USA und CUBA: Obama in Havanna

März 21, 2016
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Vom Montag, 21. März 2016

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Der US-Präsident Barack Obama hat heute seine außenpolitische Initiative zur Änderung der staatspolitischen Beziehungen zum kommunistischen Cuba mit seinem persönlichen Besuch bei Staatschef Castro in Havanna fortgesetzt.

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Zur Erinnerung: Das von den USA entrechtete quasi kolonialisierte Cuba ist in den 1950er Jahren von militanten Revolutionären gewaltsam befreit worden.

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Cuba konnte gegen den Willen der USA seitdem, unter sowjetischem Patriarchat, ein eigenes Einpartei-Staatswesen einrichten, das sowohl Anerkennung in weiten Teilen der Welt genießt wie auch sich selbst einigermaßen genügt.

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Obama möchte jetzt, zum Ende seiner zweiten US-Präsidentschaft als ein gutes Symbol, die allüberall weltweit propagierte „amerikanische Freiheits-Ideologie“ zum außenpolitischen Beziehungsmodus zwischen USA und Cuba befördern.

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Das ist vielfältig schwierig.

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Obama ist nicht „die USA“.

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Die cubanische Schutzmacht UDSSR heißt jetzt Putin und ist problematisch für Cuba.

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Die USA kennen überhaupt grundsätzlich keine Vertragspartnerschaft an, sondern stellen sich selbst als Welt-Militärmacht über jedes Recht, über jedes Gericht, auch über den Weltvölkerbund.

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Praktisch sollen Reisefreiheit und ziviler Handel entstehen, die allein schon von den bestehenden familiären und sozialen Beziehungen zwischen Cuba und Cuba-Emigranten in USA, besonders in Miami, Florida, entstünden.

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Andererseits ist das arme Cuba ein gefragtes Tourismusziel und Devisenziel für Amerikaner. Cuba erwartet Investitionen amerikanischer Kapitalanleger zur Renovierung der maroden Immobilien, Straßen, Hotels, Infrastruktur.

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Die cubanische Apartheit der zwei Währungen – der eigenen wertlosen und der US-Dollar bezogenen kaufkräftigen – man kann die jungen Cubanerinnen verstehen, die in den Tourismus gehen, anstatt Politik zu studieren.

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Dietmar Moews meint: Die schöne Landschaft und das wunderbare karibische Klima und die frohen Menschen kann man Cuba nicht enteignen und exportieren.

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Die Einflussnahme mit den ankommenden Investitionen wird ein heikler Tanz werden. Wobei die nachwachsenden jungen Politiker Cubas nicht mehr die Kritikfähigkeit und Skepsis der Fidel und Raúl Castro kennen.

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Der natürliche Fortschritt der Zeit wird den Wandel ergeben. Cuba wird darauf achten, auf was man einschlägt und was man lieber ausschlägt.

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Heute blicken Cubaner mit Schrecken auf die US-TV-Stationen, die man in Cuba empfangen kann:

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Donald Trump als politischen Führer mit Raúl Castro tauschen?

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Bewaffnung der weißen Zivilamerikaner und die höchste „Bürgerkriegs-Todesopferrate“ aller Staaten dieser heutigen Welt –

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Die mit Abstand höchste Kriminalitätsrate und Strafgefangenen – als offensichtlich völlig ungeeignetes Organisationsergebnis der US-Kriegsgesellschaft –

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Wer mal mit einer schweren Krankheit und Michael Moore hilflos von den USA nach Cuba gefahren ist und das cubanische Medizinversorgungssystem erlebt hat, wird schwerlich als „Hispaniole“ im freien Nordamerika gesund sein wollen.

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Obama kann nicht als strahlender „Persuer of Happiness“ auftreten, sondern er bietet saure Gurken an, die nur mit Blick nach Ecuador, Venezuela, Mexico und Brasilien getoppt werden:

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Guantanamo lässt grüßen.

