Neue Sinnlichkeit 76 Blätter für Menschen, die sich nach mir sehnen

Oktober 27, 2020

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am Dienstag, 27. Oktober 2020

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Liebe Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT, es folgt ein Vorgeschmack auf die neueste Ausgabe Neue Sinnlichkeit 76 Blätter für Kunst und Kultur – die im November 2020 – im 41. Jahrgang und in loser Folge – erscheint. Der Versand an die Abonnenten auf Lebenszeit ist erfolgt.

Nach langer Zeit habe ich ein Inserat in der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT veranlasst – womit sich die Bezieher zusätzlich in den gelebten Zusammenhang unserer Massenmedial-Welt eingebunden fühlen können.

Neue Sinnlichkeit 76 Blätter mit wechselnden Untertiteln in loser Folge

Grüß Gott, liebe Neger, Frauen und Männer aller Verwertungsbedenken. Seit Ewig glaube ich, dass Autohupen im Straßenverkehr meist zweckentfremdet erschallt. Sollte es doch ein Warn- und Notsignal sein, an alle Beteiligten, die möglicherweise eine unmittelbar brenzlige Zuspitzung in der Verkehrssituation nicht erkennen, so ist Hupen meist nur ein Posieren, meist, wo es umsichtige Benutzung der Bremsen auch täte. Ein Fahrer hupt, weil noch ausreichend Reaktionszeit einen Unfall zu vermeiden durch gutgemeintes Steuern möglich ist, sein Hupen eine Verletzung des ersten Ordnungsparagrafen ist: >Vermeidung von Belästigung<. Es wird gehupt und selten gerügt. Da ist der Knopf und da sind die Knöpfedrücker schnell dabei, wenns nichts kostet.

Dies neue Blatt eröffne ich mit erfrischenden Gedanken, steigere mit verdaulicher Substanz. Dann folgt Heinrich Goebel 2020 als Verwaltungsakt in 8 Folgen Teil I. Mit Sehnsucht nach Robert Walser findet man noch gut gelaunte Beiträge als Abrundung. Ich will nicht nur leichtgängige Wiedererkennungsmelodien in Kurzform in der Neuen Sinnlichkeit anstimmen. Sondern, wenn vom NEGER die Rede ist, dann ist es ein Klimmzug, ein gedachter Grenzgang. Wohl für das Gute zu sein oder berechtigt Klagenden zuzustimmen (ist obenhin immer gegen Böse, Vorurteile, Diskriminierung, Entrechtung, Stereotype, Gepflogenheiten): Der Neger, dem es schlecht geht, klagt. Er wünscht, auf das Majoritätssofa des herrschenden Mobs wechseln zu können. Ich klage und rüge aber „Life Matters“, das zum unmündigen „White Life Matters“ tendiert.

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CORONALISIERTE POLITIK

Dietmar Moews

Ich will eine pointierte Kurzbewertung darlegen, die die Aufforderung beantwortet, „es sei doch jetzt in der Corona-Seuche Aufgabe der Soziologie, Anhaltspunkte und Bedenken zu erkennen, zu analysieren und damit der Gesellschaft zu dienen“ und füge hinzu:

„Angesichts des Todes“.

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Mein soziologischer Untersuchungsbefund kommt zusammengefasst zu zwei Hauptaussagen:

EINS Jeder Mensch kann die bislang unbeherrschte Virus-Seuche „Corona“ durch ein weitmöglichst Risiko minimierendes, waches Verhalten an seiner Infektion hindern. Es geht um konkrete Selbstdisziplin und Verhaltensänderungen der persönlichen Hygiene und des öffentlichen Umgangs. Es geht – angesichts des Todes – um die Fallen der Gewohnheiten und dem sozialen Anpassungsdruck durch Eigenständigkeit und Selberdenken zu widerstehen. Es ist freundliche sozio-geistige Teilnahme geboten anstatt Tabuisierung und Verdrängung.

