Eckhard Henscheid erhält Kasseler Literaturpreis 2018

August 31, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7548

Vom Freitag, 1. September 2017

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Eckhard Henscheid, Fußball-Lesung 1991 v. rechts, mit Bernd Eilert, Ror Wolf

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Dieser erste September 2017 fängt sehr gut an. Der deutsche Dichter und Denker Eckhard Henscheid erhält den Kasseler Literaturpreis 2018.

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Wie epd/dpa meldete, teilte die Stiftung Brückner-Kühner am Dienstag in Kassel mit, dass der Autor Eckhard Henscheid den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2018 erhält.

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Damit werde der „Klassiker der literarischen Hochkomik“ für sein ungemein vielfältiges und virtuos gestaltetes Werk ausgezeichnet.

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Die Preisverleihung findet am 3. März 2018 im Kasseler Rathaus statt. Die Laudation wird der ehemalige Chefrdakteur des Satiremagazins „Titatic“ Oliver Maria Schmitt halten.

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Eckhard Henscheid, geboren am 14. September in Amberg, Oberpfalz, ist ein avantgardistischer Dichter und Überdenker in gebundener deutscher Sprache. Er wurde in den 1970er Jahren durch die Mitarbeit an den intelligenten Zeitschriften „pardon“ und „Titanic“ und dem Kreis der „Neuen Frankfurter Schule“ bekannt. Seine Texte wurden auch im Verlag des Direktmarketing-Labels „zweitausendeins“ publiziert, wo bis zum Jahr 2008 eine zwölfbändige Gesamtausgabe erstellt wurde, die mit „Die Vollidioten“ – Roman von 1973 – beginnt.

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Roman-Trilogie von Zweitausendeins,1978, mit „Die Vollidioten“

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Laut Wikipedia nahm Eckhard Henscheid im Juli 1970 – damals als Mitglied der SPD – an der „Besetzung“ des Springerhochhauses teil. Die „Besetzung“ ereignete sich im Rahmen einer satirischen Aktion der pardon-Redaktion, der Henscheid damals angehörte; nämlich „wider die Volksverhetzung durch die Bild-Zeitung“.

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In den frühen 1990er-Jahren hatte Henscheid gerichtliche Auseinandersetzungen in Fragen der Kunstfreiheit mit der Unternehmensberaterin Gertrud Höhler und René Böll, dem Sohn des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll. Henscheid hatte Heinrich Böll zuvor in einer Rezension unter anderem als „steindumm“ und „korrupt“ bezeichnet, über eine Werbeaktion Höhlers für American Express hatte er einen Artikel namens Sie muss verrückt sein in „konkret“ veröffentlicht. In beiden Fällen unterlag Henscheid, der sich auf die Meinungsfreiheit berief, schließlich vor Gericht. Das Bundesverfassungsgericht wies eine Beschwerde gegen ein vorheriges Urteil eines Landgerichtes zurück, da die Böll-Rezension eine nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckte Schmähkritik sei.“

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Im Jargon der „Neuen Frankfurter Schule“ werden Henscheids Texte als Kritik am „Dummdeutschen“ in jeder Form und Vielzahl der von ihm gepflegten Gattungen und Genres gesehen.

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Dietmar Moews meint: Der Dichter und Denker Eckhard Henscheid schreibt inspiriert, weil er was zu sagen hat. Dabei hat er aus dem Dunst der DDR-Kominform zum Sozialdemokratismus gefunden, dann zur selbstmarginalisierten „TITANIC“-Elite, und schließlich war Henscheid von den Straßen und Plätzen in die Wohnstube zurückgekehrt, wo er sich den besten Lektüren und Gedanken hingeben konnte – abseits unserer deutschen KULTURINDUSTRIE und der besten aller Demokratien (nachdem er auch die Schweiz ausprobiert hatte). Dazu lese man Henscheids „KOHL-BIOGRAFIE“.

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Mit Gründung meiner Zeitschrift Neue Sinnlichkeit, in Hannover im Jahr 1979, zeitgleich mit den Erstausgaben von „TITANIC“ und „TAZ“, die genossenschaftliche tageszeitung, hatte sich eine latente Wahlverwandtschaft mit den Frankfurtern und Berlinern gezeigt, die dem elitären Prinzip, politische Orientierung sich vorzustellen und zur Sprache zu bringen, verbunden waren und sind, Moral niemals zu verspotten und – er ist Fußballer.

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TITANIC“-Zeitschriftgründungs-Ansammlung mit Eckhard Henscheid, 1979 (rechts)

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Martin Walser huldigte Eckhard Henscheid. Für Walser ist Maria Schnee das Erzählwerk „mit dem größten mir bekannt gewordenen Atomgewicht.

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Henscheids Arbeiten umfassen Erzählungen, Romane, Idyllen, Märchen, Satiren, Essays, Lyrik, Nonsens-Dichtung, Polemiken, Glossen, Grotesken, Literatur-, Kunst und Musikkritik – meist als Ich-Erzähler mit gesellschaftskritischem Impetus. Die IT-Revolution reflektiert er durch Ausblendung, mehr wie den Übergang vom Bleistift zur Schreibmaschine, wie eine weltverändernde neue Sinnlichkeit des Solipsismus und der sozialen Regression.

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Eine der politischen Baustellen in Henscheids Eigenständigkeit, ist das Thema „Antisemitismus“. So kam es zu Meinungsverschiedenheiten in der Walser-Bubis-Kontroverse und generell über den Inhalt des Begriffs „Antisemitismus“, welchen konkret Henscheid zugeschrieben hatte. Dabei hatte Walser das eisenhölzerne Stakkato von Immobilienhändlern, wie IGNAZ BUBIS – den Alphons Silbermann den „BUBITSCH“ nannte – mit dem Begriff „Antisemitismus“ sein Lebenswerk zu schmücken, in Frage gestellt. Dafür wurde Walser bezichtigt, einen Schlussstrich unter die deutsche Vergangenheitsbewältigung ziehen zu wollen. Daraus folgerte man kurzerhand, Walser sei ein Antisemitismus-Betreiber.

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Wikipedia.de schreibt dazu noch (Stand 31. August 2017):

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Am 18. Juni 2005 trat Henscheid gemeinsam mit Gerhard Polt in Zürich auf und las aus seinem Werk. Dabei nahm er beispielsweise die gängigen Verirrungen seiner Zeitgenossen in der Grammatik aufs Korn, indem er den Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ mit einer Bauernregel erklärt, wobei er dabei die Dicke der Buchstaben zu Hilfe nimmt.

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Henscheid hat zweimal der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ Interviews gegeben. Das erste davon ging ein in die Textsammlung des Buchs Der Streit um Martin Walser, in dem Walser gegen den Vorwurf des Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Roman Tod eines Kritikers verteidigt wird. 2006 unterzeichnete er den von der Zeitung inszenierten „Appell für die Pressefreiheit“ gegen den Ausschluss der Jungen Freiheit von der Leipziger Buchmesse. Im Jahre 2009 war Henscheid in der Jungen Freiheit als Gastautor tätig.

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Eckhard Henscheid mit Goethe-Büste

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2009 wurde Henscheid der bayerische Jean-Paul-Preis verliehen – „für sein literarisches Lebenswerk […] und nicht für seine publizistischen Scharmützel“, wie der bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch bei der Preisverleihung betonte. Ein polemischer Artikel, den Henscheid kurz zuvor in der Jungen Freiheit publiziert hatte, hatte für Aufsehen gesorgt, und bis auf eine Ausnahme blieben sämtliche Juroren, die auf Druck des Ministeriums später durch andere ersetzt wurden, der Preisverleihung fern.

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Ein für Frühjahr 2012 vorgesehener und bereits fertiggestellter autobiografischer Band „Denkwürdigkeiten – Aus meinem Leben“ wurde wegen Unstimmigkeiten mit dem Rowohlt Berlin Verlag einvernehmlich zurückgezogen. Die Autobiografie erschien im Januar 2013 bei Schöffling & Co.

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Seit dem 3. Juli 2014 ist Henscheid der erste und einzige lebende deutsche Autor, nach dem (in Frankfurt-Bornheim, Mainkurstraße 27) ein Lokal („Henscheid“) benannt wurde.“

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Ich gratuliere Eckhard Henscheid zu dieser weiteren Huldigung, der Kasseler Preisvergabe 2018.

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Henscheid ist lebender Beweis, vorausgesetzt enorme Begabung dazu, dass es möglich ist, als Künstler in Deutschland unbeugsam zu publizieren, am Verkaufsmarkt erfolgreich zu leben und eine beachtete soziale Gruppe zu etablieren. Die Eckhard Henscheid-Gruppe ist zwar sehr klein, sehr elitär und kommt sehr heterogen daher, aber sie ist wirksamer Teil der heutigen „Theodizee“.

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KIM JONG UN fliegt über TEPCO FUKUSHIMA

August 30, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7547

Vom Donnerstag, 31. August 2017

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BILD.de am 30. August 2017: Der Vorsitzende des Ministerrats der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) KIM JONG UN sorgt sich

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Unsere deutsche WAHRHEITSPRESSE berichtet täglich die WAHRHEIT und so weiß jede Feministin und jeder Feminist, wo KIM JONG UN seine LÜGEN verbreiten lässt:

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in unserer WAHRHEITSPRESSE – Radio und Fernsehen natürlich im Sinne der KULTURINDUSTRIE und den STAATS-SENDERN eingeschlossen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, am 30. August 2017 titelt: „Trump droht Nordkorea nach abermaligem Raketentest“

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NORDKOREA hat 18 Kilometer gemeinsame Staatsgrenze mit SIBIRIEN. Nur 200 Kilometer bis Wladiwostok. Wenn NORDKOREA mit eigenen ATOMRAKETEN bis in Militärziele der USA reicht, erreicht es auch BERLIN.

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Neue Zürcher Zeitung am 30. August 2017 titelt: „Neue Provokation aus Pjongjang – Rakete fliegt ohne Warnung über Japan hinweg“

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Fragt sich, warum MOSKAU gar keine ANGST hat. Fragt sich, ob PEKING Angst vor koreanischen Atomangriffen hat?

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neues deutschland titelt am 30. August 2017: „Nordkorea feuert Rakete über Japan hinweg“

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Es ist schon eine schlagende WAHRHEIT – sogar das neue deutschland titelt mit dem Raketenausflug Koreas über Fukushima hinaus.

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DIE WeLT, Seite 6, am 30. August 2017: „Haarscharf vorbei – Nordkorea schießt eine Rakete über Japan hinweg. Das ist auf vielfache Weise eine neue Bedrohung. Selbst ein Militärschlag auf den Bunker des Diktators würde sie nicht bannen“

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Was war passiert?

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Der nordkoreanische Führer KIM JONG UN hatte ein Kind bekommen. Aber jetzt habe er angeblich ein weiteres neues Kind bekommen – Mütter unbekannt. Doch jetzt wurde bekannt, dass das erste Kind ein männliches Kind sei.

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Süddeutsche Zeitung am 30. August 2017 titelt. „Ein Bildschirm .. Trump: Alle Optionen auf dem Tisch. Der US-Präsident antwortet scharf auf den Abschuss einer Rakete durch Nordkorea, die Japan überfliegt. Dort wird landesweit Alarm ausgelöst, der UN-Sicherheitsrat will zusammentreten“

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Die WAHRHEIT ist, dass weder DONALD TRUMP, noch XI JINPING, noch WLADIMIR PUTIN, noch der TENNO ein Kind bekommen haben.

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Die WAHRHEIT ist auch, dass die USA, gemeinsam mit SÜDKOREA im gelblichen japanischen Meer ein eminentes Kriegsmanöver durchführen.

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Die WAHRHEIT ist auch, dass in JAPAN im Erdbebenland JAPAN, Atomkraftanlagen laufen, Gift produzieren und das havarierte FUKUSHIMA, mit den unglaublichen vier zerstörten ATOM-Reaktoren immer noch und weiter und mehr höchste GIFTMENGEN abgibt und die gesamten Weltmeere vergiftet.

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Kölner Stadt-Anzeiger am 30. August 2017 titelt: „Neuer Raketentest über Japan löst Empörung aus. NORDKOREA Tokio ruft UN-Sicherheitsrat an“

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Die WAHRHEIT ist, dass KIM JONG UN nachschauen wollte, ob diese konkrete KRIEGSFÜHRUNG Japans gegen die ganze Welt, wirklich wahr ist.

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Dietmar Moews meint: Mein chinesischer Arzt hat mit geraten, nicht mit radioaktiven Strahlen von Japanischen SUPERGAU-Atomkraftwerken DAIICHI der Privatfirma TEPCO und von nordkoreanischen ATOMRAKETEN aus Pjongjang in Berührung zu kommen (nicht bei Regen spazieren gehen).

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Mein amerikanischer Arzt hat mir geraten: „You could have done better“

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Mein deutscher Arzt meint: „Nordkoreanische Staatschefs soll man nicht unhöflich mobben, wenn der westliche Führer DONALD heißt.“

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Die WAHRHEIT kann warten – sie hat ein langes Leben – denn die besten E-GAMER kommen aus KOREA, und die WAHRHEIT heißt seit Walter Serner:

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KOTKUGEL UMRAST FEUERBALL.

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Schoki-Test mit Al nassma Kamelmilchschokolade

August 29, 2017
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Vom Mittwoch, 29. August 2017

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Dietmar Moews meint:

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„Wer das Dichten will verstehen,

Muß ins Land der Dichtung gehen;

Wer den Dichter will verstehen,

Muß in Dichters Lande gehen.“

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(Johann Wolfgang Goethe 1749-1832; aus „Westöstlicher Diwan“)

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Ich probierte eine als „KAMELMILCH-SCHOKOLADE“ bezeichnete Süßtafel, die in Dubai, Emirat Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (UAE), im Auftrag der Firma Al Nassma Chocolate UC verlegt wird. Es ist ein industrielles Produkt, dessen Herstellungsland und -ort nicht erkennbar sind. Als Referenz wird der österreichische Traditions-Chocolatier Julius Meinl in Wien angegeben.

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http://www.al-nassma.com

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Kurz vorab: Diese Sorte, genannt „Kamelmilchschokolade mit Datteln“ enthält lediglich eine ganz geringe Menge Kakao-Gemisch (Blend). Die Angabe 36 Prozent Kakaobestandteile betrifft nicht den reinen Kakao, sondern Kakaomasse zuzüglich Kakaobutter, die da mit 32 Prozent aufs Ganze angegeben ist. Herkunft oder Anbau des Kakaos wird nicht genannt. Für eine 70 Gramm-Süßtafel 6 Euro 90 zu zahlen, ist kostspielig. Aber dafür erhält man eine Kostprobe einer von Dubai als „arabisch“ reklamierten Süßigkeit, die sich überhaupt nicht an die Hochqualitätsrezepturen der Spitzen-Chocolatiers halten, sondern der industriellen amerikanischen Lebensmittel-Großkonzerne. Diese „Al NASSMA“ genannte schmeckt – kurz gesagt – ähnlich wie „MILKYWAY“, hochsüß, enorm fett und gesalzen, dazu Soja-Lecithin und synthetische Aromen sowie Dattel-Pürree.

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Die Markenwerbung akklamiert im Namen von Al NASSMA, verschweigt den Herstellungsort, weist aber dann die Herkunft auf Meinl Wien – on behalf of:

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Al Nassma – Schokolade mit Datteln. Feinste Kamelmilchschokolade. Al Nassma ist die erste und exklusivste Kamelmilchschokolade. Die außergewöhnliche Marke repräsentiert den ausgewählten Geschmack der arabischen Welt auf sehr hohem Niveau. Für Weitgereiste ist es eine genussvolle Erinnerung an Arabien, für alle Anderen ist Al Nassma mit seinen ausgesuchten Zutaten und arabischen Variationen ein Botschafter exquisiten Geschmacks und das ideale Geschenk als Ausdruck besonderer Wertschätzung. AUCH FÜR MILCHEIWEISSALLERGIKER GEEIGNET! Produktbezeichnung: Kamelmilchschokolade mit Datteln. Herkunft: Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Nettofüllmenge: 70 Gramm Aufbewahrung: kühl und trocken lagern, vor Licht schützen. Kontakt: Julius Meinl am Graben GmbH, Graben 19, 1010 Wien, Österreich.

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GEORG BERNARDINI erwähnt in DIE SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK diese „AL NASSMA Kamelmilchschokolade mit Datteln“ nicht.

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Verbraucher, die auf Bio- und Fair-Trade Wert legen, und die handgeschöpfte kostbare und kostspielige Schokoladen in Betracht ziehen, werden hiermit nicht befriedigt. Wer Bean to Bar und den persönlichen Chocolatier bevorzugt, findet hier Kakaosorte und Herkunft auf der Kaufpackung nicht; – geröstet? conchiert? gerührt, gemahlen – welche Dauer solcher Arbeitsschritte? – das müsste man beim Hersteller erfragen. Aber dazu müsste man zunächst den Hersteller wissen.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht so dunkel ist, das Schönste. Diese Kamelmilchschokolade ist ja zunächst mal interessant. Sie kommt in der Darbietung auch ersteinmal in der üblichen Schokoladenindustrie-Aufmachung daher. Aber einem Tester wird sofort klar, um welchen Verschnitt es sich hier handelt. Es beginnt mit der Aufzählung der Mischungsanteile, die immer mit dem größten Anteil beginnt, hier – mal wieder nicht Kakao, sondern Zucker. Sie hat mit 55 Prozent Zucker und Honig eine bombige Süßung, mit 32 Prozent Fett (überwiegend Kakaobutter) sowie dem Emulgator Sojalecithin die volle Schmierung, ein ungesundes Gleitmittel, dazu ein ungewöhnlich hoher Salzanteil von 0,3 Gramm, dazu die Dattelspuren von 15 Prozent und Kamelmilchpulver von 18 Prozent, Bourbon-Vanille. Das Ganze ergibt eine bereits an den Fingern klebende, kaum knackende Tafel, die in querlaufendes Abruchrelief aufgeteilt ist und „butterweich“ wegbricht. Im Biss, Kauen und Schmelzen ergibt sich ein ziemlich klebriger Brei im Mund, dessen Datteln-Bestandteile leicht gummiartig zu schlucken sind, denn die schmilzen eben nicht. „Kamel“ kann man nicht schmecken oder riechen.

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Kurz gesagt – der erfolgreiche und ordinäre Geschmack von „MILKYWAY“ bietet sich als allgemein bekannter Vergleich an: Süß, klebt, Fett. Aber beim Öffnen der Packung kommt ein wirklich feiner angenehmer Geruch entgegen – zwar nicht Kakao oder Schokolade – aber aromatisiertes Süßes spürt man. Der braungeflammte Umschlag der klassischen 70 Gramm-Tafelform, auf dem die Silhouette eines Dromedars vor einer untergehenden Sonne auf einer Wüstendüne steht, mit einem fotoreproduzierten kleinen rot-bräunlichen Kamelschokoriegel, enthält innen die luftdicht, in sehr feines, bestechendes goldbeschichtetes Papier, eingeschlagene Tafel. Die Packung ist nicht wiederverschließbar. Der Titel in Gold >Al nassma< und ein arabisches Schriftzeichen kommen auf dem braunen Grund sehr schön dekorativ.

