Hartmut Geerken 1939 – 2021 Kurznachruf

Oktober 25, 2021


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am Montag, 25. Oktober 2021

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Hartmut Geerken 1939 – 2021 Kurznachruf - featured image

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Hartmut Geerken, geboren am 15. Januar 1939 in Stuttgart, ist jetzt 82-jährig, am 21. Oktober 2021 in Wartaweil am Ammersee gestorben. Geerken war ein Künstlergelehrter mit bedeutenden Leistungen als deutscher Musiker, Komponist, Schriftsteller, Publizist, Hörspielautor und Filmemacher.

Hartmut Geerken lebte nach weltweiten Aktivitäten in aller Welt, seit 1983 in Wartaweil bei Herrsching am Ammersee, war seit 1972 mit der deutschen Schriftstellerin und Herausgeberin Sigrid Hauff (*1941 – 2018) verheiratet; sie hatten damals Sohn und Tochter. Dort ist Hartmut Geerken jetzt, so weit es hier bislang ohne nähere private Angaben bekannt wurde, zuhause gestorben.

In einem respektvollem (von mir hier redigierten) Nachruf, würdigte die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Leben des Hartmut Geerken, durch einen Nachruf mit Bild, den Michael Lentz (geb. 1964) verfasst hat.

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Hartmut Geerken spricht zu „Goethe in Kabul“, 2016 in Wien

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FAZ, am 25. Oktober 2021:

„Spinat für Albert Einstein – Zum Tod des Dichters, Musikers und Filmemachers Hartmut Geerken / von Michael Lentz

Es gibt wohl kaum einen Künstler, der auf so verschiedenen Gebieten tätig war, wie dieser weltgereiste Dichter, Musiker, Archivar, Ausstellungsmacher und Discjockey, Filmemacher, Mykologe, Plakat- und Kulissenmaler, Schiitake (Heilpilz)- und Hummelzüchter, Schauspieler und Tonmeister./ Als Autor von Gedichten, Prosa, Hörspielen und Essays schrieb Hartmut Geerken die kompromissloseste, in weiten Bögen denkende und sich artikulierende Literatur und gehört mit „bunker“, „kalkfeld“ und der Exil-Trilogie „Maßnahmen des Verschwindens“ zu den bedeutendsten Hörspielmachern weltweit. Die von ihm und Detlef Thiel herausgegebene „Edition Salomo Friedländer/Mynona“ umfasst 33 Bände. Hinzu kommen fünf Bände mit Studien über Friedländer. Das ist eine Herkulesarbeit. Als Mitherausgeber der wichtigen Reihe „Frühe Texte der Moderne“ sichtete und bewahrte er das literarische Erbe der klassischen Avantgarden. Darunter das bis dahin nur residual anfang der 1920er Jahren in der expressionistischen Zeitschrift „Der Sturm“ von Herwarth Walden veröffentlichte Gedicht ZUGINSFELD – zur Ächtung des Krieges, von Otto Nebel (1918 in englischer Kriegsgefangenschaft in Colsterdale geschrieben), das dann im Jahr 1979 erstmalig als „dichterisches Werk“ (hrsg. von Rene Radrizzani) in drei Bänden als „Frühe Texte der Moderne“, von Hartmut Geerken, gemeinsam mit Jörg Drews und Klaus Ramm erneut bekannt worden ist. /Interessiert an internationalen Mythen und Ritualen ebenso wie an der Zeitgeschichte, wie sie etwa in „phos“ (2005), autobiographLachen Ausdruck findet, war Geerken Mythenschöpfer in eigener Sache. In seinen Büchern, auch in Gesprächen, schrieb und sprach er sich her von Urgroßonkeln, Großvätern und Tanten, die ihren Beitrag zur Weltgeschichte zu leissten wussten: so habe sein Urgroßonkel Carl Schenk gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts die moderne japanische Mineralogie begründet und sei später „massgeblich an der Konstruktion der „golden gate bridge“ beteiligt gewesen, seine Tante Helene Lorch habe um 1910 „große mengen von spinat für den jungen physiker albert einstein“ konserviert, der „mit hilfe dieser sog. gehirnnahrung die relativitätstheorie entwickelte“. Johann Mannhardt, ein „vorfahr mütterlicherseits“; „war der erfinder des minutenzeigers der turmuhr und einer guillotine.“/ Weilte er nicht für Jahre in fernen Ländern oder auf der griechischen Insel Gavdos oder war unterwegs zu einem Konzert mit seinen zahlreichen Musikerfreunden wie Famoudou Don Moyé oder dem Cairo Free Jazz Ensemble, gab es keinen Tag, an dem Geerken nicht in seinen Archiven arbeitete, seinem die Nachlässe verwaltenden Salomo Friedländer-, Anselm Ruest- und (weltweit umfangreichsten) Sub Ra-Archiv, oder seinem unerschöpflichen Musikarchiv mit Aufnahmen jener Konzerte seit den Siebzigern, die er in den letzten zwanzig Jahren bei zahlreichen internationalen Labels veröffentlichte, der besseren Qualität wegen überwiegend als Langspielplatte. Ein Archiv, aus dem er kontinuierlich seine Bücher destillierte, war er sich auch selbst. Dieses Archiv bestand aus Gedächtnisarbeit und den vielen Notizbüchern, die er stets bei sich hatte. Seine Bücher sind das radikalste Zeugnis einer Literatur gewordenen unausgesetzten Selbstwahrnehmung, die im Eigenen immer das Andere und den Anderen erkennt. Träume spielten für seine Bücher eine ebenso große Rolle wie die Mitschrift der Umgebung und der Situation, in der ein neues Buch entstand. In einem Gespräch mit mir sagte er einmal: „Wenn ich über ein Thema schreibe und es fliegt ein Pfeil von Wildgänsen über mich hinweg, dann kommen die halt im Text auch vor.“/ Autobiographische Momentaufnahmen, Alltägliches wie Hochkulturelles, zur Hommage gewandelte Fremdbiographien oder (Jazz-)Musik in ihren ekstatischen Formen transformierte er mit dem Blick des Ethnologen und Orientwissenschaftlers in wundersame Texte. Die Jahre in Kairo (1966 bis 1972), Kabul (1972 bis 1979) und Athen (1979 bis 1983), wo Geerken als Dozent und Goethe-Instituts-Leiter tätig war, seine Reisen nach Pakistan, Indien, Ostasien, Afrika und Australien, nach Algerien und in die Türkei führten zu künstlerischen Kooperationen und veränderten seine Ästhetik./ In einem einzigen pulsierenden Satz vermochte Geerken Erdteile und Jahrhunderte zu verbinden, der Leser geht auf assoziativen Freiflug und staunt über die neue Ordnung von Zeit und Raum, die seine fessellose Literatur hervorbringt. Bücher wie „Obduktionsprotokoll“ (1975), „mappa“ (1988) – zusammen mit dem Opus magnum „kant“ (1998) (alle bei Klaus Ramm in Spenge) und „phos“ (2005) sein wichtigstes – oder „moos“ (2010) sind Gedankenlesemaschinen, Bewusstseinsaggregate, Wahrnehmungssammelsurien, Gedächtnis- und Lektüreprotokolle, Hybride aus Prosa und Lyrik, Texte und Metatexte. In ihnen obwaltet ein enzyklopädisch zu nennendes Wissen und eine strenge Ordnung: die der Assoziation, der Analogie, des Gedankensprungs, des großen Anakoluths! Das Geerken-Kompendium „forschungen etc.“ (Waitawhile, 2006) mit Texten aus dreißig Jahren gibt den besten Überblick über das Denken und Schreiben des 1939 in Stuttgart geborenen Künstlers, der seit 1983 in Wartaweil bei Herrsching am Ammersee lebte. Wie jetzt bekannt wurde, ist er dort am Donnerstag gestorben.“

