SEVEN LEVELS OF SUCCESS + FRIPP VT (virtual training)

Januar 3, 2020

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am Freitag, 3. Januar 2020

 

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https://www.youtube.com/watch?v=MyEhTPqJ3ks

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SEVEN LEVELS OF SUCCESS:

 

1. Family

domestic is the first

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2. Veranstaltung

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3. Move to regional

 

4. than go to London

 

5. you’re going to international

 

6. Beatles are global

 

5. King Crimson were international

 

7. planetary stage

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Dietmar Moews meint: Robert Fripp, Sitzgitarre spielend, war der musikalische Begeisterer von King Crimson:

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https://www.youtube.com/watch?v=MM_G0IRLEx4

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Elles sont tristes les marquises…“ wenn die sieben Stufen genommen worden waren, ist der Kölner Jacques Offenbach um 1860 ein Muster, wie mit seinen Librettisten Henri Meilhac 1831-1897 und Ludovic Halevy (Couplet „La Vie Parisienne Act 1“ von Jacques Offenbach 1866) vollkommen avantgardistisch erreicht worden war:

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Keiner der Komponisten seiner Zeit, nicht Brahms, nicht Wagner, nicht Liszt u. a. haben die intelligente politische Emanzipation so schockierend pointiert, wie es Offenbach von seinen Librettisten gefordert und erhalten hatte.

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https://www.youtube.com/watch?v=3028oDEKZo4

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THE BEADS 1968, Willi Dreimann, Schlagzeuger, Fritz Hamburg, Sänger

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FINE E COMPATTO

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THE BEADS 1967 Winfried Wolf, Gitarrist und Sänger

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Frank Dostal 1945 – 2017 Kurznachruf

April 19, 2017
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Vom Donnerstag, 20. April 2017

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Der deutsche Popmusiker Frank Dostal, geboren am 16. Dezember 1945 in Flensburg, ist 71-jährig, am 18. April 2017, in Hamburg gestorben.

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Frank Dostal war zusammen mit Achim Reichel und Rugy Gründer der einzigen deutschen Beatband, THE RATTLES, die während der BEATLES-Mania erfolgreich mit eigenen Single-Schallplatten in britischen Charts waren.

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Dostal war Sänger der RATTLES, dann auch Mitgründer und Sänger der Band WONDERLAND sowie Liedtexter und Musikproduzent, schließlich war Dostal auch stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der GEMA.

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Die RATTLES konnten Anfang der 1960er Jahre mit britischen Bands wie den damals noch kaum bekannten Rolling Stones touren, alsdann auch im Jahr 1966 als Vorband der legendären BEATLES-BRAVO-Tournee, im Münchner Zirkus Krone, in der GRUGA-Halle Essen und in der Hamburger Ernst-Merck-Halle, auftreten.

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Ihre bekannten Songs Lalalala oder Come on and sing, Stopping in Las Vegas, Cauliflower später Can’t you see the witch wurden auch in England und USA erfolgreich. Moscow von Wonderland (1969) ist unvergessen.

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Viele der von Frank Dostal getexteten Lieder waren in den Hitparaden außerordentlich erfolgreich. Er arbeitete für Vader Abraham (Das Lied der Schlümpfe), Nico Haak (Unter dem Schottenrock ist gar nichts), Dieter Hallervorden und Helga Feddersen (Du, die Wanne ist voll) Nana Mouskouri, Mike Krüger, Roberto Blanco. Dostal war auch für die Erfolge von Baccara mitverantwortlich. Yes Sir, I Can Boogie, Sorry Im a Lady; Parlez.-vous francais.

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Frank Dostal war mit Mary McGlory, der ehemaligen Bassistin der Liverpooler Girlband The Liverbirds (1964 -1968) verheiratet, und hatte zwei Kinder.

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John Lennon-Straße als geistige Bewegung

März 4, 2016
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Vom Freitag, 4. März 2016

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Die FrankfurterAllgemeine Zeitung zitierte am Donnerstag, 3. März 2016, eine ukrainische Quelle des Inhaltes – der eine soziologische Anmerkung gebührt:

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Lenin heißt jetzt Lennon“.

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Das ist natürlich als geistreiche Wendung gemeint. Dahinter steckt eine Umbenennung einer Straße in dem ukrainischen Dorf Kaliny. Die bisherige Lenin-Straße soll fortan „Lennon-Straße“ heißen.

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Der zuständige Gouverneur des Gebietes Transkarpatien teilte am Mittwoch mit, im Zuge der „Dekommunisierung“ der Ukraine nach dem gesetzt „zur Verurteilung der kommunistischen und nationalsozialistischen totalitären Regime und zumVerbot ihrer Symbolik“ müsse der Begründer der Sowjetunion, Wladimir Lenin, als Namenspartron dem (Mit-) Begründer der Beatles, John Lennon weichen. Das Dörfchen hat 5844 Einwohner (Stand 2001).

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Dietmar Moews meint: Symbol Symbol – was immer die Symbolik der Ächtung des Totalitarismus im Namen Lenins in der Ukraine und in Kaliny bedeuten mag – angesichts der Tagesprobleme des zersetzten Staats- und Gesellschaftswesens „UKRAINE“, ist sowohl John Lennon für die Ukrainer und Russen ein mit Jugend, Dynamik und Spaß besetzter Name, wie auch als FAZ-Kurznachricht: „Wichtiges in Kürze“.

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Es werden in den vor uns liegenden Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten noch viele John-Lennon-Straßen und -Plätze entgegenkommen.

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Ich meine, diese Art der Würdigung und Erinnerungs-Symbolik ist stets sinnvoll, Werte zu erhalten und im sozialen Gedächtnis zu prolongieren. Heute, da die Musik des zwanzigsten Jahrhundert vollständig in den Archiven aufgebahrt ist und nur ein Bruchteil davon überhaupt gehört werden kann, ist die Auswahl zum Erinnern und vergessen entscheidend.

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So sicher, wie die Lieder Franz Schuberts, die im 19. Jahrhundert entstanden sind, heute das Liedschaffen der Komponisten und der Musikkonsumenten jenes Zeitraumes Europas geradezu sinnlich verkörpern, in dem man sie heute im neuen 21. Jahrhundert aufführt und anhört, so geht es auch mit der Musik des 20. Jahrhunderts.

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Die Beatles symbolisieren sowohl die Musik des 20. Jahrhundert, weltweit, wie auch sozio-geistige Veränderungen und Wandlungsprozesse der empirischen Staats- und Herrschaftsmodelle sowie der selteneren Demokratie, der sowohl freieren wie auch kulturindustriell abgerichteten Sozio-Kultur, vor Allem in Europa, aber ausstrahlend auf die gesamte IT-Echtzeit-Welt der globalisierten Integration bzw. Assimilation.

