Neuer Regierungschef Mischustin in Russland gewählt

Januar 16, 2020

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am Freitag, 17. Januar 2020

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Das russische Unterhaus-Parlament „DUMA“ wählte heute den bisherigen Leiter der Steuerbehörde, Michail Mischustin (53) zum neuen „Regierungschef“ Russland – Ministerpräsident. Nachdem in einer konzertierten Aktion Putin eine öffentliche Erkärung gegeben hatte, dann Regierungschef Medwedew seinen Rücktritt vom Amt des bisherigen Ministerpräsident und seines Regierungs-Kabinetts bekanntgegeben hatte, gab Putin eine weitere öffentliche Reformerklärung ab, stellte seinen Kandidaten Mischustin vor, der heute gewählt wurde. alles innerhalb von drei Tagen.

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Medwedew wurde von Putin zu seinem Stellvertreter im neu geschaffenen Rang eines stellvertretenden Vorstands im Nationalen Sicherheitsrat, wo wichtige Entscheidungen der Aufklärung und von Militäreinsätzen geführt werden.

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Dazu kündigte Putin an, dass zukünftig Kandidaten für die Regierungs-Ministerämter aus der DUMA gekürt und mehrheitlich gewählt werden, und nicht länger „regulär“ vom Staatspräsidenten eingesetzt werden sollen.

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Die abwertenden Einreden der Kritiker der Führungspolitik PUTIN-Russlands haben in den vergangenen Tage ziemlich peinliche Kommentare abgegeben, so, als hätten alle Reformankündigungen lediglich versteckte Wege für die zukünftige Machterhaltung Putins persönlich angebahnt.

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Immerhin wird ja das russische Parlament nicht bei freien Wahlen von freien Kandidaten bzw,- aus frei arbeitetenden oppositionellen russischen Parteien in die DUMA gewählt, da bis zuletzt, PUTIN missliebige Parlamentskandidaten mit allen Mitteln, zur Not mit Gewalt, an Kandidatur und Wählbarkeit ganz konkret und handfest verhindert.

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So gesehen ist der angekündigte Neumodus für die Regierungsbildung aus Duma-Parlamentariern natürlich Camouflage.

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Doch Putin kündigte ebenfalls an, dass zukünftig die Wahlzulassungen nicht mehr so streng wie bisher von Oben zensiert werden sollen. Das betrifft auch die etwaige Zulassung von verschiedenen Parteien für Russland.

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Dietmar Moews meint: Was westliche Medien-Hetzer stets ignorieren und was die westliche Öffentlichkeit nicht wirklich begriffen hat, dass das Gepräge der politischen Mentalität der russischen Wähler nicht mit den bürgerlichen Begriffen einer westdeutschen Großstadt anzusetzen ist. Ebenso klaffen schon bei uns gravierende Risse zwischen westdeutschen Großstädten und mitteldeutscher Landbevölkerung. Entsprechend das sozio-kulturelle Wesen der Parteien, die schließlich den Bürgern ihrer Region brauchbare Angebote machen können müssen, bereits sozio-geistig abgerichtet sein muss, um erfolgreich sein zu können.

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Versetzt man sich entsprechend in die Tiefe des Raumes von Moskau bis Novaja Selmja, können dort neue Parteien natürlich nur den Bedürfnissen ihrer regionalen Mitglieder aufzäumen, entsprechend dies Parteien bestenfalls Kandidaten hervorbringen, die die eigenen Region nach Moskau in die Duma bringen sollen.

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Wer sich darauf ernsthaft einlässt, wird sofort erkennen, dass eine Moskauer Zentralpartei kaum regionale Dissidenten befriedigen wird. Nicht unbedacht hat Putin seine Partei „Staatspartei Einiges Russland“ genannt. Es wird keine internationale Kommunistische Partei den Wertsetzungen eines russischen Frühkapitalismus aus Moskau und Petersburg entsprechen können. Auch eine christliche-orthodoxe Partei wird kaum den Millionen Paganen, Atheisten und Moslemen in den STAN- und Turk-Staaten attraktiv erscheinen. Und eine Militarismus-Partei kann zwar russlandweite Jahresfeiern mit Veteranen der rumreichen ROTEN ARMEE feiern, aber es sollen ja Modernität und Emanzipation und „lupenreine Demokratie“ entstehen.

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Worauf es ankommt ist, wenn Putin freie Parteien zulassen wird, der erwartbare Integrationswert dieser Parteien. Es wird vermutlich nicht ein amerikanisches ZWEI-PARTEIEN-System entstehen. Sondern im riesigen vielfältigen, vielsprachigen Russland wird ein bunter Spagat zwischen regionalen und zentralistischen Parteien in der DUMA kaum zur wertverwirklichenden Zusammenarbeit dienen.

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Wer also Demokratie für Russland fordert, dem sollte man die Organisationsprospekte der täglichen Reproduktion und Integration einer sehr heterogenen russischen Bevölkerung mit extremen historischen Erfahrungen und Traditionen als harte Fakten der Staatskunst von PUTIN erkennen.