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Dietmar Moews meint: Andenkend unserer Freundschaft als Künstlergelehrte seit 1987, möchte ich dem begeisterten Lebensfreund Hartmut Geerken noch meinen Dank nachrufen: Nachdem ich in den 1970er Jahren das Wort OTTO NEBEL kennenlernte, kam erst 1979 die hervorragende Ausgabe in drei Bänden für die Edition Text+Kritik, die der Schweizer René Radrizzani in Puly bei Lausanne am Genfer See herausgegeben hatte, der Otto Nebel persönlich kannte, und auf diese Weise mit meinem Künstlergelehrten Hartmut Geerken verbunden war. Kurz, Hartmut Geerken schenkte mir – der ich seit Jahren bereits an OTTO NEBELS ZUGINSFELD malte, im Jahr 1987 Tonbandkassetten mit Originalaufnahmen der noch in den späteren Jahren von dem Künstlergelehrten, Dichter, Schauspieler, Baugewerke-Techniker und Maler Otto Nebel eingesprochenen Volltext-Lesung des ZUGINSFELD (189 Seiten langes Gedicht „Zur Ächtung des Krieges und der (Öl auf Leinwand, 155cm/287cm, 1976) Gesellschaft die den Krieg hervorbringt“) sowie weitere von Nebel eingesprochene frühmoderne Gedichtwerke (z. B. auch Schwitters Ursonate). Seit jener Zeit waren wir freundschaftlich verbunden, während er am schönen Ammersee lebte, wo ich mehrmals war, trieben mich die Umstände in die Großstädte, München, Magdeburg, Leipzig, Hamburg, Dresden, Hannover, Berlin, Köln, immer froh auf die Neue Sinnlichkeit der Künstlergelehrten achtend, die leider sterben, wenn sie alt sind. (In meinem ersten Bilder-Katalog habe ich eine Malerei abgebildet mit dem Titel: „warteinweil, wo die frommen soldaten sitzen und sich lustig machen“). Wie stefan george und teils beim bauhaus schrieb hartmut geerken seine texte gerne gemäßigt klein.

Werke und Titel sind umfangreich im WIKIPEDIA-ARTIKEL >Hartmut Geerken< verzeichnet.

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Weltkriegsende vor 100 Jahren mit ZUGINSFELD, Steinmeier und Macron

Dezember 14, 2018

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am Sonnabend, 15. Dezember 2018.

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ZUGINSFELD 37 DMW 667.14.8., 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand

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Weltkriegsende vor 100 Jahren – Steinmeier und Macron bei Konzert in Straßburg.

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Frankreichs Staatschef Macron und Bundespräsident Steinmeier haben an das Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

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Beide Politiker kamen dafür zu einem Friedenskonzert im Straßburger Münster zusammen. Die Aufführung war Auftakt einer Serie von mehreren Gedenkveranstaltungen. Ab kommender Woche besucht Macron auf seiner Rundreise durch mehrere Departements zahlreiche Soldatenfriedhöfe und ehemalige Schlachtfelder, darunter Verdun. Am 11. November 1918 unterzeichneten Vertreter des Deutschen Reichs in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne den Waffenstillstand. Er war Voraussetzung für den Friedensvertrag von Versailles.

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Mit seinem Gedicht ZUGINSFELD, zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft die den Krieg hervorbringt, das der Maler-Dichter OTTO NEBEL als deutscher Weltkriegsoldat im Gefangenschaftsjahr 1918 im englischen Colsterdale schrieb, wurde ein literarischer Fels in die Kriegswüste gesetzt. ZUGINSFELD ist 189 Seiten lang und verdient in Deutschland den Schullehrern bekannt gemacht zu werden.

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Der Maler Dietmar Moews hat im Jahr 1980 mit den ZUGINSFELD den ersten Weltkrieg, zur Ächtung des Krieges, begonnen in großen Bilder zu malen, Die Ächtung des kritischen Künstlers in der „Verirrten Kunstorganisation“ Deutschlands ist ebenso gestrickt und wasserdicht abgeriegelt, wie es der Oldenburger Komponist Thomas Schmidt-Kowalski worden ist. Dietmar Moews hat die zwangsläufige Selbstzerstörung bis heute erfolgreich abgewehrt und lebt seit 2013 in Köln am Rhein.

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Ein Jahrestag, hundert Jahre nach dem publizistisch bis heute umkämpften Kriegsende, 1918, wird von OTTO NEBEL – zumindest als erlebtes Zeugnis eines absurden industriellen Machwerks – mit ZUGINSFELD zweifelsfrei als LEHRE durch SCHADEN eingefangen.

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ZUGINSFELD Kirchentag Halle Georgenkirche 1997 Mitteldeutsche Zeitung

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Ich zeige hier einige Abbildungen aus dem Malerei-Zyklus ZUGINSFELD, an dem Dietmar Moews seit dem Jahr 1980 malt. Dieses große Kunstwerk umfasst inzwischen etwa 50 großformatige, quadratische Tafelbilder mit dem abfolgenden, nachlesbaren ZUGINSFELD-Text als geistig-sinnliche Fassung für die Zukunft.

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ZUGINSFELD auf dem Odeonsplatz München, Freilichtausstellung von Schwabing Extra zur Wehrtagung in der Residenz 2003

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AUSSTELLUNGEN mit ZUGINSFELD (Auswahl)

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1985 DORTMUND Westfalenhalle Zuginsfeld

1997 in der Georgenkirche HALLE/Saale zum Ev. Kirchentag Leipzig/Halle

2003 Openair am Odeonsplatz in München von SCHWABING EXTRA

2006 Goethe-Institut Dresden mit Thomas Wipf und Lothar Lange

2010 BERLIN Alt-Pankow GLOBUS mit VORGARTEN

2014 OPENAIR KÖLN-SÜDSTADT Mainzer Straße

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ZUGINSFELD 18 bei
Kriegs Schau Platz 2003 München

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ZUGINSFELD zur Ächtung des Krieges in Köln 2014

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ZUGINSFELD Dortmunder Westfalenhalle 1985

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ZUGINSFELD 33 „Die dicke Berta“ gemalt von Dietmar Moews 2008 in Berlin 190/190cm Öl auf Leinwand

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ZUGINSFELD 34 „Gaaas“, DMW 665.12.8. gemalt von Dietmar Moews 2012 in Berlin Öl auf Leinwand 190cm / 190cm

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ZUGINSFELD 30

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ZUGINSFELD 31 „Hakenkreuz“ gemalt von Dietmar Moews 190/190cm Öl auf Leinand

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ZUGINSFELD 32 „O Veitstanz“ gemalt von Dietmar Moews 2008 in Berlin Öl auf Leinwand 190 cm / 190 cm

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Zuginsfeld am Odeonsplatz München

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Zuginsfeld am Odeonsplatz Münch3n 2003

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ZUGINSFELD BERLIN Altpankow

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Zuginsfeld KÖLN SÜDSTADT 2014

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ZUGINSFELD 28
am 11. Juli 2014
in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen in der Kölner Südstadt

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ZUGINSFELD-Reihe
am 3. Juli 2014 in der Mainzer Straße (nördlich Eierplätz
chen)

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ZUGINSFELD 27 „Man kann ja nie wissen“ DMW 548.2.99, 198cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1999 gemalt

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ZUGINSFELD
THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2006

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ZUGINSFELD
THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2003

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ZUGINSFELD
Goethe-Institut
LOTHAR LANGE, THOMAS WIPF proklamieren

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Goethe-Institutsleiter ROBERT SOBOTTA in Dresden

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Köln Süd offen! 2016 – ZUGINSFELD 42 von Dietmar Moews verkauft

Mai 26, 2016
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Vom Donnerstag, 26. Mai 2016

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Ein im Jahr 2015 angebahnter Kunstkauf eines Sammlers hat jetzt für den Maler Dietmar Moews eine spannenden Situation ergeben.

