rolltreppen zu fahren, Reisverschlüsse im Dunkeln zu öffnen und Senftuben zu öffnen, Schalter drehen, Knöpfe drücken, jetzt Berührungs-Steuerflächen gebrauchen, dazu mit unzähligen pharmazeutischen Selbstvergiftungen die individuellen Dosierungen treffen.

E. T. A. HOFFMANN, geboren als Ostpreuße in Königsberg, 1776, wurde eine intelligente und tüchtige Wunderperson, die uns heute ohne literarische Umstände das Geisterreich der Sinnlichkeit mit den Möglichkeiten der Vorstellungsentgrenzungen bietet, wie man es zu seiner Zeit als Romantik gar nicht verdauen konnte – damals galt gewissermaßen bereits Goethe als Phantast. Im 21. Jahrhundert nun können E.T.A. HOFFMANS Phantasien, Surrealismen, Psychopathien und Absurditäten geradezu über das oft unsinnliche IT-Design von heute hinweghelfen, nennt man es nun Utopismus oder Science Fiction, Leichte Muse oder nur Spielereien. Hoffmann entgrenzte die realen Lebensgrenzen in seinen Darstellungen, behielt aber möglichen Sinn, indem unwirkliche Vorgänge den Leser fesseln, anstatt nur leerer Unfug zu sein. Hoffmann konnte hervorragend malen und zeichnen und verwirklichte Bühnenbilder und Dekorationen fürs Theater.

E. T. A. HOFFMANN war in seinem kurzen Leben ausstudierter preußischer Staatsjurist einer Dienstklasse, er war mehrfach politisch arbeitslos, er konnte malen und zeichnen, er komponierte wie Beethoven, er schrieb alle möglichen Textsorten, wovon die kleinen Formen vorzüglich auch gedruckt wurden; die Uraufführung einer Symphonie in Bamberg war auch für den Künstler ein besonderes Ereignis. Hoffmann war ein herausragender KÜNSTLER-GELEHRTER.

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Der deutsche Literat HUBERT SPIEGEL, geb. 1962 in Essen, studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Germanistik und Geschichte, Redaktionsmitglied im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – und kenntnisreich.

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Huber Spiegel verdanken wir eine Exposition zu E. T. A. HOFFMANN, am Samstag, 15. Juni 2022 (anlässlich dessen 200sten Todestages), die ich hier kurz kritisiert und unzensiert wiedergebe:

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„Die Authentizität des Übersinnlichen. Geschenke für den Teufel: Frankreich liest Hoffmann

Sein zweiter Roman trug den Titel „Der Geheimisvolle“. Er wurde nie veröffentlicht, und nichts daraus ist überliefert als ein einziger Absatz, etwa eine Seite lang, den E.T.A. Hoffmann als Zwanzigjähriger am 13. März 1796 in einem Brief aus Königsberg an seinen Jugendfreund, den Pfarrerssohn Theodor Gottlieb von Hippel zitierte. Es geht darin um das „Männer-Monopol“: eine Haltung, die das Ideal der Männerfreundschaft weit über die Liebe zwischen den Geschlechtern stellte. Die Begründung: „Die Freundschaft tut gar nichts für die Sinnlichkeit, aber alles für den Geist.“ Der Erzähler fühlt sich befreit, denn vor dem Beginn der großen Freundschaft zwischen zwei verwandten männlichen Seelen war sein „Geist ein Gefangener, den man eingesperrt hatte und unaufhörlich bewachte“.

Einige Jahrzehnte später kehrt ein anderer Schriftsteller in einer anderen Stadt in sein Dachzimmer zurück. Es ist ein Uhr nachts. Er will nur noch allein sein. Zwei Mal schließt er die Tür hinter sich ab, atmet auf, nimmt ein „Bad aus Dunkel“ und läßt einen vergeudeten Tag an sich vorüberziehen: Ununterbrochen war er in Gesellschaft, ununterbrochen litt er unter der „Thyrannei des menschlichen Gesichts“. Er hat mit den falschen Menschen gesprochen, die falschen Hände geschüttelt, die falschen Dinge gesagt und getan. Jetzt ist er allein, unzufrieden mit sich und allem anderen und bittet Gott um die Ehre, einige schöne Verse erschaffen zu dürfen, „die mir selbst beweisen, dass ich nicht der letzte der Menschen bin, dass ich nicht niedriger bin als jene, die ich verachte“. Freundschaft? was soll das sein? selbstverordnete Einzelhaft wäre ihr vorzuziehen.

Dass ausgerechnet der nachtschwarze Einzelgänger Charles Baudelaire im Werk von E. T. A. Hoffmann die „absolute Komik“ entdeckte und sie bereits 1855 in seinem Essay „De essence de rire“ behandelt hat, mutet heute kaum weniger erstaunlich an als die Tatsache, dass Hoffmann wenige Jahre nach seinem Tod in Frankreich weitaus populärer war als in Deutschland. Adolphe-Francois Loève-Veimars hatte Werke von Hoffmann um 1830 übersetzt und das Genre der phantastischen Erzählung in Frankreich damit populär gemacht.

Eine der ersten Veröffentlichungen Théphile Gautiers trug den Titel „Onuphrius oder die Ärgernisse eines Bewunderers von Hoffmann“ und erzählte 1832 von einem jungen Mann, den seine Begeisterung für Hoffmanns Werk geradezu in den Wahnsinn trieb. Einige der Erzählungen in Balzacs „Comédie humaine“ sind erkennbar von Hoffmann beeinflusst, etwa die Künstlernovelle „Das unbekannte Meisterwerk“ über den Maler Frenhofer, der das Absolute der Kunst sucht und sich umbringt, als er die Aussichtslosigkeit seiner Suche erkennt.

Alexandre Dumas veröffentlichte 1850 den Roman „Die Dame mit dem Samthalsband“, in dem er einen jungen Studenten namens E. T. A. Hoffmann ins revolutionäre Paris versetzt, wo er seine deutsche Braut Antonie wegen einer Tänzerin namens Arséne verlassen will. Sie trägt das Samthalsband, von dem der Titel spricht. In ihrer letzten gemeinsam verbrachten Nacht verbirgt es den Schnitt, mit dem ihr die Guillotine am Tag zuvor den Kopf vom Rumpf getrennt hatte.

Für einige Jahrzehnte ist Hoffmann einer der meistgelesenen Autoren in Europa. In Russland kommt er gleich hinter Gogol, in Frankreich macht ihn Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ ungeheuer populär. Sie beginnt in der Berliner Weinstube Lutter&Wegner, in der Hoffmann, mit einer geradezu höllischen Trinkfestigkeit mehr gestraft als gesegnet, ständig verkehrte. In der französischen Rezeption wird Hoffmann nicht zu nur einem bewunderten und vielfach nachgeahmten Autor, sondern auch zu einer literarischen Figur.

„Der Grund für die Geschwindigkeit von Hoffmanns Erfolg“, glaubte Théophile Gautier, „liegt in dem heftigen und wahren Gefühl der Natur, das in einem so hohen Maße in seinen unerklärlichsten Schöpfungen hervorsticht.“ Mit anderen Worten: Was Frankreich an E.T.A. Hoffmann liebte, war die mit allen Sinnen fassbare Authentizität des Übersinnlichen in seinem Werk. Sie gehörte zu einer Ästhetik des Bösen, für die Baudelaire, der die Werke von Edgar Allan Poe ins Französische übersetzt hatte, besonders empfänglich gewesen sein dürfte. In L’essence de rire“ definierte er das Lachen als zwiegespalten: Es sei satanisch, aber auch zutiefst menschlich. Die absolute Komik, die er in Hoffmann entdeckt zu haben glaubte, musste sich demnach zumindest zur Hälfte aus einer obskuren Quelle speisen. Wer über die zerrissenen Figuren E. T. A. Hoffmanns lacht, macht dem Teufel ein Geschenk. HUBERT SPIEGEL“

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Dietmar Moews meint: Mich freut es immer, wenn meinem Kunst- und Künstlerurteil Honig in den Arsch geblasen wird, wie vorstehend. Die Herausstellung E. T. A. Hoffmanns in der deutschen Tagespresse, wie in der aktuellen F.A.Z., von dem Fachmann und FAZ-Feuilleton-Redakteur Hubert Spiegel, muss hier in der Lichtgeschwindigkeit als eine Perle im ‚Vorgarten des Globus‘ gelobt werden. Hubert Spiegel hat Kenntnisse.

Dennoch ist seine persönliche Distanz zu Hoffmanns Nervensystem zu Jenachdemig. „Obskure Quelle“? – was soll das? absolute Komik .. zur Hälfte? welche ein ungeklärter Gedanken von Spiegel und welch schwiemelige Formulierung. Soll da „Romantik“ als Schwachsinn abgetan werden? Mir fehlt hier der klare Blick, dass Hoffmanns existenzielle Wahrheit und die Fähigkeit diese in seine Darstellungen zu fassen PHÄNOMENAL sind.

Meine eigen Hoffmann-Freundschaft basiert auf dieser Echtheit – nicht auf halben Narrativ-Phantastereien. Wer immer die Überschrift zu diesem Feuilleton-Artikel formuliert hat: „Die Authentizität des Übersinnlichen“ hat es doch in einem Satz vermocht mitzuteilen. Der Untersatz „Geschenke für den Teufel“ ist lächerlich, nämlich „Geschenk für die Katz“.

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Also E. T. A. HOFFMANN anhören – er komponierte sehr sehr besonders schön – was immer die Musikpolitiker in Bamberg gegen Hoffmann geleitet haben mochte – vermutlich Neid und Missgunst gegen den Fremden. Man hätte E. T. A. Hoffmann ganz groß plazieren müssen – ebenso Dresden. Hoffmann hätte Bamberg zu einem erste Ort gemacht, wie in Weimar Herr von Goethen (nur besser malen und zeichnen, besser musizieren, besser schreiben vermochte Hoffmann, und als Jurist hätte sich Goethe ohnehin freiwillig auf Platz zwei beschieden. Alkohol plagte beide – nur dass der alte Goethe zu hause in Privatgesellschaft soff – Hoffmann hing in der Kneipe von Berlin.

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Die FAZ hat im Wochenendfeuilleton noch weitere E.T.A. Hoffmann-Berichte:

JAN BRACHMANN: „In die Tiefe des Geisterreiches. Er nannte sich nicht umsonst Amadeus: als Musiker Mozart Hoffmanns Leitstern“.

STEFAN TRINKS: „Groß Zaches. Hoffmann war in allem, was er tat, ein echter Uomo universale. Inspiriert haben ihn große Schreckensmaler“

TILMAN SPECKELSEN: „Singend auf dem Totenbett. Wenn wir uns selbst begegnen, brauchen wir ein gutes Gesprächsthema, sonst wird es gruselig: Vor zweihundert Jahren starb der Musiker, Zeichner, Jurist und Autor E. T. A. Hoffmann.“

JÜRGEN KAUBE: „Wir haben Wir haben den Täter, das Verbrechen suchen wir noch. Ein guter Aktenmensch lässt nur Taten gelten: Hoffmann als Jurist.“

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Der FAZ möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich Dank und Lob verzeichnen .

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Damit nehme ich von der Lügenpresse-Waffenlieferungs-Ideologie der Ukrainezerstörung gegen die FAZ kein Wörtchen zurück. Dazu ist mir die FAZ dann zu wenig deutsch und zuviel USA:

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CORONA Long Covid von Karl Lauterbach wie von Jens Spahn

Juni 23, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10438

am Donnerstag, den 23. Juni 2022

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Dietmar Moews trägt die selbstgebastelte Maske, die das Gesicht durchscheinen lässt.

Nach über zwei Jahren im SEUCHEN-NEBEL einer unbekannten Infektionsbedrohung eines bis hierhin bekannten aber Menschen nicht behelligenden VIRUS CORONA, hat allerdings ab jetzt jeder Deutsche in Deutschland seine eigene Haltung dazu eingenommen bzw. eingegeben bekommen.

Nachdem das Interesse versandet, lässt auch die Angst vor Ansteckung, Siechtum und Tod nach. Auch die individuelle Disziplin auf sich und seine Sozialpartner genau aufzupassen, ist nicht mehr wirklich an der im ständigen Wandel fortschreitenden Infektionsbedrohung und den örtlichen Spezialnachrichten interessiert: CORONA ist eher ein lästiges Thema.

Und die staatlichen Gesundheits-Behörden machen einen völligen Propaganda-Kurs. Anstatt zu informieren, wird vernebelt. Schlimm ist, dass die deutschen Wissenschaftler, die der Staat steuert, Corona, Impfungen, Immunität und Covid-19 nicht gründlich empirisch beobachten und es auch deshalb keine deutschen Lagen zu den Infektionsgeschehnissen gibt. Die Wissenschaftler verpissen sich hinter der Regierung, anstatt eigene Publikationen zu entfalten.