 

 


CHINA: Kursrutsch durch Luftgeld-Krieg

Januar 7, 2016
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Vom Donnerstag, 7. Januar 2016

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AKTUELL: Heute sind erneut im neuen Jahr 2016 die Kurse an der chinesischen Börse abgestürzt und wanken.

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Erste konkrete Folge sind weltweite Abstürze der Aktienkurse. Auch der DAX ist auf den Indexwert von unter 10.000 Punkte gesunken – das sind etwa 1000 Punkte Verlust in diesem Jahr.

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Abwertung, also der internationale Tauschwert des chinesischen Yuan sinkt, ist zunächst eine „ganz normale“ Reaktion der „Risikoeinschätzung oder Gewinnerwartung“ der Kapitalisten (oft große bankengeführte Fonds-Pakete und Absprachen).

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BILD.de behauptet heute, Donnerstag, 7. Januar 2016:

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Der Kursrutsch rühre vom gewaltigen Devisenberg Chinas her.

Peking hat durch Außenhandels-Unbalance einen Devisenberg von inflationären Fremdwährungen – der wird durch den Börsenrutsch stark verringert.


„… Wie die chinesische Notenbank mitteilte, betrugen die Währungsreserven der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Dezember 3,33 Billionen US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Verglichen mit einem Monat zuvor verringerten sich die Reserven um 108 Milliarden Dollar und damit so stark wie noch nie. Die Dynamik wird noch deutlicher, wenn die Entwicklung im Gesamtjahr 2015 betrachtet wird. Im vergangenen Jahr sanken die Devisenreserven, die vor allem aus den hohen Exportüberschüssen des Landes stammen, um mehr als eine halbe Billion Dollar.“

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Dietmar Moews meint: Der zahlenmäßige Reichtum des vagabundierenden Kapitals der Aktieneigentümer kommt nicht ohne realwirtschaftliche Gegenwerte aus.

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Wenn, wie jetzt, aufgrund angeblicher Konjunkturabschwächung, dass die chinesischen Aktiengesellschaften sinkenden Absatz und verschlecherte Geschäftsverläufe haben – die Spekulation der Aktionäre den Verkauf von Aktien begründet, entsteht so ein Wertverlust, rein finanzwirtschaftlich durch das Verkaufsverhalten der verkaufenden Aktionäre.

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Die chinesischen Firmen und deren Betrieb werden dadurch zunächst überhaupt nicht realwirtschaftlich berührt, denn es ist lediglich Spekulation auf Risiko der Kapitalisten.

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Allerdings sind solche Kapitalverlagerungen ganz reale freie Geldmengen, für die dann neue Anlageziele gefunden werden müssen. Freies Kapital bildet potentielle „Nachfrage“ auf die verfügbaren Börsenangebote. Folgedessen steigen die Kaufpreise für Aktien weltweit, wenn die Kapitalisten aus chinesischen Aktiengesellschaften aussteigen.

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Sofern aber die gesamte Weltwirtschaft schlechte Ergebnisse erzeugt, kein reales Leistungswachstum, sondern lediglich Spekulationsspiele und Umschichtungen von Werten an den Börsen gehandelt werden, kommt es prinzipiell zu Nachfrage-Verteuerungen von nichtchinesischen Aktien, ohne dass dahinter eine reale Wirtschaftskraft der Realwirtschaft steckt – das nennt man „Blasenbildung“, wenn schlechte Scheine höher bezahlt werden, nur weil keine guten Aktien auf dem Markt sind. Zuerst kommt es aber überhaupt zur Spekulantenverunsicherung und zu ziemlich sinnlosen Aktienumsätzen – was soll man denn auch kaufen?

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Hauptproblem weltweiter „Finanzkriminalität“ ist das Geldpumpen. Denn insbesondere die US-Federal Reserve hat in Billionen und Aberbillionen viele Jahre lang US-Dollar gedruckt und fast zinsfrei ausgegeben. Damit entstand eine US-Kaufkraft durch quasi „Falschgeld“.

