Israels Minister für Verteidigung erklärt Rücktritt

November 16, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8676

am Freitag, 16. November 2018

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Nachdem ISRAEL in einer weltweiten Propaganda verbreitet, dass Araber von GAZA aus, die Waffenruhe gebrochen hätten und etwa 400 Raketen auf Israel abgeschossen worden seien, hat ISRAEL den Schrecken der Luftbomberübermacht über den engbewohnten GAZA-Streifen pflügen lassen – denn es habe einen getöteten Offizier der Israelischen Armee gegeben. Andere Berichte hatten aber bereits vorher von militärischen Übergriffe des Israelischen Militärs in GAZA berichtet, wobei eben der Offizier und sieben Palästinenser getötet worden seien.

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Wer will aus Propaganda in Kriegszeiten die Tatsachen erkennen?

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Gestern ist der israelische Kriegsminister Liebermann aus der Regierung NETANJAHU ausgetreten, mit der Begründung, NETANJAHU sei ängstlich oder dumm, die militärischen Zwangsmittel nicht mit aller Kraft gegen GAZA einzusetzen – er, Liebermann, nannte den Waffenstillstand eine Niederlage.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am 15. November 2018:

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„Israels Minister für Verteidigung erklärt Rücktritt

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stah. TEL AVIV. 14. November. Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Liebermann hat seinen Rücktritt erklärt und diese Entscheidung mit der Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen begründet. Diese sei eine „Kapitulation vor Terror“, sagte Lieberman am Mittwoch in der Knesset. Seine Partei Yisrael Breitanu verlasse die Koalition. Er forderte eine Neuwahl so rasch wie möglich. Zwar verfügt die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch ohne Liebermans Partei noch über eine knappe Mehrheit von einem Sitz. Doch kündigte die Siedlerpartei unmittelbar nach Liebermans Ankündigkeit ebenfalls an, die Koalition zu verlassen, sollte sie jetzt nicht das Verteidigungsressort zugesprochen bekommen. Dies wurde in der Likud-Partei für unwahrscheinlich gehalten, vorerst führt Netanjahu auch dieses Ministerium. Liebermans Ankündigung folgte einen Tag auf den heftigsten Raketenbeschluss Israels durch Islamisten im Gazastreifen seit Jahren. Netanjahu verteidigte das von Ägypten vermittelte Abkommen. Es beruhe auf Fakten, die er nicht alle offenlegen könne. In von den Raketen getroffenen Orten im Süden Israel kam es zu Demonstrationen gegen die Regierung. Die Hamas nannte Liebermans Rücktritt ein „Eingeständnis der Niederlage“ (Siehe Seite 2.)

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Dietmar Moews meint: Der von mir geforderte Philosemitismus ist noch nicht wirklich aufgenommen worden. Und PHILOSEMITISMUS muss ja sowohl Hebräern wie auch Palästinensern gewidmet werden. Wie weit da russische Einwanderer-Konvertiten, als israelischen Staatsbürger, ebenfalls zu den Nutznießern des Philosemitismus hinzugezogen bzw. einbezogen werden sollen, ist grundsätzlich mit dem liebenden Auge anzusehen.

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Propaganda oder Lügenpresse zu Palästinenserkrieg in Gaza

November 14, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8674

am Mittwoch, 14. November 2018

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Wer zum Gewinnen einer Information und in der öffentlichen Meinung auf Quellen weitgehend verzichten muß und auf Sekundär-Bewirtschafter angewiesen ist, hat es mit LÜGENPRESSE und mit Unverläßlichkeiten zu tun, die schwer zu überspielen sind.

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In diesen Tagen ist wieder Geldsammeln der Juden aus aller Welt angesagt. Entsprechend auffällig sind die von den Sammlern ausgesendeten Reize, in der Kulturindustrie möglichst weit vorne und laut erwähnt zu werden. Jetzt also mal wieder NETANJAHU und GAZA:

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Süddeutsche Zeitung, Seite 4, am 13. November 2018, von Alexandra Föderl-Schmid:

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„GAZA – Unnötige Provokation

