Schoki-Test mit bittersüß & edelweiße weiße Karamell-Schokolade

Januar 13, 2018
Lichtgeschwindigkeit 6762

Vom Sonntag, 14. Januar 2018

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Dietmar Moews meint:

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Wie war zu Cölln es doch vordem

mit Heinzelmännchen so bequem!

Denn, war man faul, man legte sich

hin auf die Bank und pflegte sich.

Da kamen bei Nacht,

eh‘ man es gedacht,

die Männlein und schwärmten

und klappten und lärmten

und rupften und zupften

und hüpften und trabten

und putzten und schabten

und eh ein Faulpelz noch erwacht,

war all‘ sein Tagewerk

bereits gemacht! …“

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(August Kopisch, 1799 -1853; „Die Heinzelmännchen zu Köln“)

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Ich probierte eine düsseldorfer weiße Karamell-Schokolade, die von der Chocolaterie bittersüß & edelweiße, Lorettastraße 41, 40119 Düsseldorf direkt im Laden oder per Abo-Post vertrieben und mit viel Liebe, als deutsches Produkt, von Kathrin Lohaus, Konditormeisterin und Chocolatier, Mitglied der Handwerkskammer Düsseldorf, handgeschöpft wird.

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Kurz vorab: Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine weiße Schokolade, eigentlich nicht so angenehm. Ich bevorzuge pure feine Bean to Bar Vollmilchschokolade. Diese bittersüß & edelweiße-Sorte Karamell habe ich bislang nicht getestet und in der Lichtgeschwindigkeit vorgestellt. Die 100 g Tafel ist massiv und äußerlich fein. Sie ist nicht Bean to Bar hergestellt und auch nicht spitze. Die normalformatige Tafel schmeckt nicht nach Kakao, während sie aber keineswegs alt oder unfrisch wirkt. Die Konsistenz und der Schmelz überzeugen eigentlich nicht – wenngleich sie treffend, nicht zu süß ist. Sie ist sehr fett, im Mund klebend. Angegeben sind die Gewichtsanteile der Kakaobutter bzw. Fettbeigabe nicht. Nimmt man an, dass hier Chocolatier-üblich der größte Zutatenanteil zuerst genannt wird, ist das der Zucker, der nicht näher bezeichnet vermutlich normaler Haushaltszucker sein wird, nicht der hochkarätige Rohrohrzucker, sondern einfach „Zucker“. Vanille-Aroma ist wie Emulgator aus Sojalecithin hier überhaupt keine Verfeinerung. Welche Rolle der Emulgator dabei spielen soll ist unverständlich – Kakaobutter ist bereits geschieden, Kakaobutter und Zucker verbinden sich freiwillig, ohne Emulgator. Als Vollmilchpulveranteil werden auf dem Etikett 22 Prozent angegeben – das ist mit Zucker, Karamell, Kakaobutter, Milchpulver, eine ziemliche Süßigkeit. Aroma würde man vermutlich erst wahrnehmen können, wenn es in der Geschmacksmischung fehlen würde. Es kann der Abrundung dienen – zumindest dem Textaufdruck entsprechend – aber geschmeckt habe ich Vanille nicht. Oder anders gesagt: Diese zusätzliche Geschmacks-Komponente hat mir nicht gefehlt. Es dominiert der angesagte Karamellgeschmack, um den es ja auch geht. Je wie hart karamelliert worden ist, entsteht scharfer oder – wie hier – angenehmer weicher Karamellgeschmack, der ganz nach dem abschmeckenden Chocolatier einen Salzakzent braucht (der nicht angegeben, aber wichtig zu schmecken ist).

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Insgesamt gebe ich dafür zusammenfassend eine bildliche Wertung von zwei von sechs Kakaobohnen – je nach dem, ob der besondere Fettgeghalt und der Süßegrad anspricht oder nicht, vielleicht nur eine Kakaobohne, wenn man sich für Fair-Trade, Bio-Lables und andere Aspekte, wie EMULGATOR-Verwendung in Soja-Lecithin, aussprechen möchte.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung im flachen Standard-Format enthält die Schokoladentafel mit einem (Ritter-Sport-)Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist glatt. Sie duftet organisch ansprechend nach Karamell. Die Konsistenz ist etwas weich-fett, aber entsprechend weich-knackig, dass man keinen sauberen Abbruch hat. Man beißt ab und lutscht – ein süßes Erlebnis ist das Gemische auf dem sonst oft faden Kunstmarkt in dem Sinn, dass ein déjà su erscheint, welches zwischen STORCK Riesen-Sahnebonbon und der früheren IKEA-Karamell-Ladung, Marabou, schwankt, je nach Biografie des Assozianten.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von bittersüß & edelweiße eine schicke, nicht luftdichte Zellufan-Papierhülle, für den baldigen Verzehr gemacht und frisch genug. Innen ist die Schokolade nicht extra eingeschlagen, außen findet sich eine packpapierfarbene Bauchbinde mit Aufkleber, mit einigen Angaben, ohne Herstellungsdatum. Der Kaufpreis der hier getesteten Karamell ist aus dem Internetzauftritt von Kathrin Lohaus nicht ersichtlich.

