Vereine Ausstellung in Leipzig BLACKOUT im DLF und die deutsche LÜGENPRESSE

März 15, 2019

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am Freitag, den 15. März 2019

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Leibniz aus Leipzig

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Täglich muss ich erdulden, dass die Kulturindustrie UNFUG vorgibt und „der Rest der Welt“ ahmt den Unfug nach. Ständig fehlt WISSEN der SOZIOLOGIE. Stattdessen verbreitet jeder seine Folklore. Schließlich entsteht der tägliche MAINSTREAM auf dem Niveau von BILD und RTL.

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Hier fehlt zum THEMA VEREINE etwas zur sozialen Vereins-Funktion:

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Ein VEREIN ist eine Körperschaft (weil da Körper zusammenkommen); doch werden Vereine auch umfunktioniert zu AGENTUREN und zu Scheinkörperschaften, also damit intermediäre Pseudovereine werden, rechtlich zwischen STAAT, MARKT und PRIVATWELT – eben INTERMEDIÄR.

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VEREINE können also Korporationen sein (Körperschaften), die den Zusammenhalt in der Gesellschaft durch Privatinitiative (rechtlich nach em BGB-Vereinsrecht) „vereinen“ / „Korporieren / „Inkorporieren“.

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Das nennt die Vereins- bzw. Organisationssoziologie KORPORATISMUS.

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Der staatspolitische Korporatismus wird durch verschiedene Formen von INTERMEDIÄREN formiert, wie Vereine, Clubs, ephemere Gruppen, Stiftungen, Verbände, Parteien, Gewerkschaften, Wirtschaftslobby, bis hin zu informellen Formen und wilden Kollektivgebilden in der Gesellschaft.

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Mit Korporatismus wird eine theoretische Interpretation verbunden, bei der die Staatsorganisation von recht und Gesetz her, die freien Bürger in eine „Vereinsform“/Körperschaft“ zusätzlich „inkorporiert“. Also: der Staat macht Korporatismus mit den Individuen durch Vereine.

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Das Gegenbild ist die soziologische Interpretation des NEO-KORPORATISMUS. Hier geht man davon aus, dass die sozio-kulturelle und sozio-politische Herrschaft umgekehrt werden kann, nämlich:

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„Der Hund wedelt mit dem Schwanz“ (Korporatismus) – hier jetzt NEO-Korporatismus: „Der Schwanz wedelt mit dem Hund“ – Verbände zwingen den Staat dazu, Interessensartikulationen des Verbandes zu verwirklichen (auch, indem Vereinsmitglieder/Gewerkschaftler/Parteimitglieder u. a. in den staatlichen Bürokratie und im parlamentarischen Reproduktionssystem figurieren und durch Multirollespiele die Handlungs- und Gestaltungsmacht übernehmen, die nach der Verfassung das ausdifferenzierte Staatssystem ausüben sollte (Konstitution von Exekutive, Legislative, Judikative).

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Wir habe also KORPORATISMUS und NEO-KORPORATISMUS in und durch Vereine.

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Man sollte noch wissen, dass INTERMEDIÄR – also zwischen STAAT, MARKT und PRIVATEM – eine Vermischung stattfindet. Vereine können also von privaten Fußballern als zweckverband gegründet und geführt werden. vereine können aber auch von der Kirche oder iner Partei gegründet werden, um „Fußballpolitik als Agentur“ durchzusetzen. Je nachem wer in einem Verein dominiert, demgemäß reichen staatliche Bürokratien einem Verein „die Hände“, geben Zuschüsse, greifen politische Vorschläge auf, fördern Partei(vereins-)mitglieder – oder eben nicht. Wer einen kommunistischen Verein gründet, wird keine Zuschüsse bekommen, wer einen Kirchlichen Verein gründet, findet offene Türen im Rathaus, in der Regionsverwaltung, im Landesministerium oder im Bundesministerium.

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Da liegt der Unterschied: die Konrad-Adenauer-Stiftung kriegt überall Posten für CDU-Mitglieder – eine Dietmar-Moews-Stiftung erhält nicht mal einen Gesprächstermin mit einem Staatssekretär.

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das ist – was bei der Leipziger Vereins-Ausstellung ALLES fehlt, damit der DDR-Mensch mal die westdeutsche Vereinsmeierei überhaupt versteht; es ist übrigens eine besondere „etatistische“ deutsche Ausprägung. US-Amerikanische „liberalistische“ Korporationen eines intermediären Orgabisationsbereiches gibt es quasi in USA nicht; da nennt man es THIRD SECTOR – zum Beispiel „Foundations“; denn in USA gibt es nur MARKT und STAAT. Was in deutschland mit dem BGB das PRIVATE ist, gehört in den liberalistischen USA zusammen; man nennt dort MARKT gleichzeitig PRIVAT – also Wirtschaftsrecht gleich Privatrecht! In Deutschland haben wir Wirtschaftsrecht (Marktrecht) extra und fürs Private das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Außerdem das STAATSRECHT (und zu allem Überfluss gibt es das rechtsstaatswidrige deutsche KIRCHENRECHT).

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Über 600.000 Vereine soll es in Deutschland geben. Anlass für das Zeitgeschichtliche Forum, das „Vereinsphänomen“ näher zu beleuchten. „Mein Verein“ ist die aktuelle Wechselausstellung überschrieben. Und die Idee dazu hatte der Historiker Jürgen Reiche, der das „Zeitgeschichtliche Forum“ in Leipzig leitet. Mit ihm habe ich vor der Sendung gesprochen.

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Stadtkirche St. Nikolai Leipzig Innendekoration

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DLF.de am 14. März 2019, Jürgen Reiche im Gespräch mit Maja Ellmenreich

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„Ausstellung in Leipzig – Kitt der Gesellschaft

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Von wegen muffig und verstaubt: Über 600.000 Vereine mit Millionen Mitgliedern gibt es in Deutschland. Eine Ausstellung in Leipzig geht dem Gemeinschaftsphänomen auf den Grund – und zeigt auch die Unterschiede zwischen Ost und West auf.

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Maja Ellmenreich: Taubenzüchten oder Kegeln, Leseleidenschaft oder Kunstinteresse, die Sorge um eine bedrohte Vogelart oder die Begeisterung für ein historisches Gebäude – für die Gründung eines Vereins braucht es nur eins: Gleichgesinnte. Wenn die es dann ernst meinen mit der Gemeinsamkeit und der Gemeinschaft, dann lassen sie sich ins Vereinsregister eintragen und hängen ans Ende ihres Namens das bekannte „e.V.“.

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Herr Reiche, „Vereinsmeier“ – das ist ein typisch deutsches Wort, das sich nur mit mühevollen Erklärungen und Umschreibungen in eine andere Sprachen übersetzen lässt. Ist die „Vereinsmeierei“ demzufolge auch eine typisch deutsche Eigenschaft?

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Jürgen Reiche: Vielleicht ist es das. Aber wenn man genauer hinschaut, muss man einfach wahrnehmen, dass dieses Bonmot „Treffen sich drei Deutsche, gründen sie einen Verein“ ja hinten und vorne nicht so richtig stimmt. Erst mal braucht man sieben Personen, die das gleiche Ziel verfolgen, um einen Verein gründen zu können, um sich ins Vereinsregister eintragen zu können. Außerdem: Vereinsmeierei klingt ja auch mit. Aber wenn man den europäischen Vergleich mal hinzuzieht, dann liegt Deutschland im Mittelfeld. Skandinavische Länder und die Niederlande sind da viel weiter vorne im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Und drittens ist ein gewisser Spott auch herauszuhören, aber dieser Spott ist eigentlich gar nicht angebracht, wenn man sich ein bisschen näher damit beschäftigt, weil – so ist unsere Überzeugung und meine Überzeugung – Vereine auch der Kitt der Gesellschaft sind.

