152 Millionen Dollar WARHOL-AUKTION für NRW bei Christies in New York

November 13, 2014

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am Donnerstag, 13. November 2014

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Meisterliche Meissener Porzellan-Malerei

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Die beiden Bilder, Triple Elvis und Four Marlons, brachten bei Christie’s in New York zusammen 151,5 Millionen Dollar (120 Millionen Euro) ein. Gehofft hatten die Händler auf 120 Millionen Dollar.

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Der erreichte Verkaufspreis ist höher als erwartet worden ist. Dabei ist davon auszugehen, dass die Erwartungen von Insiderwissen und Vorsondierungen herrühren. Es werden mehrere potente Kaufinteressenten bekannt gewesen sein, die den Preisrahmen erkennen ließen.

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Gekauft haben angeblich einerseits eine Telefon-Gesellschaft sowie ein Privatbieter im Saal. Es ist wirklich zu fragen, wieso seriöse deutsche Kritiker und Publizisten, wie Jürgen Kaube von der FAZ oder andere, die als Schranzen auf den Trittbrettern der heutigen „Wandaktien-VERMARKTERN“ mitsurfen, so ganz ohne Argumente daherkommen.

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Was soll heißen: Es geht etwas verloren, wenn industrielle Massenstücke den Eigentümer wechseln?

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Die höchsten Zuschlagpreise für großformatige Warhol-Drucke (etwa 200 mal 170 cm groß), mit ähnlichen Motiven, betrugen vor bereits mehreren Jahren 100 Millionen Dollar bzw. sogar 105 Millionen Dollar.

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Die beiden Grafiken des Lables Warhol sind großformatige Siebdrucke. Es gibt davon eine nicht genannte größere Anzahl. Es handelt sich also um Multiples mit zahlreichen gekennzeichneten identischen Blättern.

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Die Darstellung wurde aus Fotovorlagen, Situationsaufnahmen aus bekannten Hollywood-Spielfilmszenen, montiert, vergrößert und mit Maschinen produziert. Der Autor, Popartist Andy Warhol (1928 – 1987) hat bei solchen kulturindustriellen Bildwerken lediglich bei der Vorabstimmung der Druckvorlagen seine Hand im Spiel – eventuell werden die Papierdrucke vor der Einrahmung, hinter Plexiglas, vom Autor handsigniert, datiert und numeriert (das machen oft die Agenten und Händler eigenständig).

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Man sollte wissen, dass die Warhol’sche Popart-Kunst-Konzeption ursprünglich die niedrigpreisige massenhafte Waren-Verpackung, ohne Rahmen, ohne Autorennamen, als reine Industrie-Verpackungsgestaltung gemacht hatte. Erst der New Yorker Kunsthandel, und Warhols Galeristen, verlangten die Galerierahmung, die Handsignatur und die Stückzahlbegrenzung und Numerierung von „Einzelstücken“ (die so gesehen konkret falsche Angaben sind).

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Die Rede in den Massenmedien, wie heute im Deutschlandfunk, von den beiden Meisterwerken von Andy Warhol, sind also anders zu verstehen. Der Name Warhol ist eine Marke, wie wenn man sich eine Waschmaschine der Marke „Bosch“ kauft und behauptet, es sei ein Meisterwerk von Werner von Siemens.

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Noch heute lassen Artmen und Kunstagenten solche „Warhols“ billig auf eigene Rechnung drucken und auf den Kunstmarkt (internationale Messen und Auktionen) bringen. Sie bringen dazu „Provenienzbeweise“, also Urkunden davon, welcher berühmte, inzwischen gestorbene Hollywood-Film-Promi, diesen Druck mal im Jahre 1968 oder 1965 von Warhol persönlich direkt aus der Werkstatt erworben haben will. Und dazu passt dann wunderbar, dass keiner weiß, wie viele Einzeldrucke, unter Umständen mit verschiedenfarbigen Kolorierungen, mal gedruckt worden sind. Es ist auch bekannt, dass diejenigen Drucker, die damals für Warhol bzw. für die Druckereien gearbeitet hatten, wo solche Warhol-Popart-Drucke hergestellt worden sind (die alten Siebe gehen doch immer noch), auch nach Warhols Tod, immer weiter in der Foto-Reproart weitere Motive hergestellt und vermarktet haben.
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Dietmar Moews meint: Kunstbewertung oder ästhetische Kritik über Warhol-Popart sind für die hier heute für 152 Millionen Dollar vermarkteten Siebdrucke nicht nötig. Es wird deutlich, dass kulturindustrielle Bilder in Handelspreis-Konkurrenz zu handwerklichen Einzelbildern (Prototypen) stehen.