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Man findet auf der Hinterseite auf braunfarbenem Grund mit kaum lesbarer bräunlicher winziger Schrift, in Arabisch und English, einige Selbstanpreisungen sowie die üblichen Nährwertangaben über Inhalte und Kalorien von einem Aufkleber in deutscher Sprache, kurz:

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Zutaten: Zucker; Kakaobutter, Kamelmilchpulver 18 %, Datteln 15 %, Kakaomasse, Honig, Bourbon-Vanille, Kakaobestandteile mindestens 36 %.

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Die Angaben der Nährwerttabelle per 100 Gramm können als Durchschnittswerte angenommen werden:

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Energie 524 kcal / 2187 kj

Fett 32 g

davon gesättigte Fettsäuren 22 g

Ballaststoffe 6 g

Kohlenhydrate 55 g

davon Zucker 37 g

Eiweiß 5,1 g

Salz (Natrium) 0,3 g

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Aufdruck: Bestens haltbar bis 30. 06. 2018

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden, diese Al Nassma solche Fragen nicht auf der Industrie-Handels-Qualitätsebene stellt, sondern vorhält; dabei ist der industrielle Hersteller mit seinen jährlichen Produktionsmengen nicht bekannt. Es ist keine manufakturelle Handarbeit Bean to Bar.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese angeblich „arabische“ Note zum Ausprobieren – wenngleich sie kostspielig ist – mit folgender Bewertung:

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FAZIT Dr. Dietmar Moews: Ich gebe dieser industriellen Dubai UAE-Machenschaft aus arabisch-österreichischem Geist mit Milcheiweiß-Allergie-Ambition ZWEI von SECHS BOHNEN unter Qualitäten. Dabei ist das Wort Schokolade vielleicht etwas strapaziert – denn nicht Kakao, sondern fette Süßigkeit ist hier der Kick.

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Michael Langer DLF präsentiert Oikodizee Zwischentöne am 27. August 2017

August 29, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7545

Vom Mittwoch, 29. August 2017

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Am Sonntag, 27.08.2017, brachte der DLF-Redakteur Michael Langer einen neuen Beitrag aus der bewährten DLF-Sendereihe „Zwischentöne“, mit einem anmaßenden Buchautoren, Joseph Vogl, der seine halbpeinlichen Angaben vortragen durfte, nicht zuletzt, weil es dem Redakteur Michael Langer an ausreichendem Kritikvermögen und Wissen zu mangeln schien, die Peinlichkeit durch „relativierende Fragen“ zu beleuchten.

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KURZ:

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Joseph VOGL hat ein Buch publizieren lassen, in dem er eine eigene Wortschöpfung akklamiert, die „Oikodizee“, deren theoretisches Konstrukt auf Leibniz‘ „Theodizee“ bezogen sei.

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Leibniz erklärt die empirische Welt, zwischen Gut und Böse aus menschlicher Sicht erlebbar, als die beste aller Welten, aus Gottes Sicht. Anders gesagt, diese beste aller Welten, sollte vom Menschen als eine Welt Gottes angesehen werden, in der das empirische Böse, minimiert ist. Wir erleben quasi die Friedenspolitik Gottes mit Krieg.

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Entsprechend meint nun Joseph Vogl – indem er ausdrücklich auf den schottischen Wirtschaftsphilosophen ADAM SMITH (1723-1790) Bezug nimmt (und nicht auf Bernard Mandeville; den SMITH-Zitator Karl Marx übergeht Vogl – Marx, der immerhin Mandeville lobend erwähnt) – dass die ÖKONOMIE, die unser Leben wesentlich bestimme, die beste aller empirischen Welten sei, als Vogls OIKODIZEE. Denn die Synthese aus allen Geschehnissen und menschlichen Handlungen seien wesentlich „ökonomisch“ motiviert, einschließlich der Minimierung der ökonomischen und menschlichen Kosten und Nachteile.

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Schon Adam Smith hatte Regelbrüche, Rechtsbrüche, Betrug bis zur Sünde und Meuchelei, die Laster, als möglicherweise „Produktivkräfte“ der gesellschaftlichen Produktion, Information, Distribution, Konsumtion erkannt (ohne Falschparker bräche das Alltagsleben zusammen).

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OIKODIZEE impliziert so verstanden, dass Organisation optimal ökonomisch funktioniert, wenn man öfter mal Fünfe gerade sein lässt, anstatt durch hartleibiges RECHT & ORDNUNG-Streben, ökonomische Steuerung und Kontrolle, Sanktionen und Korrekturen, den multilateralen Betrieb aufzuhalten. Hier nach bringt ökonomisches Movens, einschließlich lasterhaften Verhaltens, respektive bringt die beste aller Welten hervor und minimiert Böses (vgl. Theodizee).

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Ja. Lieber Herr Langer – das „Mandeville-Paradox“. Schön, dass Sie schon mal was von Montesquieu gehört haben. Und Montesquieu hatte von BERNARD MANDEVILLE gehört und gelesen:

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DIE BIENENFABEL oder „Private Laster als gesellschaftliche Vorteile“

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BERNARD DE MANDEVILLE lebte von 1670 bis 1733 und war Inspirator von Montesquieu.

 

Bernard Mandeville (* 15. November 1670 in Rotterdam; † 21. Januar 1733 in Hackney bei London) war ein niederländischer Arzt und Sozialtheoretiker, der in England lebte und in englischer Sprache schrieb.

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Wir finden die BIENENFABEL in NEUE SINNLICHKEIT 68, Blätter für Kunst und Kultur, herausgegeben von Dietmar Moews, Köln im 38. Jahrgang (s. u.)

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So geht der DEUTSCHLANDFUNK mit den ZWISCHENTÖNEN vom 27. August 2017 gewissermaßen baden. Und der hoffärtige Joseph Vogl von der Berliner Humboldt-Universität wird vielleicht mal ein Studiensemester zum Mandeville-Paradox (1705/1714) sowie der heutigen Sekundärliteratur zu Mandeville einlegen müssen, damit er seine Wortschöpfung zukünftig historisch besser einbetten kann, als hier geschehen:

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„Musik und Fragen zur Person – der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl„.

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„Er hat den Begriff der Oikodizee geprägt und gezeigt, warum die Literaturwissenschaft in Fragen der Ökonomie mitreden kann. Prof. Dr. Joseph Vogl ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaft in Verbindung mit Medien an der Humboldt-Universität Berlin.

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Joseph Vogl befasst sich vor allem mit der Geschichte und Theorie des Wissens, insbesondere der Geschichte von Gefahr und Gefährlichkeit. Vogls Oikodizee, wie er sie in seinem Buch „Das Gespenst des Kapitals“ dargelegt hat, beschreibt den herrschenden und folgenreichen Glauben, dass es auf Märkten und vor allem den Finanzmärkten vernünftig und letztlich eben doch gerecht zugehe. Mit seinem Begriff spielte er auf Georg Wilhelm Leibniz´ Theodizee an, die Gerechtigkeit und Rechtfertigung Gottes. Wirtschafts- und damit verbundene Glaubensfragen unterzieht Joseph Vogl einer geisteswissenschaftlichen Prüfung und auch in seinem vorerst letzten Buch „Der Souveränitätseffekt“ kritisierte er den Finanzkapitalismus.“

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Dietmar Moews meint: DLF-Redakteur Michael Langer, der seine Sendung immer etwas „lächerlich“ auslegt, er kichert und lächert oft animatorisch gutlaunig, so, als hätten seine Gesprächspartner Witz und Esprit, Ironie und Schalk – fand es nun passend, Literatur / Literaten / Literaturwissenschaftler als mögliche Schöpfer des Orientierungswissens herauszustellen. Aber mit dem OIKODIZEEIST Joseph Vogl hat sich DLF-Langer verkichert.

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Man kann – wenn man die folgende BIENENFABEL studiert sowie die dazu gehörigen Prosaausführungen, die OIKODIZEE von Bernard Mandeville – erkennen, dass sowohl Montesquieu (mit dem Prinzip des Rechtsstaats als Geist des Gesetzes) und Leibniz (mit der Synthese der Besten aller Welten als THEODIZEE) bereits antezipando die Ehre verdienen, die hier Michael Langer und Josep Vogl unter sich zu verteilen versuchten.

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Die innere Widersprüchlichkeit des Leibniz’schen Begriffs „Theodizee“ rührt von dem Ringschluss her, nach diesem sich ebenso „die schlechteste aller Welten“ beschreiben ließe. Und so könnte man auch unwiderlegbar alle anderen „Organisationssysteme“ zur „DIZEE“ erklären. Ob die „Rechtspflege“, der Kinderreichtum und die Kinderarmut, der Alkoholismus und Drogenkulturen u. v. a. m..

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Der Denkfehler rührt von der Unanfechtbarkeit der Empirie, die sich positiv erfassen lässt. Immer wenn ein Organisationssystem auf die kleinsten Tatsachverhalte sowie die totale Reichweite hin sowohl vorteilhaft wie nachteilig gesehen werden kann, lässt sich mit dem DIZEE-Prinzip auf optimale Synthese der Wirkkräfte schließen. Bei Schopenhauer ist es „der zureichende Grund“, bei Nietzsche „der Wille“, kurz – „der innere Geist der Geschichte“.

