Geschichtsträchtiger Fraktionswechsel im Münchner Rathaus SPD-Fraktionschef Alexander Reissl geht zur CSU

September 30, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9596

am Dienstag, 1. Oktober 2019

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Es ist schon Tradition, dass in Bayern die besondere Bayerische Kleinpartei CSU sich Volkspartei nennt, aber dass in der Landeshauptstadt München die SPD immer gewählt wurde, oft im Münchner Stadtrat zweitgrößte Fraktion war, aber mit den SPD-Oberbürgermeister-Direktkandidaten oft die Mehrheit bei den Münchner Wählern erhielt. Gegenwärtig ist der SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter, Nachfolger des anerkannten SPD-Christian Ude – aber die SPD-Fraktion im Stadtrat hängt dagegen zurück, wie im weiten Bayernland die SPD ohnehin bereits traditionell schwach ist.

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Heute hat nunmehr die stärkste Münchner Rathaus-Fraktion, die CSU, in einer aktuellen Pressekonferenz, zusammen mit dem bisherigen SPD-Rathaus-Fraktionsführer Alexander Reissl (61), eine sensationelle Neuigkeit bekanntgegeben:

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Alexander Reissl hat seinen bisherigen SPD-Fraktionsvorsitz im Münchner Rathaus niedergelegt und wird einvernehmlich seinen Rathaussitz fortsetzen, als Mitglied der CSU-Rathausfraktion.

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Reissl verkündete seine Austritt aus der SPD. Aufnahme als Parteimitglied der CSU hat er aber bislang nicht beantragt.

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An der Pressekonferenz nahm auch die CSU-Oberbürgermeister Kandidatin Kristina Frank (38) teil, die demnächst gegen den Münchner SPD-OB Dieter Reiter (61), seit 2014, antreten will.

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Bild.de am 30. September 2019 von Ann-Kathrin Gerke und THOMAS GAUTIER berichtet:

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„Hammer-Wechsel im Rathaus SPD-Fraktionschef Alexander Reissl geht zur CSU

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München – Hammer-Wechsel im Münchner Rathaus: SPD-Fraktionschef Alexander Reissl (61) wechselt zur CSU!
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Ein knappes halbes Jahr vor der Kommunalwahl verlässt damit ausgerechnet der Kapitän das schwankende Schiff. Die SPD hatte zuletzt keinen Hehl daraus gemacht, die Zukunft ohne Reissl zu planen.

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Bei der Verkündung der Personalien wirkte Alexander Reissl emotional bewegt. Er betonte, der Schritt sei ihm nicht leicht gefallen. Politische und persönliche Gründe kamen zusammen: „Es hat schon auch mit persönlichen Verletzungen zu tun.“ Dem Umgang der SPD-Fraktion wolle er sich „nicht weiter aussetzen“.

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Politisch hält Reissl vor allem die verkehrspolitischen Entscheidungen der SPD für falsch. Die laufe den Grünen hinterher …:

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Mir ist das Verständnis für die eigene Partei verloren gegangen.“
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Wichtig: Reissl tritt aus der SPD aus, aber nicht sofort in die CSU ein. Er bleibt vorerst parteilos, wird aber Mitglied der CSU-Fraktion.

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OB-Kandidatin Kristina Frank (38) sagt: „Das ist eine Frage des Respekts. Wenn man den kleinen Finger gereicht bekommt, nimmt man nicht gleich die ganze Hand.“ Der Sparkassen-Angestellte gilt als profilierter Kommunalpolitiker, sitzt seit 1996 im Stadtrat.

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Die SPD äusserte sich bislang nicht. Am Montagnachmittag (30. September) wird die Personalie in der Fraktionssitzung besprochen. …“

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Dietmar Moews meint: Sparkassen-Angestellter – das ist der „Klassische“ SPD-Erwerbsberuf der SPD-Spitzenkader; man findet sie überall in den Vorständen der ehemaligen Stadtsparkassen, jetzt „Sparkassen“ genannt. Diese SPD-Kader sind meist „bieder scheinende Temperamente“ mit der Ausstrahlung von Verlässlichkeit und Treue (z. B. Schmalstieg in Hannover; oder Weil, der aber als VW-Aktienchef völlig versagte).

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Im Falle des bisherigen Münchner SPD-Fraktionschefs Alexander Reissl war ein weiterer Karriereschritt zum OB-Amt vom gleichaltrigen Reiter (beide 61) verstellt, der seinerseits vermutlich auf Verjüngung in „seiner“ Stadtratsfraktion trachtet. Zu solchen personalpolitischen Gedankenspielen, die immer überall stattfinden, scheint sich aus Sicht Reissls sein Karrierebogen in der Münchner SPD zu senken.

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Indem dann noch inhaltliche politische Abweichungen, sei es gegenüber dem unabhängigen SPD-OB oder innerhalb der Münchner SPD-Faktion, finden dann auch Diskussionen innerhalb der Partei und der SPD-Bezirksgruppen statt, von denen anscheinend Alexander Reissl keine Stärkung sondern Einflussverlust signalisiert bekommen haben wird.

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Arbeitsentlastung mit 61, während man bis dahin Tag und Nacht vor Ehrgeiz den Parteimaulwurf spielte, ist an sich ein attraktiver philosophischer Aspekt, vorausgesetzt, die „Sparkasse“ hält ihn weiterhin warm. Was wird so ein SPD-Sparkassen-Angestellter monatlich verdienen – vielleicht, wenn er aus einer Beurlaubung zurückkehrt, im Vorstand?

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Wie sagte der CDU-Wahlkämpfer Berti Vogts in Mönchengladbach mal? – „… für dreimal warm essen reicht es bei mir.“

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CO2 durch Internetz Betrieb heute täglich

September 30, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9595

am Dienstag, 1. Oktober 2019

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focus.de – focus wissenschaft, am 30. September 2019 :

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„7. Nur 3 Prozent des CO2-Ausstoßes sind menschengemacht –

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Der Mensch ist nur für drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich, sagen Klimaskeptiker.Aber: Wer das sagt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Die 97 Prozent gehören zu einem in Balance ablaufenden geschlossenen Naturkreislauf.

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Dagegen kommen permanent 0,5% menschengemacht hinzu. Das ist der relevante CO2-Anteil, durch den die Naturbalance erwiesenermaßen gestört und konkret zerstört wird….“

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SPIEGEL.de am 19. September 2019 von Julia Merlot:

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„Globaler Temperaturanstieg So stark belasten deutsche Passagierflüge das Klima

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918 Millionen Tonnen CO2 haben kommerzielle Flugzeuge 2018 ausgestoßen. Das meiste stammte von Passagiermaschinen. Unter den schlimmsten Emittenten ist auch die EU – und Deutschland.

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Der International Council on Clean Transportation (ICCT), der auch wissenschaftliche Analysen für Behörden erstellt, hat untersucht, wie viel Kohlendioxid (CO2) die kommerzielle Luftfahrt 2018 emittiert hat. Als Datenquelle dienten öffentlich zugängliche Informationen über startende Flugzeuge, etwa von Flughafenbetreibern. Aus den Informationen errechneten die Experten den CO2-Ausstoß der Flüge.

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Ergebnis: Insgesamt wurden durch den kommerziellen Luftverkehr im vergangenen Jahr 918 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Das entspricht 2,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Deutschland hat, alle CO2-Quellen zusammengerechnet, 2018 insgesamt knapp 800 Millionen Tonnen des Treibhausgases ausgestoßen.

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Der Großteil des durch den Luftverkehr ausgestoßenen Kohlendioxid, 80 Prozent, entfiel auf Passagierflugzeuge, der Rest auf den Frachtverkehr.

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Die EU belegt Platz zwei im Emissions-Ranking

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Der ICCT hat sich in seiner Analyse auf den Passagiertransport konzentriert. Dieser war demnach im vergangenen Jahr für 747 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich. Je ein Drittel des CO2-Ausstoßes entfielen laut Analyse auf Kurz-, Mittel- und Langstreckenflüge.

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Die Studie schreibt die Emissionen immer dem Land zu, in dem die Flugzeuge gestartet sind. Das meiste CO2 haben demnach in den USA gestartete Passagierflugzeuge ausgestoßen – 182 Millionen Tonnen im Jahr 2018. Das ist knapp ein Viertel der weltweit in diesem Bereich erzeugen Emissionen. Platz zwei belegt China, Platz drei das Vereinte Königreich.

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In den Top Ten sind neben dem Vereinten Königreich auch drei weitere EU-Staaten vertreten – Deutschland belegt Platz fünf. Zusammengerechnet tragen in der EU startende Passagierflugzeuge knapp 20 Prozent zum Gesamtausstoß durch den kommerziellen Passagiertransport bei. Wäre die EU ein Staat, würde sie im Ranking auf Platz zwei landen .. .

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Deutschland trägt zum Ausstoß der in der EU startenden Passagiermaschinen gut 22 Millionen Tonnen CO2 bei. Das sind drei Prozent des gesamten Ausstoßes für den Passagierverkehr in der Luft. Sieben Prozent davon, 1,5 Millionen Tonnen, entfallen auf Inlandsflüge.

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Im Vergleich zu großen Flächenstaaten wie den USA oder China ist das ein geringer Anteil. In den USA tragen Inlandsflüge beispielsweise mit mehr als zwei Dritteln zu den CO2-Emissionen von Passagierflugzeugen bei.

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Dennoch stehen die Flüge auch in Deutschland in der Kritik. Durch den hohen Energieaufwand beim Start, wird auf kurzen Strecken in etwa doppelt so viel CO2 pro Kilometer und Person ausgestoßen wie bei längeren Flügen. In vergleichsweise kleinen Staaten wie Deutschland gibt es zudem oft deutlich klimafreundlichere Alternativen mit ähnlichem Zeitaufwand, etwa die Bahn.

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„Flugscham“ beschreibt das schlechte Gewissen, das Menschen wegen des hohen CO2-Ausstoßes von Flugreisen entwickeln. Forscher haben nun untersucht, ob auch in der deutschen Gesamt-Gesellschaft Grund dazu besteht.

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Der International Council on Clean Transportation (ICCT), der auch wissenschaftliche Analysen für Behörden erstellt, hat untersucht, wie viel Kohlendioxid (CO2) die kommerzielle Luftfahrt 2018 emittiert hat. Als Datenquelle dienten öffentlich zugängliche Informationen über startende Flugzeuge, etwa von Flughafenbetreibern. Aus den Informationen errechneten die Experten den CO2-Ausstoß der Flüge.

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Globaler Temperaturanstieg – So stark belasten deutsche Passagierflüge das Klima

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918 Millionen Tonnen CO2 haben kommerzielle Flugzeuge 2018 ausgestoßen. Das meiste stammte von Passagiermaschinen. Unter den schlimmsten Emittenten ist auch die EU – und Deutschland.…“

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SWR.de am 12. Juli 2018, von Dietmar Klumpp:

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Energiefresser Internet Die Ökobilanz eines Mausklicks

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Die digitale Revolution beschleunigt unseren Alltag und unser Arbeitsleben. Eine Entwicklung mit wenig Nachhaltigkeit, denn Internet und moderne Kommunikation sind wahre Energiefresser!