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https://www.youtube.com/watch?v=DQOSFS6C-ok

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Es ist das große Tafelbild „ZUGINSFELD mit dem Hülsenbeckschen Kind“ von dem Kunstsammler gekauft worden. Der abgestimmte Verkaufspreis (VK) soll einvernehmlich 10.000.- Euro betragen. Es wurde eine den Kauf ernsthaft glaubhaft machende Anzahlung bar vom Käufer geleistet.

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Uneinigkeit herrscht seit einigen Monaten darüber, in welchem Zustand dieses große Werk aus der Bilderreihe ZUGINSFELD (42) DMW 681.1.14.,190cm/190cm, Öl auf Leinwand, in Köln gemalt, ausgeliefert bzw. abgeholt werden sollte.

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DIETMAR MOEWS „ZUGINSFELD 42“ DMW 641.1.14., 190cm/190cm, in Köln gemalt

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Sammler und Künstler haben den Kauf vereinbart, als das Gemälde aus Sicht des Malers noch nicht fertig war. Der Sammler wollte aber das Bild in etwa dem Zustand, den es bei der ersten Begegnung hatte, für sich in seine Sammlung aufnehmen. Inzwischen wurde aus der gesamtrhythmisierenden Durchgestaltung des fortlaufenden OTTO-NEBEL-TEXTES “ZUGINSFELD“ – Zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die den Krieg hervorbringt, das ZUGINSFELD 43 und nunmehr das an ZUGINSFELD 42 den bildlichen Anschluss ausformende ZUGINSFELD 44, angeregt und für einen weiteren Kauf für die Privatsammlung optiert. Es wird für die Köln SÜD OFFEN!

 

Am 04. bis 05. Juni 2016

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der Sammler zum Kauf erwartet.

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Dietmar Moews meint: Ich finde Bilderkäufer geradezu als Marketing-Partner meines ausquellenden Lebenswerkes ausgesprochen wertvoll. Aufgrund folgender Erfahrung sind die individuellen Wertentscheidungen wünschenswert:

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Wenn ein Privatsammler selbstausgewählte Werke mit seinem persönlichen Berater intensiv durchdacht und diskutiert – ist baldige künstlerische Fruchtbarkeit und Fortpflanzung sicher.

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Dabei sind Kaufgelder und private Standorte immer schöner. Sie haben bis heute intensive Wirkung, Kommunikation und Folgeaufträge und Folgekäufe eingetragen. Das hat mehr Bedeutung als staatliche Bezeugung und Ankäufe, wo die Werke meist in Depots lagern und erst im Museum ausgestellt werden, nachdem man sich anderswo am Kunstmarkt durchgesetzt hat und einen großen Namen hat –.

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Erfahrungsgemäß ist die staatliche Salonpersonnage nicht fähig, ihre Museumsstücke auszustellen, was sie tun müsste – sondern sitzen die Bereitstellung meist einfach aus. Viel besser als die Eigensammlung des Künstlers und im Wechselspiel mit jeglicher Nutzung und Verwertung, waren die Erfahrungen mit einem Sammler immer sympathisch.

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Selbst weitverbreitete Unkenntnisse über Verkaufpreise von Marktrang über mehrere Jahrzehnte am ersten und zweiten Kunstmarkt lassen sich nachvollziehbar klären. Vorausgesetzt ist dabei lediglich, dass ein Künstler mal irgendwann an den Berufsgeheimnissen der Kunst naschen durfte, und aufs Geschäftliche einen nüchternen Blick pflegt. Ein wenig PLATON schadet dabei weder Künstler noch Kunstkonsument, wo es heißt:

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Das eine ist das Werk – das andere ist das Rechnungschreiben.“

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Der Kunstprozess, der um ein Werk beginnt, wenn es gekauft und bezahlt worden ist, ist erfahrungsgemäß anders und intensiver, als nur die Betrachtung des Werkes durch anonyme Betrachter während einer Ausstellung.

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Ich finde auch interessant, zu erfahren, welche Art von Ambition ein Käufer hat, sei es, dass bereits eine beträchtliche Privatsammlung oder privat-öffentliche Vermarktungsstrukturen dahinter stecken. Oder auch, wenn ein Sammler eine kleine Auswahl verschiedener Hände und Köpfe als Sammlung bereits verfügt oder sogar nach jahrelangem Für und Wider, der allererste Kunstkauf anliegt.

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Wann ein Werk fertig ist, bestimmt der Künstler selbst zweifellos. Wann ein Käufer kauft, kann der Kaufwillige annonzieren – beide müssen sich dann einigen oder nicht. Gekauft ist, wenn bezahlt ist.

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LICHTGESCHWINDIGKEIT Empfehlung: Köln Süd offen! 2016 – so lautet die EINLADUNG an alle Kunstinteressierten und Freunde zur diesjährigen Künstler-Aktion in KÖLN SÜD 2016.

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Das ZUGINSFELD-Bild 44 soll dieses Jahr bei Köln Süd offen! 2016 den Mittelpunkt der Präsentation bei Dietmar Moews werden. Dazu sind alle freundlichen Interessenten herzlich eingeladen.

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DIETMAR MOEWS „ZUGINSFELD 44“ – Ausschnitt

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Auch zu den diesjährigen 11ten Tagen der offenen Ateliers gibt es wieder den bewährten Plattenkuchen und Kaffee bei Hendrikje Gröpler und Dietmar Moews in der Mainzer Strasse 28.

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Neue Sinnlichkeit mit Sprachberaterin und Korrekturleserin am 28. Juni 2014 bei ZUGINSFELD auf der Mainzer Straße in Köln

Hendrikje Gröpler und Dietmar Moews als einladende Gastgeber zu

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Köln Süd offen! 2016 findet am Wochenende 4. und 5. Juni 2016 statt.

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Gleichzeitig finden Sie auch den inspirierten Künstler, unseren Nachbarn ARMIN FISCHER in der Mainzer Straße 28, der Malerei, Collagen, Objekte vorstellen wird.

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Es wollen sich 79 Künstler PLUS DIETMAR MOEWS daran beteiligen, sich und ihre Kunstwerke öffentlich in den Mittelpunkt der Begegnung mit Kunstpublikum zu stellen.

www-koeln-sued-offen.de

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Bürgerkrieg in USA: 12.000 TOT-Schießopfer im Jahr 2015

Dezember 26, 2015
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Vom Samstag, 26. Dezember 2015

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Amazing Grace.

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Der Jahresabschluss, den sich die Deutschen Weihnachten des Jahres 2015 vor Augen führen müssen, besteht aus unzähligen Anhaltspunkten, teils privater, teils heimatlicher, teils nationaler und europäischer Bedeutung.

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Alles erlaubt den Blick nach Vorne nicht ohne die weltweiten Geschehnisse und unsere deutschen Bindungen, Abhängigkeiten, Veränderlichkeiten und Traditionen.

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So ist Deutschland heute mit der deutschen Bundeswehr in mehreren heißen Kriegen, zugleich Kriegstreiber, Waffenproduzent und Rüstungsexporteur.