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Hier nun – aus NEUE SINNLICHKEIT 68, Blätter für Kunst und Kultur, erschienen im Mai 2017 in Köln, die BIENENFABEL, die Bernard de Mandeville erstmalig im Jahr 1705 publizierte, hier übersetzt von Helmut Findeisen:

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Die Bienenfabel

oder

Private Laster als gesellschaftliche Vorteile

 

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Ein großer Stock, an Bienen reich,

Die üppig lebten, doch zugleich

Gesetzestreu und wehrhaft waren,

Auch schwärmten früh in allen Jahren,

Galt als der Hort unzweifelhaft

Von Industrie und Wissenschaft.

Mehr Freiheit gab‘s in keinem Staat

Und weniger Zwänge und Diktat;

Nicht Sklaven einer Tyrannei

Noch wilder Demokraterei

Warn sie; von Königen wohl gelenkt,

Da das Gesetz die Macht beschränkt‘.

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Wie Menschen lebt‘ dies Völkchen nun

Und tat im kleinen, was wir tun:

Was je in Städten nötig war,

Was Schwert geziemt und auch Talar.

Nur warn sie winzig; ihr Geschick

Blieb drum verborgen unserm Blick;

Doch hatten sie Äquivalente

Für alle Menscheninstrumente:

Maschinen, Schiffe, Schlösser, Gärten,

Geschäfte, Waffen und Experten

Und da wir ihr Idiom nicht kennen,

Wolln wir die nach den unsern nennen.

So warn zwar Würfel nicht bekannt,

Doch herrschten Könige im Land,

Die Wachmannschaften unterhielten,

Und daraus folgt, dass diese spielten;

Man wüsste denn ein Regiment

Soldaten, das das Spiel nicht kennt.

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Der Bienen Zahl war riesig; sie

Bewirkte, dass der Stock gedieh.

Millionen waren dienstbereit

Zu stillen Lust und Eitelkeit;

Millionen brauchten ihre Stärke,

Um zu zerstörn, der erstern Werke.

Die halbe Welt versorgt‘ die Meute;

Arbeit gab‘s mehr als Arbeitsleute.

Wer nicht reich war, schonte seine Kräfte

Und wurde reicher durch Geschäfte;

Verdammt zur Sense und zum Spaten

Und Mühsal waren, die nichts hatten:

Elende Kärner, die halbtot

Sich schufteten ums täglich Brot;

(A) Indes von Handwerk sich ernährt

Und Kunst, die keine Schule lehrt,

Und die nicht Geld noch Referenz

Benötigt, gar Impertinenz,

Manch arbeitsscheuer Wicht, der klug

Profit aus fremder Arbeit schlug,

Als Kuppler, Spieler, Parasit,

Quacksalber, Dieb, kurz, als Bandit

Arglose Nachbarn listig narrte

Und sich viel Mühe so ersparte.

(B) Die hieß man Schurken, nicht als solche

Benannt warn die seriösen Strolche:

In jedem Amt war Mauschelei

Und kein Beruf von Arglist frei.

Die Advokaten, die sich halten

Durch Fehdenschürn und Fällespalten,

Anfechten sämtliche Kataster,

Denn Grundstücksschwindel brachte Zaster;

Als wäre gesetzlos der, der nicht

Sein Gut erstritten vor Gericht.

Prozesse wurden mit Bedacht

Verschleppt, dass man ja Reibach macht.

Galt‘s Schuften zu ersparn die Strafen,

Durchforschten sie die Paragraphen,

Wie Diebe Häuser observieren,

Wo sich ein Einbruch lässt riskieren.

.

Für die Doktorn hat Ruhm und Geld

Mehr als der Kranken Wohl gezählt,

Und statt die Regeln ihrer Kunst

Studieren viele (Lob und Gunst

Von Apothekern, weisen Frauen

Zu hörn und Priestern, all den Schlauen,

Die an Geburt und Tod verdienen)

Gleichmut und ernste Denkermienen,

Item den Tratsch und Klatsch der Sippe

Und Tantchens Rezeptur bei Grippe

Stets höflich lächelnd zu ertragen

Und allen Schmeichelhaftes sagen

Und, schwerstes Los, gefasst zu leiden

Der Krankenschwestern Dreistigkeiten.

.

Viel Priester gab es, Zeus zu loben

Und Segen zu erflehn von oben;

Ein paar davon gelehrte Männer,

Das Gros nur eifernde Nichtskönner;

Doch konnten alle jederzeit

Kaschieren Gier, Geiz, Eitelkeit;

Bekannt wie Seeleute für Rum,

Für Kohl die Schneider, warn sie drum.

Manch dürrer Pfaff, des Rock geflickt,

Um Brot Gebete aufwärts schickt‘

Und volle Speicher sich versprach;

Bekam doch nichts als Brot hernach.

Doch macht‘ der frommen Knechte Not

Wohl wett das frische Wangenrot

Der faulen Herrn, die unverdrossen,

Was ersteren gebührt‘, genossen.

.

(C) Soldaten zwang ihr Stand zu morden

Die‘s überlebten, kriegten Orden;

Wer Fersengeld beim Metzeln gab

Dem schoß man leicht die Glieder ab.

Manch Feldherr macht‘ die Feinde hin,

Und mancher ließ für Geld sie ziehn.

Manch Heißsporn wollt stets vorne sein,

Verlor den Arm hier, dort das Bein

Und war als Invalid zuletzt

Auf halben Sold herabgesetzt.

Dafür zog mancher nie ins Feld

Und blieb daheim für doppelt Geld.

.

Den Königen diente man – nur wie!

Ihre Minister täuschten sie:

Die Krone, der er untertan,

Bestahl so mancher Ehrenmann.

Der Lohn war karg, man schwelgte doch

Und rühmte sich dann redlich noch.

Sie beugten Recht, um zu verdienen,

Was Akzidenzien hieß bei ihnen,

Und riefen, war durchschaut die Tour:

Das sind Emolumente nur!“

Und alle schwiegen vor sich hin,

Befragt‘ man sie nach dem Gewinn,

(D) Denn jedermann kassierte mehr,

Nicht als verdient, mein ich, als er

Gestand den andern, die bezahlten,

(E) Wie Spieler gern für sich behalten,

Warn sie auch fair, was sie bekommen

Von denen, die sie ausgenommen.

.

Sie kannten Schliche ohne Maßen!

Das Pulver selbst, das auf den Straßen

Man feilbot als ein Düngemittel,

Fand mancher Kunde zu nem Drittel

Versetzt mit Stein und Mörtelstaub,

Und für Beschwerden warn sie taub.

Doch können Flegel sich beschweren,

Die Salz zu Butter frech erklären?

.

Justitia selbst, als fair bekannt

Und blind, konnt tasten mit der Hand,

Die linke, die die Waage hielt,

Ließ los, sooft sie Geld gefühlt.

Zwar unparteiisch tat die Gute,

Ging es um Galgen oder Rute,

Gab acht, das peinlich regulär

Mord und Gewalt zu ahnden wär.

Manch Schwindler hing auch, wie‘s so geht,

Zuletzt am Strick, den er gedreht.

Indes ihr Schwert, man ahnt es, ach,

Hielt arme Teufel nur in Schach,

Die pure Not zu Gaunern machte

Und schließlich an den Galgen brachte.

Für Bagatelle gab‘s schwere Strafen,

So konnt der Reiche ruhig schlafen.

.

In jedem Teile sündig zwar,

Ein Paradies das Ganze war;

Im Krieg gefürchtet, sonst begehrt,

Von aller Welt gerühmt, geehrt,

Verschwenderisch mit Gut und Leben:

Der Bienenvölker Zierde eben.

Das Heil des Staats war zweifellos:

Geballter Frevel macht‘ ihn groß.

(F) Die Tugend sah der Politik

Bald ab manch ausgepichten Trick,

Schloß Freundschaft mit dem Laster gar,

Was dann bewirkte, dass fürwahr

(G) Der größte Schurke selbst zum Schluss

Doch dem Gemeinwohl dienen muss.

.

Staatskunst hielt den Komplex in Gang,

Warn auch die Teile ziemlich krank:

Wie Harmonie in der Musik

Die Patzer zudeckt mit Geschick,

(H) So stritten, wie zum Trotz, vereint

Parteien, die sich spinnefeind.

Es diente selbst die Mäßigung

Der Völlerei noch und dem Trunk.

.

(I) Das Laster Geiz, die Schmach, die Pein,

Des Bösen Quell, musst Sklave sein

(K) Der noblen Sünde, der Verschwendung,

(L) Indem des Luxus Prachtaufwendung

Millionen Armen Arbeit schuf,

(M) Desgleichen Stolz, trotz üblem Ruf

(N) Die Eitelkeit selbst und der Neid

Warn Diener der Geschäftigkeit;

Ihr Hang zur Abwechslung indessen

Bei Kleidern, Mobiliar und Essen

War töricht, und doch trieb er wie

Ein Schwungrad an die Industrie.

Auch das Gesetzwerk unterlag,

Ganz wie die Tracht, dem Zeitgeschmack.

So galt, was sich zunächst geschickt,

Ein halb Jahr später als Delikt;

Durch stetes Modeln an den Rechten

Verbessert‘ man auch manche schlechten:

Was Klugheit nicht vermocht zur Zeit,

Vermochte Unbeständigkeit.

.

So nährte Laster den Verstand,

Der sich mit Fleiß und Zeit verband,

Und schuf des Lebens Überfluss,

(O) Komfort, Vergnügen und Genuss,

(P) So reich, dass heut die Armen eben

Viel besser als einst Reiche leben.

Nichts fehlt, wonach sich lohnt zu streben.

.

Glück ist auf Erden eitel. Lust

Hat Grenzen, die du kennen musst;

Vollkommenheit in diesem Leben

Hat uns der Himmel nicht gegeben.

Zufrieden ist mit seinem Staat,

Wer das einmal begriffen hat.