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Haben Sie sich schon mal gefragt, wie energieintensiv eine Suchanfrage bei Google ist? Wie hoch sind die Belastungen für die Umwelt wirklich? Eine Suchanfrage von Google verbraucht etwa 0,3 Watt-Stunden (Wh). Hochgerechnet bedeutet das bei 20 Anfragen bereits den Verbrauch einer Energiesparlampe in einer Stunde.

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Frankfurter Rechenzentren verbrauchen mehr Energie als der Flughafen. Die gesamte Netzinfrastruktur zusammengerechnet verbraucht allein in Deutschland im Jahr etwa 55 Terawattstunden – umgerechnet etwa 10 mittlere Kraftwerke, die allein für die digitale Welt Strom erzeugen. Die Zahlen zeigen, dass das Internet nicht virtuell oder eine Wolke ist, sondern physisch und real.

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Allein in Frankfurt, wo sich die Rechenzentren in Deutschland konzentrieren, fließen etwa 20 Prozent der städtischen Energie in den Betrieb der Serverfarmen. Das ist mehr als der Frankfurter Flughafen verbraucht.

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Ökologisch betrachtet hat damit die Informations- und Telekommunikationstechnik einen relevanten Stellenwert. Etwa 33 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Jahr werden durch den Betrieb des Internets und internetfähiger Geräte verursacht – so viel wie der innerdeutsche Flugverkehr. Tendenz stetig steigend.

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Zwar finden Energiewende und sparsames Wirtschaften dank der Digitalisierung statt, aber sie ist auch Motor für mehr Konsum und Verschwendung. Denn bei der Herstellung internetfähiger Geräte muss weltweit massiv Energie aufgewendet werden. Und es ist nicht eindeutig, ob die positiven oder die negativen Effekte auf die Umwelt überwiegen.

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Die Digitalisierung entspricht der Wucht der Erfindung des Buchdrucks und der Dampfmaschine zusammen – und das in geraffter Zeit. Noch stecken zum Beispiel autonomes Fahren und das Internet der Dinge in den Kinderschuhen. Die Datenmengen werden aber exponentiell zunehmen und damit auch der Energieverbrauch. Das macht diese Entwicklung energie- und umweltpoltisch zu einer Herausforderung für die Menschheit.

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Große Rechenzentren haben oft eigene Umspannwerke, mitunter eigene Kraftwerke. Vor allem die Klimaanlagen verbrauchen 1/3 der Energie. Sie temperieren die Server auf etwa 25 Grad. Bei hoher Nachfrage zumeist in den Abendstunden steigt der Energiebedarf sprunghaft an, wenn alle zu Hause im Internet surfen.

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Bei der Kühlung der Server wird Energie förmlich zum Fenster hinaus geblasen. Statt auf Luftkühlung wie bisher müsste konsequent auf Wasserkühlung gesetzt werden, um die Abwärme zu nutzen. Das geschieht bisher nur in Testanlagen und bei Universitätsrechenzentren, wie etwa in Darmstadt. Doch um die Abwärme zu nutzen, müssen Kommunen, Rechenzentren-Betreiber und Internetdienste eng zusammenarbeiten.

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Dietmar Moews meint: Die obigen harten Fakten sind seit Jahren zweifelsfrei bekannt.

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Was jetzt aktuell und neu ist, ist dass inzwischen die Heide brennt. Die fortwährende Steigerung der weltweiten CO2-Überschüsse zerstören die Biosphäre – alle Oberflächenveränderungen, vom Gletscher zum Erhitzungstod – wenn jetzt noch Pillepalle von angeblichen Zweiflern oder von drohenden Volksaufständen gegen Benzinpreissteigerungen vorgeschoben wird, weil MERKEL IV am Ende ist, muss gestoppt werden.

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Die ständige Polit-Folklore, „dass ja nur 3% des Gesamt-CO2-Aufkommens menschengemacht sei, zeige doch, dass von 100% bei drei Prozent sparen zu wollen, nur übertiebene Hyterie sei.“

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Da liegt eben der Denkfehler drin: 97% der CO2-Vokommen sind Teil des Gesamtstoffwechsels, der sich selbst balanciert. Erst der Überschuss der 3% CO2 macht die Zerstörung. Da nun auch noch diese Überschussrate jährlich um 0,5% gesteigert wird, ist unzweifelhaft eine Verschlimmerung des Ungleichgewichts menschengemacht.

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Und jetzt erklärt uns MERKEL IV – Steigerung durch Angebote initiieren, denn Verbote drohen Aufstände und Gewalt auf der Straße hervorzurufen.

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Ich sehe nicht, dass das poetische Vermögen oder die rationale Urteilskraft im Einzelnen oder im Kollektiv lebenswichtige Fähigkeiten für die Gestaltung und Sicherheit unserer Vorstellungsorientierung erzeugen.

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Folglich können die unglaublichen betriebswirtschaftlichen Wachstumszahlen der zivilen Luftfahrt, die etwa 70 zu 30 Prozent des internationalen Frachtflugverkehrs ausmachen, können wegen CO2-Emission gestrichen werden.

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Überhaupt dürfen alle Wirtschaftsgegenstände, die Profit durch Zerstörung produzieren, keine Lizenzen mehr erhalten. Kriminalität ist auch verboten. Wirtschaftskriminalität muss staatsanwaltlich verfolgt werden. Wer Millionen abgezockt hat, indem die Atomkraftwerke ihren Dreck nicht entsorgt haben, sondern in der Gegend herumliegen lassen.

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Man kann keine beriebswirtschaftliche Konzeption verfolgen, die keine Vollkostenrechnung ausweisen kann. Atomstrom ohne Strahlungsmüll-Entsorgung ist betrügerischer Discount.

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Schoki-Test mit ORIGINAL BEANS FEMMES DE VIRUNGA 55%

September 29, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9594

am Montag, 30. September 2019

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Dietmar Moews meint:

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Er flog übern Weg,

Im Sommer bei sanftem Wind:

Ein gelber Vogel mit schwarzen Flügeln,

Schwebend in weiten Schwüngen.

Lange ist’s her.

 

Später hörtest du seinen Gesang

Oben im Blattgewölb’

Des Gewands Lichte Eichen,

Auch dicht am Fluß

Und im Burgenland,

Wo das Akazienwäldchen

Von Bienen summte.

 

Düdelüo klang’s von oben

Zwischen gefiederten Blättern.

 

Seitdem wartest du,

Daß du ihn wiedersiehst,

Schwebend in weiten Schwüngen.“

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(Hermann Karl Lenz 1913 -1998; „Pirol“, 1980)

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Ich probierte eine schweizer Bio-Milchschokolade, hergestellt von dem Hersteller MAX FELCHLIN AG Bahnhofstrasse 63, 6430 Schwyz, im Auftrag der ORIGINAL BEANS BV Keizers Gracht 452 1016 GD Amsterdam Niederlande.

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Diese hervorragende Femmes de Virunga habe ich bereits in Lichtgeschwindigkeit 5926, vom Dienstag, 6. Oktober 2015, getestet, vorgestellt und bewertet. ORIGINAL BEANS FEMMES DE VIRUNGA 55% wurde jetzt in veränderter Aufmachung neu aufgelegt.

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Kurz vorab: Diese Schokolade ist sehr gut. Sie ist mit 4,37 EURO für 70 Gramm kostspielig. Sie ist pur und nicht zu fettig, nämlich relativ weich, Richtung Schoko-Brotaufstrich, allerdings höchster Qualität.

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Diese Sorte von ORIGINAL BEANS ist eine „Bean to Bar“ handgemachte Hochqualität. Der schweizer Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ zwar nicht vorgestellt, dafür der Produzent Philipp Kauffmann, der virtuell sowohl bei Bernardini als USA (San Francisco, Kalifornien) wie aktuell als Amsterdam, Niederlande figuriert.

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http://www.originalbeans.com.de

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die hell ist und Vollmilch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese mind. 55 % Kakao-Milchschokolade, ist eigentlich ideal dunkel, eher wie die dunkleren Sorten und Bitterschokoladen. Die 70 g Packung ist frisch und etwas fett, aber optimal geschmacklich, mal nicht zu süß.

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Die länglich-klassische Tafel, mit den Abbruchrillen schmeckt ausgeprägt nach Kakao. Die Konsistenz und der Schmelz sind ein wenig zu fett. Insgesamt dominiert eine beseligende kakaoherbe angenehm süße, unmerklich gesalzene, weiter nicht aromatisierte Geschmacklichkeit. Das schweizer-niederländisch-kongolesische Schnuckelwerk ist geschmacklich genial – die 55% Kakao nicht zu stark.

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So hat man also mal Glück mit dem teueren Probeeinkauf – bei anständiger Raumtemperatur einwandfrei – das Abbeißgefühl von der feinen Tafel: ein feines Knacken ist überzeugend.

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Die Aufmachung hat bei allen Sorten von ORIGINAL BEANS eine farblich varierte sehr anmutige, ziemlich leichte Pappfaltschachtel. Es entsteht durch nicht zu aufdringliche „ÖKO-Reklame“ auf der Packungs-Rückseite ein Hochwert-Habitus, zumindest vom Preis – 4,37 EURO – getragen.

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Die Werbetexte in schwarzer, weißer und hochglanzgoldnen Klein-Schrift auf dem dezent gemusterten seidenmatten Außenkarton sagt (HIER BRAUCHST DU EINE LUPE):

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KLIMA -POSITIV 1,000,000 BÄUME GEPFLANZT SEIT 2008 – DIE ANGELINA JOLIE DER SCHOKOLADE – HILFT DEN AM STÄRKSTEN GEFÄHRDETEN MENSCHEN – GARANTIERT NACHHALTIG! – Brand Eins

usw. usf. …

Angegebenes Mindest-Haltbarkeitsdatum bis 30. Juni 2021 zeigt eine versiert gemachte Dauerkonserve an, denn sie wirkt überzeugend frisch.

Diese Schokolade ist von trefflich gesüßtem Kakao Bean to Bar aus dem Ost-Kongo. Man schnuppert und riecht am Abbruch und? – sie riecht gut und ist kostspielig.

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Der Kaufpreis liegt mit 4 Euro 37 für nur 70 Gramm hoch. Aufmachung und Verpackung sind passend. Die innere hochglänzende Vakuumplastikfolie, sieht militärisch unangenehm aus, soll „abfallfrei Schachtel und Folie aus Holz. Bitte kompostieren. Die Pappschachtel ist wiederverschließbar.

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ORIGINAL BEANS teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Pappe in Deutsch mit: Direkt angekaufte Kakaomasse; Rohrohrzucker; Kakaobutter, Vollmilchpulver; zertifiziert biologisch glutenfrei;

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Nährwertinformation, Angaben der Zutaten-Anteile pro 100g:

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Energie 2454 kj / 584 kcal;

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Fett 43 g;

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davon gesättigte Fettsäuren 26 g;

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Kohlehydrate 38 g;

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davon Zucker 35 g;

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Eiweiß 8 g;

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Salz 0,16 g.

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Bio (Siegel) EU/non-EU Agricultur: NL-Bio-01Skal: 026366

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FAZIT:

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 55% FEMMES de VIRUNGA – zur Unterstützung der Kakaobäuerinnen am ältesten Naturpark Afrikas Ostkongo (D. R.) sich gelegentlich zu kaufen (so steht es auf der Packung).