ZWEI Mit geduldiger Wahrnehmung können die Leute erkennen, welche politischen Sprecher verlässlich informieren und Führung und Fühlung verbindlich erklären. Die unbekannte Seuche bringt fortwährend Änderungen und Interpretationsänderungen der Forscher, die die Allgemeinheit in Alarmstimmung und Misstrauen bringen, auch weil zwischen Medizinern, Politikern, Alltagsmenschen und den inzwischen zu hetzerischer Propaganda aufgeschaukelten Profit-Unternehmensprechern ständig erklärungsbedürftige Stellungnahmen publizieren.

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Besonders die weitgehend irreführenden Ratschläge und Verheißungen auf digitale Technologie und angeblich künstliche Intelligenz zielen auf Absatz der IT-Wirtschaft und vertröstende Täuschung durch Prothesen-Aktionismus mit gleichzeitiger „big Brother“-Datenenteignung der freiwilligen und unfreiwilligen (z. B. offiziale Kommunikationszwänge) Teilnehmer per Internetz – angesichts des Todes.

Auch weil – immer angesichts des Todes – jeder Alltagsmensch in seiner individuellen Sozialität einem sehr varianten Mix von Interessenssphären angehört bzw. ausgesetzt ist. Ein Aktienkapitalist kommuniziert andere Werte als ein Covid 19-Patient, ein Parteipolitiker anders als ein Quoten-Publizist, behandelnder Arzt anders als die Unterhaltungs- und Freizeitin-dustrie, die Polizei anders als die Gesundheits-Dienstklasse, ein Internetz-Blogger anders als ein Spitzenmanager und ein bindungsloser Paria oder die Katholische Kirche – alle angesichts des Todes – im föderalen Rechtsstaat. Zersetzung, Misstrauen, Lügenpresse, Angst und Verschwörungsverdacht, sind hierbei die Alles durchfärbenden sozialpsychologischen Kolate-ralschäden. Solidarität, Empathie und Nachbarschaftshilfe entstehen ebenfalls als nützliche Nebenwirkungen der Corona-Integration wie auch legale und kriminelle Trittbrettfahrerei, Preistreiberei bei Angebots-Engpässen und besonders in der kontrollschwachen intermediär organisierten lieben Not und Nächstenliebe im deutschen Wohlfahrtsverbändesystem.

Liebe Leser, es ist immer undienlich, da wo Orientierungsdefizite überhand haben, noch durch Provokation mit falschen Signalen oder Irritation – angesichts des Todes – aufzuwarten.

Wer sich beliebt machen will, verbreitet Optimismus und wiegelt ab. Dem kommen „normale“ Verdrängungsverhalten zum Zwecke der Wirklichkeitsflucht oder der sozialen Schweigespirale (sich lieber innerhalb der mehrheitlichen Wertskala aufzuhalten, als die tatsächlichen Entwicklungen der Seuche kritisch mitzugehen und Furcht zu nähren).

Dazu, wenn es an sich eine vorrangige Pflicht einer Wissenschaft ist, verlässliche und belastbare Erkenntnisse mit geltungsberechtigten Methoden und gesicherten Verfahren zu erschließen zu versuchen, also auch aktuell anzuzeigen, wenn man wenig weiß, warum und was daran so unzugänglich oder oft auch ambivalent und ephemer und unverlässlich aufkommt, um – angesichts des Todes – bald ganz anders umzuschlagen.

Aus meinem Verständnis einer empirischen Soziologie bietet die Struktur der Corona-Seuche im inzwischen über zehn Monate entfalteten Verlauf, Ende Oktober 2020, durchaus einige Anhaltspunkte zur naturwissenschaftlichen Lage, zu den politischen Eingriffen und Gestaltungsversuchen, zur Kommunikationsintelligenz der Alltagsleute, sich – angesichts des Todes – individuell und massenkommunikativ lebensdienlich einzustellen. Der Schwall an Innovation sollte tunlichst nicht im Rezeptionsdurcheinander ziellos ausufern. Die überfordern-de Situation sollte zur soziologischen Orientierungshilfe soziologisch bewertet und für den Alltag nutzbar gemacht werden. Da helfen keine Märchen oder Narrative, sondern nüchterne Bestandsaufnahme und Transparenz zu den Wissens- und Vorstellungslücken, um die allgemeine Öffentlichkeit in den lebendigen Orientierungsprozess zur Corona-Seuche einzubinden.

Jede Informationsexklusivität führt zu abenteuerlichen Ersatzimpulsen der Laienwelt innerhalb der vielfältigen informellen Kommunikation einer jeden Gesellschaft. Corona ist ein Stimulans für alle Teilnehmer, angesichts des Todes, individuell und sozial die kollektiven Angewiesenheiten zu begreifen, was es heißt von Mensch zu Mensch zusammenzuhalten und interdependent zu interagieren und welche Anforderungen das Gelingen dabei an unsere Rhetorik stellt. Bildung und Kulturtechniken gewinnen an Wertschätzung.

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1. Eine soziologische Analyse muss vorab ansehen, wie der Mensch „tickt“ und was von dieser anthropologischen Ausgangsbegabung her verhaltensmäßig zu erwarten ist und was eher nicht. Wir alle, heutzutage – ob Stadtbewohner oder dörflich-nachbarschaftlich – haben entwickelte Gepflogenheiten eines eigenen Informationsgewinnes, stündlich, täglich oder auch vollkommen ignorant den Neuigkeiten gegenüber. Das betrifft uns individuell durch Vertraute, Familie, Bekannte. Die weitere Öffentlichkeit, wie in Massenmedien, vom Handzettel, den Litfaßsäulen, der kommerziellen Presse, dem Kneipengespräch sowie staatlich geführte, herausgehoben ausgewählte Propaganda durch staatliche Fernseh- und Radiosendeanstalten. Noch weniger gesettet, dennoch als typische Spielart zwischen P to P und Massenkom-munikation verstehbar, kommen die inzwischen auch aktuell auftretenden Internetz-Komplexe der vermischten Bereitstellungen als „verwilderte“ Formen freier Kommunikationsbeteiligung durch selbsternannte Internetz-Akteure hinzu. Besonders verhaltensbestimmend für aktives Informationsinteresse sind die sehr varianten Anforderungen durch erwerbsberufliche Szenerien, vom Tagelöhner, zu Lohnabhängigen, Angestellten der Dienstklasse und Politikberuflern, aber auch Kapitalbürgern und Unternehmern – immer angesichts des Todes. Was immer jemand arbeitet, erschließen sich für ihn durch seine Arbeit als Nebeneffekt immer lebenswichtige soziale Urteilskraft.

Eine soziologische Forschung wird hierzu stets auf beobachtende Feststellungen des interaktiven und interdependierenden Sozialverhaltens seiner Probanden und Untersuchungsgruppen zu achten haben, ob und was die mit Corona tun, wie sie sich gegenseitig beobachten, ob es zu sozialdynamisierenden oder indifferenten oder lähmenden Verhaltenspraktiken, möglicherweise freiwilligen und zwangsläufigen Verhaltensveränderungen – angesichts des Todes – kommt. Hierzu sind Beobachtung entscheidend sowie konkrete Tiefeninterviews über tatsächliche Verhaltensnormen und den ausgesprochenen Erklärungsnomen, also, was die Befragten diskret befragt an Wertäußerungen von sich geben und was an quasi öffentlichen kollektiven Verhaltens- und Wertäußerungen – angesichts des Todes – festzustellen ist.

2. Die naturwissenschaftlich erfasste Drohlage durch eine Seuche, die in kürzester Verlaufs-zeit seitens der politischen Sprach-Stellvertreter als Epidemie, dann als Pandemie und – vermutlich zutreffend – als Endemie hingestellt und behandelt wird, das heißt über Staatsgrenzen hinweg, weltweit und zeitlich unabsehbar, hat markante Opferzahlen durch Befall gebracht und damit die Medizin, die Patienten und die bedrohten Individuen der Gesellschaft direkt „erweckt“, die Alltagsvorstellungen zu öffnen und sich persönlich ihrem belastenden Thema „Innovationsfaulheit“ zu stellen.

Hiermit muss die naturwissenschaftliche Stellvertreter-Gemeinde sich einlassen, denn blanke positive Fakten kann der individuelle Nichtfachmensch wie auch die Gesellschaft als Kollektiv-Intelligenz nicht relevant aufnehmen, formulieren, artikulieren und umsetzen.

Wir erleben also, wie Virologen ihre Arbeit vorstellen und die bescheidenen Erkenntnisse in Massenmedien bereitstellen und erklären, hieraus Nutzen zu signalisieren bzw. für komplexes Verständnis dafür zu werben, dass weder Heureka noch Spontanerlösung erwartet werden dürfen.

3. So weit also das naturwissenschaftliche Geschehen der Lage vom Soziologen festgestellt werden kann, muss eine sozialwissenschaftliche Fokussierung auf die ebenfalls empirischen Erkrankungsfälle und die individuell sehr vielfältigen (Gesundheitsstatus, Lebensalter, ökonomische Zuordnungen, Bildung, Kommunikationsgewohnheiten) CORONA-FÄLLE systematisch katalogisiert werden, um damit auf die örtlichen, regionalen und weiteren geografischen Bedrohungslagen Aussagen treffen zu können.

4. Der Soziologe hat es stets mit Individuen zu tun, die zwischen Stillhalten, Lähmung, Aktivierung und Aggressivität, auf die Außenwelt reagieren und dadurch gleichzeitig sozio-kulturelle und sozio-politische, also kollektive – das sind die sozialen – Lebensweisen und Sprachregelungen mitgestalten. Bei Corona erleben wir konkret Fluchtversuche, sich der völligen Unerfahrenheit, der Neuheit und auch der fachlichen Hilflosigkeit, eine solche anscheinend virtuell schwebende Bedrohung an Sündenböcke zu deligieren, an Ärzte, an Politiker, an „Recht und Ordnung“ und „Chaos-Lustprinzipler“ oder eben an Ergebenheit und Unmittelbarkeit bzw. kollektiven Erleichterungs-Spontanitäten oder Gott- und Schicksals-Ergebenheit – angesichts des Todes.

Die empirische Soziologie kommt nicht umhin, keine Boulevard-Reizbegriffe hinkotzen zu können, sondern nachhaltig und verlässlich das Neue am Neuen, die Entwicklung teils unangenehmer Meliorations- und Falsifikationsverläufe darzustellen, die angesichts des Todes überwiegend Ablehnung und Frustration erzeugen. Auch sind nicht Abstumpfung und Zynismus vermeidbar, wenn es um die Gesamtführung und -stimulans geht, die dem föderalen Stellvertretersystem – angesichts des Todes – obliegt. Bei Führung und Fühlung sind Fehler immer möglich, aber niemals reversibel. Durchlöchertes Vertrauen ist soziales Gift angesichts des Todes. Krank ist nicht Tot. Trost ist nicht Heilung. Tröstung ist Vertröstung. Anteilnahme umreißt das Schicksal unseres individuellen Daseins.

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Deflation in der Lügenpresse

Januar 7, 2015

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am Mittwoch, 7. Januar 2015

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Deflationslüge in der Neuen Zürcher Zeitung

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Seit Langem habe ich das Thema DEFLATION / MARKTWIRTSCHAFT anliegen.

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Es ist einfach nicht zu fassen, wie Wirtschaftsjournalisten und sogenannte Analysten, Theoretiker und auch unter dem fragwürdigen Signet „Wirtschaftswissenschaftler“ publizieren. Dabei wird vornehmlich Gehirnverdreckung durch beliebige Sprachspiele betrieben:

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Sie nennen Politik Wirtschaft, sie nennen Betriebswirtschaft Volkswirtschaft und umgekehrt, sie erklären Geldpolitik zu Finanzpolitik und dann noch schnell zu Finanzwirtschaft.

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Hier beziehe ich mich mal auf eine Publikation der Neuen Zürcher Zeitung, die sogar in der Überschrift den Begriff LÜGEN aufführt.

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Wie man hier in der LICHTGESCHWINDIGKEIT verfolgen kann, ist dem Autor an dem Begriff Lügenpresse ohne Gänsefüßchen gelegen. Und da bietet sich an, zum Indiz für die Lügen Beispiele aus der Presse selbst vorzustellen.

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DEFLATION heißt das Schreckgespenst, dass seit Jahren an die Wand gemalt wird, damit das Luftgelddrucken politisch durchgelassen wird.

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DEFLATION bezeichnet einen Wirtschaftsprozess in einer Marktwirtschaft.

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MARKTWIRTSCHAFT heißt lediglich: Auf dem Markt, wo Anbieter Absatz, dadurch Wirtschaftsgüter-Umschlag und Umsatz und Nachfrager ihre Bedarfsdeckung suchen und finden – wird aus einer zusammenwirkenden Produktion und Konsumtion ein Wirtschaftsprozess.

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Während es realwirtschaftlich um den Prozess von Kommunikation, Produktion, Konsumtion und Distribution geht, liegen auf diesem Wege Bedarfsdeckung, Unterversorgung, Erlöse und Profite sowie der notenbankbezogene Geldwert.

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Jeder Mensch kennt das halbvolle Glas Wasser, dass in der Wüste kostbar und an eine Wasserquelle im Wald der Verschwendbarkeit anheimsteht. Jeder kennt den Gebrauchswert eines Gutes, der wechseln kann. Jeder kennt den Tauschwert eines Gutes, der vom Markt und der Nachfrage abhängt.

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An diese Vorstellung anknüpfend kann man sich Vertrauen und Verunsicherung in das eigene Versorgungsgeschehen einbeziehen und stellt fest, vielmehr als zwei warme Mahlzeiten am Tag will man gar nicht essen.

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Daseinfürsorge und Spielräume, Abwesenheit von Zwang – dann ist ein friedliches Leben möglich.

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WACHSTUM? – das ist eine Propagandavokabel, die von Profiteuren gefunden, ausgebaut und erfunden wurde. Da wird von einem biologischen Wachsen und Lebenszyklus ausgehend, das Bild von „Wirtschaftswachstum“ herbeigelogen. Dabei ist aber gesteigerter Geldreichtum und Kaufkraft gemeint, von Profiteuren, die nicht realwirtschaftlich produzieren.

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WACHSTUM ist also nicht real verdienter Leistungsgewinn, durch Intelligenz, durch Produktivität, durch Beschleunigung, durch Marktvorteile, durch realwirtschaftlichen Verdienst, sondern durch Betrugshoheit und Falschmünzerei Bonitäten vorzutäuschen.

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Kurz und schlecht:

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Wenn die nationale Notenbank Geld druckt und ausgibt (zum Beispiel dem Staat Geld leiht, der damit den Großen Willem markiert, aber die Zinsen nicht bezahlen kann), ohne dass die nationale Wirtschaft auf dem weltweiten Geldmarkt eine gute Leistungsbilanz ausweisen kann und von den anderen Notenbanken auch zuerkannt bekommt – Geldwert ist eine von anderen anerkannter Tauschwert – dann ist die Geldausgabe der Notenbank reale Kaufkraft durch „Falschgeld“.

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Wenn aber Luftgeld gedruckt und ausgegeben wird, einfach, weil der Staat keine Geldmittel hat, weil er Pleite ist, dann wird dadurch zwar im eigenen Land die Geldmenge und damit die Geldausgebemöglichkeit erhöht. Aber auf dem internationalen Finanzmarkt, bedeutet Luftgeld INFLATION, d.h. zu hohe Geldmenge und Kaufkraftschwund, also Abwertung, Geldentwertung.

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Hier schließt sich der Kreis von DEFLATION und INFLATION:

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Während binnenwirtschaftlich das Luftgeld als Tauschmittel funktioniert (allerdings das Sparergeld entwertet), wird die Kaufkraft auf ausländischen Märkten schwieriger.

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Während im Januar 2015 die Finanzauguren der Banken, die ihre Inflationsmachenschaften als notwendig hinstellen, kaum noch Zinsen erwirtschaften, aber die Binnenkaufkraft stabil bleibt, reden sie von KEINE INFLATION.

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Es ist gelogen: Man muss nur die gleichzeitig mitgeteilte Abwertung des EURO gegenüber dem US-Dollar anschauen: Man kann immer weniger für den EURO außerhalb Europas kaufen (Rohstoffe, Energie).

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Dagegen ist es mit der DEFLATION anders:

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DEFLATION ist ein Prozess, den man erkennt, wenn Bedarf des Lebens mangels Zahl- und Kaufkraft nicht gedeckt werden kann. Ohne Geld kann der potentielle Konsument nicht kaufen. Das ist eine ganz normale Marktwirtschaft – ein Markt besteht aus Marktgeschehen und Marktgütern, gemäß Angebot und Nachfrage: Sind Preise hoch, hat der Kunde zu wenig Geld, macht der Anbieter die Preise zu hoch, kann der Kunde nicht kaufen oder verzichtet.

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MARKT und MARKTGESCHEHEN ist die realwirtschaftliche Abbildung der Versorgung. Darin sind gesteigerte Nachfrage und Preissteigerung bei Verknappung der Güter wie auch Ladenhüter bei Überangebot durch Preissenkungen ganz normale Vorgänge. Denn im Mittelpunkt des Marktgeschehens steht der reale Bedarf.

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Was also als DEFLATIONSGEFAHR hingestellt wird, wäre Rückgang des Absatzes, überfüllte Lagerhallen, Stragnation der Produktion, schlechte Ausnutzung der Produktionsanlagen, Refinanzierungsprobleme, Lohndumping, Profitausfall – einfach so, verschwindet eine Firma vom Markt, weil sie ihren Krempel nicht genügend los wird.

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Verdienen die Leute nichts, verlieren sie ihre Erwerbsberufe, müssen sie auf Konsum verzichten, ja , müssen sie auf die tägliche Bedarfsdeckung verzichten, weil sie keine Kaufkraft haben. Nun geht die Deflation erst richtig los. Bei Allem wird notbedingt verzichtet. Alle Wirtschaftszweige verlieren Absatz. Überall gehen Profite nun in Verluste über. Eine Wirtschaftskrise, eine Versorgungskrise, eine Elend- und Notpolitik macht Staatsanleihen und Rüstungsindustrie. Das Rad dreht sich rückwärts: DEFLATION

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Dietmar Moews meint: Deflation im theoretischen Sinn kann keineswegs eintreten, solange der ordentliche realwirtschaftliche Stoffwechsel aufrecht erhalten wird: Das heißt, die Nachfrage für Versorgung ist prinzipiell stabil, solange die Stückzahl Esser am Tisch konstant ist. Alle werden auch bei Geldknappheit täglich essen wollen – Keiner wird bei guter Kassenlage mehr als dreimal warm essen wollen. Teurer sattessen und sparsam sattessen – der Umfang der Marktlage bleibt dabei einigermaßen konstant.

 

Warum sollte man sich einen dritten Staubsauger kaufen, nur, weil Kredite günstiger werden?

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Dass es eine Schwankung am Markt von Angebot und Nachfrage, Absatz und Kaufkraft usw. gibt, ist völlig normal.

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Dass der Staat durch idiotische Schuldenpolitik seine leeren Wahlversprechungen in ein echtes weltwirtschaftliches INFLATIONS-Domino verwandelt ist kriminell.

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In so fern ist das – zwar unehrliche – aber symbolträchtige Wort der NULL-Verschuldung des Staatshaushaltes eine handwerklich korrekte Technik, die Staatsquote intakt zu halten und nicht zu überfordern.

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Dass die Banker lügen, ist schlimm. Dass sich die Parlamentarier und Regierungen scheuen, den „systemrelevanten“ Bankern die Abmahnung und den Strafprozess zu machen, obwohl die weitgehend auf parlamentarischen Entscheidungen beruhen, ist von den Politikern handwerklich nicht korrekt.

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