Komintern 100 Jahre und Kominform sind die Weltpartei aus Moskau

April 12, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9122

am Samstag, den 13. April 2019

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Täglich fallen mir Russenfreunde auf, die nicht so viel Dostojewskij lesen, nicht so viel Lenin und Stalin lesen, die viele blaue MEW-Bände geerbt haben, wo ihre kommunistischen Vorfahren mit Buntstiften und Lineal in den Vorworten des Instituts für Marxismus und Leninismus aus Leipzig, die wichtigen Kernsätze unterstrichen haben. Ich habe etwa 70 solcher Bände, hauptsächlich in den 1990er Jahren aus Ostberliner Bücherbergen billig kaufen können – etwa 45 Marx/Engels (MEW), mehrere Fassungen älterer, fühester DDR-Ausgaben, dazu Lenin und Stalin-Hardcover – nichts gegen meine neuen sauteueren MEGA-Ausgaben vom Akademie Verlag. Und mit professionellem Blick in die Bindungen wird bestätigt, was mir in vielen Gesprächen klar gemacht worden war:

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Wer liest das denn? Das ist doch völlig abgeharkt. Das weiß doch jeder.

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Diese Originalüberlieferungen aus der DDR, jedenfalls, sind alle weitestgehend unberührt – bis auf die teils angestrichenen Vorworte, hat die niemand je durchgeblättert, geschweige denn gelesen.

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Ich habe zur Sicherung meiner Kritik an der Marxschen Mehrwerttheorie und zum Beweis, dass Marx Künstler und Kreativität in seiner angeblichen Wertschöpfungskette vergaß anzusetzen. Marx‘ „Mehrwert“ entspricht der unbezahlten Kreativität, der Patente und Produktideen. Marx kommt zu seinem Profit, der als Ausbeutung der Arbeitskraft bedeutet wird, indem der die Erfinder nicht in den Kostenansatz einführte. Marx redet von Mehrwert, oder Ausbeutung oder Profit, während er einfach nur die unbezahlte Idee, das Patent, die Kreativität ausbeutet..

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Man hat zwar mit Schumpeter die Superidee aufleuchten lassen, dass in Marxens Mehrwerttheorie ein Kostenansatz für den Unternehmer fehle – aber auch der österreichische Retter der liberalistischen Freibeuter hat nicht begriffen, dass seine Unternehmer die Kreativität als Kosten kalkulieren müssen, wenn sie wissen wollen, was eine Produktion kostet. Hinten dran ganz leise kommt dann noch Alfred Sohn-Rethel, der Marx und Schumpeter meinte, integrieren zu können – die ausgebeutete Kreativität erkannte aber Sohn-Rethel überhaupt auch nicht.

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Kurz – MARX als zynischer Enterber der Kreativität, der Ideenschöpfer, die Erfinder, dem nichts anderes eingefallen war als „SKILL“ der Werktätigen, denen während der Arbeit kleine Geschicklichkeiten zur Arbeitsverbesserung und -erleichterung (kostenlos) in die Produktion einbringen.

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Nun war weder Marx ein großer Denker, noch ein Arbeitsmann. Seine große Lebensleistung war die Zeugung etlicher Kinder mit mehreren Frauen und die Hämorrhoiden vom Dauersitzen in der Bücherei, wo er seine steinzeitliche CUT&PASTE Textarbeit zusammenschrieb.

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Arthur Koestler

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neues deutschland Seite 14, am 12. April 2019 von Karlen Vesper:

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„Wanderausstellung – Komintern internierte

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Hierzulande kaum beachtet, jährte sich jüngst der 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Internationale, die knapp ein Vierteljahrhundert revolutionäre Kämpfe weltweit, in Nord und Süd, Ost und West bestärkte und beeinflusste und der Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Es ist letztlich nicht gelungen. Dass sich die in die Komintern gesetzten Hoffnungen global nicht erfüllten, war unter anderem ihrer Instrumentalisierung durch Stalin zur Etablierung und Fundierung seiner Allmacht verschuldet, blutiger Aderlass inklusive. Dies verdeutlicht eine mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom Berliner Historiker Wladislaw Hedeler und dem Moskauer Geschichtsprofessor Alexander Vatlin kuratierte Wanderausstellung, die zum Jubiläum zunächst in Moskau einem internationalen Publikum gezeigt wurde.

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Die Idee zu einem neuen Verbund linker Kräfte reifte angesichts des Bankrotts der II. Internationale im Ersten Weltkrieg. Ein von Lenin am „Heiligen Abend“ 1918 redigierter Aufruf zum Aufbruch an „die Kommunisten aller Länder“, namentlich an 15 Parteien, wurde am 25. dezember in der „Prawda“ veröffentlicht, wie die Exposition eingangs informiert. Auf der zweiten Tafel liest man: „Dass die zahl und das politische gewicht seiner Gleichgesinnten im Ausland kaum ins Gewicht fiel, beunruhigte Lenin damals nicht. … und von Rosa Luxemburg, die vor einer russisch dominierten Komintern warnte …

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Der Franzose Jacques Sadoul hingegen, 1918 Verfasser der enthusiastischen Broschüre „Vive La République des Soviets!“, wandte sich später vom Kommunismus ab. …

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Zu den bekanntesten Opfern Stalins aus der Gründergarde zähöen der KI-Vorsitzende Grigori Sinowjew, den der Kremlchef als rivalen ansah und 1936 in einem Schauprozess zum Tode verurteilen ließ, Hugo Eberlein, der sich im Auftrag der KPD beim Gründungsbeschluss der Stimme enthielt und 1941 in Moskau erschossen wurde, sowie der Schweizer Fritz Platten, rühriges EKKI-Mitglied, 1942 im Gulag ermordet. Nach einem Blick auf die vielfältigen Aktivitäten der 1943 auf Stalins Geheiß aufgelösten Komintern wird resümiert: „Ihr Beitrag zum gesellschaftlichen und geistigen Leben vieler europäischer Staaten im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts ist unbestreitbar.“

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„Die Ausstellung „Die Weltpartei aus Moskau“ wird am 12.4. auf einer internationalen Konferenz über die Komintern in den Räumen der Hellen Panke präsentiert (16 Uhr, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin).

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Dietmar Moews meint: Verschwiegen, man muss sagen „VERTUSCHT“ wird die von Stalin nach Auflösung der Komintern, die Verkündung der KOMINFORM an die Moskauer STALIN-Sateliten im Jahr – offizielle Gründung der KOMINFORM am 27. September 1947.

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Während KOMINTERN die Linie schulmäßig angezettelt hatte, dass jedes Volk resp. jeder Staat seinen eigenen (nationalen) internationalen Kommunismus entfalten sollte. Das brach STALIN gewaltsam ab und verfügte mit KOMINFORM die Gewaltlinie, dass sofort die KOMINTERN-Aufbauarbeit abzubrechen sei und fortan (ab 1937) über die Auslegung des Kommunismus‘ von STALIN aus Moskau INFORMIERT wurde: KOMINFORM. In dieser Situation brach für viele nichtrussische Kommunisten (z. B. die Gruppe Ulbricht in Berlin oder TITO in Belgrad) eine gravierende Situation an, nämlich sich STALIN zu unterwerfen oder auf Distanz zu gehen, wie es TITO mit Jugoslawien dann entschied.

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Was ich wirklich völlig schräg vom neuen deutschland finde, ist die KOMINTERN (die Lenin in Moskau 1918 ausrief) nicht ganz klar ab 1924 bis 1937 als eine totalitäre Machenschaft STALINS war. Und alsdann KOMINTERN von Stalin zu KOMINFORM umgetauft wurde, und diese hegemoniale Positionierung wurde bis in den letzten Winkel des von Moskau bestimmten (späteren) Warschauer Pakts sowjetisch durchgesetzt.

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Wenn diese Ausstellung jetzt behauptet: „…revolutionäre Kräfte ein Vierteljahrhundert weltweit in Ost und WEST, Nord und Süd …“, möchte ich doch reklamieren:

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Dieses stalinistische KOMINTERN-Vierteljahrhundert deckt sich nun konkret zeitlich und räumlich mit dem HITLERISMUS – für wie genieverdächtig mit sich selbst gehen denn diese heutigen REVISIONISTEN Stalins mit ihrer Ausstellung „Die Weltpartei…“ um?

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Welche Maulwürfe im heutigen PANKOW machen diesen Unfug – der dann auch noch im neuen deutschland landet?

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(Ich habe dort von 2008 bis 2012 gelebt – das war nicht schön am Majakowskiring – wo mein Großonkel Theodor Großmann in den 1950er Jahren seine Panke-Landschaften in Ölfarben malte).

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INES GEIPEL >Umkämpfte Zone< Woher kommt die Wut im Osten

März 3, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8985

am Montag, den 4. März 2019

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Heute meine Buchempfehlung: KAUFEN-LESEN-WEITERERZÄHLEN – es werden die wirklichen Abenteuer von heute bezeugt:

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Fremdenfeindlichkeit und Hass auf „den Staat“:

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Was ist von der Radikalisierung im Osten Deutschlands zu halten – Schweigegebote nach dem Ende der NS-Zeit, der Geschichtsklitterung der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit, Verdrängung und Verleugnung prägen die deutsche Gesellschaft bis ins Private hinein.

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Ines Geipel, die im DDR-Sport geschundene Meister-Leichtathletin und Tochter eines DDR-Terror-Spions, berichtet aus der Sicht einer Hochbegabten.

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Ines Geipel hat kaum Aussicht auf Verständnis oder Wirkung mit ihren Schriften, obwohl die Schwerinvaliden des DDR-Dopings Ines Geipel Hilfe verdanken (wir fragen nicht nach den Doping-Opfern der UDSSR – Florence Griffith-Joyner und Carl Lewis dopten auf eigene Rechnung). Man findet aber den herzzerreißenden Durchgriff auf den „Weltroman“ „Nackt unter Wölfen“.

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Das neueste Buch von Ines Geipel, UMKÄMPFTE ZONE, ist erneut ein Läuterungsschritt, für alle Gutmenschen, geeignet sozio-kulturelle Hoffnung zu konstituieren.

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Ich zitiere aus UMKÄMPFTE ZONE (277 Seiten), ohne das Buch insgesamt vorzustellen, ohne es zu kritisieren, ohne die einzelnen historischen Darlegungen oder Konkludenz oder Ausblendungen zu bemängeln; Geipels Buch ist eine stilistisch beachtlich innovative, auktoriale Sozialdarstellung mit konkreten empirischen Rollen, auch aus dem engen Kreis ihrer Familie (außer: Hannah Arendt war Korrespondentin für THE NEW YORKER in Nürnberg bei dem Nürnberger Prozess der Alliierten gegen die Hauptkriegsverbrecher; das war 1945-1946, nicht erst 1949):

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UMKÄMPFTE ZONE, Mein Bruder, der Osten und der Hass; 277 Seiten bei Klett-Cotta 2019; S. 58-72:

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„Das Ding mit den Zetteln. Zettel eins: Ulbricht und seine diversen Initiativgruppen, die im Land für „Ordnung“ sorgten. Zettel zwei: Buchenwald als der antifaschistische Urstoff. Ein Wort, das automatisch Wuchtringe schlägt. Es geht um einiges. Buchenwald, das sich wie ein Massiv in die Familienarchive des Ostens schieben wird. Buchenwald, der Staatsmythos, die eigentliche Gründungsszene des Ostens, das gemachte Herz seiner Kollektividentität. Für diesen Ort müsste es viele Zettel geben. Dabei war Buchenwald zunächst vor allem eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden, in dem zwischen 1937 und April 1945 annähernd 266.000 Menschen inhaftiert waren. In keinem anderen Konzentrationslager hatte sich der kommunistische Widerstand so „außergewöhnlich effektiv“ organisieren können wie auf dem Ettersberg oberhalb von Weimar. Das Kammergebäude, das Büro der Arbeitsstatistik und das Lazarett standen ab 1942 unter der Kontrolle roter Funktionshäftlinge. Es waren Schlüsselstellungen innerhalb einer Zwangsgemeinschaft, die über Leben und Tod entschieden: Von den 56.000 Häftlingen, die in Buchenwald zu Tode kamen, waren 72 deutsche Kommunisten. Als das Lager befreit wurde, zeigten sich die eintreffenden US-Geheimdienstler irritiert darüber, einer speziellen Gruppe deutscher Kommunisten gegenüberzustehen, die „wie wohlhabende Geschäftsleute“ aussahen. Die Rede war von „selbsternannten Aristokraten“.

72 von 56.000? kann das sein? Meine Augen laufen irritiert zwischen den beiden Zahlen hin und her. Wie kommt eine solche Zahl zustande? Mein Blick geht zurück. Ich sehe eine 14-Jährige mit Stoppelschnitt über das riesige Lagergelände stolpern. Es ist das Jahr 1974, und Buchenwald Programm. Noch eine Stunde und auf dem Appellplatz werden wir den Schwur sprechen, der uns zu Staatsbürgern der DDR macht. Es würde um Treue, um Kampf, Revolution und Ideale, um uns als „wahre Patrioten“ gehen. Die Bilder der Lager-Doku, der Jugendweiheschwur, das graue, hilflose Zusammenstehen oben zwischen den SS-Kasernen, unser gemeinsames Frösteln. Ein Akt ohne Widerrede. Sieben Jahre später stand auch Robby* da. Wie ist es ihm ergangen? Hat er auch so gebibbert wie wir?

