VG Media verlangt Europa-Lizenz und stellt Rechnung gegen Google

April 20, 2019

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am Samstag, den 20. April 2019

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Wir sind keine Bots – Demo gegen EU-Urhebergesetz 2019

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Kürzlich gingen verständnislose Bürger an Demonstranten gegen oder für Urheberrecht-Reformgesetz vorbei. Dann hieß es, das deutsche Parlament und die Regierung stimmen dem von den kleinen Bloggern abgelehnten EU-Texte zu – d. h. die EU könne nun das Gesetz verabschieden (nicht das EU-Parlament, denn EU-Demokratie ist das ja leider nicht, dieses BRÜSSEL-EU-Kommissariat).

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Jetzt ist das EU-Gesetz zum Urheberrecht neuverabschiedet: Man sagt dann von Oben, die Autoren werden geschützt, die Internetz-Plattformen (z. B. Google, Youtube, Facebook) müssen zahlen, wenn unlizensierte Rechte genutzt werden …usw. usf.

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Diese Darstellung ist MÜLL – denn Autoren und Folgerecht war auch bisher eindeutig geregelt. Das Internetz bringt keine neue Urhebersituation: Wer von fremdem Gut profitiert, war und ist lizenzpflichtig – auch international.

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Und es wird ja abgestritten, dass die großen Plattformen ganz lässig längst Upload-Filter gegen die Blogger einsetzen (nämlich alle Videos, die der Plattform nicht den gewünschten Friede/Freude/Eierkuchen-Konsumtion verspricht).

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Mit dem neuen EU-Urheberrecht werden zukünftig Blog-Hochladungen, die unlizensierte Autoren-Leistungen nutzen, abgeblockt; so wird verhindert, dass die Plattform zahlen muss, was Blogger hochgeladen haben (nur damit machen ja unstrittig die Plattformen die Profite, nicht die Blogger).

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Formale Zukunft liegt diesbezüglich nun an einem letzten Schritt – nämlich das jeder einzelne der 28 EU-Staaten in seiner nationalen Rechtspflege nun noch auf das neue EU-Gesetz hin eine nationale „Urheberrechts-Richtlinie“ geben muss.

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Hier: Bildrechte / wer kennt den Namen des Fotografen?

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FAZ Seite 11, am 18. April 2019:

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„Europa-Lizenz – VG Media stellt Google eine umfassende Rechnung

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Die Verwertungsgesellschaft VG Media,welche die Rechte von Presseverlagen, privaten Fernseh- und Rundfunksendern verwaltet, tritt nach Informationen dieser Zeitung an den Digitalkonzern Google heran, um aufgrund der am vergangenen Montag vom Rat der EU-Mitgliedstaaten bestätigten Urheberrechts-Richtlinie der EU einen Vergleich über die Nutzung von digitalen Presseerzeugnissen in den vergangenen Jahren zu erzielen und für die Zukunft einen Lizensvertrag abzuschließen. Demnach soll der VG Media vorschweben, dass Google für die sich aus dem Presseleistungsschutzrecht ergebenden Ansprüche rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2018 1,24 Milliarden Euro zahlt.

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Die Summe errechnet sich dem Vernehmen nach aus einem fünfprozentigen Anteil aus dem nach Berechnung der VG Media in diesem Zeitraum von Google in Deutschland erzielten Umsatz von 24,77 Milliarden Euro …“

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Dietmar Moews meint: Schon ist dem normalen Bürger das Verständnis verstellt, denn es handelt sich um übergriffige Klientelisierung der VG Media.

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Immer wenn hier der LICHTGESCHWINDIGKEIT Bilder eingebaut sind, steigen die Ladezeiten und es findet eine Rückstufung im Ranking bei Suchmaschinen statt – es ist jedes Bild im Blogbeitrag also für das Ranking eines Beitrages ein Nachteil. Wenn ich einen Autorennamen (Z.B. Fotografen) nenne, hat der immerhin eine Publikation, die für sein Bild wirbt. Verlangt der Fotograf von mit Lizenzgeld (der ich ja selbst nicht Erwerb erlöse), muss ich darauf verzichten einen Fotografe zu nennen.

