VW Diesel-Affäre mit 136 000 geschädigten Verbrauchern in der Sammelklage

Dezember 11, 2018

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am Mittwoch, 12. Dezember 2018.

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DLF.de am 11. Dezember 2018:

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„Diesel-Affäre – Mehr als 136.000 Verbraucher schließen sich bislang Klage gegen VW an

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Mehr als 136.000 Verbraucher haben sich bislang in das Klageregister für die Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer Volkswagen eingetragen.

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Das teilte das Bundesamt für Justiz dem Hauptstadtstudio des Deutschlandfunks mit. Auch die Servicetelefonnummer werde intensiv genutzt. Vom Abgasskandal betroffene VW-Kunden können sich seit dem 27. November der Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands und des ADAC anschließen. Der Termin für die mündliche Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Braunschweig steht noch nicht fest. Die Eintragung ist bis einen Tag vor Verhandlungsbeginn möglich.

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Das Gesetz zur Einführung der Musterfeststellungsklage war erst Anfang November in Kraft getreten. Mit der Klageform können Verbraucher ihre Ansprüche gegen Unternehmen einfacher durchsetzen. Klageberechtigt sind Verbände. Ein Gericht kann zum Beispiel grundsätzlich feststellen, dass ein Unternehmen zu Schadenersatz verpflichtet ist. Die Verbraucher können sich dann darauf berufen, wenn sie anschließend ihre individuellen Ansprüche selbst einklagen.“

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Der zögerliche Einstieg der geschädigten VW-Verbraucher in diese Sammelklage, hat verschiedene Ursachen und Motive.

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EINS Jedes Gerichtsverfahren tötet den Lebensgeist, raubt Kraft und stört die eigenen Aktionskreise des Lebensbogen. Auch wer klagt oder mitklagt, empfängt Gerichts- und Anwaltspost, die ihn konkret belastetet. Noch gar nicht von Verfahrenskosten geredet.

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ZWEI Es muss angenommen werden, dass VW, die Schulden nicht ausgleichen wird, weil der Schadensumfang die Finanzkraft von VW übersteigt bzw. das mithaftende Land Niedersachsen als Hauptaktionär, von den SPD-Wählern gestoppt werden wird.

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DREI Dieses Verfahren, wenn es denn für die geschädigten Kläger ein brauchbares Ergebnis ergeben sollte, müsste anschließend in konkret persönlich zu beantragende und geführten Einzelklagen übernommen werden. Der in Aussicht stehende Zeitrahmen, der sich für den verklagten VW-Konzern Verfahrensverschleppungsweg ergibt, ist ein für einen Kläger unüberschaubares Streitdrama ohne Ende vor Gericht. Der Kläger muss sich selbst, seine Prozessakquistion für Anwalt und Gericht vorfinanzieren, und hätte selbst, für den Fall, gegen VW zu gewinnen, noch zusätzlich einen Gerichtsprozess über einen Kostenentscheid zu führen, der ebenfalls noch weiter von VW verzögert werden kann (z. B. Aufrechnungsansprüche), bevor wirklich ein Gerichtsvollzieher einen entschiedenen Kostentitel pfänden kann – wenn dann noch Geld bei VW zu holen ist.

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VIER Diese Prozesse, so sie denn von den Geschädigten VW-Verbrauchern gewonnen würden, würden ja den Schaden, der längst in der Vergangenheit liegt, nicht beheben können. Ein besseres Auto hat VW bislang gar nicht. Was da Alles von neuen Modellen geredet wird, ist nichts Zukunftsweisendes. Ob Verbrennungsmotoren oder Elektroantriebe – immer ist der Umweltdreck im Spiel, der sogar bei E-Autos in Atomkraftwerken oder Kohle- und Öl Verbrennungskraftwerken höher ist als beim herkömmlichen Dieselmotor.

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FÜNF Wer diese Prozesse gegen VW anstrengt wird OPFER der Boulevard-Medien und der Kulturindustrie im freien Umgang mit forensischen Geschehnisen. Wer will schon gerne als normaler Autobürger jahrelang von BILD oder SAT 1 durch den Kakao gezogen werden.

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SECHS Tatsächlich kennen sich die meisten Normalbürger nicht in den forensischen Formalitäten aus und haben auch keineswegs einen Rechtsanwalt ihres Vertrauens an der Hand, der was anderes will als hohe Honorarabrechnungen zu schreiben.

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Dietmar Moews meint: Auch diese Entwicklung mit den VW-Geschädigten ist ein gutes Beispiel für die wachsende Staatsverdrossenheit der deutschen Bürger.

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Die unabhängige Justiz im freien Rechtsstaat hat mit Verschleppungsverfahren zu tun, die menschliche Lebensdauer überbelasten. Rechtsverletzer können mit teueren Spezial-Anwaltskanzleien den streitenden Kleinbürger mit seinem kleinen Rechtsanwalt unter dem Motto:

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„In Unterhosen jagt man nicht“

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schließlich über kostspielige Gutacher fertigmachen.

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VW hat viele VW-Kunden geschädigt. Und VW hat den deutschen Staat geschädigt, dessen eigene Konstitution an Vertrauen verliert, sodaß in zunehmendem Maß nach der US-Forensik gerufen wird:

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Privat-Justiz – kurzer Prozess mit Schadensersatzurteilen und Pleiten.

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Damit würden die VW-Geschädigten ihre Klagen gewinnen, riesige Schadensersatz-Strafen würden angeordnet, VW würde Pleite machen, verantwortliche VW-Entscheider würden persönlich haftbar. Die Leute wären so verarscht, wie es jetzt schon sind – aber das Elend wäre erheblich abgekürzt.

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Weltleitwährung US-DOLLAR Entdollarisierung und Dedollarisazija

November 20, 2018

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am Mittwoch, 21. November 2018

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Die weltweiten Staaten treiben Handel, dabei Außenhandel und sogar Welthandel, ganz nach Bedarf, Kräften und Lage.

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Zum Welthandel haben die Staaten des Welthandels ein Abrechnungssystem eingerichtet, internationale Banken, Weltbank, Finanzregeln und mit einer welteinheitlichen Abrechnungswährung – dem DOLLAR.

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Dieser DOLLAR ist weitreichend gleichwertig mit dem USA-DOLLAR. Jeder Staat hat sein staatliches Finanzsystem durch Staatsbanken organisiert. Diese Banken müssen international valutierte RESERVEN anlegen – das geschieht weltweit durch DOLLAR-Rücklagen.

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Jeder hat und nutzt also DOLLAR.

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Nur die USA können – wenn sie zu viel Schulen gemacht haben, zuviel ausgegeben haben, mehr als sie können – einfach selbst DOLLAR DRUCKEN.

