Politik als Beruf von MAX WEBER mit Windbeuteln

April 7, 2019

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am Montag, den 8. April 2019

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„POLITIK ALS BERUF“ lautet der Titel eines Vortrages des Politologen MAX WEBER, im Jahr 1919 vor Studenten in Preußen gehalten, der den Katalog der Beachtlichkeiten behandelt, den Wahlbürger der Gesinnungen und Politiker der Verantwortungen über Gewaltpraxis im Staat kennen sollten.

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Aus POLITIK ALS BERUF folgt hier eine zitierte, kurz kommentierte POINTE.

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MAX WEBER wird unqualifizierter Weise heute oft als SOZIOLOGE angesprochen. Ich korrigiere diese Zuordnung mit dem Argument, WEBER hat sich stets um politische Themen gesorgt und hat stets auch politologisch bzw. empirisch-politisch gewertet. MAX WEBERS sozialen Ansagen waren selten soziologischer Wissenschaft bzw. schon gar nicht empirischer Soziologie entsprungen bzw. nicht da angebunden – nebenbei gesagt, MAX WEBER übte keine wissenschaftliche Soziologie aus, hatte solche auch nirgends erlernt oder studiert, weder methodisch oder in wissenschaftlichen Verfahren, sondern vielmehr schwadroniert MAX WEBER mit Mutterwitz und Bauernschläue durch im Spagat zwischen Lebensmüdigkeit und Alkohol und seinen nüchternen bzw. ernüchternden Lebenserfahrungen herum. Indem sich heute viele Leute, die keine Ahnung davon haben, anmaßen, über soziologisches Verständnis für politische Wertungen zu verfügen, stempelt man MAX WEBER das Etikett SOZIOLOGIE auf, weil seine Exkurse meist mehr Relevanz in der Wirklichkeit hatten, als Theorien oder Programme die BERUFSPOLITIK proklamierten.

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S. 92 „… Mit dem Datum des Geburtsscheines bei Diskussionen überstochen zu werden, habe auch ich mir nie gefallen lassen; aber die bloße Tatsache, dass einer 20 Jahre zählt und ich über 50 bin, kann mich schließlich auch nicht veranlassen zu meinen, das allein wäre eine Leistung, vor der ich in Erfurcht ersterbe. Nicht das Alter macht es. Aber allerdings. die geschulte Rücksichtslosigkeit des Blickes in die Realitäten des Lebens und die Fähigkeit, sie zu ertragen und ihnen innerlich gewachsen zu sein.

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Wahrlich: Politik wird zwar mit dem Kopf, aber ganz gewiss nicht nur mit dem Kopf gemacht. Darin haben die Gesinnungsethiker durchaus Recht. Ob man aber als Gesinnungsethiker oder als Verantwortungsethiker handeln soll, und wann das eine und das andere, darüber kann man niemandem Vorschriften machen. Nur eins kann man sagen: wenn jetzt in diesen Zeiten einer, wie Sie glauben, nicht „sterilen“ Aufgeregtheit – aber Aufgeregtheit ist eben doch und durchaus nicht immer echte Leidenschaft -, wenn da plötzlich die Gesinnungspolitiker massenhaft in das Kraut schießen mit der Parole:

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„Die Welt ist dumm und gemein, nicht ich; die Verantwortung für die Folgen trifft nicht mich, sondern die andern, in deren Dienst ich arbeite, und deren Dummheit oder Gemeinheit ich ausrotten werde“, so sage ich offen:

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dass ich zunächst einmal nach dem Maße des inneren Schwergewichts frage, das hinter dieser Gesinnungsethik steht, und den Eindruck habe:

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dass ich es in neun von zehn Fällen mit Windbeuteln zu tun habe, die nicht real fühlen, was sie auf sich nehmen, sondern sich an romantischen Sensationen berauschen.

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Das interessiert mich menschlich nicht sehr und erschüttert mich ganz und gar nicht. Während es unermesslich erschütternd ist, wenn ein reifer Mensch einerlei ob alt oder jung an Jahren -, der diese Verantwortung für die Folgen real und mit voller Seele empfindet und verantwortungsethisch handelt, an irgendeinem Punkt sagt: „Ich kann nicht anders, hier stehe ich.“ Das ist etwas, was menschlich echt ist und ergreift. denn diese Lage muss freilich für jeden von uns, der nicht innerlich tot ist, irgendwann eintreten können. Insofern sind Gesinnungsethik und Verantwortungsethik nicht absolute Gegensätze, sondern Ergänzungen, die zusammen erst den echten Menschen ausmachen, den, der den „Beruf zur Politik“ haben kann.

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Und nun, verehrte Anwesende, wollen wir uns nach zehn Jahren über diesen Punkt einmal wieder sprechen. Wenn dann, wie ich leider befürchten muss, aus einer ganzen Reihe von Gründen, die Zeit der Reaktion längst hereingebrochen und von dem, was gewiss viele von Ihnen und, wie ich offen gestehe, auch ich gewünscht und gehofft haben, wenig, vielleicht nicht gerade nichts, aber wenigstens dem Scheine nach wenig in Erfüllung gegangen ist – das ist sehr wahrscheinlich, es wird mich nicht zerbrechen, aber es ist freilich eine innerliche Belastung, das zu wissen – dann wünsche ich wohl zu sehen, was aus denjenigen von Ihnen, die jetzt sich als echte „Gesinnungspolitiker“ fühlen und an dem Rausch teilnehmen, den diese Revolution bedeutet, – was aus denen im inneren Sinne des Wortes „geworden“ ist. Es wäre ja schön, wenn die Sache so wäre, dass dann Shakespeare 102. Sonett gelten würde:

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Damals war Lenz und unsere Liebe grün,

Da grüßt‘ ich täglich sie mit meinem Sang,

So schlägt die Nachtigall in Sommers Blühn –

Und schweigt den Ton in reifrer Tage Gang.