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War es ein gezielter Tötungsversuch, eine missglückte Geheimdienst- oder Militäroperation? Was genau in der Nacht zum Montag im Gazastreifen ablief, bleibt weiter im Dunkeln. Jedenfalls wurden bei einem Schusswechsel weit im Gazastreifen und bei Luftangriffen ein israelischer Offizier und sieben Palästinenser getötet, darunter ein Hamas-Kommandant.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu untergräbt damit seine Glaubwürdigkeit. Kurz zuvor hatte Netanjahu versichert, er wolle lieber eine Vereinbarung zur Lösung des Gazakonflikts statt Krieg zu führen. Und dann folgte diese Aktion, die im Widerspruch zu seinen Beteuerungen steht. Sie kann als Provokation aufgefasst werden. Wäre ein Israeli entführt worden, wäre der Druck größer geworden, Krieg auszurufen. Die Hamas hält seit 2014 die Überreste zweier israelischen Soldaten als Faustpfand,

Mit einer solchen Operation gefährdet Israel nicht nur seine Soldaten, sondern liefert der Hamas einen Grund, die Verhandlungen abzubrechen. Die Hamas steht unter Druck, zuletzt wurden Raketen vom Islamischen Dschihad Richtung Israel abgefeuert. Die Chancen für eine Vereinbarung sind noch gegeben. Setzen sich die radikaleren Kräfte in Gaza durch, wird die Lage weitaus prekärer – auch für Israel.“

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DLF.de berichtete am 14. November 2014 sowie in allen halbstündlichen Nachrichtensendungen wiederholend eine völlig andere Version des GAZA-Gemetzels. Danach hätten die – ja, wer denn? – die Palästinenser? der Geheimdienst? die Hamas? die Fatah? eine Hisbullah? oder doch Israels Kampfroboter? mit der Waffengewalt angefangen – in GAZA gegen israelische Soldaten? oder mit 400 Raketenangriffen auf Israel?

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Israel – Regierungskrise wegen Waffenruhe in Gaza

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Aus Protest gegen die Waffenruhe im Gaza-Streifen ist der israelische Verteidigungsminister Lieberman zurückgetreten.

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In einem Fernsehauftritt sagte er, Regierungschef Netanjahu habe durch die Vereinbarung mit der Hamas „vor dem Terror kapituliert“. Lieberman erklärte zugleich den Rückzug seiner nationalistischen Partei Israel Beitenu aus der Regierungskoalition und forderte rasche Neuwahlen. Ohne Israel Beitenu verfügt Netanjahus Bündnis im Parlament nur noch über eine Mehrheit von einer Stimme. Die Hamas begrüßte den Rücktritt Liebermans und sprach von einem Sieg.

Die israelische Armee hatte gestern die Bombardierung von Zielen im Gazastreifen eingestellt – offenbar gegen den Willen des Verteidigungsministers. Die von Ägypten vermittelte Waffenruhe scheint zu halten. Auch israelisches Gebiet wurde nicht mehr beschossen.

Seit Sonntag hatten Palästinenser vom Gazastreifen aus etwa 460 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Es gab einen Toten und etwa 30 Verletzte. Im Gegenzug griff die israelische Armee mehr als 160 Ziele in dem Palästinensergebiet an. Dabei wurden sechs Menschen getötet.“

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Dietmar Moews meint: Was darf ich jetzt glauben? Die Darlegung in der Süddeutschen Zeitung von Frau Föderl-Schmid (die mir unbekannt ist).

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Oder soll ich die Darlegung im Deutschlandfunk glauben – die aber überhaupt nicht mit der Süddeutschen Zeitung übereinstimmt?

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Nun weiß ich längst, dass mit glauben, in solchen durch und durch propagandistischen Affären, einschIießlich der LÜGENPRESSE und der DIENSTKLASSEN-STAATSSENDER, keine Orientierung zu gewinnen ist.

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Immerhin kann ich aber sagen bzw. hier schreiben:

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EINS Ich bin gegen alle Formen unfairer Intoleranz – selbstredend auch gegen ANTISEMITISMUS, wohlwissend, dass auch Palästinenser SEMITEN sind, während Millionen israelische Importjuden aus Russland keine SEMITEN sind.

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ZWEI Dass ich es dringend notwendig halte, in Deutschland eine Bewegung des PHILOSEMITISMUS zu beginnen. Besoners alle Akteure und Aktivitäten, die Unbeliebtheit und Geringschätzung von JUDEN erzeugen, sollen durch PHILOSEMITISMUS abgefangen werden. Es gehört nicht zu viel Intelligenz dazu, auch die JUDEN zum PHILOSEMITISMUS anzuregen. Theodor Lessings Judenhass sollte jedem liebenden Juden lieb und wichtig sein, jedoch nicht zu einer weltweiten Krankheit hochgejazzt werden. Wenn die Bundeskanzlerin Merkel bei nächster Gelegenheit ihren Sermon herunterspricht, „gegen ANTISEMITISMUS“ sein zu wollen, möchte ich erleben, dass sie ebenso beherzt „für PHILOSEMITISMUS“ aufruft.

