Dumont Verlag verkauft Berliner Zeitung

September 18, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9556

am Donnerstag, 19. September 2019

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Handelsblatt am 18. September 2019:

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„Kölner Medienhaus DuMont-Gruppe verkauft „Berliner Zeitung“ an Berliner Ehepaar

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Die Kölner Verleger ziehen sich aus der Hauptstadt zurück. Ein Ehepaar kauft den Berliner Verlag – während DuMont auf neue Geschäftsfelder setzt.

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München Zehn Jahre lang hat die Kölner Mediengruppe DuMont die „Berliner Zeitung“ herausgegeben – jetzt endet der Ausflug in die Hauptstadt. Die Käufer sind ein Berliner Ehepaar, das bundesweit noch keine größeren Spuren hinterlassen hat: Silke und Holger Friedrich.

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Sie kaufen den gesamten Berliner Verlag, also neben der „Berliner Zeitung“ auch das Boulevardblatt „Berliner Kurier“, die Anzeigenzeitung „Berliner Abendblatt“, die Digitalangebote, den Corporate Publisher mdsCreative und die Zeitungsdruckerei.

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Zum Kaufpreis machen die Geschäftspartner keine Angaben. Es ist aber davon auszugehen, dass die Summe deutlich unter dem geschätzt dreistelligen Millionen-Kaufpreis liegt, den der verstorbene Altverleger Alfred Neven DuMont 2009 gezahlt haben soll….“.

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Dietmar Moews meint: Die „Berliner Zeitung“ war die SED-kontrollierte Ostberliner Tageszeitung, die DuMont seit 2009 führte. Die Zeitungsverlegerwelt des Alfred Neven-DuMont, der sich diesen Kauf noch etwas kosten gelassen hat, scheint inzwischen von den analogen Papierzeitungen zur virtuellen Internetz-Massenkommunikation weiterverändert zu werden. Dabei ist das letzte Wort über gesellschaftliche und öffentliche Kommunikation, Information und Massenpsychologie längst noch nicht gesprochen.

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Noch nicht lange her, als der Kölner Zeitungsverlag Dumont, der sich aktuell DuMont Mediengruppe nennt, berühmte Zeitungstitel kaufte, wie z. B. die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung, das Boulevardblatt „Berliner Kurier“ und das „Abendblatt“, eine Anzeigenzeitung. Man stellte sich redaktionelle und kostensparende Synergien sowie bedeutende Medienöffentlichkeits-Orte, wie Frankfurt und Berlin, zu stärken, und für die Großinserenten attraktiver werden zu können. Die Kölner, die im Verlag M. DuMont-Schauberg die Abo-Tageszeitungen Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau sowie als Kaufzeitung das Boulevardblatt Express, Hamburger Morgenpost und die Mitteldeutsche Zeitung, Halle/Saale, verlegen, die wichtige Stadt Köln kontrollieren, wollten ihre deutschlandweite Wirkung ausbauen. Damit ist DuMont der sechstgrößte Zeitungsverlag in Deutschland.

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DuMont versteht sich jetzt als „digitales Medien- und Technologieunternehmen“.

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Im eigenen Hausblatt, dem Kölner Stadt-Anzeiger, erschien heute eine alberne Darstellung dieser an sich publizistikgeschichtlichen Nachricht, als ginge es hier nicht um eine kostspielige Korrektur der M.DuMont-Verlags- und Alfred NevenDuMont-Fehlentscheidung; was heißt da, Berliner Verlag wechselt Besitzer?

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Kölner-Stadt-Anzeiger, Seite 21, Mittwoch, 18. September 2019:

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Berliner Verlag wechselt Besitzer

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Das Unternehmer-Ehepaar Silke und Holger Friedrich übernimmt Zeitungen

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Nach zehn Jahren in der Unternehmensgruppe DuMont erhält der Berliner Verlag neue Eigentümer: Die Berliner Silke und Holger Friedrich übernehmen den Verlag mit „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“ und „Berliner Abendblatt, deren Digitalangeboten, BerlineOnline, dem Corporate Publisher mdsCrative und der Berliner Zeitungsdruckerei. Dies ist der erste Schritt der Portfolio-Überprüfung im Geschäftsfeld Regionalmedien, die DuMont durchführt. Der Prozess dauert noch an und wird voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Christoph Bauer, CEO von DuMont, ergänzt: „Unsere Portfolio-Überprüfung ist komplex. Unser Ziel ist es, die beste Lösung für unsere Mitarbeiter, unsere Publikationen und die Standorte zu erarbeiten … In dem Kontext seiner Portfolio-Überprüfung hat DuMont in der Konzernbilanz 2018 Wertberichtigungen von Vermögensgegenständen bei den Regionalmedien in Höhe von rund 60 Millionen Euro vorgenommen (ksta)“

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Ich meine, dass zur Klarheit dieser Entwicklung, die Verkaufsabsichten und die Schwierigkeit zahlungswillige Investoren für die Kölner Blätter von DuMont zu finden, gehört.

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Auch ist die Rede von Portfolio nicht schlüssig.

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Bereits vor einigen Jahren wurde das „Portfolio“ durch Einkauf der Frankfurter Rundschau abgerundet, um dann durch den Wiederverkauf der FR, diesmal mal an die Frankfurter Allgemeine Zeitung, auch zu diesem albernen Begriff „Portfolio-Abrundung“ gehören müsste.

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Für die Kölner bedeutet das jedenfalls „klare Ungewissheit für das lokale Tageszeitungs-Unwesen“, den Kölner-Stadt-Anzeiger – rund ist da augenblicklich gar nichts, wenn 60 Millionen Abschreibungen 2018, auch Steuerminderung durch schlechte Betriebsergebnisse bedeutet.

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Spanien trotz Neuwahlen keine Regierung

September 18, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9555

am Donnerstag, 19. September 2019

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Nachdem es noch zuversichtlich hieß, dass die Neuwahlen die Minderheitenregierung Pedro Sanchez erlösen könnte, um eine Mehrheitskoalition für eine funktionable spanische Regierung zu erreichen, muss jetzt anerkannt werden, dass die Neuwahlen keinerlei Besserung der Mehrheitsverhältnisse gebracht hat. Und es sieht so aus, als seien keine konkreten Kompromisse zu erwarten, wenn sich Linke und Rechte (Sozialisten und Podemos oder Volkspartei PP und diverse regionalistisch-nationalistische Parteien, z. B. Basken und Katralanen) gegenseitig lahmlegen.

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NZZ.ch, am 3. September 2019:

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„Sánchez startet letzten Versuch zur Regierungsbildung in Spanien

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Mit einem «progressiven Regierungsprogramm» soll die Linkspartei Podemos dazu gebracht werden, eine Minderheitsregierung der Sozialisten zu unterstützen. Doch Podemos zeigt sich unbeeindruckt. Spanien steuert auf Neuwahlen zu.

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Selten wurde die Geduld der Spanier auf eine derart harte Probe gestellt wie in diesem Jahr. Ende April fand die Parlamentswahl statt, doch noch immer gibt es keine handlungsfähige Regierung in Madrid. Die Sozialisten gewannen zwar die Wahl, blieben aber mit 123 Abgeordneten weit hinter der absoluten Mehrheit von 175 Mandaten zurück. Nun hat Spaniens amtierender Regierungschef Pedro Sánchez einen letzten Versuch gestartet, doch noch eine parlamentarische Mehrheit für seine Wiederwahl hinter sich zu versammeln. Zweimal war das Unterfangen vor der Sommerpause gescheitert, jetzt bleiben Sánchez noch drei Wochen Zeit, um sein Land vor vorgezogenen Neuwahlen im November zu bewahren.

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Am Dienstag hat Sánchez ein «progressives Regierungsprogramm» mit 370 Massnahmen präsentiert, unter ihnen Initiativen zur Rücknahme der Arbeitsmarktreform der konservativen Vorgängerregierung, mehr Chancengleichheit für Frauen, ein Gesetz gegen Wuchermieten in den Städten oder auch Gratis-Krippen für Kleinkinder. Ziel ist es, den Druck auf die linke Protestpartei Unidas Podemos (UP) zu erhöhen, bei der nächsten Abstimmung doch noch für Sánchez als neuen Ministerpräsidenten zu votieren. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, denn UP-Chef Pablo Iglesias pocht weiterhin unbeirrt auf eine Regierungsbeteiligung seiner Partei. Sánchez dagegen bietet nur noch eine programmatische Zusammenarbeit an, lehnt aber eine Regierungsbeteiligung der Linken kategorisch ab.

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«Wir wollen keine Wahlen, wir wollen keine Koalition, wir wollen einen dritten Weg, nämlich ein gemeinsames Programm für die fortschrittlichen Kräfte in unserem Land», machte Sánchez vor der Präsentation des Programms klar. Iglesias dagegen hatte von Anfang an einen Blanko-Check für die Sozialisten abgelehnt und mehrere Schlüsselressorts sowie das Amt des Vizepräsidenten für seine Partei gefordert. Darauf wiederum wollte sich Sánchez nicht einlassen. Er befürchtete das Entstehen einer Parallelregierung unter der Federführung von Iglesias, die den Handlungsspielraum seines Kabinetts empfindlich eingeschränkt hätte. Die Koalitionsverhandlungen scheiterten schon vor der Sommerpause am Postengezerre, seither gilt das Verhältnis zwischen Sánchez und Iglesias als zerrüttet.

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Der 40-jährige Linkspolitiker Iglesias zeigte sich auch am Dienstag wenig begeistert vom neuen Vorstoss der Sozialisten. Ein Ausschluss von der Regierung wäre eine «Demütigung» für die 3,7 Millionen UP-Wähler, sagte Iglesias im spanischen Rundfunk, die er nicht hinnehmen werde. Für ihn sei eine gemeinsame Regierung die einzige Garantie, um die Programmpunkte in die Tat umzusetzen. Spaniens Medien werteten die kühle Reaktion als weiteres Indiz dafür, dass vorgezogene Wahlen am 10. November wohl unausweichlich sein werden. Es wäre der vierte Urnengang in Spanien in vier Jahren. Einer Umfrage der spanischen Tageszeitung «El Mundo» vom vergangenen Wochenende gemäss sind 63,1 Prozent der Iberer gegen einen neuerlichen Urnengang – zumal kaum Aussichten bestehen, dass sich die Mehrheitsverhältnisse nennenswert verändern würden.

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Die Spanier sind zu Recht müde. In fast 40 Jahren Demokratie haben es ihre Politiker noch nie geschafft, eine Koalitionsregierung auf nationaler Ebene zu schmieden. Ausser Spanien zählt nur noch Malta zu der Gruppe von Ländern in Europa, die noch nie von einem Koalitionsbündnis regiert wurden.

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Der politische Stillstand wirkt sich mittlerweile auch belastend auf die Wirtschaft aus. So sitzen die Regionen auf leeren Kassen, weil die amtierende Regierung ihren finanziellen Verpflichtungen aufgrund eines fehlenden neuen Budgets nicht nachkommen kann, wichtige Investitionen werden auf die lange Bank geschoben, und die Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist im August ins Stocken geraten.“

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Dietmar Moews meint: Der politische Nervenkrieg in Spanien findet kein Ende. Sozialistenchef Pedro Sánchez hat auch im zweiten Anlauf keine Mehrheit für die erneute Wahl zum Ministerpräsidenten gefunden. Nun beginnt in Madrid der Wettlauf gegen die Zeit.

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Bei Spiegel-Online hieß es vor fünf Tagen, 13. September 2019:

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„Regierungskrise in Spanien Letzte Chance für die Linke

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Regierung verzweifelt gesucht: Sollten sich die Sozialisten von Spaniens Ministerpräsident Sánchez und das Linksbündnis Podemos nicht einigen, gibt es Neuwahlen. Für Sánchez ist das attraktiv – aber auch gefährlich.

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Am Donnerstag hat sich Pablo Iglesias ganz klein gemacht vor Pedro Sánchez. Nach wochenlanger Funkstille rief der Chef des Linksbündnisses Unidas Podemos den spanischen Ministerpräsidenten an – und versuchte, ihm eine „Koalition auf Probe“ schmackhaft zu machen.

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Bis zur Verabschiedung des Staatshaushaltes Mitte 2020 könne man es ja miteinander in einer Regierung versuchen, warb Iglesias laut spanischen Medienberichten. Dann stehe es Sánchez‘ Sozialdemokraten frei, die Podemos-Minister hinauszuwerfen. Und selbst in diesem Fall werde Podemos noch den Rest der Legislaturperiode lang Sánchez als Regierungschef stützen. Tiefer auf die Knie kann ein Spitzenpolitiker kaum fallen.

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Doch kaum war Iglesias mit seiner Bewerbungsrede fertig, erwiderte Sánchez kühl, es gebe keine Grundlage für eine Koalition. Nicht mal auf Probe. Am Freitag sagte Iglesias erneut, er hoffe auf einen Last-Minute-Deal….“

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Ich weise auf lange Phasen einer „nur-Amtsführung“ einer spanischen Regierung geradezu schon als Charakteristik spanischer Demokratie hin – es ist kein Drama.

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So gibt es andere Traditionen mit Minderheitsregierungen, wie derzeit in Belgien.

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Spanien kann als EU-Land durchaus die organisierte Rechtsstaatlichkeit mit einer Minderheitsregierung koordinieren.

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Nun scheint Sánchez tatsächlich die Frist einer Regierungsbildung zu versäumen, sodass es im November erneut zu Neuwahlen kommen wird,

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Schoki-Test mit GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE

September 17, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9554

am Mittwoch, 18. September 2019

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Dietmar Moews meint:

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„Geh nicht in Frieden in die gute Nacht.
Wer alt ist, sollte schäumen voller Wut.
Empör dich, wenn das Tageslicht erstirbt!

Zwar wissen Weise: Dunkelheit hat Recht.
Doch weil sie selber keinen Blitz entzündet,
Gehn sie verzweifelt in die gute Nacht.

Und gute Menschen, deren schwache Taten
So gern in einer grünen Bucht getanzt,
Empör’n sich auf der letzten Lebenswelle.

Und wilde Männer, die die Sonne liebten
Verstehn zu spät, es war ein Missverständnis
Und klagen, fluchend, dass sie untergeht.

Und ernste Männer sehn, zu spät und lichtverbannt,
Auch blinde Augen könnten wie Meteore
Vor Freude strahl’n – und wüten, fast erblindet.

Mein Vater, du, hoch oben und in Trauer
Verfluch mich, segne mich mit scharfen Tränen,
Empör dich, weil das Tageslicht erstirbt!
Geh nicht in Frieden in die gute Nacht!

 

***

Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

Though wise men at their end know dark is right,
Because their words had forked no lightning they
Do not go gentle into that good night.

