Til Schweiger in der Politik

August 22, 2015

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Samstag, 22. August 2015

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Der deutsche Kulturindustrielle, Künstler und Unternehmer im Unterhaltungsgeschäft marktwirtschaftlich aktiv, erfolgreich und bekannt, trat kürzlich mit einer eigenen politischen Ansage in die Öffentlichkeit:

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Til Schweiger erklärte in einer TV-Talk-Show und in weiteren Interviews, dass er sich für Notleidende einsetzen möchte. Dafür will er auf „eigene Kappe“ eine Einrichtung / Aufnahme- und Hilfsstätte schaffen, die insbesondere Flüchtlings-Kindern helfen können soll.

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In der TV-Diskussion trat Til Schweiger in Opposition zu einem CSU-Politiker – man zeigte seine gegenseitige Geringschätzung.

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Was Til Schweiger sagt, hat man hören und lesen können.

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Was Til Schweiger tun kann und wirklich tun und erreichen wird, ist offen.

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Dietmar Moews meint: Jeder Mensch darf und soll seine Meinung sagen, wenn er mag.

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Til Schweiger, als Geschäftsmann, ist stets vielen, teils gegenläufigen Motiven und Werten unterworfen, so dass jeder „Kunde“ von Til Schweiger stets schauen muss, was sein Reden und wirkliches Handeln ergeben.

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Jeder Mensch hat politische Einstellungen, ohne dafür vollkommen oder vorrangig professionell informiert zu sein. Die politischen Positionen, die Til Schweiger in diesem Disput eingenommen hat, sind dafür nicht notwendig zu prüfen.

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Frage ist hier: Ob die politische Position und die dafür angenommenen Kenntnisse der Lage, zu den Lösungen führen können oder müssen, wie es Til Schweiger vertritt:

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„Flüchtlinge und Todesopfer zu Tausenden“ – das fordert jeden von uns auf, zu helfen.

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Mir fehlte bei dem Vertreibungsthema, Emigration, Asylsituation, Lebensgefahren, Hoffnungslosigkeit usw. (zu der praktischen Notsituation, in der akut gerettet und geholfen werden muss: Das ist ein Moralpflicht-Gebot.) das wirkliche (es wirkt) Kommunikationsproblem der IT-Revolution:

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Die Völkerwanderer und Flüchtlinge leben nicht nur bedrängt und oft unter sklavischer Todesbedrohung – diese Opfermenschen haben Echtzeit-Videos der schönen Welt.

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Die Armen wollen es auch schön haben. Sie sehen Hollywood-Filme im Internetz, sie sehen Til Schweiger-Filme, wo neue Autos, hübsche Leute, Action und Leichtsinn ausgelebt wird, sie wollen es auch schön, neu und leichtsinnig haben. Und sie sehen, dass sie das zuhause nie im Leben erreichen werden.

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Wer www weltweite Angeberei betreibt, darf sich nicht wundern, dass es viele arme Menschen gibt, die die bunten Glasperlen ebenfalls für sich wünschen. Die Leute werden nicht nur vertrieben, sie streben auch überhaupt nach Verbesserung für sich.

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Auch Til Schweiger ist Teil der westlichen Kulturindustrie und kämpft um die notwendigen Geschäftserfolge. Sofern die Not nicht filmtauglich ist, wird Til Schweiger nicht als Videoproduzent sondern als Privatmann an seinen Hilfeleistungen zu messen sein.

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Hier hat Til Schweiger zumindest Position für die Notleidenden bezogen und ist einem Abwiegeler der CSU entgegengetreten.

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Dadurch hat sich immerhin eine laue Diskussion ergeben. Wie viele Industrieschauspieler nun dem Til Schweiger sich persönlich anschließen, Hilfsaktivitäten zu unterstützen, werden wir sehen.


Journalistische Kräfteverhältnisse zum Widerstand

Mai 25, 2014

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am 25. Mai 2014

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Wichtiges Mittel der Information in der Welt sind die bereitgestellten Massenmedien, die Zugänglichkeit und das kommunikative Nutzerinteresse. Alle drei Aspekte werden von den Medien dirigiert. Wahlergebnisse sind keine Wunder.

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Wir denken, das Menschenrecht der Freiheit sei das Beste. Viele verhalten sich aber mehr zur Sicherheit hin als zur Freiheit.