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Leute, die heute, an Weihnachten, meinen, man solle doch wenigstens Weihnachten mal die Schlechtigkeiten weglassen, sind krank und nicht verantwortungsfähig.

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Man tröstet sich gerne mit Vergleichen:

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Woanders ist es schlechter.

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Die Russen werden polizeistaatlich bevormundet.

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Die Kurden werden von Erdogan mit Waffengewalt zerkleinert.

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DIETMAR MOEWS SPORTFLAGGE Israel -Barrenturnen

der DLF-Publizist Mario Dobovisek brachte es heute fertig, eine Hilfsorganisation in Bethlehem / Palästina im Radio zu befragen: Warum sind die Palästinenser traumatisiert? ANTWORT: Weil sie eine hoffnungslose Zukunft haben. Warum stechen Kinder und Jugendliche mit Messern? ANTWORT: Weil sie traumatisiert sind. Warum sind sie traumatisiert? ANTWORT: Weil ihnen eine 8 Meter hohe Mauer das Leben abschneidet. Warum werden israelische Soldaten mit Messern gestochen? ANTWORT: Weil die Wirtschaft in Bethlehem zusammengebrochen ist. Warum ist die Wirtschaft zusammengebrochen? ANTWORT: Weil die Menschen Angst haben und die Touristen wegbleiben. Warum geben die palästinensischen Messerstecher den Israelis keinen Frieden?

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Was erlaubt sich der Deutschlandfunk mit diesem irren Publizisten Dobovisek? Er liest uns heimlich das Titelblatt der JÜDISCHEN ALLGEINEN vor, deren Propaganda zum Weihnachtshimmel stinkt! Was machen die Israelischen Soldaten in Palästina?

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So besoffen, wie hier die heiligen Schriften vorgeschoben werden, weil verhasste Militanzgruppen, wie die Massaker-Israelis in Palästina, einen Landraub- und Vertreibungskrieg gegen die einheimischen Palästinenser mit Gewalt durchsetzen, kann es kein friedliches Miteinander geben.

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Und nun die USA:

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12.000 zivile Todesopfer im laufenden Jahr 2015 durch Schusswaffengebrauch und Selbstjustiz auf den Straßen.

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In keinem Bürgerkrieg unserer Welt gibt es so viele Todesopfer wie in den USA. Es werden derzeit mehr Menschen in den USA in Gefängnissen eingesperrt, als in irgendeiner anderen Staatsgesellschaft.

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Dietmar Moews malt ZUGINSFELD zur Ächtung des Krieges zu Otto Nebels Gedicht

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Dietmar Moews meint: Die Unterentwicklung und Rückständigkeit der US-Staatlichkeit, die eigenen Staatsbürger in einem rechtsstaatlichen Modus zu halten, indem der private Schusswaffenbesitz und die damit einhergehende unerlaubte Schusswaffenbenutzung und rechtswidrige Tötungen gegen zivile Menschen schreckliche Opferzahlen aufweisen, ist keine „innere Angelegenheit“ der USA.

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Der Welt-Völkerbund UNO muss sich dieses Missstandes annehmen.

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Amazing Grace / Race (Erstaunliche Begnadetheit der weißen Amerikaner).

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DITTSCHE wie von Dietmar angekündigt – SO NICHT

November 15, 2015
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Vom Sonntag, 15. November 2015

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ZUGINSFELD (hier Bild 44) Bilderreihe zur Ächtung des Krieges, gemalt von Dietmar Moews seit 1981,

nach dem expressionistischen Gedicht von OTTO NEBEL

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Ja, liebe LICHTGESCHWINDIGKEIT Leserin und lieberer Leser – es kommt, wie ich es längst in zwei Blog-Beiträgen (zu Dittsche und zu Schorsch Aigner) analytisch darlegte:

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Die Umstände sind nicht mehr, wie einst DITTSCHE -Dittrich mit BamS unterm Arm Sonntag abends in der Eppendorfer Grillstube ablassen konnte.

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Zwar muss jede Grillstube zu Feierabend geputzt werden.

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Aber einem DITTSCHE müsste ein alkoholistischer Knick die Moralität brechen, wenn er jetzt weiter mit PILS und BamS in den Äther wollte.

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=19285&action=edit

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=16744&action=edit

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=19752&action=edit

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=15364&action=edit

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Leider sind die Entscheidungsprozesse zur Dittsche-Aussetzung mir nicht bekannt.

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OFFIZIELL heißt es also ab heute:

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NDR.de „Stand: 15.11.2015 12:05 Uhr – Lesezeit: ca.4 Min.

Neue „Dittsche“-Staffel startet später

von Stefanie Grossmann

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Seit mehr als zehn Jahren schlüpft Olli Dittrich in die Rolle des „Dittsche“. 23 Staffeln der Kultsendung aus der „Eppendorfer Grillstation“ sind bisher erfolgreich über den Bildschirm geflimmert. Die 24. Staffel sollte eigentlich ab dem 15. November im NDR Fernsehen laufen. Aufgrund der Anschläge von Paris haben sich jedoch WDR und NDR dazu entschieden, den Start der neuen Folgen zu verschieben. Ein neuer Termin steht bisher nicht fest.

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Obwohl in Offenbach geboren, gilt Olli Dittrich doch irgendwie als waschechter Hamburger Jung. Kein Wunder, denn als arbeitsloser Dittsche schlurft Dittrich in Bademantel und Schumiletten in seiner gleichnamigen Sendung fast wöchentlich aus der „Eppendorfer Grillstation“ in die deutschen Wohnzimmer – und das mit typisch Hamburger Dialekt. In der Komiksendung sinniert er über Verschwörungstheorien, spricht liebevoll von dem Imbiss als „muggelichem“ Platz und trinkt lecker Bier, das „perlt“.

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Dietmar Moews meint: Olli Dittrichs meisterliche Darstellungstechnik, speziell für die von ihm selbst kreierten Extemporé Formate, wird ihm weiterhelfen. Bis dahin bei Udo Lindenberg DUO im Bademantel mitsingen. Der naive DITTSCHE wird nicht mehr gehen.

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https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/2016/01/03/komikschule-mein-kampf-war-adolf-hitlers-ernst/

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DIE ZDF-ANSTALT mit WESLEY CLARK, MAX UTHOFF, CLAUS von WAGNER

Oktober 22, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5976

Vom Donnerstag, 22. Oktober 2015

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Dietmar Moews ZUGINSFELD Öl auf Leinwand, 120cm / 120cm, 2012 in Berlin gemalt

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BILD.de, am Dienstag, 20. Oktober 2015, fummelt am Plagiatsverfahren herum.

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Max Uthoff und Claus von Wagner konnten eine erstklassige POLITIK-SENDUNG machen: Immer Goethe, niemals Goebbels.

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Screenshot Die Anstalt, ZDF vom 20. Oktober 2015: Interview von Wesley Clark, US-NATO-Führer

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250.000 TTIP-Demonstranten werden in den deutschen Massenmedien fast ignoriert und 20.000 PEGIDA-Leute füllen alle Formate tagelang.

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http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2512084/%22Die-Anstalt%22-vom-20-Oktober-2015

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WESLEY CLARK spricht zur US-Absicht das Chaos in der arabischen Welt zu verbreiten – von Minute 37:28 bis 39:00 (Die ANSTALT ZDF vom 20. Oktober 2015):

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NATO-Europa-Oberkommandeur 1997-2000 zum

Kosovokrieg

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CLARK argumentiert (später General und Oberkommandeur der Nato-EUROPA von 1997-2000), dass die USA nur Chaos in arabischen Staaten anstrebt, keineswegs eine Vorstellung für eine bessere Zukunft überhaupt vordenkt oder plant.

