9. Mai 1945 – Bedingungslose Kapitulation im totalen Krieg

Mai 9, 2015

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vom Samstag, 9. Mai 2015

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Heute vor 70 Jahren, am 9. Mai 1945 in Berlin, unterschrieben die alliierten und die deutschen Militärführer die „Bedingungslose Kapitulation“ des „Deutschen Reichs“ im totalen Krieg.

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Heute finden verschiedene Feiern der Siegermächte statt, besonders die alljährliche „Große Militärparade“ in Moskau, wo das heutige Russland den Sieg der „Roten Armee“ im „Vaterländischen Krieg“ der damaligen stalinistischen Sowjetunion begeht.

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Diese „9. Mai 1945-Feier“ ist die Erinnerung der Siegermächte an den Sieg und aller Staaten an die militärischen und zivilen Opfer und Schäden und das Gedenken an die daraus erhoffte Friedensordnung, die in den Händen der Siegermächte lag.

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Daraus wurde bis heute ein weltpolitischer Dauerkonflikt, in dem sich die Stärksten nur beliebig an die UN-Charta halten.

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Für die Sowjetunion war aus einem kleinen Raubkrieg ein Verteidigungskrieg und schließlich ein Eroberungskrieg geworden. Frankreich war vom deutschen Reich überfallen worden und hatte nun Frieden und ein zukünftiges Mandat eines Hochkommissars in Deutschland, England hatte große Verluste und Besatzungsrechte für Deutschland, während der Beistand Englands für Polen nicht aufgegangen war. Die USA haben sich eine opferreiche exterritoriale Weltkriegsszenerie zugezogen, die am 9. Mai nicht endete. Wer sonst noch untergepflügt worden ist, kann heute nur gemischte Siegergefühle feiern.

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Der 9. Mai 1945 ist aus heutiger deutscher Sicht keineswegs abgeklärt und die großen Opfer gingen bis heute ins absurde Irrwerk über:

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Dietmar Moews meint: Der Ruf nach „Stunde Null“ verhallt, solange nicht erkannt wird, in welchem Maß Urteilsschwäche und Irreführungen der materiellen Bedingungen das sinnliche Verhalten der Menschen bestimmen.

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Dass ein deutscher Sohn eines belasteten Nazibürokraten von Befreiung redete, setzt die Verirrung lediglich fort. „Befreiung Europas“ ist ein metaphysischer Schwachsinn, der die tatsächlichen Antagonismen zerreden will, aber nicht kann.

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Die Würdelosigkeit der Hitlerdeutschen, die eigendynamisch zu Opfern wurden, zeigt, in welchem Maß die Zumutungen an das Individuum Überforderungen sind.

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Anders gesagt: Die Frage „Wie ist der Mensch?“ muss anbetracht des massenmedial organisierbaren Mehrheitsmobs anders beantwortet werden:

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EINS Die Deutschen als moderne Kampfgemeinschaft des Nationalsozialismus bildeten ein Kollektiv. Die Deutschen fanden sich in einer effizienten Machtorganisation einer nachhaltigen gemeinsamen Weltanschauung wieder.

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Wesentlicher, geradezu struktureller Bestandteil dieser „deutschen Weltanschauung“ waren eine revisionistische Ideologie, zu glauben, die Deutschen könnten gegen alle anderen Weltmächte militärisch erzwingen, die Folgen des Ersten Weltkriegs rückgängig zu machen oder aussetzen zu können: Den Versailler Vertrag beseitigen, die Staatsgrenzen revidieren, die repräsentative Demokratie der Weimarer Republik abschaffen und durch ein komplex kapitalistisch-mediatisiertes Führersystem ersetzen – das dürfte niemand überzeugen.

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Diese exklusive rechte Weltanschauung war auf den auf Hitler ausgelegten spezifischen Führerkult gebaut.

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Weltanschauung im Interessenkonflikt ist bis heute – im Jahr 2015 – das Problem – es heißt Exklusivität statt Inklusivität.

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Resilienz statt Härte wäre die Erlösung.