Diese von 2019 weist leichte Abweichungen zu der im Jahr 2015 getesteten –

etwas leichter, noch besser.

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Ich gebe hierfür SECHS von SECHS Kochlöffel. Fazit: Der Kakao ist eher simpel, aber Felchlin hat das Beste daraus gemacht … die Schokolade ist toll gelungen und sollte von jedem Chocoholic probiert werden. / Dieses Mal hat mir auch die Milchschokolade gefallen …“

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Georg Bernardini der Schokoladentester erwähnt diese ORIGINAL BEANS in seinem Schokoladentester-Buch und gibt 5 von 6 Kakaobohnen – das ist die seltenste Höchstwertung und schreibt:

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…meine anfängliche Skepsis ist etwas gewichen und ich hoffe, dass viel vom eingenommenen Geld bei den Bauern in den Ursprungsländern ankommt. Besonders das Engagement im Kongo ist eine sehr wichtige und vorbildliche Unterstützung. Man weiß, dass Qualitäts-Labels missbraucht und hintergangen werden.

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Joachim Gauck im DLF Rundfunk-Gespräch von Birgit Wentzien

September 29, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9593

am Montag, 30. September 2019

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Joachim Gauck: „…heute so zu tun, als wäre die Einbeziehung von Westdeutschen in die Neugestaltung der Demokratie ein Fehler gewesen, das ist ja nur ein schwerer historischer Irrtum….“

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Heute wurde eine der „normalen“ Kulturleistungen vom DLF publiziert, die ich hervorheben möchte.

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Es wurde eine Audio-Quasi-Live-Interview-Darbietung „pure and easy“ die keinerlei Tingeltangel enthält.

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Hier folgen einige herausgezogene Passagen von Gaucks heutigen Bekenntnissen.

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DDR-Betroffene nennen Joachim Gauck auch „Erfinder von Dunkeldeutschland“. Dieses Reizwort widmete Gauck einer Unzufriedenen-Gruppe der Nach-DDR-Zeit in der Zweiten Bundesrepublik Deutschland. Von den Dunkeldeutschen in Westdeutschland weiß Gauck anscheinend nichts.

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Gauck war aber als „normaler“ Gemeindepfarrer in Rostock bereits in den 1980er Jahren auch in Berlin und Leipzig ein bekannter Mann (zumindest in den Kirchenkreisen der Evangelisch-Lutherischen Kirche). Denn Gauck hatte eine in der DDR unbekannte individuelle Begabung – Gauck konnte frei sprechen, extemporieren, ohne Zettel (das konnte später überraschender Weise erstmalig auch ein SED-Kader, nämlich Egon Krenz, der Honecker-Nachfolger – tja).

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DLF.de am 27. September 2019 von Birgit Wentzien, im Gespräch mit ALt-Bundespräsident Joachim Gauck, so auch in der DLF-Audiothek zum Nachhören und als Text bei DLF.de zum Nachlesen:

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Altbundespräsident Joachim Gauck„Demokraten müssen agieren“

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Evangelischer Pfarrer, Bürgerrechtler in der DDR, Leiter der Gauck-Behörde und schließlich Bundespräsident: Joachim Gauck blickt auf eine erstaunliche politische Karriere zurück. Die aktuellen Entwicklungen beobachtet er mit leichter Sorge und ruft die Demokraten im Land dazu auf, nicht einzuschlafen.

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Sprecher: Nordlicht, freiheitsliebender Seelsorger, Demokrat, kontroverser Geist, schließlich Bundespräsident, mit 72 Jahren spät und auch für ihn selbst überraschend. Joachim Gaucks Leben ist voller Wendungen. 1940 in Rostock geboren, verbringt er Kindheit und Jugend in früher Distanz zum Staat – aus familiären Gründen. 1951 wird Gaucks Vater wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Hetze in die Sowjetunion verschleppt und kehrt 1955 zurück. Pionieren, FDJ und anderen DDR-Massenorganisationen bleibt Joachim Gauck deshalb fern. Er wird evangelischer Theologe und Pastor in der Landeskirche Mecklenburg sowie Stadtjugendpfarrer in Rostock. 1989 gehört er dort zu den Mitbegründern des Neuen Forums. Das Ende der DDR erlebt Joachim Gauck als Parlamentarier, gewählt bei den ersten freien Volkskammerwahlen 1990 für das Bündnis 90. Bundesweit bekannt wird Joachim Gauck in der Folgezeit als erster Bundesbeauftragter für die Stasiunterlagen. Die Gauck-Behörde sorgt dafür, dass unter DDR-Unrecht kein Schlussstrich gezogen wird. 2012 schließlich ein unerwartetes und gänzlich neues Kapitel im Leben des Joachim Gauck. Nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff zieht er ins Schloss Bellevue ein. Auch in diesem neuen Amt zeigt er sich offen, interessiert und zugleich wenig konfliktscheu. Gaucks Leitmotiv bleibt die Freiheit, der eindeutigen politischen Verortung im klassischen Rechts-Links-Schema entzieht er sich – auch als Publizist und Vortragender, als der er seit Ende seiner Amtszeit 2017 wieder durch die Lande reist.

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Joachim Gauck: Als ich ein Kind war, schrieb ein Lehrer auf: „Si tacuisses, philosophus mansisses“ – wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben. Also, ich wollte aber nicht schweigen, ich wollte wohl auch nicht Philosoph werden, ich wollte gerne, dass sich was ändert, schon als Kind und Jugendlicher.

Sprecher: Freiheit leben und gestalten – zu Beginn und am Ende der DDR.

Birgit Wentzien: Rostock, Fischland, Wustrow – da sind Sie her, Herr Bundespräsident. Ist es Ihre Heimat?

Gauck: Ja, das ist meine Heimat. Und komischerweise fühlte ich mich trotz DDR auch immer heimatverbunden. Ich war nicht beheimatet in der DDR, aber im Norden, also in meiner Geburtsstadt Rostock, aber auch auf dem Fischland in Wustrow.

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Wentzien: Das große Wasser und der dunkle Himmel. Es könnte jemanden geben, der uns jetzt zuhört, und der kennt sich in dieser Ecke der Republik nicht aus. Das müssen wir jetzt mal ganz kurz beschreiben. Ihre Heimat, ihre Herkunft, die Sie nicht fortlässt. Wie schmeckt das da oben, wie sieht der Himmel aus und das Wasser?

Gauck: Na ja, es ist ein hoher Himmel, oft mit Regenwolken, und unmittelbar an der See gibt es meistens Wind. Und ich lebte als Kleinkind in einer Straße mit hohen Lindenbäumen, und dieses Sturmgeräusch, das also uns dauernd begleitete, oder der nahe Strand mit seinen Wogen, das war so ein Kindheitseindruck. Und da ist eigentlich nicht Furcht entstanden vor dem wilden Meer, sondern da ist Vertrautheit entstanden und Freude und auch Geborgenheit, weil es eine überschaubare Welt war. …in der Ostsee schwimmt man, und es ist ein herrliches Stückchen Land. Und oben kommt der Darß, ein Urwald, danach geht’s dann Richtung Stralsund und Rügen, Hiddensee. Alles wunderschöne, flache Ostseelandschaften mit einem ganz eigenen Reiz – ohne Berge und trotzdem schön durch die Weite und das Wasser.

Gauck: Plattdütsch kann ick ok noch en bietje, ja. [Plattdeutsch kann ich auch noch ein bisschen, ja.]

... Wentzien: Un wenn Schie do boben seid, denn schnackt Schie platt? [Und wenn Sie da oben im Norden sind, dann sprechen Sie platt?]

Gauck: Jo, ja. Wat sölen die armen Lüdd nu maken, die nich ut dem Noorden kommen, die könn dat gar nicht verstahn, wat wir hier vertellen. [Und was sollen die armen Menschen jetzt machen, die nicht aus dem Norden sind und die das gar nicht verstehen können, was wir hier erzählen!]

Wentzien: auch im Sommer 1951. Das ist der Sommer, in dem Ihr Vater abgeholt und nach Sibirien verbannt wird, zu Unrecht im Gulag ist. Und Ihre Mutter und Sie erfahren gar nichts über Jahre hinweg, und Sie sprechen und sagen, das sei eine Erziehungskeule Ihrer Kindheit gewesen. Wie muss ich mir das vorstellen?

Gauck: Ja, das ist eigentlich ganz einfach zu verstehen, wenn man also Menschengefühle kennt. Sie müssen sich vorstellen, dass aus dem heiteren Himmel heraus damals in der stalinistischen Zeit Menschen verschwinden konnten, abgeholt wurden. Und die wurden in Geheimverfahren, von denen die übrige Welt keine Ahnung hat, dann verurteilt, oft massenhaft. Also, im Verfahren gegen meinen Vater, da waren 25 unschuldige Menschen beteiligt, denen wurde irgendetwas vorgeworfen, das meist aus den Fingern gesogen wurde – hinterher, nach 1990, wurden diese Leute in aller Regel alle rehabilitiert –, und verschwanden dann. Die kriegen zweimal fünf, zweimal zehn, zweimal 25 Jahre, zweimal 50. Das ist eine Zeit, die kann man sich heute nicht vorstellen, es ist Willkür und totalitäre Herrschaft.

Gauck: Ich bin ein Kind, lerne in der Schule die schönen neuen Lieder, wie die schöne Sonne so schön auf unser friedliches Land scheint, und wir sind alle für den Frieden und den Sozialismus, und die Arbeiterklasse, der wird es jetzt gut gehen, sie leidet zwar im Moment noch Hunger und wird schlecht bezahlt, aber es wird ihr bald gutgehen, denn die große Sowjetunion steht uns bei. Und Väterchen Stalin ist ein ganz Gütiger, wie der liebe Gott waltet er über uns. Und alle diese Dinge lernen wir in der Schule, und dann kriegst du mit, dein eigener Vater verschwindet ohne Grund, keiner sagt dir, wo er ist. Und dann sagt natürlich die Mutter und die ganze Verwandtschaft, du wirst doch wohl nicht denen also irgendwo hinten reinkriechen und Jungpionier oder Thälmannpionier werden, das gibt’s ja wohl nun gar nicht. Und man selber hat auch das Gefühl, man möchte immerfort gegen die ankämpfen, schon als Kind. So wird man politisch und ist noch ein Kind.

Gauck: Na ja, ich war natürlich nicht völlig blöd und wusste, man kann nicht jeden Tag protestieren, aber manchmal, wenn es zu bunt wurde mit den Lobpreisungen des Sozialismus, dann ist es aus mir rausgebrochen und ich habe dann angefangen zu diskutieren. Nun waren zu meiner Zeit immer noch ein Teil meiner Klassenkameraden völlig kontra.

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Die DDR hatte übrigens nie alle Leute auf ihrer Seite, die Mehrheit der Bevölkerung war immer systemkritisch.

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So war das also nicht schwer, im Klassenverband ein kritischer Junge zu sein, das wurde eher honoriert von den Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, aber von der Lehrerschaft war es anders. Da gab es zwar auch anständige Lehrer, die taten so, als hätten sie nichts gehört, aber andere schrieben es fein auf und notierten sich das. .. schrieb ein Lehrer auf: „Si tacuisses, philosophus mansisses“, wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben. Also, ich wollte aber nicht schweigen, ich wollte wohl auch nicht Philosoph werden, ich wollte gerne, dass sich was ändert – schon als Kind und Jugendlicher.

