AUSCHWITZ: Steinernes Gedenken oder lebendiges Erinnern?

Lichtgeschwindigkeit 5298

vom Dienstag, 27. Januar 2015

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Wer nicht sicher ist, selbst irre zu sein, mag sich seiner Unsicherheit gemäß zurückhalten. Wer dumm ist, muss nicht klug urteilen.

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Wer aber hitlerschlau wegschaut und sagt, wir wissen ja nichts, wir wussten nichts, uns hat keiner was gesagt, das machen ja alle, was soll man denn glauben: LÜGENPRESSE, Propaganda, Gedankenpolizei, Vorratsdatenspeicherung mit NSA – kurz:

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Ich habe meine täglichen Kontrollrunden für die Seinsbindung meiner Orientierung und der Geltung meiner Urteile – was sagt mir, wenn Geschundene ausrufen: ACHTUNG – MENSCHHEIT – WAHRSCHAU.

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Und wenn traumatisierte Seelen Amok laufen und Gesellschaften für geschreddderte VETERANEN bilden – es ist legitim! Meine ehrliche Anteilnahme ist für diese Opfer sicher. Aber was gibt uns das auf?

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Ich möchte deshalb an Alphons Silbermann (1909-2000) Ansprache im Saarländischen Landtag, am 28. Januar 1999 erinnern. Dieser geniale Kölner Jude Silbermann war Naziopfer. Seine gesamte weitere Familie wurde ausgerottet – der Name existiert heute allein, weil der Jude Silbermann einen geliebten Italiener adoptierte. Und was erklärte der naziverfolgte Silbermann zum ERINNERN und VERGESSEN?

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Silbermann warnte vor STEINERNEM GEDENKEN als ein Beruhigungsritual, wenn daran kein lebendiges ERINNERN angebunden wird, indem heute Untaten und massenhafte Mörderorganisation, wie es das Wort AUSCHWITZ bedeutet, unser aller Aufbegehren fordert:

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Was soll die Befreiung vor 70 Jahren als steinernes Gedenken, wenn heute die USA einen Senats-CIA-Untersuchungsbericht über rechtlose Menschenvernichtung publiziert und die deutsche Bundeskanzlerin über deutsche Verfassungsbrüche und kontrolllose Machenschaften Kontrolle, Aufklärung, Transparenz und rechtsstaatliche Steuerung ablehnt:

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Der CIA-Folterbericht (von Dezember 2014) zeugt von unserer Gegenwart: Drin steht, was die USA – überwiegend auf ausländischem Territorium in aller Welt verbricht und sich dabei keinerlei internationalen Rechtsregeln stellt:

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…In ihrem „Krieg gegen den Terror“ entziehen sich die vereinigten Staaten nicht nur dem nationalen, sondern auch dem internationalen Recht. Ihr Krieg ist archaisch und schrankenlos:

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Menschen wurden weltweit entführt, in Geheimgefängnissen gefangen gehalten und gnadenlos gefoltert. Mit Drohnen werden bis heute in unterschiedlichsten Ländern tatsächliche und vermeintliche Terroristen hingerichtet. Dass dabei Frauen und Kinder, die sich im Wirkungskreis der Bomben aufhalten, ermordet werden, wird in auf genommen und zynisch als „Kolateralschaden“ abgetan. Mithilfe der National Security Agency (NSA) streben die USA mit perfiden Überwachungsmethoden eine möglichst vollständige Kontrolle des Kommunikationsverhaltens und der Inhalte technischer Kommunikation zwischen Menschen an. …

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… anders als nach internationalem Recht (vergleiche Artikel 50 Ziffer 1 des I. Zusatzprotokolls der Genfer Konventionen) – ein Mensch im Zweifel ein Terrorist und kein Zivilist (ist). Ihre Drohnen töten jede Person, die sich im Wirkungskreis ihrer Waffen befindet. Das führt zum wichtigsten Unterschied zwischen dem Abschussbefehl einer Rakete und der Verkündung eines Strafurteils. Im Gerichtssaal gibt es keinen Kollateralschaden. In bundesdeutschen Gerichtssälen ist der Tod ohnehin ein Fremder. Die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ist nach deutschem Recht ein Straftatbestand, der mit hohen Freiheitsstrafen belegt wird, nicht jedoch mit der Todesstrafe…“

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Was machen also die Deutschen 70 Jahre nach Auschwitz? Was sagt Kanzlerin Merkel (CDU) zum Auschwitz-Gedenken 2015? Wer Fehler eingesteht, kann daraus lernen – sagen die Klugscheisser, wie der ARD-Kommentar in den Tagesthemen am 26. Januar 2015 von Norbert Klein: Er predigt das STEINERNE GEDENKEN, ohne lebendiges Erinnern.

