FAZ-Propaganda und „Schweigespirale“ ohne wissenschaftliche Methoden

Lichtgeschwindigkeit 5691

vom Freitag, 26. Juni 2015

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung benutzt manchmal unglaublich grobe, plumpe Propagandamethoden (siehe Alt-Nazi Elisabeth Noelle-Neumann, Allensbach-Umfragen zur „Schweigespirale“ und zu „Wahlbeeinflussung durch Meinungsumfrage-Publizistik“):

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Mittwoch, 24. Juni 2015, FAZ Titelseite, oben links: „Viele Deutsche …

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Hier wurde behauptet: „Deutsche … Viele Deutsche … Viele Deutsche denken schlecht über Amerika …“

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Wir stehen auf den Schultern der Riesen in manchem Belang.

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Moderne Techniken der Propaganda kennen wir seit etwa 100 Jahren – massenmediale Desinformation und Irreführung durch angebliche Meinungsforschung:

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Dabei werden ohne seriöse Forschung angebliche Ergebnisse von Meinungserhebungen, Umfragen und Meinungsentwicklungen frech glaubhaft behauptet (Titelseite der FAZ)..

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Dabei werden Pseudo-Majoritäten gewünschter Werthaltungen propagiert, weil man weiß, dass die überwiegende Zahl der Individuen einer Gesellschaft sich aus Urteilsschwäche, Mobmentalität, Meinungsangst, Duckmäuserei, Opportunismus, Bequemlichkeit, immer schweigend einer geglaubten Mehrheitsdominanz anschließt.

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Individuen orientieren sich an geglaubten Mehrheiten/Minderheiten – sie zeigen offen Zustimmung einer vermeintlichen Majorität.

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– Sie schweigen oder passen sich still an, wenn sie sich den Werthaltungen einer Minorität zugehörig glauben.

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Die FAZ behauptet da: „In der Welt ist das Ansehen der Vereinigten Staaten vergleichsweise gut, nicht jedoch in Deutschland. Nur fünfzig Prozent der Deutschen haben ein gutes Bild von Amerika, immerhin 45 Prozent haben ein schlechtes. Das geht aus einer neuen Umfrage des renommierten Pew research Center in Washington …“

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Auf Seite 8 bringt die FAZ vom 24. Juni 2015 noch einen Kommentar dazu: „Schlechter und schärfer“ … der Text beginnt: „Die Amerikaner arbeiten gerade wieder intensiv an ihrem Image in Deutschland …“

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Dietmar Moews meint: Diese kurzen Zitate reichen schon:

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S. Reicht.

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Die us-amerikanisch-hörige FAZ erklärt dem geduldigen Leser: „Die Amerikaner arbeiten gerade wieder intensiv an ihrem Image in Deutschland …“ – und so macht es die FAZ brühwarm, indem sie das behauptet.

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Die FAZ weist die Umfrage selbst keineswegs aus und legt überhaupt nicht dar, wie diese Umfrage durchgeführt wurde:

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Hat man nur Antworten aufgenommen und quantitativ „ausgezählt“? Aber bedeutet das ausgezählte Ergebnis denn wirklich, was die Befragten wirklich meinen und wie sie sich selbst auf diese Haltung hin verhalten würden:

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Gesucht ist also die Unterscheidung bei Antworten, die man zählen will:

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Wie lautet die Erklärungsnorm (also, was sagt der Befragte)? und

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Wie lautet aber die Verhaltensnorm (verhält er sich so, wie er „erklärt hatte“ oder stellt sich heraus, er hat gelogen und/oder wusste es nicht besser)?

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Oder hat man die Wertäußerungen der Befragten so hinterfragt, dass man sehen kann, ob Befragte auch das meinen, was sie als Befragte antworteten?

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Oder würde man bei der Darstellung einer praktischen Szene, in der der Befragte in einen sozio-kulturellen Geschehensprozess einbezogen wäre, mit sozialen Bezügen, sozialen Vordergrund und Hintergrund, ein abweichendes Wertverhalten beobachten und empirisch feststellen.

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Jedenfalls sollte methodisch so gearbeitet werden, dass dabei erkannt werden kann, ob, was und wie der befragte Deutsche von Amerikanern, allgemein und speziell, hält. Ob ein befragtes Individuum vergleichsweise mehr von Amerikanern hält als von sich selbst, als von Deutschen, als von Briten oder Türken?

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Es würde sofort klar, dass Sammelbegriffe wie „die Deutschen“, „die Amerikaner“, weder statistisch noch empirisch wirklich etwas aussagen. Was soll das denn sein, die Amerikaner?

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Umfragen der Art sind völlig unbelastbar und reine Propaganda.

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Aber was heißt da wieder: „neue Umfrage des renommierten Pew Research Center in Washington?“

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Was ist „Viele Deutsche“?

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Was soll denn bedeuten: „Schlecht über Amerika“?

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Und dann folgt noch die Behauptung: Diese UMFRAGER aus Washington hätten die gesamte Welt befragt –

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WELCH EIN UNFUG!!

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Was haben sie erfragt? Denken sie schlecht über Amerika? Ja oder Nein? Über ganz Amerika? Denken Sie schlecht über was, Musik, Mädchen, Sex, Drogenpreise, Hollywood-Filme, Nobelpreis-Träger, Erdbeben, Unwetter, Fracking, Waffenbesitz, Todesstrafe, Facebook, Google, Apple, Tesla, Edison, Larry King, Elvis, CIA, Mc Carthy?

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Egal, was jemand darauf antwortet und sich dabei denkt – äußert er oder sie die echte Meinung? Aber wir wissen: Meinung ist das Eine – in einer konkreten Situation ist dann das Verhalten interaktiv – vielmehr von der Situation abhängig als von einer „theoretischen“ Meinungsäußerung.

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Wenn 50 Prozent schlecht über Amerika denken – kennen die denn Amerika?

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Kennen 50 Prozent der Deutschen die USA? Oder sagen sie ihre Meinung nur, weil sie annehmen mit einer angepassten „Antwort“ sich weiterer Nachfragen zu entziehen:

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Zum BEISPIEL:

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Die Umfrage per Telefon lautet: Denken Sie gut über Amerika? Oder: Denken Sie schlecht über Amerika? Oder denken Sie heute, wie viele Deutsche, auch schlechter über Amerika als vor fünf Jahren?

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Der Befragte antwortet nun so, dass nicht herauskommt, dass er sich über Amerika gar keine Meinung bilden kann, weil er die USA nicht kennt: Dann sagt er: Ja, ich denke wie die Mehrheit – schlechter.

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Warum? wie können Sie das sagen? – kennen sie USA denn?

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Antwort: Die Meisten denken heute schlechter über USA.

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