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Das heutige Russland, vor dem szenarischen Hintergrund von GUS, von SOWJETUNION, STALINISMUS, von ZARENZEIT muss extreme Bedarfe für Führung, Führbarkeit, Führungsbedarf, aber auch sehr diversifizierte Fühlung ansprechen – und Zersetzung vermeiden. Es beginnt also mit einem seriösen Bildungsvorhaben eines einheitlichen „russischen Bildungswesen“ bzw. von koordinierten Grundbildungszielen.

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Wer also über Putin redet, muss sich den sozio-geistigen Problemstellungen widmen, mit denen Putin täglich, mittelfristig und langfristig kämpfen muss.

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Wie absurd ist dagegen die Frage, ob PUTIN bald abtreten muss oder mit 67 Jahren langsam in eine staatsmännische Reife kommen kann, in dem ein ehedem verhextes Sowjet-Unwesen in eine aufklärerische Denkweise von Montesquieu und umsichtiger Gesellschaftsführung hin entwickelt werden kann, ohne das Volk austauschen zu können.

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Der Nepotismus und die oligarchischen Familienbereicherungen des neuen Ministerpräsidenten Mischustin stehen auf einem anderen Blatt. Hierüber erfahren wir so wenig, wie über Putins private Auslandsreserven aller Art.

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USA und CUBA: Obama in Havanna

März 21, 2016
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Vom Montag, 21. März 2016

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Der US-Präsident Barack Obama hat heute seine außenpolitische Initiative zur Änderung der staatspolitischen Beziehungen zum kommunistischen Cuba mit seinem persönlichen Besuch bei Staatschef Castro in Havanna fortgesetzt.

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Zur Erinnerung: Das von den USA entrechtete quasi kolonialisierte Cuba ist in den 1950er Jahren von militanten Revolutionären gewaltsam befreit worden.

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Cuba konnte gegen den Willen der USA seitdem, unter sowjetischem Patriarchat, ein eigenes Einpartei-Staatswesen einrichten, das sowohl Anerkennung in weiten Teilen der Welt genießt wie auch sich selbst einigermaßen genügt.

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Obama möchte jetzt, zum Ende seiner zweiten US-Präsidentschaft als ein gutes Symbol, die allüberall weltweit propagierte „amerikanische Freiheits-Ideologie“ zum außenpolitischen Beziehungsmodus zwischen USA und Cuba befördern.

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Das ist vielfältig schwierig.

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Obama ist nicht „die USA“.

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Die cubanische Schutzmacht UDSSR heißt jetzt Putin und ist problematisch für Cuba.

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Die USA kennen überhaupt grundsätzlich keine Vertragspartnerschaft an, sondern stellen sich selbst als Welt-Militärmacht über jedes Recht, über jedes Gericht, auch über den Weltvölkerbund.

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Praktisch sollen Reisefreiheit und ziviler Handel entstehen, die allein schon von den bestehenden familiären und sozialen Beziehungen zwischen Cuba und Cuba-Emigranten in USA, besonders in Miami, Florida, entstünden.

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Andererseits ist das arme Cuba ein gefragtes Tourismusziel und Devisenziel für Amerikaner. Cuba erwartet Investitionen amerikanischer Kapitalanleger zur Renovierung der maroden Immobilien, Straßen, Hotels, Infrastruktur.

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Die cubanische Apartheit der zwei Währungen – der eigenen wertlosen und der US-Dollar bezogenen kaufkräftigen – man kann die jungen Cubanerinnen verstehen, die in den Tourismus gehen, anstatt Politik zu studieren.

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Dietmar Moews meint: Die schöne Landschaft und das wunderbare karibische Klima und die frohen Menschen kann man Cuba nicht enteignen und exportieren.

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Die Einflussnahme mit den ankommenden Investitionen wird ein heikler Tanz werden. Wobei die nachwachsenden jungen Politiker Cubas nicht mehr die Kritikfähigkeit und Skepsis der Fidel und Raúl Castro kennen.

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Der natürliche Fortschritt der Zeit wird den Wandel ergeben. Cuba wird darauf achten, auf was man einschlägt und was man lieber ausschlägt.

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Heute blicken Cubaner mit Schrecken auf die US-TV-Stationen, die man in Cuba empfangen kann:

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Donald Trump als politischen Führer mit Raúl Castro tauschen?

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Bewaffnung der weißen Zivilamerikaner und die höchste „Bürgerkriegs-Todesopferrate“ aller Staaten dieser heutigen Welt –

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Die mit Abstand höchste Kriminalitätsrate und Strafgefangenen – als offensichtlich völlig ungeeignetes Organisationsergebnis der US-Kriegsgesellschaft –

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Wer mal mit einer schweren Krankheit und Michael Moore hilflos von den USA nach Cuba gefahren ist und das cubanische Medizinversorgungssystem erlebt hat, wird schwerlich als „Hispaniole“ im freien Nordamerika gesund sein wollen.

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Obama kann nicht als strahlender „Persuer of Happiness“ auftreten, sondern er bietet saure Gurken an, die nur mit Blick nach Ecuador, Venezuela, Mexico und Brasilien getoppt werden:

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Guantanamo lässt grüßen.

 

 


Wolf Biermann im Bundestag – Mauerrede gegen die heutige Linkspartei

November 15, 2014

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am Samstag, 15. November 2014

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Der Deutsche Bundestag hat zum 9. November 2014 eine Feier zur Erinnerung an die Öffnung der Berliner Mauer, vor 25 Jahren, im Jahr 1989, abgehalten. Dazu wurde geredet. Als besondere Attraktion hatte man den DDR-Liedermacher Wolf Biermann gebeten. Die Folge war Stimmung und Verstimmung.

Biermann, inzwischen 76 Jahre alt, kam also mit seinem von innen angerauhten Arbeiterhemd und seiner Klampfe, und bedankte sich für die Gelegenheit. Dafür war er extra aus Hamburg, wo er lebt, nach Berlin gereist.

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Biermann brachte, was so erwartet wurde, einen gewissen DDR-Stallgeruch und eine Rückversetzung in die Vergangenheit der Konfliktlage zwischen dem USA-beherrschten Westen und dem stalinistischen Osten.

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Biermann nahm sich die Freiheit, seinen angekündigten Musikvortrag noch mit einer persönlichen Rede einzustimmen. Damit verhinderte er, dass falschverstandene Nostalgie bestimmte Zuhörer ergreifen konnte. Denn mit denen hat Biermann eine Lebenskrankheit – und die mit allen Menschen, die von der DDR geschunden worden sind:

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Wolf Biermann nannte sie im Bundestag: Drachenbrut.

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Sara Wagenknecht, die es vorgezogen hatte, nicht im Plenum zuzuhören, bestätigte Biermann später: Biermann habe einen Eimer Gülle ausgeschüttet.

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Im Raum des Biermannauftrittes schwamm natürlich die „Unrechtsstaat-Diskussion“, in der es um Unrecht und Staat DDR ging, eigentlich Unrechtstaat hätte genannt werden müssen. Das gäbe der Angelegenheit Sinn.

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Dietmar Moews meint: Ich nehme oft Anstoß, wenn Stellvertreter als Stellvertreter handeln oder reden, aber die Untergrenze der zu verlangenden Qualität unterschreiten. Das betrifft beispielsweise sehr häufig schlecht ausgewählte Bundespräsidenten, so zuletzt den Pastor Dr. hc. Joachim Gauck.

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Ich meine, stets soll jeder seine Meinungen äußern dürfen und so weit es geht, sollte man sie auch anhören. Wenn es eben ein Bundespräsident ist, sind öffentliche Diskussionen erforderlich, dessen Thema und Wertung auszuloten, zu erörtern und auszubalancieren. Es ist auch nötig, zu wissen und zu verstehen, wenn man einen blöden Bundespräsidenten hat, wie das geht und gehen kann.

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So ist es auch mit einem Sänger und auch mit dem DDR-Sänger Biermann. Biermann soll frei seine Meinung mitteilen. Was sein Publikum daraufhin denkt und von Biermann denkt, kann er nicht bestimmen. Meinungsfroh sollte er munter seine Impulse aussenden, frei und ehrlich.

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Biermann stellte in seiner Beschimpfung der Linkspartei fest, dass die Linkspartei organisationell eine Fortsetzung der SED und der PDS ist. Dass sie personell und programmatisch eine Fortsetzung der SED und der DDR ist. Und, dass die Rückständigkeit der neuen Linkspartei-Genossen nicht die wesentlichen im heutigen vereinten Deutschland geltenden Werte verfolgen würden.

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Ich meine, es lohnt sich hier zu diskutieren:

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Einerseits leben und arbeiten die Linken gemäß und in der heute geltenden Gesellschaftsordnung. Zu unterstellen, die Linkspartei wolle diese Gesellschaftsordnung abschaffen oder etwa durch einen neuen Verfassungsentwurf „abschaffen“, halte ich für eine neurotische Angstneurose.

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Andererseits haben die Linkspartei und die Genossen eine unersetzliche Qualität zur Integration und Reproduktion des heutigen Deutschlands, auch wegen der DDR-Bewusstseins-Reste: Sie kennen viele Schwächen vom heutigen westlichen Deutschland und – das ist mir das Wichtigste:

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Die heutige Linkspartei ist das einzige kleine Oppositionslicht im Bundestag und im deutschen Föderalismus, das das StaMoKap-Blockparteien-Unwesen der Großen Koalitionen kritisch parlamentarisch begleiten kann.

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Was wäre eine Demokratie ganz ohne Opposition.

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Nun kommt der Beweggrund, weshalb ich auf den alten Biermann am 9. November 2014 eingehe, und warum ich den beschränkten alten Lutheraner Gauck stets referiere:

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Die übele stalinistische Menschenzerschmetterung erfordert, für ewig aufbewahrt zu werden. Wir sind es den Opfern schuldig, ansonsten sind wir viehisch.

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Wir dürfen nicht die deutschen Vernichtungslager, die bis 1945 einen unglaublichen Untermenschenfilm über das alte Testament aufgezogen hatten, vergessen.

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Wir dürfen nicht die Massaker gegen die Tausende Kinder von Gaza, erst vor Kurzem, ignorieren.

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Sind Hiroschima und Nagasaki vergessbar?

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Ist menschliche Dummheit zwar unabänderlich, aber deshalb stets eine soziale und kulturelle Aufgabe, die alle verpflichtet.

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Und nun also der konkrete Fall, wie es in der DDR ging und wie es deshalb ausgeschlossen ist, damals und heute zu sagen: Mir ging es doch gut – ich hatte keine Einwände gegen die DDR und den DDR-SED-Sozialismus.

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Ausnahme, wie gesagt, ist durch Dummheit gegeben: Wer nicht wusste, was geschah, war dumm. Aber er muss heute wissen:

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Im DDR-Sport wurden Spitzenleistungen organisiert und zu politischen Zwecken genutzt. Olympiamedaillen und Weltrekorde wurden bestmöglichst herausgestellt.

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Es gab damals einen überragenden WELTREKORD der 4X100 Frauen-Sprint-Staffel. Es lief INES GEIPEL – zusammen mit drei anderen Läuferinnen diese Weltrekord-Staffel.

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Wegen politischer Missliebigkeit hat die DDR die Doping-Sportlerin Geipel  aus dem Sport beseitigt, ihr anlässlich einer Blinddarmoperation den Unterleib zerschnitten und ihr Leben als junge Frau vernichtet. Das volle DDR-Doping-Programm für Ines Geipel kam auf diese Weise an ein natürliches Ende.

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Es ist nicht erlaubt, zu sagen: Mir ging es damals in der DDR gut, wenn man in Unkenntnis war und, genau so wenig, nicht, wenn man davon Kenntnis hatte. Wer nicht wusste, welche Praktiken in der DDR-Sozialpsychiatrie mit Patienten regelmäßig und „normal“ exekutiert wurden, ist nur so weit ein unschuldiges Kind, wie er kindisch und unzurechnungsfähig ist.

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Hier ist auch heutigen Linkspartei-Genossen Zurechnungsfähigkeit abverlangt. Dies hat Biermann auch erinnert. Er sang heute nicht: „Hängt sie an die Laternen“ – wie er es nach 1989 tat.

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MAUT ist TOTALÜBERWACHUNG und Demokratiezersetzung

Oktober 31, 2014

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am Freitag, 31. August 2014

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Die Blockparteien im Bundestag reden verlogen über die Maut.

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Die Maut ist ein weiterer Schritt in der Vervollkommnung der elektronischen Überwachung der Menschen, die sich in Deutschland bewegen.

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Als die Sateliten in den Orbit geschossen worden waren, wurden ganze Kataloge der zukünftigen Nutzung dieses Satelitensystems zur Totalüberwachung und Steuerung der Bewegung der Menschen publiziert – Maut und Totaltelematik wurden als technischer Zukunftstriumph angekündigt.

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Damit wird jegliche Freiheit gefesselt. Die Schrecken des „Großen Bruders“ werden verstärkt, indem diese Gespenstermachenschaften der Abschaffung der Menschlichkeit nicht beim Namen genannt werden. Keine Partei argumentiert durchdringend sachlich:

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Die satelitenüberwachte Maut, die zu all den idiotischen „GPS“-Spinnereien hinzukommt, wird jedes Fahrzeug über Erkennungsmarkierungen vollüberwachen (Nummerschilder oder andere Chipinstallationen, werden hier das System als Hardware vervollständigen.

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Dazu kommt die Vollerfassung aller Insassen aller Fahrzeuge in Zukunft, wie wir bereits auf der Frankfurter Autoschau und auf der Cebit gezeigt bekommen hatten: Schweiß am Lenkrad, Aufzeichnung aller Gespräche im Auto, Blutdruck der Beifahrer usw.

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Welche schwachsinnige Berichterstattung im Deutschland zur zukünftigen Auto-Reifen-Luftdruckmessinstallation – es gibt kaum ein technisches Berichterstattungsfeld, in dem irgendwelche schwachmatischen Neuigkeiten vom DLF – bevor es rausposaunt wird – kritisch abgeklopft wird (den technischen Propagandeuren wird man ja das fachliche Vertrauen entgegenbringen dürfen? NEIN – eben gerade nicht.

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Die sind diejenigen die aus jedem Dreck Geld zu machen versuchen). Was wird mit den Reifendruckmessern passieren? Wird ein einziger Unfall vermieden? NEIN. Es werden pseudotelematische Gerichtsgutachten geben. Unnötige Zeit wird der intelligente Mensch verbrauchen müssen – während all die Idioten auf ihre elektronischen Armbänder, die aktuellen Herzschläge betrachten … Blutdruck … Schweiß… weiße Blutkörperchen? ach so, die Batterie war leer – externe technische Probleme? hmmm, ja.

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Statt der politisch-totalitären Steuerung und Kontrolle – und zwar im Voraus, in Echtzeit begleitend und nachträglich (bei Strafverfolgung) – werden Nebenschauplätze thematisiert, die lachhafte Ablenkungen sind, etwa

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Ausländerhass (die Ausländer machen unsere Straßen kaputt und zahlen nicht).

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Die böse EU wird gegen den nationalbayerischen Autobahn-Feldzug „Maut“ vom „Andreas Hofer“-Dobrindt durch Maut verteidigt.

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Die Reparaturen der Straßen werden durch Maut finanziert (das ich nicht lache: der Quatsch wird Zusatzkosten erzeugen).

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Dietmar Moews meint: Es sieht so aus, als sei der Totalitarismus in der technischen Entwicklungsperspektive der IT-Revolution weder durch die Konsumenten am Markt, noch durch die demokratischen Wahlen zu verhindern. Die Wähler sind so frei dem Schwachsinn und seinen Vertretern, unter dem Signet der Freiheit, zuzustimmen. (Würden Wahlen etwas verändern, wären sie vermutlich verboten).

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Die politischen Parteien und die Mandatsrepräsentanten vollziehen flankiert von den staatlichen Massenmedien ins sprachliche Abseits geführt, ihren teuflischen Broterwerb – auch Zwerge wollen fressen..

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Es ist schwer nachzuvollziehen, wie es geschieht, dass auch die Kaufmedien bei diesem Totalitarismus mitspielen. Als Erklärung liegt nahe, anzunehmen, das es im Namen „Kaufmedien“ bereits erklärt ist: Sie sind gekauft.

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Die Randbemerkung von irgendwelchen GRÜNEN, es seien aber Datenschutz und Datenmissbrauch zu beachten! – ist die Spitze der Heucherlei: Soll das der Kampf der Grünen gegen den Totalitarismus sein?

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Opposition? – Wo? – Wer?

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Unsere Zukunft wird also unausweichlich vollkommen von einem elektronischen Doppelleben abgebildet werden. Allerdings inklusive aller Missbrauchsmöglichkeiten. Wir schauen schockiert auf den Archipel Gulag und auf die Gaza-Massaker des Jahres 2014 und denken:

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Das kann doch nicht wahr sein, Frau Merkel ist doch so dick und nett …

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Eduard Schewardnadse 1928 – 2014 – Kurznachruf

Juli 7, 2014

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am 7. Juli 2014

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Der letzte sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse, 1985 -1990, unter Michail Gorbatschow, einer der Väter der Deutschen Einheit, ist im Alter von 86 Jahren in seiner georgischen Heimat Tiflis gestorben.

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Schewardnadse verkörperte in der deutschen Öffentlichkeit einen wichtigen Sprecher der verjüngten alten UDSSR, der Breschnew, Andropov und zuletzt Tschernjenkow. Eduard Schewardnadse strahlte eine wünschenswerte Freundlichkeit und Verläßlichkeit aus, war von außerordentlicher Intelligenz und bildete mit Gorbatschow gemeinsam eine besondere Kommunikationseinheit mit Blick auf Glasnost und Perestrojka nach innen, und mit Blick auf die Nato, Europäische Union und das geteilte Deutschland nach Außen.

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Schewardnadse machte als Georgier, damit aus einer katholisch-christlichen Gesellschaft, als studierter Historiker, bereits seit 1948 unter Josip Stalin im Staatsapparat des Stalinismus und in der Kommunistischen Partei Karriere.

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Michelangelo in bemaltem Holz – Florenz

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Es ist ein Wunder, wie stalinistisch geprägte Begabungen, wie Gorbatschow (KGB-Chef), Schewardnadse oder der noch jüngere Wladimir Putin (KGB), im bereits fortgeschrittenen Alter geradezu revolutionäre Verantwortung ergriffen haben. Es gebührt diesen politischen Führern äußerster Respekt, angesichts der zahllosen Leichen, die sie nicht nur gesehen haben, wenn sie heute eben das persönliche Gepräge dieser Verwandlungen tragen, vom Reisswolf zum ironisch-galanten Postmodernisten. Das ist nicht so einfach: Yes we can – und kann dann nicht.
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Als Präsident der Kaukasusrepublik musste er 2003 nach der Rosenrevolution gegen sein korruptes Regime aus Familienclans zurücktreten. Zehntausende von Georgiern mit Rosen in den Händen führten damals seinen politischen Ziehsohn Michail Saakaschwili ins Amt, dessen Fall Schewardnadse zuletzt noch miterlebte und begrüßte. Trotz schwerer Krankheit meldete er sich bis zuletzt immer wieder zu Wort, wenn es um die Innenpolitik der in die EU und in die Nato strebenden Südkaukasusrepublik ging.

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Nach dem Zerfall der Sowjetunion und des Ostblocks 1991 ging Schewardnadse in seine Heimat – an die Staatsspitze in Tiflis. Im gerade unabhängig gewordenen Georgien herrschten Chaos, Armut und Bürgerkrieg. Doch Schewardnadse schaffte es nicht, die Kaukasusrepublik zu stabilisieren und auf Reformkurs zu bringen. In den elf Jahren seiner Präsidentschaft überlebte er drei Attentate. Es gehört immer Personalpolitik dazu, bei der begrenzten Auswahl von geeignetem Personal. Georgien hat es auch zukünftig seht schwer – sie sollten ihren Nachwuchs in Deutschland studieren lassen.