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Claus von Wagner in ZDF Die Anstalt am 20. Oktober 2015

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WESLEY CLARK – immer ein starker Kritiker von Bushs Engagement im Irakkrieg, den Clark nicht als Teil des Krieges gegen den Terror einstufte, sondern motiviert durch den Ölreichtum des Landes und der Region. Im September 2002 warnte er in einer Aussage vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses, der Irakkrieg werde von der Bush-Regierung geführt, ohne eine Strategie für den Nachkriegs-Irak und die Stabilisierung der Region zu haben. Im April 2005 erschien Clark erneut vor diesem Ausschuss, um Vorschläge für den Umgang mit der Besetzung des Irak zu machen. Mitglieder beider Parteien lobten ihn für seine weitsichtigen Voraussagen über die zu erwartenden Kosten und die außenpolitischen Konsequenzen des Krieges.

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Max Uthoff in ZDF Die Anstalt

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Clark wollte für die US-Präsidentschaft kandidieren. Er wurde vom Filmemacher Michael Moore, der Sängerin MADONNA sowie dem ehemaligen US-Finanzminister Robert Rubin und vielen weiteren bekannten Personen des öffentlichen Lebens unterstützt. In seinem Wahlkampf wurde das Internet verstärkt miteinbezogen. Die Seite „SecuringAmerica.com”, ein System aus Blogs und Internettools, brachte ihm im dritten Quartal 2003 rund 10 Millionen USD ein. Das waren mehr Spendengelder als jeder andere Kandidat in derselben Zeit zusammentragen konnte.

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Dietmar Moews im ZDF Sportstudio mit Hans Joachim Friedrichs

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Dietmar Moews meint: Max Uthoff und Claus von Wagner haben eine originelle ZDF-Sendung gestaltet: DIE ANSTALT, gesendet am 20. Oktober 2015, mit Hilfe der guten Mitautoren und Mitspieler: ihren Gästen Luise Kinseher, HG. Butzko und Hennes Bender

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von Wagner und Uthoff als LORIOT-Anmutung (sehr gelungen)

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Wesley Clarks Buch „Waging Modern war“ zeigt Skepsis, Verwertungsbedenken und Kritik an den USA-Kriegen aus den Augen eines Berufs-Militaristen.

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Kölner Lichter – WDR-Fernsehdebakel bei Live-Übertragung am 11. Juli 2015

Juli 12, 2015
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vom Sonntag, 12. Juli 2015

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Dies ist eine Kritik eines Debakels beim WDR-Fernsehen.

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Die alljährliche abendliche Ausflugsschiffe-Beleuchtungsfahrt mit FEUERWERK in Höhe der Hohenzollern-Eisenbahnbrücke / Kölner Dom vom Rhein aus fand am Samstag, 11. Juli 2015 statt und wurde vom WDR-Fernsehen im Dritten live übertragen.

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KÖLNER LICHTER“ – am Anfang der Schul-Sommerferien, mit abendfüllender TANZBRUNNEN-Live-Musik wird von etwa 1000.000 Menschen am Kölner Rheinufer besucht. Dazu fahren sämtliche verfügbaren Vergnügungsschiffe, ebenfalls mit Live-Musik und Täterä den Rhein im Konvoi abwärts nach Köln, wo sie mit Feuerwerk und großer Rheinufer-Beschallung begrüßt werden und wenden.

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KÖLNER LICHTER wurde seit Tagen im WDR und in der Kölner Presse promoted. Besonders herausgestellt wurde der FEUERWERKSMEISTER, der das kostspielige Leuchraketen-Spektakel an den Kölner Himmel komponiert.

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Das Wetter war hervorragend, nur leichter Wind, niedrigerer Wasserstand, also mehr Platz am Rheinufer für die Schaulustigen

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Dietmar Moews meint: Das WDR-Fernsehen hat die KÖLNER LICHTER zu einem über das Rheinland hinaus beachtete Samstagabend-Unterhaltungs-Event promoted.

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Was dann der WDR live übertrug, war ein Skandal der Verwurstung:

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Das sorgfältig und besonders durchgestaltete Feuerwerk war im Fernsehbild nicht zu sehen.

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Es hatten sich anscheinend betrunkene Volontäre an den Schnittplatz und in die Bildregie des WDR eingeschlichen.

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Es ist jetzt abzuwarten, wie die sämtlichen noch lebenden Regisseure des WDR sich zu diesem Junk-TV zu Wort melden. Es geht um die Abwesenheit von Sinn, Form, Geist und Handwerk und um die Ehre des Handwerks einer zeitgemäßen Fernseh-Live-Bildregie und -Schnittart:

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Der Fernsehzuschauer konnte die zahlreichen Kamerapositionen und übertragenen Bildwinkel nicht lokalisieren. Dazu war zusätzliche Verwirrung erzwungen, durch mobile Kameras sowie Kameras auf Hochhäusern und auf Schiffen – alles durcheinander geschnitten.

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Es wurden Schnittgeschwindigkeiten bis zu 3 Sekunden kurz, ohne dramaturigischen Sinn, live gesendet, als sei der Bildregisseur besoffen gewesen.

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Es wurden Brennweiten verzogen, sodass gezeigte Himmelsbilder verschwommen erschienen, auch überblendet kamen oder so gut wie nie erkennbar wurde, was sich die Feuerwerker an den Himmel konzipiert hatten, etwa, weil gerade ein Schiff im schemenhaften Dunkel bei der Wende und dann die Tanzband auf dem Deck als sinnloses Nahbild herangezogen, während man allerdings völlig unpassende Musik dazu beschallte.

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Wer Arno Holz kennt, weiß, dass Feuerwerke nicht nur in Goethes Wahlverwandtschaften beeindruckende Spiegelbilder im Wasser verursachen, die das ästhetische Vergnügen verdoppeln. Nichts davon beim WDR.

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Angeblich hatte der Veranstalter die Rhein-Musikbeschallung durch Publikumsbeteiligung auswählen lassen – es waren soßige Filmmusikausschnitte der ödesten Art (man weiß, wie auf solche Publikumsbeteiligung die Macher den Entscheidungsdurchgriff haben) – furchtbar.

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Als der Höhepunkt der Feuerwerk-Musik-Schiffbeleuchtungs-Party – etwa um 23 Uhr – lief, war bereits Alles durcheinander.

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Die nicht lokalisierbaren Blickwinkel, meist auf Sankt Martin und das nicht markante Kölner Altstadtufer, sehr selten der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke fast nie, im Bild, Close-Ups auf vorbeifahrende Schiffsdecks und Tanzflächen dieser Schiffe, im Dunkeln, dahinter die gegenüberliegende Stadt. Stets in viel zu schnellen Umschnitten.

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Schließlich die peinlichen Moderatoren, die zum Bilder-Durcheinander nichts Zusammenführendes sagen konnten, außer ihre pseudo-enthusiasmierten Aufregungssprüche.

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Man hätte den Bildregisseur hier mal zwingen müssen, selbst die Livekommentierung vorzunehmen. Er hätte sofort gemerkt, wie viel schlechte erklärungsbedürftige Bildschnitte er durch verbale Zusatzinformationen überhaupt erst für den TV-Zuschauer hätte konsumierbar machen müssen. Weil die Schnitte vollkommen unverständlich, amateurhaft und irre waren.

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Der Feuerwerksdesigner sollte sich die MAZ anschauen und einen Bericht dazu verfassen. Man hat seine ganze ästhetische Komposition der KÖLNER LICHTER zerstört.

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SCHLUSS: Der EVENT KÖLNER LICHTER 2015, am 11. Juli, wurde nicht übertragen. Die Bildregie war dermaßen schlecht, dass die gesamten Live-Bilder auch aus älteren Kölner Lichtern der Vorjahre hätte zusammengeschnitten werden können (wie die Neujahrsansprache des Bundespräsident)

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Die Kunst des FEUERWERKSDESIGNS wurde völlig vernichtet.

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Weder die Bilder am Stadthimmel, noch die Abfolgen und die Dramaturgie sowie die Bezüge zur Musikbeschallung – es war eine nicht identifizierbare Soße in diesem WDR-Eintopf: Hoffentlich lässt man hieraus nicht die kommende WDR-Sylvestershow zusammenbasteln.

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ZUGINSFELD 25 DMW 527.4.98, 198 cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1998 gemalt

ZUGINSFELD 25 DMW 527.4.98, 198 cm / 198 cm, Öl auf Leinwand, in Dresden 1998 gemalt

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Dietmar Moews: KÖLN SÜD offen! 2015 – Einladung ins Atelier am 25. und 26. April 2015

April 23, 2015

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vom Donnerstag, 23. April 2015

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Am Samstag, den 25. April 2015 ab 12 Uhr bis 19 Uhr gilt bei uns:

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In der Kunst geht es immer weiter – in der Kunst gibt es keine Pausen

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NEUERSCHEINT: Neue Sinnlichkeit 66 Blätter für Kunst und Kultur trägt den Untertitel Blätter für das witzige Gefühl, fälschlich zu fühlen. Die Zeitschrift erscheint im 36. Jahrgang in loser Folge, in Köln, und wird direkt vertrieben. Ein Einzelheft kostet zur Zeit 12.- Euro.

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Herausgabe am 25. April 2015 durch den Herausgeber persönlich

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Das Abonnement auf Lebenszeit kostet zur Zeit den einmaligen Betrag von EURO 500.-

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Der Künstlergelehrte Dietmar Moews zeigt neue Bilder und berät Interessentinnen und Interessenten, was ihnen den Weg zur Kunst und zum Kunsterwerb ermöglicht.

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Dietmar Moews ist als Künstlergelehrter KUNSTORGANISATIONS-Soziologe und gibt gerne Auskunft zu den professionellen Aspekten der heutigen Kunst als ein menschliches und ästhetisches Phänomen und zu den hineinwirkenden Kräften staatlicher Kunstorganisation.

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Dietmar Moews hat seit 1973 öffentliche Kunstprojekte geleitet. In Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin und seit 2012 in Köln ist Dietmar Moews freiberuflich als Maler, Wissenschaftler und Publizist tätig.

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Es sind Galerie M, Ballhof-Galerie Hannover, U – Hannover, Pandora Kunst Projekt München, Büro für Erdangelegenheiten Leipzig, Büro für Wasserangelegenheiten Magdeburg, Diesseits von Gut und Böse Dresden sowie Globus mit Vorgarten in Berlin und Köln.

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Inzwischen hat Dietmar Moews als Autor und Realisator mit 5.532 Video- und Text-Blogbeiträgen auf Youtube und bei WordPress als dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT etwa 1.000.000 (eine Million) Clicks.

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DDR 9. Oktober 1989 Ehrung für CHRISTOPH WONNEBERGER

Oktober 10, 2014

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am Freitag, 10. Oktober 2014

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Die Feierstunde im Gewandhaus Leipzig, am 9. Oktober 2014, gab dem verdienten Christoph Wonneberger die Ehre. Der Ende 1989 gesundheitlich niedergeschlagene Leipziger Pfarrer ist heute nicht mehr so krank.

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Es ist eine böse Mobpublizistik, die nach 1989 die Helden der „Wende“ inszenierten. Die Massenmedien propagieren Köpfe bis zum Nobelpreis. Wenn sie keine haben, machen sie sich welche. Und dann schreiben alle von allen ab.

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Ein Held in Leipzig, der evangelische Pfarrer Christoph Wonneberger, der seit den frühen 1980er Jahren die sogenannten „Montagsgebete“ in der großen Leipziger Stadtkirche, Nikolaikirche, veranstaltete, die damit zu einem einmaligen Ort der Versammlung und bald zum Vorbild für weitere Kirchen in der DDR wurden, stand nicht zur Verfügung, als Heldenköpfe gebraucht wurden.

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Christoph Wonneberger erlitt unmittelbar vor dem Ende der DDR – am 30. Oktober 1989 – schwere gesundheitliche Schläge. Er war dann einfach schwer krank, konnte weder sich bewegen noch sprechen, statt in den Mittelpunkt der O-Töne und Symbolbilder gerückt werden zu können.

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Unappetitliche Härte entstand dann dadurch, dass es „solidarische Kollegen“ gab, die an Wonnebergers Stelle, die Heldenrolle übernahmen. Unappetitlich? – ja, Geschmackssache: Es waren diejenige Pfaffen, die bis zum Ende der DDR die Montagsgebete von SED-kritischen politischen Inhalt gegen Wonneberger und seine Helfer säubern wollten.

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Es folgt ein Ausschnitt aus einem Bericht, der durch eigene Recherchen hierzu als tragfähig angesehen wird. (aus Focus 41 / 2009):

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„…Der Pfarrer Christoph Wonneberger machte die Leipziger Montagsdemos erst möglich. Den Ruhm jedoch ernteten Nebenfiguren.

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Wenn er im Wintergarten seiner Wohnung im Leipziger Süden sitzt und in seinem Sessel verschwindet, dann fällt es schwer zu glauben, dass dieser Mann einmal ein Staatsfeind war. Ein erfolgreicher Staatsfeind sogar, der es schaffte, einen Staat wirklich aus den Angeln zu wuchten. Nicht allein, aber als einer der wichtigsten Köpfe im ostdeutschen Revolutionsherbst 1989. Christoph Wonneberger ist ziemlich klein und schmal, fast zierlich. Er sieht gut aus für seine 65 Jahre. Im vergangenen Jahr ist er zusammen mit anderen Abenteuerlustigen von Paris nach Moskau geradelt, einfach so. „Sieben Wochen“, sagt er. „Hat Spaß gemacht.“ Ein Europa, durch das man fahren kann, ohne an Stacheldrahtgrenzen zu stoßen, das ist für ihn immer noch eine ganz persönliche Sache. Auch 20 Jahre danach. An dem Umbruchsjahr 1989 hatten viele einen Anteil, einen kleineren oder größeren: polnische Gewerkschafter und tschechische Dissidenten, DDR-Bürgerrechtler, Weltpolitiker und anonyme Demonstranten. Der Anteil von Christoph Wonneberger, Pfarrer in Rente, fällt im Rückblick ziemlich groß aus: Ohne ihn hätte es die Leipziger Montagsdemonstrationen wahrscheinlich nie gegeben.
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Im kollektiven Gedächtnis scheint der Mann allerdings überhaupt nicht vorzukommen. Wer offizielle Gedenkschriften und Zeitungsartikel zum Herbst 1989 durchforstet, stößt zuallererst auf ganz andere Leute, auch wenn es nur um Leipzig geht. Christoph Wonneberger – der Name erscheint höchstens ganz am Rand. Als Nebendarsteller einer großen Geschichte. Er hat keine Preise bekommen wie andere, er ist nicht zusammen mit Michail Gorbatschow geehrt worden, ihm hat kein Bundeskanzler die Hand geschüttelt.
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In den Buchhandlungen liegt, frisch gedruckt, das Buch des Nikolaikirchenpfarrers Christian Führer zum Herbst 1989: „Und wir sind dabei gewesen.“ Von Wonneberger gibt es kein Buch. Wie fühlt er sich so als Figur in einer Fußnote? „Ach“, sagt er, „da ist mir doch viel erspart geblieben. Oder?“ Er lacht ziemlich lange. Überhaupt lacht er gern und oft. Nein, verbittert wirkt Christoph Wonneberger kein bisschen. An ihm fällt höchstens auf, dass er manchmal das Wort nicht findet, das er sucht. Oder dass die Silben in verkehrter Reihenfolge aus seinem Mund kommen.