*(A. D. M Robby war der sechs Jahre jüngere Bruder der Autorin, der im Januar 2018 nach einem eiligen Gehirnkrebs in Dresden sterben musste).

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Buchenwald. Die Wand, der Block, an dem sich Gut und Böse trennten. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, hieß es. Buchenwald und seine verletzten, gequälten Körper, die wir Jugendweihler verstanden, ohne dass wir hätten sagen können, warum. Wieso bin ich später immer wieder da hingefahren? Was wollte ich da? Was war es, was mich an diesem Ort beschäftigte? Das Lager? Die große Umschreibung? Von der ich nichts wissen konnte? Von der bis auf den inneren Parteiclan niemand etwas wusste? denn bei allen Verdiensten, darunter auch dem, in den letzten Tagen des Lagers die Evakuierung von Zehntausenden Juden verzögert und damit viele Leben gerettet zu haben, geriet das kommunistische Lagernetzwerk mit der Befreiung von Buchenwald unter den Akutverdacht, aktiv in die Verbrechen der Nazis involviert gewesen zu sein. Die Anwürfe waren gravierend und zielten auf strafrechtlich relevanten Mord als ein innerhalb des Lagers systematisiertes Disziplinierungsprinzip, auf Machtgier und Nutznießerei. Das erste alliierte KZ-Dossier, veröffentlicht am 24. April 1945, hielt denn auch konsterniert fest: „Der Bericht schildert, wie die Häftlinge selbst einen tödlichen Terror innerhalb des Nazi-Terrors organisieren.“ Die US-Behörden fahndeten von daher nicht nur intensiv nach SS-Lagerleuten, sondern auch nach deutschen Kommunisten, die wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden sollten. Eine Kerngruppe wurde nach der Befreiung von Buchenwald für Wochen auf dem KZ-Gelände festgesetzt, da gegen sie ermittelt wurde. Einige von ihnen wurden verhaftet.

Ich erinnere mich an das Frühjahr 1994, an die mediale Aufregung um die „Geheimakte Buchenwald“ und an den Dokumentenband „Der gesäuberte Antifaschismus“, der ein halbes Jahr später erschien, um die Sensationsprotokolle wissenschaftlich einzuordnen. Ich las jedes einzelne Dokument und erinnere mich, was das in mir auslöste. Hier stimmt ja gar nichts. Was hatte man uns die ganze Zeit über im Osten erzählt? Was bedeutete das alles? Die DDR – politisch ein Staat auf Abruf, offiziell ein Land aus Kampagnen und Jubelbildern, intern ein vor dem Zusammenbruch stehendes Wackelkonstrukt aus Opfern, Tätern und Mitläufern. Das alles von Beginn an dominiert von einer Gruppe trainierter Politkader, die erbittert um die Macht kämpften und hemmungslos ihre Geschichten frisierten. Wie ging damit Hoffnung? Klar war, dass die Offenlegung der tödlichen Lagerpraxis die „kommunistische Kampfgemeinschaft“ komplett desavouiert hatte. An dieser Tatsache kamen auch die remigrierten Moskauer um Ulbricht nicht vorbei. Das bessere Deutschland mit Mördern zu starten, selbst wenn diese als Häftlinge ums blanke Überleben unter extremen Zwangsbedingungen gekämpft hatten, wäre der skeptischen, desolaten Ostgesellschaft, aber auch der Welt nicht zu vermitteln gewesen. Das Wissen war brisant, Gefahr im Verzug.

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DACHHASEN. Der Gordische Knoten des Nachkriegs und das Dickicht seiner unendlichen Geschichten. Der in seinem Sessel erstarrte Großvater. Der erhoffte Umbruch, der schnell an seine Grenzen stoßen sollte. Das betraf den Teil marodierender und mordender Sowjets, die nicht als Befreier, sondern als Eroberer durchs Land zogen und die Ostdeutschen unter Schock setzten. Das betraf die im April 1946 durchgezogene Zwangsvereinigung von Kommunisten und Sozialdemokraten, auf die hin 20.000 Sozialdemokraten ihre Arbeitsstellen verloren. 100.000 flohen in den Westen, 5.000 wurden in Lager gesperrt, 400 ermordet. Das betraf die Sonderpolitik der neuen Partei gegenüber den Nazis, die unter der Devise lief: „Wenn ihr euch uns unterordnet, werden wir euch nicht an eure Vergangenheit erinnern, die wir aber kennen.“ Anfangs waren 80 Prozent der Lehrer im Osten ehemalige Mitglieder der NSDAP, außerdem 45 Prozent der Ärzte und rund drei Viertel der Hochschulmediziner, wie Henry Leide in seinem Buch „NS-Verbrecher und Staatssicherheit“ betont.

Realitäten, die nicht sein durften, ein Osten, der zur hart umkämpften Zone wurde und eine einzige Zerreißprobe war: gebeutelt, desillusioniert, provisorisch. Die beißenden Winter, die rationierten Lebensmittel. Zwei Ami-Zigaretten oder vierundvierzig Reichsmark für ein Roggenbrot. Wegen Kohlemangels musste die Mehrheit der soeben erst eröffneten Schulen wieder geschlossen werden. Die Leute trafen sich in Wärmestuben, in Volksküchen oder auf dem Schwarzmarkt. In Berlin gab es bald keine Hunde und Katzen mehr, sie wurden als Dachhasen serviert. In den Kantinen auf den Großbaustellen des Landes hockten SED-Leute, Nazis, Goldgräber, Kriminelle, Frauen und jede Menge junge Leute getrennt an den Tischen und belauerten sich. Jeder Tisch eine eigene Wahrheit, ein eigenes Schweigen. Wie die Ostdeutschen für das Neue einnehmen, wenn die Kommunisten nicht mal ihre eigene Geschichte klar kriegen?