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Ich werde die Tageskommentare von Eduard Schewardnadse zur georgischen Regionalpolitik wie auch zur Weltpolitik sehr missen:

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„Der hohe Geist ist nicht der Freundschaft ferne …

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Marshall Mc Luhan in der Neuen Sinnlichkeit

Januar 7, 2014

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Marshall Mc Luhan in der Neuen Sinnlichkeit

Selbstverspottung ist das Medium

Anmerkung zu Marshall Mc Luhan The Medium is the Message“ in NEUE SINNLICHKEIT 59

In diesem Moment, wo das starke zweckrationale Denken der naturwissenschaftlich positivistischen Vorstellungsorientierung die Weltherrschaft und die Weltzerstörung bestimmt, lavieren die Stalinisten und Bolschewisten noch immer mit den Billigzeichen des schwachen Denkens. Man sagt: Es gibt keine Wahrheit – Alles sei Interpretation. Man glaubt an individuelle Assoziation statt kritischer Urteilskraft. Man hat auch in dem teils freien Westen eine Vorstellung zur Leitkultur erhoben, in der Epistemologie vor Ontologie gesetzt wird. Wo man die weit an ihren eigenen Oberflächen Verirrten noch weiter irreführt und nicht begreift, dass die Realität die Vernunft bestimmt und nicht die Vernunft die Realität. Und in dem man das so praktiziert, entsteht eine unvernünftige Realität, die man unfähig ist mittels kritischer Urteilskraft (Immanuel Kant) hinsichtlich des Vernunftgehalts zu erkennen und zu benennen. Stattdessen hausieren die Schwachmaten mit Glücksrittern, wie Marshall Mc Luhan und dessen The medium is the message“, statt auf Bob Dylan zu hören, der sagte: Willst Du Dich in der Welt auskennen? dann schau gefälligst Fernsehen.

Was nun? Kommt aus dem Fernsehen nur Fernsehen? oder kommt aus dem Fernsehen gültige Information aus der Welt und vom wirklichen Leben der Menschen?

Mit der Diskussion des Neuen Realismus von Maurizio Ferraris und den nichtsgültigen Ansagen von John Brockman und seiner „Dritten Kultur“ ist hier mit einem Text aus der NEUE SINNLICHKEIT 59, Blätter für Globus mit Vorgarten, Dezember 2008 BERLIN Anregung zur Vertiefung gegeben.

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Dietmar Moews beim Tageskommentar der LICHTGESCHWINDIGKEIT vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Die Buchstabensuppe ist voller Zeichen. Wenns denn Sinn ergibt. Für den für jeden Blödsinn zu Tode gerittenen Spruch des Marshall McLuhan von 1967, „The Medium is the Message“, ist indes mal so langsam Besinnung angeraten. Noch anfang November 2008 zitierte ein Medienredakteur im Deutschlandfunk wieder einmal dieses unsinnige McLuhan- Diktum, um irgendwas nicht inhaltlich klären zu müssen – weil ja, bekanntlich, – man immer alles abwürgen kann mit „The Medium is the Message“. (Dabei sendet der DLF insgesamt gesehen das beste deutschsprachige Radioprogramm – ein Staatssender).

McLuhan ist weder ein Strukturempiriker, der etwas über Technik, ob Fernsehen oder Internetz , mit Menschen erarbeitet hätte. Alle Behauptungen Mc Luhans im Bereich der Medien haben den Mangel, dass er weder etwas von IT und Technik verstand, aber auch nicht Soziologie konnte, nicht Menschen in ihrer Benutzung der Medien erforscht hat. Untechnische Aussagen zum Fernsehen, ohne den menschlichen Umgang? Was soll es? – Verspottung der Menschen?

Wenn es immer heißt: das Fernsehen ist schädlich, das Fernsehen soll doch Moral und Klugheit, Menschlichkeit und Augenmaß vermitteln, besonders den Kindern nützen und nicht schaden und so weiter. Dann sagt der Medienlaie mit dem anmaßenden McLuhan: Ach, das ist zu viel verlangt vom Fernsehen. Und Günter Jauch hätte es ja auch gesagt (was weiß denn Günter Jauch?): Aus dem Fernsehen käme doch immer Fernsehen. Der Krimimord im Fernsehen ist doch nur ein Fernseherlebnis – Inhalte sind im Prinzip alle gleich gefährlich oder ungefährlich, gleich nützlich oder unnützlich – Medien können die Leute nur bei ihren Werten ansprechen, anbieten, nicht aber andere Werte erzwingen.

Damit fehlt bei McLuhan der Bezug zu den Menschen am Fernsehgerät. Sozio-geistige Folgen, wie Gespräche, Gedankenaustausch, Meinungen und das, oft abweichende, nonverbale Verhalten fehlen. The Medium is the Message würgt das soziale Verständnis des Umgangs im Fernseherlebnis, nämlich von Mensch zu Mensch und den Aufschluss um das soziale Geschehen als Rezeptions- und Perzeptionsgeschehen am Fernsehen und beim Fernsehen, ab.