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http://www.bittersuess-edelweiss.de

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Kathrin Lohaus teilt auf der Website mit:

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„Schon in Kindertagen habe ich viel Zeit zusammen mit meinem Opi in der Küche verbracht. Als gelernter Bäcker zeigte er mir Kniffe & Tricks, wir probierten neue Rezepte aus und hielten an alt bewährtem fest. Nach meiner Ausbildung zur Konditorin (ich hatte großes Glück in einem sehr klassischen Betrieb in Münster viel, auch über Schokolade, lernen zu dürfen, schloss meine Ausbildung recht gut ab und bekam dafür ein Stipendium) legte ich die Meisterprüfung zur Konditorin an der Handwerkskammer zu Köln ab. Die Leidenschaft für Schoki blieb (ich wurde 2. bei den German Chocolate Masters 2014) und in einen “normalen” Betrieb “passte” ich nicht mehr hinein: Ich wollte meine eigenen Ideen umsetzen und meinen Traum verwirklichen. Also gründete ich 2014 die Chocolaterie bittersüß&edelweiß und finde es bis heute unglaublich schön unsere Kunden immer wieder mit neuen Schoki-Kreationen überraschen zu können. Das dies genau der richtige Weg war, zeigt die Auszeichnung “Düsseldorfer Unternehmerin des Jahres im Handwerk 2017.”
Unser Motto lautet: “Das Leben ist zu kurz für schlechte Schokolade,” also viel Freude beim Genießen.

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Diese Herstellerin wird bei Georg Bernardini – der BEAN to BAR-Schokoladen referiert – in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt.

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Gewichts-Inhaltsangaben werden nicht dem Gebinde beigegeben. Nährwertanalyse und Kalorien, wie sonst üblich, finden sich nirgends angegeben.

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ATTENTION: Diese bittersüß & edelweiße-Sorte Karamell ist nicht BIO! Diese bittersüß & edelweiße-Sorte Karamell ist nicht Fair Trade. Sie ist auch nicht Sans OGM (GMO) bedeutet, das Schleimmittel lecithine de soja ist nicht aus genmanipuliertem (GENETICALLY MODIFIED ORGANISM) Patentsoja bezogen. ABER was ist mit dem Rest der Rohstoffe!!

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OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich mit genmanipulierten bzw. agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker (welche Art Zucker?), zu tun.

 

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade (ohne den Kostpreis zu kennen). Denn sie ist als frische handgemachte Süßigkeit, wer gerne Karamell isst, eine gute Zubereitung, zwar ziemlich fett, aber dezent süß.

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FINE E COMPATTO

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Heinzelmännchen von Köln und Heinzelmännchenbrunnen

Januar 13, 2018
Lichtgeschwindigkeit 6761

Vom Sonntag, 14. Januar 2018
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Dr. Dietmar Moews und Prof. Alphons Silbermann in Köln

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Jeder Mensch hat schon mal von den Heinzelmännchen gehört. Viele Kinder und manch ein DDR-Mensch, die die Geschichten von Heinzelmännchen kennen, wissen aber nicht, dass es dabei um die, auch sogenannten, „HEINZELMÄNNCHEN VON CÖLLN“ sich handelt. Und Cölln ist dabei die schöne zweitausend Jahre alte Römerstadt am Niederrhein, die heute Köln am Rhein heißt:

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„Wie war zu Cölln es doch vordem

mit Heinzelmännchen so bequem!

Denn, war man faul, man legte sich

hin auf die Bank und pflegte sich.