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Ellmenreich: Wann ging es denn los? Ab wann brauchte man diesen Kitt in Deutschland? Wann hat man angefangen, sich in Vereinen zu organisieren – und mit welchem Zweck überhaupt?

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Leipzig Nikolaikirche 1989

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Reiche: Vereine lassen sich zurückverfolgen bis ins 16. Jahrhundert hinein. Die hießen dann vielleicht nicht Vereine, sondern Brüderschaften, Gemeinschaften. Aber das Vereinswesen hatte einen starken Zulauf im 19. Jahrhundert. Das hängt auch mit der Industrialisierung zusammen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch von 1900 ist der Verein auch festgehalten als verbrieftes Recht aller Deutschen, findet sich übrigens auch im Artikel neun des Grundgesetzes heute wieder. Es ist also ein Grundrecht hier in unserem Land. Es gibt auch einen Spruch von Max Weber, der gesagt hat: „Der Deutsche ist ein Vereinsmensch, und die Herrschenden lieben den Vereinsmenschen.“ Ich glaube, das hat sich auch ein bisschen geändert, wenn man an Vereine denkt, die sich gegründet haben im Zusammenhang mit „Stuttgart 21“ und mit Hambacher Forst und mit Gorleben. Das sind ja alles aus der Bürgerbewegung heraus gegründete Vereine. Die werden von den Herrschenden, glaube ich, nicht so geliebt.

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Der Kitt der Gesellschaft ist – dieser Begriff ist, glaube ich, gerechtfertigt, weil sehr viele Vereine auch das System, die Gesellschaft schützen und stützen. Gerade Fördervereine sind unheimlich viele zu zählen von den von Ihnen genannten 600.000 Vereinen, die es in Deutschland gibt. Jeder Zweite – 44 Prozent – ist in einem Verein organisiert. Das ist schon eine große Zahl, und die Aktivitäten, die reichen von der bekannten Tafel bis hin zu aktiven Senioren.

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Ellmenreich: Bleiben wir noch mal bei den Fördervereinen, die sich ja häufig dafür einsetzen, Institutionen oder Einrichtungen zu unterstützen. Da könnte man ja eigentlich sagen, dass sich dort die Gemeinschaftsform des Vereines bildet, wo der Staat sich zurückzieht, wo der Staat versagt.

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Reiche: Könnte man sagen. Aber ich denke, dass es kein Staatsversagen ist, sondern der Staat ist ja keine abstrakte Größe, der irgendwie außerhalb der Gesellschaft steht, sondern der Staat sind wir. Je mehr wir aktiv sind und diesen Staat auch leben, desto besser ist dieser Staat.

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Vereine schaffen auch Bindungen. Ich selber habe ja Jahrzehnte in Bonn gearbeitet. Und mit gewissen Vorurteilen bin ich nach Bonn gegangen, musste das, was Vereine zumindest angeht, ein bisschen revidieren, weil ich gesehen habe – in dem Ort, wo wir gewohnt haben, in Unkel –, wie dieses Vereinsleben auch die Kommune trägt. Da sind Menschen türkischer Herkunft organisiert, Russland-Deutsche. Es ist alles vertreten, und man ist aktiv. Dieses Aktive, das ist was ganz Entscheidendes, und das leisten Vereine.

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Ellmenreich: Jetzt erinnern Sie sich aus der momentanen Leipziger Perspektive an Ihre Zeit in Unkel in der Nähe von Bonn. Das bringt mich zu der Frage, wie es eigentlich mit der deutsch-deutschen Geschichte aussieht, was die Vereine angeht. Denn Sie kümmern sich ja in dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig maßgeblich auch um die deutsch-deutsche Geschichte seit 1945. Gab es in beiden Teilen Deutschlands, in der BRD und der DDR, Vereine?

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Reiche: Nein. Es gab im Westen Deutschlands sehr viele Vereine. Im Osten Deutschlands war der Staat nicht bereit, den Menschen ein eigenbestimmtes Leben und eigenbestimmte Organisationen zuzugestehen. Da gab es auch keine Vereine. Die hießen Vereinigungen, wurden aber vom Staat weitestgehend kontrolliert. Ein gewisses Eigenleben führten Kleingärtner und Kleintierzüchter, die vom Staat auch gebraucht wurden, weil sie – zumindest die Kleingärtner – die Gesellschaft auch bedienten, mit frischem Obst und Gemüse. Die wurden vom Staat abgekauft – kurioserweise zu einem höheren Preis, als sie dann wiederverkauft wurden.

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Ellmenreich: Auch das ist offensichtlich „Vereinsgeschichte“ – danke an Jürgen Reiche vom Zeithistorischen Forum in Leipzig! Die Wechselausstellung „Mein Verein“ ist dort bis Ende August zu sehen.

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Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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Dietmar Moews meint: Leider sind die DLF-Autoren, wie auch die Leipziger Ausstellungsmacher, fachlich unerbelichtet. Sie klären nicht über das VEREINSWESEN – nicht über die INTERMEDIARITÄT auf.

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Es zählt diese Folklorequatscherei zur LÜGENPRESSE und zur SALONPERSONNAGE.

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Haben Sie schon mal was von CDU-Bundeskanzler Helmut Kohls SPENDEN-BETRUGS-TECHNIK gehört – durch vielfältig verschachtelte INTERMEDIÄRE, Verein in Sankt Augustin hier, Kircheverein da, GmbH, Maja Ellmenreich dort und so weiter – am Ende konnte sich KOHL ohne jegliche Kontrolle jede Summe BARES SCHWARZGELD zu eigenen Bestechungszwecken holen – und nur Kurt Biedenkopf und ein paar Millionen-Geldwäscher von Brauchitsch von Krupp hatten davon eine Ahnung: VEREINE vereinen – ja WAS DENN? (BLACKOUT?)

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Welch ein ärmlicher Deutschlandfunk, unfähig eine solch oberflächliche Ausstellung von Leipzig wirklich zu durchleuchten und mit klaren Qualitätsforderungen KRITIK zuformulieren.

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Wer bezahlt eigentlich diese unfähige Frau Maja Ellmenreich?

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Furchtbar unqualifiziert.

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Denn da gibt es eben KLIENTELISIERUNG, ABKOPPLUNG, KONTROLLE, MANIPULATION und nicht nur KOLLEKTIVIERUNG und INTERESSEN-INTEGRATION. Haben Sie schon mal was von Multirollenspiel und diskreten Rollenwechseln gehört?

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So viel zum Verbändewesen und – unwesen – hier vom Organisationssoziologen Doktor Moews.

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FINE E COMPATTO,

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

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NGO-Verbot in Russland verhindert Unterwanderung

Mai 24, 2015

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vom Sonntag, 24. Mai 2015

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In Russland ist ein Gesetz in Kraft getreten, das erlaubt, ausländische Organisationen zu verbieten. Damit sollen „zerstörerische“ Umtriebe gestoppt werden, heißt es im Text.

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NGO ist die Abkürzung von Non Governmental Organization. Dahinter stecken meist „quasi Governmental“, also staatliche / Regierungs-Strukturen, Strategien, Personal, Budgets.

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Dieses Wissen aus der NGO-Soziologie (Intermediarität / Third Sector) wird immer verheimlicht, wenn Habermas von „Bürgergesellschaft“ redet. NGO ist der Etikettenschwindel des Westens, unter dem Signet „Bürgergesellschaft“ mit quasi-staatlichen Agenturen (NGO) in Russland mit westlichem Staatsgeld und westlichem Quasi-Staatspersonal Subversion und „Aufklärung/Agitation“ zu treiben.