Kurz: Es ist nicht alles gleich Sülze, ob ich das Flugzeug von 9/11 in den Turm rasen sehe, Elton John an Dianas Sarg singt oder das Testbild abgeschafft ist.


Lichtgeschwindigkeit 223

März 1, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 223

ATEMSCHAUKEL ZWISCHEN SOWJET + RUSSEN (RUSSLAND),

täglicher Kommentar zur Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews, Piratenpartei Deutschland, aus Sicht der

Piratenbewegung – live und ungeschnitten – muss auch immer die

Werte der Piraten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit,

Piraterie und Rechtsstaatlichkeit. Kritik am Kunstbetrieb fällt da meist

aus, aber hier: am Dienstag 23. Februar 2010, Alphons-Silbermann-Zentrum,

Berlin Niederschönhausen in Lichtgeschwindigkeit, mit Frankfurter Allgemeine

Zeitung vom 23. Februar 2010 und DLF,

sowie Literatur-Nobelpreis-Trägerin HERTA MÜLLER: ATEMSCHAUKEL;

WOLFGANG LEONHARD: Anmerkungen zu STALIN. Wolfgang Leonhard:

Die Revolution entlässt ihre Kinder; ARTHUR KOESTLER: Sonnenfinsternis;

ARTHUR KOESTLER: Der Yogi und der Kommissar.

Piratenthema hier: ATEMSCHAUKEL ZWISCHEN SOWJET + RUSSLAND.

Die deutschsprachigen Medien in Deutschland bringen die Kriegslage in

Afghanistan: Zivilisten bei Isaf-Luftangriff getötet. Wie gewöhnen uns,

inhaltslose Erregung un Themenpotpourri zu konsumieren, statt Problemstellung

und Lösungen zu finden: Ob Bischöfin volltrunken bei ROT unfallfrei über

die Kreuzung kommt, und wie weit Gott dabei zur Seite stand? mag gegenüber

den unterschiedlich hohen Wahlkampf-Quadtratmeter-Preisen der Messestände

von CDU oder SPD oder Grünen vernachlässigt werden. Was soll all der Quatsch?

BILD Berlin/Brandenburg titelt: 1,3 Promille Bischöfin Käßmann betrunklen

am Steuer. BILD Seite 15 Polizei stoppte Bischöfin, als sie bei Rot über die

Kreuzung fuhr. BILD-Kommentar Seite zwei: Magdalena Neuner … Sie sind

das andere Mädchen, das in den bergen wohnt … das sich nicht Ecstasy und

Kokain reinhaut. Sie sind das Gegenteil der rink-Nacht-Laber-Mädchen …

Das hat nun Katholik Wagner aber hinterhältig auf Bischöfin Käßmann

gezielt. Und damit es sie auch richtig trifft, BILD Seite 17: Immer mehr

Menschen erkranken an KREBS.

Tageszeitung titelt: Mythos Hartz-IV-Missbrauch: Sozialstaat: Das Volk

will die Wahrheit hören, sagt Guido Westerwelle…sagt die Bundesagentur

für Arbeit: Der Missbrauch ist verschwindind gering.

Tageszeitung titelt: Pilotenstreik legt Airports lahm

Tageszeitung titelt: Nato tötet Zivilisten

Tageszeitung titelt mit Kommentar von Otfried Nassauer: Es werden noch mehr

Zivilisten in Afghanistan sterben: … „Ebenso dass General McCrystal bislang

nicht angeordnet hat, mit welchen US-Truppen und wie robust die Nato

künftig in Nordafghanistan vorgehen soll. Das wird erst entschieden, wenn

der Bundestagsbeschluss vorliegt. Die Abgeordneten sollen also die Katze im

Sack kaufen einschließlich der Verantwortung für zivile Opfer.

Dietmarmoews meint: Einschließlich der Gewohnheit, als Wähler und

Staatsbürger Sinnnlosigkeiten und Abkopplung von Parlament und Wählerwillen

hinzunehmen: EXIT! Europa kehrt zur Vernunft zurück.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Februar 2010 titelt: Zivilisten bei

Isaf-Luftangriff getötet. FAZ Seite 1: Piloten ist nichts verboten. Streik bei

Lufthansa bis zum 8. Mai ausgesetzt. FAZ Seite 1: Wüst tritt zurück: Nach

Gespräch mit Rüttgers über Sponsoren-Affäre Dietmarmoews meint ausdrücklich:

Heuchelei und Dummheit zur Parteienfinanzierung hier, als hätte das

überflüssige Exempel mit Lothar Späth nicht für alle Intelligenten ausgereicht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung Seite 2: Im Schatten der schlechten Nachrichten:

Seit Beginn der Offensive in Hellmand häufen sich die Meldungen über zivile

Opfer … gefährden die Aufbruchstimmung.

Dietmarmoews meint: Ja, Stimmung. Was soll denn Stimmung?

Wessen Stimmung? Aufbruch wohin? Wozu? FAZ go home:

Die Bundestagsabstimmung am Freitag muss den Beginn der europäischen

EXITS der Holländer akzentuieren oder als Wahlkampfblähungen der

europäischen Christdemokraten stigmatisieren: Merkel, Rüttgers,

Balkenende, wann ruft man sie zur Vernunft?

