Israel ist in Israel „entzweit“ – der Westen ist entzweit

April 8, 2015

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vom Mittwoch, 8. April 2015

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Die Deutschen haben durch die expressionistische Hitlerzeit einen Höhepunkt der besonderen Unmenschlichkeit in der Weltgeschichte verzeichnet.

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Von einer Hochleistungsideologie geführte deutsche Massenmörder haben massenhaft Menschen ausgegrenzt, gejagt, verjagt und in Todeslagern vernichtet. Es war eine Vorstellung von völkischer arischer Rasse einerseits und allen davon auszugrenzenden „Nichtariern“, besonders diejenigen, die sich der Nazi-Ideologie widersetzten oder eigene Menschenbilder bevorzugten.

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Die Nazi-Rassenideologie fokussierte indes keineswegs auf Rassemerkmale, Reinrassigkeit oder Bastarde, sondern auf totalitäre Ausgrenzungen willkürlicher Opfergruppen. Die deutschen Juden und sehr bald das europäische Judentum wurde von der Naziherrschaft seit 1933 explizit verfolgt. Die Deutschen schwenkten nach und nach auf diese Diskriminierung von Minoritäten, wie eben Juden, Zigeuner, Homosexuelle, Bibelforscher, Dissidenten ein.

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Daraus wurde zunächst Unterdrückung, Entrechtung und Vertreibung, schließlich während des zweiten Weltkrieges, anfang der 1940 Jahre systematische Inhaftierung der Opfergruppen und bald Vernichtung in Arbeitslagern und Todeslagern. Grausamkeit ist keine Kategorie zur Relativierung. Opferzahlen sind ebenfalls ungeeignet, zu zeigen, was das besondere an der von der deutschen Reichsführung organisierten Menschenvernichtung war.

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Einzigartig war die sehr streng geführte Geheimhaltung und die teils industriell-schrittweise Vernichtungsorganisation auf der einen Seite. Andererseits war es die Indolenz und weitreichend unsolidarische Reaktion der nichtverfolgten Deutschen, angesichts der Beseitigung ihrer Nachbarn, Kollegen und Freunde, sogar quer durch Familien: Kaum jemand leistete Widerstand – wer aufbegehrte wurde von der Gestapo brutal zerschmettert. Nur ganz hochbegabte edle Deutsche wagten es, von der Ausrottung bedrohte deutsche Landsleute zu retten.

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Nach dem Krieg fand sich dann die „Hitlerschlauheit“. Die Deutschen benutzten das Alibi für alle moralisch Schuldigen – man nutzte stets die Behauptung, einfach fast nichts oder nichts gewusst und gemerkt zu haben.

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Heute hat man in Deutschland in zähen Erziehungsprozessen die Wahrheit der Schuld anerkannt. Wahrheit dieser massenmörderischen deutschen Generationen, der Urgroßeltern, Großeltern und Eltern, sorgt heute dafür, dass die heutigen Deutschen sich geschickt in der Weltpolitik durchlavieren.

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Mit dem Schuldeingeständnis ist von allen Deutschen eine historische Kollektivschuld zu tragen, die in materieller Wiedergutmachung und in sozialer Bereitschaft nicht wieder so oder so ähnlich deutsche Politik machen dürften – aber sie tun es nunmehr durch Bündnisse eingebunden.

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Die Deutschen sind allen Juden gegenüber schuldig, allen Zigeunern, allen betroffenen Christen und Homosexuellen, allen Naziverfolgten.

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DIETMAR MOEWS SPORTFLAGGE Israel -Barrenturnen

DIETMAR MOEWS SPORTFLAGGE
Israel -Barrenturnen

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Infolge des zweiten Weltkrieges und der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden erhielt der historische Zionismus eine manifeste Wendung – ausgewanderte und geflohene Juden siedelten sich in Palästina an – nannten das „gelobte Land „Israel“ und gründeten mit Einverständnis des Völkerbundes im Jahr 1948 den Staat Israel im ehemaligen osmanischen, später britischen Mandatsgebiet Palästina.

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Heute gibt es in Israel einen militanten Zweig, der aus den seit den 1940ger Jahren von teils orthodoxen teils terroristischen Juden besteht – momentan repräsentiert von Ministerpräsident Netanjahu. Daneben gibt es einen zionistisch-liberalen Zweig, der auf eine Friedensordnung hofft, statt permanent im Alarmzustand und dem arabischen Terror ausgesetzt leben zu müssen.

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Gestern schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf Seite 10 „Entzweit“ und weist nun darauf hin, dass Netanjahu sich mit US-Präsident Obama tief entzweit habe. Während sich USA und Iran annähern, suche Netanjahu den Kontakt zum Luftkrieg führenden Saudi-Arabien.

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DIETMAR MOEWS Sportflagge USA - Doping-Sprint

DIETMAR MOEWS
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USA – Doping-Sprint

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Dietmar Moews meint: Deutschland glaubt, moralisch einfache Sache machen zu können. Deutschland liefert Waffen an alle.

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FAZ Seite 2 am 7. März 2015

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Sorgfältig hingeschaut können die Deutschen ihre Schuld gegenüber den Juden nun nicht dadurch begleichen, indem sie Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas unterstützt. Sondern die Deutschen müssen sich klar werden, welche Israelis sollen im Zeichen deutscher Schuld unterstützt werden? Die Kriegerischen von „Groß-Israel“ oder die friedlichen Zionisten und Staatsgründer nach der Zweistaatentheorie von 1948.

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Es kann doch kein Zweifel sein, dass sich verbietet, die Massakerpolitik Netanjahus zu unterstützen.

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Und während die Deutschen unmoralisch herumschaukeln, hat jetzt der westen insgesamt durch die USA und Präsident Obama eben diese Entscheidung getroffen. Jetzt sollte es Deutschland auch schaffen, sich für eine Friedensordnung im Nahen Osten einzusetzen.

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Seit Sommer 2014 sitzen Hundertausende Palästinenser in Gaza auf den vertrockneten ungeheizten Schutthalden des von Israel zerbomten Landes. Wasserwerke und Zementwerke sind zerstört, Grenzen sind geschlossen.

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Neujahrsgruß 2015: GUTEN RUTSCH

Dezember 31, 2014

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am Mittwoch, 31. Dezember 2014

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Lustig ist eben die Entdeckung, dass nun der ZWEITAUSENDSTE Blog-Beitrag als Gartenzwerg in meinen Vorgarten bei WordPress gestellt wird: Lichtgeschwindigkeit 5226 ist der 2000ste (seit 2009) Beitrag bei WordPress.

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Glockenschläge am Todestag vom ersten Papst, Sylvester, die „Konstantinische Schenkung“, vom Kölner Pitter, und dazu das Schönste, was sich der Maler wünscht und erhält – Malen.

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Ich werde den aktuellen Stand des Hülsenbeckschen Kindes fotografieren und hier einstellen – es handelt sich um ein weiteres ZUGINSFELD.

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Was noch an erotischer Darstellung künstlerisch auflief, stammt aus allen Zeiten der europäischen Kunstgeschichte – Antikes, Antikisierendes, Modernes und Moderndes, Rembrandt, Courbet und Japanonesisch.