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Bei SPIEGEL-Online heißt es heute, Sonntag, 24. Mai 2015:

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„Putin hat dieses Gesetz über „unerwünschte“ ausländische Organisationen in Kraft gesetzt, das ein schärferes Vorgehen gegen ausländische Nichtregierungsorganisationen ermöglicht.

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Organisationen, die nach Ansicht der Behörden eine Bedrohung für die Verfassung oder die Sicherheit des Staates darstellten, könnten damit für „unerwünscht“ erklärt werden, hieß es in einer Erklärung der Präsidentschaft.“

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Das Gesetz war zuvor vom Parlament verabschiedet worden. Dem Gesetz zufolge können gegen für „unerwünscht“ erklärte Organisationen Strafmaßnahmen wie das Einfrieren von Guthaben oder ein Verbot verhängt werden

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Außerdem drohen Mitarbeitern der entsprechenden Organisationen bis zu sechs Jahre Haft oder ein Verbot, nach Russland einzureisen.

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Aktuellen Anlass geben auch solche beim Antritt zur dritten Präsidentschaft Putins im Jahr 2012 große Proteste in Russland. Der Präsident vermutete die USA hinter den Demonstrationen.

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In einem bei der Parlamentsabstimmung veröffentlichten erklärenden Zusatz zu dem Gesetz hieß es, in Russland tätige „zerstörerische Organisationen“ müssten gestoppt werden. Sie seien eine Bedrohung für die „Werte des russischen Staates“ und könnten Umstürze wie in ehemaligen Sowjetrepubliken in den vergangenen Jahren anzetteln.

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Human Rights Watch und Amnesty International kritisierten die Maßnahme und teilten mit , „das drakonische Vorgehen ist ein weiterer Schritt normales Leben aus der Zivilgesellschaft zu drängen.“

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Dietmar Moews meint: NGO oder zu Deutsch NRO, Nichtregierungs Organisationen, sind in den USA – wo es nur zwei Rechtssphären gibt: die Staatliche und die Private (die Private regelt auch die Marktwirtschaft) – nach dem zivilen Privatrecht geregelt. Die deutschen NROs sind nach dem BGB gesatzt, wie Vereine, Stiftungen, fusionierende Gruppen, Verbände, Gewerkschaften Parteien. Sie sind aber meist Mischformen des Zivilrechtsbereichs, des Wirtschaftsrechts (GbR, GmbH, AG, GmbH und Co Kg u. a.), auch Kirchen als Moralunternehmungen und ausnahmsweise auch als staatliche Stiftungen.

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Man wird immer zu erkennen suchen müssen, ob da mehr Privatleute, mehr marktwirtschaftliche Firmeninteressen oder staatliche resp. Parteienstrategien verfolgt werden. Das ist oft in den Satzungen gar nicht ohne Weiteres erkennbar. Entscheidend ist die Zuordnung des Führungspersonals (bspw. ehrenamtliche Multifunktionäre) und die Finanzierungsquellen einer jeden NGO.

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Doch das Wesen der NGOs wird in der politischen Beurteilung, ob es sich um eine Kollektivform der Zivilgesellschaft (Körperschaft) handelt oder um eine verkappte, staatsausgelagerte Agentur oder Organisation, erst deutlich, wenn man genauer hinschaut.

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Dafür ist zu analysieren, ob es sich bei der Körperschaft der Mitglieder und Vorstände einer NGO um ehrenamtliche Amateure handelt oder um professionelle Funktionäre und Agenten, die von staatlichen Organen „entsendet“ sind – also einerseits hauptberuflich Staatsdiener und nebenbei als BGB-Bürger Vorstands-Mitglied in einem Verein (NGO).

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Solche NGOs nennt die Organisationssoziologie auch „QUANGOs“ – „quasi non governmental Organization“. Das heißt, eine solche NGO läuft zwar in der intermediären Rechtsform des Zivilrechts (BGB), wird aber aus staatlichen Kassen finanziert und gesteuert und personell dominiert.