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Großreklame für das Weltjudentum in der Jüdischen Allgemeinen

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Huxley Trap tames the sexual revolution

November 14, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8673

am Donnerstag, 15. November 2018

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THE NEW YORK TIMES, 14. November 2014, von Ross Douthat

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„The Huxley Trap

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How technology and masturbation tamed the sexual revolution. (übersetzt von Dietmar Moews)

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There are times in any columnist’s life when you worry about being too much oneself, too on-brand, too likely to summon from one’s readers the equivalent of the weary line delivered by a colleague listening to J.R.R. Tolkien read aloud from his Middle-earth sagas: “Not another [expletive] elf!”

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„Die Huxley-Falle

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Wie Technologie und Masturbation die sexuelle Revolution zähmten.

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Es gibt Zeiten im Leben eines Kolumnisten, in denen … J.R.R. Tolkien zuhört, der aus seinen kriegsgetriebenen Mittelerde-Sagen vorgelesen hat: „Nicht noch ein Elf!“

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Ein Essay des Politico-Magazins in derselben Woche darüber, wie Konservative den Kulturkrieg um Pornografie verloren haben, und einer .. Titelgeschichte über den Rückgang des Geschlechtsverkehrs beunruhigt mich über diese Möglichkeit. Wenn ich beide Stücke zu einem Streit über die Dekadenz unserer Kultur verwandle, können meine Leser es als vorhersehbar empfinden – ein wenig, gut, zu viel.

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Aber wie Tolkien mit seinen geliebten Elfen werde ich weitermachen, denn die Artikel sind die Empfehlung wert. Für Politico erzählt Tim Alberta die Geschichte, wie das Internet die Anti-Pornografie-Bewegung im Wesentlichen getötet hat. Es hat Pornografie so allgegenwärtig und pornographisch verbreitet, dass der Versuch, sie auf sinnvolle Weise zu regulieren, aussichtslos scheint.

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Dann betrachtet Kate Julians atlantische Auseinandersetzung mit dem, was sie die „sexuelle Rezession“ nennt, eine überraschende Realität des Lebens im sexuell befreiten Westen – die Tatsache, dass trotz (oder wegen?) unserer freizügigen Kultur und der weitreichenden Verfügbarkeit von Unterhaltungen, die jeder Art von sexuellem Begehren gerecht werden, der sexuelle Akt selbst etwas aus der Mode gekommen ist. Hinzu kommen die üblichen Begleiterscheinungen (Beziehungen, Ehe, Kindheit), während Onanismus und langfristiges Zölibat auf dem Vormarsch sind.

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Was beide Autoren beschreiben, ist eine postsexuelle Revolutionslandschaft, die fast niemand erwartet hat – mit einer bemerkenswerten Ausnahme, die im Folgenden erläutert werden soll.

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Die Konservativen erwarteten es nicht. Sie glaubten, dass die sexuelle Befreiung unweigerlich zu sozialem Chaos führen würde – dass, wenn man die Zustimmung zum Geschlechtsakt zum einzigen Standard der sexuellen Moral erklärt und junge Menschen ermutigt, Erfüllung libidinär zu definieren, man nicht nur Promiskuität, sondern auch eine Vielzahl von schrecklichen Nebenfolgen bekommen würde: Teenager-Schwangerschaftsraten und Abtreibungsraten, die beide steigen, eine pornographisch begründete Zunahme von Vergewaltigung und sexueller Gewalt, höhere Kriminalitätsraten unter vaterlosen jungen Männern…. im Grunde alles, was in den 1970er und 1980er Jahren zu geschehen schien, als der beschriebene Anti-Pornokreuzzug, am stärksten war.