Es werden die Inzidenzfälle (Ansteckungsfälle) nicht veröffentlicht – auch das Infektionsgeschehen in den Nachbarstaaten wird völlig ignoriert. Karl Lauterbach sagt, man kenne die Zahlen nicht und es gäbe eine hohe „Dunkelziffer“. Das Wort COVID-19 wird in den Massenmedien nicht mehr ausgesprochen oder gedruckt – allenfalls heißt es mal COVID.

DLF Information am Morgen, am 23. Juni 2022, erklärte Bundesgesundheitsminister SPD- Karl Lauterbach, dass:

Die Sicherheitsvorschriften, von Information und Inzidenz-Meldepflicht, Corona-Test, Gesichts-Schutzmaske, Kontakt-Reglement, geregelte Zugänge über Immunitätsnachweise 2G/3G, demnächst auslaufen und nicht erneuert werden sollen (weil die Mehrheit der Deutschen nicht Sicherheits-reguliert werden wollen).

Ferner werden die Gerüchte von Immunität, Impfimmunität sowie von Unbedenklichkeit der Impfstoffe auf Folgeschäden von Lauterbach genauso ausgebracht, wie es vorher der lügende und schlampige CDU-Bundesminister Jens Spahn praktizierte.

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GMX.de am 23. Juni 2022:

Das aktuelle Infektionsgeschehen:

Seit Anfang Juni sind die Zahlen der Corona-Infizierten in Deutschland

wieder deutlich angestiegen, die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 458,5 (Stand 21.06.2022), an einem Tag wurden 123.097 Neuinfektionen gemeldet (Stand 21.06.2022). Fast 100 Tote pro Tag.

Da es momentan für die meisten Bereiche keine Testpflicht mehr gibt, gehen viele davon aus, dass die Dunkelziffer höher liegt. Auch die Feiertage und verzögerte Auswertungen führen nur zu eingeschränkt aussagekräftigen Ergebnissen.

Was man aber sagen kann: diese Entwicklung ist im Vergleich zum Infektionsgeschehen in den vergangenen beiden Jahren untypisch. Denn mit den höheren Temperaturen waren die Infektionszahlen sonst gesunken und die Viren hatten sich in den letzten beiden Sommern in Europa weniger verbreitet. Diese Saison ist das anders, dennoch ist die Lage momentan nicht dramatisch, da die neueren Virusvarianten in den meisten Fällen auch weiterhin zu milden Krankheitsverläufen führen. Allerdings können auch viele leichte Infektionen für das ganze System eine Belastung darstellen, beispielsweise wenn es durch viele Infektionen zu Ausfällen im beruflichen Umfeld kommt.

„Der Tiefpunkt der 7-Tage-Inzidenz war Ende Mai und die Inzidenz hat sich seither verdoppelt. Gut möglich, dass die Infektionszahlen noch etwas steigen. Wichtiger als die Zahl der Fälle ist, welche gesundheitliche Bedeutung die Zunahme der Infektionszahlen für Einzelne und die Bevölkerung hat. Dabei geht es insbesondere darum, wie empfänglich die Menschen für schwere Krankheitsverläufe sind. Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf bietet eine virusspezifische Immunantwort,

Deshalb sind auch weder die vorschriftsmäßigen Langzeit-Zulassungs-Zertifikationen der Impfstoffe einfach mit „vorläufigen“ Freigaben politisch überspielt worden. Und die deutsche Öffentlichkeit wird einfach mit absurdem Schwachsinn totgequatscht, indem auf die USA verwiesen wird, angeblich viele Millionen Coronakranke und Geimpfte hätten keine nennenswerten Lanzeitfolgen. Ebenso in Deutschland gäbe es kaum Langzeitfolgen infolge CORONA.

Long Covid wird verleugnet, als gäbe es nicht täglich Fälle von Dauerbeschwerden nach Corona-Heilung:

Was wir über Langzeitfolgen von Covid-19 wissen:

Viele Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, leiden auch Monate später an Symptomen wie Erschöpfung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Welche Spätfolgen können wie lange auftreten, welche Ursachen und Behandlungen gibt es? Und schützt die Impfung vor Long Covid? Ein Überblick.

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14.04.2022:

In seinem täglichen Corona-Lagebericht weist das staatliche Robert-Koch-Institut auch die Zahl der genesenen Personen aus. Derzeit gelten demnach circa 20 Millionen Menschen in Deutschland als genesen – also als nicht mehr ansteckend (Stand April 2022). Tendenz stark steigend.

Einige der in der Statistik auftauchenden Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung eigentlich überstanden haben, klagen aber über bleibende Symptome. Halten die Beschwerden länger an als vier Wochen nach der ursprünglichen Infektion oder Erkrankung oder treten sie dann erst auf, spricht man von Long Covid oder auch Post Covid. Verlässliche, repräsentative Daten zum Anteil der Erkrankten mit Langzeitfolgen liegen laut Bundesministerium für Gesundheit noch nicht vor. Es ist auch nicht abschließend klar, ob bestimmte Virusvarianten eher zu Long Covid führen als andere.

Welche Symptome können auftreten?

Was ist Chronic Fatigue?

Welche Ursachen haben die Symptome?

Welche Patienten sind von Langzeitfolgen betroffen?

welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Schützt die Impfung vor Long Covid?

Welche Symptome können auftreten?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Oktober 2021 erstmals eine Fallbeschreibung von Long Covid veröffentlicht. Zu den häufigsten Covid-Langzeitfolgen gehören demnach ErschöpfungKurzatmigkeit und kognitive Beeinträchtigungen. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Muskelschmerz, Druckgefühl auf dem Brustkorb, Depressionen und Angstzustände. Sie alle wirken sich auf das Alltagsleben der Betroffenen aus.

Der bevölkerungsrepräsentativen Mainzer Gutenberg-Covid-19-Studie zufolge berichten sechs Monate nach der Infektion rund 40 Prozent der Genesenen über mindestens eins dieser von der WHO klassifzierten Symptome. Befragt wurden Personen, die zwischen Oktober 2020 und Juni 2021 positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Sie gaben als häufige Symptome Geruchs- und Geschmacksstörungen, Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Gedächtnis-, Schlafstörungen oder Atemnot und Kurzatmigkeit an.

Auch nach einer chinesischen Studie, die Ende August 2021 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, war fast jeder Dritte auch zwölf Monate nach einer Covid-19-Erkrankung noch kurzatmig, jeder Fünfte fühlte sich noch schlapp, mehr als jeder Vierte litt an Angststörungen oder Depressionen.

Allerdings berichten Nicht-Infizierte in der Gutenberg-Studie in einem ähnlichen Ausmaß von solchen Beschwerden, insbesondere von Abgeschlagenheit, Freudlosigkeit oder Stimmungsschwankungen. Die Studienautoren und auch andere Forschende weisen deshalb darauf hin, dass die Belastung durch die Pandemie-Situation in der Bevölkerung generell hoch ist. Viele Long-Covid-Symptome sind daher zum Teil schwer zu trennen von sozialen Folgen der Pandemie. Hier sind weitere klinische Untersuchungen notwendig.

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App-Studie zeigt Nachwirkungen für drei Monate

Klare Unterschiede zwischen Infizierten und Nicht-Infizierten konnte ein Team um den Komplexitätsforscher Marc Wiedermann vom Institut für theoretische Biologie der Berliner Humboldt-Universität aufzeigen. Menschen, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben, haben demnach oft drei Monate lang einen höheren Ruhepuls, außerdem ist die Schlafdauer drei Monate lang erhöht, die Bewegungsaktivität hingegen drei Monate reduziert. Bei Geimpften hatte eine Infektion schwächere Nachwirkungen, sie hielten dann zudem auch nicht so lange an. Ob die Menschen sich mit Omikron oder Delta infiziert hatten, spielte für die Nachwirkungen hingegen keine große Rolle.

An der Studie, die im April 2022 veröffentlicht wurde, haben Hunderttausende Menschen teilgenommen. Sie haben ihre Vitaldaten über handelsübliche Fitnessarmbänder erfasst und über eine App an die Wissenschaftler übermittelt. Die Menschen haben sich freiwillig für die Studie gemeldet, sie wurden also nicht zufällig und auch nicht repräsentativ ausgewählt. Vor allem jungen Menschen haben teilgenommen, für über 65-Jährige ist die Studie daher nicht so aussagekräftig.

Daten von US-Veteranen und aus Australien zeigen zudem, dass es innerhalb eines Jahres nach einer Corona-Infektion häufiger zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommt, insbesondere zu Herzmuskelentzündungen. Auch der Zwischenbilanz eines Forschungsprojekts der Universitätsklinik Ulm zufolge leiden 20 Prozent der Patienten der dortigen Long-Covid-Sprechstunde unter Organschäden und vor allem unter Herzmuskelentzündungen.

Symptombild Chronic Fatigue

Viele Beschwerden, die im Zusammenhang mit Long Covid auftreten, erinnern an ein anderes Krankheitsbild, die Myalgische Enzephalomyelitis (ME), auch bekannt als Chronic Fatigue Syndrom (CFS) oder chronisches Erschöpfungssyndrom.

„Der Begriff chronische Fatigue bezeichnet im weitesten Sinne Erschöpfung, aber eine krankhafte Erschöpfung, die nicht erklärbar ist durch eine normale Belastung“, erklärte die Leiterin des „Chronic Fatigue Centrums“ an der Charité in Berlin, Carmen Scheibenbogen, im Deutschlandfunk. Die Fatigue könne einhergehen mit vielen weiteren Symptomen. „Das ist noch nicht automatisch CFS“, betont die Forscherin. Charakteristisch an der CFS sei eine Belastungsintoleranz: Patienten können sich kaum noch anstrengen, haben Konzentrationsstörungen und Muskelschmerzen. „Man kommt oftmals tagelang nicht mehr vom Sofa hoch.“ Der Fachbegriff hierfür lautet „post-exzeptionelle Malaise“. Scheibenbogen zufolge ist sie das Hauptsymptom von CFS. Zugelassene Medikamente gegen CFS gibt es bislang nicht, sagte die Medizinerin im Dlf.

ME/CFS, so die Sammelabkürzung, tritt auch nach anderen Vireninfektionen als der mit dem neuen Coronavirus auf. „Wir vermuten, dass es sich bei Long Covid nicht primär um eine neue Erkrankung handelt, sondern um eine altbekannte Erkrankung, verursacht durch einen neuen Erreger“, eben SARS-CoV-2, sagte der Ulmer Ambulanz-Leiter Johannes Kersten. Schon 2012 bei der Schweinegrippe-Pandemie wie auch bei Erkrankungen durch das Eppstein-Bar-Virus, dem Pfeifferschen Drüsenfieber, seien genau jene Beschwerden bereits beschrieben worden, die man jetzt bei Long Covid sehe, also Müdigkeit, Atemnot, Lungenfunktionsveränderungen. Dementsprechend ist eine These der Experten, dass die Erkrankung ME/CFS bei Covid-19 dem bereits von anderen Virenerkrankungen her bekannten postinfektiösen Chronic Fatigue Syndrome entspricht.

Welche Ursachen haben die Symptome?

Es gibt verschiedene Erklärungsansätze dazu, welche Ursachen hinter Long Covid stecken. Zum einen nimmt man an, dass noch Virusbestandteile oder ganze Viren im Körper sind, die eine andauernde Entzündungsreaktion hervorrufen. „Dann gibt es die Gruppe an Patienten, die durch die initiale Covid-19 Erkrankung organische Schäden davongetragen haben“, berichtete Johannes Kersten von der Ulmer Long-Covid-Ambulanz im Dlf. Zum Beispiel treten Lungenarterienembolien gehäuft bei Covid-19-Patienten auf. Die Beschwerden davon können lange fortdauern. Ein weiterer Erklärungsansatz für Long Covid sind Entzündungsprozesse, die ähnlich Autoimmunerkrankungen noch fortbestehen können, sagte Kersten. Dafür gibt es zwar erste Ansätze in Laborversuchen, aber noch keine stichhaltigen Beweise. Hier liegen Zusammenhänge zu Organverfall und Funktionsstörungen durch Sepsis, die äußerst lebensbedrohliche Veränderungen indizieren.

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Dietmar Moews meint: Es ist ein Verbrechen – ich nenne es Hochverrat – was da Minister Karl Lauterbach durchzieht – es ist die gezielte Durchseuchung mit allen möglichen Corona-Viren, von denen man einen Herdeneffekt erhofft, zwar nicht eine Herdenimmunität, aber eine Ansteckungskultur, die die Wirtschaft nicht wesentlich behindern soll und die jeden Menschen in Deutschland treffen wird. Mit Unbedenklichkeiten aufgrund kurzzeitiger Jugend-Apptests, die erheblich an der Virus-Ausbreitung durch nachlässiges öffentliches Sozialverhalten beteiligt sind, nimmt die Bundesregierung durch Minister Lauterbach die verschärfte „Privatisierung“ der Covid-19-Seuche in kauf, anstatt alle Maßnahmen der Eindämmung zu veranlassen.