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Dass der wunderbare Kammerspiele-Schauspieler Rolf Boysen die Seite wechseln musste, möchte ich herausheben, weil ich ihn sehr schätzte und ihn einmal gezeichnet hatte.

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Dietmar Moews meint: Lachhaft finde ich, dass die ZDF-Heute-Redaktion um 19 Uhr passend fand, die ZDF Unterhaltungssendungen des Sylvesterabends als Nachricht anzukündigen, während Zuschauer die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin erwarteten.

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Genau. Genau dafür werden die Staatssender-Finanzen demnächst auf marktwirtschaftliche Gebührenverhandlungen sich einlassen müssen:

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Es gab noch nie so viele Flüchtlinge, wie heute, und noch sie so umfangreiche deutschen Waffengeschäfte. Ich verabscheue diese Politik.

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Ich wünsche den Nutzern des Blogs ein schönes gesundes und fruchtbares Jahr 2015.

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DDR 9. Oktober 1989 Ehrung für CHRISTOPH WONNEBERGER

Oktober 10, 2014

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am Freitag, 10. Oktober 2014

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Die Feierstunde im Gewandhaus Leipzig, am 9. Oktober 2014, gab dem verdienten Christoph Wonneberger die Ehre. Der Ende 1989 gesundheitlich niedergeschlagene Leipziger Pfarrer ist heute nicht mehr so krank.

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Es ist eine böse Mobpublizistik, die nach 1989 die Helden der „Wende“ inszenierten. Die Massenmedien propagieren Köpfe bis zum Nobelpreis. Wenn sie keine haben, machen sie sich welche. Und dann schreiben alle von allen ab.

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Ein Held in Leipzig, der evangelische Pfarrer Christoph Wonneberger, der seit den frühen 1980er Jahren die sogenannten „Montagsgebete“ in der großen Leipziger Stadtkirche, Nikolaikirche, veranstaltete, die damit zu einem einmaligen Ort der Versammlung und bald zum Vorbild für weitere Kirchen in der DDR wurden, stand nicht zur Verfügung, als Heldenköpfe gebraucht wurden.

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Christoph Wonneberger erlitt unmittelbar vor dem Ende der DDR – am 30. Oktober 1989 – schwere gesundheitliche Schläge. Er war dann einfach schwer krank, konnte weder sich bewegen noch sprechen, statt in den Mittelpunkt der O-Töne und Symbolbilder gerückt werden zu können.

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Unappetitliche Härte entstand dann dadurch, dass es „solidarische Kollegen“ gab, die an Wonnebergers Stelle, die Heldenrolle übernahmen. Unappetitlich? – ja, Geschmackssache: Es waren diejenige Pfaffen, die bis zum Ende der DDR die Montagsgebete von SED-kritischen politischen Inhalt gegen Wonneberger und seine Helfer säubern wollten.

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Es folgt ein Ausschnitt aus einem Bericht, der durch eigene Recherchen hierzu als tragfähig angesehen wird. (aus Focus 41 / 2009):

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„…Der Pfarrer Christoph Wonneberger machte die Leipziger Montagsdemos erst möglich. Den Ruhm jedoch ernteten Nebenfiguren.

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Wenn er im Wintergarten seiner Wohnung im Leipziger Süden sitzt und in seinem Sessel verschwindet, dann fällt es schwer zu glauben, dass dieser Mann einmal ein Staatsfeind war. Ein erfolgreicher Staatsfeind sogar, der es schaffte, einen Staat wirklich aus den Angeln zu wuchten. Nicht allein, aber als einer der wichtigsten Köpfe im ostdeutschen Revolutionsherbst 1989. Christoph Wonneberger ist ziemlich klein und schmal, fast zierlich. Er sieht gut aus für seine 65 Jahre. Im vergangenen Jahr ist er zusammen mit anderen Abenteuerlustigen von Paris nach Moskau geradelt, einfach so. „Sieben Wochen“, sagt er. „Hat Spaß gemacht.“ Ein Europa, durch das man fahren kann, ohne an Stacheldrahtgrenzen zu stoßen, das ist für ihn immer noch eine ganz persönliche Sache. Auch 20 Jahre danach. An dem Umbruchsjahr 1989 hatten viele einen Anteil, einen kleineren oder größeren: polnische Gewerkschafter und tschechische Dissidenten, DDR-Bürgerrechtler, Weltpolitiker und anonyme Demonstranten. Der Anteil von Christoph Wonneberger, Pfarrer in Rente, fällt im Rückblick ziemlich groß aus: Ohne ihn hätte es die Leipziger Montagsdemonstrationen wahrscheinlich nie gegeben.
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Im kollektiven Gedächtnis scheint der Mann allerdings überhaupt nicht vorzukommen. Wer offizielle Gedenkschriften und Zeitungsartikel zum Herbst 1989 durchforstet, stößt zuallererst auf ganz andere Leute, auch wenn es nur um Leipzig geht. Christoph Wonneberger – der Name erscheint höchstens ganz am Rand. Als Nebendarsteller einer großen Geschichte. Er hat keine Preise bekommen wie andere, er ist nicht zusammen mit Michail Gorbatschow geehrt worden, ihm hat kein Bundeskanzler die Hand geschüttelt.
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In den Buchhandlungen liegt, frisch gedruckt, das Buch des Nikolaikirchenpfarrers Christian Führer zum Herbst 1989: „Und wir sind dabei gewesen.“ Von Wonneberger gibt es kein Buch. Wie fühlt er sich so als Figur in einer Fußnote? „Ach“, sagt er, „da ist mir doch viel erspart geblieben. Oder?“ Er lacht ziemlich lange. Überhaupt lacht er gern und oft. Nein, verbittert wirkt Christoph Wonneberger kein bisschen. An ihm fällt höchstens auf, dass er manchmal das Wort nicht findet, das er sucht. Oder dass die Silben in verkehrter Reihenfolge aus seinem Mund kommen.

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Die Grenzen austesten: Damals in der DDR beobachteten und beäugten gleich zwei Institutionen jeden seiner Schritte: Der SED-Staat und Wonnebergers eigener Arbeitgeber, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens. Für die Staatssicherheit war der Pfarrer der Dresdner Weinbergkirchengemeinde, der Wehrdienstverweigerer beriet und unterstützte, sowieso ein Staatsfeind, ein „Exponent der PUT“, wie es in Stasi-Deutsch hieß, der „politischen Untergrundtätigkeit“. Aber auch in den Augen von Landesbischof Johannes Hempel galt der Mann, der da in weichem singendem Sächsisch auf seinen Ansichten beharrte, als innerkirchlicher Problemfall. Wie fast die gesamte Kirchenführung in der DDR plädierte Hempel dafür, sich mit dem allmächtigen Staat zu arrangieren, um im Tausch kleine Freiräume zu erhalten. Die Kirche soll ein Trost- und Reparaturbetrieb für die Schäden sein, die der Realsozialismus anrichtet, aber keine Untergrundbewegung. Wonneberger aber will nicht nur trösten und helfen. Er will Grenzen austesten.