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Aber viele dieser düsteren sozialen Trends haben sich in den 90er Jahren stabilisiert oder umgekehrt, und anstatt Teenager zu Vergewaltigern zu machen, hatte der internetgestützte Sieg der pornografischen Kultur vielleicht den gegenteiligen Effekt. Die Raten von Vergewaltigung und sexueller Gewalt fielen mit der Verbreitung des Internetzugangs tatsächlich. Das deutet darauf hin, dass die Freuden des Online-Bereichs entweder eine Art Ersatz für Sexualraub, eine Art sexuelles Beruhigungsmittel oder beides waren. Und dieser beruhigende Effekt scheint sich über die Raubtiere hinaus auf das normale Streben nach sexuellen Beziehungen auszudehnen, denn eine Kombination aus Netflix, Tinder, Instagram und Masturbation ist entscheidend für die Decline-of-Sex-Geschichte, die Julians Atlantischer Essay erzählt.

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So erscheint die pornofizierte, permissive postsexuelle Revolutionsordnung heute viel stabiler, als konservative Pessimisten vor 30 Jahren erwartet hatten, ohne dass ein sozialer Zusammenbruch am Horizont droht.

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Aber auch liberale Optimisten lagen falsch -. Es war falsch, zu erwarten, dass die neue Ordnung zu einer deutlichen Steigerung der sexuellen Erfüllung führen würde, falsch, eine gesunde Integration von sexuellem Verlangen und romantischer Bindung zu antizipieren, falsch anzunehmen, dass eine glücklich egalitäre Beziehung zwischen den Geschlechtern erwartet wurde, nachdem der Puritanismus abgelehnt und die Repression beiseite geschoben wurde, auch falsch gesteigerter Kinderwunsch, während Orang-Utanismus und langfristiges Zölibat auf dem Vormarsch sind.

 

Was beide Autoren beschreiben, ist eine postsexuelle Revolutionslandschaft, die fast niemand erwartet hat – mit einer bemerkenswerten Ausnahme, die im Folgenden erläutert werden soll.

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Wir haben zwar soziale Stabilität erreicht, indem wir zum Teil Selbstmissbrauch durch Geschlechtsverkehr ersetzt haben, indem wir reale Interaktionen durch virtuelle Unterhaltung verdrängt haben und die Geschlechter zunehmend voneinander entfremdet haben. „(„Ich bin 33 Jahre alt, ich bin seit Ewigkeiten mit Partnern und Partnerinnen zusammen, und, weißt du, Frauen sind besser“, sagt eine heterosexuelle Frau in Julians Geschichte. „Sie sind einfach besser.“)

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Doch ist das nicht die sex-positive Utopie, die von Wilhelm Reich und Alex Comfort prophezeit und schließlich von Feministinnen der dritten Welle erwartet worden war. Es ist eine Welt flüchtiger privater Freuden und dauerhafter sozialer Isolation, des sozialen Friedens, der durch Sterilität erkauft wurde, des virtuellen Geschlechts als Opium der ansonsten sexuell erfolglosen Massen.

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Und derjenige, der es wirklich kommen sah, war Aldous Huxley in „Brave New World“. Huxley hielt die essentiellen Dystopie für unsere Zeit, das wichtigste Merkmal des spätmodernen gesellschaftlichen Lebens fest -. Es ist eine Art und Weise, wie der Libertinismus – einst eine radikal disruptive Kraft – gezähmt, domestiziert und zur Stabilisierung der Gesellschaft durch die Vermittlung von Technologie und Drogen erfolgreich eingesetzt wird.

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Zwar stimmt keines unserer Pharmazeutika ganz mit seinem „Soma“ überein – der „perfekten Droge“, wie er ein solches Mittel nennt, mit „allen Vorteilen des Christentums und des Alkohols“, aber ohne Kater oder religiöse Schuld. (Unsere eigenen Versionen sind gefährlicher und ungleichmäßiger verteilt.) Aber unsere hedonistischen Formen der virtuellen Realität holen seine pornografischen „Feelies“ und seine „Violent Passion Surrogate“ ein. „(„Alle tonischen Effekte des Mordes an Desdemona und der Ermordung durch Othello, ohne die Unannehmlichkeiten.“) Auf der Grundlage vieler sozialer Indikatoren aus der Internet-Ära spielen die hedonistischen Formen der virtuellen Realität zunehmend die gleiche befriedigende, beruhigende und stabilisierende Rolle.

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Vor allem aber hat Huxley den Weg geebnet, dass eine Gesellschaft, die hinreichend weit in den Hedonismus eingedrungen ist, sogar die Sprache verliert. Zum Beispiel wird jetzt klar beschrieben, warum, sagen wir beispielsweise, „Männer ein Einweg-Silikonei mit Gleitmittel füllen und im Inneren masturbieren“ (eine kürzlich von Julian erwähnte japanische Innovation), keine positive Entwicklung sein könnte.

