Neue Sinnlichkeit 77 Blätter für Alice Schwarzer, Karl Marx, Karl May und Heinrich Göbel

Dezember 16, 2020

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am Mittwoch, 16. Dezember 2020

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Liebe Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT, es folgt ein Vorgeschmack auf die neueste Ausgabe Neue Sinnlichkeit 77 Blätter für Kunst und Kultur – die im Dezember 2020 – im 41. Jahrgang und in loser Folge – erschienen ist. Der Versand an die Abonnenten auf Lebenszeit ist erfolgt.

Leserinnen und Leser der Wochenzeitung DIE ZEIT finden dazu jetzt auch ein Inserat in der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT – womit sich die Bezieher zusätzlich in den gelebten Zusammenhang unserer Massenmedial-Welt eingebunden fühlen können.

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Neue Sinnlichkeit 77 Blätter mit wechselnden Untertiteln in loser Folge

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Zum Geleit

Grüß Gott, liebe Neger, Frauen und Männer, liebe Frau Schwarzer, liebe Radebeuler, liebe Springer. Blätter für die Gegenwart und die Zukunft, die technisch überformt und neusinnlich gelebt werden können sollen – ich will diesen im Jahr 1979 formulierten Anspruch nicht aufgeben. Und darauf werden ein Alleinstellungsmerkmal und mein Lebenssinn verbunden. Meine Abonnenten und die Leserinnen und Leser können sicher sein, eine mit Liebe und kritischem Geist angefertigte Zeitschrift zu erhalten.

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ALICE SCHWARZER hat es inzwischen, nach vielfältigen Wägungen, in den Kreis meiner Exzellenzen geschafft – die bekanntlich überwiegend männliche Genies sind oder waren. Schwarzer war eine ehrgeizige Journalistin und Unternehmerin. Ihr Lebensthema Emanzipation ist edel. Ihr Erfolg ist – durch die grundgesetzpatriarchalische, staats-monopolkapitalistische Verfassung des heutigen Deutschlands – geduldig erstritten. Alice Schwarzer hat viele offene Fragen auf Für und Wider eines anderen Geschlechts nicht gefasst. Momentan leiden wir an einer postmodernen Feindlichkeit.

Anders ist es mit KARL MARX. Er saß und schrieb nichtsnützig Texte ab und fütterte den Irrlauf der Evolution mit Hämorrhoiden. KARL MAY erfand benutzerfreundliche Bücher, die Millionen begeistern; in RADEBEUL weiß man, May war nicht bei Beduinen und Indianern, aber kriminell. HEINRICH GOEBEL erfand seine theatralische Sendung mit Meineids-Geldern von 10 Jahre dauernden Glühlampen-Lizenzbetrügen; SPRIN- GER wissen nicht, dass der kriminelle Wicht kein Werk hat und kein PIONIER war.

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Erfindung und Entwicklungen und Patente geschlossener elektrischer Lampen

Dietmar Moews

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Kritikmangel durchzieht unsere Sprechgewohnheiten vielfältig. Deshalb sage ich gerne im klärungsbedürftigen Gespräch: Verstehe bitte, was ich meine, nicht, was ich sage.

Beispielsweise findet sich ein solcher sprachlicher Irrgang im Gebrauch des Wortes Erfindung – man sagt leicht Erfindung, wenn es sich dabei in Wirklichkeit um eine neue Stufe einer angängigen kontinuierlichen Entwicklung handelt. Darauf muss man mit Verständnis Dreierlei unterscheiden:

Erfindung/Entdeckung/neue Idee,

Entwicklung/praktische Umsetzung,

Patent/staatlich zertifiziertes, kommerzielles Vorrecht

Erfindung einer Idee – sei es eine wirkliche Neuigkeit – ist daran erkennbar, dass die Menschheit diese Idee nicht hatte. Am Beispiel der geschlossenen elektrischen Lampen, die eine Jahrhunderte währende Entwicklung sind, besteht die Idee darin, Licht ohne offenes Feuer, mit elektrischem Strom als Triebmittel, haben zu wollen. Denn ein offenes Feuer einsetzen bringt Brandgefahr, Hitze und Rauch, die von einer offenen Flamme kommen. Die Idee, die Erfindung, dieser Lichtquelle, rührte vom Bedarf an einer nicht offenen Leuchtquelle, dass Stroh im Haus nicht zündelt oder im Bergwerk es nicht zu Gasexplosionen kommen soll. Zur Idee kamen im Laufe der Zeit Entwickler, die vermutlich mit Entwicklungsanstrengungen, manchmal auch zufällig, der Idee ihre Mühe und Geschicklichkeit zuwendeten.

Bei der geschlossenen elektrischen Lampe kamen viele Ideen und Motive über Jahrhunderte in einer langen Entwicklung zahlreicher verschiedener Experimente, Entdeckungen und Erfindungen zusammen: Inspiration, Materialkunde, Stromquellen, Betriebssicherheit, Kosten, Geniekraft, Gruppenarbeit, Industrietechniken, internationale Kommunikation der Elektrifizierung, moderne Fortschrittsideologie, Massenbedarf, Patent- und Lizenzrecht, wie Edison vormachte.

Mit Hilfe des jeweiligen Standes der Kunst der technischen Entwicklungen auf der Basis vielfältiger Ideen und Erfindungen wird erforscht, experimentiert und weiterentwickelt. Das neue Dynamo-Aggregat brachte fließenden Strom, der einen elektrischen Betrieb von geschlossenen Lampen ermöglichte. Ab 1876 ging es Patententwicklern um eine neue Technik der Beleuchtung, die den bis dahin gebräuchlichen Lampen – wie Öl-Verbrennungslampen, Gas-Jets, Wachskerzen, Fackeln und offenes Feuer, z. B. auch in den elektrischen Kohlenelektroden-Bogenlichtern – in den Herstellungs- und Betriebskosten und der ungefährlichen einfachen Alltags-Handhabung und Haltbarkeit überlegen sein mussten: Die Idee der „kommerziellen Glühlampe“ wurde patentreif entwickelt. Edison und seinen Mitarbeitern gelang der Durchbruch in den Jahren 1879 bis 1886 mit einer hochohmigen Bambus-Glühfaden-Vakuum-Ganzglaslampe.

Bis wir heute z. B. LED-Licht und Neon-Leuchtstoffröhren, Laser und – inzwischen überholt – Edisons „Incandescent Electric Vacuum Lamp“ hatten, die als weiterentwickelte Osram- und Philips-Glühbirnen, aus günstigeren Werkstoffen, noch kennen, wurde enormes technisches Wissen und kostspielige Geduld aufgewendet.

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Edisons-Qualitätsidee schritt vom Konzept der elektrischen Stark-Glühlampe zur hochohmigen, stromsparenden Vakuum-abgeschlossenen Glasbirne – zunächst bei Gleichstrom, bald mit einem Bambus-Kohle-Glühelement. Aus klimatischen Motiven siedelte Edison sein Kohlefaden-Brat-Labor von Menlo Park nach Harrison um. Man hatte gelernt, dass es dabei um extrem spitzfindige Feinheiten ging – vom Regenwetter, Luftdruck, Wind, Lufttemperatur usw. – unter welchen Bedingungen dann vielstufig und bei welchen Brenntemperaturen optimiert verkohlt werden konnte. Edison fand zunächst mal, dass mineralfreie Glühelemente die geeignetsten waren. Dann wurde gesucht und unter 6000 Holzsorten wurden lediglich sechs verschiedene gefunden, die sich den Patentansprüchen gemäß zu Glühfäden verarbeiten ließen. Es war die feinste Bambusfaser, die sich abspalten ließ, gleichförmig biegen ließ, extrem elastisch, haltbar und preisgünstig war.

Man muss Verständnis für diese kommunikative Entwicklungsindustrie schaffen. Im Falle Edisons gelang schließlich das Patent von 1879 und folgende nunmehr „hochohmige“ Auslegungen dieser Lampentechnik weltweit als Weiterentwicklungen. Bald wurden die geschlossenen Glasbirnen, für die Edison sauerstoff-empfindliche Glühelemente zum Leuchten nutzte, mit nichtoxidierendem Gas, anstelle des Vakuums, gefüllt. Eine Eau de Cologne-Flasche von 4711 war als Glasgrundstoff einer solchen Patentkonzeption völlig ungeeignet. Ein Springer „Museums-Pionier mit Heimatbewusstsein“, Günter Haupt, hatte diesen Scherzartikel 4711-Attrappe, nach 1970 gebastelt und im Springer Museum ausgestellt.

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Manfred Sack 1928 – 2014 KURZNACHRUF

Oktober 11, 2014

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am Samstag, 11. Oktober 2014

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Wie jetzt bekannt wurde, ist der Architekturkritiker Dr. Manfred Sack, geboren 1928 in Coswig, Anhalt, am 4. Oktober im Alter von 86 Jahren in Hamburg gestorben.

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Nach einem Studium der Musikwissenschaft und der Kunstgeschichte an der FU Berlin und Promotion 1954, arbeitete Dr. Manfred Sack bis 1994 als Redakteur für die Wochenzeitung DIE ZEIT. Noch bis 2004 schrieb Sack als Beschreiber und Berichterstatter über die Architektur und die Baukultur, der sich selbst als „kritischen Architekturjournalisten“ bezeichnete:

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Kritiker urteilen – Journalisten sehen -und erzählen von dem, was sie sehen“. Manfred Sack sagte: „Man ist eben neugierig“. ..“Man sieht sich eben die Dinge an“.

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In seinem wunderbaren Büchlein über „Alltagssachen“, einer „Sammlung von allerlei notwendigen Gebrauchsgegenständen“ (die Gießkanne, Spülstein, Fahrrad im Verständnis der Konstruktion von Form und Funktion) – dazu sozio-kulturelle und baukulturelle Bedeutung.

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Dietmar Moews meint: Der Redakteur Manfred Sack gehört zu den von mir selbst gewählten Meistern meiner „Lehrzeit“. Mit dem Ideal als Universalgenie studierte ich alle aus meiner Sicht relevanten Fächer und Meister, die auf bildende Kunst hinlaufen. Baukultur und Architektur von Manfred Sack halfen mir auf die Höhe unserer Zeit zu kommen, wobei mir meine Ingenieurausbildung als eine kontroverse Stimmung zum „musischen“ Autor Sack eine besonders produktive Möglichkeit gab, in Frage zu stellen, was das Schöngeistige brachte.

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DIETMAR MOEWS DMW 329.29.81 "Wasserschloß bei Gewitter vor Gebirge", Öl auf Kunstfaser, 73 cm / 100 cm

DIETMAR MOEWS DMW 329.29.81
„Wasserschloß bei Gewitter vor Gebirge“, Öl auf Kunstfaser, 73 cm / 100 cm

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Das reichte von Ingenieurfächern, den heutigen Baustoffen und neuesten Bautechniken, bis zu Ärchitektur als Zeitform, Städtebau und Landschaftsplanung, Stadt-Landbeziehungen, neue Mobilität und Arbeitswelt, von Ökologie zu Medizin, Hygiene, Politik und Philosophie, Kommunikation, Medien und schließlich die Alles umfassende Soziologie und die jeweiligen geschichtlichen Tatsachen.

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Freunde hatten mir dankenswerter Weise Mitte der 1970er Jahre ein Jahresabonnement Wochenzeitung DIE ZEIT zum Geburtstag geschenkt. Ich las die ZEIT damals gelegentlich, bzw. wir kommunizierten damals bestimmte Kunstkritiker, wie Dr. Petra Kipphoff und Fritz J. Raddatz. Nun begannen für mich viele Jahre, in denen ich die ZEIT, die damals noch richtige Texte enthielt, keine Riesenbuchstaben oder angebuntete Doppelseiten ohne Inhalt, wie heute, buchstäblich vollständig von vorne bis hinten. Ich erneuerte das Jahresabonnement viele Male und kam dann auf die Idee, ein solches Abo meinen Eltern als Weihnachtsgeschenk aufzuzwingen, während ich doch selbst auch immer noch mitlesen konnte.

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DIETMAR MOEWS aus der Legende der Heiligen Ursula

DIETMAR MOEWS
aus der Legende der Heiligen Ursula

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Die ZEIT-Jahre waren meine persönliche Volkshochschule all des Tageswissens, das in meiner Pflichtschulzeit nicht unterrichtet worden war – unser Geschichtsunterricht, in denn1960er Jahren in Springe / Niedersachsen, endete irgendwie mit dem 1. Weltkrieg und mit Wolfgang Borchard und mit „So zärtlich war Suleyken“ im Deutschunterricht. Irgendwann war ich oberhalb des ZEIT-Kanons angekommen und gewann immer weniger. Während die Meinungslinie der ZEIT nicht meine Ansprüche des Liberalismus erfüllte, sondern ziemlich platt SPD-Schlangenlinien absonderte – bis wir uns trennten. Manfred Sack und seine Baukultur interessierte mich aber weiterhin – auch wie er sich um modernes Getue und unsinnige Signaturen der Baukultur wandt.

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Galerie M - Innen Neue Kunst - Alte Möbel Marggraf Merkin Tilmann

Galerie M – Innen
Neue Kunst – Alte Möbel
Marggraf Merkin Tilmann

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Dr. Manfred Sack gehörte zu meinen Lieblingsautoren der ZEIT und er traf die – aus meiner damals entstandenen Sicht (Adalbert Stifters „Nachsommer“) – Architektur als Lebenskunst und Kunstbegriff schlechthin, sinnlich zu begründen. Ich kann sagen, dass Manfred Sacks Architekturberichte meine natürliche Opposition zur Bruchästhetik der Moderne half, auf ein eigenen Manifest der Kunst hin, mein eigenes Kunstschaffen und kunstpolitisches Publizieren als damals sechsundzwanzigjähriger Künstler zuspitzen zu können.

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STEFAN SCHWERDTFEGER, "Hausfrau", Bronce, ca. 10 cm hoch, 1973

STEFAN SCHWERDTFEGER, „Hausfrau“, Bronce, ca. 10 cm hoch, 1973

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Ich kann mein Lebenswerk als lebendigen Beweis zeigen, wie gültig diese damaligen Orientierungshilfen auch heute weiter aufgehen. Meine damalige Kritik erhält täglich Beweise, wie absurd die staatliche Molochkunst das Abseits organisiert, und wie wenig das unsere Kultur gelingen lässt.

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STEFAN SCHWERDTFEGER, Wolkenhaus, Ziegeltonplastik ca. 10 cm hoch, gebrannt, 1973

STEFAN SCHWERDTFEGER, Wolkenhaus, Ziegeltonplastik ca. 10 cm hoch, gebrannt, 1973

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Mit Manfred Sack ist ein eminenter Geist da gewesen, den man jederzeit als Buchgeschenk höchsten Bildungswertes auf Tische legen kann und soll.

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