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ZWEI Inzwischen hat die Geschichtsforschung erkannt, dass „der Führer“ mit Verlauf des Krieges aus der deutschen Innenpolitik verschwand. Hitler wurde persönlich innenpolitisch unproduktiv, redete kaum noch öffentlich, bis er völlig untertauchte. Stattdessen mischte er sich wesentlich und „unprofessionell“, strategisch und sogar taktisch, bis zum Zusammenbruch, in die militärischen Entscheidungen ein.

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DREI Die Unmündigkeit und Urteilsschwäche der deutschen Öffentlichkeit, in deren Kommunikationsführung jegliche Kritik und sachliche Erörterung, sofern sie den „Führervorgaben“ nicht entsprachen, noch als Bestärkung der Nazilinie bewertet wurden, machte diese „deutsche Fehlerorganisation“ lernunfähig.

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Sowohl das Militär insgesamt, bis zum einzelnen Soldaten, waren außerstande moralische Pflichten und Mitgefühl in die alltäglich durchgeführten eigenen Kriegsverbrechen entscheidend zu integrieren. Wie wenig das weltanschauliche Wertkonzept des Nationalsozialismus als „Kampfmoral“ weder der allgemeinen Menschlichkeit noch der exklusiven eigenen „Herrschaftsmenschlichkeit“ genügte, wurde nicht verstanden.

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Die fortwährenden Irrlehren und Fehlentscheidungen, die sich bereits mit dem Zerwürfnis mit dem britischen Königshaus im Jahre 1936 und nach Eröffnung des Krieges gegen Russland, im Nachsommer 1941, abzeichneten, dienten den Deutschen zur Stabilisierung ihrer weltanschaulichen Vorurteile.

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Das widersinnige und unmenschliche Diskriminierungs- und Vernichtungsprogramm gegen ausgegrenzte Minderheiten, die vollkommen verirrte Rassenlehre, hauptsächlich im Zeichen eines vollidiotischen bolschewistisch-jüdischen Weltverschwörungsmodells, war die Voraussetzung dafür, dass die Deutschen blind und dumm waren. Der deutsche Nationalsozialismus hatte vorgeführt, wie beinahe selbssteuernd ein mehrheitlicher Mob herangeführt werden kann – um nachträglich noch zu behaupten: „Wusste das der Führer?“ und „Wir haben nichts gewusst“.

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Ohne eine soziale Einschätzung der miteinander interagierenden und interdependierenden Führerfokussierung mit dem jedem Deutschen zuzumessenden völkisch-entkoppelten Verantwortungsdispens bleibt die Hitlerverteufelung eine billige Sündenbocktheorie.

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Sowohl der „Führereid“ wie die „Bereitschaft der Heimatfront“ den „totalen Krieg“ einzugehen, beweist, wie stark Feindbilder, Propaganda und Weltanschauung, auch ohne Führung bis zuletzt reichten.

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Auschwitz à l’épreuve des générations – sans Putin

Januar 28, 2015

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vom Mittwoch, 28. Januar 2015

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Einerseits kann sich der interessierte aufgeschlossene Auschwitz-Deutsche über die politischen und militärischen Aspirationen des täglichen Israels vielseitig informieren.

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Andererseits kann man es sich als kultivierter deutscher Europäer schwer vorstellen, dass die orthodoxen Lebensvorstellungen, die zwischenmenschlich weitreichend sehr sehr schief angelegt sind, wirklich in allen Konsequenzen ernst gemeint sein könnten.

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Unter dem neutestamentarischen Stichwort „ARMAGEDDON“ wird ein sogenannter „Endkampf zwischen Gut und Böse“ ganz konkret erwartet und als Schicksal derart umarmt, dass man auch schon weiß, wo: In Jerusalem.

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Das IRRE ist: Im heutigen Putin-Russland, dass sich selbst als historisch-gewachsenes Europa versteht, wird eine orthodoxe orthodoxe Rolle der christlichen Kirche etabliert, die den ARMAGEDDON-Abrahamiten machtpolitisch nahesteht.