 

Die Leute, die versuchen, gegen Pornos in Albertas Artikel zu argumentieren, oder die Leute, die kämpfen, um ihre sexuellen und romantischen Unzufriedenheiten in Julian Text zu artikulieren, versuchen, ihren Weg zurück zu einer Weltanschauung zu finden, die traditionell-folkloristische moralische Tugend als eine menschliche Blütezeit wieder ernst nimmt. Aber sie leben in einer Gesellschaft, die oft nur Argumente über Vergnügen versus Schaden anerkennt, und die auf irgendeiner Ebene die Logik von Mustapha Mond, einem der Kontrolleure von Huxleys Weltzivilisation, verinnerlicht hat: „Keuschheit bedeutet Leidenschaft, Keuschheit bedeutet Neurasthenie. Und Leidenschaft und Neurasthenie bedeuten Instabilität. Und Instabilität bedeutet das Ende der Zivilisation. Man kann keine dauerhafte Zivilisation ohne viele angenehme Laster haben.“

 

Angenehme Verhaltenszwänge und Stabilität: Mit etwas technologischer Unterstützung ist das die Sexualkultur, die wir entwickelt haben. Die einzige gute Nachricht und der beste Beweis dafür, dass wir Huxleys Falle noch entkommen könnten, ist, dass wir genug wirklich menschliches Streben beibehalten, um damit unzufrieden zu sein.“

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Dietmar Moews meint: „Onanie macht blind“ – soll Stevie Wonder erzählt haben.

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Mit „atlantisch“ bezeichnet obiger aktueller Meinungs-Essay der NEW YORK TIMES, vom 14. November 2018, eine Werthaltung, die in der neuen Welt möglich ist, wo zwischen Regionalismus, Orthodoxie und Libertär-Radikalismus, relativ spezifisch nichteuropäische Bildungshorizonte gängig sind – sie nennen es „atlantisch“, wenn USA auf die eigene „alte Welt“ des weißen Europas stößt.

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Dass moderne und postmoderne Kulturanpassungen immer daran erkennbar sind, dass tradierte Lebensformen gestört oder geändert werden, wird allgemein von der öffentlich gezeigten Meinung immer distanziert oder ablehnend auf gutes Benehmen, angepasstes Verhalten, tradititionsbezogene Äußerlichkeiten, die mitzumachen sind, bezogen, wenn man nicht ausgestoßen werden will. Erste Steuerungsinstanz mit anerkannten sozialen Zwangsmitteln ist die amerikanische Familie – „a family who prays together, stays together.“

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Folglich sind Verhaltensänderungen, wie hier im Sexualverhalten, abwertend eingeschätzt – als „düstere soziale Trends“. Während in der atlantischen Emanzipation von repressiven christlichen veralteten Lebensformen, Werte und Rechte des geltenden Grundgesetzes vielfältig und durchaus nicht uniform zum Zuge kommen können.

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Der repressive Kreis der Unterwerfungskultur kehrt ständig in Form der anerkannten und auf exklusive Anerkennung abgestellten Formen repressiv strukturierter Sexualverhaltens und der Sprachverbote wieder. Dabei wird in den USA öffentlich stets Keuschheitsform jeglicher Emanzipation übergestülpt.

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Es liest sich geradezu empörend, dass man „sexuelle Rezession“ nennt, eine überraschende Realität des Lebens im sexuell befreiten Westen – die Tatsache, dass trotz (oder wegen?) unserer freizügigen Kultur und der weitreichenden Verfügbarkeit von Unterhaltungen, die jeder Art von sexuellem Begehren gerecht werden, der sexuelle Akt selbst etwas aus der Mode gekommen ist...“

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Ja – atlantisch? was ist das für eine unkultivierte Vorstellung und Projektion? – wenn die selbstgesteuerte oder die selbststeuernde sexuelle Trieborientierung, neben Triebverzicht und Triebhemmungen – die ja alltäglich verlangt sind bzw. erzwungen werden, nicht ein Rest LUST – oder eben UNLUST überlassen bleiben darf, kurz:

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Die ostatlantische Norm, die hier selbstverständlich semantisch exportiert wird, lautet: KINDERKRIEGEN.

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Ich breche ab – S. REICHT.