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Aber so ist die Sache nicht. Nicht das Blühen des Sommers liegt vor uns, sondern zunächst eine Polarnacht von eisiger Finsternis und Härte, mag äußerlich jetzt siegen welche Gruppe auch immer. Denn: wo nichts ist, da hat nicht nur der Kaiser, sondern auch der Proletarier sein Recht verloren. Wenn diese Nacht langsam weichen wird, wer wird dann von denen noch leben, deren Lenz jetzt scheinbar so üppig geblüht hat? Und was wird aus Ihnen allen dann innerlich geworden sein? Verbitterung oder Banausentum, einfaches stumpfes Hinnehmen der Welt und des Berufes oder, das dritte und nicht Seltenste: Mystische Weltflucht bei denen, welche die Gabe dafür haben, oder – oft und übel – sie als Mode sich anquälen? In jedem solchen Fall werde ich die Konsequenz ziehen: die sind ihrem eigenen Tun nicht gewachsen gewesen, nicht gewachsen auch der Welt, so wie sie wirklich ist, und ihrem Alltag:

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Sie haben den Beruf zur Politik, den sie für sich in sich glaubten, objektiv und tatsächlich im innerlichsten Sinn nicht gehabt. Sie hätten besser getan, die Brüderlichkeit schlicht und einfach von Mensch zu Mensch zu pflegen und im übrigen rein sachlich an ihres Tages Arbeit zu wirken.

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Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Es ist ja durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, dass man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre. Aber der, der das tun kann, muss ein Führer und nicht nur das, sondern auch – in einem sehr schlichten Wortsinn – ein Held sein. Und auch die, welche beides nicht sind, müssen sich wappnen mit jener Festigkeit des Herzens, die auch dem Scheitern aller Hoffnungen gewachsen ist, jetzt schon, sonst werden sie nicht imstande sein, auch nur durchzusetzen, was heute möglich ist. Nur wer sicher ist, dass er daran nicht zerbricht, wenn die Welt, von seinem Standpunkt aus gesehen, zu dumm oder zu gemein ist für das, was er ihr bieten will, dass er all dem gegenüber: „dennoch!“ zu sagen vermag, nur der hat den „Beruf“ zur Politik.“

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Dietmar Moews meint: Ich würde mich freuen, dass hier auch weniger geübte Leserinnen und Leser einsteigen, zu ermessen, wie sehr sie das schwimmende Prinzip von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik bei sich selbst erleben und hiermit zielführend – also lebensbejahend – umzugehen vermögen.

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Und eigentlich hat es MAX WEBER – in einem Vortragssaal zum Auditorium geredet – sehr brüsk ausgedrückt: „neun von zehn Fällen mit Windbeuteln“ – um dann doch aus dem Wirkungskomplex die dialektische Schärfe herauszunehmen:

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Anforderung an Politik (und an Politik als Beruf) ist letztlich immer VERANTWORTUNG in der Durchsetzung von GEWALT -.

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Dafür hat der politische Mensch (nicht nur der Berufspolitiker) auf wirkliche Daseinsvorsorge und Zukunftsgestaltung seine GESINNUNG einzustimmen.

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Der alte Meisterspruch:

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Wenn alle treu auf ihre Pflichten sehen … dann wird der Handwerk Segen sie begleiten.“

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Kann noch immer, nach 100 Jahren, die politische Lebenserfahrung von MAX WEBER als Folie genutzt werden, wenngleich sich Organisationsformen (der Verantwortungsentkopplung durch intermediäre NGO) und die entkoppelte digitale Echtzeit-Kommunikation, inzwischen zu veränderten Steuerungs- und Kontrollpraktiken bzw. zu juristisch-kaufmännischen Schattenspielen entwickelt worden sind. Hinzu kommen die globalen Dimensionen des politischen Verkehrs und die geschwächten nationalen Selbstbestimmungen.

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Wer allerdings mit totalitärer Rechnerkapazität und KI (Künstlicher Intelligenz) die Neugeborenen mit ihrer menschlichen Intelligenzkapazität in alle zukünftige Ewigkeit übertölpelt, wird – wie immer bei geschlossenen Technologien (s. Atomtechnik) – den Geist nicht mehr in die Flasche zurück bringen können, den er heraus-digitalisiert hat.

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Das ist historisch das Ende dieser Geschichte.

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Nun wird auf die neue Geschichte mit KI digital gehofft. Das ist bereits gescheitert, wie die Atombomben – nur anders, denn es wird profithalber eingesetzt.

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Überschätzte Fake-News

Januar 24, 2017
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Vom Mittwoch, 25. Januar 2017

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Die Sinnlichkeit der Erkenntnisse reicht für einen Regenschirm – es regnet, ich werde nass.

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Für den Umbau es Schiffes auf hoher See wäre das Studium von von Neurath hilfreich.

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Für die IT-Revolution, wo es virtuelle und analoge Tatsachen gibt, die weder Taten noch Sachen und dennoch entscheidende Maßgaben sein können, reichen unsere einfachen Sinne nicht, auf uns aufzupassen und Gefahren zu erkennen.

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Das beginnt bereits mit der täglichen SPRACH-KUR – wenn jemand sagt MfG, und du weißt nicht, dass das bedeuten soll „M it f reundlichen G rüßen“.

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Und täglich wachsen die Neu-Worte – nicht nur weil man sie braucht, auch, weil junge Leute gerne Sprachspiele machen. Dann müssen die Alten mitmachen.

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IT-Revolution heißt nun aber außerdem, dass eine völlig neuartig veränderte Verhaltenskultur eingerissen ist:

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In dem Moment, wo Leute auf freiem Feld schnurlos telefonieren konnten, endete das irdische Dasein, dass ein Mensch in der weiteren Natur einen anderen einsamen Menschen treffen konnte. Die Mobil-Internetzverbindungen belasten die gesamte analoge Lebenswelt mit unkalkulierbaren Fernkommunikationsverbindungen, diskret laufenden Video- und / oder Audioaufnahme-Geräte die soziale Beziehungen durchsieben und zerstören, wie zu analogen Zeiten nur Abhörgeräte, Wanzen, Spione und versteckte Mini-Kameras mit der Farbe der Subversion.

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Wer kann dann noch gegen auf falsche Zeit eingestellte Turmuhren anleben, nur weil er selbst die richtige Zeit hat, die niemand sonst kennt?

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So wird heute von „Sozialen Medien“ gesprochen, wo es sich lediglich um technische Apparate handelt – ein Mobiltelefon, ein Smart-Phone, ein Laptop, eine Funk- und Telefonverbindung, eine Wasserleitung, eine Gasleitung, ein Abwasserkanal. Immer sind es technische Leitungen, wie eine Autobahn, ein Bleistift oder ein Wald, durch die man als Mensch mit Menschen in Beziehung treten kann, sodass ein soziales Erlebnis entstehen kann.

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Entscheidend sind aber immer Menschen, die als von Mensch zu Mensch in soziale Beziehung, das heißt interagierend, interaktiv, interdependierend etwas Soziales erleben. Das kann ohne weitere Medien erfolgen. Das kann auch mit Hilfe von technischen Geräten, Applikationen, Apparaten gestützt werden. Doch das SOZIALE ist immer das Mensch-mit-Mensch – nie das Medium ist das Soziale. Weder eine Konserve auf dem Anrufbeantworter ist ein „Soziales Medium“, sondern einfach ein Medium.

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Neue Zürcher Zeitung, 24. Januar 2017, Seite 32 „Überschätzte Fake-News“

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Selbst wenn maschinengenerierte BOT-Mails und Bot-Tweeds von programmierten Computern aus als das Soziale simulierenden Generatoren in Adressen eingesendet werden, sind das keine „Sozialen Medien“, sondern Täuschungswerkzeuge.

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So hat sich dankenswerter Weise eine empirische Fragestellung zwei Forscher gesucht, die in Stanford den Einfluss von online kursierenden Schein-Nachrichten bzw. Fake-News auf den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahlen relativieren.

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Dankenswerter Weise hat die Neue Zürcher Zeitung am Dienstag, 24. Januar 2017 darüber auf Seite 32 berichtet:

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Überschätzte Fake-News – Aufschlussreiche Zahlen einer Umfrage zu den US-Wahlen“

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Ich weise vorsorglich darauf hin, dass hier mal nicht einfach quantitative Ja- und Neinsager gezählt wurden, sondern qualitativ hinterfragt wurde:

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…Wie sie in einer Untersuchung zeigen, hätte eine einzelne Falschmeldung eine so starke Wirkung, wie 36 Werbespots haben müssen, damit gefälschte News das Wahlresultat hätten umkehren können.

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Die Forscher stützen sich auf eine repräsentative Online-Umfrage unter 1208 Bürgern der USA (älter als 18 Jahre), die sie drei Wochen nach der Wahl durchführten. Danach waren die Fernsehsender für die Wähler weiterhin die wichtigste Informationsquelle. 57,2 prozent der befragten annten dieses Medium, während bloß 14,8 Prozent Online-News-Anbieter und 13,8 Prozent die sozialen Netzwerke als ihre Hauptquelle bezeichneten. Das zeigt, dass die vor allem im Internet gestreuten Falschmeldungen eine begrenzte Reichweite erzielten.

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Die Interviewten bekamen zahlreiche Behauptungen vorgelegt und mussten dabei beantworten, ob sie die jeweiligen Aussagen kannten und für wahr hielten. Die Antworten machen eine klare Differenz sichtbar. Während die Mehrheit der Befragten die zutreffenden Behauptungen zur Kenntnis genommen hatte (bis zu 70 Prozent), erinnerte sich drei Wochen nach den wahlen nur eine Minderheit an die von den Forschern genannten Schein-Nachrichten, welche während des Wahlkampfs in Umlauf gebracht worden waren – die Umfrage berücksichtigte nur solche Fake-News, die einen prominenten Platz auf Websites erhielten, welche sich auf Faktenprüfung spezialisierten.

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Auch punkto Glaubwürdigkeit werden klare Unterschiede erkennbar. Die Mehrheit bezeichnete die zutreffenden Behauptungen als richtig, während bloß eine Minderheit den Fake-News Glauben schenkte. Die Aussage, der Papst unterstütze die Kandidatur von Trump hielt nur jeder Zehnte für wahr. 30 Prozent waren sich jedoch nicht sicher, was stimmt. In Bezug auf andere Falschinformationen war ein noch größerer Teil der Befragten unsicher – Fake-News gelingt es zumindest, Verwirrung zu schaffen.

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Etwas nachdenklich stimmen die Antworten auf sogenannte Placebo-Nachrichten. Die Forscher erfanden für ihre Umfrage Fake-News, die gar nie verbreitet wurden. Einige dieser Aussagen erreichten eine Zustimmungsquote von immerhin 15 bis 20 Prozent.“

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Dietmar Moews meint: Die Stanford-Studie dokumentiert die Wahrnehmung und Reichweite der üblichen Massenmedien.

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Dabei haben die sogenannten Internetz-Blogs, die Websites und sogenannte soziale Medien wie etwa Facebook eine ganz geringe Resonanz. Grund ist, dass die meisten Menschen im alltäglichen sozialen Leben immer von vielen anderen Menschen und den Inhalten des gesamten Medienangebots sozusagen „korrigiert“ werden, wenn besonders schräge Falsch-Informationen auftauchen.

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Hier kam es darauf an, zu zeigen, wie absurd die heute in den Fernseh-Talk-Shows dumme Leute auftreten, die von empirischer Kommunikationsforschung selbst nichts verstehen, behaupten, dass beispielsweise „FAKE-NEWS“, die in privaten E-Mails ausgesendet werden, dann in der Folge durch die Weiterleitung (Teilen) an andere Adressaten, dann wie eine „stille Post“ um die Welt laufen und millionenfach Irreführung, Desinformation und Propagandawerte durchsetzen könnten.

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Wenn mir jemand einen Blödsinn mitteilt – lösche ich. Bevor ich irgendeine Mail-Sendung weiterleiten würde? – fast unvorstellbar. Sehr unwahrscheinlich, dass ich eine Fake-Nachricht, seien es ein Witz oder ein Spaß, weiterleiten würde – NIEMALS. Erhielt ich eine Shit-Storm, eine Hass-Mail oder anderes Überflüssiges, entstünde daraus niemals eine Flash-Mob-Aktion, keine Cloud von aufgebauchter Kampagne.

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Solche HASS-Mails oder FAKE-NEWS, die an eine Person oder durch Adressenmaschinen als Massenmail an viele Adressaten versendet werden, bilden dennoch keine Massenkommunikation. Auch wenn man 100 Leuten das Gleiche zusendet, entsteht keine soziale Verbindung unter denen. Man muss das verstehen wie schlechtes Wetter:

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Alle haben schlechtes Wetter – aber mehr passiert zunächst nicht. Kommunikation entstünde erst – Massenkommunikation – wenn alle diese Leute an einem Kongress für schlechtes Wetter teilnähmen oder an einer Fernsehshow über dieses schlechte Wetter teilnähmen. Ohne soziale Berührung entsteht keine soziale Gültigkeit. Eine Hitler-Mail bewirkt zunächst nur, dass der Mail-Empfänger auf den Mail-Absender rückschließt, bzw. feststellt, dass es sich um eine BOT-Quelle handelt: NADA.

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SOZIOLOGIE zur Terrorabwehr

Juli 19, 2016

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Vom Mittwoch, 20. Juli 2016

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Wie ist der einzelne Mensch? – Immanuel Kants vierte Frage.

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Beim Individuum muss zuerst die Anthropologie klären. Wie ist der mögliche Mensch? Mit Menschen im Miteinander, Nebeneinander und Gegeneinander kommt der wissenschaftliche Bereich der Soziologie zur Feststellung, Analyse und Interpretation von tatsächlichen sozialen Prozesse, die Interdependenzen, die Interaktionen und akzentsetzenden Zeiterscheinungen der Menschen in ihrem Zeitlauf.

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Es ist absurd, dass die misslingende Politik das Wissenschaftswissen einer empirischen Soziologie nicht gebraucht, das die Staatsgesellschaft kostspielig organisiert und vorhält. Während andere Wissenschaften, etwa Technik oder Medizin, fette Profite und nützliche Fortschritte abwerfen.

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Ziel der Politik sollte eine bewegliche Gemeinwesen-Integration sein. Darin ist der totale Geschichtsprozess so frei walten zu lassen und so organisatorisch in den Griff zu nehmen, wie es die Lebensgeister inspiriert, ohne Gewaltexzesse und Unterdrückungs-Herrschaft aufkommen zu lassen.

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Dies wäre als Bildungsgeist zu fokussieren und auch symbolisch zu ritualisieren.

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SOZIOLOGIE zur TERROR-Wissenschaft – was hindert unsere Parlamente daran, die Soziologie nur für Wahlkampfpropaganda und Schrankgutachten in der Politikdebatte zu führen?

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Es geht um Vorbeugung von Terrorismus, durch organisierte Bildung und Kulturwettbewerb im Zeichen von Fairness und nüchterne Rechtspflege.

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Es geht durch Bekämpfung von Terror und Terrorismus – durch Beschwörung von Friedlichkeit und Ablehnung von gewaltsamer Unterwerfung und Terror.

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Dietmar Moews meint: Gewalt gegen Gewalt. Weltpolitik durch militärische Gewalt – komplexe Macht- und Herrschaftspraktiken basieren immer auf wohlorganisierter Waffengewalt. – Die Maxime der Gewaltorganisation besteht in der dynamischen Balance in Waffenruhe und Friedensordnung.

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Menschengemeinschaften sind immer auch auf ein Mindestmaß an anthropologischen und soziologischen Einsichten angewiesen, die mittels eines probaten sozialen Bildungswesens eine alltägliche Bewegung und dabei erfolgende Verwandlungen entstehen lassen.

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Problem sind die stets akuten Handlungsnotstände, denen die politischen Repräsentanten und die Entscheider täglich überraschend ausgesetzt sind.

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Und dann ist keine Zeit für „Bildungspolitik“, sondern wirkungs- und effektvoller GEWALTEINSATZ ist gefragt, der kulturindustriell, massenmedial verbreitet wird – immer der propagandistischen AUSREIZUNG und REIZÜBERBIETUNG unterworfen.

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Dennoch können die ENTSCHEIDER mit soziologischer Bildung besser abschätzen, was auf die akute Fehlentscheidung massenmedial folgt:

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ES FOLGT IMMER die FRAGE: Was ist das Nächste? Was jetzt?

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Der POLITIK-Entscheider muss also wie beim Schachspiel die möglichen nächsten Züge und Szenerieveränderungen vorahnen können.

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So haben wir mit dem heutigen NAMENSSPIEL, ISIS, IS, AL QAIDA, Peschmerga, TALIBAN, es immer mit Gewaltorganisationen zu tun, die zwar weltpolitisch-utopistisch fantasieren, aber stets lokale Gewalt ausüben.

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LOKALE GEWALT ist immer auf den einzelnen Gewalttäter angewiesen.

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Beim Individuum muss also die Anthropologie ansetzen. Wie ist der einzelne Mensch?

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Beim Individuum und der von VORDENKERN und FÜHRERN des TERRORS organisierten empirischen sozialen Situation ist abzulesen, welche Gewalt-Gefahren auf eine friedlich-gesonnene Lebenssphäre zukommen.

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ANTHROPOLOGIE? – unausweichlich haben wir es mit ganz jungen Männern zu tun, die den heutigen ISIS-Terror ausüben. Mitlaufende junge Frauen sind dabei „Irrläuferinnen“.

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Wir haben also aus soziologischer Sicht festzustellen, dass nicht die MENSCHHEIT terroristisch veranlagt ist, sondern ausgewählt durch junge Männer, denen Geist fehlt, etwas Besseres zu tun – ein Bildungsdefizit.

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Dieses Bildungsdefizit liegt empirisch an, es ist „gegeben“.

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Die Jungterroristen stammen aus sozialen Situationen, wo das Eintreten in TERROR-Organisationen attraktiv erscheint. Wenn der junge Mann in das terroristenansprechbare Alter kommt, ist sein Bildungshorizont bereits darauf vorbereitet. Wer besser gebildet ist, ist nicht für TALIBAN, QAIDA; ISIS ansprechbar. Wer gebildet ist, schaut kurz hin und erkennt sofort das ELEND des TERRORISTEN-Lebens.

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Wir haben also für den heute empirisch anliegenden ISIS-Terror soziologisch anstehende Jungmänner-Typen, denen die Unterordnung für einen internationalen asymmetrischen Militärkrieg attraktiv erscheint.

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Diese schlechtbezahlten entwurzelten JUNG-SÖLDNER, die beispielsweise von Berlin oder Paris oder Brüssel oder Sarajewo in den IRAK reisen und sich den ISIS-Anwerbern anschließen, erhalten mehrere ORIENTIERUNGS-Klammern:

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NULL: Die Basis der individuellen Menschlichkeit, Terrorist zu werden, sind Zweierlei – die persönliche Selbstwahrnehmung und der subjektive Blick auf die Welt.