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Christoph Wonneberger, Pfarrer in Leipzig

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Als er 1982 versucht, eine DDR-weite Sternfahrt von Radfahrern nach Dresden zu organisieren, um für einen „Friedensdienst“ zu werben, einen echten Wehrersatzdienst, den es in der DDR nicht gibt, sehen sowohl die SED-Gewaltigen als auch die Kirchenoberen eine rote Linie überschritten. „Meine Vorgesetzten haben mir ziemlich eindeutig gesagt: ,Wenn du das machst, dann hast du deinen Job nicht mehr.“ Um bleiben zu können, lenkt er ein und sagt die Sternfahrt ab. Aber er überlegt sich eine Alternative, die vergleichsweise harmlos wirkt: In mehreren Städten sollen sich an einem festen Wochentag in einer bestimmten Kirche Menschen zu Friedensgebeten treffen. Mit diesen Friedensgebeten, die sich nach und nach in anderen Städten etablieren, setzen er und seine Freunde eine Bewegung in Gang, die anfangs kaum auffällt, auf lange Sicht aber ähnliche Sprengwirkung entfaltet wie ein Holzkeil in einem Felsblock. 1985 schickt die Kirche Wonneberger nach Leipzig. Er bekommt die Pfarrstelle der Lukaskirche, in einem Arbeiterviertel, weitab vom Zentrum. Vielleicht, so hofft man im Bischofsamt, kommt der renitente Pfarrer hier zur Ruhe.

Es geschieht das Gegenteil: Friedrich Magirius, Superintendent des zuständigen Kirchenbezirks, fragt ihn, ob er sich nicht um das Leipziger Friedensgebet kümmern könnte. Er habe doch Erfahrung damit. Wonneberger sagt zu. Die Friedensgebete finden in St. Nikolai statt, einer Kirche im Stadtzentrum.

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Es ist eine neue Generation zorniger junger Leute, die montags um 17 Uhr in die Nikolaikirche kommt. Sie wollen nicht nur Gebete, sie wollen über Demokratie reden. Zusammen mit Wonneberger wählen die Basisgruppen konkrete Themen für die Friedensgebete aus: die Umweltzerstörung, die fehlende Meinungsfreiheit. Die Andachten sind offen für alle. In einer erstarrten Politbürokratie wie der DDR stellt dieser winzige Freiraum mitten in Leipzig eine Ungeheuerlichkeit dar.

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Den anderen Kirchenleuten geht diese Politisierung der Montagsgebete viel zu weit. Christian Führer, der als Pfarrer der Nikolaikirche die Gebete begleitet, fürchtet, die Staatsorgane könnten so eine „Steilvorlage“ bekommen, um die kleine Freiheit der Kirchen drastisch zu beschneiden. „Friedensgebete nur mit Politik, ohne Gebet und Gesang“, findet er, würden nur der SED in die Hände spielen. Sein Vorgesetzter Magirius entzieht den oppositionellen Gruppen im August 1988 das Recht, den Inhalt der Gebete zu gestalten – es ist der Beinaherauswurf der Staatsgegner aus der Kirche. Erst nach wochenlangen Protesten dürfen die Basisgruppen wieder die Gebete mitgestalten, unter Aufsicht eines Vertrauenspfarrers, der den theologischen Segen geben soll. Sie benennen dafür Wonneberger.

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Und der denkt trotz aller Warnungen nicht daran, die Friedensgebete zu entschärfen. Im Gegenteil, er sieht die Risse in dem vermeintlich felsenfesten Staat, er spürt in den Gesprächen mit den jungen Unzufriedenen, mit den Ausreiseantragstellern, wie die Substanz des Systems bröckelt. Deshalb überschreitet er die imaginären roten Linien, wo er nur kann. Als es der evangelischen Kirche zu riskant erscheint, oppositionelle Basisgruppen zum offiziellen Kirchentag in Leipzig im Sommer 1989 zuzulassen, erklärt Wonneberger sein St. Lukas kurzerhand zum Ort eines „Statt-Kirchentages“ und macht es zum Zentrum der Bürgerrechtler. Er ist derjenige, der immer einen Schritt weiter geht als seine Kirche. Er könnte seine Ruhe haben. Aber die will er nicht.

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Das Gesicht der Bewegung: Inzwischen spricht sich herum: Wer irgendwie gegen die SED ist, der kann das am besten zeigen, wenn er montags um 17 Uhr zur Nikolaikirche kommt. Am Montag, dem 25. September 1989, liegt eine unwirkliche Spannung in der Luft, als Christoph Wonneberger kurz nach 17 Uhr an die Kanzel der Nikolaikirche tritt und mit der Predigt beginnt. Sein Thema lautet: Gewalt. Was folgt, ist eine politische Rede und gleichzeitig die beste Predigt, die er je halten wird. Als gewitzter Stratege hat er früher als die meisten anderen erkannt, dass gerade die Friedfertigkeit den Demonstranten als schärfste Waffe dient, während der Staat sich durch das Knüppeln moralisch unaufhaltsam demontiert.
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„Wer einen Gummiknüppel schwingt, sollte besser einen Schutzhelm tragen“, ruft er in die voll besetzte Kirche. „Wer andere blendet, wird selbst blind. Wer andere willkürlich der Freiheit beraubt, hat bald selbst keine Fluchtwege mehr.“ An dieser Stelle verzeichnet eine zeitgenössische Mitschrift „Lachen, Beifall.“ Als die Kirchentüren sich öffnen und sich die Leute vorsichtig und untergehakt nach draußen schieben, können sie weit und breit keine Uniform entdecken. Stattdessen drängen sich draußen vor der Kirche die Menschen dicht an dicht. Rund 8000 sind gekommen. Berauscht von ihrer eigenen Kühnheit zieht die Menge über den Leipziger Ring.

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Zwei Wochen später, am 9. Oktober, telefoniert Wonneberger von seiner Wohnung aus die Botschaft an die westlichen Journalisten: Die entscheidende Demonstration der 70 000 ist friedlich geblieben, der Staat vor der Menge zurückgewichen, die immer wieder den einen Satz skandiert: „Wir sind das Volk.“ Mit seinen engsten Mitstreitern hatte Wonneberger 30 000 Flugblätter drucken und verteilen lassen, die zur unbedingten Gewaltlosgkeit aufriefen. Abends, kurz nach halb elf blenden die „Tagesthemen“ ein Foto von Wonneberger ein, während er mit dem Moderator telefoniert. Die historische Bewegung, die da in Gang kommt, hat jetzt auch ein Gesicht: das des kleinen schmalen Pfarrers aus Leipzig-Volkmarsdorf.

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Kein Führer, aber ein Kopf: An jedem Arbeitstag schaut Uwe Schwabe auf die Vergangenheit. Er arbeitet im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig, einem Ausstellungszentrum, das die Geschichte der DDR-Opposition dokumentiert. In Schwabes Zimmer steht eine originale elefantengraue DDR-Gefängniszellentür als Souvenir. Vielleicht auch als Trophäe. Schwabe, damals Bürgerrechtler in der Nikolaikirche, sieht sich als Gewinner. Seinen Vollbart trägt er gestutzt, die Haare auf dem Kopf werden langsam dünn. „Die Revolution von 1989 hatte keinen Führer“, sagt er. „Wir waren ein Netzwerk aus selbstständigen Leuten, das konnte die Stasi nie begreifen. Aber wenn es einen herausragenden Kopf gab, dann war es Wonneberger.“

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Zwei Daten bestimmen die Biografie Wonnebergers:

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Der 9. und der 30. Oktober 1989. Am 30. Oktober trifft ihn in seiner Wohnung ein Schlaganfall, der ihn fast umbringt. Er, dessen einziges Mittel das Wort ist, verliert von einem Augenblick zum anderen seine Sprache. Am 9. November fällt die Mauer, und westliche Journalisten und Kamerateams strömen nach Leipzig, um den Anführer der Montagsdemonstrationen zu suchen, den ostdeutschen Havel oder Walesa. Wonnebergers kurze Telefoneinspielung in den „Tagesthemen“ ist längst vergessen.