Im Land die Not, in der neuen Partei ein verdeckt laufender brutaler Kulissenumbau. Drei Viertel deutscher Buchenwald-Kommunisten standen einem Viertel Moskau-Rückkehrer gegenüber. Eigentlich hätte das reichen müssen. Aber Pieck und Ulbricht hatten ein die Buchenwaldler schwer belastendes Notizkonvolut in der Hand, ebenfalls im Band „Der gesäuberte Antifaschismus“ dokumentiert. Sie wussten nicht nur um die Gulags und um weggesperrte Angehörige, sie wussten auch um den Buchenwald-Komplex. „Die meisten deutschen Genossen haben sich nicht gut verhalten“, heißt es da. Oder: „als Schläger betätigt, als Henkersknechte betätigt, 20 erschlagen“. Es kam zu internen Anhörungen. Die Aussagen waren eindeutig. Die Zeugen berichteten zweifelsfrei von der systematischen Abspritzpraxis im Lager, vom „Spritzerkommando“ und der „Todesspritze“, das heißt von Injektionen mit Phenol, Luft oder Krankheitserregern. Im Herbst 1946 schließlich die parteiinterne Untersuchung, bei der ehemalige Buchenwalder aussagen mussten. Das Ergebnis: Die Vorwürfe wurden fast ausnahmslos entkräftet und den Beschuldigten „hervorragende Verdienste“ im Lager bescheinigt. Trotz eindeutiger Informationen schluckte die Kommission nebst Pieck und Ulbricht das dunkle Buchenwald-Wissen. Warum? Mit diesem Coup war der harte Fraktionskampf zwischen der Moskau-Gruppe und den anfangs so selbstbewussten Buchenwaldkommunisten entschieden. Sie waren über diesen Weg in der Hand der Parteispitze, erpressbar und für die neue Moskau-Linie problemlos einzusetzen.

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PERSILSCHEINE. Aber war das Naheliegendste dieser Zeit nicht ohnedies Panik, die Panik vor dem Bodenlosen? Davor, den Verlust und das Leid nicht bewältigen zu können? Bestand nicht eine heillose Angst vor dem Zusammenbruch? In der Gesellschaft, aber auch beim Einzelnen? Was wäre aus Großvater geworden, wenn er seine Zeit in Riga hätte anschauen können? Was bedeutet Schweigen unter diesen Umständen? War es ein ungeschriebenes Gesetz, das die Macht zugesprochen bekam, ein ganzes Land zu regieren? Klar war, dass jeder von etwas anderem schwieg. Die Moskauer, die Wehrmachts-Offiziere, mein Großvater, die roten Kapos von Buchenwald.

Denn deren Geschichte war natürlich nicht aus der Welt. Die Ermittlungen liefen weiter. 1950 griff die sowjetische Militäradministration zu und verhaftete Ernst Busse, nach 1945 Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident in Thüringen, und Erich Reschke, zunächst Thüringer Polizeipräsident und dann Zuchthaus-Chef von Bautzen, zwei kommunistische Buchenwald-Spitzenkader. Beide wurden aufgrund der Aussagen von Mitgefangenen in den Gulag verschleppt. Man sah sie nie wieder. Mittlerweile war auch der Westen auf das prekäre Wissen von Buchenwald aufmerksam geworden. Im Frühjahr 1947 berichteten westdeutsche Zeitungen im Vorfeld des Dachauer Buchenwaldprozesses über das „Geheimnis von Buchenwald“. Das ab da offene Geheimnis wuchs sich zum politischen Stigma aus. Es war wie Milch, die in Wasser strömt. Der Malus träufelte, sickerte und breitete sich aus, ohne Widerstand.

Noch einmal meine Buchenwald-Touren. Noch einmal der riesige Himmel über der Ebene, die hohen, flirrenden Wolken und meine Frage, was ich eigentlich dort suchte. Warum wollte ich dahin? Wenn man auf der Autobahn von Jena gen Erfurt fuhr, sah man rechts auf der Höhe den Glockenturm von Buchenwald. Ein dominanter Punkt, eine Ikone, die in meinem Kopf längst begonnen hatte, ein dunkles Eigenleben zu führen. Vielleicht ist unser Nachgedächtnis eine Art Lagergedächtnis, das nie etwas anderes versucht hat, als rauszukommen, die eine Tür zu finden, um endlich auszusteigen?

Der Konflikt um das politische Stigma der Buchenwald-Kommunisten. Die Verstrickung, die Schuld, die nun zum neuen Feind wurde und genauso hart bekämpft wurde, wie man im Lager widerstanden hatte. Die Milch der Geschenke musste gestoppt werden. Dafür wurden Kampagnen in Szene gesetzt, Ausschüsse und Komitees gegründet, Korrespondenzen in alle Welt eröffnet, Überlebendenverbände polarisiert und Persilscheine im Sinne eines unverdächtigen Narrativs zu Buchenwald eingeholt. Jede Menge Aktionismus, mit dessen Hilfe die prekäre Achsendrehung über die Jahre sogar gelang. Auf diese Weise wurde es möglich, einen Helden-Katechismus aufzubauen, der Lagergeschichte und kommunistischen Widerstand zunehmend verklärte. Irgendwann standen die Kinder des Landes auf dem Gelände von Buchenwald. Sie froren, sie fingen an zu bibbern, sie sprachen ihren Schwur.

An der brutalen Zwangssituation im Lager kann es keinen Zweifel geben. Auch wäre es unmenschlich und historisch ohne Maß, den deutschen Kommunisten entgegenzuhalten, sie hätten sich unter dieser Zwangslage nicht retten sollen. Unerträglich und noch immer folgenreich ist jedoch, was sie daraus gemacht haben. Denn es dürfte keinen Ort in Deutschland geben, an dem sich rote und braune Gewalt-Welten so nah gekommen waren und nach 1945 derart kategorisch wieder voneinander getrennt wurden. Zumindest war Buchenwald denkbar ungeeignet, zur Zentralfeste des kommunistischen Widerstands und zum Staatsmythos zu werden. Doch genau so kam es.

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DIE GLATTE WAND. Zum Buchenwald-Komplex gehört noch der Erinnerungsbeton, der sich in den fünfziger Jahren über das Lager legte. Als Stellschraube für ein notwendiges Agreement zwischen neuer Macht und den Ostdeutschen war Buchenwald unerlässlich. Sein Symbolwert war enorm. Die Moskauer als absolute Experten in Sachen strategischer Geschichtspolitik brauchten diesen Ort. 1959 erschien der Schlüsselroman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz. Es war ein Text eines ehemaligen Buchenwald-Häftlings über den dramatischen Kampf deutscher Kommunisten um das Überleben eines jüdischen Jungen im KZ Buchenwald. Der Autor hatte die Anschuldigungen und anhaltenden Angriffe gegenüber seinen Kampfgenossen natürlich mitbekommen. Er wusste um die Degradierungen und Verhaftungen. Bruno Apitz wollte Zeugnis ablegen über einen Todesraum, über Angst und Überlebensschuld. Er musste es. Die Jahre in Buchenwald waren eine schwere Hypothek. Ihn quälte die Erfahrung, aber auch die nach Ende des Krieges erfolgte Zurückweisung der Erinnerung vor allem auch durch seine Partei. Das Rohmaterial des Manuskripts legt den Blick frei, dass und wie der Autor seinen Roman zum Zeugen seines Martyriums machen wollte. Er hatte ihn nötig, als Anwalt, zur Verteidigung des Erlittenen, als Bewältigungsraum und als Verpflichtung.

