Kommentarspalte? – ist das jugendfrei

September 19, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4906

am Freitag, 19. September 2014

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bomarzo

DIETMAR MOEWS in Bomarzo

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Der wirklich bedeutende Soldat Schwejk hat, wusste er sich gar nicht mehr zu helfen, erklärt: Ich hab‘ mir wollt machen einen Spaß.

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Wer wollte dagegen etwas haben?

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Nun, Respekt Respekt.

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Wir haben heute im allgemeinen öffentlichen Begegnen so manche Despektierlichkeit im Benehmen, indem nicht Missachtung oder falsche Ansprache schief laufen, sondern wir tun oft so, als nähmen wir andere gar nicht wahr.

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Das ist sinnliche Ausformung der Hitlerschlauheit: Habe‘ ich ja gar nicht gewusst – so heißt es dann: Ach ich, tut mir leid, habe ich gar nicht gesehen.

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Für diesen häufig zu beobachtenden Vorgang trägt der normale Hitlerschlaue ein Unit am Körper, einen Internetz-Anschluss, I-Phone, Smart-Uhr, was sonst noch Alles.

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Man liest gerade eine E-Mail. Man liest gerade eine SMS. Man hat gerade versucht Irgendwas zu googeln. Mailboxabhören. Anrufversuche – eben – wie Dittsche sagen würde, das ganze Programm. Und deshalb sieht man andere Leute nicht.

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Man re-spektiert andere anwesende Leute nicht, nimmt nicht Kontakt auf und ist nicht ansprechbar und schaut sie gar nicht  erst an.

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So war das mit der als tragbare Kleinsttoilette gedachte Zusatz-Feature gedachten Kleinstcomputer-Armbanduhr. Die Kopfhörer werden zur „Tarnkappe“.

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Denn respektieren – also auf etwas Metaphysisches wie sozialer Rang, Eminenz, Expertise, virtuoses Können u. v. a. gesellschaftlich erstrangige Eigenschaften, die im Moment nicht zur Sache tun, die aber dennoch in jeder Kommunikation respektiert werden müssen, nicht zu achten oder davon gar keine Ahnung haben, macht den Menschen zur dummen Amöbe aber nicht zu einem Mitspieler im sozio-kulturellen Miteinander.

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So erhielt ich heute den tröstenden Kommentar, der nicht das Titelthema der Sexualjuristik und Rechtspolitik respektierte, aber dennoch zur Sache gehört:

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Haare dran – jugendfrei und Kunst statt Strafrecht

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LICHTGESCHWINDIGKEITS-Ehrengast Thomas Wipf aus Berlin schrieb:

Kommentar am 19. September 2014: Und dann war da noch die Tankstellen App, wo der Verbraucher zu seinem Vorteil sehen soll, wo es am billigsten ist mit dem Tanken. Jetzt kam heraus (Quelle Deutschlandfunk), dass der vermeintliche Vorteil zum Nachteil wurde, weil auch die Tankstellenbetreiber/Öl-Konzerne die Daten der Nutzer nutzten, um sie besser auszurechnen und die Preise da hoch zu setzen, wo sich hohe Nachfrage einstellt. Der vermeintliche Vorteil (Gesetzgeber hat die Betreiber verpflichtet die Preise in Echtzeit zu melden), wird durch die Telematen zum Nachteil. Ein weiterer klarer Beweis für das, was Sie hier sagen.

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Bildschirmfoto vom 2014-09-07 22:16:22

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Dietmar Moews meint: Ich sehe die Leute mit dem Smart-Feature-Klo, wie sie vor der Kneipe ein kleines Eckstehgrüppchen bilden. Eine Ecke, die Raucher, die draußen rauchen müssen. Etwas weiter im Schatten alle die, die sich den Arm übers Handgelenk hinten oder vorne in die Hose stecken, je nach dem wie tief, erkennt man, ob Mann, ob Frau, ob „groß“ oder „klein“.

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Respektvoll geht man in gewissem Abstand vorbei. Es soll aber auch Stalker geben – als Feature: STALK-APP.

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In den KZs soll es auch „Donnerbalken“ gegeben haben, auf denen mehrere Kunden gleichzeitig ihr Geschäft machen konnten. Herta Müller beschreibt, dass hinter den Klos teils Treffpunkte für dringendere Fälle des ineinander Eindringens entstanden waren, wo manche auch nur mal ein Schlafpäuschen abhielten. Das gab es aus Liebe, oder aus Trieb für Entgeltung.

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