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Mit dieser Kaufkraft haben USA-Dollar-Kapitalisten chinesische Waren importiert, wodurch die chinesischen Fremdwährungs-Devisen-Berge entstanden sind, während die Produktion wuchs..

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China-Aktiengesellschaften haben also viel produziert und viel exportiert und dafür sich mit inflationären US-Dollars bezahlen lassen. Nun ist dieses chinesische Kapital durch die US-Dollar-Inflation viel wertloser als es sein dürfte.

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Der aktuelle Börsensturz ist nun die Reaktion der Aktionäre, denen die chinesischen Aktiengesellschaften gehören.

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Konkrete Folge für die Weltfinanzen ist, nachdem die chinesische Börse heute einfach geschlossen wurde und damit den Handel (Verkauf) chinesischer Werte abgeschnitten hat, es suchen sich die freien Geldmengen Kauf- und Verkaufziele an anderen Börsen. Dabei kommt eine enorme Wertverringerung (Inflation) des chinesischen Yuan zur Verrechnung:

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Die Aktionäre haben rechnerisch aktuell etwa 100 Milliarden US-Dollar Verluste – und sie müssen irgendwas für das durch die chinesischen Verkäufe freigewordene Verrechnungsgeld an Aktien kaufen. Und dadurch entsteht Verteuerung von möglichen Kaufzielen bei Realgütern aus der weltweiten Realwirtschaft.

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Blasenbildungsverdächtige Aktien an den Börsen sind stets die Bereiche der real festeren Güter an Rohstoffen und an Immobilien.

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Es werden folglich knappe Rohstoffe teurer, und schließlich steigen Kosten für Einkauf und Produktion in Wertschöpfungsketten. Verkaufspreise steigen, Warenabsatz und Nachfrage sinkt bei verringerten Ertragsmargen. Konsum und Konjunktur verschlechtern sich. Außerdem sind die Märkte übersättigt – die Konsumenten haben die Nasen voll – wer soll das angebliche TTIP-Wachstum zukünftig konsumieren?

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Aktienanlage für Immobilien sind realwirtschaftlich noch gefährlichere Blasenmetiers, denn hier grenzt die Preissteigerung an die Zahlungsunfähigkeit der Mieter von Immobilien, sodass die Refinanzierung der Investitions-Immobilien nicht über einen volatilen Nachfragemarkt aufgefangen werden kann. Solche Immobilienfonds-Blasen können platzen, weil die Rückflüsse von möglichen Konsumenten nicht gezahlt werden.

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Der Börsensturz in China bedeutet also zunächst nur, dass Kapitalisten über massenhafte Geldberge verfügen, die nichts Wert sind, weil es nichts Vernünftiges auf dem Börsen-Markt zu kaufen gibt, dieses freie Kapital gewinnbringend anlegen zu können.

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Das inflationäre Gelddrucken, US-Dollar, EURO und auch Yen, der FED-Bank, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der japanischen Notenbank, steigert also die Risikospiele und die Spekulation.

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Damit ist das gesamte Aktien-Börsen-Geschäft eine gefährliche CASINO-Zockerei geworden, während Devisenhändler immer weiter unsittliche Finanzfonds und betrügerische „Finanzprodukte“ mit viel zu hohen Gewinnversprechungen kreieren, in die das freie Kapital dann flieht und neue Blasen bildet.

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RUBEL-Kollaps und Panikkäufe: PUTINS autarke Binnenfinanz

Dezember 18, 2014

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am Donnerstag, 18. Dezember 2014

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Die große Stärke des US-Dollars ist die strukturelle Autarkie der USA, sich quasi ohne Außenhandel selbst ernähren zu können. Hinzu kommt die weltbeherrschende militärische Schlagkraft, nebst IT-Kontrolle und Cyber-Wappons. Egal was kommt – in den USA hat der US-Dollar immer die Kaufkraft von einem Dollar.