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Pfarrer der Nikolaikirche Leipzig, Christian Führer, stand hinter der Gardine, Pfarrhaus Nikolaikirchhof 4, und beobachtete den Platz neben der Kirche, Nikolaikirchhof

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Pfarrer Christian Führer, dem die Politisierung der Montagsgebete viel zu weit ging, und Superintendent Magirius, der die Oppositionellen vorübergehend aus der Kirche geworfen hatte, geben bereitwillig Interviews. Sie können beide gut reden, und obwohl sie sich nie so weit vorwagten wie Wonneberger, freuen sie sich über den Mauerfall und das Ende der SED. Es gibt überall Helden, die irgendwann aus dem kollektiven Gedächtnis fallen. Wonneberger gelangt gar nicht erst hinein. Die neuen Geschichtsschreiber kommen aus dem Westen wie auch die neuen Verwaltungsbeamten, Richter, Banker. Und mit der Revolutionsgeschichte geschieht, was der Sozialpsychologe Harald Welzer eine „kumulative Heroisierung“ nennt:

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Magirius, einmal medial zum führenden Oppositionellen ernannt, steigt zum Präsidenten der Leipziger Stadtverordnetenversammlung auf, er erhält den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis und wird Grenadier der französischen Ehrenlegion.

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Für Pfarrer Christian Führer gibt es den Palm-Preis und den Augsburger Friedenspreis, den er zusammen mit Gorbatschow erhält.

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Die FAZ schreibt, Führer sei das „Gesicht der Montagsdemonstrationen“ gewesen. Ein Redakteur der „Welt“ erklärt ihn zum „Vater des Mauerfalls“. Die Werbeprofis des Leipziger Stadtmarketings nutzen Führers Foto als Plakatmotiv ihrer Kampagne „Leipziger Freiheit.“ Es ist nicht so, dass Führer der völlig Falsche für die Rolle des Helden wäre. Er ist nur nicht der Richtige.

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Markenzeichen Jeansweste: Zur Verleihung des Heinemann-Preises 1990, erzählt Wonneberger, habe ihn Magirius sogar in die Frankfurter Paulskirche eingeladen. Wonneberger, der damals in einer Spezialklinik in Hannover langsam wieder das Sprechen lernte, fuhr hin:

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„Das war das erste Mal seit Langem, dass ich wieder allein gereist bin.“

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Er habe damals noch Schwierigkeiten gehabt, für sich alles zu ordnen.

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„Aber als ich da im Publikum saß und er auf der Bühne stand, da dachte ich: Hier läuft doch etwas falsch.“ Kein Festgast erkennt ihn. „Wenn ich gewusst hätte, was mich dort erwartet“, sagt Wonneberger leise, „dann wäre ich nicht gefahren.“
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Am 6. November 1989: Links Friedrich Magirius, rechts Kurt Masur

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1991 versetzt die Landeskirche Wonneberger wegen der Spätfolgen des Schlaganfalls gegen dessen Willen in den Ruhestand.

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Zuginsfeld 3 - Weggetreten ...

Zuginsfeld 3 – Weggetreten …

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Riquet-Haus in der Leipziger Innenstadt, altsächsischer Kaffeehaus-Charme. Führer, seit ein paar Monaten Pfarrer im Ruhestand, nippt an seinem Eiskaffee. Draußen herrscht Augusthitze. Trotzdem trägt er sein Markenzeichen, die Jeansweste.

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Er winkt ab, als es um die Medienzitate geht.

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„Gesicht der Montagsdemonstrationen“, „Vater des Mauerfalls“,

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also, das sei natürlich alles Unsinn.

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Aber die Journalisten schrieben nun mal voneinander ab, immer dasselbe. Auf dem Schutzumschlag seines eigenen Buches habe der Verlag es wieder geschrieben: „Initiator der Montagsgebete“. Er habe das erst für die dritte Ausgabe ändern können. „So werden Sie ausgelöffelt.“ Er sei Begleiter der Montagsgebete gewesen, nicht mehr und nicht weniger. Den Inhalt der Gebete hätten andere gestaltet.

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Ob er sich einmal mit Wonneberger unterhalten habe?

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Nicht direkt, nur einmal mit dessen Frau. „Ich hatte das Gefühl, dass Christoph den Kontakt vielleicht nicht unbedingt wünscht.“ Führer verabschiedet sich freundlich, er muss zur Nikolaikirche: Dort wartet schon ein Kamerateam aus den USA….

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Ob er auch ein Buch schreiben wolle? Wonneberger schüttelt den Kopf. Nein, er habe immer noch Schwierigkeiten, genau das Wort zu finden, von dem er glaubt, dass es das einzig richtige ist. Er findet immer Ersatzbegriffe, seine Sprachfähigkeit ist zu 90 Prozent zurückgekehrt. Aber 90 Prozent genügen ihm nicht.

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Er will etwas zeigen und faltet ein ladenneues Radtrikot auseinander. Auf dessen Rücken hat er das Schwerter-zu-Pflugscharen-Motiv drucken lassen, das Signet der oppositionellen DDR-Friedensbewegung. Die Sternfahrt, die er 1982 habe absagen müssen – jetzt mache er so etwas Ähnliches doch. Morgen werde er zusammen mit anderen aufbrechen und durchs Baltikum radeln. Das alte Oppositionszeichen auf dem Rücken. „Verstehen Sie?“, fragt er und lächelt. Ja, man versteht.

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Vielleicht hat er all die Preise und Artikel, die andere an seiner Stelle bekommen haben, gar nicht gebraucht. Er wirkt glücklich.

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Gideon Kremer und Andrej Makarewitsch als Künstler + Politik

September 27, 2014

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am Samstag, 27. September 2014

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ZUGINSFELD 41 DMW am 3. Juli 2014 in der Mainzer Straße Südstadt Köln, in Köln im Jahr2014 gemalt

ZUGINSFELD 41 DMW am 3. Juli 2014 in der Mainzer Straße Südstadt Köln, in Köln im Jahr2014 gemalt

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Zwei herausragende russische Musik-Künstler, der im Westen lebende lettische Star-Geiger Gidon Kremer sowie, davon unabhängig, der in Russland lebende Rockmusiker Andrej Makarewitsch, haben sich mit öffentlichen Erklärungen gegen die kriegerischen Aktivitäten Russlands und gegen andere Künstler, die den Krieg unterstützen, ausgesprochen.

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Makarewitsch wird zitiert: „Man kann mit Panzern keine slawische Welt aufbauen“.