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Das damals umstrittene verdrehten LENNON-Zitat des Beatles- und Jesus-Vergleiches – „Beatles bekannter als Jesus“ – zeigt es deutlich: Weltumspannendes hat auch Bedrohliches der Gleichschaltung und des massenhaften Einheitsbreies:

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Nehmen wir also John Lennon sowie Lenin als Aspekte der im 21. Jahrhundert täglich zu erkämpfenden Freiheitsdynamik, die dem industriellen Faschismusprozess stets das Stöckchen hinhalten soll, über die Fragen der Menschenrechte zu hüpfen.

 

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B. B. King 1925-2015 – Kurznachruf

Mai 15, 2015

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vom Freitag, 15. Mai 2015

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Der Bluesgitarrist und Sänger B.B. King, geboren am 16. September 1925 in Itta Bena, Missisippi, starb 89-jährig am 14. Mai in Las Vegas, Nevada.

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B. B. King, mit bürgerlichem Namen Riley B. King, hatte das Kürzel „B. B.“, von „Blues Boy“, als Disk Jockey eines Radiosenders angenommen. B. B. King war der bekannteste der ersten Generation der afro-amerikanischen US-Elektrogitarren-Bluesspieler der 1950er Jahre.

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B. B. King erlangte Weltgeltung über die Adaptionen der us-amerikanischen und britischen Rock’n Roll- und bluesbezogenen Popmusik, z. B. der Beatles und der Rolling Stones. In den 1960er Jahren wurde B. B. King auch zu Konzertauftritten in Europa engagiert. B. B. King war auch mit einigen eigenen Musiksongs erfolgreich, so mit „To know her is to love her“, bereits in den ersten Set-Listen der Beatles im Jahr 1960 auf St. Pauli in Hamburg.

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B. B. King nahm in Musikszenen und Studios in Memphis, Nashville, Los Angeles auf und avancierte früh auch in Harlem N. Y. im legendären Apollo-Theater.

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Bekannt war auch seine bekannte Gibson-semi-akustische Gitarre namens „Lucille“ (ohne F-Löcher).

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Das Gitarrenspiel von B. B. King war nicht spektakulär. Seine Blues-Interpretationen waren ausdrucksvoll, aber nicht spektakulär. Seine Spieltechnik der elektrischen Gitarre brachte die Innovationen der Anfangszeit, wurde aber schon in den 1960er Jahren in jeder Hinsicht abgehängt und blieb fortan konventionell, wie auch sein Bluesgesang. Angeblich erhielt er 11 Grammys von der Musikindustrie.

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Außerdem besaß B. B. King mehrere Musik-Bars / Clubs in Memphis und Nashville, wo er selbst, noch im hohen Alter, wie auch in Las Vegas, auftrat.

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B. B. King ist auf dem berühmten Schallplatten-Cover „Seargent Pepper“ der Beatles von Peter Blake, 1967, und wird von John Lennon im Song „Dig it“, der letzten Beatles-Studio-LP „Let it be“ von 1969, ausgerufen.

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DIETMAR MOEWS 1983 Erdbeerrock-Studio Völksen

DIETMAR MOEWS 1983
Erdbeerrock-Studio Völksen

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Neue Sinnlichkeit 65: Erfolgskinder

Januar 9, 2015

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am Freitag, 9. Januar 2015

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Kurzvorstellung des Blattes Neue Sinnlichkeit 65, das im November 2014 im 35. Jahrgang in Köln erschien und nach wie vor von Dietmar Moews verantwortlich herausgegeben wird.

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Zum Geleit

Bleibe so, wie Du bist! Oder bessere Dich! Oder – Du hast Dich ja überhaupt nicht verändert! – Liebste Leserin, lieberer Leser, Sie kennen solche Ausbringungen, die nichts Böses bedeuten sollen, an Ehrentagen, Jubiläen und auf Beerdigungen (dort im Trauermob).

Goethe ging gar nicht hin. Meine Mutter, die Goethe nur von der Goethestraße her kannte, auch nicht. Schiller ging auch nicht zu Goethes Begräbnis. Doch handelte es sich neben der öffentlichen Achtungsbezeugung durch persönliche Anwesenheit immer auch um die Teilnahme an einer Versammlung, deren Tenor oft äußerst widerlich ist, heuchlerisch, für den zu Begrabenden eine Fremdbildkatastrophe, die er nie im Leben akzeptiert hätte. Wer dazu stößt, müsste im Zweifelsfall gegen die Lügen am offenen Grab eine Lanze brechen. Man wäre es dem Toten im Namen der Gerechtigkeit und der Wahrheit des gelebten Lebens schuldig – doch zuerst ist man sich selbst schuldig, nicht zum Zeugen gegen sich selbst durch Dummheiten zu werden. Damit ist man im Prinzip fein raus, wenns um Abwesenheit bei Trauerfeiern, ja gar um sogenannte Gottesdienste oder um Aussegnungstreffen sich handelt, die man meiden möchte.

Im seltenen wichtigen Fall muss man allerdings ganz nach vorne gehen, selbst am Grab das Wort erheben und der Differenz mit dem Toten das Wort leihen – wer’s kann. So sind zwar die kommenden Tage und Zeiten die bruchlose Fortsetzung von heute, aus dem gelebten Dasein, der vergangenen Geschichten, der Vorurteile und guten Traditionen von Erinnern und Vergessen. Je nach dem, worauf sich der Künstler fixiert, aufs Weiterfließen, aufs Ausharren und Bremsen oder auf das Ding an sich ins totale mögliche Sein: Innovation und Virginität. Wer bestimmt das? Natürlich Herausgeber und Leser.

Eine Neue Sinnlichkeit fürs Anregen und Stillen bietet nur wenige Fortsetzungen der vorherigen, auch wenn Fortsetzungstexte, laufende Rubriken und eine hauptsächlich gleichbleibende Aufteilung in der Rhythmisierung der Beiträge gegeben wird – eine Zeichnung, Schlussvignetten, wenige Abbildungen, manchmal faksimilierte Musiknoten.

KURZ: Weder bleib‘ so, wie du SPD bist, noch, besser dich, wie die CDU, noch, nieder mit den Übermächten und den lügenden Statthaltern in Deutschland – sind diese Blätter stets der Kunst und jedem Künstler gewidmet, der sich aus Herzenstiefe mit der angängigen künstlerischen Stoffveränderung abgibt, dabei die Allgemeinheit, die Öffentlichkeit, das interessierte Publikum und alle Verwerter von Kunst im Leben auf dingliche Einsichten und Erkenntnisse zu stützen sucht und findet. Damit Metaphysik auf Physik sich stützt und nicht bodenlose Dummheiten ist. The Dummheit is the Message, ist dem idiotischen Marshall Mc Luhan zu erwidern. Das Ding hat einen Geruch an sich (Das Ding muss hin und wieder gewaschen werden, sonst hat es einen Geruch an sich).