 

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Sicherheit und Unsicherheit und Angst, sind Hauptreizmittel in den Medien.

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Wir denken gerne, das Menschenrecht einer alltagspraktischen Freiheit mit politischer Mitbestimmung – das sei eigentlich das Beste. Nennen wir es Demokratie.

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Nun ist die Politik der Staaten auch immer mit der Kraft und Macht und dem Respekt der anderen Staaten in der Welt abhängig, nicht nur, wie stark man sich selbst fühlt oder, bestenfalls wie stark man wirklich ist. Aber, wenn es die anderen nicht glauben, sollte man sie also informieren.

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Deutschlands Leute leben vergleichsweise wie die Maden: etwas länglich, winden sich und tun nicht wirklich eigenständig Wichtiges – sie eiern vielseitig mit und fahren dabei ziemlich gut.

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Deutschland ist aber als Staat nicht staatsrechtlich souverän, sondern unterliegt immer noch dem Diktat der drei westlichen Besatzer und Kriegsgewinner, USA, Großbritannien, Frankreich, ist aber inzwischen in zahlreichen angeschlossenen Verträgen mit diesen besatzungsrechtlichen Vormundstaaten und kann, solange keine Konflikte aufkommen, sich wirtschaftlich gut behaupten.

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Deutschland ist auch Gründungsmitglied der Europäischen Gemeinschaft, zusammen mit den Benelux-Staaten, Frankreich und Italien. Heute heißt das E U und ist eine Europäische Union, die inzwischen 28 ungleiche Mitgliedspartnerstaaten hat. Alle sind Mitglied, weil sie davon Vorteil zu gewinnen hoffen.

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Die Schweiz ist nicht Mitglied in der EU. Die Schweiz ist eine teils sehr basisorientierte repräsentative Demokratie, wo Mitbestimmung jedes Bürgers verlangt ist. In der E U ist der Bürger eher im Gefühl überflüssig zu sein. Der Anspruch der EU-Bürger überhaupt in wichtigen Politischen Entscheidungen informiert zu werden und mitbestimmen zu dürfen, wird ständig von der EUPolitik sabotiert. So ist es momentan mit dem sogenannten Freihandelsvertrag der EU mit USA und Canada. Das wird geheim gemacht. Und da werden Fallen den Bürgern aufgezwungen, die erstmal gar nicht sichtbar sind, wie das „Fracking“ zur Erdvergiftung und Gasgewinnung.

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In der Schweiz haben nun Schweizer Bürger gesagt: Wir sind zwar klein  und schwach, aber die Schweiz sollte den USA schon mal STOPP sagen und mutiger Grenzen der Bevormundung verlangen.

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Im „Steuerkonflikt“ mit den USA wird eigentlich nur unter den Gesichtspunkten „Datenschutz“, „Verletzung von schweizerischem Recht“, „US-Forderungen“ verhandelt.

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Es fehlt ein anderer Aspekt: Die USA kennen das Prinzip, dass ihr Gesetze weltweit Geltung haben sollen. Sie foutieren sich um die Souveränität anderer Staaten. Zudem sind in den USA Bußen zu einer eigentlichen Staatseinnahmequelle verkommen. Es geht um völlig unangemessene „Strafen“ ohne Gerichtsurteil.

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Dietmar Moews meint: Es wäre an der Zeit, dass man gegen diese Haltung Verbündete sucht und die USA vermehrt international isoliert. Die hohen Bußen bedeuten nämlich auch, dass sowohl für die Aktionäre einer Firma als auch für den Fiskus wesentliche Erträge verloren gehen. Amerikaner können hier Fabrikinspektionen machen und dabei bis zum letzten Rezept alles verlangen. Warum verlangt man nicht, dass andere Inspektoren einmal dasselbe in den USA machen und zum Beispiel Auskunft über die genaue Zusammensetzung von Coca-Cola verlangen können? Es fehlt an Zivilcourage. Die Kräfteverhältnisse sind zwar klar, aber so schwach, wie wir uns jetzt geben, sind wir nicht.

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Man sollte beginnen, diese Fragen journalistisch zu behandeln. Vielleicht sollten mal die Mittel von Alt-Nazi Elisabeth Datenschutz,Verletzung Schweizer rechts,US-Forderungen,Noelle-Neumanns Schweigespirale ausgespielt werden: Progandamethoden, abgeschrieben von US-Soziologen.