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Und ich meine Idee, einen Menschenzoo, strickt unter Einhaltung der artgerechten Haltungsregeln des Tierschutzes, kommerziell aufzuziehen, nun doch verwerfe. Wer sollte da schon hinkommen und sich meine nackten, vom Aussterben bedrohten Japaner, in den artgerechten, barrierefreien Gehägen anzuschauen – SPRECHEN VERBOTEN! und NICHT FÜTTERN und dann nebenan, NEGER in allen FARBEN (auf Palmen) sowie INDIANERSTÄMME der verschiedenen Rottönungen, im gemischten Käfig mit ESKIMOS, MONGOLEN und ANDENBEWOHNERN, dazu deutsche CEOS in Anzügen mit Schlips und Kragen, hinter schalldichtem Panzer-Plexiglas.

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Gebraucht würde ein Zoo immer – nach all den lagertechnischen Erfahrungen der Weltkriege. Doch vermutlich werden die zukünftig, nach TTIP und atlantischen Vorschriften, verschärft staatlich organisierten ZWANGS-SEX-DIENSTE auch in Deutschland derart Freizeit killen, dass für Zoobesuche die Gleitzeit nicht ausreicht – vielleicht für SENIOREN?

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FAZIT: Ich halte die Behauptung (der Hypothese), „Technik, verfügbare Internetz-Porno- oder-Sexvideos und Masturbation

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BEZÄHMEN DIE SEXUELLE REVOLUTION“ –

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wie in der NEW YORK TIMES am 14. November 2018 publiziert worden ist, für eine stumpfe Gedankenlosigkeit.

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Die Bedeutung des Begriffs SELBSTMISSBRAUCH ist kindisch, als seien körperliche Verrichtungen allgemeiner Objektivierung bedürftig oder nur zugängig. Was jemand braucht – und sei es der Verdauung halber – ist im freundschaftlich zu gönnen. Wie absurd ist nur, wer Sex und Sex als Trieb dem Erzeugen von Abkömmlingen verpflichtet glaubt, dem frönen zu können, indem soziale und öffentlich-arbiträre Echokammern angerufen werden. Und dann, die Lust der pflichtdienlichen Zeugungspaarung – ev’ry breath you take.

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Welchen Anschluss böte denn ein Postulat „Sexuelle Revolution“ – wozu?

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zu mehr Bisexuellem oder mehr Heterosexuellem oder mehr der Zeugung und Fortpflanzung christkirchlich enggeführter SEXHEIRATEN?

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Masturbation als Körperpflege ist doch nicht revolutionär. Es ist so alt wie ein Mann einen Faustkeil halten kann. Und was Angenehmeres gibt es denn, als sexuell ausgeglichene Gemüter, anstatt sexistischer Überspanntheit oder auch ständig Auflachen, die gerümpfte Klitoris keine Sekunde vergessend?

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Was beliebt ist auch erlaubt – ist die Moral von der Geschicht, des unverheirateten Malers und Dichters WILHELM BUSCH. Ond so wollon wor dos och nonnon.

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Indien feiert die weltgrößte Statue

November 13, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8672

am Mittwoch, 14. November 2018

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 2. November 2018

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Ein seltsames Anschauungsobjekt der Neuen Sinnlichkeit ist in Indien geschaffen worden:

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Neue Zürcher Zeitung, titelt am 2. November 2018:

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„Indien feiert die weltgrößte Statue

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Indiens Ministerpräsident Narenda Modi hat am Mittwoch im Gliedstaat Gujarat die höchste Statue der Welt, eine 182 Meter hohe Skulptur des Nationalhelden Vallabhbhai Patel, eingeweiht. Er würdigte den früheren Vizepremierminister als Visionär, der das Land geeint habe. Patel hatte den gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht mitorganisiert. das Monument stößt aber auch auf Kritik … Seite 4 …

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NZZ, Seite 4 von Marco Kauffmann Bossart, Mumbai:

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„Modis Mega-Monument wirft politische Schatten – Die Bronzeskulptur für den indischen Unabhängigkeitshelden Patel ist doppelt so hoch wie die Freiheitsstatue

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100 000 Tonnen Stahl und Beton – Indiens Regierungschef Narenda Modi liebt die große geste, die großen Projekte. Am Mittwoch hat er eine 182 Meter hohe Skulptur des Unabhängigkeitshelden Vallabhbhai Patel eingeweiht. Im Rahmen einer pompösen Zeremonie würdigte Modi den früheren Vizepremierminister und Armeechef als Visionär, der das Land geeint habe.