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Kremer wird zitiert: „ Es hat den Anschein, als seien Manipulation, materielle und politische Interessen, Lügen und Machtspiele die „Orchestrierung“, mit der eine Partei der anderen antwortet. Und es ist bedauerlich, dass sich einige hochgeschätzte Künstler in dieses Spiel einbinden lassen. Ich kann einige meiner Kollegen nicht verstehen, die (um ihrer eigenen Bequemlichkeit willen?) diesen Stand der Dinge und die politischen Einschüchterungsversuche mittragen. Sie (wir wollen hier keine Namen nennen!) nennen das „Patriotismus“ …“

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Gidon Kremer ist mutiger als fast alle freien Musiker, die im Westen leben. Allerdings ist Kremer als Russe lettischer Herkunft, der seine Heimat im ehemaligen Sowjetsystem aufgegeben hatte, besonders aufmerksam.

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Aktuell wurde zum 18. September 2014, in Dresden, wo Kremer mit seinem Orchester „Kremerata Baltica“ gastiert bekannt gegeben worden:

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Im Hinblick auf das aktuelle Geschehen im Russland-Ukraine-Konflikt hat sich Gidon Kremer dazu entschieden, das Programm für seinen Aufritt mit der Kremerata Baltica zu ändern.. Deshalb hat der aktuelle Capell-Virtuose der Sächsischen Staatskapelle Dresden nun ein Programm zusammengestellt, das den Titel trägt: »Gidon Kremer – Mein Russland«. Dieses Programm erlebt in der Semperoper seine Premiere.“
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Gidon Kremer sagte: »Die aktuelle politische Situation in Russland und der Ukraine beunruhigt mich sehr. Deshalb war es mir ein besonderes Anliegen, dieses Programm zusammenzustellen, das meine große Verbundenheit mit der russischen Kultur und Musik zum Ausdruck bringt, deren Werte ich im heutigen Russland mehr als gefährdet sehe.« (Gidon Kremer)
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Angesichts der dramatischen Ereignisse, die sich derzeit in Russland und der Ukraine abspielen, kann ich nicht gleichgültig bleiben; sie erinnern sehr stark an die Situation in Europa kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Mit dieser Änderung will ich mich nicht als Politiker in Szene setzen; ich folge vielmehr meinem Auftrag als Künstler und als Musiker, meinen Gefühlen und meiner persönlichen Einstellung mit musikalischen Mitteln Ausdruck zu geben. Ich weiß nicht, was von beidem schlimmer ist – der Machthunger der Politiker oder die Tatsache, dass die Mehrheit der Angehörigen einer Nation (wie es heute in Russland der Fall ist) von den staatlich gelenkten Medien ihres Landes manipuliert und einer regelrechten Gehirnwäsche unterzogen werden?(…)
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Für das neue Programm habe ich Werke aus der Feder führender russischer Komponistinnen und Komponisten unserer Tage ausgewählt, Sofia Gubaidulina, Leonid Desyatnikow und Alexander Raskato (…) All diese Werke gehören zu dem, was ich als „mein“ Russland bezeichne, dessen kulturelle Traditionen auf dem Gebiet der Literatur, der darstellenden Kunst, des Theaters und des Kinos mir seit der Zeit, als ich bei dem großen David Oistrach an der Moskauer Musikhochschule studierte, besonders am Herzen liegen (…).

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In diesen Tagen erleben wir die lauten Parolen und das Getöse der Politik, die mich abstoßen. Es hat den Anschein, als seien Manipulation, materielle und politische Interessen, Lügen und Machtspiele die „Orchestrierung“, mit der eine Partei der anderen antwortet. Und es ist bedauerlich, dass sich einige hochgeschätzte Künstler in dieses Spiel einbinden lassen. Ich kann einige meiner Kollegen nicht verstehen, die (um ihrer eigenen Bequemlichkeit willen?) diesen Stand der Dinge und die politischen Einschüchterungsversuche mittragen. Sie (wir wollen hier keine Namen nennen!) nennen das „Patriotismus“. Sie haben natürlich das Recht, ihre eigene persönliche Wahl zu treffen – doch sollte es für sie als Künstler nicht Pflicht sein, für die Wahrheit einzustehen und positive Energien zu vermitteln und zu stärken?

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Mit dem russischen „Popstar“ Andrej Makarewitsch, der laut Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. September 2014, einer der beliebtesten russischen Rockmusiker ist, ist der Protest gefährlich und erheblich schwieriger zu kommunizieren.

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Makarewitsch Band, seit 45 Jahren „Zeitmaschine“, wurde gestoppt. Die aktuellen Konzerte wurden einfach abgesagt, während die Eintrittskarten angeblich „nicht nachgefragt worden seien“. Organisatorische Probleme überall, in Petersburg, Krasnojarsk, Kasan, Samara, Tomsk, Nowosibirsk und Saratow: „Mit der politischen Haltung des Sängers habe die Entscheidung, seine Konzerte ausfallen zu lassen, überhaupt nichts zu tun.

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Allerdings, erklärte der Konzertveranstalter laut FAZ: „Wir liegen nicht auf einer Wellenlänge“, und sagte den Auftritt in Kirow ab. „Er habe einfach eine andere Position als der Sänger.“

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Makarewitsch hatte an Vladimir Putin geschrieben. Er bat Putin, die Hetzjagd zu beenden, „man nennt mich einen Freund der Junta, Handlanger der Faschisten, Verräter, dabei sei doch sein einziges Verbrechen gewesen, in Swjatogorsk vor den Kindern von Flüchtlingen aus Donezk und Luhansk drei Lieder gesungen zu haben. Die Gruppe „Zeitmaschine“ habe in all den Jahren Millionen Anhänger in Russland und im Ausland gefunden .. wenn man uns eines nicht vorwerfen kann – dann, dass wir Russland nicht lieben.“

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Putins Sprecher kommentierte den Brief abschätzig. Man könne das, “was als Hetzjagd bezeichnet wird, auch als Reaktion der öffentlichen Meinung bezeichnen“, der Präsident habe damit übrigens nichts zu tun.“

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Auf einer neuen Platte von Zeitmaschine singt Makarewitsch: „Mein Land hat den Verstand verloren …mein Land ist in den Krieg gezogen, und ich habe es nicht aufhalten können“. Es sei nun an der Zeit, sich zu entscheiden. Wer sich entscheide, „ keine Scheiße zu sein“.

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Dietmar Moews meint: Ob Gidon Kremer Andrej Makarewitsch kennt und ob beide miteinander einverstanden sind, ist unwichtig. Es hindert nicht, zum Kriegsgeschehen Stellung zu beziehen. Es hindert nicht nur nicht, es verpflichtet jeden prominenten Künstler zur Stellungnahme.

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Gidon Kremer hat seine Prominenz im freien Westen und darf seine Werthaltung publizieren – wenngleich die Medien den Appell „Mein Russland“, von Dresden beinahe totschweigen. Denn Kremer kritisiert nicht nur die Putin-Opponisten in Moskau, sondern durchaus den aufkommenden Militarismus insgesamt.

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Makarewitsch muss weitere persönliche Schwierigkeiten und Sanktionen erwarten:

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Abgeordnete wünschen Makarewitsch öffentlich die Pest an den Hals und wollen ihm die Auszeichnungen (höchste Künstlerorden des Landes) am liebsten aberkennen. Das Staatsfernsehen macht ihn zur Hauptperson einer Sendung über Landesverräter. Auf einer langen schwarzen Liste von Künstlern, Oppositionellen und Journalisten, die im Konflikt mit der Ukraine die Interessen Russlands verraten haben sollen, steht Makarewitsch auf dem ersten Platz – noch vor Aleksej Nawalny, dem bekanntesten Oppositionellen des Landes. Auf Platz acht findet sich der Name von Jurij Schewtschuk, dem anderen russischen Kultrocker.