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Inhalt

Umschlag: aus einem Ausstellungs-Plakat GEORGES BRAQUE 1

Zum Geleit 2

Inhalt 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4 Köln Süd OFFEN! 2014 12

ZUGINSFELD für GAUCK in Köln 2014 13

Sozialtourismus: Unwort des Jahres 2013 22

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 23

GUSTAV von CAMPE: Selbsthass und Charisma 24

Kopftreter und Kopflenker 26

Machtlügen FUKUSHIMA 28

Mein Alltagssexismus im Sprach-Kontroll-Staat; denn die Jugend braucht Vorbilder 31

LICHTGESCHWINDIGKEIT der Dietmar-Moews-Blog – täglich aktuell Online 32

Neuer Realismus – Sinnlichkeit mal neu? 34

FRANZ OTTO KOPP: Die Schachspielerfinderbelohnung 51

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796 Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit; Fortsetzungen XV. Teil 55

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: Kardinal Clemens August Graf von Galen 59

CLEMENS AUGUST GRAF von GALEN: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 60

Die Kinderseiten der Epoche: Der Feuerball raste 61

Auflösung Qualitätsrätsel 64: MARTIN HEIDEGGER („Ursprung des Kunstwerks“)

QUALITÄTSRÄTSEL 65: Wer hats geschrieben? 63

Impressum: Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln http://www.neuesinnlichkeit.com; Verlagsanschrift:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, 50678 Köln ISSN 1432-5268

………….abschneiden und 0190 ……… augen auf, nur mut …… ……..

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Erfolgskinder

Willkommen, liebste Leserin und lieberer Leser, im neuen Blatt für Kunst und Kultur. Es trägt den wundervollen Untertitel Blätter für die Knechtschaft der Freiheit.

Welch eine Macht? Und welch eine totale Selbstbestimmung? Welche Bestimmungsmacht über Verschwendung – angesichts des verfügbaren Wissens, all der zuhandenen, der nützlichen Geschicklichkeiten, die man nicht nutzt? Ist es denn Verschwendung, wenn man einen vorhandenen Reichtum nicht nutzt, nicht, benutzt? nicht verbraucht? – Ist nicht verbrauchen, Verschwendung?

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Und wie total ist das, wenn man doch nur ein Teil vom Ganzen ist, wenn man nur ein Beitrag zum Ganzen ist?

Man vergisst so leicht, dass Alles einmalig ist. Selbst Wiederholungen in der Zeit sind keine Wiederholungen, sondern eben einmalige Vorkommnisse, Teile – auch Krieg!

Und so weit wir das sinnlich wahrnehmen und erkennen, ist es überhaupt nicht entscheidend (weil wir nur ein Teil und weil mein Beitrag zwar Reichtum andeutet, aber nicht nachweislich konstitutiv ist). Ob diese Sinnlichkeit auf Sinnestäuschung oder auf physikalische Handgreiflichkeit gründet – in der Zeit nämlich, kann dem Verschwender, der Verschwenderin gleichgültig scheinen, so lange sich keine relevanten politischen Gruppen für solche Beiträge erwärmen. Und – „wo ein Licht ist“ – wusste bereits Till Eulenspiegel – „da ist noch längst keine Erwärmung zu holen“.

Meine Liebsten und Lieberen, was zählt, ist Anschauung – Anschauung, nicht Entscheidung. Wir können ruhig mit Nietzsche und Goethe und Konfuzius bei Kant gehen!

Unsere Anschauung sagt uns: Der Mensch ist einzeln ausnahmsweise Superman – normal ist er Sülze und hitlerschlau.

Der Mensch ist immer Heerdenthier, aber nicht eigentlich Raubtier, sondern dösend ganz gern fickender Tanz-Bär – jedenfalls symbolisch: „Du warst so gut – dass ich schon wieder in Ohnmacht falle.“

Ich will sagen: Es bewegt sich immer neu, zäh und altlastig. An den Kindern sehen wir die Macken der Großeltern. Und selbst die bewegen sich. Und der Rausch geht weiter. Und schon wieder ist es uns gelungen, ein Paket Knäckebrot an die Front zu bringen:

Dem aktuellen Heidegger-Bashing aufzuspringen – zur nachträglichen, also lächerlichen Klärung, was Nazi ist – ein Sahnehäubchen zur Neuen Sinnlichkeit: In Ihrer Haut möchte ich stecken (Manuela Lenzen), … zentral für Empathie ist gerade die Bereitschaft, die eigene Einschätzung des anderen zu revidieren .. oder, wie Heidegger es formulierte: „das Ich muss weder aus sich herausbrechen noch bricht es in den anderen hinein, weil es sich mit diesem immer schon draußen trifft.“

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Beatles-Generation

Kurz: Dietmar Moews steht ungebrochen unter dem Dampf seiner Beatlesgeneration.

Alle Mitglieder dieser Beatlesgeneration kennen und verstehen den Ernst, die Lust, den Freiheitssinn, den Spieltrieb und den Ehrgeiz, die Solidarität und den Aufklärungssinn unserer „französischen“ Technik- und Kommunikations-Revolution für den Alltag: Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit – immer klarer: im Konflikt mit den Machinationen des weltweiten Finanzkapitalismus, nunmehr im Bilde der IT-Revolution, algorithmisch 4.0 VIER PUNKT NULL bedeutet, die Komputer interagieren (nicht kommunizieren) interdependierend miteinander: Prozessor mit Prozessoren, ohne dass da noch ein Mensch zwischenfummelt oder eingreift, kontrolliert oder steuert. Wir diskutieren jetzt, wann bei 4.0-Produktion nach welchen Zielsetzungen von Menschenhand nachgesteuert werden soll und wann sich die 4.0-Systeme selbst justieren oder korrigieren? – Das ist die Knechtschaft der Freiheit. Wollen wir als Mensch das letzte Wort haben, werden wir geknechtet, die Komputerprozesse mitzudenken.

All we are saying is give peace a chance“ und „I was sick and tired, fed up with this and decided to take a drive downtown …I was so tired and started to dream …I say hey, you, get off of my cloud“ und „it is a hard rain a gonna fall“. Das sind die Sprecher der Beatlesgeneration, John Lennon, Mick Jagger und Bob Dylan. Wie Jagger 1967 in Satanic Majesties Request singt: „Well my name is a number, a piece of plastic film and I grow tiny flow’rs on my little window sill… I am having an affair with a random computer don’t you know I’m the Two Thousend Man“.

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Die Hitlerschlauheit

Die Hitlerschlauheit ist eine konkrete Ausprägung einer anderen sozialen Tatsache – das “Hannemann geh‘ du voran“. Wir kennen es auch aus der Meinungsforschung, wo man „Schweigespirale“ nennt, was sich hinter zurückhaltener oder nachgeäffter Meinungsscheu handelt: man sagt nur, was allgemein üblich ist und erklärt zur eigenen Meinung, was andere sagen. Dabei müsste eine Meinungsforschung klären, was tatsächlich für eine Meinung als Verhaltenserwartung feststellbar ist. Hitlerschlauheit ist eine historische Blindheit weiter Teile der den Krieg überstehenden Deutschen. Sie behaupteten nach dem Zusammenbruch Deutschlands: Das haben wir nicht gewusst; Auschwitz? nie gehört. Die anderen haben auch Propaganda gemacht. Mit der heutigen Hitlerschlauheit wird das Verhaltensmuster aber eindeutig, wenn es um aktive Verteidigung der Selbstbestimmung in der Demokratie und der rechtsstaatlichen Lebensweise geht: Man wills nicht wissen, der Krieg bricht aus – man weiß nichts. Intransparenz und Tagespropaganda – andere sind schuld.