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ABER: Auf und ab wird beiläufig bemerkt, dass anlässlich der Auschwitz-Erinnerungs-Feier in Auschwitz bei Krakau – am 27. Januar 2015 -, viele wichtige Staatsrepräsentanten der 1945 im Krieg in Europa angereist waren, um zu gedenken und ein Gedenken zu repräsentieren.

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UND: Es wurde diskutiert, dass und warum der russische Staatsführer Putin in Auschwitz an der Erinnerungs-Feier zur Befreiung, am 27. Januar 1945, durch Abteilungen der Roten Armee, nicht teilnahm –.

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Immerhin sei Putin doch der Repräsentant Russlands, das den „Vaterländischen Krieg“ unter millionenfachem Menschenopfer mit der „Roten Armee“ gekämpft hatte.

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UND: Es scheint kaum jemand aufgefallen zu sein, dass unter Titelüberschrift von „Le Monde“ – „Auschwitz à l’épreuve des générations“ – „Auschwitz als Prüfstein der Generationen“. Soll heißen: Ob und wie lebendig die Erinnerung an Auschwitz von heutigen Generationen ausgeprägt wird.

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Dietmar Moews meint: Mir scheint es erlaubt und wünschenswert, gegen die heutige Verpitbullung und Hitlerschlauheit des Mobs dieses Erinnerungsthema „Auschwitz“ soweit ins Leben hineinzuholen, dass es kein steinernes Gedenken sondern ein lebendiges Erinnern sein soll:

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Niemand hat das Recht auf Heuchelei in dieser Menschenvernichtungs-Katastrophe. Erinnern und Mahnen muss ungeschränkt auf die heute angängigen Massenmördereien direkt angewendet werden.

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Demgemäß gehören Putin (Grosni/Tschetschenien, Georgien) ebenso unter die Herrschaft des Rechts, wie George W. Bush, Cheney, Rumsfield n. n. (Folter und Mord in Abu Ghraib / Guantanamo und anderswo) wie auch Barack Obama (Drohnen-Massenmorde an „kolateralen Opfern“) also persönlich vor den internationalen Gerichtshof – ungeachtet, ob Russland oder die USA Mitglieder dieser Gerichtsinstitution sein wollen oder nicht.

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Und noch zur Auschwitzgedenkfeier in POLEN: Es waren sogar noch steinalte ehemalige Auschwitzopfer aus aller Welt – nach Polen gekommen, 50 Staats- und Regierungspräsidenten, Francois Hollande, Polens Präsident Komorowski, Bundespräsident Joachim Gauck – es war der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko gekommen – wer?

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DIETMAR MOEWS
Sportflagge
Ukraine Bodenturnen

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UKRAINE gehörte zur stalinistischen Sowjetunion und ukrainische Soldaten waren, wie alle Söhne der anderen Sowjetvölker im „Vaterländischen Krieg“ gegen das Dritte Deutsche Reich, durch den Kampf zu den Befreiern von Auschwitz geworden.

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Putin ist nicht der Geschichtsherr der „Roten Armee“ und nicht des „Vaterländischen Krieges“ – Putin ist nicht ein exklusiver Nachfolger der „Befreier von Auschwitz“. Dazu gehören viele, die vorgestern nicht nach Auschwitz gekommen waren, aber auch viele, die in der Nachfolge der Sowjetunion zur „Roten Armee“ gehörten, wie eben für die Ukraine, der Ukrainer Poroschenko. Zwar war Putin nicht da – aber eben Poroschenko war da.

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Und es darf wohl genauer hingeschaut werden, wenn es heißt „à l’èpreuve des générations“ – dass es das höchstlegitime Recht des heutigen Polens ist, die Tradierer der „Roten Armee“ heute als Vertreiber und Besetzer Polens abzulehnen.

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Auch einzelne Opferstimmen erklärten dazu – nach 70 Jahren der Befreiung von Vernichtungslager Auschwitz: „Wir waren viele, die fragten: Ist denn Stalin koscher?“

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MORAL von der Geschicht: PUTIN hat in der NACHFOLGE STALINS die Auschwitzbefreiung in MOSKAU gefeiert.

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