Aus Helikoptern rieselten Blüten über das Betonhaupt Patels. Ein Feuerwerk leuchtete in den Nationalfarben. geehrt wird Patel in seiner Heimat Gujarat, wo auch Modi seine Stammlande hat, mit einem Bauwerk, das doppelt so hoch ist wie die Freiheitsstatue in New York. Es überragt auch eine der bis anhin weltgrößten Skulpturen, eine Buddha-Figur in China…. Für Modi symbolisiert die kolossale Statue Indiens Aufstieg und wachsende Bedeutung. In seiner Ansprache pries er die Skulptur als Ausdruck indischer Ingenieurkunst.

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…Allerdings musste die riesige Bronzehülle in China hergestellt werden, vom strategischen Gegenspieler Indiens. Allem Anschein nach fehlte es der indischen Industrie an der nötigen Einrichtung und Expertise, um den Koloss zu fertigen…. Rahul Gandhi spottete, ausgerechnet ein indischer held trage das Label „made in China“. …Manchen scheint es fraglich, ob es opportun sei, rund 30 Milliarden Rupien (360 Millionen Franken) in einen Weltrekord zu stecken … Delhi glaubt, das Bauwerk werde massenweise Touristen anlocken und damit Einnahmen und Arbeitsstellen generieren … An der Küste von Mumbai entsteht ein Denkmal für den Kriegshelden Chhatrapati Shivaji aus dem 17. Jahrhundert. es soll 212 Meter hoch werden, noch 30 Meter höher als die Patel-Statue.“

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Dietmar Moews meint: So ein Koloss ist doch beachtlich. Ich denke dann immer an die kürbisgroße Elephantiasis eines Biafra-Kriegs-Opfers, im Jahr 1966, dessen Hoden derart krankhaft vergrößert war, dass er sich darauf niedersetzen konnte (das Gehen war ziemlich schwierig).

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Und noch dieser HINWEIS:

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Die indische Groß-Figur ist keine Skulptur (nicht vom Materail herunter geschlagene Form), sondern eine aufgebaute Form, eine Plastik, abgegossen und nach Vorformen hergestellt. Man kann allgemein von Figur, von Statue, von Monument sprechen, aber SKULPTUR ist falsch (Bronzen können unterschiedlich vorgeformt werden; doch es sind immer Abgüsse, keine Skulpturen). Auch ist im Text die Rede von Stahl und Beton – also nicht Bronze? – da ist der Autor der NZZ nicht so ganz kompetent.

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Wer noch Fragen zu Natur, Gegenständlichkeit, Abstraktion vom Gegenstand her, hat, muß nur mal verstehen wollen, was das Größenverhältnis des anthropolozentrischen Leibes eines Menschen zu einem Kunstwerk haben kann. Je kleiner oder größer ein Kunstwerk als Ding der Erscheinungswelt von der menschlichen Körperlichkeit abweicht, desto mehr ist es auf Gegenständlichkeit angewiesen.

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Anders ausgedrückt:

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Wenn man sich ein 500 Meter hohes informelles Objekt in die Gegend stellt, würden dieses „Kunstwerk“, allein wegen der Übergröße, Menschen gar nicht als Kunstobjekt, Skulptur, Plastik, Assemblage, erkennen können. Je größer so eine Figur (figürlich) an Ausmaßen ist, desto stärker muss die naturbezogene Figürlichkeit dargestellt sein:

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Eine 500 Meter hohe Figur ist bereits am kleinen Zeh erkennbar.

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Maßstäblichkeit ist dabei ein entscheidender Aspekt der Materialwahl, der Werktechnik des Meister, der der Werktechnik bezogene Abstraktionsgrad (denn eine Kunstwerk ist keine Naturnachahmung) – trifft der Meister einen genialen Zugriff für sein Werk, nur dann schafft er ein großes bedeutendes Kunstwerk – wer davon nichts beachtet, schafft ledig Rumgemache und narrative Propaganda eines skeptischen Nichtwissens.

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Wir sehen die Bronze-Figurinen von RODIN, z. B.  „Den Denker“ als Briefbeschwerer, als lebensgroßer Abguß oder als Blow-up für den Museumsvorplatz – und jedesmal erkennt der Kenner die wesentlichen Qualitätsunterschiede, ob Kleinkunst, Kitsch oder Blow-Up-Sinnlosigkeit.