Good men, the last wave by, crying how bright
Their frail deeds might have danced in a green bay,
Rage, rage against the dying of the light.

Wild men who caught and sang the sun in flight,
And learn, too late, they grieved it on its way,
Do not go gentle into that good night.

Grave men, near death, who see with blinding sight
Blind eyes could blaze like meteors and be gay,
Rage, rage against the dying of the light.

And you, my father, there on the sad height,
Curse, bless me now with your fierce tears, I pray.
Do not go gentle into that good night.
Rage, rage against the dying of the light.“

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(Dylan Thomas 1914-1953; „Do Not Go Gentle Into That Good Night“, an extract from In My Craft or Sullen Art).

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aus dem deutschen Schokoladengesetz:

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1. die Schokolade mindestens 43 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse, davon mindestens 26 Prozent Kakaobutter,

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2. die Milchschokolade mindestens 30 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse und mindestens 18 Prozent Milchtrockenmasse, davon mindestens 4,5 Prozent Milchfett, aus teilweise oder vollständig dehydratisierter Vollmilch, teil- oder vollentrahmter Milch, teilweise oder vollständig dehydratisiert, Sahne, teilweise oder vollständig dehydratisierter Sahne, Butter oder Milchfett,
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3. die Schokoladenkuvertüre mindestens 16 Prozent fettfreie Kakaotrockenmasse enthält, dürfen die Bezeichnungen der Lebensmittel „Schokolade“, „Milchschokolade“ und „Schokoladenkuvertüre“ durch Angaben, die sich auf die Qualität nach Maßgabe jeweils der Nummern 1, 2 oder 3 beziehen, ergänzt werden.

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Ich probierte eine deutsche GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE. Zur Herkunft des Kakaos wird Dominican Republik Öko Caribe, Trinitario, auf der Packung angegeben. Sie ist hergestellt und kreiert von dem ambitionierten Herstellerpaar Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel Germany.

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Dabei ist GR Georg Bernardini, auch der Chocolatier und Autor des SCHOKOLADEN-BUCHS, der Tester, Experte, Kenner und Liebhaber ein gültiger Schokoladenwegweiser.

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als Tester, in dem Bernardini die Produkte nach klaren Qualitätskategorien unbestechlich durchprüft

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als Kenner, in dem Bernardini eine langjährige Marktkenntnis sowie den aktuellen Angebots-, Innovations- und Experimentiermarkt täglich im Auge und Geschmackssinn hat

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als Experte, in dem Bernardini die gesamte Produktionskette, von den Kakaosorten, den Anbaugebieten, den Anbaukonzepten, den Kakaobauern und -Plantagen-Industrien, die historischen handwerklichen und aktuellen Ernte- und Verarbeitungstechniken und -gerätschaften, die Veredlungstechniken, -Tricks- und Geheimnisse sowie Herstellungsunfug, ferner die Transport- und Vermarktungswege, die Handelsagenturen, der Nachfragemarkt und die Nischen beim Discounter-Wettlauf unfairer Industrien.

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als Liebhaber, ist Bernardini ein Neugierde-General, der gerne Alles kennt, was mit Patisserie und Chocolade angestellt wird und werden könnte. Seine persönliche Marktlücke sind neue Kreationen, die mit Kakao und anderen Rohstoffen sensationell sind:

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Ich nenne die GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE, hier anliegende eine gelungene Überraschung – aber mit konkreten Abstrichen.

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Mit neuen Ausgangsstoffen experimentieren GEORGIA RAMON die unzähligen Variablen beim Schokolademachen – von der Rührdauer (Conchieren), Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, eventuellen Gewürzen und Aromen, Salzmenge, Süßstoffe wie Zucker oder Fruktosen, Melasse, Karamell, Honig usw. die Prozentanteiligkeit der Zutaten, Farbstoffe, Fette, Eiweiße, Alkohol, dazu die Konsistenz der Kau- bzw. Schmelzmasse, eventuelle Beißkörnungen es ist unendlich variabel, aber nicht alles gleich gut. Industrieschokoladen enthalten oft fremde Fettzusätze. Fraglich ist bereits, ob die zugesetzte Kakaobutter aus der Kakaosorte gepresst worden ist, der als Bean-to-Bar-Herkunfstort des verwendeten Kakaos angegeben wird.

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Bei dieser GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE, ist nun der ungewöhnliche Ansatz, mit hochprozentigem Kakaoanteil, was man von den dunklen Rezepten kennt, eine Milchschokolade herzustellen. Gleichzeitig wird nur 5 Gramm Zuckeranteil angegeben – quasi bis auf den Milch-Zuckergehalt auch ohne sonstige Süßmittel. Ebenfalls experimentell ist bei diesem Ansatz der sehr hohe Fettgehalt von über 50 Prozent, der sehr hohe Eiweißgehalt von 9 Gramm auf 50, auch der Salzanteil von 0,23 % fällt auf.

 

Kurz vorab: Diese Schokolade GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE ist exquisit. Die Komposition wirkt rund, harmonisch und gelungen. Das Erlebnis im Mund kennzeichnet dann allerdings den experimentellen Charakter dieses Rezepts. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE enthält mit angeblich 72% Kakao aus der Dominikanischen Republik, den Anteilen nach Kakaomasse und Kakaobutter von 51 Gramm pro 100, Vollmilchpulver (25%), wenig Salz. Wir haben also Fett aus dem Kakao und aus zusätzlicher Kakaobutter, wir haben Eiweiß und Zucker aus der Vollmilch. Kurz vorab: Das Luxusgut schleimt im Mund und, ob Kuh, Ziege oder Meerschweinchen, hat das Milchige einen „Geschmack“. Die „Best before“-Angabe 2021-03-12 könnte qualitativ nicht ganz aufgehen. Dazu müsste eine ganz frische Produktion getestet werden, um zu erleben, ob dieser „Geschmack“ mit abnehmender Frische zu tun hat, oder ob es gerade dieses Kuh-Vollmilchpulver so will.

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GR geben an eine mittlere Röstung, Mahlen der Kakaonuss 70 Stunden, kein Conchieren. Von der Herstellung der Kakaobutter wird nichts mitgeteilt.

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Sie bringt mit einer kleinen 50 Gramm Packung zu 5 Euro 90 wenig kostspielige Schokolade, bei Hernando Cortez in Köln. Die Packung ist nicht ausreichend bruchsicher. Schaut man auf die Rezeptur, verblüfft das pure Rezept. Sie schmeckt enorm pur und nach gutem feinen Kakao, ist wie einige neue Kompositionen von GeorgiaRamon, mit etwa 50% Gewichtsanteil sehr fett, und mundet dennoch wirklich rund. GR nennt es milchig-cremig. Sie ist nicht mit Zucker gesüßt. Sie enthält die Abstimmungsprise Salz 0,23% auf 100 Gramm. Die 50 Gramm Tafelpackung enthält die kleine Menge Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief und Riffelverzierung oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit der Herkunftsbezeichnung Kakaobohnen aus Domenikanische Republik angegeben ist. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können.

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So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse und Zertifizierung ist. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung:

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Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft“ (das ist nicht „biodynamisch“).

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Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt.

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Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt. Seit einiger Zeit produziert Georg zusammen mit seiner Frau Ramona und sie entfalten den Schwung, eine Chocolatier-Apartheid zu etablieren – einzigartig.