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Abgesehen davon, dass also das nationale Spiel für den nationalen deutschen Rechtsbereich hinsichtlich dieses neuen EU-Urheberrechts, noch gar nicht ausdrücklich obrigkeitlich gegeben worden ist, tritt hier eine VG Media auf.

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Ohne Zweifel werden also Konzerne wie Google zukünftige nicht drumherum kommen, Autorenrechte die in ihrem Google-Geschäftsmodell Profite bewirken, an die Autoren Lizenzbeträge abzurechnen und auszuzahlen.

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Ja – an die Autoren.

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Doch die VG Media vertritt keineswegs einzelne Künstler oder Autoren, sondern ihrerseits kulturindustrielle Konzerne, – verlage usw. die ihrerseits Urheberrechte zueigen haben, die sie ihren Mitarbeitern abgeknöpft hatten.

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Nun will also ein Sender oder eine Zeitung Geld von Google, weil ja das EU-Gesetz Google eingebunden hat.

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Was ist aber mit den Bloggern, die nicht Mitglied in einer Verwertungsgesellschaft sind, die nicht als Berufsautoren bei GEMA oder VG-Wort oder – BILD-KUNST Vereinsmitglieder sind:

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Wenn eine solche Verwertungsgesellschaft aufgrund dieses neuen Gesetzes von YOUTUBE LIZENZGELD erhält, erhalten doch nur diejenigen Autoren davon Geld ab, die selbst als Mitglied in einer solchen VG Media sind und durch diese VG klientelisiert gegen YOUTUBE vertreten wird (auch nur von diesen Mitgliedern / Nummern werden Lizenzgelder eingetrieben – alle anderen Blogger gehen vollkommen leer aus).

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Wenn also Hundertausende Blogger täglich in Selbstausbeutung ihre selbständige Publizistik erarbeiten, dazu auch lizenzpflichtige Zeitungen oder Sender oder Fotografenleistungen nutzen, die damit selbst lediglich Publizistik betreiben, aber nichts verdienen, keinerlei Umsätze machen – im Gegensatz dazu YOUTUBE/GOOGLE, bei denen solche Blogger täglich hochladen profitieren ganz erheblich.

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Jetzt will also die VG Media mit Google einen Kungel machen und für etwa 5% der Googleumsätze Lizenzgeld erhalten – ja, aber das erhält dann die VG Media, nicht der Blogger, der nicht Mitglied bei der VG Media ist. Zudem entstehen die Autorenrechte der Mitglied-Institutionen der VG Media nicht durch ein Presse-Label, sondern durch einzelne Kreative, deren rechte es eigentlich wäre, die aber nicht persönlich bei der VG Media vertreten werden – und schon gar nicht all die Kreativen unter den Bloggern, die von dem angeblichen Schutz der Kreativen (wie die CDU-Schranzen wochenlang erklärt haben) gar nichts abbekommen.

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Und wen interessiert das? Etwa einen Deutschen Künstlerbund? interessiert das einen Bund Bildender Künstler? Interessiert das die angebliche CDU-Kulturstaatsministerin in Berlin oder die VERDI-Industriegewerkschaft?

 

Nein, die Industrie zieht durch. und die meisten Künstler und Autoren produzieren für die Kulturindustrie, durch die sie vollkommen entrechtet werden. (Das interessiert natürlich keinen Bestseller-Schriftsteller).

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FINE E COMPATTO,

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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WARNUNG: recommended posts

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Beat-Diebstahl von KRAFTWERK vor URHEBER-Gericht

November 26, 2015
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Vom Donnerstag, 26. November 2015

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Keith Richards komponiert seit Jahren synkopisierte Vierviertel-Takt-Varianten für eigenes Copyright

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Der KRAFTWERK-Musiker erklärte im Interview zu seiner Rechtsposition:

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KRAFTWERK kämpft für eine Position des freien Künstlers an seinem eigenen Werk (§ 5 GG Freiheit der Kunst“) sowie den Anschlussgesetzen des Urheberrechts und der Folgerechte. Der Schöpfer habe das Recht und darf bestimmen.

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ER sagte:

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KRAFTWERK akzeptiert nicht die Veränderung ihres einmaligen exklusiven eigenen Musikwerkes, auch nicht in Details.

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Es geht KRAFTWERK angeblich um eigenes „Geistiges Eigentum“. Auch wenn es nur 2 Sekunden Beat aus einem alten KRAFTWERK-Studio-Mix betrifft, dass herauskopiert und in eine andere musikalische Weiterverarbeitung von dem Produzenten Moses Pelham gesampelt worden ist.

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Moses Pelham postuliert seinerseits die Kunstfreiheit.

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Man sinniert weiterhin: OHNE SAMPLES gäbe es keine HIP HOP – Musik.

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Urheberrechtsanwälte und Rechte-Juristen diskutieren über eine Bagatellgrenze (so ein Sprecher der DIGITALGESELLSCHAFT e.V.).

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Ein Urteil wird im Frühjahr 2016 erwartet.

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Dietmar Moews meint: Als Fachwissenschaftler, studierter Jurist und selbst als Kunstschaffender in den diversen international verbundenen Urheberrechts-Vermarktungsgesellschaften, GEMA, VG-Bild-Kunst, GVZ sowie VG-Wort, möchte ich auf zwei banale Tatsachen hinweisen –

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das us-amerikanische COPYRIGHT ermöglicht außerdem die Vernichtung des Urhebernamens: Wer z. B. ein Mozartwerk sich aneignet, darf seinen eigenen Namen dranschreiben und den Namen MOZART verschweigen.:

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EINS Die Musik von KRAFTWERK wird überhaupt nicht berührt oder verändert, wenn man davon Fragmente KOPIERT.

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Verarbeitet also heute ein Hip Hop-Bastler einen Beat von KRAFTWERK, hat KRAFTWERK kostenlose Werbung für den eigenen Namen und wird hierdurch konkret in Erinnerung gebracht – ein Schaden oder Nachteil ist durch ein Ausschnitts-Entnahme weit und breit nicht erkennbar, denn die Originalwerke werden durch „Zitatkopien“ nicht angerührt.

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ZWEI In den Urheberrechtstexten werden Autorenrechte als unveräußerliche und veräußerliche unterschieden.

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Der Künstlername muss immer am Werk bleiben (Keiner darf nach dem deutschen Urheberrecht Mozartmusik auf eigenen Namen anmelden und kassieren wollen).

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Mick Jagger komponiert mit Hund auf eigenes Copyright

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In der Musik wird Komposition anerkannt, wenn es mehr als ein Tonintervall oder ein banales Motiv ist. Sobald ein kompositorischer Zusammenhang bis zu sieben Takten zitiert oder einbezogen wird, um ein neues Werk zu komponieren, so ist das

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a) erlaubt und

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b) kostenfrei.

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Ab sieben Takten und auch ein wiedererkennbares Melodiemotiv dürfen nicht ohne Quellenangabe (oder ohne Lizenz) weggenommen werden.

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Die Weiterverwendung größerer Teile eines bereits vorhandenen Werkes können zwar bearbeitet werden, aber nur unter Angabe des Ursprungskomponisten, sowie unter Abführung festgesetzter Folgerechts-Lizenzgebühren an die Rechtehalter.

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Bei geschützten Werken von noch lebenden Musikern, kann zwar die Aufführung und das Eigenarrangement, eventuelle Bearbeitungen, Textzusätze u. ä. nicht künstlerisch verhindert werden – aber die Schutzgebühren, die für die öffentliche Verwertung und Vermarktung bzw. die anfallenden Lizenzgebühren müssen in vollem Umfang an die Schöpfer und Autoren abgegeben werden.

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Es besteht die Folgerechte-Vertragsregelung zwischen den eigentlichen Urhebern und den Verwertern bzw. denjenigen die sampeln und bearbeiten wollen (entweder grundsätzlich oder durch freiwillige Mitgliedschaft bei einer Urheberrechts-Verwertungsgesellchaft (e. V.) wie die GEMA).

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Entscheidend ist, dass Geld mit Leistungsverwertung gemacht werden soll und eine Klärung der FRAGE:

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Wessen Leistung wird hier zum Umsatz?

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bzw. eine anteilig als Urheberrechts-Lizenzgebühr klar ausgewiesene Rechnung ist als Vertrags-Folgerecht zu vereinbaren und Geldflüsse zu belegen.

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Wie weit erbringt der neue Schöpfer unter Verwendung von geschützten Teilen zitierter Werke eigene Urheber-Leistungen (z. B. als Komponist?)?

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und wie weit erwirbt der neue Schöpfer eigene Rechte an einem Werk, das unter anderem auch unter Verwendung von künstlerischen Fremdleistungen erzeugt wurde?

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Das ist bei konkreten Cut an Paste und sequenzierten Sample-Zitaten eindeutig materiell beweisbar – .

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Aber es ist eben auch keine Berührung des zitierten Werkes, wenn ein digitales Dokument kopiert wird. Besonders, wenn das Ausgangsstück unbekannt und nicht erkennbar ist (z. B. hier: 2 Sekunden sythetische HIP HOP OFF-Beat-Sequenzvon KRAFTWERK) kann nur von KRAFTWERK-Kunden wiedererinnert werden.

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Schließlich ist ohnehin fragwürdig, ob man einen Vierviertel-Takt Beat rechtlich als eigenes Musikwerk urheberrechtlich schützen lassen kann?

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Dann kommt demnächst jemand, der eine Generalpause für sich als Musikrecht schützen lassen will, einen C-Dur-Akkord oder einen Buchstaben aus dem Alphabet – Naturphänomene sind nicht dem Lizenz-Folgerrecht zuzuordnen.

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Yves Klein hatte das ULTRAMARINE-BLEU zum Anmalen seiner KUNST-Banalitäten auf sein persönliches Markenzeichen gezogen – aber, jeder, wer will, kann und darf, wie FRA ANGELICO, blaue Bilder malen oder auch seine Kleiderständer und seine Geige Blau anpinseln.

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Mach’s, wer kann! (Gottfried Keller: Der grüne Heinrich)

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Auch ein Koch, der das SALZ in der SUPPE patentieren lassen wollte, müsste schon mit TTIP und MONSANTO kommen, sonst würde jeder Küstenbewohner an den salzigen Weltmeeren MONSANTO nur auslachen.

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Kulturetat 2015: Deutschland steigert den Bundesaufwand

November 16, 2014

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am Sonntag, 16. November 2014

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BundesKanzler Gerhard Schröder vor „Strohbild“

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Die Nachricht von dem Zuschnitt des kommenden Bundeshaushalts ist nicht „einfach“ zu lesen. Jedenfalls: Der Bundeshaushalt 2015 wurde vergangene Woche vom Haushaltsausschuss verabschiedet.

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Dietmar Moews 1997 DMW 513.5.97, Öl auf Zebra 140cm / 140 cm In Leipzig gemalt

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Ich möchte hier mit Interpretation der Bundesbemittelung für Kultur auf die Besonderheiten der Bundeskompetenz für Kultur im deutschen Föderalismus eingehen.

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DIETMAR MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Zweitens möchte ich auf die Widmungszwecke dieser Bundesgelder hin die Politik für Kunst und Kultur im deutschen etatistischen Föderalismus kritisieren.

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Aus der Verfassungsgeschichte Deutschlands als demokratische Bundesrepublik nach 1948 ist schrittweise erkennbar, dass Kunst und Kultur sowie Bildung, Schulen, Wissenschaften und Universitäten zunächst praktisch und kompetenzrechtlich von der Kultusministerkonferenz der Länder ausgingen.

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Die staatsrechtliche Zuständigkeit (Kompetenz) wurde auf die „Kulturhoheit der Länder“ festgelegt und so entfaltet.

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Den Gemeinden, als lokalpolitische Basis im Föderalismus, fiel – stets sorgfältig unter Einhaltung des politischen Kompetenztrennungsgebots (ohne Doppelkompetenzen oder Kompetenzüberschneidungen) – der Schulbau zu („Allzuständigkeit der Gemeinden“).