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Die Grenzen austesten: Damals in der DDR beobachteten und beäugten gleich zwei Institutionen jeden seiner Schritte: Der SED-Staat und Wonnebergers eigener Arbeitgeber, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens. Für die Staatssicherheit war der Pfarrer der Dresdner Weinbergkirchengemeinde, der Wehrdienstverweigerer beriet und unterstützte, sowieso ein Staatsfeind, ein „Exponent der PUT“, wie es in Stasi-Deutsch hieß, der „politischen Untergrundtätigkeit“. Aber auch in den Augen von Landesbischof Johannes Hempel galt der Mann, der da in weichem singendem Sächsisch auf seinen Ansichten beharrte, als innerkirchlicher Problemfall. Wie fast die gesamte Kirchenführung in der DDR plädierte Hempel dafür, sich mit dem allmächtigen Staat zu arrangieren, um im Tausch kleine Freiräume zu erhalten. Die Kirche soll ein Trost- und Reparaturbetrieb für die Schäden sein, die der Realsozialismus anrichtet, aber keine Untergrundbewegung. Wonneberger aber will nicht nur trösten und helfen. Er will Grenzen austesten.

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Christoph Wonneberger, Pfarrer in Leipzig

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Als er 1982 versucht, eine DDR-weite Sternfahrt von Radfahrern nach Dresden zu organisieren, um für einen „Friedensdienst“ zu werben, einen echten Wehrersatzdienst, den es in der DDR nicht gibt, sehen sowohl die SED-Gewaltigen als auch die Kirchenoberen eine rote Linie überschritten. „Meine Vorgesetzten haben mir ziemlich eindeutig gesagt: ,Wenn du das machst, dann hast du deinen Job nicht mehr.“ Um bleiben zu können, lenkt er ein und sagt die Sternfahrt ab. Aber er überlegt sich eine Alternative, die vergleichsweise harmlos wirkt: In mehreren Städten sollen sich an einem festen Wochentag in einer bestimmten Kirche Menschen zu Friedensgebeten treffen. Mit diesen Friedensgebeten, die sich nach und nach in anderen Städten etablieren, setzen er und seine Freunde eine Bewegung in Gang, die anfangs kaum auffällt, auf lange Sicht aber ähnliche Sprengwirkung entfaltet wie ein Holzkeil in einem Felsblock. 1985 schickt die Kirche Wonneberger nach Leipzig. Er bekommt die Pfarrstelle der Lukaskirche, in einem Arbeiterviertel, weitab vom Zentrum. Vielleicht, so hofft man im Bischofsamt, kommt der renitente Pfarrer hier zur Ruhe.

Es geschieht das Gegenteil: Friedrich Magirius, Superintendent des zuständigen Kirchenbezirks, fragt ihn, ob er sich nicht um das Leipziger Friedensgebet kümmern könnte. Er habe doch Erfahrung damit. Wonneberger sagt zu. Die Friedensgebete finden in St. Nikolai statt, einer Kirche im Stadtzentrum.

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Es ist eine neue Generation zorniger junger Leute, die montags um 17 Uhr in die Nikolaikirche kommt. Sie wollen nicht nur Gebete, sie wollen über Demokratie reden. Zusammen mit Wonneberger wählen die Basisgruppen konkrete Themen für die Friedensgebete aus: die Umweltzerstörung, die fehlende Meinungsfreiheit. Die Andachten sind offen für alle. In einer erstarrten Politbürokratie wie der DDR stellt dieser winzige Freiraum mitten in Leipzig eine Ungeheuerlichkeit dar.

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Den anderen Kirchenleuten geht diese Politisierung der Montagsgebete viel zu weit. Christian Führer, der als Pfarrer der Nikolaikirche die Gebete begleitet, fürchtet, die Staatsorgane könnten so eine „Steilvorlage“ bekommen, um die kleine Freiheit der Kirchen drastisch zu beschneiden. „Friedensgebete nur mit Politik, ohne Gebet und Gesang“, findet er, würden nur der SED in die Hände spielen. Sein Vorgesetzter Magirius entzieht den oppositionellen Gruppen im August 1988 das Recht, den Inhalt der Gebete zu gestalten – es ist der Beinaherauswurf der Staatsgegner aus der Kirche. Erst nach wochenlangen Protesten dürfen die Basisgruppen wieder die Gebete mitgestalten, unter Aufsicht eines Vertrauenspfarrers, der den theologischen Segen geben soll. Sie benennen dafür Wonneberger.

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Und der denkt trotz aller Warnungen nicht daran, die Friedensgebete zu entschärfen. Im Gegenteil, er sieht die Risse in dem vermeintlich felsenfesten Staat, er spürt in den Gesprächen mit den jungen Unzufriedenen, mit den Ausreiseantragstellern, wie die Substanz des Systems bröckelt. Deshalb überschreitet er die imaginären roten Linien, wo er nur kann. Als es der evangelischen Kirche zu riskant erscheint, oppositionelle Basisgruppen zum offiziellen Kirchentag in Leipzig im Sommer 1989 zuzulassen, erklärt Wonneberger sein St. Lukas kurzerhand zum Ort eines „Statt-Kirchentages“ und macht es zum Zentrum der Bürgerrechtler. Er ist derjenige, der immer einen Schritt weiter geht als seine Kirche. Er könnte seine Ruhe haben. Aber die will er nicht.

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Das Gesicht der Bewegung: Inzwischen spricht sich herum: Wer irgendwie gegen die SED ist, der kann das am besten zeigen, wenn er montags um 17 Uhr zur Nikolaikirche kommt. Am Montag, dem 25. September 1989, liegt eine unwirkliche Spannung in der Luft, als Christoph Wonneberger kurz nach 17 Uhr an die Kanzel der Nikolaikirche tritt und mit der Predigt beginnt. Sein Thema lautet: Gewalt. Was folgt, ist eine politische Rede und gleichzeitig die beste Predigt, die er je halten wird. Als gewitzter Stratege hat er früher als die meisten anderen erkannt, dass gerade die Friedfertigkeit den Demonstranten als schärfste Waffe dient, während der Staat sich durch das Knüppeln moralisch unaufhaltsam demontiert.
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„Wer einen Gummiknüppel schwingt, sollte besser einen Schutzhelm tragen“, ruft er in die voll besetzte Kirche. „Wer andere blendet, wird selbst blind. Wer andere willkürlich der Freiheit beraubt, hat bald selbst keine Fluchtwege mehr.“ An dieser Stelle verzeichnet eine zeitgenössische Mitschrift „Lachen, Beifall.“ Als die Kirchentüren sich öffnen und sich die Leute vorsichtig und untergehakt nach draußen schieben, können sie weit und breit keine Uniform entdecken. Stattdessen drängen sich draußen vor der Kirche die Menschen dicht an dicht. Rund 8000 sind gekommen. Berauscht von ihrer eigenen Kühnheit zieht die Menge über den Leipziger Ring.