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Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar handgemachte Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist GR Georg und Ramona Bernardini, deren eigene Kunst in Bernardinis eigenem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorgestellt wird – kann dafür hier von Dr. Dietmar Moews herausgehoben angesprochen werden.

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www.georgia-ramon.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese „INTERNATIONALE NEWCOMER 2017“ von GR trifft mich leider nicht. Sie ist neuerdings auch im Sortiment des wunderbaren Kölner Fachgeschäft HERNANDO CORTEZ zu haben. Der Inhalt der 50 GRAMM Packung war am 17. September 2019 frisch, als fest verschlossene Konserve mindesthaltbar zum 03. 12. 2021 datiert.

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Die Komposition ist sehr gut gelungen– , man schmeckt, wie sowohl der Kakao, die Kakaobutter das Milchpulver die GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE nicht unbedingt nach Zucker rufen (ein Quäntchen Salz versteht sich immer), hat ein bemerkenswertes Abbruch-, Abbeißknacken und geringen Kauwiderstand, viel leichter als Schokolade gewöhnlich. Die Abbisse schmelzen unmerklich leicht, aber schleimen. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Für Kinder ist das 50-Gramm-Gebinde zu klein.

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Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von GR Georgia Ramon ist kreissymmetrisch wie ein Häkeldeckchen folkloristisch, in Weiß auf Umschlagpappe in Schwarz.

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Man liest noch verschiedene Labels wie „ACADEMY of CHOCOLATE Newcomer 2017“ sowie „SPECIAL EDITION“, dazu „FSC-Mix Karton“, wozu nun noch eine Rüge fällig wird.

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Das in der EU anerkannte, quasi-staatliche Qualitätslabel „FSC“ wird auf nachhaltige Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Papier- und Pappe angewendet, wie hier. Dabei ist bekannt, dass für FSC bis zu 95% falsche Zertifikate vorgelegt werden – es ist besser als 100% Verwüstung der Waldgebiete.

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Aber – hier heißt es nun „FSC-Mix“. Und dieser Zusatz „Mix“ bedeutet, dass die holzverarbeitende Industrie bereits FSC-Holz mit Verwüstungsholz ungetrennt einkauft und dann ungekennzeichnet als „FSC-Mix“ labelt. Die wissenschaftliche Überwachung dieses Missbrauchs hat ergeben, dass FSC-Mix durchweg von verbotenen Wildrodungen stammt – und zwar überall auf der Welt, ob in Peru, Brasilien oder Uruguay, ob im Kongo oder gar im EU-Schweden, wo Urwald geerntet wird und Fichtenplantagen dafür hingestellt werden. Kurz, FSC-Mix ist eine schlechte Werbung für die ernstzunehmende ökologische Orientierung der hochwertigen GR-Schokoladen.

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Wer bei der Druckerei FSC bestellt, aber FSC-Mix bekommt, wurde betrogen. Wer FSC-Mix als Label aufdruckt, macht sich damit unbeliebt.

 

Die Umschlagpappe bringt die schlichte, freundliche Farbgestaltung für den wertvollen Inhalt eine reizende Anmutung durch den Auftritt der Packung. Das übergroße Pappe-Briefformat des wiederverschließbaren, zum Postversand geeigneten Gebindes, lässt sich als Büchersendung für inzwischen 120 Cent innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Doch diese Pappe ist noch zu schwach. Diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE erreichte den Test bereits einmal gebrochen. Die einliegende kleine Einhüllung des Schokoladen-Riegels, ein Tütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist aber an sich für große Dauer „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen. Sehr schön.

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Jedenfalls haben GR auf dem Weg der Aufmachung keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

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Dieses Design überzeugt.

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Eine wirklich starke Anti-Bruch-Pappe oder ein originell gestaltetes „Versteifungsmittel“-Holztäfelchen – wie sich Franz Otto Kopp und Dietmar Moews jahrelang per Post zusandten – wäre dem Understatement dieses GR-Höchtswertproduktes angemessen und noch umsatzfördernd im Hochpreis unterzubringen – 2019 noch für 6 Euro 40 für 50 Gramm, inzwischen 50 Cent verteuert bei „Hernando Cortez“ in Köln.

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Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund lesbar mitteilt:

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HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese GR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Schwedisch.

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ZUTATEN: KAKAOMASSE, VOLLMILCHPULVER, KAKAOBUTTER. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

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Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

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Energie 580 kcal/ 2427 kj

Fett 51 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 30 Gramm

Kohlenhydrate 15 Gramm

davon Zucker 10 Gramm

Eiweiß 18 Gramm

Salz 0,23 Gramm

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Der Kaufpreis bei HERNANDO CORTEZ ist mit 5 EURO 90 zu hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese GR Bean-To-Bar SCHATTENMILCH 75% DUNKLE MILCH SCHOKOLADE, OHNE ZUCKERZUGABE als Beispiel maßstabssetzender Hochqualität, aber hochfett und etwas milchschleimig – als ein kostbares Experiment. GeorgiaRamon treiben das Spiel des PUREN „etwas Salz, wenig Zucker viel Fett“, ohne Emulgator, viel Eiweiß, an eine höchstinteressante Erfahrung hin.

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Sie erhielt wegen des hohen Preises von 5 Euro 90 für 50 Gramm „nur“ VIER von SECHS Punkten.

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile als Experiment.

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September 17, 2019

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Gestern hatte ein Treffen zwischen dem britischen Brexiteer und Tory-Premierminister Boris Johnson und dem bisherigen EU-Kommissionspräsident EVP-Jean-Claude Juncker, in Luxemburg stattgefunden, um neue Argumente für einen Brexit-Deal zu besprechen, die für Johnson ansonsten unter seinem chaotischen No-Deal zum 31. Oktober 2019 weiterleiden werden.

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Kurz – Johnson hat keine neuen relevanten Argumente vorgetragen – lediglich seinem heraufkommenden Impetus des Schwarze-Peter-Spiels, der EU die Schuld zuzuschieben, was seit drei Jahren allein der Selbstbestimmung des Vereinigten Königsreichs ansteht:

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VK / UK hat gekündigt.

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Damit tritt ein normales Auslandsverhältnis zwischen den 27 EU-Staaten und den 4 UK-Staaten ins geltende Recht, exakt, wie es UK durch die Kündigung anstrebt.

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Eine Handelsregelung zwischen EU und UK ist die weltweite WTO-Charta – kurz, Freihandel in gegenseitigen Grenzsetzungen.

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Will UK bessere Handelsverträge haben, muss es solche auf Gegenseitigkeit mit den Partnern aushandeln. Daraus wurde zwischen PM Theresa May und der EU der „Deal“, der dann vom UK-Unterhaus mehrfach abgelehnt wurde. Was anderes hat man jetzt nicht (eine Handelsvertragsverhandlung zwischen UK und Kanada dauert inzwischen über sieben Jahre).

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Als EU-Mitglied genoss UK alle Handelskautelen die die EU mit dem Test der Welt hat. Dass sich UK davon befreien will, ist legal und legitim. Dass das dann bei über 180 Staaten der Handelswelt je länger als 7 Jahre dauert, lässt die Kommunikation des UK mit dem Rest der Welt ab 31. Oktober 2019 in ziemlich gedämpften Licht erscheinen.

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Doch eine kleine stilgeschichtliche Rüge, die der Luxemburger Jean-Claude Juncker, der bereits Steuerhinterziehungs-Delikte Luxemburg gegenüber der EU bis heute zu vertreten hätte und zu vertuschen sucht, muss hier anlässlich des JOHNSON-Besuchs in Luxemburg festgehalten werden.