Dabei hing der Status des Zeugen in mehrerer Hinsicht immer wieder in der Luft. Zunächst war der Text gar nicht gewollt. Als Bruno Apitz sich 1954 mit seinem Stoff an die DEFA wandte, wurde er abgelehnt. Ein Jahr später bat er den Berliner Schriftstellerverband um ein Darlehen, um das Buch schreiben zu können. Auch von dort kam ein Nein. Es ging dem Autor nicht gut zu der Zeit: Er lebte praktisch mittellos, seine Ehe war geschieden, sein Körper durch die lange Haftzeit angegriffen. Allein seine Freunde und der Mitteldeutsche Verlag bestärkten ihn, an seinem Vorhaben festzuhalten. 1957 war der Roman endlich fertig. Aber was für ein Text war da entstanden? Durfte sich das Geschriebene außerhalb der Erzähl-Erlaubnis bewegen, auf die sich das rote Schweigekollektiv nach Buchenwald eingeschworen hatte? Bereits im April 1945 hatten die US-Behörden verstört festgestellt, auch das dokumentiert im „Gesäuberten Antifaschismus“, dass die vernommenen deutschen Kommunisten immer denselben stereotypen Lagerbericht ablieferten: „Wenn die Armeeuntersuchungsbeamten die Mitglieder der kommunistischen Organisation über ihre Grausamkeitsmenschen befragten, war es, als wenn sie gegen die glatte Wand rannten. Kein Kommunist gab mehr zu, als dass die kriminellen Elemente in dem Kampf um die Macht rauh behandelt wurden.“

Welchen Status spricht Bruno Apitz also seinem Textzeugen zu, der den Roman ausdrücklich als Roman verstanden wissen wollte, zugleich aber durch ihn Rehabilitation beanspruchte? Seine frühen Berichte über das reale Buchenwald sind reihenweise wortwörtlich in den Text aufgenommen worden. Auch seine Widmung nimmt direkten Bezug auf die reale Geschichte: „Ich grüße mit dem Buch unsere toten Kampfgenossen aller Nationen, die wir im Lager Buchenwald zurücklassen mussten. Sie zu ehren, gab ich vielen Gestalten des Buches ihren Namen.

Das Changieren des Autors im Hinblick auf die Realität war sicherlich ein Grund für die unermüdliche Rezeption des Buches. Die erste Auflage von 10.000 Exemplaren war über Nacht vergriffen. Anderthalb Jahre später waren bereits 200.000 Exemplare verkauft. Das Buch wurde zum Welterfolg. Kaum ein Leser, der mit ihm nicht auch sein Bild von Buchenwald geformt hätte. Doch stellt sich damit nicht umso dringlicher die Frage, wie viel Erinnerung der Roman eigentlich gestattet? Wer erzählt was und bis wohin? Existiert die „glatte Wand“ auch im Text? Und wenn ja, was geschieht vor ihr und was hinter ihr?

Mit der Fassung, die im Oktober 1957 abgeschlossen vorlag, reagierte Bruno Apitz ganz unmittelbar auf den chronischen Verdacht, der im Hinblick auf die „rote Kampfbereitschaft“ seit Ende des Krieges die Diskussion beherrschte. Bei Lichte besehen, hielt er sogar direkt auf die Anwürfe zu und baute die Romanhandlung entlang der faktischen Konfliktmasse auf. Die systematische Ermordung von Mithäftlingen durch Giftinjektionen unter Assistenz der deutschen Kommunisten wurde genauso wenig ausgespart wie die Rolle der roten Funktionshäftlinge im Hinblick auf die Transportlisten, die über Leben und Tod entschieden. Susanne Hantke, die Herausgeberin der 2014 neu edierten Ausgabe von „Nackt unter Wölfen“, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die 1957 fertig gestellte Autorenfassung erstmals freizulegen, vermutet denn auch folgerichtig: „Apitz wollte nicht nur die Erfolge politischer Funktionshäftlinge bei widerständigen Aktionen herausstellen, sondern er wollte vor allem die zwiespältige Erfahrung ihrer Ohnmacht und ihres Ausgeliefertseins bei der Verrichtung der von der SS angeordneten Tätigkeiten zu einer Erzählung verdichten.“

Damit war allerdings der heikle Grat zwischen Zwangssituation und eigenen Verbrechen von vornherein nivelliert. Nicht die diskreditierten Vorgänge wurden demnach abgewehrt, was verleugnet wurde, waren die Dimension des Mordgeschehens, die Frage nach der Eigenbeteiligung und die nach einem angemessenen Umgang damit. Die historische Wahrheit blieb in der Erstversion unausgesprochen und als tiefe Realität hinter der „Wand“ verborgen. Strafrechtlich Relevantes verschwand hinter hochemotionalisierten Textmasken. So wird in einer Schlüsselszene über den SS-Lagerarzt „Papa Berthold“ am Anfang des Romans das „Abspritzen“ eines polnischen Mithäftlings thematisiert, die systematische Abspritzpolitik der deutschen Kommunisten aber im Hinblick auf ihre polnischen Mithäftlinge bleibt strikt ausgespart. Die Szene wird somit entlastend ambivalent besetzt, die Beteiligung an den Verbrechen aber im Unerreichbaren hinter der Wand abgelegt.

So entstand ein anachronistischer Text, der aufzeigte und zugleich zudeckte. Die problematischen Szenen wurden zur Chiffre, die an die konkreten Daten der Auslöschungen im Lager und an die Großtraumata der deutschen Kommunisten im Lager heranführten. Der involvierte Leser ist auf diese Weise stets im Bilde, der nicht involvierte bleibt mit dem zensierten Buchenwaldgedächtnis außen vor. Bruno Apitz bricht das kommunistische Sprachverdikt nicht auf, sondern überlässt es dem Textzeugen, im Binnenraum des Romans durch sein System der Verweise das Unaussprechbare sprechen zu lassen.

Dieser mehrwandige Apitzsche Rettungsversuch, schon als solcher ein Zeugnis für die Schizophrenie der Situation, war dann aber nicht mal das, was das Publikum in die Hände bekam. Anfangs ungewollt, dann dem Gedächtnisfilter des Autors erlegen, musste „Nackt unter Wölfen“ nach Fertigstellung des Manuskripts noch durchs zähe DDR-Zenzurmahlwerk. Das symbolische Kapital des Romans war den SED-Oberen und der Crew der angestrengt am Mythosblock Buchenwald arbeitenden Gedächtnispolitiker mittlerweile durchaus bewusst. Ein gut ausgesteuerter Roman, der die Ostdeutschen tatsächlich erreichen konnte, wäre das Geschenk der Stunde und käme der dringend nötigen Machtsicherung der Ulbricht-Clique sehr zupass. Aber für das, was die Partei mit Buchenwald vorhatte, war einzig eine lupenreine Buchenwald-Version denkbar. „Nackt unter Wölfen“ durchlief alle nur erdenklichen Instanzen, wurde gesiebt und geschüttelt, jedweder Ambivalenz beraubt und zum populistischen Politmärchen umgeschrieben. Über die Ladentische ging letztlich eine Version im Exklusivton einer geschlossenen kommunistischen Kampfgemeinschaft aus Solidarität, Märtyrertum und Selbstbefreiung.