Mit der Lesung aus WOLFGANG LEONHARD, zum aktuellen STALINISMUS

von PUTIN in RUSSLAND sei die Frage:

ATEMSCHAUKEL: SOWJET oder RUSSLAND? erneut aufgeworfen.

Idee, Produktion, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews,

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin,

Musikwerbung: The Can: Father Cannot Yell,


Flaschenpost 19

September 23, 2009

Flaschenpost 19

Piratenthema: Führung und Fühlung aus der IT-Soziologie:


Frage: Was sagen die Piraten zu Führung und Fühlung?


Antwort: David Riesman hat gezeigt, dass wir uns auf drei unterschiedliche

Menschen-Typen in der Geschichte der Moderne im fortlaufenden Wandel

einzulassen haben, die die Aspekte von Führung und Fühlung berühren,

was eben auch bei den und aus Sicht der Piraten vollkommen heikel ist.

Aber auch im restlichen Deutschland wird bis heute nicht klar verstanden,

was zu wissen ist. Alle Menschen entfalten Orientierungsverhalten und

-vorstellungen, die im Miteinander und in den individuellen Möglichkeiten

liegen. David Friedman legt dar, dass wir Abendländer noch im

ausgehenden 19. Jhrdt.

1. die Menschen im Großen und Ganzen als von ihrem individuellen

Schamgefühl her als innegeleitete Typen vor uns hatten.

2. Der moderne Mensch des 20. Jhrdt. war weiterentwickelt innengeleitet

auf Ideen, Idealismen, Wertvorstellungen bezogen.

3. Der postmoderne Mensch tendiert zu außengeleiteten Verhalten, auf

Peers, auf Werbung, auf Status, und seit beginn des IT-Zeitalters ab

mitte der 1980er in zunehmendem Maße die Außenleitung von digitalen

Medien, der Virtualität und den systemischen und unmittelbaren

Orientierungseinflüssen veränderter Sinnlichkeit – neuer Sinnlichkeit.

Micro-Chips in der Prothetik, Sateliten-Maut, alle möglichen Vernetzungen

der Echtzeit- und Fernkommunikation, die Irritation durch nicht unmittelbar

sinnlich steuerbare und nicht kontrollierbare Vollüberwachung und

Profilierungssteuerung der Individuen durch Computer.

Jeder Mensch braucht Ligaturen (kulturelle Anbindungen) und kann

Anomien (Bindungslosigkeiten) nur begrenzt aushalten. Ob Selbstführung

oder in Anlehnung an Führungsrollenträger (Peers)– wir alle leben mit

interdependierendenund interagierenden Führungswirkungen,

Multirollenspielen und Rollenzuweisungen.

Entsprechend gibt es Menschen, deren sozial zugewiesene Rolle

Führungsaspekte hat. Und andere die mangels urteilskräftiger

Persönlichkeit einen individuellen wechselhaften Führungsbedarf

haben. Die Vernachlässigung der Führung/Führungskarriere

im Leben geht besonders in Deutschland auf Rechnung der

autoritären Mobgeschichten und deren herausstechenden

Hitlerei bis 1945 sowie der Führungskonzepte im Stalinismus,

in der Zeit bis 1989: Bevormundung= Entmündigung.

Die digitale Kommunikations-Evolution bringt nun

Gestaltungsstrukturen, deren Abschätzungen überhaupt

erst verstanden und eingeschätzt

werden müssen. Können sie aber noch nicht. Augen also auf:

Die Maschine übernimmt die Macht. Friedrich Georg Jünger:

Die Perfektion der Technik – hat dazu sein epochales Buch

geschrieben.

Günter Anders mit: Die Antiquiertheit des Menschen – liegt in

dieser Linie einer Neuen Sinnlichkeit bzw. der drohenden Entmündigung

durch systemische Wirkkräfte der Telematik. Der Turing-Test hatte

längst gezeigt, dass wir Menschen oft nicht mehr den Unterschied

zwischen menschlicher oder robotischer Aktion erkennen können,

aber dadurch nichtmenschlicher netzartiger Kulturveränderung

unterliegen, ohne unseren Anspruch auf Selbstbestimmung und

Offenheit zu wahren.


David Riesman 100 Jahre Heute ist der 100 Geburtstag des

us-amerikanischen Soziologen David Riesman, der zu dem gestern

angekündigten Thema „Führung und Fühlung“ aus soziologischer

wesentliches zu sagen hat. Hier sehen wir die Untermalung eines

Portraits, das ich von David Friedman male. Und wir sehen, dass

unser Thema Datenschutz und Überwachung, auch in der klassischen

Form der Stasi vertreten ist. Ich habe die Figur mit Ölfarbe auf einen

gemusterten Stoff aus dem Kaufhaus gemalt. Es ist kein Hinweis

auf Burkaträger in Afghanistan, sondern mehr Anspielung auf ein

Problem, dass heute im IT-Bereich nicht

gelöst, sondern eher verdeckt wird. Deshalb lege ich das Bild

aufs Gesicht.

s. http://www.dietmarmoews.com

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