Deutsche Doping-Weltmeisterschaft gefeiert

August 23, 2015

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Sonntag, 23. August 2015

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Nachdem nunmehr die Auseinandersetzungen um die nachweislichen geradezu serienmäßigen Doping-Kontroll-Schwächen darin gipfeln, dass:

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EINS Sebastian Coe, ein Befürworter des kontrollierten Dopings zum neuen IAAF-Präsident gewählt worden ist, konnten nunmehr die Leichtathletik-Welmeisterschaften in Peking mit den Doping-Wettkämpfern und den Spitzenhonoraren und Einschaltquoten beginnen.

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ZWEI Deutsche Spitzensportler, die das Doping ablehnen und zumindest auf lückenlose Kontrollmethoden beharren, haben ihre Teilnahme in Peking abgesagt. Sie gaben stattdessen Interviews im deutschen Fernsehen und schließlich Verletzungs- und Trainingsgründe dafür an, dass sie bei der WM fehlen.

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Wirklich ist es so, dass diese Leichtathleten, die sich an die Regeln und Kontrollen gehalten hatten, aufgrund des offensichtlichen Unwillens der IAAF und der WADA die Doping-Leute auszuschließen, jetzt nicht mitmachen.

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Dagegen werden auch von den kulturindustriellen Unterhaltungsvermarktern die Teilnehmer aus Russland, auch China, auch aus Jamaika, die verdächtige Kontrollzeit-Ausfälle zu Buche stehen haben – für Zeiten in denen relevantes Doping angewendet werden kann – eben als Spitzenwettkämpfer bei der WM verlangt. Deshalb dürfen die nicht gesperrt wurden, sondern feiern jetzt Siege.

DREI Die deutsche Diskuswerferin wurde folglich gestern Weltmeisterin, vor einer Chinesin, und die deutschen Fernseh- und Radiomedien haben exaltiert die Siegerin gefeiert.

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Mahnrufe aus dem deutschen Medienpublikum zu dieser Heuchelei wurden bislang nicht gehört oder gelesen. Die deutsche Weltmeisterin behauptet natürlich eine saubere Doping-Kontroll-Akte zu haben und so gesehen eine regelgerechte Weltmeisterin sei – nach dem geltenden IAAF-Reglement.

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Genau das behaupten auch alle anderen, die die Siegprämien und die Sponsorenverträge bekommen.

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Dietmar Moews meint: Die Lust, Wettkämpfe am Weltrekord-Limit im Fernsehen mitzuerleben ähnelt der Schaulust bei Autounfälle und sonstigen Feuerbrünsten – man muss automatisch hinschauen. Es ist nicht allein Sensationslust – es ist auch ein Angstadaptions-Gestellt, das jenseits von Moral und Gut und Böse den heimlichen Blick erzwingt.

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Eine Quote der westlichen Menschheit schaut „Spektakel“. Entsprechend wird Werbung als Spektakel aufgemacht – man sehe nur die REDBULL-Hochglanz-Bildbroschüre: „Höher, Schneller, Weiter, Schöner“ würde sofort eingestellt, wenn das Geschäft von Redbull darunter litte. Nein – es funkt und lockt.

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Gladiatoren sind gefragt. Man muss dazu nicht lügen. Man könnte sagen:

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PEKING-WM mit Doping und Weltrekorden

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und man könnte außerdem „saubere Sportler“ in eigenen sauberen Amateur-Verbänden aufziehen: Und man wird sehen, welche Verbands-WM die sauberen Athleten dann mitmachen? Die, wo es Geld gibt? oder die, wo es den Reinheitsstempel gibt?

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Man kann es vorwegnehmen: Die Video- und Vermarktungs-Millionen werden am Markt entschieden. Die Gladiatoren werden den Publikumszuspruch bekommen.