Ein verletztes Buch, ein verletztes Gedächtnis und ein auf sich und seine Erinnerungen zurückgeworfener Autor, der in einem Interview auf die Frage nach seinem Lektor nur noch zwei Worte parat hatte: „Walter Ulbricht!“ Dennoch oder vielleicht deshalb hatte „Nackt unter Wölfen“ spektakulären Erfolg. Das ostdeutsche Publikum nahm das Buch dankbar auf. Es wurde zur Staatsbibel. Man konnte sich durch sie in den Zustand einer solidarisch verbundenen Opfer-Gesellschaft hineinarbeiten und zu „Siegern der Geschichte“ werden, rein und erhaben, ohne jede Schulddynamik, Verstrickung oder Widerspruch.

Im September 1958 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald mit allem ideologischen Tamtam eröffnet. Ein Datum, das den kollektiven Identitätshort der DDR begründen sollte und es auch tat. Am Vorabend brachte der DDR-Rundfunk die Hörspielfassung des Romans, 1960 erschien die erste Dokumentation zu Buchenwald, gleich drauf kam das Fernsehspiel zum Stoff, 1963 lief der DEFA-Film „Nackt unter Wölfen“ in den ostdeutschen Kinos, den bis Anfang 1964 eine Million Zuschauer sahen. 1970 hielt der Roman Einzug in die Lehrpläne der DDR-Oberschulen und wurde von da an in jeder 9. Klasse gelesen.

Das Buchenwald-Staccato war Programm geworden, ein Absolutum, die Staatsdoktrin schlechthin. Eine gedächtnispolitische Hypnose, unter der Millionen Ostdeutsche DDR-loyal gemacht wurden, insbesondere, weil in ihr die seelischen Tiefenformate der postfaschistischen DDR verhandelt und in der Folge betoniert wurden. Verschweigen, wegerzählen, umdeuten, nivellieren, ausblenden, vermeiden, vergessen. Es waren Mimikry-Angebote der Macht. Das Mehrheitsbewusstsein nahm sie an. Der Druck war enorm. In dieser psychohistorischen Basisszene hat sich der Osten gleichsam konstituiert. Sie war derart unhintergehbar, dass er sich in ihr auch konservierte. Es ist seine politische Bewusstseinshaut.

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UMGRUPPIERUNGEN. Zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald brachte die ARD im April 2015 zur besten Sendezeit und für ein Millionenpublikum die Neuverfilmung von „Nackt unter Wölfen“. Der MDR, der die Neuverfilmung übernommen hatte, kündigte an, dass es sich nicht um ein Remake des einstigen DEFA-Films handeln würde, sondern ausdrücklich um eine „Neuinterpretation“. Die Produzenten erhofften sich eine „neue deutsch-deutsche Debatte über Antifaschismus“. Die Mitteldeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, die Superillu berichteten vorab von den Dreharbeiten im tschechischen Vojna. Die Sächsische Zeitung warnte: „Das Risiko ist groß, dass der MDR mit der Neuverfilmung die Erinnerungskultur seiner Zuschauer durcheinanderwirbelt oder sie vor den Kopf stößt.“ Die Rezeption des Films fiel dann stark und mehrheitlich überschwänglich aus. „Eine Revision der antifaschistischen Bibel“, schrieb die ZEIT. „Die Neuvermessung des antifaschistischen Urmeters“, mutmaßte DIE WELT.

Stefan Kolditz, der in Ostdeutschland geborene Drehbuchautor, äußerte in einem Interview, dass das Werk dazu beitragen möge, die noch immer getrennten kollektiven Gedächtnisse in Ost und West zusammenzuführen. Die Schlussszene des Films zeigt den kleinen jüdischen Jungen. Seine Hand berührt den Körper des sterbenden Kommunisten, der ihn gerettet hat. Die Conclusio des Streifens setzt auf die Engführung von jüdischer und kommunistischer Leidensgeschichte. Ein eklatanter historischer Missbrauch. Der Stand der historischen Forschung hätte es zum Zeitpunkt der Produktion durchaus hergegeben, den Buchenwald-Mythos zu destruieren. Es wurde anders entschieden.

In vielen Sequenzen folgten die Filmemacher zwar der 2014 freigelegten Erstfassung des Romans und rekonstruierten im Bild, was einst die Zwischenerinnerungen von Bruno Apitz gewesen waren: eine deutlich widersprüchlichere Lagerwelt, die ausbleibende heroische Selbstbefreiung, ein nicht allwissendes rotes Widerstandsnetz, vielmehr Angst und Willkür. Aber auch die „Neuinterpretation“ ließ ihr Narrativ an der glatten Erzählwand abprallen, die die Buchenwaler bereits 1945 aufgestellt hatten. Eine sehr eigene Generationenerzählung? Bruno Apitz wurde mitten in diesem Rezeptionsschub von Neuherausgabe, Film, Dokumentation und Biografie von seinem Biografen Lars Förster mit erstaunlicher Verve zum „Oppositionellen dreier deutscher Staaten“ umerzählt….“

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Dietmar Moews meint: Mit ihrem neuen Buch „Umkämpfte Zone“ (Clett-Cotta 2019) macht die Autorin Ines Geipel eine empirisch-angebundene Interpretation zur akuten Frage:

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Wie kommt es zu der weitreichenden rechten ostdeutschen Gemüts-Einheit?

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Geipel betont erstaunt, dass auch die heutigen Westdeutschen Schuld an Ressentiments sind, die diese rechte Grundposition im Osten stärken. Die bekannten Formen wie AfD, Pegida, Heimatschutz, Reichsbürger sind inzwischen relevante Größe in den Parlamenten geworden.

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INES GEIPEL kommt zu dem Schluss, dass alle eigenen Defizite der Ostdeutschen mit dem tief verankerten Plot gängig werden, dass die Hitlerei im Westen ihre postmoderne Formierung, auch in Geringschätzung des Ostens, entwickelt habe, kurz: Der Westen ist Schuld.

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Der Westen verursacht die rechten Orientierungen im Osten – in Zusammenwirkung mit den kommunistischen Lebenslügen à la Buchenwald und der Indianerjagd in Amerika.