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Ich sehe nicht, dass wir in Köln „Künstler für den Frieden“ oder „Künstler gegen Krieggeschäfte“ zur öffentlichen Artikulation wahrnehmen könnten.

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Meine Ausstellung „ZUGINSFELD“ – zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die den Krieg hervorbringt – war auf sehr viel Sympathie und Zustimmung gestoßen, d. h. ohne jegliche praktische Resonanz.

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PER STEINBRÜCK im Bundestagswahlkampf gar nichts gewusst?

September 25, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4926

am Donnerstag, 25. September 2014

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DIETMAR MOEWS Künstler + Frieden

DIETMAR MOEWS
Künstler + Frieden

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Fühlt man heute mit den Fingern zum Fenster raus, wie die Luft ist – ist Schneeluft? gibt es Regen? liegen Pollenflug oder Wüstenstaub an? – merkt heute jeder, dass irgendwie gedämpfte Verstimmung zwischen Wasser im Keller, Heizungsausfall im Winter umgeht: Es ist Krieg.

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ZUGINSFELD 22 "Der Krieg ...Haare stehen zuberge" DMW 455.1.91 in München gemalt

ZUGINSFELD 22 „Der Krieg …Haare stehen zuberge“ DMW 455.1.91 in München gemalt

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Die Bundesregierung stellt der kurdischen Peschmerga Waffen zur Verfügung. Die Waffen liegen in Leipzig, angeblich weil das holländische Transportflugzeug kaputt auch in Leipzig steht. Und heute ist aber die Kriegsministerin ZENSURSULA in Erbil, nicht in Bagdad, zur Übergabe der Waffenlieferungen. Ja – wie denn? Jetzt doch ohne den schiitischen Zoll in Bagdad und ohne die die Waffen, die noch in Leipzig rumliegen?

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Wie ist das zu verstehen. Herr Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück? Sie haben im Jahr 2013 als Spitzenkandidat weder das Thema Abschaffung der Bundeswehr als Wehrpflicht-Organisation in eine internationale Söldner-Eingreif-Agentur erklärt, sondern still mit durchgezogen. Und Sie haben von der heutige Weltkriegssituation nichts gesagt. Von Landesverteidigung, laut Bundeswehrgesetz und Grundgesetz-Passus ist bei Steinbrücks so wenig wie bei Merkel die Rede gewesen.

 

Dafür haben die deutschen die Große Koalition gewählt?

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Da gibt es nur eines: Sofortige Bundestags-Neuwahlen.

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DIETMAR MOEWS am 27. Juni 2014 und ZUGINSFELD 24: "Hübsche, nette, große Kaliber", DMW 486.1.95

DIETMAR MOEWS am 27. Juni 2014
und ZUGINSFELD 24:
„Hübsche, nette, große Kaliber“, DMW 486.1.95

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Die sachliche Bestandsaufnahme zeigt eindeutig, dass die heutige Bundeswehr nicht zur Landesverteidigung geeignet ist.

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Wie verteidigt die Bundeswehr deutsche Atomkraftwerke gegen feindliche Killerdrohnen-Attacken?

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Und die Spitzenkandidaten Merkel (CDU) und Steinbrück (SPD) haben nichts von der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck /SPD) gewusst?

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In Gaucks Redetext bei der sogenannten „Sicherheitskonferenz“, der westlichen Wehrtagung, Januar 2014, fordert der deutsche Bundespräsident zu einer neue Kampfbereitschaft der Deutschen samt der neuen Söldner-Bundeswehr zur militärischen Interessenverteidigung, wo immer auf der Welt es verlangt wird, auf.

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DIETMAR MOEWS Künstler + Frieden

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Dietmar Moews meint: Haben wir nun das gesetzliche Verbot, Waffen in Kriegsgebiete hineinzugeben?

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Hatten wir Sonderrecht zur Umgehung des Bundestages durch die Bundesregierung, eine solche Kriegsentscheidung durchzusetzen, weil Notstand ist und keine Zeit zu verlieren?

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Lagern jetzt die Notstands-Lieferungs-Waffen in Leipzig weil doch kein Notstand ist?

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Übergibt sich ZENSURSULA heute in Arbil (kurdischer Irak) weil sie keine Waffen übergeben kann?

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Dann ist dafür jetzt aber die Zeit für einen deshalb zwingenden parlamentarischen Prozess, die Änderung zum Krieg in der Deutschen Verfassung unverzüglich einzuleiten: Denn nach der Verfassung handelt die Kriegsministerin und die Bundesregierung der Großen Koalition verfassungswidrig.

Und das Alles hat Kanzlerkandidat Per Steinbrück nicht gewusst und seinen Nachfolgern Gabriel (SPD) und Steinmeier (SPD) inzwischen nicht gesagt?

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ZENSURSULAS hybride Kriegsführung

September 10, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4878

am Mittwoch, 10. September 2014

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Die deutsche Bundesministerin der Verteidigung sprach von „unbeschreibliche Grausamkeit“ durch die IS im Irak, weshalb deutsche Waffenlieferungen unweigerlich notwendig seien.

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ZENSURSULAS Rede zum Wehrhaushalt 2015 erwähnte nicht „unbeschreibliche Grausamkeit der Massaker gegen die Kinder in Gaza: „Siebenmal zermahlen“, nannte das der Massakerstaatschef Netanjahu.

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Bildschirmfoto vom 2014-08-17 16:59:59

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Und „hybride Kriegsführung“, so lautet nun die Bezeichnung sogenannter asymmetrischer Militanz, wenn die USA X-Services beauftragen, Blackwater und andere Schwarzgekleidete, privatwirtschaftlich einzuwerbende Söldnerkiller, als Dienstleister, oder wie sogenannte „Freiwillige“ russische Berufssoldaten“, die in der Ukraine Freizeit-Solidarität mit weißlackiertem LKW-Konvoy spielen.

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Massakermenschen

Massakermenschen

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Die Bundeswehr also stellt derzeit 17 Auslandseinsätze der Bundeswehr (zur Landesverteidigung laut gesetzlichem Verteidigungsauftrag). Das beläuft sich auf 32.5 Milliarden für 2015 und soll keinerlei Ausgabensteigerung dienen.

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ZENSURSULA erklärte:

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Es geht um die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten, das Wichtigste – und da sei sich das hohe Haus einig, sind die Menschen – in der Bundeswehr“,

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so klang das wörtlich. Kein Wort zu den Deutschen, kein Wort zur Landesverteidigung – kein Wort, wie deutsche Atomkraftwerke gegen feindliche Killerdrohnen verteidigt werden sollen – allein der Slogan, der dann auch in der Tagesschau erneut wörtlich erklärt worden ist:

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was die Bundeswehr tun wird, ist nicht, wie Frankreich, eigene Luftangriffe auf die ISIS im Irak fliegen zu wollen, sondern „Wir tun nur, was die Amerikaner von uns verlangen“.