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Statt die alten Weltrekord-Listen mit nachweislich gedopten Rekordleistungen werden nicht gestrichen. Sebastian Coe und Sergej Bubka sind Vorzeige-Athleten jener Doping-Zeit, die heute die IAAF-Politik repräsentieren, ebenso wie Thomas Bach bei IOC.

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Man muss das nicht anschauen. Vermutlich schauen die nichtgedopten Sportler aus „dienstlichem Interesse“ wie in Peking gehüpft und gesprungen wird. Keiner hat was gegen die neuesten Schuhe, den neuen Speer oder die Gummi-Lauf-Bahn.

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Selbstbestimmung und das System – so heißen die beiden Wertausrichtungen, die jedem Menschen persönlich obliegen dürfen sollte – mangelnde Mündigkeit und absurde Urteilskraft dürfen lediglich nicht gemeingefährlich sein.

versammelten Doping-Wettkämfern um Einschlatquoten und Spitzenhonorae beginnen


Til Schweiger in der Politik

August 22, 2015

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Samstag, 22. August 2015

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Der deutsche Kulturindustrielle, Künstler und Unternehmer im Unterhaltungsgeschäft marktwirtschaftlich aktiv, erfolgreich und bekannt, trat kürzlich mit einer eigenen politischen Ansage in die Öffentlichkeit:

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Til Schweiger erklärte in einer TV-Talk-Show und in weiteren Interviews, dass er sich für Notleidende einsetzen möchte. Dafür will er auf „eigene Kappe“ eine Einrichtung / Aufnahme- und Hilfsstätte schaffen, die insbesondere Flüchtlings-Kindern helfen können soll.

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In der TV-Diskussion trat Til Schweiger in Opposition zu einem CSU-Politiker – man zeigte seine gegenseitige Geringschätzung.

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Was Til Schweiger sagt, hat man hören und lesen können.

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Was Til Schweiger tun kann und wirklich tun und erreichen wird, ist offen.

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Dietmar Moews meint: Jeder Mensch darf und soll seine Meinung sagen, wenn er mag.

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Til Schweiger, als Geschäftsmann, ist stets vielen, teils gegenläufigen Motiven und Werten unterworfen, so dass jeder „Kunde“ von Til Schweiger stets schauen muss, was sein Reden und wirkliches Handeln ergeben.

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Jeder Mensch hat politische Einstellungen, ohne dafür vollkommen oder vorrangig professionell informiert zu sein. Die politischen Positionen, die Til Schweiger in diesem Disput eingenommen hat, sind dafür nicht notwendig zu prüfen.

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Frage ist hier: Ob die politische Position und die dafür angenommenen Kenntnisse der Lage, zu den Lösungen führen können oder müssen, wie es Til Schweiger vertritt:

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„Flüchtlinge und Todesopfer zu Tausenden“ – das fordert jeden von uns auf, zu helfen.

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Mir fehlte bei dem Vertreibungsthema, Emigration, Asylsituation, Lebensgefahren, Hoffnungslosigkeit usw. (zu der praktischen Notsituation, in der akut gerettet und geholfen werden muss: Das ist ein Moralpflicht-Gebot.) das wirkliche (es wirkt) Kommunikationsproblem der IT-Revolution:

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Die Völkerwanderer und Flüchtlinge leben nicht nur bedrängt und oft unter sklavischer Todesbedrohung – diese Opfermenschen haben Echtzeit-Videos der schönen Welt.

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Die Armen wollen es auch schön haben. Sie sehen Hollywood-Filme im Internetz, sie sehen Til Schweiger-Filme, wo neue Autos, hübsche Leute, Action und Leichtsinn ausgelebt wird, sie wollen es auch schön, neu und leichtsinnig haben. Und sie sehen, dass sie das zuhause nie im Leben erreichen werden.

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Wer www weltweite Angeberei betreibt, darf sich nicht wundern, dass es viele arme Menschen gibt, die die bunten Glasperlen ebenfalls für sich wünschen. Die Leute werden nicht nur vertrieben, sie streben auch überhaupt nach Verbesserung für sich.

