Brexit erreicht den Weltraum

September 9, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8493

am Montag, 10. September 2018

.

.

Die Lehren, die alle beteiligten Kommissare, einerseits der Europäischen Union, andererseits der Briten, bei den doch überraschend schwerlösbaren Entkopplungen des EU-Systems, erkennen müssen und ziehen können, werden hoffentlich irgendwo empirisch dokumentiert.

.

Es sind Aspekte des Personals, der Finanzen, der Rechtsambitionen, des Militärs, der Themen – schließlich auch der Aufteilung aller Lasten von EU-Projekten auf möglichst viele Schultern.

.

An sich müssen sich empirische politische Wissenschaften mit dem EXIT-Prozess des EU-Austrittes Großbritanniens systematisch, also lückenlos, einlassen und minutiös alle möglichen Lehren daraus ziehen.

.

Aktuell werden zahlreiche ungelöste lebenswichtige Fragen vor den Verhandlern hergeschoben. Schon wird, bei Einhaltung des definitiven Austrittstermin Ende März 2019, eine Liste mit offenen Themen aufgestellt, die allerdings zu Lasten Großbritanniens ungelöst sind, die keinesfalls im bisherigen Mitgliedsstatus weiterlaufen werden.

.

Das ist, was man der HARTEN BREXIT nennt – wichtige Beziehungen werden bilateral, zwischen EU-Staaten und Großbritannien, so gehandhabt, als hätten sie keinerlei gemeinsame Rechtsbasis, miteinander zu verkehren.

.

Getroffen ist auch die Zusammenarbeit im EU-Satellitenprogramm GALILEO. Großbritannien reagiert auf den Ausschluss aus diesem Programm:

.

.

neues deutschland, Seite 8, Politik, von René Heilig:

.

„Brexit erreicht den Weltraum – Großbritannien reagiert auf den Ausschluss aus dem EU-Satellitenprogramm Galileo

.

Großbritannien will sein eigenes Satellitennavigationssystem entwickeln. Der Brexit lässt dem Land offenbar keine andere Wahl…“

.

Großbritannien ist kein Staat, sondern die Vereinigung mehrerer Staaten, England, Wales, Schottland, Nordirland, die sich Vereinigtes Königreich Großbritannien nennt.

.

„…Die konservative Regierung in London hat 92 Millionen Pfund Sterling (102 Millionen Euro) bereitgestellt, um mit der Entwicklung eines eigenen Satellitennavigationssystems (GNSS) zu beginnen. Zunächst soll eine Studie die Machbarkeit prüfen …

.

…Paul Everin, Chef der Interessenvertretung der britischen Weltraum- und Verteidigungsindustrie, erinnerte dieser Tage daran, dass die Industrie seines Landes eine Schlüsselrolle bei der Schaffung des Galileo-Programms gespielt habe, mit der EU-Europa neben den von den USA, Russland und China betriebenen konkurrierenden Systemen eine gewisse Unabhängigkeit erlangen will.

.

In der Tat, Großbritannien investierte rund 1,4 Milliarden Pfund in das Galileo-System und will die Summe nun zurückfordern. In einer Erklärung hatte die britische Regierung noch Ende Juli betont, sie wolle Teil des Galileo-Programms bleiben. Vergeblich wies London auf mögliche Zeitverzögerungen und Kostensteigerungen hin, die der EU durch den Ausschluss der britischen Industrie entstehen können. Doch zugleich hieß es in London, dass man ohne die Gewissheit, dass die britische Industrie jetzt und in Zukunft gleichberechtigt an Galileo mitwirken kann, und ohne Zugang zu den notwendigen sicherheitsrelevanten Informationen unter anderem zur Leitung militärischer Lenkkörper, verpflichtet sei, seine Teilnahme an dem Programm komplett zu beenden.

.

… auf der Luftfahrtmesse in Farnborough angekündigt, in der Grafschaft Sutherland im Norden Schottlands einen Startplatz aufzubauen, um selbstständig Raumfahrzeuge starten zu können … die selbstverständlich auch in nationaler Verantwortung gebaut werden. Doch davon ist London derzeit noch so weit entfernt wie von den Sternen.“

.

.

Dietmar Moews meint: Die britische EU-Mitgliedschafts-Aufkündigung ist eine politische Selbstbestimmung, die von der EU vollkommen zu akzeptieren ist.

.

Die Exit-Argumente der Briten wurden in den Kampagnen in GB ausgiebig promotet. Die ganzen Umstände und Nachteile treten jetzt ans Licht, indem man versucht „bilaterale“ Beziehungen an gemeinsame Regeln zu binden.

.

Einerseits wird immer geglaubt, „gemeinsam ist man stark“ – andererseits zeigt das wahre Leben immer „Konkurrenz erzeugt Leistungsdruck und bringt Leistung hervor“.

.

Ich meine, hier kann man sicher davon ausgehen, dass die „Konkurrenz das Geschäft belebt“.

.

Viel kleinere Staatsgebilde sind fähig, Höchstleistungen zu bringen. Warum nicht Großbritannien, wenn es Israel kann.

.

Und auch die EU wird nicht wegen Dummheit den Weltraum aufgeben müssen.

.

Andere, viel größere und finanzstärkere Staaten sind unfähig, sich auf eigene Füße zu stellen, fabrizieren Staatspleiten, weil sie alles Anspruchsvolle als Lizenzgüter importieren müssen. Warum kann Argentinien nicht, was Kanada kann?

.

Egal wie GB nach dem Brexit die Weltraumentwicklung gestellt sehen wird, wird es auch zukünftig Gemeinsamkeiten mit der EU geben. Denn so fern sich die Inselstaaten auch immer abgetrennt verstehen, so sehr haben sie doch zweifellose gemeinsame Lagen und Interessen mit EU-Festland-Europa.

.

Es ist zu hoffen dass das neue selbstständige Vereinigte Königreich auch zusammenhalten wird. Diese Anforderung wird England ähnlich gegenüber Schottland und Nordirland kosten, wie jetzt der Verlust GBs für die Europäische Union durchaus Nachteile hat.

.

Beide Aspekte sind Befreiungen und Fesselungen. Der Befreiungsruf England kommt als hämisches Echo zurück, indem die eigenen historischen Dünkel der Konflikte zwischen Irland und Nordirland, die eigentlich längst ausgestanden sind, nun als ewige Dummheiten die geistig-selische Unfreiheit signalisieren, aus der man keinen BREXIT erzwingen kann.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein