Schoki-Test mit GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE

Oktober 19, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9659

am Sonntag, 20. Oktober 2019

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Dietmar Moews meint:

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„Auf einem Stein

las ich die Worte Glaube, Liebe, Hoffnung.

Moos verschlang gleichgültig

die Botschaft von gestern.

Damals war eben ein ganz anderer Tag.

Heute ist wieder so einer. Und

morgen nicht minder. Der Zusteller

solch närrischer Schriftlichkeiten

nimmt jedoch keine Reklamationen

entgegen.“

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(Günter Kunert 1929-2019; „Auf einem Stein“ aus „Zu Gast im Labyrinth“).

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Ich probierte eine deutsche GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE. Zur Herkunft des Kakaos schreiben GR auf der dekorativen Packung in lupenreiner Kleinstschrift:

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„Chuao ist ein kleines Dorf im nördlichen Küstengebiet von Venezuela das im 16. Jahrhundert gegründet wurde. Das Dorf ist berühmt für seine Kakaoplantagen. Den Männern der Diablos Danzantes (Tanzende Teufel) und den Frauen der San Juaneras (Gruppe, die sich um die Stadtkirche kümmert). Auf den Chuao-Plantagen werden seit über 400 Jahren Criollo und Hybridsorten von Kakao angebaut. Chuao-Bohnen sind von sehr hoher Qualität und gelten als eine der hochwertigsten Bohnen der Welt: Nur knapp 20 Tonnen Kakao stehen jährlich zur Verfügung.“

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Sie ist hergestellt und kreiert von dem ambitionierten Herstellerpaar Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel Germany.

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Dabei ist GR Georg Bernardini, auch der Chocolatier und Autor des SCHOKOLADEN-BUCHS, der Tester, Experte, Kenner und Liebhaber ein gültiger Schokoladenwegweiser.

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als Tester, in dem Bernardini die Produkte nach klaren Qualitätskategorien unbestechlich durchprüft

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als Kenner, in dem Bernardini eine langjährige Marktkenntnis sowie den aktuellen Angebots-, Innovations- und Experimentiermarkt täglich im Auge und Geschmackssinn hat

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als Experte, in dem Bernardini die gesamte Produktionskette, von den Kakaosorten, den Anbaugebieten, den Anbaukonzepten, den Kakaobauern und -Plantagen-Industrien, die historischen handwerklichen und aktuellen Ernte- und Verarbeitungstechniken und -gerätschaften, die Veredlungstechniken, -Tricks- und Geheimnisse sowie Herstellungsunfug, ferner die Transport- und Vermarktungswege, die Handelsagenturen, der Nachfragemarkt und die Nischen beim Discounter-Wettlauf unfairer Industrien.

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als Liebhaber, ist Bernardini ein Neugierde-General, der gerne Alles kennt, was mit Patisserie und Chocolade angestellt wird und werden könnte. Seine persönliche Marktlücke sind neue Kreationen, die mit Kakao und anderen Rohstoffen sensationell sind:

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Ich nenne die GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE hier anliegende eine sensationelle Spitzenschokolade. Ich möchte hervorheben, dass auch wenn die Reklamation von HR, es hier mit der Weltspitze der Kakaosorte und dieser Ernte zu tun zu haben, doch die Verarbeitung, besser die Zubereitung, aus den Bohnen schließlich durch Rösten, Mahlen, Conchieren bzw. temperiert Anrühren, den Kakao so herauszubringen, wie es hier gelungen ist und – nicht zuletzt – die Rezeptur von Ramona und Georg. Hier ist Meisterschaft und Fingerspitze, Geschmack und Geschmack entscheidend. Ich kann nur gratulieren zu diesem Jahrgang Chuao.

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Mit neuen Ausgangsstoffen experimentieren GEORGIA RAMON, die unzähligen Variablen beim Schokolademachen ausprobieren – von der Rührdauer, Röstzeiten bis zu den Temperaturen, Mahlen, Conchieren, eventuellen Gewürzen und Aromen, Salzmenge, Süßstoffe wie Zucker oder Fruktosen, Melasse, Karamell, Honig usw. die Prozentanteiligkeit der Zutaten, Farbstoffe, Fette, Eiweiße, Alkohol, dazu die Konsistenz der Kau- bzw. Schmelzmasse, eventuelle Beißkörnungen – es ist unendlich variabel, aber nicht alles gleich gut.