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Zwei Wochen später, am 9. Oktober, telefoniert Wonneberger von seiner Wohnung aus die Botschaft an die westlichen Journalisten: Die entscheidende Demonstration der 70 000 ist friedlich geblieben, der Staat vor der Menge zurückgewichen, die immer wieder den einen Satz skandiert: „Wir sind das Volk.“ Mit seinen engsten Mitstreitern hatte Wonneberger 30 000 Flugblätter drucken und verteilen lassen, die zur unbedingten Gewaltlosgkeit aufriefen. Abends, kurz nach halb elf blenden die „Tagesthemen“ ein Foto von Wonneberger ein, während er mit dem Moderator telefoniert. Die historische Bewegung, die da in Gang kommt, hat jetzt auch ein Gesicht: das des kleinen schmalen Pfarrers aus Leipzig-Volkmarsdorf.

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Kein Führer, aber ein Kopf: An jedem Arbeitstag schaut Uwe Schwabe auf die Vergangenheit. Er arbeitet im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig, einem Ausstellungszentrum, das die Geschichte der DDR-Opposition dokumentiert. In Schwabes Zimmer steht eine originale elefantengraue DDR-Gefängniszellentür als Souvenir. Vielleicht auch als Trophäe. Schwabe, damals Bürgerrechtler in der Nikolaikirche, sieht sich als Gewinner. Seinen Vollbart trägt er gestutzt, die Haare auf dem Kopf werden langsam dünn. „Die Revolution von 1989 hatte keinen Führer“, sagt er. „Wir waren ein Netzwerk aus selbstständigen Leuten, das konnte die Stasi nie begreifen. Aber wenn es einen herausragenden Kopf gab, dann war es Wonneberger.“

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Zwei Daten bestimmen die Biografie Wonnebergers:

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Der 9. und der 30. Oktober 1989. Am 30. Oktober trifft ihn in seiner Wohnung ein Schlaganfall, der ihn fast umbringt. Er, dessen einziges Mittel das Wort ist, verliert von einem Augenblick zum anderen seine Sprache. Am 9. November fällt die Mauer, und westliche Journalisten und Kamerateams strömen nach Leipzig, um den Anführer der Montagsdemonstrationen zu suchen, den ostdeutschen Havel oder Walesa. Wonnebergers kurze Telefoneinspielung in den „Tagesthemen“ ist längst vergessen.

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Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig, Christian Führer, stand hinter der Gardine, Pfarrhaus Nikolaikirchhof 4, und beobachtete den Platz neben der Kirche, Nikolaikirchhof

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Pfarrer Christian Führer, dem die Politisierung der Montagsgebete viel zu weit ging, und Superintendent Magirius, der die Oppositionellen vorübergehend aus der Kirche geworfen hatte, geben bereitwillig Interviews. Sie können beide gut reden, und obwohl sie sich nie so weit vorwagten wie Wonneberger, freuen sie sich über den Mauerfall und das Ende der SED. Es gibt überall Helden, die irgendwann aus dem kollektiven Gedächtnis fallen. Wonneberger gelangt gar nicht erst hinein. Die neuen Geschichtsschreiber kommen aus dem Westen wie auch die neuen Verwaltungsbeamten, Richter, Banker. Und mit der Revolutionsgeschichte geschieht, was der Sozialpsychologe Harald Welzer eine „kumulative Heroisierung“ nennt:

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Magirius, einmal medial zum führenden Oppositionellen ernannt, steigt zum Präsidenten der Leipziger Stadtverordnetenversammlung auf, er erhält den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis und wird Grenadier der französischen Ehrenlegion.

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Für Pfarrer Christian Führer gibt es den Palm-Preis und den Augsburger Friedenspreis, den er zusammen mit Gorbatschow erhält.

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Die FAZ schreibt, Führer sei das „Gesicht der Montagsdemonstrationen“ gewesen. Ein Redakteur der „Welt“ erklärt ihn zum „Vater des Mauerfalls“. Die Werbeprofis des Leipziger Stadtmarketings nutzen Führers Foto als Plakatmotiv ihrer Kampagne „Leipziger Freiheit.“ Es ist nicht so, dass Führer der völlig Falsche für die Rolle des Helden wäre. Er ist nur nicht der Richtige.

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Markenzeichen Jeansweste: Zur Verleihung des Heinemann-Preises 1990, erzählt Wonneberger, habe ihn Magirius sogar in die Frankfurter Paulskirche eingeladen. Wonneberger, der damals in einer Spezialklinik in Hannover langsam wieder das Sprechen lernte, fuhr hin:

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„Das war das erste Mal seit Langem, dass ich wieder allein gereist bin.“

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Er habe damals noch Schwierigkeiten gehabt, für sich alles zu ordnen.

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„Aber als ich da im Publikum saß und er auf der Bühne stand, da dachte ich: Hier läuft doch etwas falsch.“ Kein Festgast erkennt ihn. „Wenn ich gewusst hätte, was mich dort erwartet“, sagt Wonneberger leise, „dann wäre ich nicht gefahren.“
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Am 6. November 1989: Links Friedrich Magirius, rechts Kurt Masur

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1991 versetzt die Landeskirche Wonneberger wegen der Spätfolgen des Schlaganfalls gegen dessen Willen in den Ruhestand.

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Zuginsfeld 3 - Weggetreten ...

Zuginsfeld 3 – Weggetreten …

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Riquet-Haus in der Leipziger Innenstadt, altsächsischer Kaffeehaus-Charme. Führer, seit ein paar Monaten Pfarrer im Ruhestand, nippt an seinem Eiskaffee. Draußen herrscht Augusthitze. Trotzdem trägt er sein Markenzeichen, die Jeansweste.

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Er winkt ab, als es um die Medienzitate geht.

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„Gesicht der Montagsdemonstrationen“, „Vater des Mauerfalls“,

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also, das sei natürlich alles Unsinn.

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Aber die Journalisten schrieben nun mal voneinander ab, immer dasselbe. Auf dem Schutzumschlag seines eigenen Buches habe der Verlag es wieder geschrieben: „Initiator der Montagsgebete“. Er habe das erst für die dritte Ausgabe ändern können. „So werden Sie ausgelöffelt.“ Er sei Begleiter der Montagsgebete gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Den Inhalt der Gebete hätten andere gestaltet.

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Ob er sich einmal mit Wonneberger unterhalten habe?

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Nicht direkt, nur einmal mit dessen Frau. „Ich hatte das Gefühl, dass Christoph den Kontakt vielleicht nicht unbedingt wünscht.“ Führer verabschiedet sich freundlich, er muss zur Nikolaikirche: Dort wartet schon ein Kamerateam aus den USA….

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Ob er auch ein Buch schreiben wolle? Wonneberger schüttelt den Kopf. Nein, er habe immer noch Schwierigkeiten, genau das Wort zu finden, von dem er glaubt, dass es das einzig richtige ist. Er findet immer Ersatzbegriffe, seine Sprachfähigkeit ist zu 90 Prozent zurückgekehrt. Aber 90 Prozent genügen ihm nicht.

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Er will etwas zeigen und faltet ein ladenneues Radtrikot auseinander. Auf dessen Rücken hat er das Schwerter-zu-Pflugscharen-Motiv drucken lassen, das Signet der oppositionellen DDR-Friedensbewegung. Die Sternfahrt, die er 1982 habe absagen müssen – jetzt mache er so etwas Ähnliches doch. Morgen werde er zusammen mit anderen aufbrechen und durchs Baltikum radeln. Das alte Oppositionszeichen auf dem Rücken. „Verstehen Sie?“, fragt er und lächelt. Ja, man versteht.

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Vielleicht hat er all die Preise und Artikel, die andere an seiner Stelle bekommen haben, gar nicht gebraucht. Er wirkt glücklich.

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