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In der deutschen LÜGENPRESSE (z. B. auch im DLF hieß es: Johnson hat gestern in Luxemburg verabredungswidrig die abschließende Pressekonferenz geschwänzt – Boris Johnson ist überraschend nicht neben Juncker an die Mikrophone getreten, sondern hat sich unverabredet verdrückt.

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Dietmar Moews meint: Das ist LÜGENPRESSE – einfacher geht es nicht.

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Mir liegt es nicht, mehr als nüchtern darzustellen, was ist, und wie ich das einschätze, kommentiere und ergänzen möchte.

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Hier ist es anders:

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Die angeblich von JOHNSON geschwänzte gemeinsam mit JUNCKER angesagte Pressekonferenz, gestern in Luxemburg, war nämlich ein richtig lumpiges Foul von JUNCKER gegen JOHNSON, so:

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Die Pressekonferenz wurde kurzfristig aus einem Presseraum in den Garten verlegt, wo ANTI-BREXIT-Demonstranten gegen Boris Johnson eine zusätzliche Misserfolgsnote für dieses Gesprächstreffen Juncker/Johnson für die anwesenden Medienvertreter aufführten.

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Erst im allerletzten Moment begriff Johnson, was und wie ihm hier mitgespielt werden sollte – darauf verdrückte er sich heimlich und reiste ohne Pressekonferenz ab. Die beiden Luxemburger standen dann allein da vor den Mikrofonen und Kameras.

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Diese vollzogene LUMPEREI, dem Gesprächspartner JOHNSON üble Fernsehbilder nachzuwerfen, konnte der gewitzte JOHNSON im allerletzten Moment unterlaufen – BRAVO.

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Der EU-Lump Jean-Claude Juncker hat erneut gezeigt, wie sich EUROPA nicht vor der Welt aufführen sollte. Die Kritik der EVP und der CDU an ihrem lumpigen Genossen und dieser Gartenpressekonferenz wurde bis heute nicht von der LÜGENPRESSE erfragt.

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Dazu bringt der Deutschlandfunk in schönster LÜGENPRESSE:

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Zum ersten Mal war Großbritanniens Premierminister Boris Johnson für Verhandlungen bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel – und sorgte für Empörung. Der Tag endete mit einem Eklat.

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Der Eklat war, dass sich Boris Johnson nicht in die lumpige Gartenszenerie einer angeblichen Pressebeschimpfung durch Anti-Brexit-Demonstranten filmen ließ – so ist Johnson mit Esprit; andererseits ist es lumpig von Juncker gewesen.

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So dreckig ist die Wahrheit.

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Denn auch die SPD schaukelt in der GROKO und schaut scheinheilig – weder AfD noch Linke oder Grüne war diese Volte einen Kommentar wert.

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Guantanamo Donald Trump und Pete Townshend mit Ball and Chain

September 17, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9552

am Mittwoch, 18. September 2019

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Guantánamo is hot, humid, whipped by tropical storm winds and the occasional hurricane.

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Still waiting for the big Cigar.

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Mit dem immer guten Boogie-Schema macht Pete Townshend seine heftigen Rockgrüße für Chuck Berry und Donald Trump. Wir spielen E, dann A, dann E, H7,A und E im Zwischenspiel werden tonartenfremde Cluster-Akzente gespielt.

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Diese Kraft kann Grönemeyer nicht nur nicht, sondern nicht einmal begreifen.

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Roger Daltrey kann immer wieder seine spannungsvolle, inzwischen tiefe Stimme einmalig draufsetzen. Daltrey und Townshend können sich auf den Geschmack einigen, der nötig ist als Weltmarke „THE WHO“ was Neues herauszubringen. Townshend könnte das auch selbst singen – sie machen Geschäft, ohne John Entwistle und Keith Moon zu düpieren.

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Das Stichwort GUANTANAMO ist damit auf der AGENDA der Popmusik – zufällig auch im TWITTER-Schneetreiben von US-Präsident Donald Trump

gelandet:

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DLF.de am 17. September 2019:

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„Guantanamo – 500 Millionen Euro jährliche Kosten für etwa 40 Häftlinge

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Das US-Gefangenenlager Guantánamo ist nach einem Bericht der New York Times eines der wohl teuersten Gefängnisse der Welt.

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Die Kosten lagen demnach im letzten Jahr bei umgerechnet fast 500 Millionen Euro – für etwa 40 Häftlinge. Hohe Kosten verursacht beispielsweise der Betrieb der vielen Gefängnisgebäude mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen und einem eigenen Sondergericht. Viel Geld kostet auch die Bewachung der Gefangenen. Dafür sind rund 1.800 Soldaten in dem Lager beschäftigt.

Das Lager auf Kuba war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Den USA wird wegen des harten Umgangs mit den Häftlingen Folter vorgeworfen. Ex-Präsident Barack Obama hatte eigentlich versprochen, das Lager zu schließen, was ihm nicht gelang. Sein Nachfolger, Donald Trump, hatte letztes Jahr angeordnet, dass das Lager bestehen bleibt.“

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Obige DLF-Meldung fasst den Inhalt des weiter gefassten Aufsatzes der New York Times im Wesentlichen zusammen. Es sind aber Extrapolationen, die der amtierende US-Präsident No. 45 keineswegs in seine Politik integriert. Besondere Beachtung verdienen deshalb die blanken Zahlen der Kosten, die die USA belasten.

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nytimes.com 16. September 2019, by Carol Rosenberg:

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„The Cost of Running Guantánamo Bay: $13 Million Per Prisoner

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Set up nearly 18 years ago to house detainees in the war on terrorism, the prison on the remote naval base has grown into what appears to be the most expensive on earth.

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A communal cellblock for some of the 40 prisoners who are detained at Guantánamo Bay.

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GUANTÁNAMO BAY, Cuba — Holding the Nazi war criminal Rudolf Hess as the lone prisoner in Germany’s Spandau Prison in 1985 cost an estimated $1.5 million in today’s dollars. The per-prisoner bill in 2012 at the “supermax” facility in Colorado, home to some of the highest-risk prisoners in the United States, was $78,000.

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Then there is Guantánamo Bay, where the expense now works out to about $13 million for each of the 40 prisoners being held there.

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According to a tally by The New York Times, the total cost last year of holding the prisoners — including the men accused of plotting the Sept. 11, 2001, attacks — paying for the troops who guard them, running the war court and doing related construction, exceeded $540 million.

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The $13 million per prisoner cost almost certainly makes Guantánamo the world’s most expensive detention program. And nearly 18 years after the George W. Bush administration took a crude compound called Camp X-Ray and hastily established it as a holding station for enemy fighters picked up in the war on terrorism, it has taken on a sprawling and permanent feel, with the expense most likely to continue far into the future.

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Because of the relative isolation of its location on a United States Navy base on Cuba’s southeast coast, the military assigns around 1,800 troops to the detention center, or 45 for each prisoner. The troops work out of three prison buildings, two top-secret headquarters, at least three clinics and two compounds where prisoners consult their lawyers. Some also stand guard across the base at Camp Justice, the site of the war court and parole board hearing room.

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The prison’s staff members have their own chapel and cinema, housing, two dining rooms and a team of mental health care workers, who offer comfort dogs.

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Judges, lawyers, journalists and support workers are flown in and out on weekly shuttles.