Doch diese Torn verfluchten gleich,

Schlug mal was fehl, das ganze Reich

Samt Kabinett, Armee und Flotte.

Tod dem Betrug!“ schrie dann die Rotte:

Was man tagtäglich selbst getan,

Bei andern prangert man es an.

.

Ein Kerl mit Riesenkapital,

Das Fürsten er und Bettlern stahl,

Rief: „Dieses Land muss untergehen

Bei soviel Falsch!“ Was glaubt ihr, wen

Der Tugendbold beim Wickel nahm?

nen Täschner, der für Zickel Lamm

verkauft‘.

.

Nun schrie beim kleinsten Streich,

Den sie geführt, die Runde gleich,

Bei jedem Rechtsbruch, weit zu hören:

O Götter! Wenn wir ehrlich wären!“

Merkur gefiel die Infamie,

Und andre nannten‘s Idiotie,

Zu schelten, was man liebt. Doch Zorn

Ergriff den Zeus. Er hat geschworn,

Lug und Betrug aus diesem Staat

Zu bannen, was er schleunigst tat.

 

Sogleich warn sie von Falsch befreit,

Und in ihr Herz zog Ehrbarkeit;

Nun sahn sie, welche Missetaten

Sie all die Zeit begangen hatten.

Vor Reue stumm konnt man sie finden,

Errötend über ihre Sünden:

Wie Kinder, wolln sie ein Vergehen

Verschleiern, dieses eingestehen

Durch Röte, wenn sie meinen, man

Säh ihnen, was sie denken, an.

.

O Götter! Mächtig war der Schock,

Der Umschwung groß im Bienenstock!

Der Fleischpreis fiel zur selben Stund

Um einen Penny auf das Pfund.

Die Heuchlermasken warn bei allen,

Ob Staatsmann oder Clown, gefallen.

Die man gekannt in fremden Mienen,

Im eignen Antlitz fremd erschienen.

Auf dem Gericht zog Stille ein

Die Schuldner zahlten von allein

Selbst, was die Gläubiger schon vergaßen,

Wer blank war, kriegt‘ die Schuld erlassen

Wer unrecht hatte, hielt den Mund

Und prozessiert‘ nicht ohne Grund;

Worauf, da in solch biedrem Staat

Kein Anwalt mehr zu beißen hat,

Dieselben, bis auf die betuchten,

Samt Tintenfaß das Weite suchten.

Justitia hängt‘ noch ein paar auf

Und räumte alle Kerker, drauf

Zog sie mit ihrem Hofstaat ab,

Weil‘s nichts für sie zu tun mehr gab.

Die Schmiede durften vorn marschieren

Mit Gittern, Ketten, Eisentüren;

Die Kerkermeister folgten dann.

Der Göttin stolzgeschwellt voran –

Ihr treu wie stets und bester Dinge –

Schritt Rechtsvollstrecker Durchlaucht Schlinge;

Nicht mit dem sinnbildhaften Schwert,

Mit Strick und Beil, wie sich‘s gehört.

Die Schöne mit der Augenbinde,

Justizia, kam geschwebt im Winde

Auf einer Wolke. Als Eskorte

Warn um sie Büttel jeder Sorte,

Gerichtsvollzieher, Schergen eben,

Die gut von andrer Tränen leben.

.

Und wie die Medizin floriert“!

Wer krank war, wurde jetzt kuriert

Von Ärzten mit viel Sachverstand,

Die‘s reichlich gab im ganzen Land.

Statt bei Disputen zu verweilen,

Waren Kranke sie bemüht zu heilen;

Statt Heilkräutern aus fremdem Land

Ward, was im eignen wächst, verwandt,

Da Zeus kein Volk mit Leiden straft,

Für die er dort nicht Heilung schafft.

.

Kein Priester ließ sich faul vertreten

Von den Vikaren mehr beim Beten.

Die Götter pries, von Sünden frei,

Mit Opfern man und Litanei.

Es traten ab die Dilettanten,

Die sich von selbst entbehrlich fanden.

Denn für so viele war nicht Raum:

(Ein braves Volk braucht Pfaffen kaum.)

Ein paar nur blieben, treu ergeben

Dem Hohepriester. Diesem eben

Gehorcht‘ der Rest. Von Politik

Hielt sich der Geistliche zurück.

Er jagt‘ den Bettler nicht davon,

Drückt‘ nicht des armen Schluckers Lohn,

Teilt‘ mit dem Hungrigen sein Brot,

Half Tagelöhnern aus der Not,

Dem Wandersmann er Obdach bot,

.

Auch beim Ministerrat der Bienen

Und allen, die dem König dienen,

Vollzog der Wandel sich: (Q) alsbald

Lebt‘ man bescheiden vom Gehalt.

Was früher Akzidenzien hieß

(Wenn ein Beamter betteln ließ

Zehnmal nen Armen um sein Geld

Und ‚s ihm am Schluss doch vorenthält

Und presst‘ ’ne Krone ihm zuletzt

Gebühr noch ab), hieß Schwindel jetzt.

Wo jedes Amt zuvor von dreien

Besetzt, die sich bei Schurkereien

Bewachten und trotz Kumpanei

Einander frech bestahlen dabei,

Wirkt‘ nun ein einzelner allein.

So spart man tausend Leute ein.

.

(R) Auch lebt‘ kein Mann von Ehre mehr

Vom Schuldenmachen wie vorher

Livreen en masse im Leihhaus lagen.

Für‘n Pappenstiel gab Pferd und Wagen

Man her, verkauft‘ um ein paar Gulden

Sein Landgut gar, tilgt‘ so die Schulden.

Betrug und Prunksucht warn verbannt.

Kein Heer stand mehr in fremdem Land.

Die Bienen, nun bekehrt, verlachten

Weltruhm und Glanz, erlangt in Schlachten.

Doch tapfer focht die brave Schar,

Warn Recht und Freiheit in Gefahr.

.

Seht, wie im Stock sich heute findet

Mit Handel Redlichkeit verbündet.

Der Prunk ist hin, geschrumpft der Staat,

Der sich nun ganz gewandelt hat.

Es gingen alle, die seit Jahren

Im Geldausgeben Meister waren.

Auch jene, deren Unterhalt

Von erstern abhing, gingen bald;

Sie fanden nirgends mehr zu leben,

Denn alle Ämter warn vergeben.

.

Der Preis von Land und Häusern fiel.

Paläste, die erbaut aus Spiel-

Gewinn, wie Thebens Mauern, waren

Zur Miete frei. Die muntern Laren

Wollten im Feuer lieber sterben,

Als anzusehen, wie sie derben

Inschriften auf den Türen höhnen

Den ausgelöschten kostbar-schönen.

Kein Bauwerk sieht man mehr entstehen:

Der Handwerksmann muss müßig gehen;

(S) Des Malers Kunst rühmt man nicht mehr

Noch die von Steinmetz und Graveur.

.

Die, die noch übrig waren, streben,

Maßvoll und schlicht fortan zu leben.

Sie zahlten alte Zechen gern

Und blieben dann den Kneipen fern.

Kein Wirtshausliebchen ging nun mehr

In Samt und Seide dreist einher;

Auch konnt man nirgends Geld mehr leihn

Für Wachteln und Burgunderweis.

Mitsamt Mätresse ist verschwunden

Der Geck, der ausgab in zwei Stunden,

Was‘ne Schwadron braucht im Quartal,

Und Pfauen speist‘ als Weihnachtsmahl.

.

Die eitle Chloe, deren Gatte

(T) Für sie den Staat bestohlen hatte,

Verkauft jetzt Schränke und Kommoden,

Gerafft auf beider Indien Boden,

Kürzt den Etat an allen Enden

Und trägt ein Jahr die groben Hemden.

Vorbei ist‘s mit dem starken Ändern.

Man bleibt bei Moden und Gewändern.

Fort sind die Weber von Brokaten

Und die, die sie beliefert hatten.

An Glück und Wohlstand mangelt‘s nicht:

Preiswert ist alles, wenn auch schlicht.

Natur, befreit von Gärtnerzucht,

Lässt pünktlich reifen jede Frucht.

Nur Delikates fehlt alsbald,

Weil keiner die Erzeugung zahlt.

.

Da‘s Stolz und Prunksucht nicht mehr gab,

Sahn sie auch von der Seefahrt ab.

Der Handel fiel in Agonie,

Mit ihm ein Teil der Industrie.

Kunst und Gewerbe siechten hin:

(V) Zufriedenheit ließ sie – Ruin

Des Strebens – eigne Schätze ehren

Und nichts von außerhalb begehren.

.

Geschrumpft auf ein Prozent der Bienen

Von einst ist nun der Stock. Doch ihnen

Fällt‘s schwer, Erobrer zu verjagen,

Wiewohl sie sich recht tapfer schlagen

Beim Rückzug, und es heißt bei allen:

Die Stellung halten oder fallen.

Das Söldnertum war abgeschafft;

Sie kämpften kühn aus eigner Kraft.

Für Mut und Lauterkeit im Krieg

Belohnte schließlich sie der Sieg.

Nur mussten Tausende ihr Leben

Für den Triumph der Freiheit geben.

Gestählt durch Müh und Arbeit, galt

Behaglichkeit als Laster bald

Dem Schwarm. Sich weiter zu bescheiden

Und allen Luxus ganz zu meiden,

Nahm er im hohlen Baum Quartier,

Lebt sittsam und zufrieden hier.

.

Die Moral

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Klagt nicht, denn dass ein Staat, der groß,

(X) Auch redlich wird, wünscht Torheit bloß.