Wentzien: 1955 kommt Ihr Vater zurück?

Gauck: Genau.

Wentzien: Kurze Zeit haben Ihre Eltern damals erwogen, in den Westen überzusiedeln, aber sie blieben mit Ihnen und der Familie dann in Mecklenburg. Und Ihr Vater blieb mit Ihnen in seiner Heimat, das hat er immer gesagt, Mecklenburg ist seine Heimat. Das Biotop DDR, so haben Sie es beschrieben, um ihn herum, das hat ihn eigentlich überhaupt gar nicht interessiert. Sie haben als Pastor in Rostock, Sie haben sich für dieses politische Biotop entschieden. Ihre Kinder gingen in den Westen, und Sie blieben in der DDR und waren dort Pastor und wurden revolutionär.

Gauck: Ins Politische hinein, meinen Sie? Nein. Den kann man so genau eigentlich nicht beschreiben. Also irgendwann wird das Neue Forum gegründet und …

Wentzien: Eine der Bürgerbewegungen, genau.

Gauck: … ja, die 1989 eben angetreten war, nun endlich mal laut zu werden und erst mal die Oberen in den Dialog zu bringen. Das war ja erst mal die erste Forderung: Offenheit. In Moskau gab es unter Gorbatschow Glasnost und Perestroika, also Offenheit und Wandel war angesagt, und das mahnten wir dann an, das war also der erste Schritt. Das war ja nicht gleich revolutionär, sondern das war erst mal ein Versuch, das erstarrte System zu reformieren und die überhaupt ins Reden zu bringen, die Herrschenden.

Wentzien: Waren die Kirchen wichtig, waren die Räume wichtig?

Gauck: Natürlich waren die Kirchen wichtig, schauen Sie, die ganze Bewegung hat sich … – außer in wenigen Städten –, aber auch dort waren die Kirchen aktiv. Also, in Berlin oder wenigen Großstädten gab es auch künstlerische Zirkel, wo der Widerstand Form angenommen hat, aber in aller Regel gab es ja auch keine Räume, die der Öffentlichkeit zur Verfügung standen. Und die Kirchen hatten aufgrund ihrer Tradition einer kritischen Jugendarbeit, kritischer Gemeindearbeit und kritischer Gruppen, die unter dem Dach der Kirche immer tätig waren, hatten dann im Grunde das Know-how, auch Leute aufzunehmen. Es gab Telefone, es gab ja damals noch keine Handys, und ein Telefon zu haben, das war ein Privileg. Man musste sich ja irgendwie vernetzen und verbinden, man brauchte die Kirchen, man brauchte auch den Geist, frei zu reden oder nicht gleich sich zu fürchten. Die Furcht war rational damals, man musste immer aufpassen, kein falsches Wort zu sagen. Und die Leute hatten sich daran gewöhnt, Angst zu haben und sich anzupassen. Und diese Mentalität musste gebrochen werden, und so waren es in allen Städten eigentlich die Kirchgemeinden, von denen diese Bewegung ausging. Das war eine sehr, sehr wichtige Zeit, wo sich gezeigt hat, dass Christen auch in einer Minderheit eine bedeutende Rolle spielen können.

Wentzien: Also aus dem Seelsorger wuchs ein Revolutionär?

Gauck: Na ja, ich war ja früher schon ein bisschen bekannt in Rostock durch Jugendarbeit und Kirchentagsarbeit, die ich geleitet habe. Ich hatte einen bisschen großen Mund und habe mir auch seit meiner Jugend erlaubt, öfter mal Worte zu sagen, die sich andere verkniffen haben. So, und dann kamen meine Kumpels dann zu mir 1989 und haben gesagt, Joachim, du musst jetzt reden, wir können nicht nur stumme Mahnwachen machen, sondern ich war als Redner dann auch bekannt wegen dieser offenen Worte. Und das hat dann funktioniert. Ich wurde dann Sprecher dieser Bürgerbewegung Neues Forum in Rostock und so kam ich dann in die Rolle, bei den ersten freien Wahlen auch zu kandidieren für diese Bürgerbewegung.

Wentzien: Ich habe das Plakat gefunden.Und an der Seite steht: Wir haben sie gewollt – die Freiheit, wir gestalten sie. Und gewonnen hat Helmut Kohl.

Gauck: Ja, das hängt auch damit zusammen, dass die Bürgerbewegung zum großen Teil ein bisschen desorientiert war. Viele idealistische Linke zum Beispiel träumten davon, so etwas wie eine neue Gesellschaft zu errichten, die es nicht schon gab, also einen freiheitlichen Sozialismus, das war die eine Seite. Die andere Seite wollte sich nicht einfach dem Westen anpassen, das schien denen irgendwie restaurativ. Und die Mehrheit der Bevölkerung fragte uns nun, ja, wie soll denn der dritte Weg aussehen? Und die Arbeiter kamen, ich war Sprecher, ja, Joachim, was wird mit der Werft? Ja, sage ich, weiß ich das? Ich bin ja kein Ökonom, ich kann mich mal in Berlin erkundigen. Dann sagten die in Berlin um Bärbel Bohley und die anderen herum, ja, sie sind ja keine Ökonomen, so genau wissen sie das auch nicht.Viele in diesen Bürgerrechtsbewegungen waren halt idealistische, romantische, eher linke, freiheitsliebende, emanzipatorische, wunderbare Menschen. Aber ihnen fehlte der Bezug oft zur politischen Praxis. Und ich habe sehr früh erkannt und das auch durchgesetzt bei mir in Rostock im Neuen Forum, dass wir nicht Lehrer des Volkes sind, sondern Teil des Volkes. Und diese Bevölkerung sagte, bevor wir dann also euer schönes Konzept eines irgendwie noch nicht existierenden Gesellschaftsmodells haben, nehmen wir erst mal das, was funktioniert – und das ist die Demokratie vom Rhein.

Wentzien: Waren Sie enttäuscht?

Gauck: Ich überhaupt nicht, ich habe es gepusht.

Wentzien: Also, dass Sie so geringe Wählerzahlen hatten …

Gauck: Nein, das war doch evident, das war … Also, der Auftritt von diesen Protagonisten eines dritten Weges oder Gegnerschaft zur Einheit, hat die Bürgerbewegung immer 100.000 Stimmen gekostet. Ja, also wir konnten uns schon ausrechnen, wo wir landen würden, und tatsächlich bin ich dann aus Mecklenburg doch der Einzige gewesen dieser originären Bürgerbewegung, der es in dieses freie Parlament geschafft hat, nur weil ich in der größten Stadt kandidiert habe, in Rostock. Und vielen dieser sehr mutigen Aktivisten von einst ist es dann so gegangen, dass sie dann plötzlich gar nicht mehr en vogue waren, und ganz unbekannte Leute, weil sie eben der Union angehörten oder den unionsnahen Bürgergruppierungen, fanden sich dann in wichtigen Stellungen wieder – und da gab es natürlich bei einigen auch Enttäuschung. Aber im Grunde genommen hat die Bevölkerung geahnt, die Mehrheitsbevölkerung, wir haben keine Zeit, wir sind auch zu arm, die DDR war pleite, wissen Sie? Und wir hatten kein Wirtschaftsmodell, das wirklich erfolgreich war, und wir können nicht im Grunde ein eigenes Gesellschaftsmodell errichten und wissen nicht, wer es bezahlt. Und darum war dieser Weg in die Einheit richtig, auch wenn später die Leute, sagen wir mal, so ein bisschen seelisch Probleme hatten mit er schnellen Einheit.

Wentzien: … und vielleicht noch haben oder wieder haben? Da kommen wir gleich drauf.

Gauck: Genau, wie Sie sagen, Frau Wentzien, noch oder wieder haben.

Wentzien: Im Rückspiegel erscheinen einem die Dinge näher. Ich möchte gerne mit Ihnen auf drei Momente Ihres öffentlichen Lebens schauen: 1999 bitte, dann 2009 und 2017. 1999, Festakt im Deutschen Bundestag zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls, Sie sind der Festredner, und das Protokoll der Bundestagssitzung verzeichnet Heiterkeit im Plenum, als Sie sagen, sie hatten vom Paradies geträumt – und die DDR-Bürger meinten – und wachten auf in Nordrhein-Westfalen.

Gauck: Ich wollte damit ein Lebensgefühl beschreiben von Menschen, die eigentlich Sieger der Geschichte waren. Wir haben es geschafft, die, die oben waren, nach unten zu bringen. Und nach einiger Zeit merkte man, ja, aber bei der Gestaltung des Neuen sind wir ja Lehrlinge. Und im Westen gab es erfahrene Menschen, und die kamen jetzt rüber, um uns zu helfen in den öffentlichen Verwaltungen, in den Gerichten und so fort – um uns zu sagen, wie die Demokratie funktioniert.

Sie waren damals, 1999, längstens in Berlin nicht mehr Pastor und auch nicht Revolutionär, sondern Mahner und Aufarbeiter als Chef der Bundesbehörde für Stasiunterlagen. Es gibt den offiziellen Titel, den muss ich einmal nennen: Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Warum haben diese Laien nicht eine Rolle gespielt, die ihrer Erfahrung angemessen gewesen wäre. Durften sie nicht?

Gauck: Natürlich durften sie, aber viele von ihnen waren geblockt, weil sie sich fürchteten vor Aufgaben, die man ihnen nicht nahegebracht hat. Und viele waren auch unfähig, sie hatten eine Haltung der Eigenverantwortung nicht verinnerlicht und nicht eingeübt. Schauen Sie, die Unterschiedlichkeit zwischen Ost- und Westdeutschen, die es immer noch gibt, liegt nicht begründet in Charaktermängeln der Ostdeutschen, sondern die westdeutsche Gesellschaft hat über Jahrzehnte von Kindesbeinen auf gelernt, Individuen heranwachsen zu lassen mit eigenen Meinungen, mit der Lust, eigenständig zu leben, Eigenverantwortung einzuüben und hat Institutionen geschaffen, die dies begünstigen. In der Diktatur ist so etwas schädlich, sondern da ist günstig, gehorsam zu sein und sich anzupassen, möglichst wenig Eigenverantwortung und eigene Meinung an den Tag zu legen. Und wenn diese Meinung kommt, soll sie bitte konform sein. Und deshalb sind bestimmte Haltungen, ich bin Herr meines Geschehens, ich weiß, wie es funktioniert in meiner Umgebung, wie man Bürgermeister wird, wie man Abgeordneter wird, wie man ein freier Journalist wird, wie man ein Lehrer ist, der nicht lügen muss, sich nicht anpassen muss.