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Der individuelle Blick auf die Welt bringt zunächst undistanzierte Entwicklungstatsachen der Heranwachsenden. Die unausgewogene „Normalität“ des noch nicht erwachsenen Jungmannes wird als Schwierigkeiten und persönliche Unzulänglichkeiten und Leistungsschwächen erlebt. Hierfür wird die Umwelt als Hilfserklärung und Sündenbock vorgestellt.

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Auf der von außen erlebten Weltseite erscheinen weitgehend unverstandene Geschehnisse als unmoralische Machenschaften, die als vereinfachte „GUT oder BÖSE“-Muster fehlinterpretiert werden und die Welt als SÜNDENBOCK, als Erklärung von Ursachen und Fremdverschulden für die persönlichen Mängel glaubhaft vorgestellt werden:

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Täglich erlebt der ISIS-Infanterist auf seinem Smartphone den SÜNDENBOCK im Erscheinungsbild der „ungläubigen Westmilitärs“, Feinde, die mit Hight-Tech-Sprengmitteln und Drohnen Alles, unterschiedslos, weghauen.

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So sind Feindbild und Sündenbock sowie die eigene reine Erlösungshingabe die „perfekte Ideologie“, selbst dem DÜMMSTEN als Verständnis seiner völlig unterbemittelten analogen Welt-Wahrnehmung.

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Das reicht ihm, die Terror-MACHT zu geben, sein GLÜCK zu machen und vor den Augen seiner ISIS-Bezugsgruppe zu bestehen.

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EINS: Der ÜBERBAU heißt Koran, Idealismus, Erlösung, Allahu Akba, bedürfnislose persönliche Hingabe im Self-fullfilling zur ERLÖSUNG (wirklich sterben ja immer nur die anderen ISISTEN).

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Dabei ist der Jung-ISIS-Krieger unter den anderen Jungkriegern in seiner und der gemeinsamen Glaubensgewissheit und Erlösungserwartung Tag und Nacht zu kämpfen kampfbereit. Der vollkommen abstrakte KORAN-Text wird in der eigenen analogen Lebenswelt wiedererkannt bzw. imaginiert, obwohl überhaupt keine Entsprechung zum ISIS-Scharmützeln im Koran die erhoffte Seinsbindung hat.

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ZWEI: Der Aktionismus, der den übermotorischen, kraftstrotzenden Jungmännern so liegt, der praktische, unablässige Tag- und Nacht-KAMPFEINSATZ, ist die zweite Vorstellungs-Ausrichtung, die die ISIS-Führer den Kampfgruppen-Mitgliedern permanent vormachen – eigentlich aufzwingen.

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Hier trifft sich der Überbau des Korans – den außer den Arabisch geschulten ISIS-Rekruten die ISIS-Krieger überhaupt nicht lesen können. Jeder Jungkrieger ist in seiner und der gemeinsamen Glaubensgewissheit und Erlösungserwartung Tag und Nacht kampfbereit.

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KURZ zusammengefasst kann aber nicht verkannt werden, dass alle Vorstellungen in sozialem Bezug begünstigt oder gerufen werden müssen, damit der einzelne Jungmensch zu „metaphysischen“, ideologischen Ersatzhandlungen bereit wird.

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Wer Hunger hat, möchte essen und nicht kämpfen.

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Wer eine Frau zum Sex begehrt, möchte die Frau und nicht kämpfen.

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Wer die Welt verbessern möchte, sucht Frieden im Lebensweg und nicht Krieg.

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Die sozio-kulturelle Formung in der jeweiligen Bildung, die eine ISIS-Kämpferabkunft bestimmt, ist immer bereits in dieser Abkunft und Kindheit eingeübt. Risse und Friktionen in Natur und Kultur, zwischen Menschen und Menschengruppen sind „normal“. Darauf mit Gewalt und persönlicher Gewaltbereitschaft einzugehen, ist Ausdruck der empfangenen Bildung, ebenso möglich wie Triebverwirklichung im Spielraum von Triebhemmung und Triebverzicht.

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Wir müssen also eine soziologisch hinterfangene Bildung politisch verbreiten und dafür werben, statt Beseitigung natürlicher Triebhemmungen zu kurzschlüssiger Situationsgewalt hinzuführen.

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Kurzfristig lassen sich militärische und polizeiliche Schutztechniken gegen die ISIS-Gewalt organisieren. Dazu gehört die Bildung der eigenen Bevölkerung zu diesen gewaltpolitischen und bildungspolitischen Strategien.

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Dabei darf Europa und darf Deutschland nicht auf eine eigene VORBILD-Haltung verzichten.

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Man kann gegen ERDOGANS „Todesstrafe“ schlecht andiskutieren, wenn die eigene Polizei auf der Straße „kurzen Prozess“ macht und Bayerns CSU-Innenminister den Polizisten ausdrücklich für diese Entschlossenheit, den Jungafghanen totzuschießen, Dank ausbringt.

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Dänischer Terrorismus? – oder weltweite Barberei mit John Rawls

Februar 17, 2015

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vom Dienstag, 17. Februar 2015

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In Kopenhagen war es zu einem Amoklauf eines 22-jährigen Dänen gekommen, der dabei zwei Menschen erschossen hat, bis ihn die Polizei, nach 14-stündiger Suche stellen konnte und auch ihn erschoss.

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Der mutmaßliche Täter sei ein „Judenhasser“ und „Islamist“ gewesen – so wird es in den Massenmedien mitgeteilt. Er sei abstammungsmäßig ein palästinensischer Araber dänischer Staatsangehörigkeit gewesen – kannte er John Rawls?

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Die Ministerpräsidentin Dänemarks, Helle Thorning-Schmidt (geb.1966; auch Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei)  hat in mehreren öffentlichen Stellungnahmen erklärt, dass Dänemark die Rechte und die Lebensgewohnheiten aller Dänen schützt – die dänischen Juden seien Dänen und werden gleich allen Dänen staatlich geschützt.

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Der nördliche Nachbar Deutschlands, Dänemark, pflegt eine rechtsstaatliche – d. h. zivilgesellschaftliche – Lebensweise. Dazu zählt eine parlamentarische Monarchie (repräsentative Demokratie), eine Gewaltenteilung, insbesondere „das Gewaltmonopol“ des Staates. Dänemark ist Mitgründer der NATO und Mitglied der (EWG) Europäischen Union.