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Wer kann’s malen – und was kostet es?

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Durch die am syndikalisierten Ersten West-Kunstmarkt Hochpreismarketing hoch gejazzte Handelspreise, haben wir es schlicht mit „Wandaktien“ zu tun, deren Preishaltigkeit vom Kunstsyndikat durch Auktionen wie der heutigen gefestigt wird. Das bedeutet nicht, dass irgendjemand, der einen geerbten Warholdruck zu Geld machen wollte, auch nur annähernd hohe Verkaufserlöse realisieren kann.

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Zu den beiden West-Spielbank-Warhols und der Staatskunst-Frevel-Diskussion über Kultur und Kunstpolitik, hat noch keiner der Versteigerungsgegner irgendwelche ästhetischen Werte benannt, die hier verletzt würden, wenn die Eigentümer wechseln. Wieso sollte ein Verlust entstehen, wenn Bilder, die niemand kannte, nunmehr an einer anderen Wand hängen?

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Es ist wohl plausibel, dass solche Hochpreis-Wandaktien in Staatseigentum veräußert werden müssen. Ja – sie müssen verkauft werden. Was mal für 100.000 DM angeschafft wurde und nun mit 100 Millionen bewertet wird, muss allein, weil die hohen Versicherungssummen von den staatlichen Budgets keinesfalls geleistet werden können, abgegeben werden.

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Ich war vor drei Wochen im Museum Abteiberg, gebaut von dem Architekten Hollein, der Stadt Mönchengladbach. Das sehr schön in den bebauten Berg hineingestaltete Bauwerk, Museum der sogenannten Moderne, bemüht sich auch, durch Leihausstellungen zeitgenössische Künstler zu präsentieren. Während für Neuankäufe oder Ausbau der Sammlung selbst kaum Geld vorhanden ist. Vielleicht gibt es gebildete Menschen mit guten Finanzen, die hier als „Donnators“ sich selbst die Ehre machen wollen?

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Jedenfalls hängt im Museum am Abteiberg ein „echter Warhol“. Es ist dieses Mal ein wirklich „klassischer“ Warhol – nämlich eine Cambell-Suppendosen-Verpackung, etwa 90 cm hoch und 70 cm breit. Das besondere an diesem Mönchengladbacher Warhol ist: Es handelt sich um ein handgemaltes, also ein von einer Vorlage abgepinseltes Motiv. Ein solches „Meisterwerk“ kann ein Grafiker in ca. drei Stunden ausführen. Aber – es ist ein Unikat, ein Einzelstück, eventuell eine Druckvorlage für Siebdrucke.

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Mönchengladbach hat also ein Warhol-Original an der Wand (was kaum einen interessiert). Bezogen auf die heute zugeschlagenen hohen Kaufpreise der beiden Siebdrucke der Westspielbank bei Christies, hat der Mönchengladbacher Original-Warhol einen ideell höheren Wert, als solche Drucke.

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Nun, ja – auch hier wäre der Begriff „Meisterwerk“ lediglich ein Hinweis auf Eigenhändigkeit (sollten dafür zertifizierte Urkunden – Fotokopien? – vorliegen). Denn man kann an solchen Campbell-Bildern, in welchen lediglich industrielle Ästhetik nachgebildet worden ist, keine „Meisterhand“ sehen. Es ist überhaupt keine Hand erkennbar.

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Es ist zweifellos Luftgeld, das die FED-Bank druckt und ausgibt, mit dem die Preisexplosionen allüberall erzeugt werden. Was die FED-Bank Wachstum nennt ist Betrug. Es ist ökonomisch kein Unterschied, ob man Staatsanleihen oder Rüstungsaktien oder Warhol-Wandaktien „labelt“. Es sind stets von den mächtigen Finanzherrschern anerkannten „Zahlungsmittel“: Wer schreibt, der bleibt (auch Helge Achenbach garantierte den Rückkauf für die Oldtimers – ohne zahlen zu können).

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fehlt einer

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Dem Ansehen der Kunst und der heutigen Künstler wird mit diesen Warhol-Spukgeschichten übel mitgespielt.

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DIETMAR  MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

DIETMAR MOEWS
„Mexikano“ DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Es ist nicht anders als mit Komikschauspielern, die als Prototyp-Modell für Animationen in TV-Serien verpopt werden. Sie sollten schon Meister in den Posen sein. Im Globe-Theater kann so jemand sicher nicht auf der Bühnenvorderkante vor analogem Publikum bestehen. Vielleicht reicht es in einer Fußgängerzone – ähnlich wie die billiggefakten Warhol-Dekos in Kaufhaus-Schaufenstern, wo die Sonne bleicht.

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Dietmar Moews, 4.Mai in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

Dietmar Moews, 4. Mai 2014 in der Galerie Smend Mainzer Straße 31 Köln Südstadt

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KUNST EMPÖRT – Das hat jetzt noch gefehlt: Fotokopien von Warhol

Oktober 17, 2014

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am Freitag, 17. Oktober 2014

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Was muss der intelligentere Mensch alles aushalten. Als der Immobilienhändler Bubis aus Frankfurt am Main, als Sprecher des „Zentralrates der Juden in Deutschland“, der natürlich nicht die Juden in Deutschland, sondern lediglich den rechten Flügel von überwiegend zugewanderten Juden in Deutschland und noch weniger die Auschwitz überlebenden deutschen Juden vertrat, den Schriftsteller Martin Walser angriff, sagte Alphons Silbermann (1909-2000) ehrlich erzürnt: „DIESER BUBITSCH!“ – Betonung auf ITSCH – „was redet dieser Immobilienhändler mit einem Schriftsteller!“

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Alphons Silbermann als vielfach durchs Feuer gegangener Nazi-Gejagter Kölner Jude brachte damit seine gesamte Entrüstung zum Ausdruck, was dieser „Zentralrat“ als staatlich gefütterte Käseglocke an täglichen Verbrechen an der Menschlichkeit durchzog: die zugewanderten Juden gegen die letzten überlebenden deutschen Juden.

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Und Silbermann sagte: „Die völlige Vernichtung des deutschen Judentums, die Hitler nicht geschafft hat, wird jetzt von diesen „Juden in Deutschland“ vollendet. Wenn er heute auf seinen Platz in seiner Synagoge in Köln geht, wird er mit Ringellöckchen und hebräischem Theater von Neu-Israeliten aus Polen und Russland aufgezogen“.

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Alphons Silbermann erhielt als deutscher Jude in seiner Heimatstadt Köln und von seinem Land Nordrhein-Westfalen spät, aber immerhin, Rehabilitation.

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Silbermann erhielt eine Altersversorgung, die einem normalen Werdegang als Staatsanwalt oder Professor entsprach (während Silbermann, der als eminenter Soziologe mit Weltgeltung, aus eigener Kraft, noch mit über 50 zum ordentlichen Professor der Universität zu Köln wurde. Und so war er es vorher längst in Lausanne, in Paris an der Sorbonne, in Bordeaux und viele viele Jahre unterbezahlt in Köln).

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Und Prof. Dr. jur. Emeritus Alphons Silbermann – er verzichtete auf die „Staatsanwaltspension“, die er mit dem eigenen Emeritus ablösen konnte. Eine unglaubliche Lebensleistung, die in der genialen Besonderheit nicht als Vergleich heranzuziehen ist, die aber dem Silbermann als jüdischem Zeugen von Köln nun wirklich Kompetenz und Legitimation gab, den „Zentralrat von Bubitsch“, heute Graumann, objektiv einzuordnen. Und um es unmissverständlich auszudrücken:

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Alphons Silbermann hielt die Begehrlichkeit dieser vom deutschen Staat und den Medien in Deutschland gepäppelten „Juden in Deutschland“ und die Politik Israels, die mit orthodoxen Wertsetzungen alle Vorurteile des traditionellen Antisemitismus bestätigen, für ein großes Übel, zu Lasten des deutschen Judentums. Ein Übel für ein liberales, aufgeklärtes deutsches Judentum, das anerkannt und respektiert werden möchte.

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Silbermann publizierte soziologische Bestseller: „Verwandlungen“, „Die Kunst der Arschkriecherei“ – seine „Knigge-Paraphrase“, nicht zuletzt wichtige Wirklichkeits-Soziologie zum Thema „Antisemitismus“, „Stereotyp“, „Vorurteile“, „Latenter Antisemitismus“, „Erinnern und Vergessen“, Mitautor eines der auflagenstärksten, in viele Sprachen der Welt übersetzten „Lexikon der Soziologie“ sowie längjährig, zusammen mit René König, Herausgeber der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie . Und er war Autor einer systematischen empirischen „Kunstsoziologie“ – vom Besten und Feinsten – noch heute die Maßstäbe für dieses empirische Arbeitsfeld setzend..

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Und Silbermanns Freund, der Maler Georg Meistermann, langjähriger Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes, hatte Insiderwissen für den Soziologen von der Quelle der kulturindustriellen Machtpolitik in Deutschland geliefert, dass sich der Laie nur wundert. Während der Fachmann staunt.