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Auch Til Schweiger ist Teil der westlichen Kulturindustrie und kämpft um die notwendigen Geschäftserfolge. Sofern die Not nicht filmtauglich ist, wird Til Schweiger nicht als Videoproduzent sondern als Privatmann an seinen Hilfeleistungen zu messen sein.

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Hier hat Til Schweiger zumindest Position für die Notleidenden bezogen und ist einem Abwiegeler der CSU entgegengetreten.

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Dadurch hat sich immerhin eine laue Diskussion ergeben. Wie viele Industrieschauspieler nun dem Til Schweiger sich persönlich anschließen, Hilfsaktivitäten zu unterstützen, werden wir sehen.


Ingolstadt mit AUDI Meister der zweiten Klasse

Mai 18, 2015

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vom Montag, 18. Mai 2015

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Die Unterhaltungs- und Freizeitwirtschaft hat über die massenmediale Bereitstellung von profitablen Werten eine fortgeschrittene Ausprägung durch Fussball-Vermarktung eingeschlagen. Es wird durch weitere Anpassungen des Sports an diese „Primärnutzung“ noch weiter gesteigert werden.

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Wer mit Sport beginnt, kann in der Spitze sehr früh zum hochbezahlten Mitspieler dieser Kulturindustrie werden. Klar – dann stehen Dienst im Vordergrund und die Darstellkunst von Liebesfreude – am besten mit Liebe und Freude – bei Blödheit.

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Wir lauschen den Interviewschnipseln von: Marco Reus, Kevin Volland, Kevin de Bruyne, Lukas Podolski, Boateng Boateng, Christiano Ronaldo, David Beckham, Leo Messi, Diego Maradona, Franz Beckenbauer – Dickes Müller / Dünnes Müller, Mario Götze sagt lieber nichts.

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Der AUDI-Fußball-Kader in Ingolstadt hat nur elf Jahre nach „Vereinsgründung“, durch die gestern gewonnene Meisterschaft in der Zweiten DFB-Bundesliga, den Aufstieg in die erste Liga erreicht.

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Damit hat der VW-Konzern nunmehr drei Fußball-Kader im deutschen DFB-Erwerbsfußball platziert. Neben der FC Bayern AG und dem VFL Wolfsburg spielt nun auch Ingolstadt mit – und wir werden erleben, wie in der spielfreien Zeit zusätzliche VW-Marketing-Aktionen für das Labeling dieser Fußballmarken zu sorgen versucht werden:

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AUDI-CUP kommt.

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Wenn der VW-CEO Winterkorn beim Transfer des brasilianischen Spielers Luiz Gustavo, von Bayern München nach VFL Wolfsburg, auf kürzestem Weg helfen konnte, ist nicht auszuschließen, dass in bestimmten Wettbewerbssituationen ein gewisser TEAM-SPIRIT wirksam werden wird.

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Die Stellungsnahme von VW-Manager Klaus Allofs, bei Sport1, zum Professionalitäts-Defizit des FC Bayern zum Saisonende, kann auch als Vor-PR für den kommenden AUDI-CUP verstanden werden.

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Wenn also Kevin De Bruyne demnächst bei Bayern München aufläuft, dann basiert das auf den Vertragshintergründen bei VW, bei AUDI, bei Mercedes Benz, bei ADIDAS, bei Allianz und Telekom – und dass das De Bruyne-Spielermanagement die Verbreiterung dessen Marketing-Rankings sucht. Selbstverständlich verdienen alle mit.

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Dreigestirm Köln 2014

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Dietmar Moews meint: Und dann betrachten wir die ausrastenden Trainer Jürgen Klopp oder Streich von Freiburg – ich meine, Zwangsjacke und abführen. Diese „Vorbilder“ sind die Zauberlehrlinge, die glauben, Innen und Außen, Selbstbild und Fremdbild, seien eine „Frage der Ehrlichkeit“ oder eine „Frage der fachlichen Leistung“: Sie sind Ultra-Vorbilder – was die sich erlauben, glaubt jeder Hooligan, gehört zum üblichen Ton.

