Heuschrecken

Januar 24, 2020

Lichtgeschwindigkeit 9954

am Sonnabend, 25. Januar 2020

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Der Storch muss lange warten, bis die Heuschrecken kommen. Dann frißt er.“

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So viel aus Paul Bowles Ausgabe der Erzählungen des Driss ben Hamed Charhadi, „Ein Leben voller Fallgruben“.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Seite 7, 22. Januar 2020 von Thilo Thielke:

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„Heuschrecken fallen über Ostafrika her

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Hunderte Millionen Insekten gefährden die Versorgung mit Nahrungsmitteln

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Es ist ein Schwarm von apokalyptischen Ausmaßen: Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Kilometern pro Tag fallen derzeit mehrere hundert Millionen Heuschrecken über Ostafrika her. Die Länder Äthiopien, Somalia und Kenia sind schon betroffen, demnächst könnten die gefräßigen Insekten vom Stamm der Gliederfüßer auch noch Kurs auf Südsudan und Uganda nehmen. Allein in Äthiopien, Kenia und Somalia leben mehr als 170 Millionen Enwohner, in Südsudan und Uganda weitere 60 Millionen.

Unter der Plage leiden einige der ärmsten Länder der Erde. Die gegenwärtige Situation sei „extrem alarmierend“, teilte die Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der vereinten Nationen (FAO) am Nontag in einem Bericht zur Lage mit. Sie stelle „eine unberechenbare Bedrohung für die Nahrungsmittelsicherheit und Exostenz der Menschen am Horn von Afrika“ dar.

Derartige Plagen sind auf dem Kontinent nicht ungewöhnlich. Am schlimmsten hatten die Tiere im Jahr 1784 in Südafrika gewütet. Damals sollen 300 Milliarden Exemplare einer Schreckenart etwa 3000 Quadratkilometer Land vereinnahmt und täglich bis zu 600 000 Tonnen Pflanzen vertilgt haben. Bekannt sind die Grillen nicht nur wegen ihrer unbändigen Fresssucht, sondern auch wegen der zirpenden Klänge, die sie mit ihren Vorderflügeln erzeugen.

Die Wüstenheuschrecken (Schistocerca gregaria), die sich imMoment über die ostafrikanischen Felder hermachen, stammen nach FAO-Angaben ursprünglich aus dem indisch-pakistanischen Grenzgebiet und haben sich dann Richtung Somalia und Äthiopien nach Westen bewegt; am 28. Dezember drangen sie nach Kenia vor.

Die Insekten aus der Unterordnung der Kurzfühlerschrecken sind besonders gefürchtet, ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich normalerweise von Nordafrika über den Nahen Osten bis zur Wüste Thar in Indien und Pakistan. Sie können Wolken von bis zu 50 Millionen Tieren bilden, jedes von ihnen ist 60 bis 90 Millimeter groß und ausgesprochen hingrig. allein in Somalia und Äthiopien sollen die Eindringlinge schon 71 000 Hektar Ackerland zerstört haben. In Kenia ist bislang vor allem der nicht sehr fruchtbare Nordosten betroffen.

Die Tiere, die sich in einem einen Quadtratkilometer großen Heuschreckenschwarm aufhalten, verzehrten an einem Tag so viel Grünzeug wie 35 000 Menschen, so die FAO. In Kenia wurde ein Schwarm ausgemacht, der sich auf einer Größe von 2400 Quadratkilometern durch das Land bewegt, er ist 60 Kilometer lang und 40 Kilometer breit. Mitarbeiter der Vereinten Nationen sprechen von der schwersten Heuschreckenplage in Ostafrika seit 25 Jahren. Wenn nicht schnell eingegriffen werden, könnten die gewaltigen Schwärme bis Juni 500 Mal so groß werden, sagte FAO-Generaldirektor Qu Dongyu in der Zentrale in Rom. 70 Millionen Dollar würden benötigt, um eine solche Katastrophe zu verhindern … Weibchen 30 bis 60 Eier, die sie „vermittels einer Legröhre unter die Erde bringen, wo sich die Jungen entwickeln“, wie Brehm schrieb. Noch zwei Wochen, dann wird der Nachwuchs schlüpfen. Seine volle Zerstörungskraft wird er wohl erst im Februar und März erreichen.“

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Dietmar Moews meint: Jedes Staunen ist ein Geschenk. Es ist ein bedeutender Moment, wenn ein Kind, beim Sprechenüben erstmalig sagt:

Ich staune.

Als ich als etwa zehn Jähriger mit anderen in der Lauenauer Feldmark, unterhalb des Kriegerdenkmals am Deister, spielte, fand ich eine riesige laubfroschgrüne Heuschrecke, die sich von mir mit bloßen Händen einfangen ließ. Die rührte sich nicht. Ich musste die hohlgehaltenen Hände leicht öffnen, um mich zu versichern, dass die Heuschrecke tatsächlich in meinen Händen saß. Ohne weiteren Plan wollte ich die Heuschrecke nicht einfach wieder frei lassen. Auch weil ich ein so großes Exemplar niemals vorher gesehen hatte. Und sie rührte sich überhaupt nicht. Dann hat sie mich von innen in eine Hand gebissen – weg war sie.

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