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Wir werden unsere Demokratie verteidigen“, sagte Thorning-Schmidt und kündigt eine entschlossene Reaktion auf die Anschläge in Kopenhagen an – auch hier wurde nicht deutlich, ob der „Täter“ tatsächlich der Täter war.

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Eindeutig indes ist der erste Anschlagort, ein Kulturzentrum, in dem eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Karrikaturen, Pressefreiheit, Sicherheit ..“ stattfand sowie der zweite Anschlagsort, eine Synagoge, wo ein Wachpolizist Opfer wurde.

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Dietmar Moews meint: Die eindrucksvollen Stellungnahmen der Ministerpräsidentin Thorning-Schmidt wurden auch mit einem zusammenfassenden Slogan weitergegeben:

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Nun sei der Terror auch nach Dänemark gekommen“.

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Dies ist – egal, wer es so formuliert – unzutreffend und irreführend. Ich halte es im Sinne massenkommunikativer Funktionen für einen typischen Fall von Lügenpresse:

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Es ist vollkommen klar, dass es hier um einen Todesschützen in Dänemark und aus Dänemark sowie um dänische Opfer handelt.

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Es ist – will man den Begriff Terrorismus benutzen – Terror in Dänemark. Dieser Attentäter ist nicht nach Dänemark gekommen. Über seinen Geisteszustand, ob Drogen oder Alkohol, ist bislang nichts bekannt. Dieser Irrläufer und Todesschütze war in Dänemark. Wie werden also Dänen zu Terroristen?

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Die Behauptung, hier sei „Terror nach Dänemark gekommen“ ist irreführend.

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EINS: vielmehr muss sich die dänische Öffentlichkeit und die dänische Obrigkeit mit Fragen beschäftigen, zu erfassen und zu analysieren versuchen, unter welchen Umständen und Bedingungen werden dänische Bürger zu Todesschützen? zu Terroristen? zu Totschlägern oder Mördern?

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ZWEI: Damit wird eine völlig andere Perspektive nicht erfasst:

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Was ist zu tun, dass nicht Terror nach Dänemark kommt?

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Was kann Dänemark tun, wenn Terroristen nach Dänemark kommen, oder wenn es in Dänemark zu sogenannten asymmetrischen Militärangriffen käme?

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Jedenfalls möchte ich auf den Politik-Soziologen John Rawls hinweisen, dessen These zur GERECHTIGKEIT eine der wichtigsten geisteswissenschaftlichen Ergebnisse des 20sten Jahrhunderts ist – und die auch für Dänemark beachtlich sein sollte:

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RAWLS sagte: Gerechtigkeit setzt eine Zivilisation voraus.

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Zivilisation heißt: Staatliche und gesellschaftliche Rechtsordnung (Verfassung), die durch staatliche Organisation sichergestellt werden muss und die Bürger gleich behandeln lässt.

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Das bedeutet konkret für Dänemark: Wenn dänische Staatsbürger von dänischem Boden aus die zivile Ordnung Dänemarks oder einen entsprechenden Rechtsanspruch nichtdänischer Menschen beschädigen oder diese angreifen – muss der dänische Ordnungsstaat den Zivilisationsbrecher stellen und stoppen.

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Konkret wird hier im akuten Dänemark-Terror auf solche Juden Bezug genommen, die die antizivilisatorische Massaker- und Annexionspolitik Israels unterstützen.

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Die Aufforderung und Unterstützung für israelische Verbrechen durch Dänen, ist ein schuldhafter Zivilisationsbruch, den die dänische Ordnungsmacht rechtsstaatlich behandeln sollte.

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Die öffentliche Diskussion in dem Kopenhagener Kulturzentrum war gerade dieser Problematik gewidmet: Der Todesschütze hatte scheinbar das Thema erfasst – er griff zu Selbstjustiz und wurde zum Rechtsbrecher gegen vermeintliche Rechtsbrecher.

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Nimmt man islamistische Militär-Akteure beim Wort, so beklagen sie ein grundlegendes Gerechtigkeitsdefizit im militärpolitischen Machtverhalten des „WESTENS“ gegen den Islam bzw. gegen das Selbstbestimmungsbegehren islamischer Gesellschaften.

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Laut John Rawls lassen sich „Gottesstaaten“, nicht aber„Scharia-Gesellschaften“ auf den Zusammenhang „Zivilisation – Gerechtigkeit“ rückbinden. Doch ist Gottesstaat eine instrumentalisierte irreführende Definition (z. B. die Türkei ist ein islamischer Staat, aber kein Schariastaat).

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Die Gerechtigkeits-Argumentation der Islamisten ist, empirisch beurteilt, eine „Willkürherrschaft“ durch Mullahs – während Gerechtigkeit im zivilisatorischen Sinn eine „Goldene Regel“ ist, die jedes Individuum einschließt. Mullahs akzeptieren weder Zivilisation noch „Goldene Regel“.

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Herauszuheben ist dabei „die Goldene Regel“ des (vorchristlichen) Hillel, die im Sinne der Schriftgläubigkeit auch für die Korangläubigen gilt.

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Und hier liegt ein verstetigter Irrglaube der meisten heutigen Moslem-Kulturen: Sie verkennen das Glaubensverhältnis zwischen einem Gläubigen und seinem Gottglauben. Die entscheidende Selbstreflexivität des Gläubigen vor seinem Gott ist im Sinne der Schrift entscheidend – statt eine vermittelnde Machtrolle von Mullahs, die eine Scharia-Herrschaft praktizieren.

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Wie man also mit ungebildeten Moslems nicht zur Zivilisation und zur Goldenen Regel kommt, so ist die Kategorie „Gerechtigkeit (J. Rawls) eine Kategorie an die sich allerdings die Dänen selbst messen müssen.

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Dänemark muss sich und seine Bürger – auch diejenigen jüdischen Glaubens – auf den Sinn und die Gerechtigkeit der dänischen Zivilität beziehen.

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Damit dürfte klar sein, dass dänische Bürger nicht im Sinne des israelischen Kriegsrechts handeln dürfen.

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Folgerichtig ist deshalb die Wahlkampfaufforderung des Massaker-Juden Netanhjahu. Er publizierte unverzüglich: Die dänischen Juden sollen nach Israel einwandern – (dort herrscht nicht die Zivilisation sondern das Kriegsrecht. Was Netanjahu versäumte, zu betonen).

