Ein rotes Meer in London

November 12, 2014

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am Mittwoch, 12. November 2014

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Eine Mohnblume aus roter Keramik für jeden Gefallenen des Ersten Weltkriegs beim Tower an der Themse in London:

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Der Festungsgraben um den Tower von London ist gegenwärtig ein Meer von ROT. In der Neuen Zürcher Zeitung, Montag 10. November 2014, wird dpa zitiert:

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Zehntausende strömen zurzeit täglich zu dem Londoner Wahrzeichen, um die dort eingesetzten roten Keramikblumen zu bestaunen. Bis zum 11. November sollen dort genau 888 246 „poppies“ (Mohnblumen) stehen – eine für jeden Soldaten aus Großbritannien und dem Commonwealth, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Die Symbolik der blutgetränkte Erde von Flandern und Nordfrankreich, wo die Mohnblumen auf den Schlachtfeldern wuchsen, hat sich als Publikumsrenner erwiesen. Das Projekt ist aber politisch umstritten. Die Installation ist das Werk des Bühnen-Designers Tom Piper und des Keramikkünstlers Paul Cummins. Die Blumen werden von Hand angefertigt und dann von freiwilligen Helfern verteilt. Nach dem 11. November werden sie ausgegraben und zur Unterstützung militärischer Hilfsorganisationen für 25 Pfund pro Stück verkauft. Schon jetzt sind alle Exemplare restlos ausverkauft“.

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Dietmar Moews meint: Soll ein Gedenken ehrenvoll sein, muss es gestalterisch so ausgelegt werden, dass es die Leute, die gedenken sollen überhaupt anspricht, ohne dadurch Unfug auszulösen.

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Ich finde die Idee hervorragend, überzeugend, und auch lobenswert, dafür auch die offizialen Genehmigungen zu gewähren. Sogar die Queen war bereits da und hat sich gefreut – und man sieht, dass einfache Sachen funktionieren können, ohne dabei Joseph Beuys oder Marcel Duchamp oder Salvator Dali theoretisch zur Volkshochschule umzustricken.

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Lichtgeschwindigkeit 483

Juli 25, 2010

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TOTENGEDENKEN 7th 24th LIFE IN A DAY und Kommentar

aus Sicht der IT-Soziologie zur Medienlage von dem

Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews – live und ungeschnitten –

muss auch immer die Werte der Primaten berücksichtigen:

Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit,

an der Gedenkstätte, Hildebrandstraße, am Verteidungs- und

Kriegsministerium in Berlin-Tiergarten, am Samstag, 24. Juli 2010,

mit Neue Zürcher Zeitung, BILD Berlin/Brandenburg, Frankfurter

Allgemeine Zeitung, Spiegel-Online.de, CCC.de, bild.de, Piratenpartei

Deutschland.de, RP.de, heise.de sowie Phoenix.de, arte, ARD, ZDF,

DLF,

Piratenthema hier: TOTENGEDENKEN 7th 24th LIFE IN A DAY

in neun Minuten an der Gedenkstätte für die toten deutschen Soldaten

mit einer kurzen LESUNG aus OTTO NEBEL: ZUGINSFELD, Gedicht

zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die ihn hervorbringt.

Die AfPak-Weltnachrichten des Tages berichten von entweder

sechzehn oder ca. achtzig Todesopfern einer amerikanischen Drohne

in Pakistan, ferner fünf amerikanischen gebombten Soldaten der

interationalen Schutztruppen, zehn Tote bei der Love-Parade-Party

in Duisburg. Spätere Sendungen drehten die Reihenfolge, so dass

die fünf Amerikaner, die später und in Afghanistan umkamen, als

Rache der achtzig Toten in Pakistan erscheinen.

Um 16.28 Uhr, als diese Podcast-Aufnahme geschnitten wurde,

hatten in Duisburg die ersten, unter dem Zugangstunnel

eingequetschten Love-Parade-Besucher, bei der Polizei die

drohende Gefahr gemeldet und gewarnt, dass etwas Schlimmeres

passiert. Um 17.14 Uhr sind die ersten Opfer, die in Panik versucht

hatten über eine Treppe zu entkommen abgestürzt. Es starben

insgesamt achtzehn Personen, über einhundert wurden in der

ausgebrochenen Panik zerquetscht. Ich habe zum Zeitpunkt dieser

Aufnahme davon nichts gewusst. Massenveranstaltungen und

Public Viewing, Erntedankfest und 1,5 Millionen Partyleute in

Duisburg: man sollte besser auf mich hören und nicht an so etwas

teilnehmen. Die Toten bei der Panik-Love-Parade sind in Duisburg

mehr nationale Opfer. BILD vor Ort: „Ich habe allein schon elf Tote

gezählt, es sieht aus wie in Bagdad nach einem Angriff.“ Die Toten

waren bereits mit Laken abgedeckt. Die Polizei bestätigte inzwischen,

dass es Tote gab. Das Drama spielte sich an Haupteingang ab,

einem regelrechten Nadelöhr: Wegen Überfüllung wollten Tausende

das Gelände am Alten Güterbahnhofs verlassen. Doch gleichzeitig

kamen Tausende an, wollten zur Bühne!

Schreie, Angst, Panik! Tausende Menschen prallten zusammen, viele

wurden zerquetscht, kippten in dem Gedränge um, mussten von

Sanitätern reanimiert werden.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin