Von der Unermeßlichkeit des Schönen

 

Lichtgeschwindigkeit 4285

am 9. April 2014

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V,12

Die Pracht im Schönen ist die Jubelkraft der Vielfalt und der Anmutfülle jenes Formguten, das, – als Inhalt seines Wahren, eine Sinngefüge-Einheit des Überschwangs zu bilden vermag.

Mit der betonten Sinnmehrung im Formguten schöner Pracht bleibt das Darweisende bewahrt vor Missbrauch der Ausdrucksweisen.

Das Protzen mit sinnleeren Formen oder entbehrlichen Mitteln widerspricht durchaus der wahren Pracht im Schönen, weil diese mit Notwendigkeit allein aus Schöpfungsgeheimnissen hervorgeht.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979

 

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