SPD-Lauterbachs Ansage am 23. Juni 2022, dass Tests eine Milliarde jährlich kosten und deshalb für die Bundesrepublik Deutschland unerschwinglich seien, ist blanke Lüge – Lauterbach organisiert die Durchseuchung mit Corona durch Unterlassung, die jeden in Deutschland treffen soll.

Die schlechten Erfahrungen mit den Ansteckungen und Wiederansteckungen von Geimpften und Mehrfachgeimpften schränken die Zulassungen der Impfstoffe nicht. Betreffs der vierten Testnorm von Langzeiterfahrungen mit nachteiligen Impfstofffolgen schweigen staatliche Zulassungsinstanzen.

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DLF Christoph Heinemann bringt CSU Markus Söder zum radioaktiven Leuchten

Juni 22, 2022

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am Mittwoch, den 22. Juni 2022

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Mittwoch, 22. Juni 2022, Deutschlandfunk-Magazinsendung der DLF-Redaktion „Informationen am Morgen“, diesmal von Christoph Heinemann moderiert, brachte kurz nach 7 Uhr ein unzensiertes Echtzeit-Telefoninterview mit dem bayerischen CSU-Ministerpräsident Markus Söder.

Anlass war die deutsche Politik zur Verbesserung der Rohstoff-Importlage hinsichtlich der russischen Vertragsbrüche zu Gas- und Öllieferungen, die eine elementare Bedrohung diverser Industrie-Produktionstechniken sowie der allgemeinen Versorgung mit Energie mit Strom und Wärme. Und Anlass war natürlich die Wichtigkeit der oppositionellen Argumente und Ideen zu dieser Gesamtproblematik: Was würde Söder anders und besser machen? und, was ist dabei eine föderale bayerische Mitwirkung zur Bundespolitik?

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Söder war ganz erheblich angekratzt und polterig. Von Anbeginn seiner Einlassungen dominierte der Eindruck, Söder wollte durch rhetorische Aggressivität seinen eventuell geltungslosen Vorschlägen Gewicht geben.

So antwortete Söder auf den Vorhalt Heinemanns – zur Frage von neuerlichem Einsatz von deutschen Atomkraftwerken, um die wegen ausfallender russischer Gaslieferungen möglichen Versorgungsengpässe an Strom durch Atomstrom ergänzen zu können, dass der RWE-Chef von deutschen Atomanlagen im März 2022 ausdrücklich angesagt hatte, dass aus vielfältigen Bedingungen heraus ein Wiederhochfahren oder Neuenschaltung von Atomkraftwerken unmöglich sei – diese Bezeugung von RWE sei alt, aus März 2022, die Ansage sei veraltet und nun ungültig. Söder erklärte dann auf Nachfrage, dass inzwischen von bayerischen Behörden aktuell ausgesagt wird, dass ATOMANLAGEN ohne weiteres wieder abgeschaltet werden können, wie es angeblich aktuell auch im kapitalhörigen „Münchner Merkur“ für Söder bezeugt wird, er sagte:

„Verlängerung der Kernkraft ist „auf jeden Fall möglich“.

Weiter erklärte Söder:

„Man muss einfach neue Brennelemente bestellen.“

Christoph Heinemann wandte ein, dass es aber um die anstehende Winterversorgung 2022/23 geht, dagegen Brennelemente-Bezug und Neustart von Atomkraftwerken etwa 18 Monate Zeit beanspruchen würde, also hier gar nicht hülfe. Ferner, dass bereits zeitlich erheblich überspannte Sicherheitsprüfungen der Atom-Anlagen nicht stattgefunden hätten (weil abgeschaltet wurde), dafür nunmehr aber das technische Fachpersonal bei den Betreibern nicht mehr vorhanden sei … Dass Atom-Uran-Rohstoffe und Brennstäbe überwiegend aus Russland und aus China gekauft werden, ist folglich nur eine Fortsetzung der Abhängigkeit von diesen beiden tollen Handelspartner-Autokratien wäre, versteht der Bayern-Franke Söder nicht.

Söder darauf ins Radio blaffte, Herr Heinemann, Sie sei mit seinen GRÜNEN Vorurteilen hier unfähig die Chance der Kernenergie überhaupt erwägen zu können.

Heinemann erwiderte, im Interview ginge es um die Beantwortung von Fragen an Söder, es geht dabei nicht um die persönliche Darstellung des Interviewers – Söder möge doch die Frage beantworten.

Darauf dann Söder sinngemäß, wenn sie solche Fragen stellen, müssen sie die doch selbst beantworten können, ansonsten mangelt es Ihnen mit dem apodiktischen Atomablehnung der Grünen an Kompetenz zum Thema Kernenergie (und wenn Heinemann die Kompetenz hätte, dürfe er nicht die Södersche Position ablehnen). usw.

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Dietmar Moews meint: Der ansonsten weitgehend konservativ-liberale DLF-Redakteur Christoph Heinemann ging hier nicht mit der CDU/CSU-Oppositionsrolle einher, sondern versuchte herauszubekommen, welche probaten Ergänzungen und welche ablehnenden Kritikaspekte CSU-Söder gegen die Regierungspolitik und besonders die unternommenen zahlreichen kleinen Maßnahmen von Bundeswirtschaftsminister, dem Grünen Robert Habeck, zur alternativen Energiegewinnung gegenüber der russischen Vertragsbrüchigkeit in die Debatte einbringen kann: Hat Söder nützliche Ideen? oder reißt er nur sein Maul auf?

Söder konnte weder mit „Tempolimit“ oder „Wolldecken für Hartz IV-Wohnungen“, weder mit bayerischen Windanlagen noch mit Heizdächern, weder mit Sparsamkeits-Ideen noch mit Industrie-Verantwortung für die Abhängigkeits-Bilig-Gas-Geschäfte etwas Wesentliches einbringen. Man muss Christoph Heinemann als DLF-Radiohörer dafür danken, erneut zu erfahren, dass die entfernung der CSU aus der Bundesregierung ein wirklicher Vorteil für Deutschland und auch für Bayern ist. Da man mit Robert Habeck nunmehr einen umsichtigen und sehr arbeitsamen Wirtschaftsminister hat, der dabei den Umweltschutz und den Zeitenwechsel, auch in der deutschen Energiepolitik begriffen hat.

Es ist auch die Pflicht des Staatssenders DLF, einen Minister, der bestes Wissen und Gewissen umzusetzen versucht, gegen dümmliches Söder-Mobbing in so fern zu schützen, dass das in Interviewfragen rausgebracht wird: Söder hat sich selbst die Kante gegeben (denn wir erleiden die Abhängigkeit heute, die CSU-Politik Jahrzehnte lang mitverursucht hat).

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Netter weise fragte DLF-Interviewer Christoph Heinemann den Ministerpräsident Söder nicht, ob Söders Tochter aus der CSU ausgetreten sei und wenn ja, wieso hat sie sich von Söder und seiner Bayernpartei abgewendet?

Darauf bedankte sich Markus Söder für das „freundliche Interview“.

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Frankreich Wahlen und deutsche Lügenpresse propagiert Unfug

Juni 21, 2022

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am Dienstag, den 21. Juni 2022

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Die Massenmedien in Deutschland, die staatlichen, die kommerziellen und die freischaffenden Redakteure haben erneut gezeigt, wie sie als LÜGENPRESSE funktionieren, ohne sich dazu besonders verschworen zu haben. Die Lügenpresse braucht keine mafiotischen Geheimtreffen, um immer wieder davor zu kneifen, die deutsche Öffentlichkeit mit transparenten und aufklärerischen Informationen in der Kollektivmündigkeit zu fördern. Die Lügenpresse erklärt nicht die Wirklichkeit, sondern verhetzt den Erfolg von Macron in eine Bedrohung für uns Bürger in Deutschland und in der Welt.

Alle deutschsprachigen brachten einhellig: Frankreich PERDU – MACRON verliert, verpasst, verloren, teuer …

Dabei wurde EMMANUEL MACRON erneut für FÜNF Jahre wiedergewählt. Und die Nationalversammlung hat mit Macrons Partei LREM die stärkste Fraktion erhalten.

In Frankreich fanden die großen republikanischen Demokratiewahlen statt. Zunächst wurde in zwei Wahlgängen der bisherige Staatspräsident wiedergewählt. Vergangenes Wochenende wurde mit dem zweiten Wahlgang der Unterhauswahlen das gesetzgebende Parlament Frankreichs gewählt. Hier wurde die Parteu Macrons, die LREM erneut die stärkste Fraktion. Die LREM büßte allerdings die absolute Mehrheit ein, sodaß nunmehr von Macron vorgebrachte Gesetzesabstimmungen die Zustimmung gewisser anderer Koalitionäre im Unterhaus notwendig sind. Macron muss die politische Kobkurrenz an den Regierungsentscheidungen beteiligen. Hierfür gibt es nunmehr aber parlamentarische Debatten und Verhandlungen. Wodurch immer die Exekutiv- und Handlungsmacht der französischen Regierung gesichert ist. Politik in der Demokratie muss ohnehin immer mit verträglichen und legitimen Wertänderungen – also Kompromissen, vorangehen. Hauruck gibt es allenfalls im Krieg oder in Katastrophen.

Aber die deutschsprachigen Zeitungen haben es uns nun so entgegengesetzt gezeigt:

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Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

Macron bildet nach Wahlniederlage Regierung um. Absolute Mehrheit verloren / Linkes Wahlbündnis kündigt Misstrauensantrag an“

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Süddeutsche Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

„Perdu Emmanuel Macrons Wählerbündnis hat im Parlament die absolute Mehrheit verloren. Was das für seine zweite Amtszeit und Europa bedeuten könnte – Thema des Tages“

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DIE WELT titelt am 21. Juni 2022:

„Macrons Niederlage kann für Europa teuer werden. Frankreich ist nach den Wahlen zwar nicht unregierbar. Aber das Land wird noch mehr über seine finanziellen Verhältnisse leben. Forderungen nach gemeinsamen EU-Schulden sind erst der Anfang“

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 21. Juni 2022:

Macron verpasst absolute Mehrheit. Linksallianz zweite Kraft – grosser Erfolg für Le Pen“

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Dietmar Moews meint: Ich finde die Lügenpresse in Deutschland politisch dumpf und uninspirierend.

Man muss nicht jubeln, wenn einer den Triumpf einer Wiederwahl erreicht hat. Aber, dass die künftigen Teilnahmen und Debatten in der französischen Öffentlichkeit durch die Wahlergebnisse vom 19. Juni 2022 auch den linken Gruppierungen wie auch die LePen-Rechten im Parlament durch die gewachsene parlamentarische Beteiligung eingebunden worden sind, das ist ein Gewinn für die Integration der kommenden MACRON-Politik.

Wenn man bedenkt, dass die sozialistische Revolution 1789 in Frankreich, die Freiheit, Gleichheit, Bürgerlichkeit in eine gültige Republik mit demokratischer Verfassung erkämpft hatte, ist das Verschwinden einer Sozialistischen Partei, inzwischen im postmodernen Frankreich, erstaunlich. In sofern sind Stimmengewinne für diverse LINKE eigentlich nur gesunde Heilungszeichen der französischen Republik und ihrer bürgerlichen Politik. (Die Sozialisten sind die Blödheit von Marx/Engels, einer Negation der Negation, aber nicht los. Die Harmonie von Privateigentum und Distribution eines ökonomischen Lebens muss auch eine sozialistische Partei politisch organisieren können – aber dafür fehlen die erlösenden Ideen: Man will Kapitalismus ohne Akkumulation, die die Sozialisten Ausbeutung nennen. Aber Kapitalismus ohne Akkumulation gibt es nicht. Und Distribution ohne effiziente Ökonomie kennt man doch zum Erbrechen aus Stalins und Maos Zeit).

PERDU und verpasst, Niederlage und Ohrfeige sind hier nicht die passenden Ausdrücke für eine Wiederwahl, von der man ja weiß, dass dem Staatspräsidenten, der nur noch vor der Geschichte, aber nicht vor den etwaigen Wiederwählern sich moderat und legitimationsheischend sich einsetzen muss, sehr viel Freiheit gegeben ist.

Was soll diese warnende, angstmachende Ansage der LÜGENPRESSE, als hätten wir in der EU nunmehr einen chaotischen Schleuderkurs Frankreichs zu erwarten. So ist es nicht. Und Führung in der EU ist ohnehin keine Option einer Machtergreifung, sondern eine äußerst virtuose Zukunftspraktik durch begabte Führung und Fühlung zur Führung.

Schön wäre, wenn wir in Deutschland einen Kanzler hätten, der nicht wie SPD Olaf Scholz oder Steinmeier Guantanamo vergessen, WireCard, Warburg-Millionen und Cum-Ex-Kriminelle vergessen – bzw. dessen Aussagen vor Gericht wegen Gedächtnisschwächen, wo Scholz die Ehrlichkeit verweigert. Sowas würde sich Macron in den kommenden fünf Jahren sicher nicht erlauben.

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46% Wahlbeteiligung in Frankreich, Zufriedenheit, Basisdistanz, Ideenlosigkeit

Juni 20, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10435

am Montag, den 20 Juni 2022

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Am Wochenende, 19. Juni 2022, wurde der zweite Wahlgang der französischen Parlamentswahlen

– (Wahl der Parteiabgeordneten zum Unterhaus, neben dem Oberhaus, Senat, im Zweikammersystem des Ensemblée-Nationale, der „gesetzgebenden Nationalversammlung“)

durchgeführt. Während der exekutiv dominierende Staatspräsident, der Partei REM/Republique en march, vor einigen Wochen im zweiten Wahlgang direkt gewählt worden ist, wurden die Parlamentarier aus den Parteienlisten jeweils im Anschluss jetzt, einige Wochen später, gewählt. (Man macht jeweils eigene Wahlkampf-Kampagnen, für die Präsidentenwahl und die Nationalversammlung).

Französischer Staatspräsident wurde bereits ganz klar – und nun zum zweiten Mal für weitere fünf Jahre – der bourgeoise Emmanuel Macron – bei unter 50% Wahlbeteiligung.

Der französische Staatspräsident bestimmt die politische Agenda der Republique Francais. Außerdem ernennt er den Regierungs-Chef als Ministerpräsidentin oder Ministerpräsidenten, aus dem Kreis der Mehrheitsfraktionen. Der Ministerpräsident führt das Kabinett und das Parlament der Fraktionen. Diesen Auswahlentscheidungen der Regierungszusammensetzung muss das Parlament zustimmen.

Die staatspolitische Richtlinienkompetenz obliegt dem Staatspräsidenten – der Ministerpräsident ist vielmehr nur so eine Art Staatsekretär des Präsidenten. In Deutschland hat der Bundeskanzler die Richtlinien-Letztentscheidungen, nicht der Bundespräsident.

Nun ergab ausnahmsweise die Parlamentswahl für Staatspräsident Emmanuel Macrons Partei keine absolute Mehrheit, sondern nur eine relative Mehrheit, aber einen ansehnlichen Stimmenanteil zugunsten der als buntgewürfelte Stimmenfraktion mehrerer linker Parteien. Außerdem erhielten auch die ausdrücklich RECHTEN unter Marine LePen erstmalig einen ansehnlichen Stimmenanteil, sodass LePen erstmalig einen Fraktionsstatus im Parlament haben wird.

Alle wurden aber nur von insgesamt 46% aller wahlberechtigten Franzosen gewählt, anders gesagt, 54 % gaben keiner der Parlamentsparteien ihre Stimme, auch die Partei des Staatspräsident Macron brachte keine größere Wahlbeteiligung zustande.

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Dietmar Moews meint: Nun wird in der allgemeinen Lügenpresse niemals über die sozio-politischen Tatsachen einer geringen oder hohen Wahlbeteiligung aufgeklärt. Allenfalls wird gutes Wetter oder schlechtes Wetter für oder gegen Wahlteilnahme angeführt. Und man soll glauben, das demokratische geheime freie Wahlrecht sei eine so sichere Garantie für den anständigen Staat, dass der Wahlbürger in seiner Wahlteilnahme eine Staatsbürger-Pflicht sehen müsse. Immer in dem Sinn, dass hohe Wahlbeteiligung für ein gesundes Staatswesen und Gemeinwesenorientierung hingestellt wird. Geringe Wahlbeteiligung und Stimmenthaltungen sind dagegen düstere Zeichen der Öffentlichkeit und Erfahrung.

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Hierzu möchte ich als empirischer Soziologe nur eine ganz prägnante kurze Interpretation geben – Wahlrecht ist keine Wahlpflicht:

1. Wer an der Wahl teilnimmt und einem Kandidaten oder einer Partei-Liste seine Stimme gibt, will damit bewirken, dass eben diese Stimme in die Regierungsarbeit, die Personalwahl und die Wertverwirklichungen „seiner Partei“ umgesetzt werden soll.

2. Wer an der Wahl teilnimmt, aber den Stimmzettel als Stimmenthaltung kennzeichnet (ungültig) drückt immerhin ohne weitere Wirkung aus, dass er das Politikangebot der kandidierenden Parteien nicht zusagt.

3. Wer nicht an der Wahl teilnimmt, hat mindestens zwei klare Motive, die allerdings nicht verständlich gemacht werden können:

a) Der Nichtwähler ist mit der Politik durch die Parlamente und Stellvertreter zufrieden und ist nicht besorgt, dass es zu einem schwerwiegenden Wechsel kommt, weil die öffentliche Stimmung auf weitgehende Zufriedenheit weist.

b) Der Nichtwähler ist vom Staat und vom demokratischen System derart weit entfernt, dass er als „Basisdistanz durch Unzufriedenheit“ zeigt, wie sehr er die Wahl und die angebotenen Programme geringschätzt.

4. Es kann aber auch eine erdrutschartige riesige Wahlbeteiligung geschehen, weil die Wahlberechtigten derart unzufrieden sind und den Staat in einen Alarmzustand versetzen wollen – also gegen die bis zur Wahl Regierenden. Dabei kommt es oft zur Wahl „des geringsten Übels“, also Stimme für eine Partei, die der Wähler gar nicht gut findet, aber doch viel besser als die bisherige Politik.

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Insgesamt und generell kennt die empirische Soziologie Umfragen und Abstimmungsmessungen, die etwa so interpretiert werden:

Wenn die Wahlbeteiligung in Prozenten etwa so ausfällt, wie auch beim letzten Mal und nicht stark davon abweicht, kann man aus vieljährigen Vergleichwerten eine „normale Wahlbeteiligung“ befinden.

Wenn erheblich viel weniger Wähler sich an der Wahl beteiligen, als es die normalen vorjährigen Wahlgänge gezeigt haben, so handelt es sich um eine nicht normale Wahlbeteiligung, die auf erhebliche Basisdistanz und Unzufriedenheit der Wahlberechtigten zeigt.

Geringe Wahlbeteiligung kann aber bedeuten, dass man die herrschenden Stellvertreter für einigermaßen verlässlich hält. Dagegen die Oppositionsparteien mit Parteiprogrammen werben, die überhaupt keine Verbesserungen bringen, sondern eigentlich als schlecht bewertet werden, z. B. die Rechten verlangen den Austritt Frankreichs aus der EU (ähnlich dem britischen Brexit). Oder man verlangt die Wiedereinführung der alten Nationalwährung FRANC und die Abschaffung des EU-Geldes EURO.

Wenn keine attraktiven Ideen für die Parlamentsarbeit vorgeschlagen werden, kann man es bei dem belassen, was da gerade dran ist.

Dies scheint hier die historisch niedrigste Wahlbeteiligung von 46% in Frankreich zu erklären. Wer den Staatspräsident Emmanuel Macron nicht gerade liebt, aber die Rechten, die Linken, Liberale, Kapitalisten, Kommunisten, die Feministen, Christen, Islampartei, Tierschutz, Militarismus, Fremdenhass/Asylpolitik und die Ökologen ablehnt, nimmt sein Wahlrecht eben nicht wahr und bleibt zuhause.

Zuhause bleiben, anstatt eine Protestpartei zu wählen, ist auch Ausdruck einer gewissen Zufriedenheit.

Wenn es zu einer dramatisch unnormal hohen Wahlbeteiligung kommt, ist das ein Zeichen für Not, Angst und Unstabilität, worauf die Parlamentarier und Regierenden mit Intelligenz und konkreten Problemlösungen reagieren müssen.

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Lascaux, alte Höhlenmalerei in Südfrankreich

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Documenta Fifteen und Steinmeiers semitische Fremdenlegion

Juni 20, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10434

am Montag, den 20. Juni 2022

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Wer zahlt, bestellt die Musik. Wer zahlt schafft an. Der deutsche Staat zieht alle fünf Jahre ein internationales Propagandageschäft auf, das die geballte in Deutschland zugelassene Kunstbetriebs-Dienstklasse auftreibt, um kunstpolitische Macht durch Pseudokunst-Produktion zum Kulturprinzip durchzusetzen.

Eintausend Teilnehmer, aber kein Jude – darüber kampagniert die prosemitische Fremdenlegion der weltweit ca. 14 Millionen Juden, seit Monaten mit Unterstützung der rechten Presse, Bild und Co.

Wer sich Gäste einlädt, erwartet deren freundliches Benehmen, sollte allerdings selbst gastfreundlich sein. Der Staats-Dienstklassler SPD-Frank Walter Steinmeier hat nun bei seinem DOCUMENTA-Auftritt von allen Teilnehmern verlangt, die Existenz des Terrorstaats Israel zu bejahen, besonders fordert Steinmeier von denjenigen, deren Staaten Israel ablehnen und den Juden feindlich gegenüberstehen, Judenfreundlichkeit. Judenfreundlichkeit ist nur in einem Bild der Documenta „Guernica Gaza“ gegenständlich thematisiert, schreibt Niklas Maak heute in der FAZ, Feuilleton, Seite 9. Das Bild hat aber kein Jude gemalt, sondern ein Mohammed Al Hawajris, Palästinenser, geboren 1976.

Inzwischen findet man das sogar erwünscht, dass ein Bundespräsident zur Eröffnung persönlich aufläuft wie auch eine Kulturstaatssekretärin, die sich Bundeskulturministerin nennt – und man fragt: WO IST DIE BUNDESWEHR, wenn Kassel aufmacht? Die internationalen Syndikats-Händler sind immer mit den eigenen „Rennpferden“ am Start – egal, wie das jeweilige DOCUMENTA-Konzept bestimmt ist. Dietmar Moews und private Kunstfreunde zahlen die NEUE SINNLICHKEIT – demnächst kommt Ausgabe 81 a tergo.

DOCUMENTA FIFTEEN:

In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter.

So lautet ein Kernsatz, der es mit Kunst, Freiheit der Kunst und der Künstler ernst meint, der aber bei einem derart mit Geld vollgepumpten DOCUMENTA-Kram, kaum noch erstaunt, dass nun auch die israelische Fremdenlegion glaubt, ihren brutalen Staat ins „ANTISEMITISMUS-GESCHÄFT“ hineindrücken zu können, wenn doch von Kunst sowieso nicht geredet wird. Ist der Tanach semitisch? – Nein.

Aber die SEMITEN sind gar nicht jüdisch und auch nicht urjüdisch, sondern vielmehr ein nichtjüdischer Sprachstamm der SEM und der HAM, dem Palästinenser eher angehören als es die Kanaaniter oder Judäer es waren oder die europäischen Holocaust-Verfolgten, die mit Jiddisch ebenfalls wenig SEMITISCH sprechen. Während ja semitisches BLUT und BODEN, RASSE oder VIELGÖTTERTUM nicht gerade der jüdischen Bibel (Tanach) entspringen, noch dort verankert sind. Hebräer sind nicht blöd. Sie wissen sehr wohl, dass Palästina kein Land ohne Volk war und der Zionismus keine Legitimation einer kriegerischen Landnahme, nebst Ausrottung und Vertreibung der nichtjüdischen Bewohner.

DOCUMENTA FIFTEEN kann natürlich desungeachtet von allen Usurpationsangriffen gebraucht werden – sofern man das als Kommunikation ansieht und Kommunikation beliebig zur Kunst erklärt wird. So bestimmt es der Staat, was er bezahlt und personell bestückt.

Süddeutsche Zeitung, 20. Juni 2022, Seite 9, Feuilleton mit Catrin Lorch:

„Kulturstaatssektretärin im Kanzleramt CLAUDIA ROTH (GRÜNE) wird da von Catrin Lorch zitert: „Eine klare Grenzüberschreitung“ … über die Antisemitismus-Vorwürfe … Mich hat die Documenta bewegt. Weil sie uns – erstmals in diesem Maßstab – mit der Perspektive des globalen Südens konfrontiert … Mich haben Kollektive aus Mali beeindruckt, aus Bangladesh …Oder dass so etwas möglich ist: dass Künstler aus Haiti in einer katholischen Kirche Werke zeigen konnten, in denen Bereiche aus Voodoo und Trance mit dem Katholizismus zusammentrafen …“

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Jacques Offenbach, der Franz Liszt des Cellos, Jude, Komponist aus Köln mit unglaublich erfolgreichen Opernaufführungen in Paris

Dietmar Moews meint: Ich bin ein Maler und Künstlergelehrter, der publiziert. Folglich muss ich meine Kundschaft mit Documenta fifteen zumindest kurz beliefern:

Was da der Sänger sang, wie musikantisch oder tänzerisch, wie bunt oder farbstimmig ein Bild gemalt worden war und nun in Kassel angeschaut werden kann, davon wird lediglich erneut vorgeführt, wie vielfältig eine fette Tonne durch geschickte Bekleidung ihre Fleischmassen in Nebel tarnt – und man wünscht ihr ja viel Gesundheit und Vernunft, damit das Übergewicht nicht zum ökologischen Hauptthema dieser GRÜNEN wird.

