STAATSKRISE BAYERN: Hypo Alpe Adria Strafprozess wg Untreue

Lichtgeschwindigkeit 4286

am 9. April 2014

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Unter der politischen Verantwortung von der bayerischen CSU-Elite wurde ein Untreue-Geschäft mit dem österreichischen Landeshauptmann Jörg Haider gemacht. Bayern kaufte die Kärntener Bank Hypo Alpe Adria zu objektiv überhöhtem Kaufpreis, zu Lasten der Bayern.

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Inzwischen wurden alle CSU-Prominenten, von den Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zu Ministerpräsident Günter Beckstein, dem Parteichef Erwin Huber, Alois Glück sowie weitere Minister und Staatsekretäre der CSU-Staatsregierung.

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Das Untreuegeschäft endete einerseits darin, dass der Kauf rückgängig gemacht wurde. Allerdings ging dabei viel Bezahlgeld für Bayern verloren.

Andererseits wurden die CSU-Parteiverantwortlichen in andere CSU-Posten „versetzt“. Huber erhebt hin und wieder seine Stimme. Alois Glück ist Präsident der katholischen Kirche geworden, Beckstein ist vermutlich im Rotary-Club, Stoiber regelt sich in Brüssel als Kommissar für Überflüssiges. Stoiber konnte nach eigenem Bezeugen noch nicht viel überflüssige EU-Komplikationen vereinfachen.

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Nun wurde also der Strafprozess am Münchner Landgericht eröffnet. Die staatsanwaltliche Strafanklage lautet auf Untreue.

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Nach Ansicht eines Sachverständigen hat die Bayern LB die österreichische Bank Hypo Alpe Adria im Jahr 2007 zu teuer gekauft. Der Leipziger Finanzprofessor Bernhard Schwetzler hatte am Montag zur Prozesseröffnung gegen die ehemaligen Topmanager der BayernLB gesagt: „nach meinen Gutachten wäre ein geringerer Kaufpreis angemessen gewesen.“

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In seiner Expertise ermittelte er einen Wert von 2,7/ bis 2,8 Milliarden Euro für die HGAA. Die angeklagten BayernLB-Vorstände legten aber einen Wert von rund 3,2 Milliarden Euro für 100 Prozent der Anteile zu Grunde und zahlten deshalb für gut die Hälfte der Anteile an der HGAA rund 1,6 Milliarden Euro.

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Alle sechs Angeklagten bestritten zum Prozessauftakt den Vorwurf der Untreue.

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Dietmar Moews hat bereits im Jahr 2007 gefordert, dass Manager persönlich in Haftung genommen werden sollen, statt das offensichtlich unangemessene Risiken zu Lasten von Firmen auch noch mit Freistellung und Abfindungszahlungen belohnt wird, wie es damals noch Usus war.

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Inzwischen wird Bankmisswirtschaft deutlich öffentlich markiert. Das einst hohe gesellschaftliche Ansehen der Bankiers kann kaum noch schlechter werden als es heute ist, wo es nur noch „Banker“ sind.

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