(Y) Dass man die Wonnen dieser Welt

Genießt und erntet Ruhm im Feld

Und lebt in Wohlstand sündenfrei,

Ist Utopie und Träumerei.

Falsch, Dünkel, Pomp muss existieren

Da wir von ihnen profitieren:

der Hunger ist ein Fluch, ein Grauen,

Doch wer will ohne ihn verdauen?

Stammt nicht der Wein, der unser Leben

Erfrischt, aus dürren, krummen Reben?

Stutzt man den Wuchs nicht rigoros,

Verholzt der Weinstock, wuchert bloß,

Der edle Früchte uns bereitet,

Wenn man ihn bindet und beschneidet.

So kann auch Laster nützlich sein,

Schränkt das Gesetz es weise ein.

Ja, will das Volk nach Größe streben,

Muss es im Staat auch Sünde geben,

Wie‘s Hunger braucht zum Überleben.

Allein von Tugend kann auf Erden

Kein Staat groß, reich und mächtig werden.

Wollt ihr die Goldnen Zeiten wieder?

Da aß man Eicheln und war bieder.“

.

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FINE E COMPATTO

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Kunst der Malerei in staatlicher Direktion der Kunstindienstnahme

August 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7544

Vom Dienstag, 29. August 2017

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Gibt es ein BAUVERLANGEN? – wie es der deutsche Architekt BRUNO TAUT für ANKARA entfaltete?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN? – wie es für den Maler DIETMAR MOEWS sein Leben lang gibt und in Malerei-Bildern geschaffen wird?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN anderer MALER? – Gibt es eines des MALEREIPUBLIKUMS? – es gibt einen weltweiten intensiven Kunstprozess, in dessen Mittelpunkt, zwischen Malern und Publikum, MALEREIWERKE im KUNSTERLEBNIS gebraucht werden.

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Warum erschien keine LICHTGESCHWINDIGKEIT mit einem KURZNACHRUF auf den just gestorbenen Künstler K O GOETZ?

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Diese Anfrage per E-MAIL erreichte mich freundlich. Ich antwortete prompt. Inzwischen finde ich, meine Antwort kann auch andere an Malerei Interessierte ansprechen:

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Den Maler Goetz kenne ich seit den 1970er Jahren. Er wurde jetzt in den Massenmedien herausgehoben, weil er als Kölner die eitlen Vorteile der Medien- und Kunststadt genoss.

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Seine Bilder – die ich kenne – gefallen mir überhaupt nicht. Es ist dabei für mich nicht mal zu sehen, dass er seine Bilder liebt, oder dass er was kann, oder, was er den Menschen zu geben hat.

 

Den Herrn Goetz kenne ich bereits als einen jener deutschen Kunsthochschul-Staatsdienern, die den Deutschen Künstlerbund abriegelten. Der DKB war die staatsdienende Berufskünstler-Elite. Die brachten alljährlich ihre Protegées in die große  Jahresausstellung (jedes Jahr in einer großen deutschen Stadt), womit dieser auserlesene Nachwuchs in die privaten Galerien, Kunstvereinsausstellungen und Kunstmessen gelangten (Wer sind Sie denn?).

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Eine gewisse Gatekeeper-Funktion, wie damals der Deutsche Künstlerbund, so ist es heute mit ART NET – nur dass man sich da einkaufen kann bzw. wenn ein Agent einen Künstler da einkauft, dann gehört man zu den „zeitgenössischen Künstlern“. Wer nicht bei ART NEt gelistet ist, kann noch nicht einmal ein Werk in Auktionen der internationalen Auktionshäuser hineinbringen (die auch Kataloge herstellen und die erhebliche Verkaufs-Provisionen nehmen). Doch sie nehmen keinen Künstler, der nicht da gelistet ist. Selbst wenn ein bekannter Kunstsammler oder Galerist einen nicht gelisteten Namen zur jährlichen Versteigerung (immer gegen Gebühren) einreichen möchte, wird das abgelehnt.

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Es ist so im Sinne dieses Westkunst-Syndikats, die sonst – ohne einen offenen Zugang zum Auktions- und Messemarkt – mit ihrem Gerümpel ihrer Vertragskünstler unter zehntausenden zeitgenössischen Künstlerangeboten untergingen.

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Da ist nun Goetz, über den Deutschen Künstlerbund, gerade noch mit drin – als ehemaliger Professor an der Düsseldorfer Akademie. Aber er wurde nie besonders von all den Kollegen beachtet oder geachtet. Im Gegenteil – die soziale Stimmung unter diesen Staatskünstlern war enorm von entweder Klüngel-Genossen-Salonpersonnage oder von Missgünstlingen und Neidern geprägt, die mit dem Rücken zu den Werken der jeweils anderen durch die Ausstellungseröffnung gingen. Alle drängten sich danach, aber dem Redner Hans Küng oder Willy Brandt usw. persönlich die Hand geben zu dürfen (am Besten wenn das Ehegespons und die Enkeltochter das sahen): Bezeugung als Künstler in der Kunstöffentlichkeit ist für Leute, deren Werke niemanden berühren, das A und O.

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Dietmar Moews meint: Es ist wohl ganz allgemein normal so üblich, dass sich Friseure nicht unbedingt gegenseitig schätzen. Ein guter Meister wird sicher keinen Wichtigtuer beachten:

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„Meister, da ist ein Kunde, der will die Haare geschnitten haben“, sagt der Lehrling. „Ja, ist gut, aber schneid‘ dich nicht“.

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Wenn ich das dümmliche Nachkriegs-Gerakel von Goetz in Filmen sehe und was „Avantgardistisches“, 50 Jahre verspätet, Karl Otto Goetz dazu im Film sagte, finde ich es einfach nicht weniger peinlich, als den greisen Lable-Rakler Gerhard Richter in seinen Werkhallen.

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Die Jahreskataloge des Deutschen Künstlerbundes der ausgehenden 1960 Jahre sind voll mit „Informell-Deutschen“ (hinten dran ganz leise, knapp hinter Jackson Pollock, Fred Thieler, auch Bernhard Schulze und viele andere).

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Anfang September wird der Schweizer Meister Ferdinand Hodler in der Bundeskunsthalle Bonn ausgestellt – da habe ich eine persönlich Einladung zur Eröffnung – und werde hingehen.

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ARIZONA TRUMP unterstützt kriminellen Sheriff ARPAIO

August 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7543

Vom Dienstag, 29. August 2017

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Bild.de am 28. August 2017 mit dpa:

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„Tillerson distanziert sich von Trump: Washington – US-Außenminister Rex Tillerson hat sich nach den umstrittenen Äußerungen Donald Trumps über die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville vom US-Präsidenten distanziert.


Im Interview mit dem US-Sender Fox News sagte Tillerson, dass das Außenministerium für die „amerikanischen Werte“ stehe und der Freiheit und Gleichbehandlung aller Menschen verpflichtet sei. „Der Präsident spricht für sich selbst“, antwortete Tillerson auf die Frage, ob er die Werte Trumps verteidige. Trump war für seine als verharmlosend wahrgenommene Reaktion auf die Gewalt bei einer Demonstration von Rechtsextremen in Charlottesville scharf kritisiert worden.

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Obige BILD-NOTIZ kam einige Tage verspätet. Der US-Präsident TRUMP nutzt nun seine machtbedingte REIZHÖHE durch täglichen Augenstaub per TWITTER ab. TRUMP verheizt seinen Reizwert. Je lauter er brüllt, desto verlässlicher hört keiner mehr hin. Der Tropismus ist die Kunst der Sonnenblume. Jetzt also ein NAZI-SHERIFF von Arizona.

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Der TWITTER-KLAMAUK soll TRUMPS Wähler kollektivieren, die sich eher im apolitischen Abseits aufhalten. Während diejenigen US-Bürger mit soliden Informationsgewohnheiten, Internetz, Fernsehstationen, Radiohörer, Zeitungen, von TRUMPS TWEETS enorm angefixt worden sind und die erhöhten Medienbenutzungsquoten in den USA seit TRUMP drücken das ganz klar aus. TRUMPS Gegner kommunizieren jetzt intensiver.

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Kölner Stadt-Anzeiger Seite 04, am 26. August 2017, von Frank Herrmann:

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„ANALYSE Donald Trump stellt sich schützend vor einen rassistischen Sheriff. Gnade für den Unbelehrbaren?“

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Trump langweilt, weil er nur dumm auf Regelbruch und Rechtswidrigkeit scheißt – dennoch – nochmal eine lehrreiche Beobachtung dazu, wie TRUMP seine kindische Rechthaberei per Twitter auszuspielen versucht:

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Erst lobt er den gerichtlich verurteilten „härtesten Sheriff der USA“, Joe Arpaio, für dessen rassistischen Praktiken und, dass Arpaio die amtlichen Ordnungsrufe jahrelang ignorierte, die ein rassismusfreies Sheriff-Wesen vorschreibt.

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Dann kommt TRUMP, verzögert erneut mit einem TWEED, worin er „selbstverständlich“ Gesetzestreue bestätigt und Rechtsbrüche absurd findet. Dann allerdings kommt seine Volte:

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TRUMP deutet an, dass die enorme Macht eines US-Präsidenten auch darin besteht, höchste Gerichtsentscheidungen durch „BEGNADIGUNG“ zu übergehen und alsdann verspricht er dem Alt-Sheriff Arpaio, er brauche sich überhaupt nicht zu Sorgen, dass das demnächst ergehende Urteil ihn behelligen wird, „ARPAIOS Begnadigung ist von Präsident TRUMP so gut wie versprochen“.