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Ja, so ist es! Die deutsche Souveränität lautet: was die Amerikaner von uns verlangen: Erfüllung des geltenden Besatzungsstatuts, unaufkündbar, erneut im Jahr 1991 von Deutschland unterschrieben, nach wie vor geltendes Recht.

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ZUGINSFELD 30 auf der Mainzer Straße in der Kölner Südstadt, am 4. Juli 2014

ZUGINSFELD 30 auf der Mainzer Straße in der Kölner Südstadt, am 4. Juli 2014

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So erklärte es heute im DLF auch der CDU-Militant Volker Rühe: Es geht um die Verlässlichkeit, dass Deutschland militärisch tut, was von Deutschland erwartet wird.“

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Israel-OPFER im Gaza-Massaker nach drei Wochen

September 9, 2014

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am Dienstag, 9. September 2014

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Wirklich beschämend! Drei Wochen nachdem der Massakerstaat aufgehört hat in den Gazastreifen hineinzuschießen, zeigt das Deutsche Staats-Fernsehen mal ein Bisschen Versorgungsnotstand.

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ZUGINSFELD 40 DMW 674.1.11 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

ZUGINSFELD 40
DMW 674.1.11
190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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Wir sehen verstümmelte Kinder in Notlagern und Notverbänden, Notamputationen und Notbestattungen. Der gewählte Palästina-Präsident Abbas hat die Hamas (militante sunnitische Organisation in Gaza) aufgefordert, seine politische Verantwortung nicht zu unterlaufen. Abbas wird von der im Westjordanland aktiven Fatah (militante sunnitische Organisation) unterstützt. Gleichzeitung okkupiert der Massakerstaat große palästinensische Areale im Westjordanland und schneidet Verbindungswege zwischen palästinensischen Gebieten mit Militärgewalt ab:

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Während also Waffenstillstand vereinbart ist, besetzt israelisches Militär palästinensisches Land. Und das nennt Deutschland „Staatsräson“ – es ist Wahnsinn.

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ZUGINSFELD 39

ZUGINSFELD 39

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Gestern hat SPDist Ralf Stegner erklärt, dass Waffenlieferungen Deutschlands und die von Kanzlerin Merkel als „Deutsche Staatsräson“ deklarierte Verteidigung Israels als Pflicht der Deutschen absurd sind. Stegner hat begriffen, dass historische Schulden an Juden, auf deutsche Massenmörder und deutsche Massenmorde, bis 1945, nicht durch weitere Mordtaten und Massaker wieder gut gemacht werden können. Unterstützung der Massakermenschen widerspricht der Wiedergutmachungspflicht der Deutschen gegenüber den deutschen und den europäischen Juden und einem in deren Interessen zu integrierenden Staat Israel.

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Dietmar Moews meint: Hierzu sind längst alle Argumente ausgesprochen und abgeklärt: Hier muss Deutschland mal etwas mehr Moral und Intelligenz aufbringen, um einer menschlichen Welt ein besseres Beispiel zu geben, als nur dieses schlechte beispiel der feisten Arschlöchigkeit der Hitlerschlauen, die nichts wissen und nichts wissen wollen.

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Illusorisch deutsche Waffen zu kontrollieren

August 28, 2014

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am Mittwoch, 27. August 2014

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Heute nun die SPD: „Es ist illusorisch deutsche Waffen zu kontrollieren“. So sagte heute der SPD-Denunziant aus Friedrichs Zeiten (ehemaliger CSU-Innenminister BMI) Thomas Oppermann im Deutschlandfunk.

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Die Große Koalition ist also komplett – nachdem Volker Kauder gestern von akademischer Diskussion sprach.

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Neuester Stand deutscher Kriegspropaganda ist nunmehr, dass „die Diskussion über Entsendung deutscher Soldaten für die deutsche Öffentlichkeit noch zu früh käme.“ (Wenn sie käme).

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Ich fasse zusammen: „Ein Krieg bricht aus“ – der böse Krieg. Eine Diskussion käme zu früh (praecox) – also kommt sie gar nicht (interruptus).

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Das ist selbstredend reine Propaganda. Die Lügensprache ist den Sprechern (sie sind von uns gewählt) gar nicht mehr so bewusst (wenn der Krieg nun mal unbedingt ausbrechen will).

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So wurde heute im Deutschlandfunk die Information spärlichst rausgebracht: Es befinden sich seit heute sechs deutsche Soldaten im nordirakischen Kurdistan. Das sind keine Kampftruppe – die Deutschen machen nur, was die Peschmerga nicht können.

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Dietmar Moews meint: Wie elegant wir die Kurve kriegen? War ja klar: 1914 und 2014.

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Wir müssen uns bündnistreu verhalten.

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Dazu gehört, dass wir genau erkennen, wer unseren Interessen nützt und wer unsere Interessen durchkreuzt.

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Ja – auch meine Interessen, denn „es ist illusorisch deutsche Waffen zu kontrollieren“. Ebenso illusorisch ist, deutsche Soldaten zu kontrollieren. Besonders illusorisch ist, deutsche Kriegspolitiker zu kontrollieren.

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Die letzten Tage der Menschheit - 1914

Die letzten Tage der Menschheit – 1914

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Der Deutschlandfunk-Redakteur Stefan Detjen brachte es gestern fertig, eine Horde wildgewordener Kriegstreiber, die sich selbst als hochkarätige Weltpolitiker bezeichneten, wie den NZZ-Redakteur Eric Gujer, erschüttert die Frage besingen zu lassen: Ob Deutschlands Politiker denn die Kompetenz hätten, weltpolitische Kriegsszenarien zu beurteilen?

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ZUGINSFELD 33 „Bummm“ DMW 661.8.8,
Öl auf leinwand, 190 cm / 190 cm

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Die Gegenidee, dass im Falle Libyens, Westerwelles und Merkels Mitmachverweigerung sich nachträglich als richtig und das US-Amerikanische Weghauen von der Machtbande Gaddhafis nun als verheerend deutlich geworden sei – die abschmetternde Dummantwort:

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ZUGINSFELD 22 "Der Krieg ...Haare stehen zuberge" DMW 455.1.91 in München gemalt

ZUGINSFELD 22 „Der Krieg …Haare stehen zuberge“ DMW 455.1.91 in München gemalt

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Das sei ja ein Beispiel dafür, wie falsch und unmöglich es ist, wenn Deutschland weltpolitisch ausschert: DAS GEHT NICHT.

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Okee Dokee – es ist illusorisch den falschen Propheten Stefan Detjen zu kontrollieren.

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Man löst das Problem mit der Kriegserklärung: „Putin ist atavistisch“.

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Nicht nur Krieg bricht aus, auch Propaganda bricht aus.

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Merkel+ Gabriel Paradigmenwechsel Weltretten Lachnummer

August 23, 2014

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am Samstag, 23. August 2014

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– Nur noch kurz die Welt retten aus dem Debutalbum: „Wenn Worte meine Sprache wären …“ – es ist eigentlich nicht zu fassen. Da stellen sich unsere deutschen Staatsführer hin – Kanzlerin Merkel reist extra nach Kiew – und erklären im Ernst der Lachmuskulatur, deren Mundwinkel so weit grinsend nach hinten gezogen sind, dass die Kalotte droht abzureißen und was?