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BREXIT Ausverhandlung mit irischer Eselsbrücke

November 13, 2018

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am Mittwoch, 14. November 2018

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Heute nachmittag kam die EILMELDUNG (was ist daran so eilig?), dass die Unterhändler der EU in Brüssel und die britischen BREXIT-Verhandler unter Führung der britischen Premierministerin Theresa May, einen gemeinsamen Text zu allen Aspekten des Austrittsverfahrens des Vereinigten Königsreichs aus der Europäischen Union vollendet haben.

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Im nächsten Schritt wird Frau May damit am kommenden Mittwoch in London in ihrem Kabinett, zunächst in Einzelgesprächen mit jedem Minister, die Zustimmung beantragen.

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Der heutige, so lange umkämpfte Text bringt zunächst zwei Haupt Probleme, die schon allein der bekannten Ablehnungspositionen gefolgt, weder aus Sicht der E U weiter kompromissfähig ist, noch den BREXIT-Betreibern die angestrebten Vorteile bezahlbar bringen. Die Ablehnung in London ist in Sicht. Und was dann?

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EINS Großbritannien möchte den BREXIT nicht in dem Maße mit Auslösung zahlen, wie es aber juristisch-kaufmännisch zweifellos fällig wird – noch weitere Ertragsverschlechterungen einer unabhängigen britischen Rirtschaft gar nicht berücksichtigt.

Großbritannien hat mehrere Übergangszeit-Spielräume herausgehandelt, gemäß denen der bisherige Handel und Wandel zunächst unvermindert weiter möglich sein soll. Allerdings gilt, solange EU-Beziehungen gelten, auch das E U-Rechtswesen weiter herrscht – allerdings nunmehr ohne britische Stimmen in Brüssel.

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ZWEI Eine geografisch bedingte Besonderheit ist die Insellage UK-Nordirlands als natürlicher Nachbar des EU-Irlands, hinsichtlich des durch den BREXIT erzwungenen „Zollauslands-Status“. Der vollzogene BREXIT hielte die Staatsgrenzen innerhalb UKs, zwischen England und Nordirland offen, müsste allerdings die unmittelbar geografische Nachbarschaft mit EU-Irland und dem gewohnt komfortablen ungehinderten Grenzverkehr der Iren untereinander eine Kontrollinstanz der Handelsgüter und Zollobligenheiten einführen. Das kann sich eigentlich niemand vorstellen.

So soll die heutige Textfassung zum inneririschen Grenzregime eine „Eselsbrücke“ beschlossen haben: Die Grenze zwischen EU und UK bleibt wie bisher, offen, das nordirische Zollproblem durch ungeordnete Einfuhren aus der EU nach UK bzw. die irischen Restriktionen gegen Einfuhren aus Nordirland bzw. aus UK, können – ohne exakte völkerrechtliche Organisation – leicht für das kleine Nordirland einen praktischen Anschluss an die EU ergeben.

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Dietmar Moews meint: Die verschrobenen historischen Überlieferungen der englischen Bevormundungen des katholischen und des protestantischen Irlands, die Jahrzehnte lang schrecklichen Bürgerkrieg an der irisch-nordirischen Grenze, mit erheblichem englischen Militäreinsatz, unterhielten, kehren zurück, wenn die willkürliche Trennung durch BREXIT erzwungen wird.

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Insofern ist die Großzügigkeit der EU, nicht auf dem EU-Genzregime zu bestehen, allerdings die EU-Gerichtsbarkeit für die EU-Handelsbelange verlangt. Und hier sehen die BREXITIERS die Bevormundung und Beschneidung der britischen Souveränitätm die man ja auch symbolisch abwerfen will.

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Es kann nur wütende Ablehnung in London auf den heutigen Text antworten.

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Was dann?

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Niederstimmung der Premierministerin May und Neuwahlen?

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Ein neues Referendum mit Entscheidungskraft um entweder EXIT oder REMAIN?

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Ein ungeregelter BREXIT, dem aus Zeitdruck inzwischen bereits viele bestehende Wirtschaftsverbindungen neugeordnet und nach EU-Europa verlagert wird?

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Kosten, Kosten, Kosten … angesichts der gekauften EXIT-Volksabstimmung ist hier an sich eine gravierende Lehre zu ziehen:

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DEMOKRATIE-LEHRE.

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