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Die ebenso große Stärke des russischen Rubel ist die strukturelle Autarkie Russlands, sich quasi recht und schlecht selbst ernähren zu können und die Geschichtserfahrung mit Rechtlosigkeit und Zwang gegen das eigene Volk. Hinzu kommt die weltstabilisierende Zweitschlag-Kapazität und die stärkste konventionelle Armee für Eurasien. Der Rubel hat in Russland – trotz Wertverlust als internationale Valutierung – in Russland auch weiterhin die Kaufkraft von einem Rubel.

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Vorausgesetzt, die russischen Konsumenten sind mit den Lieferungen der russischen Wirtschaft zufrieden. Aber da hängt das Problem und wir sehen nun Hamster- und Panikkäufe – die Flucht in Sachwerte der Groß-Rubelhalter.

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Nachdem nunmehr die Interessenskonflikt-Ambitionen zwischen dem WESTEN und RUSSLAND griffig und verbal eskaliert sind, wird die russische Wirtschaft und der russische Rubel, folglich Russland, von den weltbeherrschenden Vernetzungsstrukturen der Währungs- und Finanzpolitik getroffen.

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Der Westen hat zahlreiche Handelssanktionen verhängt, dazu erhebliche, konkrete, auf wichtige russische Personen gerichtete, Beschränkungen beschlossen – und das am Welthandel beteiligte Russland sieht sich plötzlich FREMDBESTIMMT.

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Folge der Folgen dieser Handelsauflagen durch den WESTEN ist der Kollaps des russischen RUBEL am Weltfinanzmarkt und Panikkäufe in Russland, den stürzenden Rubel bestmöglich in Warenwerte auszugeben.

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Dietmar Moews meint: He bites of more than he can chewes scheint, als ginge der russische Führer Vladimir Putin aufs Ganze, aber macht die Rechnung ohne seine Führungsschwäche, falls es zu erheblichen materiellen Einbußen kommt.

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Es ist heute die monopolkapitalistische Führungsstruktur der weitenteils staatlich-russischen Rohstoffwirtschaft, die aber nicht auf einer stalinistischen Einheitspartei und auch nicht auf einem „Angst und Schrecken“ verbreitenden PUTIN-Führer beruht. Die Zeit ist vorbei.

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Die russischen Wirtschaftsmanager wissen wie und ob sie in Kooperation mit dem Westen ihre großen Wirtschaftsläden – ohne Putins völkische Kaprizen –  in Gang halten können, und was jetzt, unter den Sanktionen, daran leidet.

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So lange Putin das völkische Selbstgefühl der russischen Wähler erhöht und sich selbst dabei aufwertet, mag er darin fortfahren. Sobald es aber Allen dieses Hochgefühl unter Hinnahme von erheblichem materiellen Rückfall in Notzeiten und Subsistenzwirtschaft bringt, wird es im Sinne des Wortes für Alle UNGEMÜTLICH:

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Es wird PUTIN zum Einlenken zwingen, wenn er nicht von Chodorkowski oder anderen Wirtschaftsprominenten abgelöst werden will. Eine Führerkatastrophe durch heißen Krieg wird Putin nicht in Erwägung ziehen. Das wäre zu opfervoll.

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Es ist auf geduldige Diplomatie der EU-Führer gegenüber Putin zu hoffen.

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DIETMAR MOEWS
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Ukraine Bodenturnen

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Dazu muss Putin auf gewisse völkerrechtliche Forderungen ansprechen, die Ukraine zufrieden lassen und die Krim zufrieden lassen.

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Mit Einrede der EU dürfte es möglich sein, die Ukrainer ebenfalls zu einer kultivierteren Umgangsart mit dem Recht auf Anderssein – in Donbaz und Krim – zu bewegen.

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Wer EU-Mitglied werden möchte, wie Poroschenko in Kiew, sollte sich vorher die üblichen Verfassungsnormen und rechtsstaatlichen Praktiken Westeuropas aneignen – zumindest genau anschauen.

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„Überwindung“ Dietmar Moews malt im April 2014

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