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Während das Land das Lehr-Personal finanziert („Kulturhoheit der Länder“).

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Dem Bund fallen wenige magere Gestaltungsmöglichkeiten zu, in dem der Bund an Länder und Gemeinden Projektbemittelungen oder -bezuschussungen vergeben darf. Mittels wachsender„Kulturgestaltungsmacht“ des Bundes, steigt die Bedeutung der Redewendung „Wer zahlt, bestimmt die Musik“..

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Dietmar Moews 1999 mit „Strohbildern“ vor dem Blauen Wunder in Dresden und bei Schröder in Berlin

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Im Haushaltsposten „Kulturetat des Bundes 2015“ werden also Haushaltsmittel bereitgestellt, die – ohne „Bundeskompetenz“ für die Kunst- und Kulturpolitik – zur Kulturgestaltungsmacht verwendet werden.

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Dietmar Moews 1996 mit „Strohbildern“ in Magdeburg an der Elbe

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Es muss der normale juristisch studierte Staatsbürger aber wissen, dass tatsächlich der Bund keinerlei spezielle Kunst- und Kulturpolitikkompetenz hat. Sei es die Gestaltung der Bundeswappen, der Rückseiten der deutschen EURO-Münzen oder die Frage, soll der Bundesadler den Kopf nach rechts oder nach links ins Bild setzen.

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Alle fiskalpolitischen Festlegungen, die die Finanzministerien der Länder festlegen, werden zwar mit den föderalistischen Steuereinzieh- und verteilungsschlüsseln mit dem Bundesfinanzminister und der Bundesregierung abgestimmt. Aber auch hierfür gibt es keine Bundeskompetenz.

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Der Minister von Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 1997 ein „Strohbild“ von Dietmar Moews „abgezweigt“

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Es gibt auch kein Bundeskunst- oder Bundeskulturministerium. Sondern ganz funktionale Kontrolle im föderalen Kunst- und Kulturspiel nimmt seit eh und je ein Staatsminister im Bundeskanzleramt wahr, der sich seit einigen Jahren nunmehr „Kulturstaatsminister“ nennt.

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Dietmar Moews-Ausstellung in Magedburg 1997

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Dadurch, dass die Länder, denen kompetenzrechtlich die Hauptfinanzlast zukommt, in zunehmendem Maße kaum noch fähig sind, die laufenden Unterhaltskosten der Landskultureinrichtungen zu finanzieren, schiebt sich der Bund und die heutige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auch gestalterisch in das Zentrum wichtiger Entscheidungen durch Zuschüsse, Projekte, oder deren Verweigerung.

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Dietmar Moews-„Strohbild“ als Staatsankauf, im Jahr 2010 hinter dem Landwirtschaftsminister

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Angesichts des weithin wenig bekannten Sachverhaltes, dass innerhalb der volkswirtschaftlichen Verhältnisse von Kunst und Kultur im Kernbereich sowie in den Kunst und Kultur vorgelagerten (z. B. Künstlerausbildung oder Produktion von Arbeitsmaterialien, Farbe, Gitarrensaiten u. ä.) und nachgelagerten Bereichen (z. B. Kunstspeditionen, Aufsichtspersonal in Kultureinrichtungen, kulturindustrielle Medien wie TV, Presse u. a.), über 90 % der Finanzmittel aus staatlichen Budgets kommen, ist der Staat in Kunst und Kultur etwa, was der Staat für das Militär und den Krieg ist.

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Das heißt, etwa 5 Prozent bei den Gemeinden (für Pflicht- und Kann-Aufgaben), Land etwa 85 Prozent, Bund etwa 5 Prozent, nur der kleine Rest entspringt den Marktkonsumenten und Privatquellen.

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Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

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Diese gesamten Budgets werden überwiegend in festen Kostenpositionen im alljährlichen Zyklus für Personal ausgegeben. Dazu kommen sonstige feste Kosten.

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Die Vorstellung, der Bundeskulturhaushalt sage irgendetwas dazu aus, wie es dem einzelnen freien Künstler im kommenden Jahr gehen wird, kann bestenfalls darauf beschränkt werden, dass die Künstlersozialversicherung nicht abgeschafft wird.