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Die zertifizierte Gelddruckorganisation druckt DOLLAR – die (private) USA-Staatsbank (FED-Bank) kann mit diesem selbstgemachten DOLLAR kaufen, was und wo sie wollen. Z. B. Staatsanleihen von Schuldenstaaten kaufen (quasi Staatsaktien) – dann hat die FED-Bank diese Schuldscheine von verschuldeten (GLÄUBIGERSTAATEN) Staaten. Diese erhalten frischgedruckte Dollar und sind weiter liquide (gegen Staatsschuldscheine, die natürlich fortrlaufend mit Kreditzinsen belastet sind).

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Die USA können ihre WAFFEN-Konjunktur amerikanischer Rüstungskonzernen anheizen und gleichzeitig Kriege finanzieren die in aller Welt betrieben oder angedroht werden.

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Die USA drucken also die DOLLAR, die der REST der Welt durch ein Zinslastsystem absichert und bezahlt. Das funktioniert auch besonders gut, überall, wo ÖLHANDEL obligatorisch in DOLLAR verrechnet wird. Auch nichtamerikanische Staaten verrechnen mit DOLLAR. Mit dem Preis der ÖL-Tonne können die Ölstaaten mit den USA zusätzlich die „US-DEFIZIT-Politik“ unterstützen, absichern.

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Als der Iraker US-Statthalter Saddam Hussein den Leitdollar durch eine Rohstoff-Leitvaluta ERDÖL ersetzen wollte, war seine Stunde gekommen.

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Mit den sogenannten Sanktionen durch die USA gegen IRAN, konnte quasi der gesamte IRAN-Außenhandel gelähmt werden, da man dafür den DOLLAR-Abrechnungsmodus sanktioniert. Das bedeutet, sowohl der ABRECHNUNGSDOLLAR wie auch das Abrechnungsverbot gibt den USA über den weltweiten DOLLAR eine beinahe totalitäre ABRECHNUNGSMACHT.

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Süddeutsche Zeitung Seite 20, am 20. November 2018 schreibt mit Victor Gojdka:

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„Weg vom Dollar – Der Kreml will die Dominanz der US-Währung brechen. Das ist schwieriger als gedacht.

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„…Die russische Politik versucht bereits seit Jahren, den Einfluss des Dollars im Außenhandel zurückzudrängen, bisher mit überschaubarem Erfolg. Im Außenhandel flossen im vergangenen Jahr rund 70 Prozent der Exporterlöse russischer Firmen in Dollar, zeigen Zahlen der russischen Zentralbank. „Eine Abkehr vom Dollar im großen Maßstab wird Zeit brauchen“, sagt Manfred Stamer, Russlandexperte beim Kreditversicherer Euler Hermes,

Dabei versucht der Kreml jetzt auch auf außenpolitischer Ebene, am Lack des Dollars zu kratzen.

Daher versucht der Kreml jetzt auch auf außenpolitischen Ebene, am Lack des Dollars zu kratzen. Im September trafen sich der russische Präsident Putin und sein chinesischer Kollege Xi Jinping beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Dort vereinbarten die beiden Führer, miteinander stärker in natrionalen Währungen zu handeln, also in Rubel und Renminbi. Bisher laufen nur knapp 20 Prozent des Warenaustauschs zwischen beiden Ländern in lokalen Währungen, wie aus Zahlen der Bank ING ersichtlich ist. „Durch den Handelsstreit ist auch Chinas Interesse größer geworden, enger mit Russland zu handeln“, sagt Ribakowa. „Das hat ein Fenster geöffnet, das der Kreml jetzt nutzt.“ Mit der Türkei und Iran strebt der Kreml ähnliche Vereinbarungen an, die angesichts der Wirtschaftskrisen in beiden Ländern allerdings eher symbolische Bedeutung haben dürfen. …

… – Es war bei einem Treffen der Energieindustrie, als Wladimir Putin den Vereinigten Staaten einen guten Rat gab. „Mir scheint, unsere amerikanischen Partner begehen einen kolossalen strategischen Fehler“, sagte Putin. Indem das Weiße Haus Iran mit seinen Sanktionen vom Dollar abschneide, untergrabe es das Vertrauen in die Weltleitwährung. Negative Folgen dieser Politik? „Die kommen früher oder später“, sagte Putin und ließ ein verschmitztes Grinsen über sein Gesicht huschen. Spätestens da wurde klar: Aus dem Rat war eine Drohung geworden.

Immer deutlicher wird in den vergangenen Tagen, dass sich der Kreml vom Dollar-Diktat befreien will. Der russische Finanzminister arbeitet an einem Plan, erste Unternehmen ziehen mit. Die Polittechnologen in Russland haben der Strategie einen Namen gegeben: Dedollariszija. Weg vom Dollar. Denn seit Sommer drohen US-Politiker im Sanktionsstreit immer wieder, sie könnten amerikanischen Staatsbürgern verbieten, russische Staatsanleihen zu kaufen und am Ende gar russische Staatsbanken von Dollar abklemmen …

…wer künftig mit Exportkunden Verträge in Rubel abschließt, soll Steuervorteile genießen. So will der Kreml dann etwa die Mehrwertsteuer schneller zurückzahlen und Unternehmen bis 2014 davon entbinden, ihre Exporterlöse aus dem Ausland nach Russland rückführen zu müssen.

Experten haben jedoch Zweifel, ob Siluanows Pläne tatsächlich etwas bringen. denn gerade europäische Kunden dürften den Rubel kaum als Handelswährung akzeptieren, dafür schwankt sein Werk viel zu stark. Lediglich mit Ländern wie Weißrussland, Kasachstan oder Armeinien handeln russische Exporteure vorwiegend in Rubel. Eine Dollar-Dämmerung lässt sich also leichter herbeireden, als umsetzen.“

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Bereits die WeLT brachte am 12. November 2018 auf Seite 9 WIRTSCHAFT mit EDOUARD STEINER:

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„Russland sagt sich vom Dollar los – Aus Angst vor neuen US-Sanktionen verlangen russische Konzerne von ihren europäischen Kunden, das bezogene Öl künftig in Euro statt in der US-Währung zu bezahlen

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Was russische Ölkonzerne da von ihren westlichen Kunden auf einmal verlangen, kommt selbst für Kenner der russischen Politik überraschend. Denn auch wenn in Moskau seit Monaten über die Abnabelung des Landes vom Dollar gesprochen wird, war nicht zu erwarten, dass die Energieriesen allen Ernstes so schnell Nägel mit Köpfen machen wollen. … Nun wollen einige russische Ölkonzerne also Fakten schaffen, indem sie ihre Ölverkäufe an westliche Abnehmer nicht mehr in Dollar, sondern in Euro abrechnen, wie die Nachrichtenagentur Reuters jüngst berichtete. konkret genannt werden Gazprom Neft und Surgutneftegaz, Nummer drei und vier unter den russischen Ölkonzernen.

Zudem machen sie und auch der staatliche Branchenprimus Rosneft offenbar Druck auf die Abnehmer, indem sie Strafklauseln in die neuen Lieferverträge für 2019 aufnehmen wollen. deren Sinn: Sollten die europäischen Firmen im Fall neuer US-Sanktionen gegen russische Firmen die Geldüberweisungen an diese zurückhalten, könnten sie zu Strafzahlungen gezwungen werden … Nicht nur Ölkonzerne haben Angst. Rund 85 Prozent der russischen Firmen fürchten sich vor dem langen Arm Washingtons, wie eine Umfrage des Aizes Institute ergab … Wirtschaftlich ist Russland verwundbar, zumal die USA überlegen, den eigenen Landsleuten den Kauf russischer Staatspapiere zu verbieten und Operationen russischer Staatsbanken in Dollar zu beschränken…

… Neben den drei Ölfirmen ist es etwa Alrosa: der russische staatliche Monopolist für Rohdimanten hatte im Sommer verkündet, einen Handlesvertrag mit einem chinesischen Abnehmer in Yuan abgeschlsosen zu haben.

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Dietmar Moews mein: Der Markt der Ideen, dem US-Imperialismus auch mit friedlichen – d. h. kapitalistischen – Methoden zu begegnen, erblüht.

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Die USA sind bekanntlich eine autarke Volkswirtschaft – eine Gesellchaft des Reichtums und der Selbstversorgung (mit der höchsten Bürgerkriegs-Toten-Rate der Welt).

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Die USA können auch aus eigener abgekapselter Eigenversorgung leben – allerdings auf dem niedrigen Niveau der Naturalienkunst. Die höchstkostbaren Rüstungsentwicklungen brechen sofort ab, wenn das GERÜMPEL nicht massenhaft exportiert würde.

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AUDI fahren und AUDI entwickeln? – das war einmal in den USA.

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Ein friedlicher Modus der Valutierung der Weltverrechnungs-Bewertung auf Rohstoffe gestützt ist gut möglich, doch vorher werden die USA ihr Muskelspiel ausprobieren, damit abstürzen und dann einlenken.

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In Russland können Leistungsschwächen des Staates leicht sozialisiert werden – Dissidenten sterben auf Rolltreppen. In USA ist das nicht so einfach, denn da sind freie FREIHEITS-AMERIKANER, die private Sonderwege an der OFFIZIALPOLITIK vorbeimachen können.

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Deutschland sollte forciert auf die Vereinigung der europäischen Bürger miteinander und nicht mehr über das Störpotenzial der NATIONALSTAATEN die UNION neugründen. HEIMAT: EUROPA.

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Der TERROR DER USA sollte durch Kommunikation geläutert werden – Frieden ist eine Kulturtechnik, die jedem Menschen möglich ist.

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Goethe, Prometheus

 


Bundeskunsthalle Bonn Ernst Ludwig Kirchner Malerei und Grafik (Erträumte Reisen)

November 19, 2018

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am Dienstag, 20. November 2018

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Die Bundeskunsthalle nennt sich „Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland“, nur findet man diese nicht unter diesen Titeln in den Ausschilderungen von der Autobahn herkommend und auch nicht in der Stadt Bonn, wo man sich lieber MUSEUMSMEILE nennt. So viel, so blöd.

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Vom 16. November 2018 bis zum 3. März 2019 wurde eine Ausstellung von der Bundeskunsthalle übernommen, die in Basel sowie vom Kirchner Museum Davos kuratiert und in einer Mischfinanzierung organisiert werden konnte. Sogar aus Hannover wurde ein Bild ausgeliehen.

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Die begehbare Ausstellung mit farbig angestrichenen Museumswänden findet im ersten Stockwerk der Kunsthalle statt. Die Deckenstrahler wurden nicht sehr präzise und optimal zur Beleuchtung eingestellt, wenngleich die Bilder durch die überwiegend dunkel konstrastierenden Wandfarben (Grün, Blau, Rot, Gelb, bei Papierbilder auch Weiß) zu Leuchtreklamen gemacht wurden. Das soll den EXPRESSIONISMUS betonen bzw. oft sind die Gemälde handwerklich so ungeschickt gemacht, dass zwar der expressive Aussdruckswille des Malers sichtbar ist, meist jedoch keine Leuchtkraft erarbeitet wurde.

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In den Wandtexten (und für den Massentourist auch durch die tragbaren elektronischen Textgeräte) wird Wert darauf gelegt, was der Maler KIRCHNER an Text mitgeben wollte:

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Die jungen Maler der Dresdner Brücke, wie sich diese Gruppe nannte, etwa ab 1905 Jahrhundertwende, stammten an sich von der Königlichen Kunstakademie Dresden, dem Lehrer Otto Gussmann, aber auch als Zugelaufene, teils, die nicht in die Akademie durften (z. B. wurde Oskar Kokoschka an der Brühlschen Terrasse abgewiesen):

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„FREI und die FREIHEIT auszudrücken“, war ihre ausdrückliche MAXIME ihres EXPRESSIONISMUS – „Jeder, der das auch wollte, gehörte nominell zur Gruppe BRÜCKE, die sich als Auslöser einer expressionistischen Bewegung selbst beauftragt hatten.“ KIRCHNERS Kollegen der BRÜCKE-Gruppe waren anfangs Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff – Letztere mit viel mehr Talent zum Malen und Zeichnen als Kirchner.

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Als zeitgemäßes KUNST-MARKETING hat das ziemlich gut geklappt – eigentlich bis heute, werden die BRÜCKE-Stories multipliziert. Von ERNST LUDWIG KIRCHNER ist inzwischen bekannt, dass er ein besonderes Werbe-Genie für Eigenwerbung entfaltete. Einerseits hatte er alle möglichen nicht so ganz erwiesenen Krankheiten, auch Drogismus aller Farben sagte er sich nach, natürlich Alkohol, und auch Wehruntauglichkeit (besser als Franz Marc, der bereits kurz nach Kriegsbeginn „fiel“). KIRCHNERS Profil dagegen war etwas anderes, denn er hatte immer das Kleingeld für seine Freiheit. Er begann angeblich in Nürnberg, studierte in München. Ob in Dresden, dann in Berlin, mit Fehmarn-Urlauben, schließlich in Davos, KIRCHNER war stets beweibt, hatte Atelierwohnungen und die Freiräume seine Kommunikation extensiv zu betreuen. Schließlich erfand sich KIRCHNER einen Pseudonym-Kunstgutachter, der ILIADEN auf den Malerm auf sich selbst schrieb und publizierte: LOUIS DE MARSALLE.

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Die aktuelle Ausstellung in der BUNDESKUNSTHALLE beträgt ZEHN EURO Eintrittspreis und bietet eine umfangreiche Zusammenstellung, ausreichend repräsentativ, den Weg nach Bonn zu investieren. Dabei liegen die Hauptakzente auf ausgewählten Bildern der verschiedenen Malweisen, meist Öl auf Leinwand, aber gemalt von luschig bis hartkantig, skizzenhaft wie Munch oder pastos wie Rembrandt. Grafische Blätter sind teils Skizzen und Zeichnungen bzw. Holzschnitt und Radierung – dieses nicht wirklich bedeutend.

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MALEREI AUF LEINWÄNDEN – meist zeitgenössisch/modern, mit glatten Holzlatten gerahmt, ohne Gärungen und ohne weitere Verzierungen – man sieht, anders als z. B. bei dem „Innovator“ PICASSO die Barockrahmen vom Flohmarkt, bei Kirchner hier in Bonn keine gipsbarockene Flohmarktrahmen. Es handelt sich aber überwiegend um Museumsbesitz-Bilder, die sich anscheinend auf diese moderne Kirchner-(Fenster-)Rahmung geeinigt haben.

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KIRCHNERS BILDMOTIVE sind immer klassisch, hier nie innovativ, d.h. er malt Landschaft, Akt, Gruppen in der Natur, Innenräume, Portrait, Stilleben. Mal erscheint Ausnahmsweise bei einem Innenstadtmotiv ein Automobil in Seitenansicht (das Straßenbahnunglück von Berlin ist hier leider nicht ausgestellt) – Flugzeuge oder U-Boote nicht.

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Wir sehen oft den KIRCHNER, sich selbst als Patient oder Kranken oder Betrunkenen, dargestellt. Seinem Krankenpfleger widmete er mehrere Anläufe (immerhin entließ man ihn infolge eines körperlichen Zusammenbruchs aus dem Militärdienst, mit der Auflage, sich zu kurieren; das machte er allerdings mit Alkohol, Tabak und sonstigen Drogen). Schon mit etwa 30 Jahren wechselte er ins „psychische Fach“ der Zusammenbrüche und Kuraufenhalte. Kurz – KIRCHNERS BILDER sehen meist krank aus.

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Die MALEREI ist stets getrieben, schnell fertig zu werden, nicht zu viel handwerklich aufzuwenden. Bei Ölmal-Technik kann man nicht einfach nass in nass weitermalen, wie es der freie EXPRESSIONIST sich vielleicht erlaubt – denn dann entsteht nicht aus der Summe des Geschmieres aller Farben die Farbe des Lichtes, WEISS, sondern es entsteht DRECK. Da werden dann BADENDE im GRÜNEN zu DRECK. Da werden „klassische“ Raumformulierungen, wie Vorne, Horizont, Hinten, nahe, entfernt, groß, klein, durch nachträgliche Konturen übermalt. Doch dann steht die Figur schon mal neben sich. Wo der Himmel um einen Baum nachträglich herumgemalt wurde, kommt es zu sinnlosen Kippeffekten der Gegenstände.

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Stellt man KIRCHNER in seine Zeit, in der ja alle „Innovationen“ der BILD-KUNST sich förmlich überschlugen. Ob Gegenstände, Symbolik, Ikonologie, Farbauftrag, Stilismen, allein PICASSO durchlief in jenen Jahren alle Stilismen, die auf den Kunstbetrieb eindrängten, je wilder, je lieber: Man sieht also neogothische Verzerrung bei KIRCHNERS Großstadtmenschen und kubistische Kästelungen bis in die Köpfe des Kranken oder umgekippte Perspektiven, das Hinterste nach Vorne vergrößert, dünne Terpentinschubberei, wie bei Edvard Munch und fetteste Übermalungen, z. B. beim früheren Hardedge-Stil Kirchners. Nabis, Jugendstil, Primitive afrikanische Schnitzereien, van Gogh, Matisse, Kubismus, KIRCHNER immer hinterher und war sich allerdings selbst peinlich – man sieht es, wo er sich photographieren ließ (nichts Spontanes oder Freies). Das geht bis hin zu Teppichornamentierungen (einer Teppichknüpferin, für die KIRCHNER entwarf), dann aber eben wie die flächigen Teppichbilder KIRCHNER auch Ölbilder malte.

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Am Besten und von Kirchners Blau-Grün-Violett-Geschmack geprägt, sind Landschaftsbilder von Davos. Sieht man KIRCHNER mit seinem weißen Stehkragen auf seine gestellten Photographien, kann von FREIHEIT eines EXPRESSIONISTEN keinesfalls die Rede sein, eher von einem unglücklich Begehrlichen, einem Ehrgeizling. Sieht man da die Frauenakte ohne Hände, die Otto Müller nicht malen konnte, bei KIRCHNERs Akten, möchte man ausrufen: Wie schlau von Müller, die Hände, die er nicht darzustellen vermochte, immer wegzulassen. Während KIRCHNER voll in die Scheiße griff – denn Figuren, gar Hände, konnte er nicht (dabei gibt es für zahlreiche Motive KIRCHNERS Photovorlagen). Seine Verzerrungen sind nicht Stil oder Abstraktion, sondern Kitsch in wechselndem Stilismus.

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Warum diese Ausstellung in Bonn von den Schweizer Kuratoren „ERTRÄUMTE REISEN“ getauft wurde, erschließt sich nicht beim Durchwandern und Studieren der KIRCHNER-Bilder. Wenn da eine hingesaute, mehrfach verzeichnete Mandolinenspiel-Figur Bildmotiv ist, aber wie an einer dahinterbefindlichen Zimmerwand ein Kirchner-Landschaftsbild die Lücke füllt, bringt der Maler mehrere Malstile in einem Bild – gruseliger gehts kaum beim New Yorker Max Beckmann. Immerhin meidet KIRCHNER die Malfarbe Schwarz, seine dunkelsten Bildstellen sind tiefes INDIGO, also immer hat er blaudurchgetönte Farben, die stets seinen überzeugenden Farbgeschmack bilden.