Alle dieser Erfahrungen fehlen, und deshalb hat sich im Osten sehr bald gezeigt, dass zwar viele Leute protestieren wollten und konnten, aber danach in der Freiheit, die Freiheit zu etwas auszuüben, in Eigenverantwortung, Bürgermeister zu werden, Abgeordneter, einen Betrieb zu leiten, Richter zu werden – alle diese Dinge, da fehlte dann Personal. Und darum sind viele der Menschen, die ganz bewusst die DDR mit abgeschafft haben, später ja ein bisschen dem System entfremdet, weil sie sich nicht getraut haben, in diese Räume einzudringen. Und die Westdeutschen waren sehr schnell da, viele geeignete und hilfreiche und manche, auf die man auch gerne hätte verzichten können, weil sie egoistisch waren oder auch leistungsschwach waren. Und so, wie die Menschen sind, man redet dann gerne über die, wo es nicht funktioniert, und weniger über die, die einem helfen und die einem wirklich total wichtig sind, weil sie das Land aufbauen, eine glaubwürdige Richterschaft zum Beispiel schaffen, glaubwürdigen Journalismus betreiben und ähnliche Dinge. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass wir diese Umgestaltung damals 1990/91 nur mit Ostdeutschen hätten machen können, das wäre an vielen Stellen …

Wentzien: Das ist jetzt eine Nachricht.

Gauck: ein sehr langer und schmerzhafter Prozess gewesen, weil sehr viele belastete Kader, die wir nicht mehr wollten, weil die wieder eingerückt wären wie in Rumänien und vielen anderen Nachbarländern, die wir im Ostblock hatten. Wissen Sie, unsere Richter hatten wir satt, das waren Leute, die sich ihre Urteile zum Teil haben von der Partei vorschreiben lassen. Unsere Staatsanwälte haben wir gehasst, das waren doch Leute, die wir nicht brauchen konnten bei der Errichtung einer Demokratie. Und dann diese unzähligen Massen von Leuten in unserer Armee oder der Geheimpolizei/Staatssicherheit, riesige Organisationen, die junge Menschen zum Hass erzogen haben, zum Klassenhass und zum Hass des Gegners. Das waren Leute, die brauchten wir nicht, die wollten wir weghaben. Und heute so zu tun, als wäre die Einbeziehung von Westdeutschen in die Neugestaltung der Demokratie ein Fehler gewesen, das ist ja nur ein schwerer historischer Irrtum.

Wentzien: Auf den Moment kommen wir gleich und springen jetzt von 1999 und Berlin bitte nach 2009, 20 Jahre nach dem Mauerfall, 2010. Sie sind Kandidat zu diesem Zeitpunkt, die Bündnisgrünen und die SPD haben Sie als Kandidaten ausgewählt für das Amt des Bundespräsidenten.Sie hatten die Bundesbeauftragten … wirklich diesen harten Weg hinter sich, Sie waren der gelernte Pastor und auch sowas Kleines wie eine Revolution steckte Ihnen schon im Anzug. Und dann waren Sie noch mal der Kandidat.

Gauck: Ja, das war schon erstaunlich. Das war eigentlich so nicht vorgesehen in meinem Lebensplan.

Wentzien: Das hatten Sie so nicht geplant?

Gauck: Nein, überhaupt nicht, ich bin ja nicht blöd. Ich war parteilos und wir haben noch nie einen parteilosen Kandidaten als Bundespräsidenten gehabt. Das konnte ich mir ausrechnen, das war total ehrenvoll, dass sie auf mich gekommen sind. Da habe ich gedacht, oh, wenn ihr mich also für würdig erachtet, das ist ja eine Krönung meines politischen Lebens, das soll es dann mal sein. Also, ich stell mich dahin und mache das in Würde und dann gehe ich wieder nach Hause und mache weiter als reisender Demokratielehrer.

Gauck: Ich würde … Ja … Daneben stehen dann andere Zitate, ich bin doch eher der Ansicht, dass die größte Zeit meines Lebens die war, als wir ganz unerwartet die Freiheit gewonnen haben. Das ist eigentlich für mein Leben noch tragender, noch schwergewichtiger als der Eintritt in dieses höchste Amt. Das klingt vielleicht undankbar, aber es ist so, wenn du im reifen Alter … Ich wurde 50 1990 und ich hatte eigentlich ein Jahr zuvor mir nicht vorstellen können, dass ich das Ende des Kommunismus erlebe. Also, die Kinder würden es erleben, da war ich ziemlich sicher, diese ganzen Lügen und die Ineffizienz der Wirtschaft, das konnte nicht ewig gutgehen. Und dann erleben wir es tatsächlich. Und irgendwann bricht die Macht der Mächtigen, und die Ohnmächtigen erleben sich als Bürger. Dieses „Wir sind das Volk“ Ich will die niemals schlechtreden, aber dieses erhebende Gefühl gehört eigentlich in diese Zeit 1989.

Wentzien: Sie hatten keinen Fahrplan, haben Sie, glaube ich, mal gesagt, und sind trotzdem angekommen.

Gauck: So ist es.

Wentzien: Und aus dem Jahr 2017 stammt ein Wort von Ihnen – und zwar zum Ende der Amtszeit am 18. Januar in Berlin gesprochen: Die entscheidende Trennlinie in unserer Demokratie verläuft nicht zwischen Alteingesessenen und Neubürgern, auch nicht zwischen Christen, Muslimen, Juden und Atheisten, die entscheidende Trennlinie verläuft zwischen Demokraten und Nicht-Demokraten. Es zählt nicht die Herkunft, es zählt die Haltung. Ist die Linie 2019 noch die Linie, die Sie 2017 beschrieben haben?

Gauck: Aber selbstverständlich, die werde ich niemals verlassen, weil sie aus zwei Richtungen mir geboten erscheint: aus der Richtung meiner Lebenserfahrung und aus dem aufklärerischen Denken her. Die Aufklärung macht keinen Unterschied zwischen der Herkunft von Menschen, sondern sie hat uns gelehrt, dass allen Menschen die gleiche Würde zukommt und somit die gleichen Rechte. Eine Parzellierung von Menschenrechten oder eine Zuteilung oder eine Definition der Menschenrechte, als sei das eine westliche Kreation zu Ungunsten anderer, das ist eine törichte Auffassung, die ich niemals teilen werde.

Und wenn wir jetzt so ein bisschen Retrotendenzen in der Politik haben, dass einigen Leuten die offene Gesellschaft zu problematisch erscheint, und sie Ängste entwickeln gegenüber Andersartigen, gegenüber Vielfalt und Differenz, dann wird man mit den Ängstlichen reden, man wird die rationalen Gründe von den eingebildeten zu trennen haben, man wird sie immer noch ernstnehmen, aber man wird den Ängsten nicht einfach nur folgen. Das, was sich bewährt hat beim Aufbau der Demokratie und des Rechtsstaats, diese Einstellung, dass allen Menschen gebührt, was allen Menschen zusteht, die werden wir natürlich aufrechterhalten und mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Wentzien: Sind das nur Retrotendenzen?

Gauck: Ich habe mich ein bisschen mit dieser Thematik befasst, weil ich in einem neuen Buch, was ich gerade gemacht habe über Toleranz, dem nachgegangen bin, warum wird diese Zeit so intolerant? Und dann bin ich darauf gekommen, dass bei einigen richtig Bösartigkeit und Hass gegenüber der Demokratie existiert, aber das ist nicht die Mehrheit. Solche Kräfte gibt es eigentlich in jeder Zeit, solche destruktiven Kräfte. Aber es gibt eine verunsicherte Gruppe von Menschen, und ich habe ein bisschen dazugelernt in den letzten Jahren und bin auf Studien gestoßen, die da besagen, dass in jeder Nation ein bestimmter Prozentsatz von Menschen also ursprünglich konservativ sind. Die Forscher aus dem angelsächsischen Raum nennen das: Menschen, die ausgestattet sind mit einer autoritären Disposition. Das dürfen wir jetzt nicht gleich negativ verstehen, sondern sie meinen so eine Art Grundeinstellung Furcht vor dem Wandel, Beharren auf tradierten Werten, risikoscheu und Suche nach klarer Orientierung, nach Recht und Ordnung.

Wentzien: Sicherheit …

Gauck: Sicherheit ist ihr Programm, nicht Freiheit. Und diese Gruppe von Menschen gebe es überall, und das sei nun nicht von vorneherein ein Übel, denn diese Gruppe kann man auch verlassen oder man kann auch demokratische Ziele mit dieser Haltung verbinden. Aber aus dieser Gruppe heraus kommt man sehr leicht in eine Ablehnung der liberalen Moderne. Und deshalb müssen wir heute sehr genau unterscheiden, mit was für Leuten sprechen wir, sind es Menschen, die protestieren gegen den schnellen Wandel, gegen die Globalisierung, Europäisierung oder Menschen, denen diese ganze technische Entwicklung – Computer, Künstliche Intelligenz – Angst macht. Und diese Fülle von Ängsten und Sorgen bringt nun viele Menschen dazu, überall in der Welt im Grunde danach zu suchen, was ihnen die vertraute Sicherheit gibt. Oft ist es ein Widerspruch nicht gegen die Demokratie, sondern gegen die Fremdheit des Neuen, gegen den Wandel. Und wir als Demokraten tun gut daran, nicht jeden, der an den progressiven Zielen der liberalen Demokratie zweifelt, schon gleich zu einem Verfassungsfeind zu erklären.  ich bin zu meiner Überraschung auf einen anderen Propheten gestoßen, also der noch prophetischer war, und das ist Ralf Dahrendorf, der verstorbene große liberale Denker, der schon vorausgedacht hat, was wir jetzt erleben: dass es eine gewisse Skepsis gegenüber der liberalen Moderne geben wird. Und dann, was wird dann kommen, so fragt er sich? Na ja, dann werden die Leute wieder Autoritäten gut finden. Und plötzlich erleben wir, dass merkwürdige Typen mit einem autoritären Gestus wieder bei einigen Leuten Interesse finden.wir leben nun mal in einer Zeit, wo nicht nur in Sachsen, sondern in ganz Europa diese Ängste herrschen, dass Menschen nicht mehr die Form von Leben leben können, die ihnen vertraut ist. Es ist die Furcht vor dem Neuen, die Furcht eigentlich vor einer Moderne, die sie überfordert. Und deshalb gibt es zwei Gründe für diese Entwicklung im Osten Deutschlands: Der Osten Deutschlands ist, wie die anderen postkommunistischen Länder, immer noch eine Region des Wandels, eine Transformationsgesellschaft. Und da gibt es mehr Leute, die fremdeln mit der parlamentarischen Demokratie, mit Diskurs und Debatte, die keine Kompromisse mögen, sondern mehr Eindeutigkeit und ähnliche Dinge.

Und mit dem verbunden ist das Phänomen, über das wir schon gesprochen haben, dass eben durchgängig und auch in den besten Gesellschaften, die die Welt kennt, in Skandinavien oder in der Schweiz, eine große Gruppe von Bevölkerung existiert, denen dieser Wandel zu intensiv, zu schnell ist. Das heißt, auch saturierte Menschen können in Ängste verfallen, nicht nur Menschen in einer Transformationsgesellschaft. Und deshalb verbinden sich zwei Elemente des Protestes und der Abwanderung in eine Protestwählerschaft hier in diesen ostdeutschen Gebieten. Und dadurch fällt es besonders auf.

Wentzien: Die Wahlnachbefragungen haben genau diese beiden Gewichte skizziert, die Sie jetzt gerade noch mal geschildert haben. Und: Die Menschen, die die AfD gewählt haben, sind überzeugt von zum Teil rassistischen und demokratiefeindlichen Zielen und ihnen macht das nichts aus, dass dieser politische Formationsverein sich da auch uneindeutig artikuliert.

