Schoki-Test mit Cioccolata Modicana ARRANCIA der „Casa Don Puglisi“

Juni 30, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5703

vom Dienstag, 30. Juni 2015

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Dietmar Moews meint: „To know to love her so

For saints prepare for saints.

It makes ist well fish.

Four saints it makes it well fish …“

(Gertrude Stein in Virgil Thomson)

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Ich probierte eine sizilianische Kakao-Süßigkeit, die mit der Originalbezeichnung „Cioccolata Modicana“ von der Casa Don Puglisi in 97015 Modica bei Ragusa / Sizilien hergestellt wurde.

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Kurz vorab: Es schmeckt stark nach guten Kakao, nach dem Orangengepräge, nicht allzu süß. Steht nicht in Konkurrenz mit den bekannten Schokoladen.

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Diese Sorte von Casa Don Puglisi – Cioccolata Modicana ARANCIA – wird als Hersteller bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt.

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die hellbraun und nicht so schwarz oder dunkel ist, wie sie hier als Cioccolata Modicana benannt ist, das Schönste. Die 100 g Packung enthält einen dicken mit vier Abbruchrillen gegossenen Riegel. Ich weiß wie Kakao schmeckt – diese Cioccolata schmeckt nicht nur nach Schokolade, man schmeckt den 50% mittelbraunen Kakao. Der raffinierte Rohrzucker und das Orangenaroma einschließlich kleinster Fruchtpartikel hält die Geschmacks-Balance als gelungene Abrundung mit Kakao, ziemlich Fett und die besondere Komposition mit fein kristalisiertem Zucker.

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Abbeißen oder abbrechen lässt sich das ausgewickelte Teil nicht leicht, wenn man aus der Hitze Siziliens in Köln das kühlere Testessen macht. Dabei sind Härte und Festigkeit der einförmig kompakte Cioccolata am einfachsten in Kleinbissen abzuknabbern.

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Das Beißen, Kauen, Lutschen dieser Cioccolata Modicana ist wirklich eigenartig anders, als alle bislang hier vorgestellten Schoko-Süßigkeiten. Kurz, die Schokomassen hält nicht besonders klebrig zusammen, eher zerfällt sie beim Kauen leicht im Mund. Während das, was man kauen möchte, in Form kristallinzuckrigem Feinsand Empfindungen und Knirschgeräusche an den Zähnen macht.

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Einserseits – die 50 Prozent Kakao schmecken sehr gut. Das Orangenaroma ist sehr passend abgestimmt. Besonders Fett ist die Press/Gussmasse – aber es kommt einem nicht so vor und ziemlich süß ist es.

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Vielleicht hat es aber tatsächlich mit dem südlichen Herstellungsort zu tun: Schokolade in Wüstenhitze ist ohne Kühlschrank kaum denkbar. Auf der originell knappen Verpackung steht: Conservare in Luogo Fresco e asciutto.

(Kühl und geschützt aufbewahren).

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Die Reismitbringsel-Testcioccolata hatte sicher einige Kühlpausen in der Transportkette – bzw. die Oberfläche war schließlichetwas angegilbt / beschlagen. Aber das erscheint nicht geschmacksminderd. Als empfohlener Verzehr-Zeitraum ist 11 / 16 angegeben – es handelt sich also um eine ziemlich tote Dauerkonserve.

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Die Kriterien „Frische“ oder „Nicht frisch“ fallen Einem beim Testen gar nicht ein – um eine solche feinere Qualität handelt es sich bei diesem sizilianischen Schokoriegel einfach nicht.

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Sehr forsch liest sich die Beschriftung des inneren Einschlagpapieres des Casa Don Piglisi auf Italienisch und English:

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La Formazione di una sottile patina sulla superficie della cioccolata modicana è dovuta al suo processo die lavorazione a freddo, che permette il mantenimento dei sapori di ogni singolo ingrediente e determina il normale sapetto „opaco“ della barretta.

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The tablet ist deeply black and in a few days following its exclusiv cold production procedurm which maintains fragrances otherwise lost, will be covered with an oppaque, granular patina of cacao butter. It is a real sign of genuineness, evidence of the absense of vegetable fats and to the particular cacao used.

 

Das ist nicht nur nicht sinngemäß wörtlich übersetzt, sondern sagt uns: Der graue Beschlag ist nicht „ranzig“ sondern „Patina“ und „opaque“ – eigentlich ist die frisch gefertigte Tafel schwarz – nach einigen Tagen läuft sie an.

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Der Kaufpreis ist mit Euro 4.50 im Laden von Taormina ist von Natur her hoch (Reisekosten nicht gerechnet). Doch wir haben mit Cioccolata Modicana Arrancia ein zweifelsfreies Qualitätserlebnis – das ist einfach teuer, in so fern billig. Eine rotgefärbtes Packpapier, ein braunes Bastband und ein Bastkordellchen, dazwischengeklemmt das Produktzettelchen ist eigenartig und völlig angenehm stimmig.

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Diese Casa Don Puglisi Cioccolata ist nicht „bean to Bar“ aus der biologisch überwachten Anbaukunst. Aber sie wird angeblich in unerhitzten Misch- und Rührvorgängen – also gekühlt – hergestellt und gegossen.

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Casa Don Puglisi teilt folgende Zutaten auf der Rückseite in italienischer Sprache mit:

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http://www.laboratoriodonpuglisi.it

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INGREDIENTI: Cacao %=% minimo, pasta di cacao, zucchero di canna raffinato, Buccia d’arranciancia essiccata (16,/%), Pasta di Cacao e zucchero di canna provengono dal commercio equo esolodale

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Dazu auf der Hinterseite eine Nährwert-Analyse-Tabelle in kleiner kontrastloser Schrift (Weiß auf orange) Schriftgröße – Angaben für 100 Gramm: VALORI NUTRIZIONALI

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Valore energetico: 2290kJ/548kcal, Grassi totali 31,2 % g, Carboidrati 61%, Umidità 2%

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EMPFEHLUNG: Ich empfehle diese Cioccolata als Sondererlebnis einer südlichen Schoko-Süßigkeit. In Deutschland käme Ähnliches mehr bei den sontigen Designer-Süßigkeiten zur Auslage – ist dafür aber eigentlich viel zu teuer.

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Fazit: Es könnte sein, dass DON PUGLISI bedeutet, „Herr Floh“, das wäre ja besser als eine Stumme im Bett oder eine Taube auf dem Dach. Mit herausgehobener Bedeutung der Schokoladenherstellung in Modica / Ragusa / Sizilien bei „Wikipedia“ kann man hier mal maßnehmen, was solche Wikipedia-Einträge wert sind! Nun, jedoch: Probieren geht über Studieren. Kristalliner Sand im Gebiss ist manchmal witzig.

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