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Dietmar Moews hat als Maler und Soziologe der Organisation der Kunst in Deutschland in freundschaftlichem Soziologendisput mit Alphons Silbermann die Folgen der Kulturindustrie ausdifferenziert. Dabei kam weit mehr heraus, als das dümmliche ADORNO/HORKHEIMER „Dialektik der Aufklärung“, wonach der aufklärerische Fortschritt die Welt vernichte – noch immer sind wir da.

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Und so komme ich jetzt zu dem Scheinthema: Eine staatliche Spielcasino „Westspiel“, die dem Land NRW zugehört, will landeseigene Warhol-Bilder versteigern lassen und zu Geld machen bzw. der staatliche Halter „Portigon“ muss Wertgegenstände zum Zwecke der Schuldenablösung versilbern.

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NRW soll Bilderverkauf stoppen. STREIT Bundesregierung protestiert gegen geplante Versteigerung von Warhol-Werken – Auch Kulturrat empört“, so titelt heute der Kölner Stadt-Anzeiger.

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Dietmar Moews meint: Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), hat heute erklärt: Der Verkauf entspricht der finanziellen Situation von NRW – und die Warhol-Bilder werden nicht zu den „schützenswerten Kulturgütern“ gezählt.

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Ich stimme dem Land NRW und der Frau zu:

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Es handelt sich bei Warhol um „Multiples“, eines Unikat-Wertes wie eine Fotokopie. Wir kennen es vom digitalen File-Sharing, dass zwischen Originalen und Kopien keinerlei qualitativ-ästhetischen Unterschiede vorhanden sind.

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Bei Warhol kommt nun Warhols eigene Definitionen der Warhol-Popart hinzu:

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Warhol postulierte Popart als solche Designprodukte, die massenhaft industriell, ungekennzeichnet, standardisiert hergestellt und auch wieder vernichtet werden: Sie gehören nicht in Rahmen, werden nicht signiert und nicht numeriert (wie sogenannte Kunstgrafik-Händler es gerne tun, um Wert durch Knappheit vorzutäuschen).

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Der West-Kunsthandel der 1960er- 1970er Jahre in New York wehrte sich ursprünglich gegen Warhols Marketing-Popart, weil es sich dabei um definitiv „wertloses Zeug“ handelte – kurz: Man tat die Werbegrafik in Glasrahmen und stapelte „Brillo Boxes“ auf weiße Sockel, numerierte sie, schrieb oder druckte Signatur eines Künstlers „WARHOL“ drauf usw.

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Und nun – folgerichtig – verlangt der Syndikat-West-Kunsthandel, der die Warhol-Briefmarken in allen Knallfarben im Keller selbst herstellen kann, dass gefälligst das Land NRW für diese private Gelddruckmaschinerie die „Staatliche Bezeugung“ für höchste schützenswerte KUNST – und KULTUR ins Museum steckt und staatlich als Hochkunst bezeugt, an statt das Zeug zu verkloppen.

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Ich sage nur: Hau weg die Kacke. Warhol ist kein Lagerbier. Man schmeißt es in den Müll, wenns im Wege ist (oder verkauft es). Und man kann jederzeit einen Warhol aus einem Katalog der alljährlichen ART COLOGNE heraus fotokopieren und bis zu A 0, aber auch in Übergrößen, farbig ausdrucken.

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Der Deutsche Kulturrat, der permanent die Kunstschaffenden zugunsten der Kulturindustrie verrät, ebenso der Deutsche Kunstrat, die sollen jetzt mal begründen, was ihrer Ansicht nach der Wert von den besagten Warhol-Foto-Repros ist oder sein soll?

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Dieser Kulturindustrie-Kulturrat ist Schuld, dass Nichtkünstler, als Salonpersonnage, die Kunstorganisation in Deutschland an sich bringen konnten, während die echten Künstler entmündigt werden.

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Für jeden Maler, der den Pinsel halten kann, wird hier die Schamgrenze überschritten, dass die subalterne Salonpersonnage als „Königsmacher“ die Macht über Kunstwert durchsetzt.

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Was hat denn die Bundesregierung oder diese lachhafte Frau Grütter, Kulturstaatsministerin bei Merkel, für Geheimwissen und Zauberkräfte, hier gegen die „WESTSPIEL“ in die Bütt zu treten? – RAUSSCHMEIßEN! Unverzüglich.

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Ich habe nichts gegen Leute, die sich vergrößerte Fotos an die Wand hängen. Sollen sie sich doch von mir, als Augenmensch, unterscheidbar machen. Ich bin hervorragender Maler, nicht nur Fotokopist mit Siebdruckwerkstatt.

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Grafik zum Weltjudentum in der Jüdischen Allgemeinen

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