Islam gehört nicht zu Deutschlands Muslimen?

Januar 14, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5257

vom Mittwoch, 14. Januar 2015

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Wo war der Islam? Wo waren die Türken? (am blau-weiß-roten Tricolore-Brandenburger Tor beim Türkenverband? oder bei Tayyip Erdogans Aufpeitscher Davutoglu AKP?).

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Lügenpresse, Bullshit-Presse?

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Was soll das? Verbreiten sie Lügen? Oder geht die Presse nur selektiv vor?

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Die Polizei blendete bei Phoenix Live-TV 3.000 ein – heute morgen behauptet DLF: „Die Polizei habe 10.000 Teilnehmer gezählt, gegenüber 1 Million in Paris“:

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Rekordzahlen: 10.000 und 1 Million oder 3.000 und 3 bis 4 Millionen.

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Der DLF spricht von der „Völkischen Fratze“ und ruft nach dem Staatsanwalt; „Widerliches Gebräu des Doktor Goebbels“, sagt der DLF mit einer Stimme des Deutschlandradio Kultur (Rainer Burchard kommentierte so)

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Ja, wo waren also die 10.000 am Brandenburger Tor? Wo bleibt der kritische Kommentar an der Großen-Koalition und Merkels Postulat: „Der Islam gehört zu Deutschland“? – wenn zur Demonstration nicht einmal 2.000 Muslime kamen?

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Von den 3.000, nach Polizeibericht, waren ja noch Christen und Juden und sonstige EU-Bürger gekommen.

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Gleichzeitig findet man bei Bild.de den Bericht von einem Auftritt des türkischen Wahlkampfakteurs und derzeitigem Ministerpräsident der Türkei Davotuglu (AKP):

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Einpeitscher der Regierungspartei AKP geben alles, um die Menge bei Laune zu halten.

Aus Lautsprechern dröhnen rhythmische Märsche. „Wer ist das? Das ist unser neuer Held?“, hämmert es auf Türkisch aus den Boxen – der neue Wahlkampfsong für Davutoglu, den Kritiker in der Türkei als Marionette von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sehen.

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Aus ganz Deutschland wurden die „Fans“ des Premiers mit Bussen nach Berlin gekarrt, um dem Regierungschef eine eindrucksvolle Kulisse zu bieten.

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Die steilen Ränge im Tempodrom, wo sonst Kabarett-Gruppen und Musikbands auftreten, zeigen dennoch Hunderte freie Plätze – anders als beim Auftritt Erdogans im Februar 2014, bei dem Hunderte Türken vergeblich vor den Türen auf freie Plätze warteten.

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Dietmar Moews meint: Es ist Bullshit, wenn der Livebericht bei Phoenix-TV nicht den skandalös schlechten Besuch an der Veranstaltung des Zentralrates der Muslime“ erkennt und keiner kann es kommentieren?

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Das ist auch die Lügenpresse, im Sinne der Bedeutung, die mit Goebbels und Nazi nichts zu tun hat. DLF und Phoenix berichtete nicht die Wahrheit – und zwar absichtlich, die Seinsbindung zu entkoppeln.

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Seit Langem, verstärkt seit den Mordanschlägen in Paris, wird in allen deutschsprachigen Massenkommunikations-Medien verlangt, dass sich die deutschen Moslems und die Moslems in Deutschland öffentlich klar von islamischem Fundamentalismus, von Salafismus, von Extremismus, Islamismus, von Selbstjustiz, von Scharia und Jihad eindeutig distanzieren.

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Nun fand am Sonntag in Paris eine beeindruckende Massenversammlung statt. 3 bis 4 Millionen Menschen waren zur großen Trauerversammlung in Paris in den Stadtteil, zwischen Place de la Nacion und Place de la Republique, gekommen.

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Dazu 40 Staatschefs, hauptsächlich europäische Repräsentanten, Solidaritätsgesänge, beschriftete Schilder „Je suis Charlie“, „Je suis Ahmed“ zeigten die Anteilnahme und die Loyalität zum freien Pressewesen und zur Demokratie innerhalb der EU-Schengen-Grenzen.