Gauck: Ja, das wollen wir mal nicht leugnen, dass es so ist, und wollen da nicht in Angststarre verfallen, sondern uns Strategien überlegen, ob man und wie man daran etwas ändern kann. Erst mal ist es so, dass wir davon ausgehen müssen, dass sehr viele Menschen nicht fortwährend in politischen Debatten sind, sondern viele unpolitische Menschen wählen, und sie wählen aus Gefühlen heraus, und Angst ist ein sehr starkes Gefühl. Manchmal suchen sich diese Protestwähler, um die Herrschenden zu erschrecken, eine linke Bewegung, deshalb hat die Linkspartei in den ersten Jahren eine Menge an Wählerstimmen abgesahnt, und manchmal – und das sehen wir besonders stark in Frankreich etwa – geht dieser Protest gegen das etablierte System dann in Richtung rechts. Und das erleben wir jetzt, wenn die AfD einen Großteil der sagen wir mal nicht-ideologischen Rechten, sondern der Protestwähler abfasst.

Die Unvertrautheit oder die Furcht vor der Freiheit war immer da. Es ist so ein Gefühl, das ganz merkwürdig ist. Wir sehnen uns als Menschen gleichzeitig nach Freiheit, wenn wir frei sein wollen von Unterdrückung, und wir fürchten uns gerne oder leicht davor, wenn die Freiheit bedeutet: Jetzt musst du aber Bürgermeister sein, oder du bist jetzt der Bestimmer, du musst jetzt sagen, wofür die Steuern verwendet werden, du musst sagen wollen, wie soll unsere Armee aufgestellt sein, wie soll unsere Landwirtschaft sein. Und dann sagen viele, ja, da bin ich ja völlig überfordert. Und aus diesem Überforderungsgefühl entsteht dann wieder Angst.

Gauck: Na ja, ich sage es mal mit einem anderen Beispiel: Den Rechtsstaat nicht zu achten und gleichzeitig die Gerechtigkeit zu lieben, das ist ein problematischer Gestus. Er ist menschlich verständlich, aber es sollte nicht ein grundsätzlicher Widerspruch sein, zu erklären, dass wir zwar Parteien haben, die wir ablehnen, weil sie uns nicht demokratisch genug sind, aber mit einer demokratischen Legitimation in freien, gleichen und geheimen Wahlen gehört es sich nicht, gewählte Abgeordnete so zu behandeln, als wären sie nicht gewählte Abgeordnete. Und deshalb hat die junge Frau irgendwo Recht, und gleichzeitig ist in ihrer Auffassung ein Gefahrenpotenzial enthalten, das sich so auswachsen kann, dass wir nur das als legitim erachten, was unserer Meinung entspricht. Wir müssen ertragen, dass Menschen mit anderen politischen Konzepten, die uns vielleicht total unsympathisch sind, noch Player sind, noch mitspielen bei der Gestaltung des Ganzen. Und da wird es natürlich haarig. Und deshalb ist oftmals das, was wir ertragen müssen, schwer zu ertragen. Also ich kann bestimmte Typen, die im Deutschen Bundestag sitzen, menschlich wirklich schwer ertragen, und politisch auch. Das ist für mich eine Zumutung. Aber sie sind gewählt.

Wentzien: Was sagen Sie eigentlich der AfD, die Ihre Geschichte kapert, Ihre persönliche Revolutionsgeschichte, nach dem Motto, vollende die Wende, als wäre eine zweite Revolution nötig und als hätte die große Mehrheit der Menschen in den ostdeutschen Ländern eben nicht AfD gewählt?

Gauck: Wissen Sie, ich kenne das schon mit einer anderen Maskierung. Also die Linke, links von der SPD, hat gerne so getan, als wäre die eigentliche Revolution noch vor uns, ja. In Unkenntnis der Tatsache, dass wir noch nie einen größeren Fortschritt erlebt haben als den der offenen Gesellschaft, propagieren sie antikapitalistische, sozialistische Ziele und tun so, als hätten sie ein großes Zukunftsprogramm. Nix da ist jemals auf der Welt gestaltet worden, aber sie tun so, als wäre das eine reale Variante. Deshalb erschreckt mich dies erneut, aber mit einem anderen Gesicht. Und es ist noch finsterer als die linke Maske, weil die braune Maske oder die nationalistische Maske, ich will noch gar nicht von braun reden, nur von Nationalismus – und wohin der Nationalismus uns geführt hat, in diese braune Diktatur mit diesem allertiefsten, tiefstmöglichen Fall von Politikgeschichte, mit dieser unglaublichen Anzahl von Morden und von Ungerechtigkeit –, … Ich meine, wie kann man so etwas jemals vergessen und wie kann man eine Person achten, die dann sagt, dass dieser Teil der Geschichte nicht mehr sei als ein Vogelschiss? Da ist irgendwann nicht nur eine Geschmacksgrenze erreicht, sondern auch eine Grenze der politischen Akzeptanz.

Wentzien: Also Sie akzeptieren Gauland, der das gesagt hat, den Fraktionschef von der AfD, als Parlamentarier, und Sie gehen mit ihm in Streit ob dieser Aussagen, wenn Sie ihm begegnen?

Gauck: Ja aber selbstverständlich würde ich das tun, ob ich ihm begegne oder nicht. Das ist für mich unerträglich. Und deshalb sind ein Teil dieser Parlamentarier, die mit Recht in unserem Parlament sitzen, weil sie demokratisch gewählt sind, von uns auch massiv zu stellen mit Gegenargumenten. Und der Kampf mit solchen vordemokratischen oder antidemokratischen oder demokratiekritischen Auffassungen ist eine beständige Aufgabe aller Demokraten, ob sie von links, von konservativ oder aus der liberalen Mitte kommen. Ich nenne das kämpferische Toleranz, ja. Also ich bin ein Typ, der eher positiv denken mag und neige zu einem gewissen Optimismus, und von daher mochte ich mir nicht vorstellen, dass wir in Umgangsformen zurückgehen wie in einer Stammesgesellschaft. Also ich habe immer gedacht, dass die Zivilisation alle Teile der Bevölkerung erreicht hat. Und nun weiß man, dass das natürlich übertrieben ist, man kennt ja die Geschichte, man weiß etwas von der Ambivalenz aufklärerischer Gesellschaften und man weiß, dass das Böse nie ausgerottet ist. Aber nach einer langen und eingeübten Demokratiegeschichte in der alten Bundesrepublik diese Form von Hass, Häme und Hetze gerade im Netz wieder aufleben zu sehen, das ist ja wirklich wie in der Weimarer Republik, es fehlt nur noch, dass sich die Kombattanten bewaffnen und dann nach dem Leben trachten. Also so weit sind wir ja Gott sei Dank nicht. Aber wissen Sie, dieses Ausmaß an Geringschätzung des anderen, Verachtung des anderen und Abschreiben eines anderen, das hat mich doch erschreckt.

Wentzien: Haben Sie Sorge um Deutschland?

Gauck: Na ja, also ein bisschen besorgt bin ich schon. Wir können es auch versauen. Und deshalb dürfen wir nicht einfach abwarten. Demokraten müssen agieren und sie müssen auf die Veränderungen reagieren und sie müssen die Ängste bemerken und dann dagegen stellen, womit wir unsere Ängste besiegen können. Und wissen Sie, das sind keine Zaubermittel, sondern dieses Land hat in seiner Geschichte aus einem unglaublich tiefen Fall und aus einer unglaublichen moralischen Verkommenheit heraus eine Form des Lebens gefunden, die andere veranlasst, hier wohnen zu wollen, und die uns selber das Gefühl macht, wir sind bei uns angekommen, bei Recht und bei Freiheit. Wir haben nicht alle Probleme gelöst, nein und nimmermehr, nein. Also aber wir sind doch glaubhaft geworden. Und diese Erfolgsgeschichte bei der Errichtung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und einem menschenfreundlichen Lebensraum, das hat doch Menschen stark gemacht. Und anders als in der Weimarer Zeit zwischen den Kriegen sind jetzt mehr Menschen, die erlebt haben, was an Positivem geht, und diese Menschen sind auch in Ostdeutschland in der Mehrheit.

Wentzien: Das klingt nach einem „Steht auf!“

Gauck: Na ja, also jedenfalls heißt das Kommando: „Schlaft nicht ein!“, ja. Also aufstehen, das ist jetzt bisschen vergriffen und hat nicht so richtig funktioniert, weil eine bestimmte Bewegung meinte, jetzt ginge es los.

Wentzien: Oh, ich erinnere mich, genau.

Gauck: Aber da wollen wir mal dagegensetzen, nicht einschlafen und jeweils den Bewegungsmodus in Gang setzen, der angesagt ist. Manchmal ist es ein ruhiges Schrittmaß und manchmal muss man sich bisschen beeilen. Aber man darf nicht verschlafen, zu rechten Zeit Ängsten zu begegnen. Und Irrtümer sind nicht dazu da, gepflegt zu werden, sondern bekämpft zu werden.

Wentzien: Danke schön!

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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Dietmar Moews meint: Ich finde die Selbstdarstellung von Alt-Bundespräsident Gauck hörenswert.

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Herausragend finde ich auch, dass weder Gauck noch die DLF-Chefredakteurin zugeben, genau zu wissen, wo die Verarschung und der verpitbullte Betrug an den Deutschen und der würdelosen Verschandelung des verfassten Anstands allen deutlich ist:

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Was erlaubt diesen Publizisten – Wentzien und Gauck – völlig zu vertuschen und zu ignorieren welches die völlig zweifellosen Einwände sind, die den USA-angeschranzten Blockparteien täglich entgegengehalten werden, nicht nur bei PEGIDA und nicht nur bei Dissidenten. Und besonders trickreich ist, so zu tun, als sei nun diese CDU-sezessive AfD die Dissidenz – als brächte die AfD die Kritik am USA-Schranzentum – als sei ein KLIMAPAKET, wie es im Wirtschaftsteil der FAZ berichtet wird, „Verarschung“ ist, denn im Artikel darunter wird brühwarm gedruckt, dass mit unserer Politik die CO2-Emission steigern und steigern (so, als steigere sich die CO2-Emission selbst).

Okee Dokee, Herr und Frau Gauck und Wentzien, verlängern wir doch mal unser Mandat in Afghanistan – oder haben die Ostdeutschen nur zu viel Angst vor unserer Freiheit und wünschen Sicherheit – oder wollen Deutsche deutsche Friedenspolitik, Herr Jugendpfarrer?

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Frau Wentzien vom DLF möchte gerne dem Joachim Gauck „seine persönliche Revolutionsgeschichte“ anhängen, wie sie behauptete, Gauck sei von seiner Kindeheit her „Pfarrer geworden und Revolutionär“ und fragt, was sagen Sie der AfD, die Ihre Geschichte kapert?

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Doch das ist genauso Geschichtsklitterei, wie die Kirchenräume der DDR nicht auf Revolutionäre warteten – im Gegenteil – Pfarrer haben den jungen Dissidenten im Auftrag des MfS ausdrücklich gesagt: In unseren Räumen nicht.

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Die DLF-Fragestellerin bzw. – Stichwortgeberin, Birgit Wentzien, DLF-Chefredakteurin in Köln, kennt ihr Material und den Interview-Gast Alt-Bundespräsident Joachim Gauck, der durchaus ein Plaudervogel ist. Frau Wentzien hat ihn ungehindert reden lassen. Wentzien bringt keine inquisitorischen Fragen zu Gaucks Anpassungsleistungen im SED-Staat und auch nicht zu seinem phoenixartigen Widerständler-Selbstdesign (die lutherische DDR-Kirche hat bis 1989 zahlreiche Berufschristen in den Tod oder in die Pflegeanstalt getrieben – das konnte Gauck damals nicht geschehen).

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Die Fragerin Birgit Wentzien hätte vielleicht manche Zwischenfrage stellen sollen:

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Würde sich Gauck heute selbst als Bürgerrechtler in der DDR vor Oktober 1989 bezeichnen?

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Gauck hatte als Jugendpfarrer darauf zu achten, dass die Kirchenjugend, die durchaus aus SED-ferneren Familien stammte, sich der kirchlichen Freizeitarbeit widmeten, aber nicht das Kirchenspiel als SED-Dissidentenort zu benutzen.

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Es ist schon bedeutend, dass sich Gauck als privates Stalinismus-Opfer ansieht, sich allerdings wohl privat bis 1989 diskret als Dissident verstanden haben mag, öffentlich und als Jugendpfarrer hatte Gauck diese Dissidenz bis Oktober 1989 nicht gezeigt, Frau Wentzien – fragen Sie Leute, die dabei waren.

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FINE E COMPATTO

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„Sebastian Kurz steht damit als wählbarer Regierungschef in Aussicht. Seine konservative Partei wird voraussichtlich Koalitionspartner brauchen. … Dispositiv werden hierbei die österreichischen Grünen neue Akzente in der Opposition setzen. CO2 hat mit Klima den Grünen jetzt Zustimmung besorgt, die ihnen bei der grünen Flüchtlingsfreundlichkeit von den österreichischen Wählern abgestraft worden war….“

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So habe ich vor einigen Tagen die jetzt erfolgte Parlamentsneuwahl der Österreicher in Lichtgeschwindigkeit angekündigt.

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183 Abgeordnete werden einziehen. Das vorläufige amtliche Endergebnis, ohne die eine Million Briefwähler, lautet:

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ÖVP etwa 38,4 % mit dem Spitzenkandidat Sebastian Kurz schwarz

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SPÖ knapp 21,5% rot

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FPÖ (Rechtsnationale) 17,3% blau

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NEO knapp 7,4 % rosa

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GRÜNE um 12,4 % grün

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ORF.at, 29. September 2019:

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„… Wahlsieger Sebastian Kurz will sich noch nicht dazu äußern, welche Koalitionsvarianten für ihn infrage kommen. Stattdessen spricht er davon, dass „der politische Diskurs in unserem Land“ besser werden müsse. Das gelte „sowohl zwischen Parteien, als auch zwischen Politikern generell“.

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Er sei dankbar, vom Volk wiedergewählt worden zu sein. „Ich nehme das Ergebnis als das wahr was es ist, eine große Verantwortung, mit der gilt es verantwortungsbewusst umzugehen“, sagt er im Interview mit dem ORF.

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen blickt am Anfang seiner Rede zur Nationalratswahl zurück auf den Auslöser dieser vorgezogenen Neuwahlen, bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wähler, die ihre Stimme abgegeben haben. Und er bedankt sich auch explizit bei allen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Gratulation geht an den Wahlsieger Sebastian Kurz, den er als erstes zu sich bitten wird.

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Er hoffe, das Wohlergehen von ganz Österreich werde nun vor parteitaktische Überlegungen gestellt, sagt das Staatsoberhaupt. Das Wichtigste sei, dass die Bürger des Landes wüssten, was als nächstes komme…“

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Dietmar Moews meint: Rechtsradikalisierung oder Zersetzung des Parlamentarismus lässt sich in Österreich heute nicht beweisen.

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Sebastian Kurz bedankt sich bei allen für die Stimmen und die Unterstützung und möchte das Vertrauen belohnen.

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Sebastian Kurz hat nunmehr eine Reihe von Koalitionsfiguren in Sicht, je nach dem, wer sich auf die starke ÖVP-Programmatik nun in Kompromisse einlassen zu sollen glaubt:

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Umweltschutz und Klimaschutz und Zuwanderer (Migrationspolitik)?

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Sebastian Kurz redete bis zuletzt für TÜRKIS (ÖVP) / BLAU (FPÖ) als Koalitionsperspektive. Mit etwa 16% kommt die Strache-FPÖ durchaus erneut für eine Regierungskoalition mit Kurz-ÖVP in betracht. Auch eine Große Koalition ÖVP mit SPÖ ist rechnerisch möglich.

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Der Grünenchef bezeichnete Sebastian Kurz vor dem Wahltag noch als „türkise Schnöseltruppe“; da wird man sich – neuerdings wieder im Parlament – zunächst mal auch mit Parlaments-Personal einrichten.

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Schoki-Test mit TONY’S CHOCOLONELY vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao

September 28, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9591

am Sonntag, 29. September 2019

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Dietmar Moews meint:

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Schön ist die Jugend bei frohen Zeiten
Schön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr
So hört ich oft schon von alten Leuten
Und seht, von denen weiß ich´s her.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Es blühen Rosen, es blühen Nelken,
Es blühen Blumen und welken ab.
Ja, auch wir Menschen, wir tun verwelken
Und müssen sinken ins kühle Grab.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Ein jeder Weinstock, der trägt auch Reben
Und aus den Reben fließt edler Wein;
Vom Himmel ward er uns gegeben
Um unsere Jugend dran zu erfreu’n.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Vergangene Zeiten kehren niemals wieder,
Nur einmal blühet des Lebens Mai.
Drum lasset singen uns
frohe Lieder,
Genießt die Jugend, eh’ sie vorbei.
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

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Ich kenn nen Schäfer, der weidet Schafe
der weidet Schafe auf grüner Au

Man liebt auch Mädchen bei frohen Zeiten
man liebt auch Mädchen zum Zeitvertreib
Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr

.

Ja ist denn Lieben ein Verbrechen
darf man denn nicht mehr zärtlich sein
Nicht mehr mit seinem Liebchen sprechen
und sich der Liebe gar nicht freu´n

Drum sag ich´s noch einmal,
schön sind die Jugendjahr,
Schön ist die Jugend
sie kommt nicht mehr“

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(Verfasser unbekannt, ach einer Volksweise aus dem Seulingswald: Der Seulingswald (auch Sillingswald ) ist ein bis etwa 480 Meter hohes Sandsteingebirge und gehört zum Fulda-Werra-Bergland; „Schön ist die Jugend“, um 1850)

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Ich probierte eine belgische TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao. Sie ist industriell – also nicht Bean to Bar – hergestellt in Belgien und wird unter TONY’S CHOCOLONELY Polonceaukade 20 1014 Amsterdam Niederlande vermarktet.

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Kurz vorab: Diese Schokolade TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao ist eigentlich ein industrielles Billigprodukt dem hier REWE in Köln die Hand in die Regale geöffnet hat. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese enthält immerhin 42% Kakao, viel Zucker 62%, dazu viel Zusatzfett und Emulgator: Sojalecithin.

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Diese Testsorte TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao ist geschmacklich den bekannten Nesquick-Naschgeschmack nachempfunden, sie ist grob, in keiner Beziehung sehr gut und enthält knapp 50% Zucker, während bessere Schokoladen um 40% Zucker oder weniger enthalten – ein Bluff, eine Zumutung und auch noch mit hochstaplerischen Werbesprüchen angeboten, wenn fett aufgedruckt ist: 100% sklavenfrei.

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Sie ist als „dunkle“ Vollmilch-Schokolade vergleichsweise zu anderen Chocolonely-Angeboten besser, weil sie angeblich mit 42% Mindestkakaogehalt angenehm kakaohaltig ist.

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Zu den Ausgangsstoffen zählen neben Zucker, KAKAOMASSE, Vollmilchpulver, Kakaobutter, Brezel 7,2%, (Weizenmehl, Salz, Sonnenblumenöl, Weizenmalzmehl, Hefe, Säureregulator, Natriumhydroxid), Toffee 2,8% (Zucker, Zuckersirup), Meersalz, Emulgator: Sojalecithin. – Von der Rührdauer/Conchieren, Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, wird nichts mitgeteilt. Von den Anbauländern und Herkunft der Blendkakaomischungen ist außer „Westafrika“ nichts zu erfahren.

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Sie bringt mit einer heftigen groben 180 Grammpackung einen mit 3 Euro 95 (im Versand 3 Euro 30) auch noch teueren Süßstoff Schokolade. Sie ist überzuckert. Sie enthält mit 0,47 Gramm – geradezu amerikanischen Süßigkeiten ähnlich – ungewöhnlich viel Salz. Die 180 Gramm Tafelpackung enthält einen Schokoladenblock der an der Oberseite als Bruchkantenrelief eine Art M&S-Reifen. Die Unterseite ist ungemustert.

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Es ist bemerkenswert, dass das ein unverortetes belgisches Produkt aus den Niederlanden ein echtes EU-Veredelungs-Produkt aus Europa ist – mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen des Kakaos aus Westafrika – 100% sklavenfrei. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können. Unter Fairtrade versteht man doch etwas ganz anderes.

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So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse ist. Vertrauenserweckend indes sind die Werbesprüche auf der Packung nicht. Da heißt es Wie es begann:

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„Hallo, ich bin Tony’s Chocolonely. Ich bin eine ungewöhnliche Schokoladentafel. Mich gibt es, damit die Sklaven in der Schokoladenindustrie abgeschafft werden. Du denkst wahrscheinlich, hä?… Sklaverei? Ja. Schau dir das Video an, um mehr über unsere Geschichte zu erfahren! „

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Mehr erfährt man auch auf der Direkt-Marketing-Homepage nicht:

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http://www.tonyschocolonely.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao trifft mich – auch, weil REWE allgemein nicht die billigsten und nicht minderwertige Produkte verkauft, wo diese neuerdings im Sortiment aufgetaucht ist. Der Inhalt der 180 GRAMM Packung war nicht gerade frisch und gibt weder Haltbarkeitsgrenze noch Herstellungsdatum an.

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Man schmeckt, wie sowohl viel Zucker, Kakao, die Kakaobutter wie die weiteren Bestandteile ein schlappes Abbruch-, Abbeißknacken ergeben. Der Kauwiderstand ist seifig aber durch die Brezel-Streuseln als undefinierbare Kleinpartikel eine bisswiderständige Genussfreude. Die Abbisse schmelzen nicht gerade, weil die Schokoladenmasse nicht fein sondern ziemlich grob ist, aber der Emulgator schleimt. (Der Test erinnerte an die weniger guten Marken – ich denke an üble Nummern von Stollwerck, von Trumpf-Schokoletten, an Cadbury und an eine russische Sorte – alle in Lichtgeschwindigkeit beschrieben).

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Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao wurde ein dunkelblauer Umschlag gewählt und innen mit Silberpapier abgepackt. Wiederverschließbar ist diese Großpackung nicht.

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Die blaue Packung mit weißen Spiegeln und Zinoberoter Großschrift sowie einer umlaufenden gelbgedruckten Banderole mit dem Titel dunkle vollmilchschokolade brezel toffee 42% dunkle ….Kakao – umlaufend.

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Das Format der Tafelfläche entspricht dem „klassischen“, gewohnten. 180 Gramm Inhalt sind natürlich „gewichtig“. Auf dem Weg der Aufmachung haben Tony’s keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht, sondern auf die grelle Popfarbe gesetzt, die an sich mit dem Produkt gar nichts zu tun hat.

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Das Design überzeugt – so gesehen – als großmäulig.

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Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in lesbar kleinem Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund mitteilt:

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HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die kalorienzählende Konsumenten – auch um diese Tony’s mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch.

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ZUTATEN: Zucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Emulgator: Sojalecithin, SALZ.

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Die Werbetexte auf der Innenseite des Umschlagspapiers sind knallrot in Kinderjargon geschrieben. Die Schriftgrößen sind lesbar:

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„Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story

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Während du das hier liest, schuften Sklavenarbeiter auf den Kakaoplantagen in Westafrika, darunter auch viele Kinder. Das ist nicht normal.

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Unsere Vision für die Zukunft ist es, zu 100% sklavenfreie Schokolade zu erreichen. Nicht nur unsere Schokolade, sondern alle Schokoladen weltweit.

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Mit unserer wahnsinnig leckeren Schokolade gehen wir mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass die Herstellung von Schokolade auch anders laufen kann: In Sachen Geschmack, Verpackung und Umgang mit den Kakaobauern.

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Wir selbst stellen unsere Schokolade sklavenfrei her, doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass sämtliche Schokolade 100% sklavenfrei hergestellt wird. Deshalb bitten wir dich, mitzumachen.

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Denn je mehr Menschen sklavenfreie Schokolade wählen und unsere Story mit anderen teilen, desto eher ist 100% sklavenfreie Schokolade die Norm. Also ist es letztendlich deine Entscheidung. Bist du dabei? Teile unsere Schokolade und damit auch unsere Story.“

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CRAZY ABOUR CHOCOLATE. SERIOUS ABOUT PEOPLE“

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Die auf der Hinterseite aufgebotene Nährwerttabelle per 100 Gramm lautet:

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Energie 534 kcal/ 2238 kj

Fett 32,7 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 19,6 Gramm

Kohlenhydrate 48,8 Gramm

davon Zucker 41,1 Gramm

Eiweiß 8,1 Gramm

Salz 0,47 Gramm

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Der Kaufpreis bei bei REWE, Bonner Straße, Köln-Südstadt ist mit 3 EURO 80 zu hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao nicht. Sie knackt nicht, sie duftet überhaupt nicht, sie ist sehr süß, allenfalls als Beispiel maßstabssetzender Großmäuligkeit und Junkfood-Dreistigkeit, unfein und grob.

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist, ohne verboten zu sein. Wobei die erlogenen Werbesprüche der Sklavenfreiheit völlig unsachlich an der heutigen Wirklichkeit hochwertiger, natürlich kostbarerer Bean to Bar-Chocolatiers vorbeigeht.

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FAZIT:

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TEST-BEWERTUNG: TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao. Sie ist ein müder Testgegenstand auf EIN von SECHS Zuckerhüten.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Wie man hier bei TONY’S CHOCOLONELY dunkle Vollmilchschokolade brezel toffee 42% Kakao lernen muss, ist die Mehrdeutigkeit der Labels – was heißt schon Fairtrade, wenn untransparente Blend-Rohstoffe verarbeitet werden?

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Von der Leyen und EU-Kommissare ohne demokratische Anbindung

September 28, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9590

am Sonntag, 29. September 2019

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Unsere Massenmedien in Deutschland tun gerade so, als sei die Findung und Nominierung von den EU-Kommissaren, mit denen die neubestimmte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zukünftig die gesamte Politikagenda von der Brüsseler-EU-Ebene aus zu besorgen hat, allein ihre Zuständigkeit sei.

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Das ist Irreführung und platter Unfug. Denn alle 28 EU-Vollmitgliedstaaten wollen berücksichtigt und einbezogen sein. Das betrifft sowohl die zukünftige konkrete Sachpolitik der EU wie auch ganz konkrete nationale Personen und deren parteipolitische Zugehörigkeit.

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Damit ist klar, dass es sowohl mehr vorgeschlagene Personen gibt wie auch ganz konkrete ideologische Konkurrenzen.

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Ohne das hier vertiefen zu wollen, liegen solche Zuspitzungen momentan an, wobei da eben auch einzelne von der deutschen EU-Präsidentin von der Leyen rekrutierten Personenvorschläge auf härteste Totalablehnung treffen.

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Das heißt aber lediglich: Weiter suchen.

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Die künftige EU-Kommissionspräsidentin hat 26 Kandidaten für ihr Team vorgeschlagen – einen aus jedem EU-Staat. Die sollen sich ab nächster Woche in Anhörungen beweisen. Aber für zwei Anwärter ist womöglich schon vorher Schluss. Und weitere stehen unter Druck.

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dpa.de am 26. September 2019:

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„… Es ist ein Rückschlag für die künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen: Die für ihre Kommission nominierten Kandidaten aus Rumänien – Rovana Plumb – und Ungarn – Laszlo Trocsanyi – sind vom Rechtsausschuss des Europaparlaments wegen finanzieller Interessenkonflikte vorerst gestoppt worden. Von der Leyen muss sich nun mit dem Parlament über das weitere Vorgehen verständigen. Denkbar ist, dass die beiden Länder neue Kandidaten vorschlagen müssen.

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Wie es nun genau weitergeht, war zunächst noch unklar. EU-Parlamentspräsident David Sassoli werde in einem ersten Schritt den Rechtsausschuss um eine Klarstellung seiner Position bitten, hieß es aus Parlamentskreisen. So soll geklärt werden, ob und wie sich die monierten Interessenkonflikte der Kandidaten auflösen lassen. Nach der Geschäftsordnung muss das nicht zwingend der Austausch eines Kandidaten sein. Es kommt etwa auch der Tausch des vorgesehenen Aufgabenbereichs in der EU-Kommission infrage.

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Der rumänischen Anwärterin Rovana Plumb wird ein Privatkredit zur Wahlkampffinanzierung vorgehalten. Sie hatte sich 800.000 rumänische Lei (etwa 170.000 Euro) privat geliehen und dieselbe Summe ihrer Partei PSD gespendet, um als Kandidatin für das EU-Parlament aufgestellt zu werden. Den Kredit hatte sie – wie ein weiteres Darlehen – zwar in einer Vermögenserklärung in Rumänien erwähnt, nicht aber gegenüber dem EU-Parlament.

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In Brüssel sagte Plumb am Donnerstag: „Ich habe nichts Falsches getan.“ Sie habe stets Recht und Gesetz respektiert und so transparent wie möglich gehandelt. Plumb soll nach von der Leyens Vorschlag eigentlich Verkehrskommissarin werden.

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Beim ungarischen Kandidaten Laszlo Trocsanyi sah der Ausschuss den Interessenkonflikt in seiner Beteiligung an einer Anwaltskanzlei, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß. Der Politiker aus der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban ist als Kommissar für die Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik vorgesehen.

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Von der Leyen hatte Anfang September die 26 Kandidaten aus den EU-Staaten für ihre neue Kommission vorgestellt. Ab kommendem Montag müssen sich die Nominierten Anhörungen in den zuständigen Ausschüssen des Europaparlaments stellen. Auch dabei könnten Abgeordnete noch einmal Vorbehalte geltend machen.

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Plumb und Trocsanyi sind aber nach dem Votum des Rechtsausschusses noch nicht einmal für die Anhörungen zugelassen. Von der Leyen kündigte ein Treffen mit Parlamentspräsident David Sassoli an, um weitere Schritte zu besprechen, denn bei den Anhörungen dürften weitere Kandidaten ins Straucheln geraten.

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Konkret geht es um den polnischen Anwärter Janusz Wojciechowski und die französische Nominierte Sylvie Goulard, gegen die die EU-Anti-Betrugsbehörde Olaf ermittelt. Wojciechowski ist durch Unregelmäßigkeiten bei Reiseabrechnungen ins Visier der Ermittler geraten. Er selbst gibt an, „auf eigene Initiative“ 11.250 Euro für „nicht ausreichend dokumentierte“ Reisekosten für den Zeitraum 2009 bis 2011 erstattet zu haben. Der europäische Steuerzahler habe „keinerlei Verluste“ erlitten.

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Gegen Goulard gibt es Vorwürfe der Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im EU-Parlament sowie die nicht ordnungsgemäße Deklarierung eines monatlichen Beraterhonorars in Höhe von 10.000 Euro, gezahlt von einer privaten Denkfabrik. Beim Thema Scheinbeschäftigungen hat Goulard nach eigener Aussage „ein reines Gewissen“, das Beraterhonorar sei ein „Nicht-Thema“, sie habe schließlich alle Einnahmen immer angegeben.

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Die Abgeordneten dürften ebenfalls Fragen an den belgischen Kommissionsanwärter Didier Reynders haben, gegen den kürzlich Korruptionsvorwürfe aufgekommen waren. Auch muss sich der designierte Außenbeauftragte Josep Borrell aus Spanien auf schwierige Gespräche einstellen: Gegen ihn soll ein Strafbefehl wegen Insidergeschäften vorliegen. Und bei der portugiesischen Nominierten Elisa Ferreira gibt es Berichte über mögliche Interessenkonflikte mit den Geschäften ihres Mannes.

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Ab nächster Woche müssen sich die Nominierten Anhörungen im EU-Parlament stellen. Einzelne Kandidaten könnten dann noch ausgetauscht werden. Ende Oktober stimmen die Abgeordneten über das Personalpaket als Ganzes ab. Die neue Kommission soll am 1. November starten. Zwar wird der künftigen Kommissionspräsidentin von der Leyen vorgehalten, sie habe die Kandidaten der EU-Staaten nicht genau genug geprüft doch es obliegt doch der EU-Gemeinschaft insgesamt und es sind die Staatsregierungen und auch das EU-Parlament natürlich mit in der Beratung zu diesen Bestallungen.“

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Dietmar Moews meint: Für mich sind die kriminellen falschen Beschuldigungen der CDU-Frau von der Leyen im Bundestagswahlkampf 2009 die letzte Bestätigung, dass diese Politikerin ruchlos und infam ist, als sie die Piratenpartei zur Kinderpornopartei wochenlang beschuldigte, indem sie persönlich durch deutsche Altersheime zog und Wahlkampf für Rentner machte, damit PIRATEN, INTERNET, DATENSCHUTZ und KINDERPORNO in ihr CDU-Programm einwickelte. Seitdem heißt sie ZENSURSULA.

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Denn von der Leyen wollte das freie Internetz gesetzlich zensieren, anstatt für vernünftigen Datenschutz einzutreten:

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ZENSURSULA.

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Jetzt wurde sie, ohne dafür bei den EU-Parlamentswahlen kandidiert zu haben, zur EU-Kommissionspräsidentin gemacht – ja, das ist nicht „parlamentarische Demokratie“, sondern blankes Kommissars-Unwesen.

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Allerdings wird sie aus meiner Sicht, weil ihre Kommissionskandidaten nicht alle Ansprüche aller 28 befriedigen, zu Unrecht jetzt gescholten. Ja – wie sollte das denn gehen?

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Diese Personen sind nicht festbestimmt – die Suche und Auswahl wird also noch weitergehen müssen. Bis November 2019 ist noch genügend Zeit.

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