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Der Trinker von 1914 ist derart totgemalt, dass bestimmte, zu dick übereinander aufgetragenen Stellen (Streifen am Schal) glänzen, als habe er statt Öltempera Fensterlack benutzt. Solche Glanzpartien knallen dann sinnlos aus der Malfläche heraus. Überall, wo der Gegenstand fertig gemacht ist, verschnörkelt KIRCHNER (1880-1938) abschließend die Umgebung, Hindergrund, Himmel, Fußboden, oder was immer, in den Farben seiner Palette, grün, blau, dunkel, ocker hell, viel Krapplack ins Violette. Wo ein Grauwertkontrast gegeben werden muss, weil sonst eine Form sich gar nicht von der Malumgebung abhebt, macht er dann einfach mal gelbe Flecke drumrum oder eine weiße Hauswand, einen hellblauen Baumstamm oder einen grünen Hügel. Immer, wo Hintergrund zuletzt aufgetragen wird, während der Gegenstand bereits dasteht, sieht es linkisch aus. Zwischen herunterhängendem Arm und dem nackten Körper steht mal kein Hintergrund, dann wird oben drauf ein dunkler Pinselstrich als Kontur hingestrichen. Doch es gelingt dabei Nichts, es ist keine abstrakte Malerei sondern Sauerei.

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Abschließend möchte ich sagen:

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Leider wird von der hier verantwortlichen staatlichen SALONPERSONNAGE nicht die Gelegenheit genutzt, wertvolle Ansichten bei dieser Malereiauswahl ERNST LUDWIG KIRCHNERS zu geben – weil Pseudofachfrauen schlicht von Malerei und Sehschule nichts verstehen.

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Man geht also durch, hat Kopfhörer auf, oder eine Führerin erzählt dummes Zeug (z. B. „Kirchner sei gebildet gewesen“) – unweigerlich bekommt man en passent solche Redensarten mit – und das kunstliebende Ausstellungsbesuchs-Menschlein freut sich über das geistige Gebröckel:

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DAVOS, psychisch, krank auf dem Balkon im violetten Schatten, neapelgelbes Gesicht – selbst der Hund sieht aus wie geprügelt („Zauberberg“): FREMDE WELTEN – DOCH SEINER LEBENSREALITÄT STETS VERHAFTET – hier unter der Firmierung ERTRÄUMTE REISEN.

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Gerade las ich in der Süddeutschen Zeitung vom 19. November 2018: „… als Artenschützer das Wort Artenschutz auch nur aussprechen können. Ein Hund? „Wau.“ Eine Katze? „Wau.“ Ein Pferd? „Wau.“ Irgendwas anderes auf vier Beinen? „Wau.“ Ein Vogel? „Wau.“ Das ist für ein Kind, das gerade sprechen lernt, völlig normal. Und wer weiß, vielleicht würde es gar keinen so großen Unterschied machen, ob Eltern mit den Kleinen in den Zoo gehen oder nur in die Hundepension ums Eck.“

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Bei WIKIPEDIA steht: Er starb an Suizid.

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Rolf Hoppe 1930 – 2018 Kurznachruf

November 17, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8679

am Samstag, 17. November 2018

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Rolf Hoppe wurde am 6. Dezember 1930 in Ellrich geboren und ist jetzt 87-jährig, am 14. November 2018, in Dresden gestorben. Rolf Hoppe war zuerst ein deutscher DDR-Schauspieler. Hoppe war verheiratet und lebte zuletzt in Dresden-Weißig. Seine Töchter Christine Hoppe und Josephine Hoppe sind ebenfalls Schauspielerinnen.

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Rolf Hoppe wurde 1930 als Sohn eines Bächermeisters am Südrand des Harzes geboren. Nach Abschluss der Volksschule machte er eine Bäckerlehre. 1946/47 war er als Schauspieler und Regisseur beim Laientheater Ellrich tätig. Nach dem Schauspielstudium am Staatlichen Landeskonservatorium in Erfurt (1949–1951) war er aufgrund von akuten Stimmproblemen zunächst Tierpfleger beim Zirkus Aeros. In der Spielzeit 1950/51 war er an den Städtischen Bühnen in Erfurt. Schulung seiner Stimme am Institut für Sprechwissenschaft in Halle (Saale). Spielzeit 1952/53 ein Engagement am Theater der jungen Garde in Halle. Theater Greifswald (1953/54), Theater der Jungen Welt in Leipzig (1954–1956), Theater Gera (1955/56–1961). 1961 Staatstheater Dresden,1970 Deutsches Theater Ost-Berlin, 1975 Staatsschauspiel Dresden. Bei den Salzburger Festspielen trat er von 1983 bis 1989 in der Rolle des „Mammon“ im Jedermann mit Klaus Maria Brandauer als Partner in der Titelrolle auf. Hoppe gastierte auch in der Schweiz, in Italien und China.

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Von 1994 bis 2003 wirkte er in mehreren Filmen der Fernsehreihe Tatort. Daneben hatte er Episodenrollen in Kommissar Rex, Das Traumschiff, Die Verbrechen des Professor Capellari, Der Bulle von Tölz, Der Letzte Zeuge, SOKO Kitzbühel, Küstenwache.

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Hoppe war Prinzipal des Hoftheaters Dresden, eines Kammertheaters in einem ehemaligen Bauernhof in Dresden-Weißig. Er gründete 1995 einen Verein mit der Vision eines solchen Theaters, kaufte und spendete den Hof dem Verein. Der Spielplan orientiert sich am künstlerischen Anspruch Hoppes.

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Mehr als zwei Jahrzehnte hat sich Rolf Hoppe mit seinem privaten Theater auf Schloss Weesenstein gleichermaßen verdienstvoll wie vielfältig kulturell engagiert. Dort brachte er zum Beispiel seine musikalisch-literarische Reihe Dresdner Dreiklänge zur Aufführung und las Märchen, Balladen und Geistergeschichten.

Von der Tageszeitung Dresdner Neueste Nachrichten wurde er im Jahre 2000 zu einem der „100 Dresdner des 20. Jahrhunderts“ gewählt.

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Huxley Trap tames the sexual revolution

November 14, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8673

am Donnerstag, 15. November 2018

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THE NEW YORK TIMES, 14. November 2014, von Ross Douthat

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„The Huxley Trap

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How technology and masturbation tamed the sexual revolution. (übersetzt von Dietmar Moews)

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There are times in any columnist’s life when you worry about being too much oneself, too on-brand, too likely to summon from one’s readers the equivalent of the weary line delivered by a colleague listening to J.R.R. Tolkien read aloud from his Middle-earth sagas: “Not another [expletive] elf!”

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„Die Huxley-Falle

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Wie Technologie und Masturbation die sexuelle Revolution zähmten.

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Es gibt Zeiten im Leben eines Kolumnisten, in denen … J.R.R. Tolkien zuhört, der aus seinen kriegsgetriebenen Mittelerde-Sagen vorgelesen hat: „Nicht noch ein Elf!“

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Ein Essay des Politico-Magazins in derselben Woche darüber, wie Konservative den Kulturkrieg um Pornografie verloren haben, und einer .. Titelgeschichte über den Rückgang des Geschlechtsverkehrs beunruhigt mich über diese Möglichkeit. Wenn ich beide Stücke zu einem Streit über die Dekadenz unserer Kultur verwandle, können meine Leser es als vorhersehbar empfinden – ein wenig, gut, zu viel.

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Aber wie Tolkien mit seinen geliebten Elfen werde ich weitermachen, denn die Artikel sind die Empfehlung wert. Für Politico erzählt Tim Alberta die Geschichte, wie das Internet die Anti-Pornografie-Bewegung im Wesentlichen getötet hat. Es hat Pornografie so allgegenwärtig und pornographisch verbreitet, dass der Versuch, sie auf sinnvolle Weise zu regulieren, aussichtslos scheint.

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Dann betrachtet Kate Julians atlantische Auseinandersetzung mit dem, was sie die „sexuelle Rezession“ nennt, eine überraschende Realität des Lebens im sexuell befreiten Westen – die Tatsache, dass trotz (oder wegen?) unserer freizügigen Kultur und der weitreichenden Verfügbarkeit von Unterhaltungen, die jeder Art von sexuellem Begehren gerecht werden, der sexuelle Akt selbst etwas aus der Mode gekommen ist. Hinzu kommen die üblichen Begleiterscheinungen (Beziehungen, Ehe, Kindheit), während Onanismus und langfristiges Zölibat auf dem Vormarsch sind.

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Was beide Autoren beschreiben, ist eine postsexuelle Revolutionslandschaft, die fast niemand erwartet hat – mit einer bemerkenswerten Ausnahme, die im Folgenden erläutert werden soll.

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Die Konservativen erwarteten es nicht. Sie glaubten, dass die sexuelle Befreiung unweigerlich zu sozialem Chaos führen würde – dass, wenn man die Zustimmung zum Geschlechtsakt zum einzigen Standard der sexuellen Moral erklärt und junge Menschen ermutigt, Erfüllung libidinär zu definieren, man nicht nur Promiskuität, sondern auch eine Vielzahl von schrecklichen Nebenfolgen bekommen würde: Teenager-Schwangerschaftsraten und Abtreibungsraten, die beide steigen, eine pornographisch begründete Zunahme von Vergewaltigung und sexueller Gewalt, höhere Kriminalitätsraten unter vaterlosen jungen Männern…. im Grunde alles, was in den 1970er und 1980er Jahren zu geschehen schien, als der beschriebene Anti-Pornokreuzzug, am stärksten war.

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Aber viele dieser düsteren sozialen Trends haben sich in den 90er Jahren stabilisiert oder umgekehrt, und anstatt Teenager zu Vergewaltigern zu machen, hatte der internetgestützte Sieg der pornografischen Kultur vielleicht den gegenteiligen Effekt. Die Raten von Vergewaltigung und sexueller Gewalt fielen mit der Verbreitung des Internetzugangs tatsächlich. Das deutet darauf hin, dass die Freuden des Online-Bereichs entweder eine Art Ersatz für Sexualraub, eine Art sexuelles Beruhigungsmittel oder beides waren. Und dieser beruhigende Effekt scheint sich über die Raubtiere hinaus auf das normale Streben nach sexuellen Beziehungen auszudehnen, denn eine Kombination aus Netflix, Tinder, Instagram und Masturbation ist entscheidend für die Decline-of-Sex-Geschichte, die Julians Atlantischer Essay erzählt.

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So erscheint die pornofizierte, permissive postsexuelle Revolutionsordnung heute viel stabiler, als konservative Pessimisten vor 30 Jahren erwartet hatten, ohne dass ein sozialer Zusammenbruch am Horizont droht.

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Aber auch liberale Optimisten lagen falsch -. Es war falsch, zu erwarten, dass die neue Ordnung zu einer deutlichen Steigerung der sexuellen Erfüllung führen würde, falsch, eine gesunde Integration von sexuellem Verlangen und romantischer Bindung zu antizipieren, falsch anzunehmen, dass eine glücklich egalitäre Beziehung zwischen den Geschlechtern erwartet wurde, nachdem der Puritanismus abgelehnt und die Repression beiseite geschoben wurde, auch falsch gesteigerter Kinderwunsch, während Orang-Utanismus und langfristiges Zölibat auf dem Vormarsch sind.

 

Was beide Autoren beschreiben, ist eine postsexuelle Revolutionslandschaft, die fast niemand erwartet hat – mit einer bemerkenswerten Ausnahme, die im Folgenden erläutert werden soll.

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Wir haben zwar soziale Stabilität erreicht, indem wir zum Teil Selbstmissbrauch durch Geschlechtsverkehr ersetzt haben, indem wir reale Interaktionen durch virtuelle Unterhaltung verdrängt haben und die Geschlechter zunehmend voneinander entfremdet haben. „(„Ich bin 33 Jahre alt, ich bin seit Ewigkeiten mit Partnern und Partnerinnen zusammen, und, weißt du, Frauen sind besser“, sagt eine heterosexuelle Frau in Julians Geschichte. „Sie sind einfach besser.“)

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Doch ist das nicht die sex-positive Utopie, die von Wilhelm Reich und Alex Comfort prophezeit und schließlich von Feministinnen der dritten Welle erwartet worden war. Es ist eine Welt flüchtiger privater Freuden und dauerhafter sozialer Isolation, des sozialen Friedens, der durch Sterilität erkauft wurde, des virtuellen Geschlechts als Opium der ansonsten sexuell erfolglosen Massen.

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Und derjenige, der es wirklich kommen sah, war Aldous Huxley in „Brave New World“. Huxley hielt die essentiellen Dystopie für unsere Zeit, das wichtigste Merkmal des spätmodernen gesellschaftlichen Lebens fest -. Es ist eine Art und Weise, wie der Libertinismus – einst eine radikal disruptive Kraft – gezähmt, domestiziert und zur Stabilisierung der Gesellschaft durch die Vermittlung von Technologie und Drogen erfolgreich eingesetzt wird.

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Zwar stimmt keines unserer Pharmazeutika ganz mit seinem „Soma“ überein – der „perfekten Droge“, wie er ein solches Mittel nennt, mit „allen Vorteilen des Christentums und des Alkohols“, aber ohne Kater oder religiöse Schuld. (Unsere eigenen Versionen sind gefährlicher und ungleichmäßiger verteilt.) Aber unsere hedonistischen Formen der virtuellen Realität holen seine pornografischen „Feelies“ und seine „Violent Passion Surrogate“ ein. „(„Alle tonischen Effekte des Mordes an Desdemona und der Ermordung durch Othello, ohne die Unannehmlichkeiten.“) Auf der Grundlage vieler sozialer Indikatoren aus der Internet-Ära spielen die hedonistischen Formen der virtuellen Realität zunehmend die gleiche befriedigende, beruhigende und stabilisierende Rolle.

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Vor allem aber hat Huxley den Weg geebnet, dass eine Gesellschaft, die hinreichend weit in den Hedonismus eingedrungen ist, sogar die Sprache verliert. Zum Beispiel wird jetzt klar beschrieben, warum, sagen wir beispielsweise, „Männer ein Einweg-Silikonei mit Gleitmittel füllen und im Inneren masturbieren“ (eine kürzlich von Julian erwähnte japanische Innovation), keine positive Entwicklung sein könnte.

 

Die Leute, die versuchen, gegen Pornos in Albertas Artikel zu argumentieren, oder die Leute, die kämpfen, um ihre sexuellen und romantischen Unzufriedenheiten in Julian Text zu artikulieren, versuchen, ihren Weg zurück zu einer Weltanschauung zu finden, die traditionell-folkloristische moralische Tugend als eine menschliche Blütezeit wieder ernst nimmt. Aber sie leben in einer Gesellschaft, die oft nur Argumente über Vergnügen versus Schaden anerkennt, und die auf irgendeiner Ebene die Logik von Mustapha Mond, einem der Kontrolleure von Huxleys Weltzivilisation, verinnerlicht hat: „Keuschheit bedeutet Leidenschaft, Keuschheit bedeutet Neurasthenie. Und Leidenschaft und Neurasthenie bedeuten Instabilität. Und Instabilität bedeutet das Ende der Zivilisation. Man kann keine dauerhafte Zivilisation ohne viele angenehme Laster haben.“

 

Angenehme Verhaltenszwänge und Stabilität: Mit etwas technologischer Unterstützung ist das die Sexualkultur, die wir entwickelt haben. Die einzige gute Nachricht und der beste Beweis dafür, dass wir Huxleys Falle noch entkommen könnten, ist, dass wir genug wirklich menschliches Streben beibehalten, um damit unzufrieden zu sein.“

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Dietmar Moews meint: „Onanie macht blind“ – soll Stevie Wonder erzählt haben.

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Mit „atlantisch“ bezeichnet obiger aktueller Meinungs-Essay der NEW YORK TIMES, vom 14. November 2018, eine Werthaltung, die in der neuen Welt möglich ist, wo zwischen Regionalismus, Orthodoxie und Libertär-Radikalismus, relativ spezifisch nichteuropäische Bildungshorizonte gängig sind – sie nennen es „atlantisch“, wenn USA auf die eigene „alte Welt“ des weißen Europas stößt.

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Dass moderne und postmoderne Kulturanpassungen immer daran erkennbar sind, dass tradierte Lebensformen gestört oder geändert werden, wird allgemein von der öffentlich gezeigten Meinung immer distanziert oder ablehnend auf gutes Benehmen, angepasstes Verhalten, tradititionsbezogene Äußerlichkeiten, die mitzumachen sind, bezogen, wenn man nicht ausgestoßen werden will. Erste Steuerungsinstanz mit anerkannten sozialen Zwangsmitteln ist die amerikanische Familie – „a family who prays together, stays together.“

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Folglich sind Verhaltensänderungen, wie hier im Sexualverhalten, abwertend eingeschätzt – als „düstere soziale Trends“. Während in der atlantischen Emanzipation von repressiven christlichen veralteten Lebensformen, Werte und Rechte des geltenden Grundgesetzes vielfältig und durchaus nicht uniform zum Zuge kommen können.

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Der repressive Kreis der Unterwerfungskultur kehrt ständig in Form der anerkannten und auf exklusive Anerkennung abgestellten Formen repressiv strukturierter Sexualverhaltens und der Sprachverbote wieder. Dabei wird in den USA öffentlich stets Keuschheitsform jeglicher Emanzipation übergestülpt.

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Es liest sich geradezu empörend, dass man „sexuelle Rezession“ nennt, eine überraschende Realität des Lebens im sexuell befreiten Westen – die Tatsache, dass trotz (oder wegen?) unserer freizügigen Kultur und der weitreichenden Verfügbarkeit von Unterhaltungen, die jeder Art von sexuellem Begehren gerecht werden, der sexuelle Akt selbst etwas aus der Mode gekommen ist...“

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Ja – atlantisch? was ist das für eine unkultivierte Vorstellung und Projektion? – wenn die selbstgesteuerte oder die selbststeuernde sexuelle Trieborientierung, neben Triebverzicht und Triebhemmungen – die ja alltäglich verlangt sind bzw. erzwungen werden, nicht ein Rest LUST – oder eben UNLUST überlassen bleiben darf, kurz:

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Die ostatlantische Norm, die hier selbstverständlich semantisch exportiert wird, lautet: KINDERKRIEGEN.

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Ich breche ab – S. REICHT.

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Und ich meine Idee, einen Menschenzoo, strickt unter Einhaltung der artgerechten Haltungsregeln des Tierschutzes, kommerziell aufzuziehen, nun doch verwerfe. Wer sollte da schon hinkommen und sich meine nackten, vom Aussterben bedrohten Japaner, in den artgerechten, barrierefreien Gehägen anzuschauen – SPRECHEN VERBOTEN! und NICHT FÜTTERN und dann nebenan, NEGER in allen FARBEN (auf Palmen) sowie INDIANERSTÄMME der verschiedenen Rottönungen, im gemischten Käfig mit ESKIMOS, MONGOLEN und ANDENBEWOHNERN, dazu deutsche CEOS in Anzügen mit Schlips und Kragen, hinter schalldichtem Panzer-Plexiglas.

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Gebraucht würde ein Zoo immer – nach all den lagertechnischen Erfahrungen der Weltkriege. Doch vermutlich werden die zukünftig, nach TTIP und atlantischen Vorschriften, verschärft staatlich organisierten ZWANGS-SEX-DIENSTE auch in Deutschland derart Freizeit killen, dass für Zoobesuche die Gleitzeit nicht ausreicht – vielleicht für SENIOREN?

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FAZIT: Ich halte die Behauptung (der Hypothese), „Technik, verfügbare Internetz-Porno- oder-Sexvideos und Masturbation

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BEZÄHMEN DIE SEXUELLE REVOLUTION“ –

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wie in der NEW YORK TIMES am 14. November 2018 publiziert worden ist, für eine stumpfe Gedankenlosigkeit.

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Die Bedeutung des Begriffs SELBSTMISSBRAUCH ist kindisch, als seien körperliche Verrichtungen allgemeiner Objektivierung bedürftig oder nur zugängig. Was jemand braucht – und sei es der Verdauung halber – ist im freundschaftlich zu gönnen. Wie absurd ist nur, wer Sex und Sex als Trieb dem Erzeugen von Abkömmlingen verpflichtet glaubt, dem frönen zu können, indem soziale und öffentlich-arbiträre Echokammern angerufen werden. Und dann, die Lust der pflichtdienlichen Zeugungspaarung – ev’ry breath you take.

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Welchen Anschluss böte denn ein Postulat „Sexuelle Revolution“ – wozu?

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zu mehr Bisexuellem oder mehr Heterosexuellem oder mehr der Zeugung und Fortpflanzung christkirchlich enggeführter SEXHEIRATEN?

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Masturbation als Körperpflege ist doch nicht revolutionär. Es ist so alt wie ein Mann einen Faustkeil halten kann. Und was Angenehmeres gibt es denn, als sexuell ausgeglichene Gemüter, anstatt sexistischer Überspanntheit oder auch ständig Auflachen, die gerümpfte Klitoris keine Sekunde vergessend?

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Was beliebt ist auch erlaubt – ist die Moral von der Geschicht, des unverheirateten Malers und Dichters WILHELM BUSCH. Ond so wollon wor dos och nonnon.

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Indien feiert die weltgrößte Statue

November 13, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8672

am Mittwoch, 14. November 2018

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 2. November 2018

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Ein seltsames Anschauungsobjekt der Neuen Sinnlichkeit ist in Indien geschaffen worden:

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Neue Zürcher Zeitung, titelt am 2. November 2018:

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„Indien feiert die weltgrößte Statue

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Indiens Ministerpräsident Narenda Modi hat am Mittwoch im Gliedstaat Gujarat die höchste Statue der Welt, eine 182 Meter hohe Skulptur des Nationalhelden Vallabhbhai Patel, eingeweiht. Er würdigte den früheren Vizepremierminister als Visionär, der das Land geeint habe. Patel hatte den gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht mitorganisiert. das Monument stößt aber auch auf Kritik … Seite 4 …

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NZZ, Seite 4 von Marco Kauffmann Bossart, Mumbai:

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„Modis Mega-Monument wirft politische Schatten – Die Bronzeskulptur für den indischen Unabhängigkeitshelden Patel ist doppelt so hoch wie die Freiheitsstatue

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100 000 Tonnen Stahl und Beton – Indiens Regierungschef Narenda Modi liebt die große geste, die großen Projekte. Am Mittwoch hat er eine 182 Meter hohe Skulptur des Unabhängigkeitshelden Vallabhbhai Patel eingeweiht. Im Rahmen einer pompösen Zeremonie würdigte Modi den früheren Vizepremierminister und Armeechef als Visionär, der das Land geeint habe.

Aus Helikoptern rieselten Blüten über das Betonhaupt Patels. Ein Feuerwerk leuchtete in den Nationalfarben. geehrt wird Patel in seiner Heimat Gujarat, wo auch Modi seine Stammlande hat, mit einem Bauwerk, das doppelt so hoch ist wie die Freiheitsstatue in New York. Es überragt auch eine der bis anhin weltgrößten Skulpturen, eine Buddha-Figur in China…. Für Modi symbolisiert die kolossale Statue Indiens Aufstieg und wachsende Bedeutung. In seiner Ansprache pries er die Skulptur als Ausdruck indischer Ingenieurkunst.

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…Allerdings musste die riesige Bronzehülle in China hergestellt werden, vom strategischen Gegenspieler Indiens. Allem Anschein nach fehlte es der indischen Industrie an der nötigen Einrichtung und Expertise, um den Koloss zu fertigen…. Rahul Gandhi spottete, ausgerechnet ein indischer held trage das Label „made in China“. …Manchen scheint es fraglich, ob es opportun sei, rund 30 Milliarden Rupien (360 Millionen Franken) in einen Weltrekord zu stecken … Delhi glaubt, das Bauwerk werde massenweise Touristen anlocken und damit Einnahmen und Arbeitsstellen generieren … An der Küste von Mumbai entsteht ein Denkmal für den Kriegshelden Chhatrapati Shivaji aus dem 17. Jahrhundert. es soll 212 Meter hoch werden, noch 30 Meter höher als die Patel-Statue.“

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Dietmar Moews meint: So ein Koloss ist doch beachtlich. Ich denke dann immer an die kürbisgroße Elephantiasis eines Biafra-Kriegs-Opfers, im Jahr 1966, dessen Hoden derart krankhaft vergrößert war, dass er sich darauf niedersetzen konnte (das Gehen war ziemlich schwierig).

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Und noch dieser HINWEIS:

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Die indische Groß-Figur ist keine Skulptur (nicht vom Materail herunter geschlagene Form), sondern eine aufgebaute Form, eine Plastik, abgegossen und nach Vorformen hergestellt. Man kann allgemein von Figur, von Statue, von Monument sprechen, aber SKULPTUR ist falsch (Bronzen können unterschiedlich vorgeformt werden; doch es sind immer Abgüsse, keine Skulpturen). Auch ist im Text die Rede von Stahl und Beton – also nicht Bronze? – da ist der Autor der NZZ nicht so ganz kompetent.

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Wer noch Fragen zu Natur, Gegenständlichkeit, Abstraktion vom Gegenstand her, hat, muß nur mal verstehen wollen, was das Größenverhältnis des anthropolozentrischen Leibes eines Menschen zu einem Kunstwerk haben kann. Je kleiner oder größer ein Kunstwerk als Ding der Erscheinungswelt von der menschlichen Körperlichkeit abweicht, desto mehr ist es auf Gegenständlichkeit angewiesen.

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Anders ausgedrückt:

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Wenn man sich ein 500 Meter hohes informelles Objekt in die Gegend stellt, würden dieses „Kunstwerk“, allein wegen der Übergröße, Menschen gar nicht als Kunstobjekt, Skulptur, Plastik, Assemblage, erkennen können. Je größer so eine Figur (figürlich) an Ausmaßen ist, desto stärker muss die naturbezogene Figürlichkeit dargestellt sein:

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Eine 500 Meter hohe Figur ist bereits am kleinen Zeh erkennbar.

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Maßstäblichkeit ist dabei ein entscheidender Aspekt der Materialwahl, der Werktechnik des Meister, der der Werktechnik bezogene Abstraktionsgrad (denn eine Kunstwerk ist keine Naturnachahmung) – trifft der Meister einen genialen Zugriff für sein Werk, nur dann schafft er ein großes bedeutendes Kunstwerk – wer davon nichts beachtet, schafft ledig Rumgemache und narrative Propaganda eines skeptischen Nichtwissens.

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Wir sehen die Bronze-Figurinen von RODIN, z. B.  „Den Denker“ als Briefbeschwerer, als lebensgroßer Abguß oder als Blow-up für den Museumsvorplatz – und jedesmal erkennt der Kenner die wesentlichen Qualitätsunterschiede, ob Kleinkunst, Kitsch oder Blow-Up-Sinnlosigkeit.

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