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Kölner Stadt-Anzeiger Seite 04 hierzu weiter:

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„Als er noch Sheriff war, stand auf einer Tafel in seinem Büro, dass es sich um den härtesten Sheriff Amerikas handelt. Die Insassen des Gefängnisses, das Joe Arpaio unterstand, hatten rosa Unterwäsche zu tragen. In den Zelten auf dem Gelände des Knasts herrschte von Mai bis September brütende Hitze, bisweilen weit über 50 Grad Celsius. Wie zum Hohn ließ der Sheriff dazu den Wetterkanal laufen, Prognosen über kühle Sommertage in Kanada. Jäeten die Häftlinge am Straßenrand Unkraut oder lasen Müll auf, waren sie zu viert aneinandergekettet wie Galeerensklaven. „I do it my way“, schrieb Arpaio mit den Worten Frank Sinatras auf ein Brett in seinem Arbeitszimmer. Tent City, die berüchtigte Haftanstalt, gibt es seit ein paar Monaten nicht mehr. Arpaio wurde abgewählt, nach 24 Jahren auf dem Posten des Sheriffs von Mariacopa County. Nun steht er, 85 Jahre alt, erneut im Rampenlicht, die Symbolfigur, die Reizfigur einer Debatte über Pro und Contra einer restriktiveren Einwanderungspolitik. Ein Richter hatte ihn, da war er noch in Amt und Würden, angewiesen, seine diskriminierenden Kontrollen einzustellen, Kontrollen, in deren Fokus vor allem Latinos gerieten. Wegen Missachtung des Gerichts drohen ihm bis zu sechs Monate Haft, wenn im Oktober über das Strafmaß entschieden wird…

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…Es ist neun Jahre her, da sammelte der frühere Drogenfahnder sechzig Freiwillige, um nachts .. eine Razzia zu starten … Es endete mit der Festnahme dreier verstörter Putzfrauen. Später wies er seine Leute an, Autofahrer, die aussehen, als stammten sie aus Mexiko, El Salvador oder Guatemala … auf den bloßen Verdacht hin, dass es sich um illegal Eingewanderte handeln könnte. Ein solches „Racial Profiling“ ist in den USA verboten, weshalb ein Bundesrichter in Phoenix gegen Arpaio entschied. der ignorierte das Urteil – und machte ungerührt weiter …“

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Bereits einige Tage vorher war mir dieser TRUMPISMUS bei der NEW YORK TIMES aufgefallen – hier für alle die Ausländisch lesen können:

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New York Times am 25. August 2017 berichtet auf nytimes.com über den verfassungsbrechenden rassistischen Sheriff von Arizona, JOE ARPAIO und die Propaganda von US-Präsident TRUMP, ARPAIOs Partei zu ergreifen: Das Strafmaß, das der Verurteilung noch folgen wird, nicht fürchten zu müssen, denn TRUMP hat „die Begnadigung so gut wie versprochen“.

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„The Constitution gives the president nearly unlimited power to grant clemency to people convicted of federal offenses, so Mr. Trump can pardon Mr. Arpaio. But Mr. Arpaio was an elected official who defied a federal court’s order that he stop violating people’s constitutional rights. He was found in contempt of that court. By pardoning him, Mr. Trump would show his contempt for the American court system and its only means of enforcing the law, since he would be sending a message to other officials that they may flout court orders also.

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Mr. Arpaio could not be less deserving of mercy. In addition to the dragnets of Hispanic-looking people that ultimately led to his contempt conviction, he racked up a record of harassment, neglect, mistreatment and other flagrant abuses of office that should have ended his career years ago.

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But he was in power in 2015, when Mr. Trump entered the presidential race. He soon won Mr. Trump’s abiding affection and returned the love, calling Mr. Trump “a great patriot” and supporting him throughout the campaign. (Both also spent years promoting the lie that President Barack Obama was born outside the United States.)

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The bromance between “America’s toughest sheriff,” as Mr. Arpaio liked to call himself, and America’s toughest-talking presidential candidate should have surprised no one. Both men built their brands by exploiting racial resentments of white Americans. While Mr. Trump was beginning his revanchist run for the White House on the backs of Mexican “rapists,” Mr. Arpaio was terrorizing brown-skinned people across southern Arizona, sweeping them up in “saturation patrols” and holding them in what he referred to as a “concentration camp” for months at a time.

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It was this behavior that a federal judge in 2011 found to be unconstitutional and ordered Mr. Arpaio to stop. He refused, placing himself above the law and the Constitution that he had sworn to uphold.

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t would be difficult for President Trump, who has insulted judges and tried to interfere with a federal investigation, to show much more disrespect for the rule of law. But if he makes good on his implicit vow to pardon Joe Arpaio, the disgraced former sheriff of Maricopa County, Ariz., Mr. Trump would be scorning the Constitution itself.

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Mr. Arpaio, an anti-immigrant hard-liner who served 24 years in office before voters tossed him out last November, was convicted in July of criminal contempt of court for disregarding a federal judge’s orders to stop detaining people based solely on the suspicion that they were in the country illegally.

Mr. Arpaio’s sentencing is scheduled for Oct. 5. He faces up to six months in prison, unless Mr. Trump gets to him first.

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The odds of a presidential intervention seemed to have shot up on Tuesday, when Mr. Trump suggested to the crowd at his bonkers rally in Phoenix that Mr. Arpaio’s conviction was unjust. In response to chants of “Pardon Joe!” Mr. Trump said, “I think he’s going to be just fine, O.K.?” He added, “But I won’t do it tonight, because I don’t want to cause any controversy.”

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theguardian.com berichtet am 25. August 2017 über:

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„disgraced former sheriff of Maricopa County, Ariz., Mr. Trump would be scorning the Constitution itself.

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Moreover, Arpaio’s criminal activity goes to the heart of our system of constitutional rights and accountability. Private plaintiffs and the justice department sued him for violating the constitution. A court enjoined his illegal conduct. He then flouted the court’s order – repeatedly. Our system of rights and limited government works only if those in power follow judicial orders or are held accountable for violating them.

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As many have warned, pardoning Arpaio – famous for racially profiling Latinos in Maricopa County – would be an endorsement of racism. There’s another reason the possibility of a pardon should trouble us: it reflects Trump’s deep disdain for the judiciary and its role in our system of checks and balances.

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For years, Arpaio pursued a discriminatory policy of stopping and holding people for whom there was no reasonable suspicion of criminal activity. A federal court ordered him to stop in 2011, but he continued to detain people unlawfully for another 17 months.

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Last month, a different federal judge found Arpaio guilty of willfully defying the court order – a criminal charge that was fairly easy to establish, given that Arpaio repeatedly bragged to national media outlets: “I’m not going to give it up” and “nothing has changed.” In short, Arpaio’s disregard for the law and the court’s order was flagrant and sustained.

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Pardons do not intrinsically threaten the rule of law. Rather, the exercise of mercy is part of our constitutional design, and if anything presidents have used it too sparingly in recent years. But typically pardons are issued after a person has served some part of his sentence, shown remorse, and demonstrated a measure of rehabilitation, or to remedy some fundamental unfairness.

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Nonetheless, the White House again went on the attack, claiming that “an unelected judge unilaterally rewrote immigration policy for our Nation” and slandering the decision as “a gift to the criminal gang and cartel element in our country, empowering the worst kind of human trafficking and sex trafficking, and putting thousands of innocent lives at risk.”

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These statements are calculated to cut down the courts. By calling judges “political,” or asserting that their race makes them biased, or blaming them for violence in the country, the president is trying to drag them down from the world of facts and law and into the muck of ideological warfare. The argument doesn’t even have to make sense. „

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Dietmar Moews meint: Ich habe die Texte hier von nytimes.com und theguardian.com kaum gekürzt. Ich finde interessant, wie ausgiebig und gründlich in New York und in London hier auf Trump eingegangen wird. Aber es erscheinen verschiedene Akzente, etwa so:

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Man sieht, dass die NEW York Times diese TRUMP-Kaprizen auf dem Titel brachte, aber doch anders darstellt als die Londoner Tageszeitung The Guardian, wo doch auch die Betonung auf

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„private Plaintiff“ – (der private Ankläger, hier eines US-Sheriffs als Wahlbeamteter von ARIZONA, der sich der Rechtslage widersetzt (wie der Papst gegen die Kurie).

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Das ist eben die US-Gerichtsbarkeit mit privat-wirtschaftlichem Rechtsspiel, im Unterschied beispielsweise zur unabhängigen britischen oder deutschen Justiz.

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TRUMP nutzt jede Gelegenheit, Unberechenbarkeit auf widersinnigen Aktionismus zu setzen.

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TRUMP steht bei russischen Finanziers – wie inzwischen dem Kongress gerichtsfest vorgelegt worden ist – in erheblicher Geldabhängigkeit. Derartige Schuldner-Abhängigkeiten lassen sein Benehmen eigentlich als „Felle versaufen“ erscheinen (nach ihm die Sintflut). Doch über Unfug von allgemeiner und gelegentlich von spezieller Verunsicherung hinaus, wird TRUMP die USA kaum zersetzen können. Er sieht erheblichen Erpressungen seitens seiner Gläubiger entgegen, die ihm keine erfolgreiche Zukunft versprechen können.

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MARTIN SCHULZ SPD im ARD-Sommerinterview zum FÖDERALISMUS

August 27, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7542

Vom Montag, 28. August 2017

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Staatsschranzen und Lügenpresse mit dem SOMMERINTERVIEW im Bericht aus Berlin fragen Tina Hassel und Thomas Baumann vom ARD-ERSTEN-Staatsfernsehen – die dann auch gleich sagen, die ARD ist ja nicht alleine da, es gibt auch viele ZDFTV-Programme-Sender, Deutschlandfunk, Deutsche Welle, PHOENIX TV, also staatliche Vielfalt.