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Klar, dass der „ehrliche“ Trainer Streich unmittelbar nach dem Spiel sich vor dem ehrlichen Interview drückte. So viel Nüchternheit verfügt so ein Trainer immer, zu sagen, dass der 2:1-Sieg von FC Bayern geschenkt worden ist – unsportlich, wettbewerbsverzerrend – aber unprofessionell? – wer weiß denn, welcher Vordergrund hier den ehrlichen Hintergrund des Bezahlfußballs verdeckte?

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Sie irren: „Vorbild“ ist eine soziale Qualität, es folgt die Reaktion des Publikums als Interaktion. Deshalb gibt es ja Schauspielkunst und Rhetorik: Das Bild wirkt mit der Haltung des Darstellers – nicht die bildlose Wahrheit.

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Folglich sorgte Streich für ein BILD. (Ich sehe es noch vor mir, wie der HSV-Stürmer den Arm des Freiburger Torwarts nach unten schlug, um dann einköpfen zu können – unmöglich, dass es keiner der Schiedsrichter gesehen hatte). Wer kennt den Hintergrund?

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Mercedes und BMW müssen im internationalen Marketing die Kommunikationsrelevanz des weltweiten Industrie-Fußballs im Auge behalten.

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Bemerkenswert ist, wie zweifelsfrei beobachtet werden kann, wie ein Marketing-Retortengebilde wie REDBULL mit RB Leipzig viel Unmut auf sich zieht, während SAP Hoffenheim und AUDI Ingolstadt wie nette Disneyland-Amateur-Fußball-Schulen daherkommen.

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Der Clou liegt in der sehr gegensätzlichen Breite des von diesen Marken klientelisierten Publikums:

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FC Bayern wird von eigenen Vereinsanhängern aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich aufgesucht. Man strebt allerdings nach weltweiter Reichweite des Merchandizing, ähnlich wie beispielsweise Manchester United oder Real Madrid.

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Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

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Die mehr lokale „Begeisterung am „Borsig-Platz“ von BVB 09 Dortmund AG und dem Kleinaktionäre-Konzept sowie den Massenaufläufen zu den Heimspielen oder die Lokal-Couleur des sogenannten Kiez-Clubs FC St.Pauli oder von Union Berlin/Köpenick oder dem EFFZEH KÖLN bzw. den alten SED-Fans der EX-DDR-Vereinen unter dem Zeichen „DYNAMO“, in Dresden oder Berlin, wird auf Dauer im internationalen Spieler- und Trainer-Caroussell nicht mithalten können.

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Erwarten wir also das Zerhacken der Fußballregeln – viele Spielunterbrechungen für Werbung, unbegrenzte Spielerein- und austausche während des Spieles, insbesondere aber die elektronische Fernmanipulation von Schiedsrichterentscheidungen in ECHTZEIT, einschließlich „Echtzeitbilder-Manipulation vor aller Augen“. Dann kann man eventuell während eines Spieles den stärksten Spieler der gegnerischen Mannschaft rauskaufen – „Mensch ärger dich“ .

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Laser-Pointer und Wettbetrüger sind die neue Sinnlichkeit, nachdem die alte Sinnlichkeit des Fussballs vernichtet wurde. Mache sich dazu niemand was vor – das Kicken auf der Wiese ist schon heute etwas völlig anderes.

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Mario Götze könnte schon heute höchstbezahlt als TOP-ACT in LAS VEGAS auftreten: „Ball mit der Brust annehmen und direkt abschließen – da ist er der Beste der WELT“ (auf der Brust „FACEBOOK“ oder „GOOGLE“).

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