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Es möchte Ines Geipel gelegentlich noch mal die Frage hochkommen, ob nicht ihre Westmoderne-Gläubigkeit – mit Büchner, Bauhaus und Beuys – nur eine ausgekochte kulturindustrielle Variante der Staatsmonopolpropaganda-Schublade ist, die bei Machiavelli begann und nicht bei Stalin oder Ulbricht und nicht bei Kohl endet; sie hat den Westen als „umkämpfte Zone“ noch nicht verstanden.

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(S. 82)“Eine Generation, die durch Hitler sozialisiert und zwischen Ruinen groß wurde, die nur tote, abwesende oder orientierungslose Eltern kannte, unglaubwürdige Lehrer, den Sturz aller Instanzen und eine angstbesetzte Zukunft. Die also schwer angeschlagen war und trotzdem irgendwie durch das Vakuum des Nachkriegs musste. Von 1948 bis 1952 machte Lothar Geipel eine Lehre bei den Klingenthaler Harmonienwerken .. FDJ-Kreisvorstand ,, Leiter Dresdner Pionierpalast, 1954 wurde er mit 20 Jahren Mitglied der SED…“

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(S.80) „HARTWARE. In Ost-Berlin rief Ulbricht 1952 den Sozialismus aus, ein Jahr später starb Stalin in Moskau. Bis dahin hatte es in der jungen Republik eine Säuberungswelle nach der anderen gegeben. Es herrschte Kopfroll-Klima. Zuerst in der Partei selbst, schließlich weitete sich die Paranoia in jeden Winkel des Landes aus. Tribunale, Ausschlüsse, Inhaftierungen, Morde, Deportationen, Entlassungen, hanebüchene Anklagen. Allein zwischen Mitte 1952 und Mitte 1953 flohen 500 000 Ostdeutsche in den Westen. Das Land schien nur noch aus Volksfeinden zu bestehen, die schnellstmöglich liquidiert werden mussten. Die Bevölkerung schwieg über den Nationalsozialismus, die aus Moskau Zurückgekehrten schwiegen über den sowjetischen Terror. Ein klammheimlicher Pakt, der gegenseitig Entlastung garantierte und zur Basis für die Säuberungen wurde. Es war die Hardware für das Angstsystem DDR, die Bedingung dafür, dass es so lange dauern konnte. Die frühe DDR und der leiseste Anflug von Kritik, Widerspruch, Differenz, eigenen Ideen, freiem Denken? Musste weggehobelt werden. Es gab nur ein Denksystem und das wiederum kannte nur zwei Kategorien: Freund oder Feind, gut oder böse, richtig oder falsch, Sieg oder Niederlage…“

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Ines Geipel umreißt ihre eigenen ideologischen Ostmädchen-Horizonte ausreichend, ihre Vorstellungen von den westkollektiven sozio-geistigen Tatsachen und Anhängigkeiten irren bodenlos (auch wenn sie mal in Damstadt lebte). Wenn der Geipel-Osten ohne Brecht, ohne Beatles/Silly-Blick, ohne Marx, ohne Honecker, ohne DDR-Überschuldungszwängen, ohne DDR-Massenmedien, auskommen mag, so sind die Beatles-Mania und der 68er-Generationskonflikt, die StaMoKap-Verdichtung im korporatistischen westdeutschen Verbändestaat, der Besatzungsstatus mit US-Farben und BBC-Publizistik usw. die Salonpersonnage der Adorniten und Habesatts, die abgeriegelte Kulturindustrie – unerlässlich anzuschauen und auch in den jeweiligen Abfärbungen über den Eisernen Vorhang wirksam gewesen. Sie hat weder Vietnamdiskussionen oder die Alternativbewegung und Bürgerinitiativen verstanden. Und der Zusammenhang von Siegfried Buback und den NSU-Zwickauern als Marionetten der deutschen Geheimdienste ist ihr völlig egal – vermutlich ist sie nicht wirklich informiert, was MfS und westdeutsche Führung unterscheidet. Dass sie den ganzen Beuyskrempel und Psychoanalyse als Aspekte eigener Emanzipation beschreibt, aber weder Nietzsche noch die verirrte Kunstorganisation durch Auflösung des Kunst- und Künstlerbegriffs, hin zu den GRÜNEN, unerachtlich behandelt, sind schon bemerkenswerte Blindstellen im Buch, die „umkämpfte Zone“ unzureichend zu fassen.

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Ines Geipel sagte kürzlich in der MARKUS-LANZ-ZDF-TALK-Show:

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Es sei für sie schwer, erleben zu müssen, dass und wie die DDR-Geschichtsklitterung (die für Geipel selbst, durch das Doping und die chirurgische Verstümmelung ein Todesraum war) in der westdeutschen Öffentlichkeit gelten gelassen wird. Da wird eine verlogene Neuverfilmung des „Nackt unter Wölfen“ von der ARD/MDR produziert, genau wie das DDR-Sport-Doping als „Preis“ für das West-Doping, das erneut und ebenso indolent im Abseits politischer Unmoral endgelagert wird, täglich: Von Brecht bis SED – Lügen über Wahrheit als Geschäft der Schranzen und Bonzen der „Salonpersonnage“.

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Ich wünsche der deutschen Intelligenz aufmerksame Lektüre dieses stilistisch epochalen und innovativen Meisterwerks und danke der Autorin, die ihrem früh gestorbenen Bruder mit dem „Familiennarrativ“ einen wahrheitsgebundenen Dienst erweist.

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Wolfgang Leonhard 1921- 2014 – Kurznachruf

August 17, 2014

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Lichtgeschwindigkeit 4792

am Sonntag, 17. August 2014

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Heute ist Wolfgang Leonhard im Alter von 93 Jahren in der Eifel gestorben. Leonhard war der letzte noch lebende Zeitzeuge aus dem innersten Führungskreis der deutschen Kommunisten, der nach 1945 die Gründung der DDR vorbereitete. Seine Wandlung vom begeisterten Kommunisten zum Sowjetkritiker beschrieb er 1955 in dem Bestseller „Die Revolution entlässt ihre Kinder“ und „Euro Kommunismus“.

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Leonhard war 1945 als Mitglied der „Gruppe Ulbricht“ – so benannt nach dem späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht – aus Moskau nach Deutschland zurückgekehrt. Er war 1935 mit seiner vom Kommunismus begeisterten Mutter in die UdSSR geflohen und später zum Führungskader ausgebildet worden. In der sowjetischen Besatzungszone in Ost-Berlin, nach 1945, wuchs seine Gegnerschaft zum Stalinismus. 1949 floh er nach Jugoslawien und wenig später in die Bundesrepublik.

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Wolfgang Leonhard ist ein einzigartiger Zeuge der deutschen Geschichte des „Hitler-Stalin-Paktes“ und die Folgen.

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Die Deutschen aus der Ostzone durften bis 1989 nichts von Leonhard wissen. Für den Rest bildeten Leonards Berichte die Eselsbrücke zum Gulag, zu Solschenizyn und Kopelev, zu Jorge Semprùn und Arthur Koestler, zu Willi Münzenberg, von Tito zu Herbert Wehner und Egon Bahr. –

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Leonhard, als Wladimir getauft, wuchs als Jugendlicher im stalinistischen Moskau des HOTEL LUX, elternlos in Heimen auf, wo die zukünftigen Nachwuchskommissare der westlichen Länder ausgebildet worden sind.

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Sie sollten nach dem Welt-Krieg, 1945, in ihre Herkunftsländer gesendet werden, den Kommunismus durchzusetzen und aufzubauen – (so: Gruppe Ulbricht, zehn Leute, die nördlich Berlins im Sommer 1945 mit einem kleinen Flugzeug abgesetzt wurden). Die zogen unter Ulbrichts und Wilhelm Piecks Führung unverzüglich in die Berliner Rathäuser. Setzten die den Krieg in Berlin überlebenden Nazigegner ab, die in den Bezirken des zusammengebrochenen Berlins den politischen Anfang versuchten. Sie wurden weggemobbt. Aus KPD und SPD schmiedete Kommissar Ulbricht die SED. Der West-SPDist Otto Grotewohl ließ sich freiwillig zum Ost-Hampelmann von Staatspräsident Wilhelm Pieck in der SED wählen. (Bald wurde in West-Berlin eine neue SPD gegründet – bei den Wahlen bekam die SPD dann etwa 23 Prozent Stimmenanteile, die SED wenig über zehn Prozent; Ulbrichts SED wurde in den russischen Sektor Ost-Berlin zurückgedrängt).

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Leonhard hatte an einen jungen deutschen Kommunismus des „Komintern“ geglaubt (jeder kommunistische Staat sollte seinen eigenen Kommunismus entfalten dürfen). Aber 1947 orderte Stalin Ulbricht und alle Kommissare nach Moskau und bestimmte den „Kominform“: Die internationalen kommunistischen Sateliten erhielten aus der Stalinzentrale in Moskau „Information“ wie und was nach Stalins Vorgaben als „Kominform“, statt „Komintern“, durchzuführen sei.

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Ulbricht lenkte sofort – von jetzt auf gleich – ein, „informierte“ seine Gruppe-Ulbricht in Berlin, während alle Dissidenten beseitigt wurden. Wolfgang Leonhard, dessen kommissarische Zuständigkeit war, Schulungsskripte für die kommunistische Partei-Volkserziehung zu schreiben, wähnte sich betrogen. Leonhards enge Zusammenarbeit mit stalin-dissidenten jugoslawischen Komintern-Kommunisten zwang ihn, heimlich abzuhauen, während er noch kurz zuvor mit Ulbricht über die „Befreiung“ seiner Mutter, der „deutschen Kommunistin“, verhandeln musste.

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Leonhard organisierte und ergriff heimlich seine Flucht (über Jugoslawien nach Westen), was in allerletzter Sekunde glückte, wobei er sein persönliches Stalindrama durchlebte: Leonhard war als Kind seiner idealistischen kommunistischen Berliner Mutter, vor Hitler „in Sicherheit“, über Skandinavien nach Russland gebracht worden. In Moskau verschwand die Mutter, von der Partei politisch ins Abseits, während das Kind Wladimir (Wolfgang) – nicht erfuhr, wo sie war und ob sie überhaupt noch lebte – als Heimkind zum Komintern-Kader gedrillt wurde. Als Leonhard im Jahr 1947 – auch nach zynischen Erlebnissen mit „Markus“ Wolf – Ulbricht heimlich verlassen und fliehen wollte, gelang es ihm zunächst nicht, seine Mutter (die nicht einsichtig war) aus den Fängen Stalins zu befreien. Dramatische Not und Misstrauen bis aufs Blut brannten sich – jetzt Wolfgang – Leonhard ein: Die Revolution erstickte an ihrer Nachgeburt.

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Entsprechend vom Kominform entsetzt landete das kommunistische Jugoslawien unter Tito, das den eigenen Komintern fortsetzte, in Feindschaft zum Stalin-Sowjet-Imperium. (Das jugoslawisch-serbische Militär richtete seine alljährlichen Manöver in russischer Himmelsrichtung aus).

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Jetzt musste Wolfgang Leonhard im hohen Alter, zuletzt im Krankenhaus, an einer schweren Krankheit sterben. Er lebte in der Eifel.

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Ein Termin für die Gedenkfeier werde später festgelegt, um Kollegen und einstigen Studenten die Teilnahme zu ermöglichen. Leonhard hatte 21 Jahre lang bis 1987 als Professor an der US-Eliteuniversität Yale über die Sowjetunion und den Kommunismus gelehrt.

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Dietmar Moews meint: Wolfgang Leonhard hat sowohl mit seinem Bericht über die Gruppe Ulbricht im nach-1945er Berlin wie in der Auseinandersetzung mit den sogenannten 68ern, die einem seltsamen West-Marxismus anhingen, indem Hegel, Marx und Freud eine bekloppte stalinistische Ideologie ergaben, die sie „Kritische Theorie“ nannten (Adorno / Habermas) und mit seinsgebundener empirischer Urteilskraft eines Wolfgang Leonhard nicht klar kamen.

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Leonhard wurde also in die USA durchgereicht, weil die Bundesrepublik den „Moral-Pakt“ zwischen Hitler und Stalin lieber verdrängten. Desto wichtiger, die Zeugnisse Wolfgang Leonhards ins Curriculum deutscher Demokratiekunde aufzunehmen.

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Lichtgeschwindigkeit 48 NRW-Linke wechseln

November 18, 2009

Lichtgeschwindigkeit 48 NRW-LINKE wechseln von Walter Ulbricht

Piraten-Presseschau am Freitag, 30. Okt. 2009,

von Dr. Dietmar Moews vor der Wilhelm-Pieck-Villa am Majakowski-Ring,

Niederschönhauesen, in Berlin-Pankow; Aufnahmezeit um 15 Uhr;

Piratenthema hier: Linke wechseln zu den Piraten hier als Piratenthema

und als Wahlkampfthema für die kommenden Landtagswahlen in

NRW, 2010; Frau Lieberknecht (CDU) siegte als Ministerpräsidentin

von Thüringen im dritten Wahlgang für die Schwarz-Rote Koalition

gegen den LINKE-Kandidaten und wurde vereidigt; Margot Honecker

feiert in Chile 60 Jahre DDR, der sozialistische Dichter Wladimir

Majakowskij und die DDR-Oberen Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht,

Johannes R. Becher, Otto Grotewohl, ferner Deutschlandfunk,

BILD vom 30. Oktober 2009 und BILD vom 29. Oktober 2009

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin