Altbürgermeister Gerd Schwieger auf der Entnazifizierten-Linie von Springe

Mai 31, 2021

Lichtgeschwindigkeit 10215

am Dienstag, den 1. Juni 2021

Im deutschen Kaiserreich gab es eine kapitalistische Elektroindustrie, die insgesamt den Anschluss an die erste Industriewelt so langsam gefunden hatte. Man korrespondierte mit internationalen Standards, man gründete das nationale Patentrecht. Man bildete Elektrik-Verbände, die sich der Elektrifizierungs-Revolution stellten und man gründete die ETZ, Elektrotechnische Zeitung, die Elektrotechnik, Elektroindustrie, Elektrophysik als Wissenschaft sowie neue Ausbildungsberufe für „Elektriker“, Elektrotechniker, Elektroingenieure, Handel und Im- und Exportgeschäfte veränderten das Leben.

Ein Genie, wie Werner von Siemens, der quasi den Dynamo erfand und an eine Dampfmaschine anschloss, der auch Telegrafie und Atlantikkabel entwickelte, der ein eigenes Dreimaster-Segelschiff zum Kabellegen und Kabelfischen durch Sturm und Wellen führte, der Kupferminen betrieb und die ganze Elektrowelt persönlich bereiste …

So stand in der ETZ im Februar 1893: Goebel vor Edison.

Das war von Pope aus dem Electrical Engineer und landete sogar in der Springer Zeitung von J. C. Erhardt.

So stand es wieder in der ETZ im Jahr 1923.

So stand es wieder in der ETZ und in der Neuen Deister Zeitung im Jahr 1929. Da brachte die deutsche Elektrolobby erneut „Goebel vor Edison“.

Die Nazis sprangen 1933 gar nicht so auf eine Springer Göbel-Lüge auf, auch wenn man eine Schule nach Heinrich Göbel benannte. 1935 war Göbel in Springe vergessen, schreibt Chronist Andreas Lilge in der Stadtchronik 2002.

Noch 1950 wehrten sich die aus der Nazi-Unterjochung entkommenen Sozialdemokraten von Springe gegen eine Göbel-Huld und machten das erste große Stadtfest 1950 ohne irgend eine Erwähnung des Göbel.

Auch lehnten sie die Benamung des neuen Parks als „Heinrich-Göbel-Park“ ab, der offiziell nach dem Bürgermeister „Walter-Lichtenberg-Park“ offiziell tituliert wurde und als „Volkspark“ zur Stadtgeschichte wurde.

Erst im Jahr 1954 setzten entnazifizierte Alt-Nazis in Springe den Erfinder vor Edison in die amtliche Lokalgeschichte: Göbel vor Edison, durch.

Der NSDAP-Rasseforscher Dr. Achim Gercke propagierte Heinrich Göbel in der Neuen Deister Zeitung, Willy Städtler, Verleger der Neuen Deister Zeitung, bis 1945 NSDAP, Stadtdirektor Dr. Gustav Degenhardt, bis 1945 NSDAP und Altbürgermeister Fritz Jürges, bis 1945 NSDAP, hatten für Springe den großen Deutschen zum Idol erhoben, womit sie als Entnazifizierte schafften, was bis 1945 mit Hitler nicht gelungen war: Der Sieg über Amerika und über Edison.

Die Lege-Henne von Springe meinte der Glühlampen-Kriminelle Heinrich Göbel (1818-1893) sei durch einen Hermann Beckmann in der Elektrotechnischen Zeitung (ETZ) im Jahr 1923 als Glühlampenerfinder in einem Gerichtsverfahren im Jahr 1893 festgestellt worden, aber dem Beckmann halfen dabei gefälschte und wahrheitswidrige Quellen, die er zitiert hatte. Dann schloss die Lege-Henne, der Herr Beckmann habe den Glühlampen-Göbel im Jahr 1929 nach Springe gebracht.

Ich will nichts ersparen – immer wenn die Lege-Henne ein Ei gelegt zu haben glaubt, gackert sie aufgeregt und schreibt eine Disqualifizierungsarbeit.

Misserfolg macht bescheiden und schlicht.

Nun schloss die Lege-Henne, den Beckmann-Glühlampen-Göbel hätten die Nazis nach 1933 sehr gerne angenommen. Und die Springer Nazi benannten im Jahr 1939 ihre Mittelschule Heinrich-Göbel-Mittelschule.

Und ganz ehrlich machte die Lege-Henne dann daraus, dass man auch nach dem Krieg Heinrich Göbel in Springe am Deister mit einer großen Festwoche huldigte.

Und nun hatten mehrere Lege-Hennen den Wunsch ein Krimi-Buch aus der missratenen und nicht betreuten Qualifizierungsarbeit zu publizieren. Wer selbst Genosse ist oder wessen Vater Entnazifizierten-Linie-Rektor in Springe war, ja nun: Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2006 bzw. dann 2007 als das Buch rausgebracht wurde, Print on Demand bei Zu Klampen Verlag Springe, Titel:

>Die Göbel-Lege-Henne Der Kampf um die Glühbirne<

Die Lege-Henne erzählte in dem Krimi-Essay, es sei da wohl ein Irrtum geschehen. Denn Heinrich Göbel hatte mit Hilfe von beeideten schriftlichen Erklärungen und fast 150 Zeugen aus der Nachbarschaft der Monroe Street von Lower East Side Manhattan, New York, im Jahr 1893 versucht, die Gerichte davon zu überzeugen, dass er bereits lange bevor Thomas Alva Edison den Entwicklungsdurchbruch mit ersten hochohmigen Glühlampen im Jahr 1879 gelungen war, wie es zweifelsfrei jeder wusste, als deutschamerikanischer Außenseiter ebenbürtige Lampen hergestellt gehabt haben wollte, was kaum jemand wusste – aber die Bekannten, Freunde und viele Kinder Göbels.

Die Lege-Henne nannte deshalb Heinrich Göbel einen Hochstapler, ohne es beweisen zu können und führte für die Göbel-Huldigung nach 1945 ein neues Wort für den

Irrtum in Springe

ein (man nennt sowas heute „Labeling“ und „Wording“).

Das Wort der Lege-Henne lautete

LEGENDE:

Heinrich Göbel, Erfinder der Glühlampe und Entdecker des Bambus-Kohlefadens, 25 Jahre vor Edison, im Jahr 1854.

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Dietmar Moews meint: Wer nicht völlig irregeführt versteinert ist, wird die ETZ, als Repräsentanz des deutschen Elektrogeschäfts verstehen können, also

ETZ 1893 ztiert Pope vom Electrical Engineer, 1893

Feldhaus zitiert ETZ 1915

ETZ zitiert Feldhaus und ETZ und Pope 1923

1929 ETZ bringen die Verbände, die Elektroindustrie und die Wirtschaftspolitiker

mit der ETZ die „Göbel vor Edison“-Behauptungen erstmalig nach Springe.

1935 benannte man eine Heinrich-Göbel-Schule in Springe, doch der Hitlerstaat stieg gar nicht auf einen Göbel-Lampen-Deutschismus ein. Pläne für eine Göbel-Bastei blieben also hängen.

Erst nach dem Zusammenbruch 1945 brachten Entnazifizierte im Jahr 1954 eine erneute Göbel-Propaganda in Springe auf, die nun auch amtlich betrieben wurde: Straßenname, Göbelbastei, Großes Lichtfest mit viel Auflauf.

Und jetzt möchte ich gerne von dem späteren Bürgermeister Gerd Schwieger wissen, wie er als SPDist dazu gekommen ist, die Entnazifizierten-Göbel-Linie zu übernehmen und geradezu dummdreist zu vertreten?

Schwieger hat kein einziges Argument und keine Kenntnisse, die das heute bekannte Archivmaterial bietet.

Nun schreibt Schwieger, nunmehr aus Norddeutschland, also Entnazifizierten-Leserbriefe in der NDZ mit unverschämten Ton und völlig ohne Argumente dafür, wie er dazu kommt, immer noch den Sinn der Erinnerungskultur nicht begreifen zu können, nur weil mal Dr. Achim Gercke im Jahr 1954 die Springer Deister Zeitung nutzte.

Ja, sehr wohl, die NDZ brachte die Göbel-Texte des NSDAP-Rasseforschers Dr. Gercke erneut im Jahr 2004 (nach 50 Jahren), da war Bürgermeister Schwieger selbst bereits im Abseits der SPD-Posten gelandet, der aber für die neue (alte) Stadtchronik noch mit Göbel vor Edison im Jahr 2002 der geistige Bruder von Callies war, seinem SPD-Partner von Springe.

Auch Horst Callies vertrat die Entnazifizierten-Linie und sagt bis heute nicht, wie er als Geschichtsprofessor dazu kommt, Geschichtsfälschung zu propagieren? – weils die Deister Zeitung so gerne hatte? – weil es die Springer Lehrer alle so mitmachten? Verschickt dann ein Geschichtsprofessor Lügenbriefe an die Bildungswelt? Dietmar Moews hält solche Giftwerke als Originalkopien aus dem Springer Stadtarchiv im eigenen asz-archiv in Köln – es ist unglaublich, aber Callies Briefe-Lügen sind da: Prof. Dr. Horst Callies.

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