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The 40 prisoners, all men, get halal food, access to satellite news and sports channels, workout equipment and PlayStations. Those who behave — and that has been the majority for years — get communal meals and can pray in groups, and some can attend art and horticulture classes.

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Soldiers handle the prisoners in the cell blocks and in transit, monitor them by security camera and patrol perimeters.

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The estimated annual cost of $540 million covers the 12-month period that ended last Sept. 30 and does not include expenses that have remained classified, presumably including a continued C.I.A. presence. But the figures show that running the range of facilities built up over the years has grown increasingly expensive even as the number of prisoners has declined.

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A Defense Department report in 2013 calculated the annual cost of operating Guantánamo Bay’s prison and court system at $454.1 million, or nearly $90 million less than last year. At the time, there were 166 prisoners at Guantánamo, making the per-prisoner cost $2.7 million.

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The 2013 report put the total cost of building and operating the prison since 2002 at $5.2 billion through 2014, a figure that now appears to have risen to past $7 billion.

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Guantánamo Bay, said Capt. Brian L. Mizer, a Navy lawyer who has represented detainees at the prison across a decade, has “America’s tiniest boutique prison, reserved exclusively for alleged geriatric jihadists.”

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Guantánamo has held a cumulative total of about 770 foreign men and boys as wartime prisoners at different times, with the prison population peaking at 677 in 2003. The last prisoner to arrive came in 2008.

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The Bush administration released about 540 of the detainees, mostly by repatriating them to Pakistan, Afghanistan and Saudi Arabia. Then the Obama administration released another 200 through third-country resettlement or repatriation. President Trump ran for office on a promise to keep the prison open and possibly send more „bad dudes“ there, though no one new has arrived since he took office.

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It has been clear for years that there is no political consensus to end detention operations at Guantánamo Bay and move the remaining prisoners to the United States.

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The growing costs represent the bill for that choice. And with the military justice system moving at a crawl, the cost is a particular sore spot for critics of the prison.

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I don’t think there’s any need to have an incredibly expensive facility down at Guantánamo housing, you know, 40 people,” Representative Adam Smith, Democrat of Washington, the chairman of the House Armed Services Committee and a longtime proponent of closing the prison, said in June. “So ultimately I think they should be transferred here.”

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Comparing Guantánamo with more traditional prisons is tricky. Federal prisons employ civilians who pay for their own food and health care, drive their own cars, live in their own homes and amuse themselves on their days off.

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The Defense Department provides all of those things for the military personnel at Guantánamo, mostly National Guard forces and reservists who come and go on nine-month rotations. Soldiers handle the prisoners on the cell blocks or in transit, monitor them by security camera and patrol perimeters.

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The guard staff is so large, a former warden said, for the same reason the detention center was located here in the first place: It is isolated.

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Judges, lawyers, journalists and support workers are flown in and out on weekly shuttles.

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I don’t have the state police,” Col. David Heath, then the Joint Detention Group commander, essentially the warden, told reporters in 2016. “I don’t have the county sheriff. I don’t have anybody else to call to help me keep things under control here.”

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The prison’s uniformed staff members also include a Coast Guard unit that patrols the waters below the cliff top prison zone; Navy doctors, nurses, psychological technicians and corpsmen; a unit of Air Force engineers; lawyers, chaplains, librarians, chaperones and military journalists. Each has layers of commanders who oversee their work and manage their lives at Guantánamo.

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In addition to the troops, the prison employs Defense Department contract linguists, intelligence analysts, consultants, laborers, information technology professionals and other government workers. In 2014, that civilian work force numbered 300.

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The detention operations are within the Guantánamo Bay naval station, which has 6,000 residents, including the more than 2,000 troops and civilians assigned to the detention operation. The naval base has its own budget separate from the costs of the prison and the court.

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A Subway restaurant at the naval base, which also includes its own church and nine-hole golf course. 

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The restricted areas that house the prison function like a base within a base, behind a security checkpoint that is about a seven-minute drive from the naval station’s McDonald’s. The court, managed by a different military authority, is a five-minute drive from the McDonald’s in a different direction.

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The detention center zone has its own headquarters, motor pool, mental health services, minimart, and public affairs team, which recently referred to the troops assigned there as “warfighters.”

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With the exception of an Army security force of fewer than 300 soldiers who live in prefabricated containers within the prison zone, most troops who work in the prison complex live on the naval base.

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Some cellblock guards live in the Tierra Kay townhouses near the trooper clinic, the quickest commute to the zone. Most commanders live deeper on the base, in two-bedroom homes in an area called Windward Loop.

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And hundreds of enlisted soldiers live in the kind of trailer park familiar to forces who served in Iraq or Afghanistan. The troops call them CHUs, for containerized housing units. Each unit has two bedrooms, one toilet and a shower and is within walking distance of the Navy base’s baseball field, bars, commissary and cafeteria.

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In 2018, Congress approved spending $115 million on a dormitory-style barracks complex to house 848 of the trailer park troops.

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In 2018, Congress approved spending $115 million on a dormitory-style barracks complex to replace trailer housing for 848 troops. But no contract has been awarded, construction has not yet begun and Navy spokesmen could not provide the target completion date.

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In contrast to the naval base, the prison zone resembles a battlefield-style operation. It has watchtowers and Humvees and dirt roads and a series of permanent and semipermanent prison facilities, all of them built since 2002 and surrounded by razor wire that rusts in the salt air.

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The 40 prisoners’ cells are in three different buildings, but during the day, the inmates can be scattered across seven or eight different sites — the war court, a hearing room for parole-like board meetings, the base hospital and two adjacent compounds where the prisoners consult their lawyers.

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Consolidation through new construction would allow the prison to reduce its staff at one site by 74 troops, saving $8 million in “manpower costs,” Rear Adm. John Ring, the former prison commander, told reporters in April, suggesting a per-troop cost at the facility of $108,000.

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The Defense Department concluded that taxpayers spent $380 million for Guantánamo’s detention, parole board and war court operations, including construction, in the 2018 fiscal year, or more than $9 million per prisoner.

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Adding those “manpower costs” of $108,000 a year for each of the 1,800 troops brings the total figure to more than $540 million.

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Even in the unlikely event that more prisoners were sent to Guantánamo, the per-prisoner cost would not necessarily decline. Commanders said that adding more detainees would require more military police.

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The 40 prisoners’ cells are in three different buildings.

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The base, and the prison and court facilities within it, functions in a state of isolation, totally cut off from the Cuban economy.

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It operates in some respects like an aircraft carrier at sea, even desalinating its own water with fuel brought in by tanker.

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Nearly all of the base supplies — like family household shipments, frozen pizza dough for the bowling alley food court and rental cars for the base commissary — arrive twice monthly on a government contract barge from Florida. A refrigerated cargo plane brings fresh fruit and vegetables weekly.

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Commanders have also attributed some costs to the wear and tear on the prison staff facilities. Guantánamo is hot, humid, whipped by tropical storm winds and the occasional hurricane.

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In the past two years, the military hired contractors to do $15 million in repairs to the guards’ townhouses, a $14.5 million expansion of the war court compound, $1.5 million in repairs to the trooper clinic, more than $1 million renovating air conditioning and ventilation in the officers’ homes, $648,000 on erosion and climate control around the general population prison complex, $273,110 to replace a latrine near a now defunct kitchen and $47,690 to renovate the prison staff chapel.

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The military assigns around 1,800 troops to the detention center, or 45 for each prisoner.