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Genau genommen ist auch die FED-Bank – die US-Notenbank – eine NGO.

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Es hat für Putin keinen Sinn, über diese heimlichen Staatsagenturen groß zu verhandeln.

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Dass sich auch Green Peace, oder Attack, Human Rights Watch und Amnesty International von Putins Verbot angesprochen fühlen, hat auch damit zu tun, dass auch diese Organisationen eine erhebliche Staatsnähe bei den westlichen Staaten genießen. Auch das ROTE KREUZ ist in vielfältiger Weise an das Bundesinnenministerium angeschlossen (das Deutsche Rote Kreuz ist die Aids-Blutkonserven-Organisation des Bundesinnenministers – also eine Staatsauslagerungs-Organisation). Auch die sogenannten GOETHE-INSTITUTE, deutsche Auslands-Kultur-Organisationen, stehen in direkter Abhängigkeit zum Bundesaußenministerium, auch wenn diese die Rechtsform (e. V.) der NGO zu haben scheinen.

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Kurz – die im Raum stehende Frage ist, ob es verwundern darf, dass sich Putin ausländische „Oppositionsparteien“, die in Russland politisch arbeiten, sich vom Halse schafft – und ob das vernünftig ist?

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Eine Alternative dazu besteht darin, dass z. B. deutsche NGOs Kooperationsverträge zu gemeinsamen Projekten mit staatlichen russischen Stellen zu schließen suchen können. Z. B. im Bereich der Wissenschaft gibt es solche Kooperationen bereits traditionell. Oft sind es staatsunmittelbare Kooperationen, die gar nicht die NGO-Verschleierung benutzen.

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MERKE: Wenn in Deutschland das Wort NGO auftaucht, ist zunächst immer vorher herauszufinden, ob und wenn ja, welche staatliche Struktur dahintersteckt und den Staat in Funktion setzt?

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REGEL: Bekannte und erfolgreiche, in den Massenmedien anerkannte NGOs sind so gut wie immer der Form halber staatsausgelagerte Staats-Organisationen. Denn, immer wenn sich tatsächlich zivile Bürger zu einer Bürgerinitiative, einer gemeinnützigen Absicht öffentlich zuwenden wollen, schaffen sie das kaum ohne staatliche Hilfe. Sie kommen überhaupt nur schwer oder gar nicht raus, wenn sie nicht gefördert werden. Ohne staatlichen Hintergrund (Stadtverwaltung, Landesministerium, Bundesbehörden) werden sie in den Staatsmedien und auch in den kommerziellen Zeitungen so gut wie gar nicht publiziert. Eine kleine NGO-Bürgerinitiative (NGO) kann da lange vorsprechen oder Informationen verbreiten – es gibt kaum massenmediale Multiplikation, wenn nicht etwa der Ministerialrat oder der Bauamtsleiter, der Stadtrat oder der Siemens-Vorstandsmanager da als Multifunktionär Mitglied ist (wenn Xavier Naidoo als Musik-Promi da figuriert, aber staatlich missliebig abgestempelt ist, nützt das einer NGO gar nichts, sondern schadet, wenn man multipliziert zu werden wünscht.

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Die Medien schaffen für Dienstklassenpersonal – NGO-„Staats-U-Boote“ – immer große Reputation. Für die wirklichen NGOs-echte Bürgerinitiativen werden stattdessen Verdächtigungen angehängt und Amateurismus gescholten. Staatliche Zuschüsse gibt es für echte NGOs so gut wie nicht. Bzw. wenn es Zuwendungen gibt, muss die Mitgliedschaft dafür wirklich durch Multifunktionäre intermediär gedeckelt und gezähmt werden. Meist sind Vorstandspersonen Multirollenspieler aus Verwaltungen oder den politischen Parteien.

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