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Nun hatte also heute der von der Bundesregierung aufgezogene Islam-Verband „Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V.“ zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin, Pariser Platz, zwischen der US- und der Französischen Botschaft, eingeladen.

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Die Berliner Polizei meldete nach friedlichem Verlauf und sämtlichen Ansprachen – des Vorsitzenden des Moslemischen Zentralrates, des neuen Regierenden Bürgermeisters Berlins sowie eines Judenvertreters, eines Christenvertreters und des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck – in Anwesenheit des Bundestagspräsidenten und der Bundeskanzlerin Merkel und zahlreichen Regierungsministern, neben einem beeindruckenden Sicherheitspersonal – dass 3.000 Personen an der Versammlung teilgenommen hätten (Einblendung der Zahl 3.000 im TV-Bild).

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Der TV-Kommentator der Übertragung bei Phoenix (angeblich live) behauptete wenige Minuten später: 4.000 Teilnehmer vor dem Brandenburger Tor zur „Mahnwache“ gekommen.

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Bild.de legt dann in der drauffolgenden Nacht gleich noch ein paar zu: angeblich 10.000 Teilnehmer an der Kundgebung auf Einladung des „Zentralrates der Muslime in Deutschland“.

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Man kann erkennen, dass von 4 Millionen Türken in Deutschland und der großen Zahl davon als türkische Muslime in Berlin lebenden Mitbürgern weniger als 3.000 zur Versammlung zum Brandenburger gekommen sind.

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Sie sind nicht gekommen, für Solidarität für die zivilen Mordopfer der Anschläge von Paris und zum deutschen Rechtsstaat zu demonstrieren.

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Es ist realistisch einzusehen, dass dieser „Bestandteil Deutschlands“, „der Islam ist Bestandteil des deutschen Volkes“, der hier nicht mit Frau Merkel mitzieht, ein DEBAKEL demonstriert hat.

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Sie sind nicht nur nicht gekommen, sondern kaum jemand dieser Türken der ersten, zweiten und dritten Generation sind fähig, den Ansprachen in deutscher Sprache geistig zu folgen.

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Wer täglich die junge dritte Generation „hastu flat?“ in der Kölner U-Bahn, in Neukölln oder Wedding („Merhaba“ – die verlassen diese Stadtteile kaum) erlebt und sieht die Parallelgesellschaft – ich habe meine türkische Zeitungshändlerin gebeten, mir die Titelseite von Hürriyet zu erklären – sie druckste rum. Bis klar wurde, sie kann einige Worte lesen, aber verstand überhaupt nichts. Sie kannte nicht die passenden Namen zu den abgebildeten prominenten Türken – und sie staunte laufend über die Bezüge: interessant)

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Ebensowenig hätte die überwiegende Zahl dieser, im Sinne der deutschen Innenpolitik, sich vollkommen unzuständig fühlenden „Gastarbeiter-Familien“, den zahlreichen Fernsehdebatten und Talk-Shows zur Frage des Islams, Islamismus, Islamisierung und Integration der Islamgläubigen in die freie deutsche Gesellschaft verstanden – egal ob Plasberg, Jauch, Maischberger, alles mit Wahlrecht:

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Sie sind zweifellos Teil der Gesellschaft, aber unzureichend integriert, was will man mit der Bezeichnung „nicht integriert“ wissenschaftlich verstehen, was alltagssprachlich?

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Sie sind nicht Teil der deutschen Kultur. Der Islam ist nicht Bestandteil der deutschen Kultur. Die arabischen Zahlen – im Unterschied zu den römischen – sind nicht moslemisch, sondern arabisch. Die Araber in Andalusien sind nicht Bestandteil der deutschen Kultur und nicht der Erdogan-Kultur von heute.

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Wer diese sozialen Risse erkennen will, muss sich von einer in Deutschland aufgewachsenen und studierten Soziologin mal erzählen lassen, wie es ihr beim Besuch ihrer Großeltern in Kerkitsch praktisch ergeht: Kritik und Fragen zur Frauenkleidung!)

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Was der Zentralrat der Muslime in Deutschland demonstrieren konnte, war die Nichtintegriertheit – was Davutoglu und seine AKP demonstrieren, war Beweis für die lebendige Parallelgesellschaft in Berlin und in Deutschland.

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