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Defense Department contractors who bid for these job have to factor in the cost of bringing in their own workers and equipment, including bulldozers and buzz saws. As a measure of how expensive it is to do construction here, the projected cost of a new prison for 15 former C.I.A. captives that was first proposed during the Obama administration has jumped from $49 million to $88.5 million in five years.

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Other costs involve the military commissions, where eight of Guantánamo’s 40 prisoners are charged with terrorism or war crimes, six in death penalty cases that began in 2011 and 2012.

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The military commissions costs, based on congressional documents, exceeded $123 million in 2018.

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Each hearing requires a major movement of people and materials from the United States to the base on passenger planes the Pentagon charters for $80,000 one way. There were 52 such commercial flights in 2018 between Joint Base Andrews, outside Washington, and Guantánamo. Until the start of a trial — the trial of the men accused of plotting the Sept. 11 attacks is scheduled to begin in early 2021 — the majority of the legal work is carried out in a warren of rental offices near the Pentagon, some of which have sat empty for more than a year as they await security upgrades.

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The troops have a multitiered health care system. The trooper clinic cares for the guards’ basic needs. Serious medical matters are handled by the base’s small community hospital. More complicated cases, or soldiers who require specialized tests, are sent to Navy health care facilities in Jacksonville, Fla., or Bethesda, Md.

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In 2017, the Navy shipped a portable M.R.I. machine to Guantánamo to scan the brains and bodies of detainees awaiting death penalty trials, by order of a military judge, who granted a request by a defense team to do the tests and hire experts to look for damage done by torture. But because there is no on-site technologist to run it, an off-island contractor has had to shuttle to the base to service it.

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Health care for detainees is handled by a group of about 100 Navy doctors, nurses and medics who also staff the trooper clinic. The 100-member medical team had a $4 million budget last year.

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But when a prisoner needs specialized care, such as a colonoscopy and spine surgeries, the military brings special teams to Guantánamo at a cost the military declined to disclose.

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It is all part of the mix and match nature of serving at Guantánamo, where troops staffing the prison on nine-month tours get imminent-danger and hardship-duty pay — and on their time off can go scuba diving or take leave and bring friends and family to the Navy base for vacations.“

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Dietmar Moews meint: Ob BALL AND CHAIN von Musikhörern in den USA oder weltweit verteilten Amerikanern gehört wird, ist nicht zu erwarten.

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Dass US-Amerikaner die umfangreichen Darlegungen in der NEW YORK TIMES lesen, ist zu verneinen. Außer Profi-Publizisten an der Ostküste liest das keiner.

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GUANTANAMO ist in den USA kein Thema – ähnlich wie SNOWDEN. Man kennt es nicht, man interessiert sich nicht.

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Sollte jetzt TRUMP das THEMA DOLLAR-SPAREN mit Guantanamo verknüpfen, könnten die überregionalen Massenmedien in USA GUANTANAMO mal wieder rauskramen.

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Was mit den Entrechteten, die kein Staat haben will, werden soll, diskutiert man in den USA nicht. Wenn, geht es zwei um angeblich überführte 9/11-Mittäter, die in Guantanamo sitzen. Denen könnte man einen „ordentlichen“ Prozess machen – das ist dann nichts Zivilrechtliches, sondern da geht es dann um Kriegsverbrechen (so ähnlich, wie bei Edward Snowden).

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TRUMPS Wahlkampf ist nun der Anknüpfungspunkt für GUANTANAMO, vielleicht auch insofern günstig, dass das völlige Desaster des von TRUMP akzellerierten WELTHANDELSKRIEGS den Wahlkampf für TRUMP färben wird – egal wie witzig er neue Twitter-Faxen machen wird.

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Luigi Colani 1928 – 2019 Kurznachruf

September 16, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9551

am Dienstag, 17. September 2019

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Luigi Colani wurde am 2. August 1928 in Berlin-Friedenau geboren und ist jetzt 91-jährig, am 16. September 2019, in Karlsruhe gestorben. Colani war ein deutscher Künstler. Sein Metier war die Entwicklung und Herstellung von Prototypen von Industriedesign der Weiterbearbeitung von kantigen Zweckformen. Colanis Werke gehören der „Bildhauerei“, also der Plastik, an.

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Er starb nach schwerer Krankheit in Begleitung seiner langjährigen Lebenspartnerin und Managerin, der Chinesin Yazhen Zhao, in seinem Wohnort Karlsruhe. Colani hinterlässt aus erster Ehe zwei Söhne.

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Die biografischen Angaben zu Luigi Colani gehören zum Thema Selbstmarketing – Colani führt den Namen angeblich seit 1957, nachdem er sein Erwerbsleben als Angestellter beendete und als „Free Lancer“ und Selbstvermarkter seine Entwürfe und Prototypen zur Zusammenarbeit mit der Großindustrie anbot. Colani blieb stets Autodidakt und Dilettant; zum Industriedesigner fehlten ihm Ingenieurwesen und Maschinenbau-Technik, als Fernsehprominenter mit dem Salvatore Dali-Oberlippenbart wurde Colani „sendefähig“ – das liest sich bei Wikipedia so :

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„… Mit vier Jahren konnte der junge Colani schon löten und bastelte aus den verschiedenen Werkstoffen, ob nun Holz, Eisen, Gips oder Ton, seine Flugzeuge, Schiffe oder Autos. „Ich war mit fünf Jahren schon ein begnadeter kleiner Bildhauer.“ Noch während seiner Schulzeit hatte er „für die Frauen in der Umgebung [sowie der] Familie Schuhe gemacht und für sich selbst Kleidungsstücke umgeändert.“ Colani studierte 1946 Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und brach das Studium ab, weil „mein Professor in der Bildhauerei mir nichts mehr beibringen“ konnte. Von 1949 bis 1952 studierte er Aerodynamik und Ultraleichtbau an der École polytechnique in Paris und danach Analytische Phislosophe an der Pariser Sorbonne.1953 arbeitete er für ein Jahr beim kalifornischen Flugzeughersteller Douglas Aircraft Company als Leiter der Materialforschung im Bereich New Materials. Ab 1954 gestaltete er in Frankreich Kunststoffkarosserien für die Autoindustrie (Simca) und setzte dies ab 1955 in Berlin fort. Bei der angesehenen Karosseriebaufirma Erdmann & Rossi in Berlin erlernte er von Grund auf das Handwerk des Automobilbauens. …“

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Colani studierte angeblich an der Sorbonne in Paris, deren Gebäude man ohne Voraussetzungen zu erfüllen nicht einmal betreten darf – er gestaltete Kunststoffkarosserien für Simca, erlernte erst danach Karaosserienbauen in Berlin – Besuch der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin, die nach dem Krieg 1945 gebildet worden ist (seit 1975 „Universität der Künste“), brach der 17-jährige Colani im Jahr 1946 ab …

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Colanis Werkstoffe waren Zeichentisch, Entwurfspapier und Buntstifte, Polyester und plastische und dauerplastische Kunstmaterialien für verlorene Formen sowie Gips.

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Colani nannte seine Werke „ seine aerodaynamische, biomorphe Formen für Autos, Flugzeuge und viele weitere Gebrauchsgegenstände. Seine organische Formensprache bezeichnete er als Biodesign und definierte dies als eine „Humanisierung der Nahtstelle Mensch-Maschine“ durch die „Ergonomie und Kenntnis neuster Materialien“. Sein universale Anspruch sollte zu einer Optimierung nahezu aller gestaltbaren Objekte führen.

