Formosa wählt demokratisch auf Taiwan mit Ureinwohnern und Chinesen

Januar 9, 2020

Lichtgeschwindigkeit 9901

am Freitag, 10. Januar 2020

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Liebe Benutzer der Lichtgeschwindigkeit – eine kurze Ausblendung nehme ich mir hier:

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Seit über zehn Jahren mache ich die tägliche LAGE – mit VIDEOS bei Youtube mit dem Kanal dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT und mit Globus mit Vorgarten bei WordPress Dietmar Moews‘ Blog LICHTGESCHWINDIGKEIT mit Kurz-Zusammenfassungen der Tageslage – ununterbrochen, frei und kostenlos bereitgestellt, womit jetzt bei NUMERO 9901 die letzten einhundert Blogbeiträge von mir angefertigt werden.

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Bei über zehn Jahren Kontinuität komme ich in etwa zwei Monaten auf die laufende NUMERO ZEHNTAUSEND, womit ich beweise, dass ich die kulturindustriellen Propagierungen der Massenmedien zwischen dem Jahr 2009 und 2020 gründlich im zeitlichen Fortschritt, je aktuell empirisch erfasst habe und damit als ein unbestechlicher KÜNSTLERGELEHRTER und EMPIRISCHER SOZIOLOGE gut allein stehen kann.

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So weit ich es sehen kann, sind tatsächlich einige Benutzer die gesamte LICHTGESCHWINDIGKEIT-ZEIT dabei – trotzdem ich keinerlei soziale Spiele, Kommentare, Verlinkungen usw. mitgemacht habe. Meine speziellen Grüße an diese nachhaltigen Benutzer möchte ich aussprechen und komme nun wieder zur allgemeinen thematischen Überforderung – mit FORMOSA und TAIWAN:

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Es ist heute allerwelts publizistisch unterdrückt und ausradiert, dass es seit dem Jahr 1622 einen Staat FORMOSA der Ureinwohner der Insel, die man später nach einer Stadt – TAIWAN – umbenannte, gibt; diese FORMOSA-Ureinwohner sind ethnologisch keine Chinesen.

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Inzwischen gingen niederländische, portugiesische, japanische, chinesische Kolonialisierer über FORMOSA her, bis seit 1949, mit der Machtübernahme von MAO TSE TUNG und der kommunistischen „Kulturrevolution“ sowie Gründung der Volksrepublik CHINA, der Staatsgründung mit Millionen umgebrachten Chinesen, massenhaft Chinesen nach FORMOSA geflohen sind. Dort versuchte deren Führer Tschiang Kaischek TAIWAN chinesisch zu beherrschen und außerdem die Macht in der Volksrepublik China zurückzuerobern.

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Inzwischen sind die Ureinwohner, die MAO-Massenflüchtlinge und andere in Taiwan bei einem quasi kapitalistisch-demokratischen TAIWAN angekommen, das FORMOSA nicht mehr erwähnt, aber die Unabhängigkeit von dem kommunistischen CHINA halten möchte; darin ähneln sich quasi die politischen Aspekte bei Taiwan mit denen von Hongkong.

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Es verteidigt sich also „REPUBLIK CHINA (TAIWAN)“ gegen „VOLKSREPUBLIK CHINA“ mit Demokratie und Marktwirtschaft sowie mit USA-Rüstungstechnik. Und es geht sogar um die Verteidigung alter chinesischer Sprach- und Schriftpraktiken aus FORMOSA-Zeiten, gegen die von Peking erzwungenen Sprachänderungen.

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In Taiwan wird am kommenden Sonnabend gewählt. Die beiden großen politischen Lager, das der liberalen Partei DPP und das der konservativen Kuomintang, stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die entscheidende Frage der Wahl lautet: Welchen Kurs soll das demokratische Land gegenüber dem übermächtigen China einschlagen, das Taiwan bis heute nicht als eigenständigen Staat anerkennt und die Insel am liebsten vereinnahmen würde?

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Die einen setzen auf Kooperation und Annäherung an den bedrohlichen Nachbarn. Doch die anderen, die vor vier Jahren Tsai Ing-Wen zur Präsidentin Taiwans gewählt haben, würden sich am liebsten ganz von China lossagen. Kein Wunder, dass auch die Proteste in Hongkong im Wahlkampf eine Rolle spielen.

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Die Wahl des Legislativ-Yuans der Republik China (Taiwan) 2020 soll am 11. Januar stattfinden. Gewählt wird der 113 Abgeordnete umfassende Legislativ-Yuan, das gesetzgebende Parlament der Republik China auf Taiwan. Für denselben Tag ist auch eine Präsidentenwahl angesetzt.

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Vor der Wahl gab es Spekulationen, ob kleinere Parteien neben DPP und Kuomintang dieses Mal eine größere Rolle spielen würden. Im Sommer 2019 wurden kurz hintereinander vier neue politische Parteien gegründet, die größere Beachtung fanden und die alle ihre Kandidatur bei der Wahl des Legislativ-Yuans ankündigten.

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Am 20. Juli 2019 konstituierte sich die Formosa-Allianz als neue Partei. Die Formosa-Allianz war schon im Vorjahr als Interessenvereinigung radikaler Unabhängigkeits-Befürworter entstanden. Ihr folgte am 6. August 2019 die Taiwanische Volkspartei (TPP) des bislang parteilosen Bürgermeisters von Taipeh, Ko Wen-je. Auch wenn Ko in der Vergangenheit gelegentlich DPP-nahe Positionen vertreten hatte, erklärte er, dass die neue Partei eine Entpolitisierung des Staatsapparates und eine Regierung durch parteiunabhängige Fachleute anstrebe und kritisierte die Politikfehler von Kuomintang und DPP gleichermaßen.

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Bei der letzten Wahl 2016 errang die Demokratische Fortschrittspartei (DPP) die absolute Mehrheit der Mandate im Legislativ-Yuan. Nacheinander amtierten mehrere Premierminister, zunächst die beiden Parteilosen Chang San-cheng (Feb. bis Mai 2016) und Lin Chuan (Mai 2016 bis Sept. 2017), und danach die DPP-Politiker Lai Ching-te (Sept. 2017 bis Jan. 2019) und Su Tseng-chang (seit Jan. 2019).

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Die politischen Parteien und Meinungen in Taiwan sind vor allem an der Frage des Verhältnisses zur Volksrepublik China gespalten. Parteien des sogenannten pan-grünen Spektrums (grün = Parteifarbe der DPP) streben letztlich an, die Republik China auf Taiwan zu einer eigenen Inselnation weiterzuentwickeln und den Anspruch auf die Wiedervereinigung mit dem chinesischen Festland mehr oder weniger ganz aufzugeben. Parteien des pan-blauen Spektrums (blau = Parteifarbe der Kuomintang) betonen dagegen die Zugehörigkeit Taiwans zum chinesischen Kulturkreis und lehnen eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Taiwans ab. Nur eine sehr kleine Minderheit befürwortet allerdings eine sofortige Vereinigung mit der Volksrepublik China. Die Frage ist von größter politischer Bedeutung für Taiwan, da die Volksrepublik China Taiwan weiterhin als eine Provinz Chinas betrachtet und sich scharf gegen jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen ausgesprochen hat. Für diesen Fall behält sich die Volksrepublik mit einem „Anti-Abspaltungsgesetz“ auch den Einsatz militärischer Mittel ausdrücklich vor.

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Die DPP, die in ihren Anfangsjahren noch eine relativ radikale pro-Unabhängigkeits-Rhetorik pflegte, hat mittlerweile zu einer gemäßigten, von Pragmatismus geprägten Haltung im Umgang mit der Volksrepublik China gefunden. Zwar werden die Ansprüche der Volksrepublik China auf Taiwan deutlich zurückgewiesen, aber auch ein Unabhängigkeitsreferendum oder eine Umbenennung des Staates von „Republik China“ in „Taiwan“ (früher eine zentrale Forderung der DPP) steht nicht mehr auf der aktuellem politischen Agenda. Dies wird meist damit begründet, dass Taiwan de facto bereits unabhängig sei, und keiner formellen Unabhängigkeitserklärung bedürfe.

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Dietmar Moews meint: Hart gesprochen kümmert sich niemand um die Kultur von FORMOSA, die Xi Jinping längst gestrichen hat, indem Peking längst weltweit den eigenen Machtanspruch über TAIWAN mit militärischem Nachdruck durchsetzen – ähnlich in Hongkong – falls die Wahlen und weitere Demokratiespielchen auf UNABHÄNGIGKEIT von Peking bestehen, z. B. hinsichtlich us-amerikanischer MILITÄRTECHNIK für ein unabhängiges Taipeh.

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Dennoch – ähnlich wie in Hongkong – muss Xi Jinping für sich Abwägen, was PEKING mit einer breitgeklopften Stadt Hongkong denn anfangen will oder mit einem niedergemachten kleinen TAIWAN (FORMOSA)?

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Während also Peking die gesamte Welt mit dem eigenen Machtnetz verstrickt, kann die Integration der eigenen Sphäre, ob Uiguren, Formosa, Tibet oder Hongkong, nicht ganz so elegant erzwungen werden.

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Der Wahlausgang am Samstag in Taipeh, von den wirklich konkret gegensätzlichen politischen Parteien, hat deshalb eine enorme Ausstrahlung für die ganze Welt. Japan ist ebenfalls sehr aufmerksam.

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Sicherheit in Sotschi 2014

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