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Dietmar Moews-„Strohbild“ mit Minister Dr. Hermann Onko Aeikens

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EINS die Kunstorganisation als ein vollkommen durchorganisierter Politikbereich im Deutschen Kulturrat, im Deutschen Kunstrat und in den einzelnen Kultur- und Kunstverbänden (wie z. B. Gema, Bundesverband der deutschen Galeristen, Deutscher Künstlerbund, Deutscher Musikrat u. v. a.) hermetisch als Struktur der Politik der Kulturindustrie ausgelegt und durchgesetzt wird.

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Gegen die Kulturindustrie und die massenmedialen standardisierten Verwertungsformen haben Einzelkünstler, die handwerklich arbeiten oder Prototypen herstellen, keinerlei berufspolitische Macht, ihre besonderen Interessen durchzusetzen.

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Dietmar Moews 2014 mit „Strohbild“ in der Mainzer Straße Südstadt Köln

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ZWEI Überall, wo solche Finanzmittel für Kunst und Kultur ausgegeben werden, entscheiden stets Gremien oder Parlamente und Ausschüsse, die von den Parteien, hauptsächlich von der SPD dominiert werden.

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Eine kleine Entschädigungsfreude ist der Umstand, dass das verfügbare Geld und die sämtlichen Posten an Hochschulen, Professuren-Planstellen und Projektmittel im Verhältnis zu der großen Zahl der Begehrlichen in den Mitgliederverbänden, hinten und vorne nicht reicht. Nicht jeder, der in die SPD eintritt, kann eine Professur bekommen.

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ZUGINSFELD Goethe-Institut Dresden 2003 Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

ZUGINSFELD
Goethe-Institut Dresden 2003
Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

Dietmar Moews-Ausstellung 2003 im Goethe-Institut mit ZUGINFELD-Proklamation von Thomas Wipf, Lothar Lange und Dietmar Moews

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Dietmar Moews meint: Die Botschaft vom neuen Kulturhaushalt, aufgestockt um Plus vier Prozent, ist von den Künstlern kritisch aufzunehmen.

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Dietmar Moews 2008 „Das Heldenmotiv“ ZUGINSFELD 36 DMW 667.14.8 Öl auf Leinwand 190cm / 190cm in Berlin gemalt

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Es kommt darauf an, dass der Bund einerseits Kunst und Kultur am Markt kauft, ganz im Sinne des Wirkbereiches und der Kunstindienstnahme.

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Ferner sollte der Staat, insbesondere der Bund, keinen Einfluss auf Kunst und Künstler und Künstler- und Kunstorganisation nehmen – und: keine Auslagerung von Staatskompetenz auf nicht- oder außerstaatliche Gremien und Kuratoren.

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Dietmar Moews 1985 „Endsport“ DMW 352.5.83, 900cm / 600cm Öl und Kunststoff-Dispersion aif Leinwand, 1983 in Hannover gemalt – Ausstellung über dem Portal der Dortmunder Westfalenhalle

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Daneben soll der Bund die Kunstbereitsstellung – also Museen, Publikationen, Transporte, Versicherungen, Aufsichtspersonal und alle pluralistischen Distributions- und Konsumtionsformen ermöglichen. Dabei darf aber keine staatliche Kunstauswahl oder Vorzensur zur Anwendung, wie heute weitgehend intransparent, getroffen werden.

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Dortmunder Westfalenhalle 2010

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Die Künstler, egal in welchem Metier, ob Musik, Theater, Malerei, Literatur, sollen in ihren Verbänden und bei den Topleuten, wie Kulturstaats-Ministerin Monika Grütter (CDU), sagen, wie ein Geld von ihr bei dem einzelnen Künstler ankommt? Der Künstler und der Kunstkonsument müssen anfragen, wie man selbst selbstbestimmt an dieser Vergabeentscheidung beteiligt oder im Sinne der „Freiheit der Kunst“ bevormundet und entmündigt wird.

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Dietmar Moews 2004 „Mondstrohfeld“ DMW 634.3.4, Öl auf Leinwand 60cm / 60cm in Dresden gemalt

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