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Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt schuldet den Dänen, die dänische Zivilität ernstzunehmen – in Dänemark gilt nicht das israelische Kriegsrecht.

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In Dänemark gelten das Friedensgebot, die Pressefreiheit, die Meinungsfreiheit, die Wissenschaftsfreiheit und die Kunstfreiheit – auch für Minderheiten, auch für dänische Juden. Und der dänische Staat muss sie schützen.

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Werner Patzelt verdient Bestätigung zu PEGIDA aus Sicht der empirischen Soziologie

Februar 4, 2015

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am Mittwoch, 4. Februar 2015

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Gesellschaft kommuniziert. Freie Demokratische Gesellschaft darf kontrovers diskutieren und streiten.

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Im modernen Deutschland hängen Modernisierungstempo und Konsum als Wertorientierung eine diskursive Rückbindung ab. Es reicht nicht hinten und nicht vorne. Weder Bildung und Wissen, noch Neugierde und soziale Dynamik reichen aus, selbstbestimmte Urteilskraft zu entfalten, die die Veränderungen und eine neue Sinnlichkeit bändigen könnte.

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So kommt es ganz natürlich zu Entwurzelung, zu Verzagen in der Kultur, zu massenhaften Nervenkrankheiten, indem die Menschen von Druck und Anpassungszwängen getrieben das Gefühl von Entmündigung und Unfreiheit wahrnehmen.

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Eine Äußerung davon ist auch PEGIDA in Dresden. Unorganisierte Freizeitmenschen, die ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen, trafen sich montags, von Woche zu Woche, vor der Semper-Oper und artikulierten “UNMUT“.

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Nicht lange und Massenmedien berichteten über PEGIDA, aufgemotzt mit „Wir sind das Volk“, weil sich damit Quote machen ließ: Die Lügenpresse.

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Im nächsten massenmedialen Schritt braucht man „Köppe“. Also wurden die Anmelder der „PEGIDA“ zu „Führern der Massen“ und deren bescheidenen Kernsätze, aus dem Baukasten des Kleinbürgers, des Fußball-Hooligans und des staatliche gepäppelten NSU-Mobs, wurde kurzerhand zur rechtsextremen Staatsgefahr hochgejazzt.

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In der LICHTGESCHWINDIGKEIT findet man zahlreiche soziologische Argumente und Informationen zu dieser PEGIDA-Kampagne (der Soziologe Dr. Dietmar Moews hat neun Jahre in der „Bunten Republik Dresden“ „BRD“, in der Louisenstrasse gelebt).

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Heute, am 4. Februar 2015, brachte die Sendung „Campus & Karriere“ im DLF einige Aspekte zu PEGIDA und zu einem Ersatzstreit mit dem Dresdner Professor für Politische Systeme und Systemvergleich, Werner Patzelt, Gründungsprofessor des Instituts für Politikwissenschaft an der TU Dresden, aus Biedekopfs CDU-Zeiten, der nun, nachdem PEGIDA eigentlich erledigt ist, von Nichtsen der SPD-Salonpersonnage nachgechartet wird.

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Streitobjekt ist – stellvertretend für zahlreiche mäßigende Erklärungen Patzelts zum Pegida-Geschehen in Dresden – ist der Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. Januar 2015, Seite 12: „Edel sei der Volkswille. Was brodelt da eigentlich unter der Pegida-Oberfläche: Nationalismus, Rassismus, Faschismus? Vielleicht geht es ja auch eine Nummer kleiner“. Von Werner J. Patzelt:

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In Dresden, dem Ursprung der periodischen Pegida-Versammlungen, stehen deren Organisatoren gewiss rechts von der Mitte. Im Internet, gerade auf mittlerweile versuchsweise verborgenen Seiten, haben einige von ihnen Sätze geschrieben, die eindeutig xenophob, islamophob und rechtsradikal sind. Doch seit diese Leute aus dem virtuellen in den realen Raum Dresdens überwechselten, Resonanz über alle Erwartungen hinaus fanden und ihnen die Sache über den Kopf zu wachsen begann, haben sie vernunftgeleiteter Selbstkontrolle den Vorrang vor rhetorischer Selbstberauschung gegeben. Sind sie dadurch schlimmer geworden – oder auf dem Weg zur Besserung? Wie auch immer: Wer in jenen recht durchschnittlichen Leuten, auf deren Sache sich inzwischen große Aufmerksamkeit richtet, strategische Strippenzieher einer braunen Revolution sieht, der ist irgendwie zwischen gespensterfürchtig und schlecht informiert.“

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Gut im Dresdner Real-Life angebunden und brillant in Kürze darstellend – Werner Patzelt:

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„ …Wirklich gute Gründe haben uns in Deutschland dazu veranlasst, solchen Denk-, Rede- und Handlungsweisen möglichst keine Raum zu überlassen, die mit altem oder neuem Nazitum zusammenhängen könnten. Das macht alles Sprechen und Tun verdächtig, das nicht links oder mittig ist, sondern rechts daherkommt. Und die Macht zu deuten, was rechts wäre, haben wir denen überlassen, die sich links oder mittig geben. Was einmal als „rechts von der Mitte“ gilt, sehen wir schon in Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Faschismus abrutschen. Der aber war und bleibt schlecht. Zweifellos verdient er nichts als Ausgrenzung und Bekämpfung. Gut ist hingegen, wer – und was – den Faschismus bekämpft. So entstand ein gefühlt klarer Kanon dessen, was an Betrachtungsweisen, Begriffen, Sprachformeln und Argumenten in Deutschland „geht“ oder eben „nicht geht“. Wer sich daran hält, darf am öffentlichen Diskurs teilnehmen. Wer sich gegen diesen Kanon vergeht, ist auszugrenzen -und sei es als ein „Latenznazi“, der einfach nicht weiß, was er wirklich ist …“

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Auf diese Sätze haben sich nunmehr „Patzeltankläger“ geäußert, die dem Politologen anlasten, er würde PEGIDA schönreden, hinterfangen, unterstützen, verharmlosen. Es gibt inzwischen den Massenmedien zugeführte Unterschriftenlisten, von Pegida-Patzelt-Gegnern-Professoren, die nun also mitdiskutieren. Besonders „Edel sei der Volkswille in der FAZ“ sei unakzeptabel.