Da kamen bei Nacht,

eh‘ man es gedacht,

die Männlein und schwärmten

und klappten und lärmten

und rupften und zupften

und hüpften und trabten

und putzten und schabten

und eh ein Faulpelz noch erwacht,

war all‘ sein Tagewerk

bereits gemacht! …“

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Dietmar Moews meint: Das Gedicht ist von einem Maler und Dichter, August Kopisch (* 26. Mai 1799 in Breslau; † 6. Februar 1853 in Berlin). Es heißt – na, wie wohl?

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„Die Heinzelmännchen zu Cölln“

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Die Kölner an sich, die gerne leben gelassen werden, tun das um den Preis, selbst andere auch leben zu lassen – selbst wenn ein Dichter aus Kölnern Faulpelze macht.

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In der Innenstadt, in Domnähe, findet sich traditionell „FRÜH’s BRAUHAUS“, wo es die weltbekannten Köbesse gibt, lustige, zuvorkommende, undezente, und gesprächige Kellner, die immer eine besondere Atmosphäre erzeugen – bei FRÜH wird man nicht in Ruhe gelassen. Aber man kann anständig warm essen – bis spät (bei FRÜH) – es ist bezahlbar und es gibt Kölsch, bis man das Glas zudeckelt, vom aufmerksamen Köbes unaufgefordert nachserviert.

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Ich hatte heute „Königsberger Klopse“, die in der Speisekarte mit Reis aufgerufen waren, anstandslos mit Salzkartoffeln gewünscht und bekommen. Dazu gab es einen gemischten zerkleinerten gutmundenden Salatblätter-Salat mit Essig-Öl-Sauce. Doch es enthielt die sehr gelungene Lieferung der zwei Klopse mit Kartoffeln viel zu wenig Sauce und Kapern. Ganz freundlich wurde auf Bitten eine üppige Saucerine mit der begehrten Kapernnsauce vom Köbes zusätzlich aufgetragen. Und es wurde ein schöner Schmaus.

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Jedenfalls ist das FRÜH – so lange ich Köln kenne, da – und verlässlich angesehen. Während es am Freisitz der FRÜH, zum Dom-Roncalliplatz hin, wo auch der große alljährliche Weihnachtsmarkt und der größte Weihnachtstannen-Baum am Hof gibt, eben tatsächlich einen figürlichen HEINZELMÄNNCHEN-BRUNNEN aus Sandstein hat, der seit 1899 zum Brauhaus Früh am Dom gehört.

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Der Brunnen war im Laufe der Jahre sanierungsbedürftig geworden. Und das FRÜH betreibt bei jeder Gelegenheit Erlöse aus Weihnachtsbuden und Sonderaktionen zu Gunsten des Brunnens. Seit dem Jahr 2017 wird jetzt dieser Kölner Brunnen, mit allen Heinzelmännchen-Figuren auf FRÜH’s Kosten in vollem Umfang restauriert und saniert.

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Und dazu gibt es noch eine wahre Geschichte, die ich FRÜH’s BRAUHAUS POST Ausgabe 07 / Oktober 2017 entnehme:

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„Die Sage der Kölner Heinzelmännchen erzählt im Weiteren von einer fleißigen Horde kleiner Heinzelmännchen, die im alten Köln jede Nacht in die Häuser und Läden der schlafenden Menschen kamen, um dort ungesehen deren tägliche Arbeit zu verrichten. Sie nähten, backten, sägten und putzten für die Bürger, die jeden Morgen zu getaner Arbeit aufwachten und somit ein recht gemütliches Leben führten. Einzig die Frau des Schneiders wurde mit der Zeit neugierig, wer sich da wohl nachts Zutritt in die Häuser der Menschen verschafft. Eines Abends ersann sie einen Plan, wie sie die helfenden Eindringlinge überraschen und endlich einmal zu Gesicht bekommen könnte: Sie verstreute getrocknete Erbsen in ihrem Haus bevor sie zu Bett ging. Die Heinzelmännchen kamen wie erwartet nachts ins Haus und rutschten auf den Erbsen aus. Vom Lärm ihrer Stürze wurde die Schneidersfrau geweckt und eilte aus dem Bett, um einen Blick auf die armen Heinzelmännchen zu werfen. Enttarnt und gedemütigt flüchteten diese aus dem Haus des Schneiders und halfen seitdem nie wieder einem Menschen bei seiner Arbeit. Die Kölner mussten von diesem Tage an ihr gemütlich-faules Leben aufgeben und wieder ihre Arbeit selbst erledigen. Wat willste mache.

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FINE E COMPATTO

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