Dietmar nennt es das Leben in der IT-Revolution; „Globus mit Vorgarten“. Angesprochen wird damit die lokale Gartenzwerg-Perspektive im eigenen kleinen Vorgarten, wo der Blick nur bis zum Zaun oder an die Hecke reicht. Außerhalb ist die weite Welt, von der man nichts Genaues weiß und wo man nicht hinschauen kann: die IT-gestützte weltweite Fernfuchtelei. Aber das Internetz erfasst die Welt nicht. Das Internetz ist als Bereitstellungsmedium nur sehr beschränkt ein Massenmedium. Denn die Bereitstellung erreicht nur diejenige Öffentlichkeit, spezieller Wahlverhalten. Ähnlich wie eine Universitätsvorlesung zwar öffentlich bereitgestellt werden kann, dennoch nur eine Auswahl erreicht. Zwar ist das Internetz gleichsam ein Interaktionsmedium. Aber das Erfasst lediglich, wie ein Telefon, eine P to P-Kommunikation.. Erfasst? – nur wenn man zugreift.

Während die 68er zurückblickend die virtuelle Gespensterwelt bekämpfen wollen, die sie damals verkannt hatten (Habermas in „Theorie und Praxis“), hat die Beatleswelt die kulturindustrielle Hölle angenommen. Die Tür zur Hölle ist noch nicht ganz zu. Ob Robotik oder Mensch kann noch wertorientiert gebeugt werden – mit ACDC-Hören.

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Erbe 2014

Dietmar war als Junge in die westliche Nachkriegs-Welt hineingewachsen, ist in die elektrische Beatleswelt hineingelaufen. Dietmar ist heute, im Jahr 2014, führender Denker der sinnlichen malenden Rückbindung bedeutender Teil dieser weiter wirksamen Beatleswelt. Otto Nebel, der Malerdichter des ZUGINSFELD zur Ächtung des Ersten Weltkrieges meinte, „alles schöpferische Streben kann allein erst über tragende Stufenfolgen des Feinen zum Kostbaren im Schönen emporgelangen.

Die Idee des Philosophen Peter Sloterdijk, der den quälenden Gedanken wälzt, dass die Wahrnehmungsökonomie und die psychologische Blickrichtung der Nachkommen – nicht auf Tradition und Erbe, sondern auf Losgelöstheit hinausleben will, ist ein Kropf.

Wie lange haben wir uns mit Vorurteilen und über historischen Ballast beschwert, um dann mit Martin Heidegger, die Vorurteilsfreiheit zu postulieren: „Das Dasein steht hinaus in das mögliche Sein.“

Und wir wollten doch das mögliche Sein nicht länger durch Vorurteile verhindern.

Und ich brülle es hier heraus: Die elektrische Kohorte, „Beatleswelt“ (das waren nicht „68er“, nicht „Love and Peace für Vietnam“) bedeuteten den qualitativen Sprung in die IT-Revolution.

Es ist die I can’t get no-Generation der ausgehenden 1960er. Wir „Beatles“ bilden die hellsichtige Klimax des abendländischen Nachkriegs in die globale IT-Revolution.

Bereits die „1980er Generation Golf“ trägt die Zeichen der Vorkriegsblinden. Nur die Beatlesgeneration hat den Witz und die zuversichtliche Dynamik im „Globus mit Vorgarten“. Wir stehen im deutschen Vorgarten und umarmen die Welt der Zukunft.

Trost in den Blicken, die man sich zuwerfen kann. Kraft aus Blicken die man einfangen kann – man muss aber hinschauen, nicht nur hinscheuen.

Jeder erfährt sein Leben auch im Licht der Theorien, die gerade im Schwange sind: Man macht irgendwie mit. Metaphysik wird und jeder schöpft selbst seine Abirrungen. Besinnungslose Mitmacher leben unbeschwerter als Bedenkenträger. Dies ist keine Agitation seines Kreises, der seinen Horizont beschränkt.

Der Umarmte denkt beim Umarmen und umarmt werden einfach noch an Weiterungen oder Zuspitzungen. Auch mit der Zunge. Leonardo wird nachgesagt, er habe im Buche von der Malerei geschrieben: „Mir scheint, es sei all das Wissen eitel und voller Irrtümer, das nichts von der Sinneserfahrung, der Mutter aller Gewissheit, zur Welt gebracht wird.“

Aber dann? Und nun? Was jetzt? Stillung oder Anregung? (Sedativ/Stimulans) Sündenbekenntnis und Beichte oder Turnvater Jahns kraftvolles Leben? Autoritäten und Idole? Lieber gelebter Opportunismus, als Konventionen tradierter Vorurteile: Der selbstverständliche Konformismus ist viel gefährlicher als der opportunistische, schreibt Ludwig Marcuse in seinem Selbstnachruf:

Goethe glaubte: Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.“ Nun? – was meint er? Betont er fruchtbar?

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Bescheidenheit

Lieber Leser! Zwar ist nicht jeder Leser ein Interessent – mir ist klar, nicht jeden zu erreichen, nicht jede erreichen zu können – gilt die Mitteilung dieser Erfolgskinder eben denjenigen Lesern, die – so gut es geht – Interessent sind bzw. die daran interessiert sind, Interessent zu sein.

Alle Beschränkungen, zu denen uns das Leben zwingt, verlangen nach einer lebens-freundlichen Selbstkultur, dieses Schicksal zu umarmen, sofern man es nicht ändern kann. Bescheidenheit setzt da ein, wo der Zwang nicht oder noch nicht bestimmt, wo Spielräume sind, die wir auslegen können. Somit, ohne Beschwörungen: Dietmar Moews hat bis heute sein Lebensglück erzwingen können, schaffenskräftig, arbeits-lustig und -wütig, völlig hingegeben der geistigen Entfaltung und seinem sinnlichen Kunstschaffen zu leben. Das ist äußerst dynamisch und spannungsvoll. Es geschieht in der verrücktesten, schnellsten Entfremdungswelt, der jemals Menschen ausgesetzt waren. Auch mit Krieg (im Online-TV) geht’s.

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Gute Musik genießen

Den gemessenen Ton hier vorzugeben, hören wir zunächst Rachmaninov, Klaviersonate No. 2, gespielt von Simone Pedroni beim 1993er Van-Cliburn-Wettbewerb: A whole record is rightly devoted to Italy’s Simone Pedroni (first prize) Sonata for Piano no 2 in B flat minor, Op. 36 by Sergei Rachmaninov.

Einmal richtig eingestimmt ist noch der passenden Stimmung halber gesagt: Ich rede vom Öffentlichen bei uns im Bonner Deutschland – auch heute, unter Berliner Missstimmungen – und darin ist das Öffentliche weitreichend mit dem Privaten, von jedem „Beatle“ gleichbedeutend und gleichrangig. Niemand darf daran zweifeln, dass Beethoven ein lebendes Wunder war.

Wo es mehr offizial-öffentlich wird, fallen wir nicht in Pathos, sondern wir witzeln.

Wo es öffentlich unanständig wird, verlangen wir Anständigkeit (und nicht als doppelte Moral).

Wo der Alltagsmensch sich zu wichtig nimmt, pfeifen wir ihn auch schonmal zurück. Anders gesagt:

Die Beatlesgeneration unterscheidet noch Kavaliersdelikte, Versicherungsbetrug, Mundraub oder Fremdgeh-Lügen von konsequenter Ächtung in Fällen der Verpitbullung.

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Und wenn die Adern violett heraustreten Oder noch härter: Wo sich heute Schmerzbefreite über Empathie, Höflichkeitspflicht, Verlässlichkeit und Solidarität hinwegsetzen, wird nicht auf Zeitgeist und Stilwechsel erkannt, sondern auf Bildung und gegenseitigen Respekt. Selbstbestimmung steht über dem Recht des Stärkeren – wo die Humanität mehr zu sein hat als Naturrecht.

Meinin ledigliches Wissen ums wohl Pflegen iste er, klein, je kleiner desto besser? Vermutlich meinte Goethe das Pflegen; sogar et nicht entscheidend für die Fruchtbarkeit. Es geht den gepflegten Kreis, sogar fruchtbar do kleene sein kann, wenn er der kleinste wäre. Dabei ist ein Kleinstkreis mehr als zwei Teilnehmer, Dreieck, Quartett, Quintett? Vermutlich Kreis die soziale, also die Mensch zu Mensch-Dimension – vielleicht im Kreissaal schon ab zwei Pflegisten, wo ein Anfang möglich ist, die Aussicht auf Fruchtbarkeit. Runde Sachen. KeineSchreibfehler nirgends wird die geduld ende

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Hier schreibt der besondere Künstlergelehrte seine geöffneten Hände um die Arschbacken zwischen Schlüpfer und Wohlgefühl, herausgehoben für besondere Leserinnen und dynamische Leser. Es ist nicht zu übergehen oder abzuwiegeln, dass dem intelligenten Menschen das Leben ständig angebuntet wird durch Zugewinne. Neue Einsichten, Erlebnisse die zu Erfahrungen werden, wenn man sich mit ihnen und mit seinen geistigen Partnern dazu einlässt. Oft sind Zugewinne Enttäuschungen und es fällt schwer, eine Enttäuschung freudig zu empfangen – hatte man doch anders gehofft. Und mit dem Eigenständler Arno Schmidt möchte ich sagen: „Sei es noch so unzeitgemäß und unpopulär, aber ich weiß, als einzige Panacee, gegen Alles, immer nur Die Arbeit zu nennen; und was speziell das anbelangt, ist unser ganzes Volk, an der Spitze natürlich die Jugend, mit nichten überarbeitet: ich kann das Geschwafel von der „40-Stunden-Woche“ einfach nicht mehr hören: meine Woche hat immer 100 Stunden gehabt.“ Heimat im Schlüpfer.

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Heimatgestimmtheit

Ob man seine Heimat achtet, liebt, hasst, unzulänglich ablehnt oder heimatlich mit Zuneigung annimmt, bezieht solche Einstellungen aus äußeren Gewohnheiten der Heimat.

Du siehst, wie daraus sich Heimatort und Heimatgegend wandeln, wie sie verlässlich bleiben, was sie sind. Leute haben Eigenarten, wie es einem selbst zur Entfaltung günstig war und weiter scheint, wie soziale Beziehungen verlässlich wirken, wie die gelebte Kultur zu einem selbst passt und freie Teilnahme, Zugang und Differenz den eigenen Lebensbedürfnissen entgegenkommen.

Man muss das Wort Heimat nicht verwenden oder vermeiden, um heimatbewusst seinen eigenen Beitrag zur Heimat zu bringen – es geht auch ohne Absicht, ohne Heimatorganisation.

Am besten kommt man mit seiner Heimat klar, indem man Heimatmenschen, Heimatgegend und Heimatgeschichten als schwimmendem Hintergrund der eigenen Lebensambitionen, umarmt. Sie sind geeignet ohne konkrete Inanspruchnahme oder Zwecknutzungsversuche als Heimatreligion einzustimmen, indem sie als poetische Sprachmittel mitlaufen. Damit sind allerdings auch mehrere konkurrierende oder wechselnde Heimaten locker möglich.

Platz ist überall, wenn der Geist offen und die Herzen Kraft erübrigen.

Kurz – Heimat ist etwas durch und durch Gutes und Nützliches: Ein Heil der Heimat.

Jede und Jeder darf sich freimütig ins Heimatgeschehen einmischen, wenn was schlecht läuft:

Ich bin hier. Es ist meine Heimat. Was mich angeht, muss ich kümmern! Das betrifft das Reden, das öffentliche Reden und das Handeln und Einmischen ins Handeln anderer aus und in der Heimat.

Wer von den Menschen seiner Heimat im Laufe seines Lebens immer mehr entsetzt ist, weil sie statt aufmerksam und anteilnehmend, dumpf, indolent und brutal sind. Wer erlebt, wie feinere Werte und Verhaltensweisen einerseits ignoriert andererseits ausgegrenzt und niedergemobbt werden. Wer, wenn er sich darüber beschwert, die Heimat anruft und die Landsleute anruft, doch die Menschlichkeit der Weltgemeinde nicht verkommen zu lassen, Rechte, Pflichten und Treue zur Anteilnahme am Geschick auch persönlich einzulösen und zu erweisen, einsam zurückgelassen wird – Jeder! – wenn er dran ist – muss stehen.

Aber -, so gut wie keiner steht.

Wer dann die Kälte, die Wand der leeren Steinmenschen erleidet, statt zur Tagesordnung überzugehen. Ja, nun, der Heimatmensch ist nur Heimatmensch, wenn er intelligent und sozial auf Heimatkultur besteht. Die anderen sind lediglich mit Heimatparolen verkitschte Zombies der Überforderung. Der muss sich seiner höheren Begabung erfreuen. Muss sich Genossen suchen und auf diese im Guten einwirken: Das geht sehr gut, wenn man nur gibt, was gebraucht wird, statt nur abzuzirkeln, was gerecht wäre.

Gerechtigkeit ist eine schöne Heimatvokabel für Heimatlose – Selbstgerechtigkeit verhilft zum Eingedenken in die sozialen Erwartungen der anderen. Man muss munter gehen, lassen, was falsch geht. Und erhält hin und wieder einen geduldigen Blick dafür.

Mehr ist dann an Weihnachten, wenn man daran glaubt: Weihnachten in der Heimat! Ja, dann kommt die Überraschung in der Heimat. Man erinnert sich an Dich: falsch! Man fälscht die Erinnerung, die Geschichte, übergeht Geschehnisse, verleugnet Dich, schönt Eigennutz und Schweinereien.

Vergisst die Wahrheit, die man ja auch in der Gegenwart nicht bezeugt. Das fünfte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.

Wir sehen die Heimat also noch als ein metaphysisches Gespenst der rückwärtigen Verleugnung von moralischer und politischer Bedeutung. Dafür errichtet man Ehrenmale und Mahnmale des Selbstdesigns:

Jeder sein kleiner Bert Brecht, des eugenbrechtschen rückwärtigen Ausbaus der eigenen Lobgeschichte und zur Vertuschung mobhaftiger Überlebensnöte.

Walter Bauer beklagte den Heimatverlust und war vor der infamen Vergewaltigung seiner verlogenen Heimat in Toronto hart gelandet. Nietzsche rief: Wohl dem der Heimat hat – die Krähen fliegen irren Flugs zur Stadt.

Wer ohne ausgebaute Heimatsentimentalität auskommt, hat es besser. Gewohnheiten sind dein Feind!

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Nachrufe

Dem werten Karl-Heinz Thies 1925-2014, der ein treuer kluger Genosse war und umständhalber das ertrinkende Kind Dietmar ca. 1956 aus der Ostsee zog – ist so ein Gedenken Pflicht? oder Recht?

Den werten Sternen unseres Planeten Frans Brüggen, Peter Scholl-Latour, Wolfgang Leonhard – stehen wir auf den Schultern der Riesen und … rufen eben nach.

NOCH: Ich danke für die Resonanz auf die Kunstförderungsabhandlung anlässlich des Todes meines Freunde, des Oldenburger Komponisten Thomas Schmidt-Kowalski im den Blättern Numero 64: Für meisterliche Stoffveränderung.

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NOCH: Ich lebe in einem neuen Land Deutschland, die zweite Bundesrepublik. Da sind nun DDR-Deutsche hinzugekommen, die hier in der neuen Republik leben und glauben, es sei die alte: Der Westen solle doch auch was vom Osten annehmen. Es gibt seit Längerem eine Bundeskanzlerin, eine SED-Doktorin, einen Rostocker Pfarrer als Bundespräsident Gauck, einen Oppositionsführer bzw. eine Opposition aus dem ehemaligen Ostberlin mit Gregor Gysi und Sarah Wagenknecht.

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NOCH: Der Münsteraner Graf von Galen, Nazi und aufrechter Katholik in der Hitlerzeit, liegt schon lange an für eine Portraitzeichnung der von mir Wertgeschätzten.

Jaron Lanier (54) der Sun Valley Preisträger von Microsoft: „Erst kommt der Mensch, dann die Maschine. Ohne Menschen sind Computer Raumwärmerm die Muster erzeugen“. Hat bestätigt, was ich seit ewig Dr. Schäuble (CDU) warne, seit er Bundesinnenminister war:

Notstandsgesetze, Intransparenz bei BND und NSA, die Rechtsstaatsbeugungen bei NSU, die EURO-Lügen – was geschieht mit Rollstuhlfahrern wenn Eutanasie-Gestapo herrscht? Was passiert, wenn die große Zahl zur Herrschaft kommt? Der Mob? Der Flash-Mob? Man hat in der Piratenpartei den Mob für Cloud und Flash begeistert: Direkte Demokratie durch Flash-Mob (das nennt man sogar Mob).

Es ist Schäuble scheißegal gewesen.

Und heute sagt Jaron Lanier und warnt: Wenn eines Tages die Gründer von Google, Facebook und Konsorten mal abgegangen sein werden und von weniger genialen neuen CEOs abgelöst sind: Was passiert dann mit der riesigen Macht über Datenmengen und Algorithmen?

Wir bewegen uns auf den urzeitlichen Mob des Kalifats seitens des NSA-Netzes mit vollem Karacho zu. Ebola ist demokratisch.

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Dolly Parton – looks completely false when she’s completely real

Dezember 6, 2014

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am Samstag, 6. Dezember 2014

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Dolly Parton im Jahr 1967 – sie trat bereits als Kind auf

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Die Nashville-Star-Sängerin Dolly Parton (68, alterslos – vermutlich 80) gab ein Interview, wo es in der Ankündigung bei „the guardian“ (6. Dezember 2014) heisst:

Dolly Parton reveals all“ – sie enthüllt, erklärt, zeigt, wie es im Geschäft ist.

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Dolly Parton meint, der Erfolg ist Ausdruck der Arbeit.

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Zunächst kommt ein Musiker innerhalb der Musikerwelt zu einer Beachtung (sie komponiert und textet auch erfolgreich), die direkt zu einem begrenzten Publikum und zur Mitwirkung in der musikindustriellen Produktion führt.

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Mediale Verbreitung wird dann nur vom Marketing-Netz der Indusrie inszeniert, wenn beachtliche Merkmale und Qualität zum Ausdruck kommen. Weitere Rangsteigerung entsteht dann mit Absatzerfolg und Umsätzen sowie weitere Publikumsresonanz.

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Dolly Parton ist eine ungewöhnlich begabte professionelle Gesangsdarstellerin. Ihre Weltberühmtheit ist eine Folge diverser Alleinstellungsmerkmale, wie ihre einzigartige Gesangskunst, ihr Barbie-Puppen-Outfit, die bombastische Superblond-Toupier-Mähne und die hervorragenden Frauenbrüste, sind für die Kommunikationsmöglichkeiten unerlässlich.

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Dolly Parton hat also in ihrem Interview zur dritten Stufe ihrer Karriere (EINS Country-Nashville-Star; ZWEI Popmusik und Europamarketing; DREI Weltpopularität) gesagt:

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Eine Sängerin und Entertainerin geht den Weg, das eigene Können anzubieten. Das ist an unablässige, professionelle Arbeit als Künstler und des Marketings gebunden.

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Der witzige Punkt in der „Enthüllung“ von Dolly Parton ist einfach und überzeugend. Parton spricht von Erfolgskarriere, ausgehend von einem besonderen Können des Stars, und kann daher jeden weiteren Erfolg erklären, dass und wie diese Publikumsresonanz durch permanente Arbeit entsteht und fortgesetzt werden kann.

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Dolly Parton sagt, Karrierebrüche oder Karriereenden stehen stets in direktem Zusammenhang damit, dass ein gefragter Star seine Arbeit abgebrochen hat: Heirat, Familie, Managementfehler, Kraftlosigkeit u. ä.

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Sie selbst charakterisiert sich als „I look completely false when I’m completely real.” Aber weder die Erscheinung in Ton und Bild, noch andere Tricks sind auschlaggebende für den noch nach 60 Jahren wachsenden Erfolg der Image-Figur Dolly Parton.

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Dolly Parton erklärt, dass sie stets arbeitet und weiterarbeitet und dabei die für sie passenden Mitarbeiter und Geschäftspartner, Produktideen und Marketing-Konzepte benötigt. Parton ist seit 1966 verheiratet – hatte was Passendes gefunden.

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Dietmar Moews meint: Ich bin selten Fan – und kann hier mit Dolly Parton ein erfreuliches Beispiel nennen: Ich verstehe mich als Dolly Parton-Fan.

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Dolly Parton gehört nicht zu den Quetschhälsen, von denen John Lennon mal sagte: Frauenstimmen auf Beatles-Aufnahmen? – Niemals (dann kam Yoko).

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Parton ist abseits von Geschmacksurteilen enorm in jeder Beziehung ihrer Darbietungen. Das beginnt mit der Gesangskunst und ihrer Musikintelligenz – Partons Darbietungen sind sinnlich phänomenal und meisterhaft.

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Auch im hohen Alter erreicht sie höchste Qualität – nicht als Sexsymbol, Karaoke-Figur oder Oldie – sondern angebunden an Nashville-Folklore, als singender musizierender Mensch (Frauenquote nicht – Männerquote auch nicht).

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Kurz, Bedingung für die weltweite Anerkennung von Dolly Parton ist ihre ganz persönliche Schaffens- und Aktionsdynamik, aber natürlich ihre Aktivitätsrichtungen und ihre soziale Auswahlkunst, die richtigen Leute zu erkennen.

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Das heißt, neben dem markttauglichen Produkt hat Dolly Parton bis heute vermocht, selbst treffend und schnell die passenden Entscheidungen umzusetzen, statt auf einen „Mastermind“, „Vordenker“ oder eine „graue Eminenz“ angewiesen und abhängig zu sein.

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Daran scheitern die meisten hochbegabten Künstler, denen es an der Begabung und Verständnis für das industrielle Absatz- und Kommunikationsgeschäft nicht ausreicht.

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Am liebsten GELD, BARGELD, MÜNZEN und SCHEINE

Dezember 4, 2014

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am Donnerstag, 4. Dezember 2014

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Das bewährte Bargeld ist die reale Sache, die die Menschen mit Erfolg benutzen und am liebsten haben.

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Das „BIG-BROTHER“-Bestreben, alle Menschen mit der NSA-Technik total zu überwachen, will natürlich das Bargeld abschaffen, weil man es nicht auf Heller und Pfennig kontrollieren und profilieren kann.

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Wir sehen Zeiten entgegen, dass das Bargeld über die Köpfe der Gesellschaft hinweg abgeschafft wird. Man wird das Geld derart in organisatorischen Nachteil setzen, dass unvergleichliche Kostennachteile für die Geldbenutzer entstehen. Was heisst da „Bit-Coin“?

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Momentan bezahlen die Menschen in Deutschland ihre Einkäufe noch bevorzugt mit Bargeld.

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Ein „Kropf des Kapitalismus“, der Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele behauptete kürzlich zum 25-jährigen Jubiläum (was hatten wir denn da vor 26 Jahren?) der Bundesvereinigung Deutscher Geld-und Wertdienste in Frankfurt:

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Die Entwicklung verlaufe aber langsam: „Bargeld wird bis auf weiteres das meistgenutzte Zahlungsmittel am Point of Sale (Verkaufsstelle) sein..“

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Bei kleinen Transaktionen wird Bargeld an die 80 Prozent genutzt.

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Die Geldmanipulateure haben längst den „War of cash“ ausgerufen. Dabei spielen wissenschaftliche Erkenntnisse über Schaden und Nutzen von angeblichen technischen Fortschritten so gut wie nie eine Rolle. Immer wird über Preispolitik und politische Willkür der größte Blödsinn gesetzlich umgesetzt – wenn nötig geheim: TTIP ist ein extremes Beispiel.

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Dietmar Moews meint: Ohne Telefon lebt es sich sehr gut. Man verliert viele Kontakte. Auch weil meist nicht geglaubt wird, dass man kein Telefon habe, sondern lediglich seine Nummer nicht hergeben will. Dietmar Moews ist per E-Mail einfacher zu kontaktieren als die meisten Menschen mit ihren Dauer-Anrufbeantwortern.

Wer sagt eigentlich, dass ein virtuell-digitales I-Phone-Gespräch attraktiver sei als ein ganz normales sinnliches Gespräch zwischen zwei einander gegenüber befindlichen analogen Menschen?

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Wer heute die idiotischen U-Bahnfahrenden beobachtet, die derart überwiegend mit sich, ihren Ohrstöpseln, den winzigen Displays ihrer Units und den leeren Akus beschäftigt sind, verliert sehr bald jegliches Interesse daran überhaupt anzuhören welche Schwachmaten-Kommunikation da verdaddelt wird: „Ich bin jetzt in der U-Bahn und telefoniere.“

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Crossfire Hurricane – ARTE +7 Mediathek neuer Rolling Stones-Film

September 7, 2014

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am Sonntag, 7. September 2014

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Layos Dayatos sagt: „In der Kunst gibt es keine Pause“.

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Nach zahllosen Materialzusammenschnitten, die man in unzähligen Einzelteilen bei Youtube studieren kann, hat MICK JAGGER selbst nunmehr zum 50-Jährigen ROLLING STONES-Band-Bestehen eine Foodage-Parade erstellen lassen und mit umfangreichen Kurzstatements der Musiker zu diesen Collage-Stücken angeregt: Das ist wirklich super geworden (abgesehen davon, dass riesiger Aufwand betrieben worden ist, um schlechte Livemusik nachträglich zu hinterlegen, z. B. erscheint aus 1968 „Rolling Stones Rock’n Roll Circus“ ein „Sympathy for the devil“ mit der Qualität von der „Beggars Banquet-LP“, während die echten Live-Töne wirklich „mittel“ sind, wie man aus den Original-CDs kennt): EGAL: DER SCHREIBER MACHT DAS BUCH.

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Dietmar Moews meint: Nachdem ich den Anfang der Sendung „Crossfire Hurricane“ auf Arte-TV um einige Minuten verpasst hatte. Konnte ich das Ganze auf der Heimkinoanlage sehr genießen, um es dann hinterher noch mal im Stream auf LENOVO durchzuheizen (zweimal hält besser). Es ist zauberhaft, wie die Stones 1963/64 den Anfang ihrer Eigenkompositionen „Sitting on a fence“ und „Tell me“ zeigen und fünfzig Jahre später kommentieren.

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Sympathisch war erstmals eine wirklich empathische Darstellung des Rausschmisses von Brian Jones (wenngleich ich von Charlie Watts härtere Stellungnahmen kenne, der sich hier nicht an mehr als „sehr unangenehm“ erinnern wollte). Und Mick Jagger räsonniert – aus heutigem Rückblick hätten die beiden, Jagger/Richards, mehr tun können, Brian Jones, mitzunehmen, statt ihn so frei zu lassen, wie er es sehr wohl wollte bzw. Brian Jones hätte Führung gebraucht, statt seinem zerstörerischen Genie-Impuls die Zügel zu geben. Denn drei Wochen später war er ersoffen.

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Keith Richards sagte: Die besondere Klasse bei den frühen Studioplatten kam stets als Detailideen, Geschmacksbestimmungen und virtuosen Instrumentenbeiträgen von Brian Jones. Dass er hauptsächlich in der Pop-Star-Drogenpraxis durch „Krankheit“ ausfiel, Rolling Stones Musik machen zu können, sei ein totaler Verlust gewesen – man hat sich gewehrt, dass die Stones aufhören, also verließ Brian Jones die Band.

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Der Gitarrist Mick Taylor stieg 1969 ein und die Stones gingen als neue Rockband mit Honky Tonk Women nach zweijähriger Pause wieder auf Tourneen, und spielten fortan in großen Arenen.

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Schließlich Ron Wood gab die sozio-kulturelle Abrundung der Stones, die mal vom jungen Brian Epstein-Manager Andrew Loog Oldham als „böse Buben“ plaziert worden waren, seit 1978 als „Faces-bunte-Positivhelden“, die allen gefallen können.

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Den hervorragenden Zusatzbassspieler Darryl Jones konnte man viel hören aber fast gar nicht sehen. Der Stones Bassist Bill Wyman wurde gezeigt, durfte aber fast keine neuen Kommentare beisteuern. Schlagzeuger Charly Watts kann in einer Entwicklung über 50 Jahre als inzwischen furioser Rock-Drummer beobachtet werden, der kurze aber sehr dezente Wertvorstellungen äußert und anscheinend das extrovertierte Geschäft den anderen überlassen konnte, weil es ihm nicht liegt. Jimmy Miller war zu sehen – er war der Kick für „Jumping Jack Flash“ kam super gut – „Start me Up“ wurde ausgelassen – so kann man es sehen. Die seit 1972 ständig mitwirkenden Bobby Keys, Jim Horn, Price, die Background Sängergruppe Lisa Fisher, Bernhard Fowler sowie der Pianobar-Totalspieler Chuck Leavell, auch Ian Stewart und Nicky Hopkins werden ausgelassen.

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Mick Jagger erkärt, wie er sich sieht, nicht der ewige Jungsänger sein zu können und nicht sein zu wollen, sondern wie mit dem älter werden eine Rock- und Blues-angehauchte Musik durchaus passt und sogar Generationen übergreifend anspricht.

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Mit 50 Jahren Bandegeschichten schließt „Crossfire Hurricane“.

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Singen kann Jagger heute tatsächlich immer noch mit guten Kräften – wenngleich die 2014-Auftritte nun Einbußen der Stimme zeigen. Der Zusammenschnitt „Crossfire … I was born in a crossfire hurricane“ aus Jumping Jack flash ist „historisch“ tragend, in extrem guten schnellen Schnitten, heftiger Substanz, alle Generationen Publikum, Polizisten und Journalisten, stets im Haarschnitt der Zeit, keine Familien- oder Ehefrauen-Groupie-Geschichten, keine Musikinstrumente oder Fragen des Line-Ups, keine Gewinnrechnungen, keine Steuer- oder Managementproblematik, kaum ein Toningenieur, keine Designer der Plattenhüllen, der Plakate, der Bühnendeko, der Kleidung, nur ein John-Lennon-Zitat, keinerlei Beatles (I wanna be your man: der erste Stones-Erfolg auf Platte, gedichtet von Lennon / McCartney), keine sonstigen Popmusiker, dafür die Flughäfen und Flugzeugentwicklung mit den Rolling Stones aus London.

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YESTERDAY

August 24, 2014

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am Sonntag, 24. August 2014

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BEETHOVEN – ein Gottesbeweis in Musik aus dem vorelektrischen europäischen Zeitalter – wird heute noch benutzt, weil man seine Werke noch gebraucht. John Lennon bezog angeblich von einer umgedrehten Tonbandschleife mit Beethovens „Für Elise“ die Harmonien des wunderschönen Beatles-Songs „Because“ (Abbey Road, 1969).

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DIETMAR MOEWS 2008 Lingner Schloss Dresden

DIETMAR MOEWS 2008
Lingner Schloss Dresden

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Zwar ist Chuck Berrys „Roll over Beethoven“, der Rocksong mit frechen, forschen Gesangsworten: „I get a rocking pneumonia, tell Tschaikowski the news“, den fast alle Bands der Beatlesmania drauf hatten, ein wenig provokativ. Aber Chuck Berry ist ein „Bugger“ mit Doppelsinn, Herz und Esprit – er drückte Lebenskraft aus.

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DIETMAR MOEWS 1991 Tucuman / Argentina

DIETMAR MOEWS 1991
Tucuman / Argentina

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YESTERDAY“, als weltberühmter und mit am Häufigsten nachgespielter Song der Beatles, von Paul Mc Cartney erfunden, hatte ursprünglich den Titel „Scrambled eggs“. Und als scrambled eggs (Rührei) erklärte Paul Mc Cartney doch ziemlich bescheiden die Entstehung von „Yesterday“. Statt die Bewunderung als genialer Komponist einzustreichen. Man wunderte sich über dieses besondere Lied und auch, warum es keine weiteren ähnlichen Stücke gibt.

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DIETMAR MOEWS 1994 Pandora Kunst Projekt München

DIETMAR MOEWS 1994
Pandora Kunst Projekt München

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Später gab es dazu Urheberrechtsdiskussionen, dass zumindest es historische Noten eines uralten neapolitanischen Volksliedes gäbe, denen der Durchlauf von „Yesterday“ entspräche.

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DIETMAR MOEWS 1983 Erdbeerrock-Studio Völksen

DIETMAR MOEWS 1983
Erdbeerrock-Studio Völksen

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Dietmar Moews meint: Ich wollte gerne mal herausstellen, erfreut zu sehen und zu hören, welcher Reichtum aus der Vorzeit in das heutige Leben hineinsteht.

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DIETMAR MOEWS 1978 Ballhof-Galerie Hannover

DIETMAR MOEWS 1978
Ballhof-Galerie Hannover

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Und es wohl angebracht ist, anzunehmen, dass sehr viel mehr drin ist, das wir lediglich mangels Kenntnissen nicht nutzen und auch zu wenig Wertschätzung bereit sind aufzuwenden, die Riesen kennenzulernen, auf deren Schultern wir Zwerge stehen (nicht alle Zwerge sind kurzsichtig).

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DIETMAR MOEWS 1970 Tonhalle Minden / Westf.

DIETMAR MOEWS 1970
Tonhalle Minden / Westf.

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Insgesamt meine ich, wir sollen leben und unsere schöne Zeit nutzen, statt mit Überladung und Heldengedenktagen den Lebensbogen durchzubiegen.

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Snoopy + Dietmar 1980  in Kirchhorst

Snoopy + Dietmar 1980 in Kirchhorst

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Beethoven und Yesterday, Chuck Berry und Lennon / Mc Cartney stehen allemal hinaus in ein mögliches Sein und das trägt auch die Zukunft – vielleicht wesentlicher als unsere Zukunftsplanungen.

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DIEMAR MOEWS 2014 Mainzer Straße Köln

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