Glyphosat Gemeinsache Geheimsache

August 24, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5833

Montag, 24. August 2015

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Das Thema der patentierten Monolvergiftung durch die weltweite Pharmaindustrie ist hochbrisant. Zumal es dabei immer um staatliche Anwendungsregelungen und staatliche Aufsicht geht, die zugunsten von strittigen Wirtschafts- und Produktentscheidungen unserer Daseinsgestaltung gerichtet werden.

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Eine demokratische Integration wird an der Öffentlichkeit vorbeilaviert – Lobbyisten und Parlamentsparteien schieben das prinzipiell heimlich durch.

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Süddeutsche Zeitunmg vom 19. August 2015 brachte durch Silvia Liebrich  einige neue Details zur „geheimen Glyphosatpolitik“:

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„Umstrittenes Pestizid Geheimsache Glyphosat  …

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  • Das Ackergift Glyphosat ist umstritten: Es besteht der Verdacht, es könne Krebs auslösen.
  • Eine Studie kommt wiederum zu der Einschätzung, das Pestizid sei ungefährlich. EU-Behörden verweigern aber Einblick in den Bericht.
  • Kritiker haben dafür kein Verständnis: Transparenz liege im öffentlichen Interesse.

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„Seit ein Krebsforschergremium der Weltgesundheitsorganisation (IARC) nachdrücklich vor den Gefahren des Ackergifts Glyphosat warnt, geraten deutsche und EU-Behörden immer mehr unter Druck. Sie verweigern den Zugang zu einem Risikobericht, der zu einer ganz anderen Einschätzung kommt, nämlich der, dass das Pestizid harmlos sei. Rückendeckung bekommen die Behörden von der EU-Kommission. Die ließ nun mitteilen, dass der umstrittene Bericht vollständig der Geheimhaltung unterliege. Begründet wird das unter anderem damit, dass er Geschäftsgeheimnisse enthalte, außerdem gebe es kein öffentliches Interesse an einer Offenlegung. Das geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an die gentechnikkritische Organisation Testbiotech hervor, das der SZ vorliegt.

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Kritiker haben für diese Geheimniskrämerei kein Verständnis. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine vollständige Transparenz in der Risikobewertung von höchstem öffentlichen Interesse ist“, sagt Christoph Then von Testbiotech. Schließlich gebe es zwei sich widersprechende Einschätzungen, von denen sich nur eine überprüfen lässt: die des WHO-Gremiums, das seinen vollständigen Bericht Ende Juli veröffentlicht hat. Fazit: Das Herbizid ist wahrscheinlich krebserregend für Menschen.

Es besteht der Verdacht, Krebs und Missbildungen auszulösen

Dieser Verdacht ist brisant. Glyphosat ist weltweit das am meisten verkaufte Ackergift. Es tötet Pflanzen ab, wird aber auch eingesetzt, um die Reife von Getreide zu beschleunigen. Es steht bereits seit Jahren im Verdacht, neben Krebs auch andere Krankheiten und Missbildungen bei Neugeborenen auszulösen. Für die Industrie ist Glyphosat ein Milliardengeschäft. Ein Verbot des Mittels wäre ein harter Schlag.

Warum nun ausgerechnet die Risikoanalyse unter Verschluss bleiben soll, die das Mittel als unbedenklich einstuft, ist für Kritiker wie Then schwer nachvollziehbar. Erstellt hat diesen Bericht das deutsche Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR). Die deutsche Behörde ist bei Glyphosat Berichterstatter für die gesamte EU. Ihre Einschätzung hat sie im Frühjahr an die europäische Lebensmittelaufsicht Efsa überstellt. Hintergrund ist, dass die Zulassung für das Mittel in diesem Jahr ausläuft und auf Grundlage neuer Risikobewertungen erneuert werden soll. Entscheiden muss darüber voraussichtlich Anfang nächsten Jahres die Regierung in Brüssel, doch die verlässt sich dabei in der Regel auf das Urteil der Experten vom BfR und der Efsa, die im italienischen Parma sitzt.

Die Analysemethode des BfR ist umstritten. Bei seinen Auswertungen zieht es vor allem Studien heran, die von den Herstellern stammen, nicht von unabhängigen Forschern. Eine Vorgehensweise, die gesetzlich vorgeschrieben ist, aber heftig kritisiert wird. Der Umgang des BfR mit Studien wirft ebenfalls Fragen auf. SZ-Recherchen zeigten vor Kurzem, dass das BfR unter anderem Leserbriefe von Industrievertretern an Fachmagazine als Studien gewertet hat. Auch lagen der Behörde durchaus Hinweise vor, die den Krebsverdacht gegen das Mittel bestätigen, doch die wurden offenbar ignoriert.

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Auch andere Organisationen haben sich um den BfR-Bericht bemüht – vergeblich. Auf Anfrage des Umweltinstituts München bei der Efsa hieß es im Juli, dass Anfragen an das BfR zu richten seien, weil das den Bericht erstellt habe. Das BfR verweist dagegen auf Parma. „Der überarbeitete Bericht liegt derzeit bei der Efsa. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage zum Bewertungsbericht an diese“, heißt es in einem Schreiben. „Die schieben den schwarzen Peter einfach hin und her. Da fühle ich mich verarscht“, schimpft Karl Bär vom Umweltinstitut München.

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Dietmar Moews meint: Gut, dass die Süddeutsche Zeitung das Thema „GLYPHOSAT-POLITIK“ verfolgt.

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Sehr schlecht, dass die FAZ oder sonstige nicht am Glyphosat-Thema dran sind.

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BILD.de fragt mit den vier Abbildungen nebeneinandergestellt, BILD von Roger Willemsen sowie weiteren drei bekannten Journalisten:

Welcher dieser „Köpfe“ hat Krebs?

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Kleiner Spaß zur Leserbeteiligung – hmmmm schmeckt prrrriima (F. Beckenbauer)

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Es ist Schweine-Journalismus des AXEL-SPRINGER-Universums – denn entschuldigt haben die sich bislang nicht dafür.

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KREBS? – diese furchtbare Krankheit findet so gesehen bei BILD.de zwar nicht die Gedankenverbindung zu Glyphposat, aber das fehlt eben einfach.

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Es ist skandalös, dass zwar dieses Thema GLYPHOSAT (bei der Süddeutschen aus München) publiziert wird, ohne dabei dem Leser oder Öffentlichkeit sachliche Informationen zu bringen, die eine sinnvolle politische Mitbestimmung möglich machen würde.

auch ohne den praktizierten Ausgrenzungs-Parlamentarismus wirklich konkret anzugreifen und aufzuforden, für Tranparenz und Teilnahme zu führen: FÜHREN: AUFKLÄRUNG FÜHREN.

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Ich hoffe die Süddeutsche bleibt am Thema und Frau Silvia Liebrich wird als Fachreporterin dran bleiben.

 


Lichtgeschwindigkeit 480

Juli 22, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 480

APPROVAL LIQUID FEEDBACK und Kommentar aus Sicht der

IT-Soziologie zur Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews – live und ungeschnitten – muss auch immer die

Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz,

Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, im Globus mit Vorgarten

in Berlin, am Donnerstag, 22. Juli 2010, mit BILD Berlin/

Brandenburg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Tagesspiegel,

Sueddeutsche-Zeitung.de, focus.de, CCC.de, bild.de, Piratenpartei

Deutschland.de, RP.de, heise.de sowie Phoenix, ARD, ZDF,

DLF, Piratenpartei-Sachsen.de

Piratenthema hier: APPROVAL LIQUID FEEDBACK – Keine

TECHNISCHEN LÖSUNGEN für SOZIALE PROBLEME & PIRATEN

hier am Beispiel der Pressekonferenz und PRESSEMITTEILUNG

zum De Maiziére-Papier der Informationspolitik des

Bundesinnenministers.

Die sächsischen Piraten haben vor kurzem das Thema IT-Politik

wie folgt angesprochen. Das ist sehr allgemein aber ernsthaft,

ich zitiere:

„Die Piraten sind auch als Internetpartei bekannt. Darum liegt

es auch uns am Herzen, dass jeder Bürger die Möglichkeit hat,

einen Internetanschluss zu nutzen. Vorraussetzung für einen

Internetanschluss ist aber auch ein Rechner. Also Rechner und

Internetzugang für alle Bürger. Die Idee wurde schon sehr gut

ausgearbeitet. Man bezieht sich auf das Urteil OLG München,

dass hat in 1 W 2689/09 (v. 23.3.10) u.a. besagt, „dass die

ständige Verfügbarkeit eines solchen Gerätes mittlerweile zum

notwendigen Lebensbedarf gehört“.

Dietmarmoews: Ich halte die Forderung der Sachsenpiraten für richtig.

Anders dagegen bewerte ich antidemokratische Machenschaften

innerhalb der Piraten, wie das Approval-Voting. Da hat jeder so

viele Stimmen, wie es Kandidaten gibt und es führt zu abgesprochenen

Blockwahlen, also zur Wiederwahl der bekannten Nichtstuer. Hier

bietet sich nun die Frage an: Wann kommt es bei Blockvorständen

zum Blockrücktritt?

Approval Blockwahl und Blockrücktritt hängen doch zusammen.

Wenn, wie hier, durch den Bundesvorstand, der Piratenpartei

erheblich geschadet wird, indem sowohl das Außenbild durch

Abwertung gekennzeichnet wird wie die innere Parteifunktion in

entmutigende Machtverfahren verstrickt wird, während das Ganze

als Anregung zur Diskussion bezeichnet wird, ist das unakzeptabel,

egal ob böse oder blöd.

Diese sogenannte PM (22. Juli 2010 auf piratenpartei.de zu finden)

hat einen Monat Verspätung, einen Monat Delay nach dem CCC

in der FAZ, als Antwort auf De Maiziere vom 21. Juni 2010.

Aussagen des Bundespiratenvorstands, wie: Das Internetz sei eine

eigene Welt;

Das Netz spiegelt die reale Welt, doch es ist von anderer Natur;

De Maiziére vertrete eine politische Klasse; sind allesamt inhaltlich

Unfug und sprachlich verschroben, insofern, der Vorstandspirat

teils was anderes meint als er sagte.

Die IT-Gemeinde und die Netzbenutzer ist das Internetzaufgebot

von HEISE.de wichtig, weil es eine hohe weitreichende Kompetenz

und Themendichte liefert. Der Piraten-Bundesvorstand hat mit

diesem Presseauftriitt dem Ansehen der piraten sehr geschadet,

weils einfach unkompetent ist. Wer einen Monat zu spät kommt,

muss schon die Argumente zum Thema, die andere Mitspieler

bereits vorgetragen hatten berücksichtigen, zumindest kennen.

Das ist hier nicht der Fall. Eine ganze Anzahl deutschsprachiger

Medien haben Notiz genommen — eigentlich müssten nun die Piraten

über ihr Eliteprinzip nachdenken und zukünftig bessere Leute wählen.

Die Sueddeutsche hat nicht kritisiert sondern eine kurze Inhaltsangabe

gegeben. Wie sollte die eingeladene Presse aber allerdings anders

als missverstehen müssen, dass von Fabio Reinhard eine als PM

Pressemitteilung: zehn Thesen ausgerufen worden sind. Es sind ja

kaum zehn Hypothesen mit denen vom Bundesvorstand eine Diskussion

eröffnet sein soll, nicht Parteistandpunkte verlautbart wurden.

Fender Stratocaster im Feedback.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;