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Auch Tina Hassel und Thomas Baumann fällt es nicht ein, FRAGEN ZU STELLEN, die Fragen einer kritischen OPPOSITION wären. Nichts zu:

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Was wäre denn in einer stärkeren SPD, statt der BLOCKPARTEIEN-Koalition?

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Wo sieht die SPD eine „sozialdemokratische Regulation“ für die angängige IT-Revolution, statt nur der IT-Wirtschaft und den internationalen Kapitalpools die gesamte IT-Lebensrevolution zu überlassen?

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Welche Schritte in der Entfaltung der EU-INTEGRATION?.

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Wo grenzt die SPD die STAMOPKAP-Misere ab zwischen den Blockparteien ab?

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Europäische Verteidigung statt TRUMP-NATO-LÄRM?

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Konkret erklärt der Kanzlerkandidat MARTIN SCHULZ, ein riesiges Investitionspaket starten zu wollen, wenn er Bundeskanzler geworden sei.

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Dabei zeigt SCHULZ, dass ihm der deutsche FÖDERALISMUS unerachtlich ist und dass er darüber hinwegkommen will.

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SCHULZ erklärt am Beispiel der Bildungspolitik, der Sanierung von Schulbauten und eines Informations-Technologie-Pakt mit den Kommunen (Kommunalsatzungen/ Gemeindekompetenzen für Schulen) und den Bundesländern. Weil der Bundesfinanzminister Geldüberschüsse aus den Steuereinnahmen hat. Dagegen haben die Kommunen wie auch die Bundesländer aufgrund der föderalen Steuerkrise ihre Kommunen- und Landesaufgaben über viele Jahre vernachlässigt.

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Jetzt behauptet SCHULZ, nach dem 24. September 2017, in diese Notlage mit Bundesmitteln einzugreifen – ERST NACH DER WAHL.

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Aber ein entsprechendes Gesetz habe man ja bereits gemacht, dem BUND eine Bundeskompetenz zu erteilen, nicht nur den Ländern Geldmittel zu geben, sondern als BUND konkret hineinzureden, was ganz ursprünglich eine KOMPETENZ, also HANDLUNGSZUSTÄNDIGKEIT der Landes- und Kommunal-Schulpolitik im deutschen Föderalismus ist. Wo die Menschen leben, an der sozialen, lokalen Basis, da soll die föderale Schulzuständigkeit entschieden und verantwortet werden.

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SPD-SCHULZ hat es nicht gesagt, aber es ist offensichtlich bei allen BLOCKPARTEIEN im Bundestag, der Föderalismus soll zerstört werden. Die Länderzuständigkeit, LEHRER auszubilden, soll, ähnlich dem Schulbau, ebenfalls als Misch- und Doppelkompetenz dem Belieben der BUNDESEBENE zukünftig übertragen werden.

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Dietmar Moews meint: Kandidat SCHULZ meint, „Kanzlerin Merkel fliegt auf Kosten des Kanzleramts mit Hubschraubern ihren Wahlkampf ab“ – so, als müsse da mal der Rechnungshof tätig werden. um Merkel abzumahnen (von welcher Steuerabzugsberechtigung wird die SPD-Entourage kutschiert? oder zahlt Herr Schulz privat – hahaha?)

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Schulz unterschlägt, dass Frau Dr. ANGELA MERKEL derzeit ihren Amtseid der Pflicht als Kanzlerin nachzukommen durchs Land tourt. Während sie ja gleichzeitig sogar sonntags im Wahlkampf arbeitet.

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Kurz, Schulz macht Wahlkampf und Merkel macht Kanzler zuzüglich Wahlkampf (mit dunkelblauem Bundespolizei-Hubschrauber).

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Kandidat SCHULZ betont erneut, dem aktuellen türkischen AKP-Staatspräsident ERDOGAN aus erzieherischen Gründen massiven Widerspruch angedeihen lassen zu wollen, wäre Schulz Bundeskanzler. Na – gut zu wissen – Schulz hebt die Faust mit Mittelfinger, Merkel nicht.

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Der deutsche Föderalismus ist eine verfassungspolitische Rechtskultur, wonach der deutsche Staat in vier getrennte bürokratische und politische Ebenen – BUND, LÄNDER, KOMMUNEN, EUROPA – mit jeweils eigenen politischen Aufgaben, aufgestellt ist.

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Man muss die soziale Integrationsbedeutung der politischen Basisorientierung und das KOMPETENZ-TRENNUNGSGEBOT (was eine Ebene, z.b. eine Gemeinde, tun muss oder darf, darf eine andere Ebene, z. B. das Land und/oder der Bund, nicht) verstehen, um zu verstehen, wie bedenkenlos hier der SPD-Kandidat mit dem Hammer philosophiert.

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Der Sinn im Föderalismus liegt darin, dass die Wähler möglichst der eigenen Lebenssphäre, der Alltagsbasis politisch nahe leben, mitbestimmen und mitverantworten können, wie sie leben wollen. Partizipation und Zugang ermöglichen die Integration und die Belastungsbereitschaft der Bürger für die gesellschaftlichen Gestaltung und Vorsorge, die die Gesellschaft und auch den Staat – mehr recht als schlecht – zusammenhalten.

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Dazu gibt es das Prinzip der Dezentralität, der Basisdemokratie, der Selbstbestimmung.

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Und dazu gibt es auch das Prinzip der SUBSIDIARITÄT, indem sich die Kompetenzebenen gegenseitig kontrollieren, aber auch, wenn die untere Ebene Pflichtaufgaben nicht finanzieren kann, das die nächsthöhere Ebene dann helfend beispringt.

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Dazu gibt es bei einseitigen Mehrheitsentscheidungen durchaus auch Minderheitenschutz.

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Es betrifft zunächst subsidiäre Bemittelung einer Gemeinde durch das Land.

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Das kann aber sogar zu einer kommunalen Pleite und zur Haushaltssperre und sogar zur Zwangs-Kämmerei einer Pleitegemeinde durch einen „Finanz-Kommissar“ des Landes gemacht werden.

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Die Kritik an SCHULZ Politikankündigung betrifft sein völliges Unverständnis für den deutschen FÖDERALISMUS. Dabei hat er in der EU-Politik ja die vierte föderale Ebene – neben KOMMUNE, LAND, BUND – EUROPA kennengelernt.

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Meine Kritik trifft entsprechend die HOF-Berichterstatter von der ARD-Fernsehen-Redaktion in Berlin.

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SPD-Kandidat SCHULZ geht davon aus, wenn die untere Ebenen mit ihren Landes- und Kommune-Steuereinnahmen nicht auskommen, dann muss zwar der Bund subsidiär einspringen – aber, dann dürfe auch der BUND bestimmen, ganz nach dem Denkmodell:

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Wer zahlt, bestimmt die Musik.

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Doch dem ist nicht so – wollte man den deutschen Föderalismus nutzen, statt zu verjubeln.

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Das Übel liegt an SCHULZ‘ mangelhafter Finanz- und Fiskalpolitik. Es werden Jahreshaushaltsplanungen in großen Zeiträumen politisch beaufsichtigt und prädisponiert. Der FÖDERALISMUS verleiht auch den untergeordneten Ebenen haushalterische EIGENMACHT, in die die höhere Politikebene nicht hineinregieren darf.

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Seit Jahren haben die deutschen Kommunen zu geringe eigene Steuereinkommen. Wenngleich aktuell eine leichte Besserung eintritt, aber auch die Landeshaushalte kaum noch die laufenden Personalkosten bestreiten können, bzw. in vielen lebenswichtigen Bereichen der Staat Personal entlassen musste, ist es längst an der Zeit, dass der Föderalismus endlich wieder gestärkt wird.

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Das ist darin verursacht, dass die VERTEILUNG der regelmäßigen Steuerzyklen, der Steuereinnahmen und Ausgleichszahlungen seit Jahrzehnten dahin entwickelt worden sind, dass der BUND immer höhere Anteile erhielt und erhält, die Länder und die Gemeinden aber verarmen.

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Der BUND hätte also die Steuereinahmen und Steuereinahme-Zuständigkeiten im Föderalismus besser verteilen müssen, statt immer mehr über das SUBSIDIARITÄTS-Prinzip von Oben nach Unten Zuschüsse zu geben und allerdings in die politische Selbständigkeit mit hineinzureden.

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Exakt so ist es hier mit SCHULZ‘ IT-PAKT, dem angekündigten BILDUNGS-INVESTITIONSPAKET der SPD und der SCHULEN-Renovierung durch ein Gesetz, das den Föderalismus durch Doppelkompetenzen aufweicht.

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Und jetzt erzählt SCHULZ im Wahlkampf, dass seine Regierung für diese Mängel und Rückstände aufkommen will.

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In Wahrheit zerstört SCHULZ (genau wie Merkel, wie die Grünen, wie die FDP usw.) den deutschen FÖDERALISMUS immer weiter.

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Und es ist schon ausdrücklich zu betonen, dass auch die SPD bis zum 24. September 2017 für die Notlage mitregiert hatte.

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Haben Bericht aus Berlin Tina Hassel und Thomas Baumann – der „staatlichen LÜGENPRESSE“ – mal was von FÖDERALISMUS, von Doppelkompetenz und von Subsidiaritätsprinzip gehört?

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Oder war das Thema bei SCHULZ jetzt mal ARD-seitig nicht so gefragt?

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(Wieso? hat keine der anderen Parteien darüber geklagt?

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Nun im STAMOKAP und den BLOCKPARTEIEN ist die LÜGENPRESSE ja nur ein MITSPIELER der KULTURINDUSTRIE – nicht ein KRITIK-PRODUZENT).

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