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Große Koalition-Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) sagt in die TV-Kameramikrofone: Es ist die schwierigste Entscheidung in meinem bisherigen politischen Leben, aber es ist kein Paradigmenwechsel, es ist eine Notsituation, in der wir helfen müssen.

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Und Außenminister Steinmeier (SPD) behauptet:

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Es sind die barbarischsten Greueltaten, die man nicht mit ansehen kann, wie diese …“ dann wachte ich aus Karl Marx-Traum auf und habe verpasst, welche Massaker Steinmeier nun zum Paradigmenwechsel aufgerufen hatte.

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ZUGINSFELD 39

ZUGINSFELD 39

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Dietmar Moews meint: Die Lieferung von Waffen ist die Voraussetzung für weitere Massaker. Warum ausgerechnet Deutschland die Welt retten muss, die die internationale Casino-Finanzwelt im Komplott mit den Massakermenschen permanent anzündeln, ist nicht einleuchtend.

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Werden die USA das Chemiekampfstoff-Arsenal von Assad aus Syrien, das angeblich gerade erfolgreich vernichtet worden ist, nun mit neuen Chemiekampfstoffen-Lieferungen ersetzen? Denn jetzt heißt es ja: Die Hauptstützpunkte der ISIS sind in Syrien – die könnte doch Assad gut bekämpfen.

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Warum rettet nicht Polen, Schweden, Irland oder China die Welt im Irak. Ist das Unheil durch die Bush-Indianer nicht schon viel zu groß?

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Muss die deutsche Besatzungsunterwerfung unter die USA so weit gehen, dass wir jeden Quatsch zum Paradigmenwechsel (aus moralischer Pflicht) erklären müssen?

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Wie stoppen wir die Massaker ohne Massaker anzurichten?

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Wenn das die schwierigste Entscheidung war – dann ist er ungeeignet für diese Rolle des Eintänzers.

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Und hinten dran ganz leise: Bundespräsident Gauck – Nur noch kurz die Welt retten aus dem Debutalbum: Wenn Worte meine Sprache wären …

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Gundula Gause und die staatliche Rüstungspropaganda

August 4, 2014

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am Montag, 4. August 2014

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"Endsport" über dem Eingangsportal

„Endsport“ über dem Eingangsportal

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Heute hat die ZDF-Moderatorin GUNDULA GAUSE grob in das ARSENAL der Rüstungspropaganda gegriffen:

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Je kürzer, desto besser. Wenn das Waffen- und Gewaltmonopol durch das Gesetz dem Staat obliegt, dann dürfen auch zivile Rüstungs- und Waffenproduzenten nur an den Staat ihre Produkte verkaufen.

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Dortmunder Westfalenhalle

Dortmunder Westfalenhalle

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Ganz schön ist, wenn der Staat der Rüstungsindustrie bestimmte Umsätze garantieren kann. Und deshalb sucht der Staat auch noch andere Staaten, die ebenfalls für ihre Friedenspolitik deutsche Waffen kaufen wollen. Erst die hohen Stückzahlen ermöglichen die hohen Entwicklungskosten, durch weltweiten Absatz, zu erschwingen.

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von links, US-Hochspringer, Dr. Horst Meyer, NOK-Präsident Willi Daume, Berhold Beitz

von links, US-Hochspringer, Dr. Horst Meyer, NOK-Präsident Willi Daume, Berhold Beitz

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Jetzt – August 2014 – haben wir momentan wieder eine wundervolle Konjunktur für Rüstungsgüter – viel Krieg, viel Absatz.

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Insbesondere müssen ja die Arsenale auch stets von den älteren Ausrüstungen entleert und mit den neuesten Hits aufgefüllt werden. „Warme Abrüstung“ nennt man das. Da muss nichts verschrottet werden, sondern in Massakern von Massaker-Staaten verschrotten die Massaker-Menschen die alten Waffen – und schon gibt’s neue. Auch auf Pump, wenn die Kriegskasse leer ist. Deutschland hat dafür eigens eine staatliche Bürgschaftsbank für HERMES-Friedensbürgschaften.

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Ewald Lienen, Fußballer von Borussia Mönchengladbach

Ewald Lienen, Fußballer von Borussia Mönchengladbach

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Wenn beispielsweise Israel, dieser hervorragende Massaker-Staat, einige unsichtbare U-Boote braucht, wie solche in Kiel von der deutschen Rüstungsindustrie exklusiv zum Export gebaut werden: „dolphin“ – dann kann schon mal eine deutsche Bürgschaft dafür geeignet sein, die sogenannte „Merkel-Staatsräson“ einzulösen (egal was der Massaker-Staat macht, ist es deutsche Staatsräson – so tönt diese Kanzlerin). Na – dann liefern wir auch schon mal in ein Massaker-Gebiet – das ist ja kein Kriegsgebiet, sondern Selbstverteidigung),

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Olympiasieger im Langstreckenlauf Emil Zatobek, CSSR, mit dem Dietmar-Moews-T-Shirt

Olympiasieger im Langstreckenlauf Emil Zátopek, CSSR, mit dem Dietmar-Moews-T-Shirt

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Dietmar Moews meint: Heute abend hörte ich die Nachrichten-Ko-Moderatorin von Klaus Kleber, Gundula Gause, im ZDF, wie sie versuchte die Nachricht:

Bundesvizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wolle Rüstungsexporte verringern – es gäbe Druck auf ihn aus der Partei.

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Und dann kam die Zauberformel der ZDF-Rüstungspropaganda: von Gundula Gause:

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ZUGINSFELD 37 gemalt von Dietmar Moews Berlin 2010 Öl auf Leinwand 190/190cm

ZUGINSFELD 37 gemalt von Dietmar Moews Berlin 2010 Öl auf Leinwand 190/190cm

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Die Rüstungsindustrie macht sich deshalb Sorgen um die Arbeitsplätze“.

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Ja – ist das nicht eine Dummheit und Frechheit?

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Die Rüstungsindustrie?

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Diese Rüstungsindustrie sorgt sich um Arbeitsplätze? Das ist ja ganz neu.

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Die Rüstungskonzerne zielen extrem auf Profite. Die Waffenbauer nutzen jede Rationalisierung und jede Einsparungsmöglichkeit.Insbesondere Personalkosten minimieren, ist eine Hauptkreativität der Rüstungsindustrie, Arbeitsplätze durch Robotik und Prozessoren zu automatisieren.

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Das ZDF sollte sagen: Die Rüstungsindustrie sorgt sich um PROFITE.

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Frau Gause, ihre Ansage der Sorge um die Arbeitsplätze, ist ja ein Metatext für angebliche Rüstungsbeschränkungen und Rüstungsexport-Einschränkungen durch die Große Koalition und Wirtschaftsminister Gabriel.

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Aber, Gabriel sagt selbst, dieses sei bereits ein Thema für den nächsten Wahlkampf – für die derzeitige Legislaturperiode seien bereits alle Rüstungsgeschäfte unter Dach und Fach.

 

Gabriel sagt selbst, dass sein Gerede nur Gerede ist.

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Sollte Frau Gundula Gause bereits den nächsten Wahlkampf, gegen Gabriel, auf dem Kieker gehabt haben, als sie propagandistisch behauptete, die Rüstungsindustrie sorge sich um die Arbeitsplätze – Sigmar Gabriel samt SPD bedrohen die Arbeitsplätze durch Massaker.

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