Nun noch – der Kunstlage 2022 verpflichtet – zum allfünfjährigen DOCUMENTA-Staats-Gestell: Wer zahlt, schafft an. Deutschland macht staatliche Propaganda. Die Verrenkungen dazu, müssen immer die vielen Millionen staatlicher Geldmittel legitimieren. Mit DOCUMENTA 15, des Jahres 2022, ist es nunmehr die Kombination der bereits abgelutschten taktischen Gags: Man holt sich arme Leute als Fremdenlegionäre nach Kassel, muss diese natürlich zeitweise kaufen, also Gebühren dafür zahlen – aber Selberdenken einer Kunstfreiheit dürfen die nun nicht.

Damit werden mehrere Bedingungen erfüllt: All die nichtskönnenden Pseudokünstler der vergangenen DOCUMENTAS, die man mal angefüttert hat, gehen seitdem, also heute, natürlich völlig leer aus. Wer kann schon so viele Taxifahrer in Basel oder auf der Kunstgewerbe-Messe BASEL als EXKLUSIV-MARKEN gebrauchen, wie da alle fünf Jahre bei der documenta aus aller Welt zusammengeschüttet werden.

Mit den unzähligen 2022er Pseudos aus Indonesien und Afrika bringt man die Pseudos der vergangenen DOCUMENTA auf Distanz, denn Kunst können die nicht machen, Pseudokunst macht das Kassel-Tourismus-Publikum selbst und diejenigen, die sich schon auf die DOCUMENTA 16 freuen, können sich die 2022er-Kollektive schon mal reinziehen.

Deutschland machts, und Bundespräsident SPD-Guantanamo-Steinmeier kann damit die israelischen Fremdenlegionäre auf Distanz bringen. So wenig Israelis Semiten sind, so viel sind Juden in aller Welt Antisemiten. Oder anders: Keiner braucht die Antisemiten in Kassel. Falls es mal einen begabten Maler in Israel gibt, muss der dringend an Deutschen Kunsthochschulen Kurse im Malen geben. Denn Deutsche hat man staatlicherseits von den Kunstprofessuren für Malerei, Zeichnen, Grafik, Bildhauerei, Plastik, Objekte, weitgehend ausgegrenzt.

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Das Bundeslügenpresseamt als Struktur und in Funktion bei GMX

Juni 20, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10433

am Montag, den 20. Juni 2022

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Marie von den Benken bei GMX (wo die Redaktionslinie stets rechts von BILD rangiert und die zu Corona stets alle Obrigkeit in ihrer ständigen Desorientierung möglichst reizvoll anpinkelt):

2 Revisionen

„Nun gibt es nach den verheerenden letzten Jahren mit Pandemie, fortschreitendem Klimawandel, einer sensibleren Gesellschaft, die von Rechtsaußen gerne pauschal als „woke“ abqualifiziert wird und dem Krieg in der Ukraine inzwischen eine recht stabile Menge an Diskursteilnehmern, die Karl Lauterbach gerne vor ein Gericht stellen würden und davon überzeugt sind, dass Journalisten, TV-Sender und natürlich auch Kolumnistinnen von einer Art Bundeslügenpresseamt zu bestimmten Sichtweisen zwangsgebrieft werden. Etwa 15 Prozent schätze ich. Das klingt erstmal nach überschaubarer Größenordnung. Aber diese 15 Prozent schließen „Welt“-Abos ab, kaufen Bücher von Frau Guérot und können in bestimmten Szenarien sogar Wahlen entscheiden.“

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Dietmar Moews meint: Die Infektionszahlen steigen – die Todesrate nimmt gar nicht bedeutend ab – die deutsch-staatlichen Defizite keine eigene empirische Datenerhebungen zu CORONA zu betreiben, werden jetzt auch von Lauterbach achselzuckend überspielt. Allerdings wundert er sich nicht, dass diese CORONA-POLITIK, die seit Februar 2020 vernebelt, was doch besser mitzuteilen wäre, das Vertrauen der Deutschen zersetzt (damit ist nicht gesagt, dass dadurch Interesse oder kritische Skepsis entstünde – nein, Verdrossenheit geht an). Und die Internetz-Plattform GMX macht eigentlich Volksverhetzung, wenn sonst nichts mehr die Reize hervorbringen kann:

Ja, sagt der GMX-Lügner WEIMER: „Klar ist, Ukraine hat den Krieg verloren.“

Vielleicht haben ja Russen und Ukrainer CORONA besiegt?

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UN-BLAUHELME für Alle und Särge für Putins Armee zur Verteidigung der Ukraine

Juni 15, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10432

am Mittwoch, den 15. Juni 2022

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Die deutsche Propaganda-Öffentlichkeit tritt auf der Stelle und ist ideenlos.

Dietmar Moews hat hier in diesem Blog mit der >Lichtgeschwindigkeit 10399< unverzüglich zum russischen Einmarsch dreifältig geurteilt:

1. Ukraine soll augenblicklich nachgeben, ohne den eigenen Geist aufzugeben

2. Die westliche Solidargemeinschaft der „demokratischen Rechtsstaaten“ soll 50 Millionen UN-Blauhelme schnellsten herstellen und an alle Ukrainerinnen und Ukrainer verteilen, fernerhin an alle, die als Blauhelmträger in die Ukraine reisen wollen, um weltöffentlich das Friedensgebot der UN zu zeigen

3. Die westliche Solidargemeinschaft soll zehntauende Särge an der russisch-ukrainischen Staatsgrenze aufschichten, damit den unzähligen russischen Todesopfern sichtbar Symbole gewidmet werden, mit denen Putin seinen absurden Waffengang betreibt

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https://wordpress.com/post/lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/58039

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https://wordpress.com/post/lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/57949

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https://wordpress.com/post/lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/57990

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Der 24. Februar 2022 ist eingeschrieben. Die deutsche Lügenpresse hat inzwischen ihr Reizpulver verschossen, den Fächer der hinterhältigen Rollenspiele schillern zu lassen, Waffen, schwere Waffen, Deutschland Deutschland Führung-Verblödung – immer völlig unverbindlich. Die deutschen Massenmedien machen im Sinne der geltenden Verfassung Volksverhetzung und pathetische Kriegshetze.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (unsere USA-Propaganda-Gazette): heute, am 15. Juni 2022 schreibt der Titel-Kommentator der FAZ, Niklas Busse:

„Wie weit gehen gegen Putin?“:

„… Die vielen Berichte, die zu Beginn des Ukrainekriegs über die militärischen Schwierigkeiten Russlands veröffentlicht wurden, waren berechtigt. Dass sich eine militärische Großmacht mit einer herkömmlichen konventionellen Operation so schwer tun würde, war eine Überraschung. Aber ein wenig entstand auch ein falscher Eindruck, Russland ist der Ukraine nicht unterlegen, ganz im Gegenteil ...

Im Westen kommt die Tragweite dieser Entwicklung erst allmählich an. …Russland stellt sich auf einen längeren Krieg ein …Die Sanktionen sind schon weitgehend ausgereizt … So wirkt die öffentliche Debatte zunehmend ratlos. In Deutschland verliert man sich in gesinnungsethischen Wortklaubereien, wer im Krieg gewinnen, sich behaupten oder verlieren solle…“

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Dietmar Moews meint: Ich wiederhole erneut meine Generallinie mit meiner Forderung: KEINE WAFFEN! KEINE WEITERE TOTE! KEINE WEITERE ZERSTÖRUNG!

So wirkt die öffentliche Debatte zunehmend ratlos.

Und wiederhole meine Lösung, die von der deutschen Kriegs-Politik-Führung, der SCHOLZ-REGIERUNG und allen STAMOKAP-PARTEIEN, die immer Lust auf Rüstungsgeschäfte haben, aber die bis heute vollkommen ignoriert worden ist, anzustreben wäre:

Ich appelliere:

„Bleiben Sie bei der klaren deutschen Haltung: KEINE FÜHRUNGSROLLE! GANZ in der Nazi-Schuld, die deutsche Waffen bis 1945 an den SOWJETS begangen haben – das sind Ukrainer und Russen als Sowjets und noch viele andere Opfer. Hier ist kein propagandistischer Raum für deutsches Pathos“.

Deutschland hat gegen SOWJETS eine zu große Schuld angeführt. Folglich kommt dem deutschen Verteidigungsmilitär in der deutschen Geschichte seit 1945 keine Führungsrolle zu; die ukrainischen Jungmänner um Selensky müssen tun, was sie nicht lassen können – von mir können sie Rat bekommen, wenn sie mich darum bitten.

Ungebeten bleibe ich bei meinen Vorschlägen:

*UN-BLAUHELME für ALLE

*SÄRGE zur Kontemplation an der russisch-ukrainischen Grenze für die Weltöffentlichkeit und für die Mütter der Putin-Soldateska aufschichten.

Nüchternheit und Intelligenz zur Kommunikation sind notwendig, eine Not zu wenden.

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Warum ist das Wort BLAUHELME bis jetzt nicht gefallen?

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Die UN muss die UN-Charta aktuell erneuern.

Demgemäß muss die UN-Mitgliedschaft Russlands ausgesetzt werden – ebenso die russische Sitz und VETO-Stimme im UN-Sicherheitsrat.

Niemand kann UN-Staat sein, der die banalen Rechte und Pflichten der UN-Werte hart bricht, wie es seit dem 24. Februar 2022 Putin mit seiner Armee in der Ukraine macht.

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Schach – Unfassbarer Sport im Deutschlandfunk

Juni 4, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10431

am Pfingstsonntag, den 5. Juni 2022

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Lieber Benutzer dieses freien Angebots mit dem tiefgängigen Titel

GLOBUS MIT VORGARTEN

– global bedenken, was man im eigenen Reigen der Gartenzweige an Verkehrsformen miterlebt und sich manchmal an den Kopf faßt:

Als Pfingssonntag-Geschenk hier eine SCHACH-Geschichte:

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Kürzlich erklärte ein Fachmann im Deutschlandfunk über das Schachspiel sein Wissen und seine Meinungen:

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Thomas Glavinic über Schach: Wahnsinn mit Methode – Versuch über einen unfassbaren Sport

Ist Schach ein Spiel? Eine Wissenschaft? Oder vielleicht Kunst? Weder noch, sagt der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic: „Schach ist Schach. Es ist ein Organismus. Es ist das Einzige seiner Art.“

DLF von Thomas Glavinic | 18.04.2022 (Hören 29:42)

„Ist das Schachspiel wirklich ein Spiel? Zum Spiel gehört der Zufall, doch im Schach ist alles kalkuliert; meine Züge sind berechnete Angriffe oder Reaktionen auf die Züge meines Gegenübers. Und vom Heiteren, ja Spielerischen ist Schach, je höher das Niveau liegt, ebenso meilenweit entfernt. Wiewohl die größten Schachgenies an sich und anderen stets eine schwer fassbare Intuition beobachten, ohne die es nicht zu gehen scheint. Eigentlich müsste Schach sich als Wissenschaft beschreiben lassen, nur übersteigt sie schnell jede Fähigkeit des Menschen: Schon nach drei Zügen sind unfassbar viele Zugkombinationen denkbar; selbst Computer können nicht alle möglichen Züge berechnen. Thomas Glavinic: Schach mute an wie von Außerirdischen beim interstellaren Picknick am Wegesrand hinterlassen.

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Thomas Glavinic, der Autor dieser Schach-Geschichte ist geboren 1972, studierte Germanistik, spielte bereits im Alter von fünf Jahren Schach und schaffte es im Alter von 15 Jahren auf Rang 2 der österreichischen Rangliste. Glavinic ist seit 1991 als freier Schriftsteller tätig und hat zahlreiche Romane veröffentlicht, um Schach geht es insbesondere in „Der Jonas-Komplex“ (Frankfurt am Main, 2016) und „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“ (Berlin, 1998).

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Wahnsinn mit Methode – Versuch über einen unfassbaren Sport

Was ist Schach? Ein Brettspiel, werden die meisten antworten, und obwohl das nicht falsch ist, wird man mit dieser Erklärung nicht viel anfangen. Schach ein Brettspiel zu nennen ist vergleichbar damit, einen Lamborghini als Fahrzeug zu bezeichnen.

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Ist es denn nun ein Spiel oder nicht? Der allgemeinen Definition von Spiel folgend: ja. Mit Scrabble, Backgammon und ähnlichen Zeittotschlägern hat es jedoch wenig gemeinsam. Ein zentraler Faktor im Charakter der meisten Spiele ist der Zufall, der Ausgang hängt hauptsächlich von Glück ab. Beim Schach gibt es nur freie Entscheidungen der einen Seite, auf die die andere nach eigenem Ermessen reagiert – von Glück keine Spur.

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Also ist es doch kein Spiel? Eher nicht, dazu ist es zu ernst.

Ist Schach Wissenschaft? Wenn man bedenkt, dass schon nach drei Zügen Millionen verschiedene Stellungen entstanden sein können, wird klar, dass ein wissenschaftlicher Analyseansatz nicht falsch sein kann, aber ein rein mathematischer Zugang zum Schach muss scheitern. Computer dringen mittlerweile zwar viel tiefer in die Geheimnisse der endlosen Varianten ein als Menschen, aber alle Züge kann selbst ein Supercomputer nicht berechnen. Schach ist auch Wissenschaft, doch es ist noch vieles mehr.

Also was dann, ist es Kunst? Einerseits nein, weil Kunst eine Stellungnahme des Künstlers zur Welt impliziert. Davon kann beim Schach keine Rede sein. Andererseits ist Intuition nicht nur bei Künstlern jenes ungreifbare, unerklärliche Persönlichkeitselement, das über Durchschnitt oder Qualität, über Qualität oder Größe entscheidet, sondern auch bei Schachspielern. Schach hat eine künstlerische Dimension, es wirken darin einige Gesetze der Ästhetik und der ästhetischen Ökonomie, aber Kunst ist Schach trotzdem nicht. Aber was zur Hölle ist es denn dann?

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Schach ist Schach. Es ist ein Organismus. Es ist das Einzige seiner Art.

Schach ist Schach. Es ist ein Organismus. Es ist das Einzige seiner Art. Und wie die Kunst oder das einzelne Kunstwerk stammt Schach aus einer anderen Welt – die Menschen, die es entworfen und langsam weiterentwickelt haben, wussten nicht einmal ansatzweise, was ihnen da eingefallen oder in die Hände gefallen war. So betrachtet, könnte Schach von Außerirdischen bei einem Picknick am interstellaren Wegesrand vergessen worden sein.

Man muss kein Kulturpessimist sein, um in der Menschheit eine Art Montagsauto der Evolution zu erkennen. So gesehen ist es kein Wunder, dass immer wieder jemand behauptet, die Menschheit hätte einst Kontakt zu Außerirdischen gehabt, und ohne fremde Hilfe wären Wunder der Baukunst wie die Pyramiden überhaupt nie entstanden.

Ich bin da skeptisch. Mir fällt kein Motiv ein, warum Aliens ein paar Jahrtausende lang auf Reisen gehen sollten, nur um einer Zivilisation ehemaliger Menschenaffen beizubringen, wie man gigantische Grabmale für Einzelpersonen baut. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sie zum Schachspielen vorbeigekommen sind. Nein, halt! Womöglich doch.

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Ich glaube, dass Schach mehr ist, als Menschen erfassen können. So wie Romane es sind.

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Es mag sich seltsam anhören, doch ich habe Schach nie für mich entdeckt. Es war bereits da. In mir gibt es keine Erinnerung an eine Zeit ohne Schach, so wie es keine Erinnerung an eine Zeit ohne Sprache gibt. Beides muss es gegeben haben, ich bin ja kein Computerprogramm, zumindest will ich das hoffen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir Schach je fremd gewesen wäre, so wie ich mich nicht daran erinnere, jemals des Lesens nicht mächtig gewesen zu sein. Bücher waren immer da. Schach war immer da. Der Rest der Welt hatte es dadurch schwerer, zu mir durchzudringen. Ein erwünschter Effekt, denn die Welt hatte sich mir schon in meinen ersten Lebensjahren als undurchschaubar und unzuverlässig präsentiert.

Meine Eltern behaupten, ich hätte mit drei oder vier Jahren zu lesen begonnen. Das klingt, als wäre ich vielleicht doch ein Computerprogramm, und als sie mir davon zum ersten Mal erzählten, war ich beunruhigt. Das müsse mich nicht beunruhigen, hieß es, ich sei eben ein so abartig lästiges Kind gewesen, dass man Wege hatte finden müssen, um mich zu neutralisieren. Das leuchtete mir ein. Erst viel später fiel mir auf, dass möglicherweise nicht nur ich durch Bücher und Schach die Wirklichkeit auf Distanz gehalten hatte, es könnte sich auch die Wirklichkeit mithilfe von Büchern und Schach vor mir versteckt haben. Wundern würde mich das ja nicht.

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In meiner Familie kann jeder Schach spielen, so wie jeder von uns mit Messer und Gabel umgehen kann, manche können das eine besser, manche das andere. Ich lernte meinen Eltern zufolge beides, als ich fünf war. Mein Vater bekam fast täglich Besuch von seinem Bruder, meinem Onkel Davor. Beide stammen aus Jugoslawien, das es damals noch gab. Man könnte sagen, sie sind zwei recht typische Vertreter des bosnischen Landstrichs, wo meine Oma sie während der Feldarbeit zur Welt gebracht hatte: sehr temperamentvolle, eher konservative, im Kern ihres Wesens gutmütige Patriarchen. Ich freute mich immer, wenn es am Morgen an der Tür läutete, weil das bedeutete, es würde meinem Vater nicht auffallen, dass ich eigentlich in der Schule sein sollte.

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Die beiden setzten sich auf die Veranda und spielten Schach. Sie spielten eine Partie nach der anderen, bis es dunkel wurde, manchmal darüber hinaus. Dabei fluchten sie, beschimpften sich, drohten Gott und der Welt mit ihrem Penis (das ist in ihrer Heimat nichts Ungehöriges), lachten, johlten, lachten, schrien, bewarfen einander mit Knoblauchzehen, lachten, spielten, spielten, spielten, spielten, spielten, spielten, spielten. Und spielten. Und spielten. Zwei Besessene, die zu faul waren, einer geregelten Arbeit nachzugehen, die aber genug Energie hatten, sich zwölf Stunden lang ununterbrochen – von den Raufereien zwischen den Partien abgesehen – mit höchst komplexen und abstrakten Problemen auf einem Spielbrett mit 64 Feldern zu beschäftigen.

Sie hatten vermutlich keine Zeit, mir die Regeln des Schachspiels zu erklären, denn ich soll mir die Grundkenntnisse durch bloßes Zuschauen angeeignet haben. Ich durfte ohnehin nur ans Brett, wenn einer von ihnen so betrunken war, dass er sich für eine halbe Stunde hinlegen musste, und der andere keine Lust hatte, so lange zu warten. Meistens war es mein Onkel, der größeren Schlafbedarf hatte.

Man sollte annehmen, mein Vater hätte mich ab und zu eine Partie gewinnen lassen. Hat er nie. Keine einzige. Beim Schach geht es um die Ehre, sagte er. Ich weiß bis heute nicht, was das heißen soll. Beim Schach geht es um Schönheit, um ein höheres Prinzip, um das Rätsel einer anderen Welt, um was auch immer, doch mit Ehre hat es nichts zu tun.

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Dass Ehre eine Währung ist, können nur Männer glauben. Die Mehrzahl der Schachspieler sind Männer. Viele von ihnen haben das Spiel von ihren Vätern gelernt. Der Psychiater und Schachgroßmeister Reuben Fine vertrat die Ansicht, im Schach würde sich der ewige Konflikt zwischen Vater und Sohn widerspiegeln. Nach seiner Auffassung repräsentiert der gegnerische König den Penis des Vaters, und der Wunsch zu siegen entspringt dem Wunsch, den Vater zu entmannen.

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Ich bin kein Psychologe, vielleicht werde ich Fines Theorien mit meiner Formulierung nicht gerecht. Präziser gesagt: hoffentlich. So oder so erscheint mir dies als der geeignete Zeitpunkt, um festzuhalten, dass sich diese Aussagen nicht mit meinen Beobachtungen decken.

Schach ist ein klassischer Zweikampf, dessen Ausgang nicht von Würfelglück, sondern von der individuellen Spielstärke der beiden Gegner abhängt. Das unterscheidet es fundamental von den meisten Spielen, von denen nur wenige ohne Würfel und ohne Los auskommen. Und was das Leben anbelangt, nun ja. Gott würfelt nicht, meinte Einstein, und das mag stimmen, schließlich war Einstein Einstein, aber für uns kleine Menschlein sieht es nicht danach aus. Aus unserer Perspektive wirkt die Welt eher wie ein Spielcasino und unser Schöpfer wie das Paradebeispiel eines untherapierbaren Zockers, der in jedem anderen Universum Hausverbot hat. Das Leben ist nichts als eine endlose Abfolge von Zufällen, auf die wir keinen Einfluss haben, auch wenn uns Kalendersprüche und Selbsthilfeseminare etwas anderes versichern.

Wer will, darf jetzt deprimiert sein, aber das wäre Zeitverschwendung. Es gibt auch weniger pessimistische Haltungen zur Welt, die Beachtung verdienen, und wer mit den Prinzipien des Schach vertraut ist, dem wird es leichter fallen, sie zu adaptieren.

Schach lehrt, Grundsätzen zu folgen. Weil Grundsätze weithin mit Schablonendenken assoziiert werden, klingt das Wort Grundsätze für manch kritischen Geist alarmierend, woran es nichts auszusetzen gibt, denn auch zehn Fehlalarme sind besser als ein einziger begründeter Alarm, der ausgeblieben ist. Im Schach ist Grundsätzen zu trauen, weil sie selten mit Ideologie kontaminiert sind.

Wenn man sich an die richtigen Grundsätze hält, sollte man sich in jeder Situation zurechtfinden, die sich mit der Fortdauer der Partie ergibt. Ein Gigant der Schachgeschichte, der Deutsche Emanuel Lasker, formulierte es so: „Wer erst richtig spielt und dann sucht, wird immer finden.“

Das klingt etwas holprig, aber Lasker war Mathematiker und hatte andere Prioritäten. Vor allen Dingen hatte er recht.

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Schach ist aus seinem Wesen heraus gerecht. Irgendwann tritt im Schach die Wahrheit zutage. War diese Entscheidung gut? War jene schlecht? Wird sich weisen. Anders als im Leben gibt es beim Schach für den Spieler die Chance einer lehrreichen post-mortem-Analyse.

Wenn man über all das nachgedacht hat, wird man begreifen, was für ein großzügiges Angebot Schach jedem von uns macht: Schach ist neutral, unbestechlich, unparteiisch und gerecht. Es entmündigt uns nicht, es entzieht uns nicht die Verantwortung für unsere Handlungen, wer sich an ein Schachbrett setzt, ist ein freier Mensch, der es selbst in der Hand hat, ob er gewinnt oder verliert.

Wo in der realen Welt finden wir solche Zuverlässigkeit, wo herrscht solche Klarheit? Im Leben ist man nirgends und niemals vor dem Zufall sicher.

Schach dagegen macht uns zu Königen. In Textsammlungen niederen Ranges wird Schach oft das „königliche Spiel“ genannt. Oberflächlich betrachtet leitet sich dieser Beiname von der wichtigsten Spielfigur ab, dem König, dessen bevorstehender „Tod“ die Partie beendet.

Man beachte: Das Spiel ist schon vor dem Tod des Königs zu Ende. Zur Exekution kommt es nicht. Nachdem auf beiden Seiten fast alle Figuren geopfert wurden, soll es endlich einem der Verantwortlichen an den Kragen gehen, aber nichts da. Der eine König sagt zum anderen: Okay, du hast gewonnen, nicht meine Schuld, meine Generäle sind unfähig, lass uns besprechen, welche schöne Gegend meines Reiches ich dir überlassen darf. Die beiden gehen gemeinsam auf ein Bier, während die gefallenen Läufer, Türme, Springer und Bauern von den Überlebenden in einem Massengrab verscharrt werden.

Ob man das als Ironie oder Zynismus bezeichnen will, ist eine Geschmacksfrage. Wichtig ist nur, dass im Schach beide Spieler, im Gegensatz zu ihrem realen Leben, plötzlich Könige sind, ausgestattet mit absoluter Macht.

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Dieser psychologische Aspekt des Schachs wird häufig übersehen. Beim Schach nehmen wir vorübergehend eine zusätzliche Identität an, wir werden zum König. Wenn wir den Gegner mit unserer letzten verbliebenen Spielfigur mattsetzen, waren alle vorangegangenen Opfer gerechtfertigt. Solange wir zwischen Spiel und Realität unterscheiden können, ist gegen diese kompromisslose Haltung nichts einzuwenden.

Wer sich ins Schach vertieft, kommt nie wieder los. Etwas bleibt in ihm. Egal, was ihn ursprünglich ins Schach gezogen hat, am Ende ist er diesem Wesen verfallen.

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Kann man erklären, warum man jemanden liebt? Nein. Aber man kann erzählen, wie die Liebe begonnen hat. Dabei wird man unweigerlich feststellen, wie viele Ebenen dieser Liebe man noch gar nicht erforscht hat.