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Bei dieser GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE ist nun der pure Ansatz, mit hochprozentigem Kakaoanteil sowie auch Kakaobutter was man von den dunklen GR-Rezepten kennt. Gleichzeitig wird nur 25/100 Gramm Zuckeranteil angegeben – quasi bis auf den Milch-Zuckergehalt auch ohne sonstige Süßmittel. Ebenfalls experimentell ist bei diesem Ansatz der sehr hohe Eiweißgehalt von 10 Gramm auf 100, auch der kleine Salzanteil von 0,01 %.

 

Kurz vorab: Diese Schokolade GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE ist sensationell – unvergleichlich bei sehr starkem kakaoigem Charakter und Früchteanraunungen. Die Komposition wirkt perfekt, harmonisch und vollkommen gelungen. Das Knacken beim Abbrechen ist ungewöhnlich laut, klar und blitzsauber, ein Erlebnis im Mund kennzeichnet dann allerdings den puren Charakter dieses Rezepts. Jeder kennt weiße, süße vanillige Industrieart – die alle furchtbar gleich und zu süß sind. Diese GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE enthält mit angeblich 75% Kakao aus Venezuela, den Anteilen nach Kakaomasse und Kakaobutter und wenig Salz. Wir haben also Fett aus dem Kakao und aus zusätzlicher Kakaobutter, wir haben Eiweiß. Mit nur 50 Gramm Schokolade in der dekorativen Briefverpackung und dem Kaufpreis von 6 EURO 20 Cent kostbar. Die „Best before“-Angabe 2021-04-04 könnte qualitativ aufgehen.

GR geben an eine mittlere Röstung, Mahlen der Kakaonuss 70 Stunden, kein Conchieren. Von der Herstellung der Kakaobutter wird nichts mitgeteilt.

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Sie bringt mit einer kleinen 50 Gramm Packung zu 6 Euro 20 wenig kostspielige Schokolade, bei Gut & Gerne Schokolade, Burgplatz 3-5, 40213 Düsseldorf, in Köln. Die Packung ist nicht ausreichend bruchsicher – wiederholt war das innenliegende Täfelchen gebrochen. Der Duft beim Öffnen ist sehr angenehm und bedeutend. Schaut man auf die Rezeptur, verblüfft das pure Rezept. Sie schmeckt enorm pur und nach sensationellem feinen Kakao, ist wie einige neue Kompositionen von GeorgiaRamon, mit etwa 50% Gewichtsanteil sehr fett, aber mundet dennoch. Die 50 Gramm Tafelpackung enthält die kleine Menge Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief und Riffelverzierung oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit einer genauen Herkunftsbezeichnung der Kakaobohnen aus Venezuela angegeben wird.

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So weit muss mein Schoki-Test aber auch nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse und Zertifizierung ist. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung:

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Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft“ (das ist nicht „biodynamisch“).

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Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt.

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Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt. Seit einiger Zeit produziert Georg zusammen mit seiner Frau Ramona und sie entfalten den Schwung, eine Chocolatier-Apartheid zu etablieren – einzigartig.

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Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar handgemachte Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist GR Georg und Ramona Bernardini, deren eigene Kunst in Bernardinis eigenem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorgestellt wird – kann dafür hier von Dr. Dietmar Moews herausgehoben angesprochen werden.

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www.georgia-ramon.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese von GR trifft das zwar nicht zu, doch sie ist begeisternd. Ein Fachgeschäft wie in der Düsseldorfer Altstadt mit exklusiven Marlen und Sorten zu haben. Der Inhalt der 50 GRAMM Packung war am 17. September 2019 frisch, als fest verschlossene Konserve mindesthaltbar zum 03. 12. 2021 datiert.

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Das in der EU anerkannte, quasi-staatliche Qualitätslabel „FSC“ wird auf nachhaltige Waldwirtschaft, Holzverarbeitung und Papier- und Pappe angewendet, wie hier. Dabei ist bekannt, dass für FSC bis zu 95% falsche Zertifikate vorgelegt werden – es ist besser als 100% Verwüstung der Waldgebiete.

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Aber – hier heißt es nun „FSC-Mix“. Und dieser Zusatz „Mix“ bedeutet, dass die holzverarbeitende Industrie bereits FSC-Holz mit Verwüstungsholz ungetrennt einkauft und dann ungekennzeichnet als „FSC-Mix“ labelt. Die wissenschaftliche Überwachung dieses Missbrauchs hat ergeben, dass FSC-Mix durchweg von verbotenen Wildrodungen stammt – und zwar überall auf der Welt, ob in Peru, Brasilien oder Uruguay, ob im Kongo oder gar im EU-Schweden, wo Urwald geerntet wird und Fichtenplantagen dafür hingestellt werden. Kurz, FSC-Mix ist eine schlechte Werbung für die ernstzunehmende ökologische Orientierung der hochwertigen GR-Schokoladen.

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Wer bei der Druckerei FSC bestellt, aber FSC-Mix bekommt, wurde betrogen. Wer FSC-Mix als Label aufdruckt, macht sich damit unbeliebt.

 

Die Umschlagpappe bringt die schlichte, freundliche Farbgestaltung für den wertvollen Inhalt eine reizende Anmutung durch den Auftritt der Packung. Das übergroße Pappe-Briefformat des wiederverschließbaren, zum Postversand geeigneten Gebindes, lässt sich als Büchersendung für inzwischen 120 Cent innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Doch diese Pappe ist noch zu schwach. Diese GR Bean-To-Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE erreichte den Test bereits einmal gebrochen. Die einliegende kleine Einhüllung des Schokoladen-Riegels, ein Tütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist aber an sich für große Dauer „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen. Sehr schön.

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Jedenfalls haben GR auf dem Weg der Aufmachung keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade gesucht.

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Dieses Design überzeugt.

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Eine wirklich starke Anti-Bruch-Pappe oder ein originell gestaltetes „Versteifungsmittel“-Holztäfelchen – wie sich Franz Otto Kopp und Dietmar Moews jahrelang per Post zusandten – wäre dem Understatement dieses GR-Höchtswertproduktes angemessen und noch umsatzfördernd im Hochpreis unterzubringen – 2019 noch für 6 Euro 40 für 50 Gramm, inzwischen 50 Cent verteuert bei „Hernando Cortez“ in Köln.

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Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in weißen Buchstaben auf schwarzem Grund lesbar mitteilt:

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HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese GR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Schwedisch.

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ZUTATEN: KAKAOMASSE, ROHROHRZUCKER, KAKAOBUTTER. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

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Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

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Energie 572 kcal/ 2395 kj

Fett 43 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 26 Gramm

Kohlenhydrate 30 Gramm

davon Zucker 25 Gramm

Eiweiß 10 Gramm

Salz 0,01 Gramm

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Der Kaufpreis ist mit 6 EURO 20 kostspielig. Düsseldorf – die schöne Stadt – wo man Sowas bekommt. Bonn – die schöne Stadt – wo man Sowas macht.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese GR Bean to Bar CHUAO 75% DUNKLE SCHOKOLADE als Beispiel maßstabssetzender Höchstqualität, fett und nicht zuckrig – als ein kostbares Experiment. GeorgiaRamon treiben das Spiel des PUREN „etwas Salz, wenig Zucker viel Fett“, ohne Emulgator, viel Eiweiß, an eine höchstinteressante Erfahrung hin.

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Sie erhielt trotz des hohen Preises von 6 Euro 20 für 50 Gramm des CRIOLLO-Grundstiffs SECHS von SECHS Punkten.

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Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung ohne Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, sondern zugespitzte Verfeinerung der Kernbestandteile als Experiment.

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FINE E COMPATTO

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WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

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gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

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hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

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Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

 

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

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