New York Times sieht Nazideutschland bei Germanwings 4U 9525

März 30, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5472

vom Montag, 30. März 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-03-30 16:32:02

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New York Times Online am 30. März 2015: „Jet Crash Tests Germany’s Faith in Its Precision. By Alison Smale aus Berlin“.

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Zu Deutsch:

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„Flugzeugabsturz prüft Deutschlands Vertrauen in seine strenge Genauigkeit“

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Das beginnt dann so: „BERLIN — Even in the nightmarish immediate aftermath of the plane crash in the French Alps on Tuesday, Carsten Spohr, the former pilot who runs Germany’s Lufthansa airline, was sure of one thing: the co-pilot, Andreas Lubitz, 27, was “100 percent” fit to fly.

Mr. Lubitz, after all, had been through the widely respected Lufthansa training system — “one of the best in the world,” Mr. Spohr said — and had met all other requirements to fly commercial aircraft.

In the decades since it emerged from the ruins of Nazism, this country — which reunited in 1990 and in recent years has dominated Europe as its economic powerhouse — has come to define itself as orderly, rule-driven and well-engineered. It is an identity that is both an antidote to its past and a blueprint for economic success. From Mercedes-Benz cars — “the best,” says a current ad campaign — to its countless tidy towns, Germany purrs excellence. …“

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Ich hebe hervor: „powerhouse — has come to define itself as orderly, rule-driven and well-engineered. It is an identity that is both an antidote to its past and a blueprint for economic success“

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„Edward J. Snowden revealed the sweep of United States intelligence monitoring millions of Germans and other „

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zu Deutsch: „Das „Kraftwerk“ – erscheint in der Selbstbeschreibung als ordentlich, regelgebunden und wohlbetrieben. Es ist zweifach eigenartig: Ein Gegenmittel zur eigenen Vergangenheit und ein Muster für wirtschaftlichen Erfolg.“

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Edward J. Snowden offenbarte die Einflusssphäre der US-Geheimdienste, Millionen Deutsche zu überwachen und weitere…“

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Dietmar Moews „Uniform-Stuhl“ DMW 479.4.94, 140cm / 140cm Öl auf Polyäthylen 1994 in München und Magdeburg gemalt; VK 8.200 Euro

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In der New York Times – eine der größten US-Tageszeitungen – einem traditionell jüdischen Unternehmen in Manhattan, wird permanent sehr wenig über Deutschland berichtet, aber permanent über Alles, was die Aufmerksamkeit auf ein aus Nazitrümmern bezogenes, wiederauferstandenes, europäisches Machtwesen Deutschland lenken kann.

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Dietmar Moews „Uniform-Figur“ DMW 478.3.94 140cm / 140cm Öl auf Polyäthylen, im Jahr 1994 in München gemalt; Privatsammlung Job Crogier

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Das ist für das heutige Deutschland immer nützlich, beachtet zu werden.

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EINS Der lieblose Blick von außen ist immer erhellender als der selbstliebende Blick von innen.

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ZWEI Alles, was da in Rede gestellt wird, hat ja aufklärende Wirkung – kurz, Alle wissen dadurch besser Bescheid.

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Welchen Sinn der Hinweis auf Nazi in dem Bericht von Alison Smale aus Berlin haben soll, wurde mir nicht klar. Folglich habe ich das darin Fassbare versucht aus Sicht der empirischen Soziologie zu vergleichen bzw. die tatsächlichen Unterschiede zwischen NAZI-Deutschland und NAZI-USA zu entdecken, denn – man wird es sehen – ich finde die grundlegenden Unterschiede nicht und glaube, gäbe man allen Deutschen so viele Handfeuerwaffen, wie die US-Amerikaner besitzen, hätten wir auch „US-Bürgerkrieg“ mit täglich 80 toten Zivilisten.

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Dietmar Moews meint: Im Beispiel obigen New York Times-Online-Berichtes (bitte selbst googeln und lesen) wird deutlich, dass man nicht ohne selbst sich zu verirren, Organisationsstrukturen von empirischer Erfolgs- bzw. Misserfolgs-Organisation verwechseln sollte mit „Nazi-Organisation“ oder „deutschistischer Organisation“ – selbst wenn dadurch auf „Nazi-Verhältnisse“ in den USA hingewiesen werden könnte.

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(Denn es fehlen bei dieser Deutsch-Attributierung stets die deutschen Attribute – was das Deutsche am Deutschen denn überhaupt ist oder sein soll?)

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Worauf es ankäme, wäre eben, dass so ein Beispiel (Germanwings-Airbus-Industrie) wirklich anders oder verschieden oder eben doch gleich strukturiert wäre, als beispielsweise bei der amerikanischen Konkurrenz, Boeing.

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Im Gegenteil wissen wir, das die US-Boeing und die Europa-Airbus tödlich konkurrieren und sich gegenseitig beklauen und einander immitieren, so nützlich es ihrer Wettbewerbssituation gegen den Konkurrenten ist.

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Was wären also kulturelle Unterschiede zwischen USA und dem heutigen Deutschland?

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Sieht man Kultur als einen synergetischen Sozialprozess im Zeitverlauf – und wolltest man auf Ähnlichkeiten und Unterschiede suchen:

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Was wäre die haltbare, auch in Zukunft belastbare Einsicht?

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Sicher setzt sich eine US-Kultur aus vielen Strukturen zusammen, die sich sehr unterscheiden, von anderen. Unterscheiden sich in Staten Island zu Harlem, von St. Louis zu Ferguson oder Cambridge Boston, zu Haltern und München usw.

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Anthroplogische Verschiedenheiten von europäischen Bastarden zu New Yorker reinrassigen Juden, zu Indianern in Reservaten oder niedercalifornischen Landwirten – noch anders Großbesitzer in Texas und Rentner in Miami – so what? Ich glaube, echte Reinrasseler finden man nur bei Rattle Snakes.

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Dagegen verlaufen kulturelle Prozesse eher sehr ähnlich in Deutschland und an der Ostküste (Manhattan ist eine Megapolis-Sonderfall, ebenso Los Angeles) – mit ganz anderen empirischen Inhalten in aller Welt, wo freie aufs Individuum und Zivilisation, also auf Recht und Rechtsstaat, bezogene Lebensweise (egal wie versaut) geschieht:

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Wo die Goldene Regel, Hillel oder John Rawls „Fairness“ – Harvard / Boston – bekannt sind, läuft es ziemlich gleich ab.

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Betrachtet man die konkrete Situation vom Flugzeugabsturz am 24. März 2015 und der öffentlichen Massen-Medienführung, sieht man:

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Der Flugzeugunfall ist als Beispiel natürlich interessant. Denn hier wie dort unternimmt man die extensive Spekulation auf den kranken Co-Pilot und seine Familie und Freunde. Das ist rechtswidrig. Und NYT schreibt: Fit war der Co-Pilot.

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Dagegen ist die Nazi-Hypothese in der New York Times der alte kalte Kaffee, den man täglich findet (wenn überhaupt Deutschland mal erwähnt wird).

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Die Annahme, im ehemaligen Nazideutschland, heute, liefe irgend etwas anders als im ehemaligen Sklaven- und Indianer-Erdteil USA, ist zur Stützung der Nazi-Hypothese nicht erhellend:

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„powerhouse — has come to define itself as orderly, rule-driven and well-engineered. It is an identity that is both an antidote to its past and a blueprint for economic success“

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„Edward J. Snowden revealed the sweep of United States intelligence monitoring millions of Germans and other „


The New York Times Autor Smale erweckt den Eindruck: Als würde die Lufthansa und der Rechtsstaat im kaufvertragsgesteuerten Deutschland anderen Organisationsregeln folgen, als es in den USA der Fall wäre –

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Dem ist nicht so:

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Das meiste, was in USA funktioniert, rührt von abendländisch-europäischen Mustern her. Was daran speziell USA-mäßig ist, wollen wir lieber vergessen:

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Die harten Unterkiefer der amerikanischen Männer und die „family who prays together stays together“- Alltags-workouts sind nicht die Konstituens und Ursachen, weshalb in Harvard die teuersten Professoren aus aller Welt hingekauft werden.

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Kurz, was da in der NYT als Nazi beschrieben wird, das trifft auf effiziente Kommunikationsspiele und profitorientierte Organisation in Deutschland und in den USA zugleich eindeutig zu (während die Nazi-Effizienz empirisch erbärmlich endete).

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Wo in USA Erfolg durch Leistung entsteht, funktioniert es genauso rigoros wie in Deutschland:

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Zuckerberg oder Apple, Google usw. sind alle extrem ausdifferenziert und controlled und herzlos – wie der Nazischeiß: TOP DOWN.

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Ganz kurz:

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Was da in der NYT steht, ist insgesamt an BILD anschließender Müll bzw. das schließt Bild thematisch und wertend an die New York Times an.

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Apropos TTIP: In USA gilt keineswegs TTIP, sondern Monopolkapitalismus und Zersetzung des privaten Alltagslebens, sofern sich ein US-Bürger öffentlich engagiert – außer „voluntary“ Neighbourhood. Schon der mutige Snowden ist öffentlicher Verteufel.

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Hat man schon mal was von Bill Gates hinsichtlich der täglich 80 privatbewaffneter „Bürgerkriegstoten“ in den USA gehört? NEIN – da ist Bill Gates völlig ratlos – er geht lieber unter die Neger, so lange sie Lendenschurz tragen.

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…powerhouse — has come to define itself as orderly, rule-driven and well-engineered. It is an identity that is both an antidote to its past and a blueprint for economic success …

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Edward J. Snowden revealed the sweep of United States intelligence monitoring millions of Germans and other …“

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New York Times intelligent? – „We are only in it for the money“.

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