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Wozu sind unsere Geheimdienste fähig? Haben sie auch gefoltert oder sich an der Folterpraxis der CIA beteiligt oder im Wissen um diese Praxis dennoch Informationen aus Folterungen genutzt? Haben sie den USA Informationen gegeben, die sie genutzt haben, um Drohnenmorde auszuführen? Nehmen sie arbeitsteilig an der umfassenden NSA-Ausforschung teil? Halten sie sich an die Regeln des Rechtsstaats, unserer Verfassung und des internationalen Rechts?

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Auf diese Fragen gibt es keine zuverlässigen Antworten.

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Der BND-Untersuchungsausschuss ist zwar in den Jahren 2006 bis 2009 solchen und ähnlichen Fragestellungen nachgegangen. Die Bundesregierung hat jedoch – wie das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat – in verfassungswidriger Weise den Zugang zu einer Vielzahl von Beweismitteln nicht umfassend ausgeschöpft werden konnte. Damit konnte der Ausschuss seinen Aufklärungsauftrag nicht erfüllen. Auch der NSA-Ausschuss wird zurzeit in gleicher Weise sabotiert…

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…obwohl das Versagen der Sicherheitsbehörden bei den Mordtaten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vorrangig auch ein Versagen dieser beiden Behörden war. Denn sie sind für die Verfolgung von konkreten Straftaten und die Festnahme von Tatverdächtigen zuständig … eine solche Kontrolle existiert zurzeit nicht. Die gegenwärtige Kontrolle ist ein Witz. Wollte man sie möglichst ineffizient gestalten, müsste man sie so regeln, wie das derzeit der Fall ist.

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Die USA …versinken im Sumpf ihrer eigenen moralischen und politischen Ansprüche / Ist das die westliche Wertegemeinschaft“, von der insbesondere Bundeskanzlerin Merkel immer wieder fabuliert, wenn sie zum Beispiel gegenüber Russland den moralischen Zeigefinger erhebt? Wo bleibt die so oft von Frau Merkel in diesem Zusammenhang beschworene „Herrschaft des Rechts, wenn die USA in ihrem Kampf gegen den Terrorismus ungerügt und ungerührt Menschenrechte und das Völkerrecht verletzen.“ schreibt Wolfgang Neskovic, Herausgeber des CIA-Berichtes auf Deutsch (Januar 2015).

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…Der Folterbericht belegt, dass die USA im Kampf gegen den Terrorismus jedes rechtsstaatliche Maß verloren hat….“

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Nach den USA-Geheim-Materialien die Mannings bei Wikileaks plazierte, sagt die israelische Regierungs.Ingroup im US-Kongress jederzeit beliebig Abstimmungsmehrheiten herstellen zu können.

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Was mussten wir an den Einreden der US-Regierung gegen die 51-Tage-Massaker der israelischen Armee auf den palästinensischen GAZA-Streifen sehen?

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Dietmar Moews meint: Mich interessiert lebendiges ERINNERN. Das bedeutet, dass Prediger des GEDENKENS jegliche Menschenschinderei ächten und dagegen antreten. Wer heute von Auschwitz berichtet – gar als lebender Zeuge, gar als überlebendes NAZI-OPFER des Holocausts, der soll heutige Menschenschinderei bekämpfen.

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Juden, die heute nicht gegen die Menschenschinderei im Zeichen eines biblischen „Groß-Israels“ und eines alttestamentarischen „ARMAGEDDONs ankämpfen, scheinen vergessen zu haben, was die deutschen Massenmörder getan haben – das halte ich für irre.

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Und ich sage mit Gershom Gorenberg: Israel schafft sich ab.

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Hatte sich Hitlerdeutschland nicht abschaffen lassen? Haben aber Millionen Hitlerschlaue überlebt: Wir haben nichts gewusst. Gut, mag sein.

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Nur heute, angesichts Auschwitz nach 70 Jahren, muss es jeder wissen. Besonders überlebende Opfer müssten wissen. Sie müssten im Namen Auschwitz‘ dagegen kämpfen, dass heute unglaubliche „Kolateralschäden“ entstehen, weil angeblich mit den verpibullten Handlungsweisen Werte verteidigt werden.

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