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Colanis Markenzeichen war der runde Schwun
g, die strömungsgünstige Ei-Form. Er entwarf auch Möbel, Geschirr, Brillen, Kameras, Fernseher und Kleidung. Colani reklamiert selbst etwa rund 4000 Werke, von denen 80% als Ideen und 20% als Prototyypen von ihm hergestellt werden konnten. Darunter sehr beeindruckende Groß-LKW-Verkleidungen, die Raumschiffen ähnelten. Er hasste eckige Formen, rechte Winkel und harte Gradlinigkeit. Stattdessen gestaltete er neben seinen vielen aerodynamischen Fahrzeug-Prototypen rundleibige Fernseher, dickbäuchige Kugelschreiber, geschwungene Stühle, sanftförmige Brillen oder ovalschwebende Klos – kein Gebrauchsgegenstand war ihm zu banal. Eine von ihm entworfene Kugelküche sah aus.

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Von 1972 bis 1981 hatte Colani sein Designatelier auf Schloss Harkotten in Westfalen. Die Zeit der Designfactory auf Schloss Harkotten wurde zur intensivsten Schaffensperiode von Colani. Seine Schöpfungsfreiheit, die die Mimik eines Objektes bestimmte, erreichte meist nicht die industrielle Anwendbarkeit – zu teuer, unpraktisch, zu Gunsten er äußeren Morphologie wichtige Aspekte vernachlässigend – oft Kitsch, wie den Ruderschiff-Pokal für Karl Adam, ein abgerundetes Wikingerboot aus Bronze.

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Colanis Erwerb war prinzipiell der Lizenverkauf auf eigene Rechnung, wozu Großindustrie oder durchschlagende Ideen fehlten. Mit einer Colani-Zahnbürste ließen sich pro Stückabsatz weltweit keine großen Sprünge machen.

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Colani knüpfte bei allen Mainstream-Entwicklungen an, von der Stromlinie, zur Öko-Bewegung, Energiesparen und noch in der IT-Revolution. 1995 verlagerte er seine Tätigkeit nach China, wo für die Insel Chong Mingh im Jangtsekiang-Delta nahe Shanghai, er seit 1995 sein „Lebenswerk und Vermächtnis“, die Eco-City (früher Bio-City), in Form und Funktion dem menschlichen Körper entwarf – eine Wissenschaftsstadt für 50.000 Wissenschaftler, die einen auf dem Rücken liegenden menschlichen Körper darstellt und konzipiert ist als ein lebendiger Organismus mit „grüner Lunge“, einem Kraftzentrum in der Mitte und Verkehrswegen als Blutbahnen. Die Stadt werde die „Lebensbedingungen des 3. Jahrtausends definieren“, extrem energiesparend sein und keine fossile Energie verwenden.

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Das großmundige Projekt wurde vorübergehend zurückgestellt, da „die Chinesen dort alles verbaut hätten“. Sicher verdankte Colani seiner chinesischen Frau interessante Reisen nach und in China.

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am Dienstag, 17. September 2019

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AFP bedeutet: Die französische AFP (Agence France-Presse, staatlicher Rechtsstellung.) ist die älteste internationale Nachrichtenagentur. Gegründet 1835 in Paris von Charles-Louis Havas war sie zuerst als „Agence des feuilles politiques, correspondence générale“ bekannt. Inzwischen ist sie weltweit als drittgrößte Nachrichtenagentur tätig und hat neben der Zentrale in Paris Büros und Mitarbeiter in 151 Ländern. Sie bietet Nachrichten auf Französisch, Englisch, Deutsch, Arabisch, Spanisch und Portugiesisch an. Pro Tag versendet AFP weltweit rund 3200 Artikel, 2500 Fotos, 100 Infografiken und 150 Videobeiträge.

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In Deutschland betreibt AFP eine Tochter-GmbH, welche von der französischen Zentrale weitgehend unabhängig ist und für den deutschsprachigen Markt in allen bedeutenden Ressorts Nachrichten produziert. Seit 1998 ist der Sport-Informations-Dienst eine hundertprozentige AFP-Tochter.

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neues deutschland, titelt am 16. September 2019 mit AFP/nd:

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„Plastikrückstände in Kindern

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Umweltbundesamt: Die jüngsten sind am stärksten betroffen

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Hamburg. Bei sehr vielen Kindern und Jugendlichen hat eine Studie Inhaltsstoffe von Plastik im Körper nachgewiesen. Das berichtete der „Spiegel“ unter Verweis auf eine Untersuchung des Umweltbundesamts und des Robert-Koch-Instituts. Demnach wurden Urinproben von 2500 Studienteilnehmern zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. In fast allen Proben seien Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden worden, insbesondere von Weichmachern. Die Studie wird dem Bericht zufolge in einer Antwort der Bundesregierung auf einer Grünen-Anfrage zur Belastung der Bevölkerung mit Chemierückständen zitiert.

Untersucht wurde laut „Spiegel“ 15 verschiedene Stoffe. Elf davon wurden bei fast allen Kindern gefunden. Für einige existierten keine gesundheitskritischen Grenzwerte, für zwei Stoffe seien geltende Grenzwerte überschritten worden. Den Angaben zufolge waren in der Studie die jüngsten Kinder am stärksten betroffen, darüber hinaus jene in ärmeren Familien.“

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neues deutschland, Seite 8, am 16. September 2019, kommentiert von Ulrike Henning:

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„Kommentiert – Praktisch und gefährlich

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Ulrike Henning über die allmähliche Verfüllung des Lebens mit Plastik

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Plastik ist praktisch: Auslegware und alle möglichen Textilien daraus lassen sich einfach reinigen .. Lebensmittel lassen sich damit super verpacken. Kleinste Kunststoffpartikel machen als Binde- und Füllmittel Kosmetik und Waschpulver noch nützlicher …Spielzeug aus Plastik!

Plastik ist aber nicht nur praktisch .. wo es gar nicht hingehört. Eben nicht nur in Fischen und am Meeresgrund oder im arktischen Eis. Die menschengemachten Kunststoffe und ihre Rückständekehren zum Menschennachwuchs zurück. Kaum im Kita-Alter, sind die jüngsten schon mit einer Grunddosis versehen, die in in Blut- und Urinproben nachweisbar ist ..

Die Verbraucher werden mit dem Berg meist bunter und oft billiger Massenartikel alleingelassen. Was gehört warum verboten oder sollte gemieden werden? EU und nationale Behörden lassen sich Zeit. Es dauert Jahre, bis bestimmte Stoffe vom Markt genommen werden. Einige von ihnen wirken wie Hormone, sie könnten die Fruchtbarkeit stören oder Krebs auslösen. Aber nichts genaues weiß man nicht, etwa zu Grenzwerten. Die Kunststoffe werden ja immer besser …“

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Dietmar Moews meint: Ja, schrecklich; denn man kennt ja die Grenzwerte nicht.

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Täglich trifft man Erwachsene deutsche Bürger, die einfach glauben, Radioaktivitätsbestrahlung würde sich einfach ausscheiden oder abbauen lassen. Dass das Gift eingelagert und sich addiert bis der Homunkulus verendet, wissen die nicht.

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Doch es mangelt nicht an weitveröffentlichten Informationen zu all diesen Horrorergebnissen, die die bedingungslose Profitschneider fortwährend verschlimmern – auch ihre Kinder wollen Vorstandsposten und grenzwertige Abschreibungsmodelle.

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FINE E COMPATTO

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