Für mich begann Schach mit der Freude am Spiel. Je länger ich spielte, desto bewusster wurde mir die unbeschreibliche Komplexität des Konzepts. Schließlich entdeckte ich die unorthodoxen Persönlichkeiten und Denker, die das Schach geprägt haben. In der Schachgeschichte wimmelt es nur so von Genies, Cholerikern, Raufbolden, Gedächtniskünstlern, Frauenhelden, Philosophen, Soziopathen, Trinkern, Zockern, Wissenschaftlern und Paranoikern, die so groteske Dinge getrieben haben, dass ich dagegen sogar mich selbst nur für durchschnittlich exzentrisch halte, und ich hatte schon einmal zwei Stunden lang eine intensive telepathische Konversation mit meinem zukünftigen Ich, das der Vulkan war, auf dem ich saß, und das mir prophezeite, in 8.000 Jahren würde ich diese Unterhaltung ein zweites Mal führen, mit vertauschten Rollen.

Mit neun kam ich auf den damals exzentrischen Gedanken, mir einen Schachcomputer zu kaufen, die gerade auf den Markt gebracht worden waren. Mein Vater weigerte sich, das Gerät auch nur anzusehen, er hielt es für Hexenwerk. Mein Onkel überwand seine Furcht, wohl nur, um meinem Vater eins auszuwischen. Er spielte eine Partie, verlor, spielte eine zweite, gewann, danach wollte er nicht mehr. Er wirkte erleichtert, als wäre er gerade noch mal so davongekommen. Während die beiden ihre Schlacht fortsetzten, begann ich neben ihnen meinen Kampf gegen die Maschine.

Ich spielte schon seit längerer Zeit Schach, mir war das Spiel vertraut, so hatte ich zumindest angenommen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das, was ich sah, nur eine Oberfläche war. Auf intuitive Weise begriff ich dies an jenem Nachmittag.

Aus heutiger Sicht stellt sich für mich die Sache so dar: Irgendwann an jenem Nachmittag scheint sich meine Wahrnehmung der Wirklichkeit oder doch die Wirklichkeit selbst verändert zu haben. Ich war zwar ich, aber ich war woanders, und dort sah ich anders aus. Ich war plötzlich viel älter. Ich befand mich nach wie vor auf der Veranda, aber es war, als wäre an derselben Stelle ein zusätzlicher Ort aufgetaucht.

Es wäre gelogen, würde ich behaupten, ich hätte damals verstanden, was vor sich ging, ich verstehe es ja nicht einmal heute. Erst viel später wurde mir klar, dass sich mein Vater und mein Onkel nicht in dieser Welt befanden, wenn sie Schach spielten. Es war keine Parallelwelt der Schachphantasie, es war ein anderer Ort, der zugleich in mir war wie ich in ihm. Das Konzept von Zeit existierte darin nicht, nicht nach unserem Verständnis. Ich sah keine anderen Menschen, aber ich fühlte mich nicht allein. Ich kannte diesen Ort, ich wusste nur nicht, woher.

Heute weiß ich, dass ich auf eine mein Verständnis übersteigende Weise von dort stamme, jedenfalls zum Teil. Es ist nicht meine einzige Heimat, es gibt dahinter weitere Orte, die ich nicht sehe, doch deren Existenz mir immer bewusster wird. Schach, Kunst, Romane, Liebe, dort sind sie Teil einer natürlichen Ordnung, hier sind sie unfertig. Und mit mir ist es nicht anders. Was wir Hier und Jetzt und unser Leben nennen, empfinde ich als eine Art existenzielles Auslandssemester. Das ist nicht angenehm, aber es zu wissen macht die Sache leichter. Im Gegensatz zu anderen Menschen weiß ich, dass mir etwas fehlt, so wie jedem von uns etwas fehlt, und dadurch bin ich nicht wie so viele andere zur ewigen Suche verurteilt. Was nicht bedeutet, dass ich nicht trotzdem gelegentlich suche.auf

Der Computer hatte acht verschiedene Schwierigkeitsstufen, 1 war die leichteste, 8 war Stalingrad. Ich fing mit Stufe 8 an und hatte nach ein paar Zügen verloren. Etwas demütiger setzte ich die Spielstärke auf 1. Auch da verlor ich die ersten drei Partien. Die vierte gewann ich. Die fünfte auch. Die sechste auch. Die siebente auch. Zum ersten Mal empfand ich die süchtig machende Euphorie des perfekten Moments. Wenn man plötzlich weiß, dass in diesem Moment alles stimmt, ausgelöst durch eine gewonnene Partie. Als ich die achte Partie verlor, bemerkte ich, dass mein Onkel und mein Vater nicht mehr auf ihr Schachbrett starrten, sondern jeden meiner Züge verfolgten. Das scheint mich angespornt zu haben, denn ich gewann nach der neunten Partie auch die zehnte. Danach dauerte es drei Tage, bis ich auf Schwierigkeitsstufe 7 so gut wie jede Partie gewann. Interessanterweise benötigte ich für die letzte Stufe zwei Wochen, fast fünfmal so lang wie für die sieben Stufen davor. Und bis ich meinen Onkel und meinen Vater regelmäßig besiegte, dauerte es noch einige Monate. Damals kam es mir lang vor, heute finde ich es beachtlich, dass ich mit zehn der stärkste Schachspieler meiner Familie war, was einige Generationen von kroatischen und bosnischen Groß-, Halb- und Ganz-Cousins einschloss..

Möglicherweise ist der folgende Gedanke Unsinn, aber er kommt mir immer wieder: Vielleicht wurde ich deshalb ein stärkerer Spieler als meine verrückten, aber liebenswerten balkanischen Verwandten, weil ich im Gegensatz zu ihnen von Anfang an eine Vorstellung vom Wesen des Schachspiels hatte.

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Das ist in vielfacher Hinsicht ein anmaßender Satz, vor allem aufgrund der impliziten Behauptung, Schach wäre nicht einfach ein Spiel, sondern etwas viel Größeres, als wir annehmen. Wenn ich von einem Wesen spreche, handelt es sich nicht um einen Mechanismus, sondern um einen Organismus. Und genau das glaube ich: Schach lebt. Es ist eine Lebensform, die wir nicht einmal im Ansatz verstehen.

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Bevor jetzt einer lacht: Moment, es wird noch schlimmer. Ich leide seit meiner Kindheit an Gedankenüberschuss, was man früher mit „phantasiebegabt“ umschrieb, und deswegen würde ich nicht einmal ausschließen, dass Schach ein Lebewesen ist, das so etwas wie einen Orgasmus hat, wenn es von Menschen gespielt wird.

So, jetzt wäre Zeit, ein bisschen zu lachen. Ich bin schon dabei.

Dass ich diesen Gedanken bizarr finde und mich darüber amüsiere, bedeutet nicht, dass ich ausschließe, es könnte etwas Wahres daran sein. Ich halte so ziemlich alles für möglich. Deshalb bin ich nicht Schachspieler, sondern Schriftsteller geworden. In der Literatur ist alles möglich, im Schach nicht. Beide Systeme würden anders gar nicht funktionieren. Literatur braucht Unendlichkeit, Schach braucht Grenzen. Für mich haben sie dennoch denselben Ursprung.

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Meinen ersten Roman schrieb ich mit 17. Gut war er nicht, aber immerhin hatte ich ihn geschrieben. Den zweiten schrieb ich mit 18, der begann katastrophal und wurde dann langsam schlechter. Mit 22 hatte ich sieben Romane geschrieben, die nicht viel taugten. Nach Ansicht einiger Menschen, deren Urteil ich schätze, änderte sich mit dem achten Roman die Qualität meines Schreibens. Er handelte von einem Schachspieler. Es sollte mein erstes Buch werden.

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Von Anfang an war bei diesem Roman alles anders. Ich erlebte ziemlich verrückte Dinge. Plötzlich war ich fast eins mit etwas so Abstraktem wie einem Roman, von dem noch keine Seite existierte, der dennoch da war und von dem ich nicht wusste, wie ich zu ihm gekommen war. Eines nachts war er aufgetaucht. Seither war er da und schwieg. Ich konnte ihn von außen wahrnehmen, und ich konnte mich in seinem Inneren bewegen. Mir drängte sich ständig das Bild eines Tauchers auf, der bei trübem grünen Licht im Inneren einer gigantischen Kathedrale auf dem Meeresgrund schwebte. Ich wusste, der Taucher war ich.

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Damals hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, mit einem Ort in Verbindung zu stehen, der sich unserem Verständnis so radikal entzieht, dass er echt sein muss, weil ein Mensch nicht dazu imstande wäre, ihn sich auszudenken. Wo ich nun jeden Tag war, mal für Momente, dann für Stunden, von denen nur Momente blieben, dort war Schach nicht einfach Schach. Ein Roman war nicht einfach ein Roman. Alles lebte.

Ich begreife nicht, wieso ich keine Angst hatte. Vielleicht, weil mich das eigentlich beunruhigende Gefühl beruhigte, auch ich selbst wäre schon dort, noch ehe ich ankam, und was ich war, beantwortete an jenem Ort alle Fragen. Zu dumm, dass man die Antworten zurücklassen muss. Was ich von dort mitnehmen kann, reicht auf dieser Seite aus, um mit meinen Büchern Schritt halten zu können und überdeutlich die Mängel und Fehler unseres Daseins, wie wir es gestalten, zu erkennen.

Als ich 12 war, wollte ich Schachgroßmeister werden, insgeheim hatte ich den Weltmeistertitel im Blick. Als ich 18 war, wollte ich große Romane schreiben, insgeheim hatte ich den Nobelpreis im Blick. Im Laufe der Zeit verschieben sich Prioritäten, wie wir wissen, und man sieht die Welt entweder realistischer oder zunehmend unrealistisch. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich selbst nicht wissen kann, wie sich das bei mir verhält. Ich halte es für realistisch, dass ich den Schachweltmeistertitel in den nächsten 100 Jahren eher nicht gewinnen werde, aber große Romane will ich noch immer schreiben. Ob mir das gelingen wird, bleibt abzuwarten, Manchmal glaube ich, ich habe eine Chance.

Meine Selbstzweifel sind berechtigt, sie stammen aus unserer Welt. Meine Zuversicht, große Romane zu schreiben, ist ebenfalls berechtigt, denn ich beziehe sie aus der anderen Welt, aus der die Romane selbst stammen.

Ich weiß nicht, ob ich der Autor eines Romans bin oder sein Filter. Ich weiß nur, dass Romane zu groß sind, um von Menschen verstanden zu werden. Wir können sie schreiben, aber mehr nicht. So wie Schach zu groß ist, um von Menschen verstanden zu werden. Wir können es spielen, mehr nicht. Manche Menschen haben gemeinsam mit ihren Gegnern Partien geschaffen, die man noch Jahrhunderte später bewundert wie eine große Sinfonie. Und doch ist es möglich, dass sie nur zu einem geringen Teil verstanden haben, was sie da tun.

Der langjährige Weltmeister José Raúl Capablanca wusste immerhin, dass er nichts wusste. Er war ein brillanter Spieler, der mit einem kurzen Blick auf das Schachbrett die Dynamik einer Stellung durchschaute, die anderen Großmeistern auch noch nach Stunden ein Rätsel blieb. Er sagte einmal: „Ich habe keine Ahnung, warum ein Zug gut ist. Ich weiß es einfach.“

Über Wilhelm Steinitz, der als der Begründer des Positionsspiels gilt und ab 1886 als erster Mensch offiziell den Titel des Schachweltmeisters trug, lässt sich sagen, dass er zumindest selbst der Überzeugung war, ein Genie zu sein. Mir fällt jedenfalls sonst nicht viel ein, was jemanden auf die Idee bringen könnte, Gott nicht nur zu einer Partie Schach herauszufordern, sondern dem Allerhöchsten zusätzlich einen Bauern und einen Zug als Vorgabe anzubieten, damit die Sache wenigstens noch eine Weile spannend bliebe.

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Es wäre interessant zu sehen, wohin ein gemeinsamer Abend von Capablanca und Steinitz führen könnte. Leider sind beide derzeit tot.

Genies wie die großen Schachspieler sind die Brücke zu höheren Welten. Sie vollbringen Wunder, und die Existenz von Wundern bedeutet, dass uns selbst eines widerfahren kann. Genies geben uns Hoffnung. Wenn Genies Übermenschliches leisten können, ist das der Beweis, dass Überirdisches existiert. Und es wäre wirklich gut, wenn es noch etwas Besseres als uns gäbe, denn alles, was in unserer Welt wertvoll ist, war schon vor uns da. Es mag manchen ein Trost sein, dass alles, was in unserer Welt schrecklich ist, auch schon vor uns da war, doch ich gehöre nicht dazu. Ich will da sein, wo das Neue entsteht. Ich will wenigstens davon träumen dürfen, auf etwas Neues zu stoßen. Ich will die Welt verändern. Noch lieber wäre mir, eine neue zu schaffen, aber das kann ich nur auf Papier. Und auf dem Schachbrett.

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Jeder große Roman ist neu, auch wenn seine Geschichte schon unzählige Male erzählt wurde. Jede Stellung ist neu, auch wenn sie schon in Zehntausend Partien aufs Brett gekommen ist. Schach ist so voll, so reich, so vielschichtig, dass es keine menschliche Erfindung sein kann. Oder doch – in jenem Ausmaß, in dem ich der Autor meiner Romane bin. Auf dem Buch steht mein Name, aber der Name, der unter dem Titel eines Romans zu lesen ist, hat an dem Roman nicht viel mehr Anteil als der Geburtsort am Charakter eines Menschen.

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Übertreibe ich? Vermutlich. Wie sehr? Das müsste man das Schach und den Roman selbst fragen. Ich schließe nicht aus, dass wir eine Antwort bekommen könnten. Ich schließe jedoch aus, dass wir sie verstehen würden.

Vielleicht auch besser so.“

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Dietmar Moews meint: DLF-Gastautor Thomas Glavinic hat in seinem Text gut formuliert, dass er ein wirklich extremes Minderheiten-Thema bedacht hat. Und dass er ein Luxusleben, fern von allen politischen Problemlösungen – quasi in völligem Abseits der Gesellschaft, deren Staat er genießt, als wichtige Angelegenheit behandelt.

Wer so intensiv sein Leben mit Schach genutzt hat, hat folglich die gesamte in Büchern versammelte greifbare Kulturgeschichte nicht studiert (weil dafür keine Lebenszeit genutzt worden ist) und folglich wenig Kenntnisse davon.

Nun ja, es ist eine zu respektierende Motivationslage, wenn jemand zum tieferen Mitdenken keine Lust hat (während die meisten Menschen dafür geistig nicht geeignet scheinen, sind aber Schachspieler begabte Drückeberger vor dem Wissen unserer Geschichte).

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Kurz, Thomas Glavinic beschreibt seine Ausnahmesicht, weil er sich lebenslang intensiv mit Schach beschäftigt hat. Während er versäumt zu sagen, dass Schachspiel ohne maximale Übung und Kenntnisse der Schachgeschichte, d. h. Kenntnis von den wichtigsten dokumentierten und gespielten Schachpartien der Schach-Professionals niemand im Schach weiter kommt. Die meisten Schachspieler trainieren und studieren die in Büchern und im Internetz zugänglichen Meisterpartien usw. – dagegen allein mit dem Zug-um-Zug-Spielen nach den Schachregeln, kann eigentlich kein Schachspiel entstehen.

Schach ist diesbezüglich wie Tischtennis: Nur gleichstarke Spieler können es miteinander spielen. Wer als Spontanspieler gegen einen Vereins-Schachamateur spielt hat schon nach der Eröffnung von fünf sechs Zügen eine so aussichtslos schlechte Grundaufstellung, dass er in kürzester Zeit SchachMatt gesetzt werden kann.

FRAGE: Ist Schach besser als YOGA?

ANTWORT: Es kommt hauptsächlich auf den Charakter des Spielers an, weniger auf seine Intelligenz. Oder anders, man kann ohne Intelligenz extrem kenntnisreich gegen die meisten Spontanschachspieler gewinnen.

MACHT DAS SPASS?

Es ist ein sehr beliebtes Schachspielwesen unter Schachspielerinnen und Schachspielern, die ihr Wettkampfschach eigentlich nicht mit Geschlechtertrennung betreiben,

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FINE E COMPATTO

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Deutscher Reformbedarf für Amtshandlungsstil der Dienstklasse

Juni 1, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10430

am Mittwoch, den 1. Juni 2022

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Ich rede von unserem notleidenden ORGANISATIONSLERNEN in der Führung der verschiedenen amtlich-föderalen Dienstklassen deutscher Institutionen. Es besteht ein grundlegender Reformbedarf für den Amtshandlungsstil der Dienstklasse – ich meine eine Dienstklasse muss dienstwillig und freundlich sein (ich habe in meiner Stadt Köln überwiegend hilfsbereite und freundliche Menschen erlebt, auch unter den Polizisten – Köln ist die Ausnahme in meinem gesamten Leben als Deutscher – seit etwa 2012; noch in München waren städtische Amtspersonen freundlich und weitgehend korrekt – zwischen 1986 und 1995) :

Im föderalen deutschen Staat haben sich in den Jahrzehnten bis 1991 der ersten und jetzt auch der zweiten Bundesrepublik, seit 1991, diverse Verkehrsformen zwischen Obrigkeit und Untertanen weiterentwickelt, man könnte wohlmeinend sagen, die Verkehrsformen und der Verhaltensstil sind gereift und auch technologisch fortgeschritten.

Ausübender Staat (exekutiv): Doch es gibt geradezu wie eine Zeitkrise zwischen Exekutiv-Akteuren bei Kommunen, Ländern und Bund – bei der Brüssel/Strassburg-EU sowieso – gravierende Kommunikationsdefizite, die wachsende Basisdistanz und Bürgerunfreundlichkeiten anzeigen.

Politisch-gesetzgebender Stellvertreter-Staat (legislativ): Ebenso haben wir eine weitgehend resignierte Stilablehnung der Wähler und Bürger gegenüber Stellvertreter-Bewerbern und Amtspersonen, auch weil die Parteien-Kandidaten nur Wahlkampf-Propaganda betreiben, ansonsten so gut wie nicht von Unten aktivierbar ansprechen – ja, man kann sie schlecht erreichen. Auf kommunaler Ebene sind die meist ehrenamtlichen Gemeinderats-Mitglieder überhaupt demotiviert, weil die lokalen Politikbasis-Ebenen im angängigen Föderalismus finanzpolitisch längst nicht mehr in dem Maße mit Geld ausgestattet werden, wie es laut der Gemeindesatzungen als „Allzuständigkeit der Gemeinde“ gesetzlich verankert ist. Gemeinden sind zuständig, haben aber nicht die fiskalpolitischen Bemittelungen, wodurch sie von Land, Bund und EU vollkommen abhängig gemacht worden sind.

THEMA hier ist aber nicht eine zweifellos notwendige Reform des deutschen Föderalismus (nicht die Beseitigung des Föderalismus‘ oder Änderungen der Verfassungsziele), sondern hier geht es um ein politisches Erkenntnisproblem:

Die weite bürgerliche Öffentlichkeit kennt den Volksspruch:

Man kommt aus dem Rathaus dümmer heraus, als man hineingegangen war.

Damit ist gesagt, dass die Lebenswelt-Alltagsbürger in politischen Problemstellungen beim Gang in die Rathäuser anstatt Problemlösungen und Trost, Worthülsen, „Framing“, Euphemismen und Beleidigungen hinnehmen müssen, keineswegs aber konkrete Abhilfe oder freundliche Aufklärung über gangbare Schritte hin zu den staatlichen Schnittstellen erhalten, wo exekutive und legislative Abhilfe von Defiziten und verwaltungsrechtlich einwandfreien Entscheidungen erwartet werden können sollten. Man muss immer wissen, dass Amts-Dienstklassler stets von ihren Funktionärsspielräumen gegenüber Bürgern, die eine Dienststelle aufsuchen, diskret zum beinharten Bürokratismus wechseln. Das geschieht auf Basis der Verwaltungsrechtslage, die dem Bürger freistellt, Beschwerde zu erheben, die Verwaltungsaufsicht zu bemühen, notfalls eine Verwaltungsklage beim zuständigen Verwaltungsgericht zu erheben. Wer macht das schon (wenn er Kafka gelesen hat) bzw. all die Verfahrenstricks der Behörden kennt. abgesehen, dass ein gegen eine Verwaltungshandlung klagender Bürger seine Gerichtsakquisition und seine Rechtsanwalt-Beratung selbst zahlen muss (zumal oft auf Vergleich entschieden wird – man seine Kosten selbst tragen muss).

Persönlicher Kontakt im Rathaus muss von Amtspersonen freundlich gegeben werden (das betrifft sämtliche Exekutiveinrichtungen von Regionalbehörden, Ministerien und Regierung ebenso).

Konkret betrifft diese Unfreundlichkeits-Stilkritik die gesamte amtlich-staatliche Dienstklasse. Sie umfasst vom Regierungschef, etwa Ministerpräsident des Landes oder Bundeskanzler bis zu Amtsleiter in einer Regionalbehörde oder im Rathaus, ja selbst den Pförtner am Eingang eines Amtshauses, die Telefonisten, die Sekretärin, den Referent und so weiter alle Amtspersonen der staatlichen „Dienstklasse“. Das sind Erwerbsmenschen mit eingeschränkter Kompetenz, konkreten Dienstvorschriften und Zuständigkeiten, immer mit klaren Bürokraten-Vorschriften, aber auch mit meist nicht geschriebenen Verhaltensspielräumen als Funktionäre und den Möglichkeiten von „Dienst nach Vorschrift“-Verweigerungen. Oft tun solche Dienstklasse-Menschen als seien sie Manager ohne Haftung für Zielverwirklichungen und ohne ökonomische Solidität. Mit überwiegend festen, sicheren Erwerbs-Lebensbeschäftigungen dauern sie, während ihr Führungspersonal ständig wechselt bzw. durch allgemeine Wahlen abgewählt wird.

Diese Dienstklasse dauert und konnte auch dadurch einen Verhaltensstil entfalten, der nicht einfach nur gereift ist, sondern der auf Unfreundlichkeit, faule Touren und vollkommen desaströs auf Abschreckung und Lernunfähigkeit hin „exekutiert“ wird.

Organisations-Lernen ist eine Kernfunktion der Intelligenz von sozialen Systemen, wie auch die „Dienstklasse“ eine der strukturiert-funktionale Staatlichkeit ist: politisch wie rechtsstaatlich-administrativ. Hier ist der Reformbedarf, denn das Organisationslernen findet nicht dort statt, wo Defizite und Fehler hervortreten. Wir haben heute in der zweiten Bundesrepublik vom Lernen abkoppelnde Handlungsspielräume in der staatlichen Administration, die – wie ehedem in der DDR – unseren Stellvertretern, oben, als die Fehler von unten gar nicht konkret mitgeteilt werden (siehe gefälschte „Planerfüllung“). Während dann bei Wählerumfragen Klagen im Wahlvolk deutlich werden, für die sich die Parteikandidaten gar nicht selbst zuständig fühlen.

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Der inzwischen vollkommen ausgestaltete Verbändeorganisations-Staat hat dazu noch alle möglichen mediatisierenden Entkopplungs-Formen aufgezogen, die heute als NRO (NGO) und intermediäre Organisationen zwischen Staat, Markt und BGB-privat als völlig steuerungs- und kontrollschwache Organisationsformen, Vereine, Stiftungen, Verbände, Parteien u.ä. dem deutschen föderalen-Politiksystem implantiert worden sind. Da können sich Multifunktionen mit wechselndem diskreten Multirollenspiel hochdienen, wenn es ihre mediokre Begabung nicht anders geistig integrieren kann.

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Dietmar Moews meint: Die Verzagtheit der heutigen Volkszählungsbürger, die mit idiotischen Internet-Volkszählungs-Fragebogen zugeschüttet werden und sich fragen, wie kann ich diesem Staat erklären, dass er bürgerfreundlich sein muss, damit die Verfassung in unserem Rechtsstaat erfüllt werden kann, ohne dass von Amtsschimmeln geschädigte Zivilisten alle möglichen Gerichtklagen führen, nämlich, nicht ohne dass dabei die „Dienstklassenorganisation“ lernt. Stattdessen die unzufriedenen Bürger lernen, sich vom Staat zu distanzieren. Keine Beteiligung an den eigenen lokalpolitischen Kommunikationen, sinkende Wahlbeteiligung, sinkende Bereitschaft überhaupt eigene Meinung öffentlich zu sagen bzw. sich ignorant keine Meinung zu bilden, sind die systematische Folgen solcher entkoppelten Sozial-Verkehrsformen durch die Zugang und Teilnahme, transparente Information und Responsivität der Stellvertreter nicht gelingen.

Unser deutscher Staat braucht eine REFORM in der Ausbildung und Führung der staatlichen Dienstklasse-Erwerbsmenschen zu Freundlichkeit im Amtshandlungsstil und für ein erheblich verbessertes Zielverwirklichungs- und Pflichterfüllungsbewusstsein der Dienstklassler.

Deutschland leidet zunehmend an der notleidenden proletischen Bildung und Ausbildung der amtlichen Exekutiv-Dienstklasse. Wer bei der Behörde arbeitet muss bürgerfreundlich und anteilnehmend arbeiten und keine besemmelten Textbausteine an Bürger unpersönlich versenden. Das Internetz sollte eine Kommunikationshilfe sein, kein Werkzeug der Staatsferne und sich nicht mit irreführenden „wordings“ etablieren – egal wer daran Herrschaftsinteressen knüpft.

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