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Der DLF brachte heute obigen Stand der Debatte. Die Patzelt-Gegner bringen keinerlei empirisch gestützten Argumente, außer, dass Patzelt sich sehr wenig mit den Anti-Pegida-Demonstrationen eingelassen habe. Wer liest, sieht, dass das eine Falschbehauptung ist.

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Dietmar Moews meint: Patzelt hat die empirische Sozialwelt der Dresdner und auch der Pegida-Demonstranten sehr gut beobachtet und politisch bewertet.

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Aus Sicht der empirischen Soziologie hat Patzelt zunächst mal exponiert, was hier – zwischen den „virtuellen“ (Diskursethikern) Angebern, die meinen, die Definitions-Hoheit über ihren Links-Rechts-Stammtischen durchsetzen zu können und den seinsgebundenen Leuten, die da zu Pegida gegangen sind – zu wissen wäre.

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Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – um daraus ein Alarmklima oder ein „Wehret den Anfängen“ oder eine Aufforderung an die heute propagandistisch durchgeschobene Symboldemokratie zu machen.

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Es wären die Vorwürfe a la „Lügenpresse“ aufzunehmen und als Thema in der Führung und Fühlung als Funktion von Führung in dieser Kritik der Alltagsmenschen, wie sie in PEGIDA zu Vorschein gebracht wird, anzubinden.

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Patzelt schrieb – dabei ist seine gesamte Argumentation durchgängig auf PEGIDA und die Anwürfe von ANTI-PEGIDA bezogen, also keineswegs einseitig – vollkommen zutreffend:

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„Doch seit diese Leute aus dem virtuellen in den realen Raum Dresdens überwechselten, Resonanz über alle Erwartungen hinaus fanden und ihnen die Sache über den Kopf zu wachsen begann, haben sie vernunftgeleiteter Selbstkontrolle den Vorrang vor rhetorischer Selbstberauschung gegeben. Sind sie dadurch schlimmer geworden – oder auf dem Weg zur Besserung? Wie auch immer: Wer in jenen recht durchschnittlichen Leuten, auf deren Sache sich inzwischen große Aufmerksamkeit richtet, strategische Strippenzieher einer braunen Revolution sieht, der ist irgendwie zwischen gespensterfürchtig und schlecht informiert.“

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Ulrich Beck 1944 – 2015 – Kurznachruf

Januar 4, 2015

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am Sonntag, 4. Januar 2015

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Der SPD-Professor Ulrich Beck starb am 1. Januar 2015 an den Folgen eines Herzinfarktes im Alter von 70 Jahren in München.

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Die Nachrufe bezeichnen Ulrich Beck als Soziologen bzw. sogar als „einflussreichsten Soziologen“, als einen der „meistrezipierten Soziologen“, als den „wohl bekanntesten meist gelesenen deutschen Soziologen“ und so weiter unentgeltliches Gesäusel: „Das Schlagwort der „Risikogesellschaft“ machte ihn berühmt“, schreibt der SPIEGEL.

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Im Deutschlandfunk brachte eine Elogistin das Tollste zustande:

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Nachdem also erst am 3. Januar Ulrich Becks Tod berichtet wurde, erschienen sofort Nachrufe. Im Deutschlandfunk verlas eine Elogistin folgenden GAG, sie sagte:

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Becks Theorie von der Risikogesellschaft, seinem wichtigsten Buch, wurde durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl auf eindrucksvolle Weise bestätigt.“

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Die Reaktorexplosion von Tschernobyl, bei Kiew in der Ukraine, fand am 26. April 1986 statt. Das besagte Buch „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“, von Ulrich Beck erschien bei Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986.

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Das klingt wie ein Nachruf auf E.T.A. Hoffmann: Er stand genau vor 200 Jahren auf der Augustusbrücke in Dresden und trank den Rest aus einer Flasche Rotwein und nahm damit den erst 100 Jahre später stattfindenden Ersten Weltkrieg vorweg.

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Die Risikogesellschaft wurde nicht bestätigt, schon gar nicht durch Tschernobyl antezipando, sondern es ist wie bei den SPD-Epigonalisten stets, erst kürzlich wollte Jürgen Habermas (auch der meistgelesenste und internationalistischste Soziologe usw.) in seinem berühmten Werk „Theorie und Praxis“ von 1971 die Gestell-Problematik von Heidegger und den späteren „Dialektik der Aufklärung“-Soziologen vorweggenommen haben, die bereits vorher Herman Kahn in „Ihr werdet es erleben“ (Original „The year 2000 – A frame-work of the next 30 years“ 1967) plünderten, um dem dann heute als der Zuvorderste entgegenzutreten (das Peinliche bei Habermas ist nun aber, dass er in „Theorie und Praxis“ nicht nur nicht der erste war, sondern – viel schlimmer – er hat die IT-Revolution eben nicht erkannt und nicht vorhergesagt, wie Kahn).

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Vorsicht – es ist immer noch mit einem Essay von Günter Grass zu rechnen (jetzt wo Siegfried Lenz tot ist und Duke Ellington, bleibt unsere letzte Kontrollhoffnung Martin Walser): Wer schreibt der bleibt.

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Es muss dem unvoreingenommenen Leser mitgeteilt werden, dass Ulrich Beck eine SPD-Parteikarriere vollführt hat, in der seine Aufgabe darin bestand, den einflussreichsten Soziologen zu geben – er war der SPD-Experte, der Gutachter, der Kenner, der Spezialist mit der Internationale im Horizont (ganz Ivy-League-Amerika reisst sich um wechselweise Habermas und Beck und Grass, Harvard, Yale, Stanford, UCLA, Johns Hopkins Baltimore).

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Diese Berühmtheit wird geführt, durch permanente großflächige Feuilletontexte von Beck in der Süddeutschen Zeitung, gut koordiniert mit den anderen SPD-Schranzen, die zu jedem Zaunpfahl eine Rede schrieben, nämlich Jürgen Habermas (auch als Goldener Doktortitelträger der Philosophie der FAZ) und, natürlich, Günter Grass.

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Alle drei SPD-Autoren haben geradezu austauschbare Echos ausgesendet, auf die Themen der Zeit, egal ob Vietnam, Studentenbewegung, Marxismus, 68er Generations-Konflikt, StaMoKap, Ökologie, Grenzen des Wachstums, Risikogesellschaft, Europa-Politik.

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Man kann also den „Butt“ oder „Die Rättin“ oder andere Feuilleton-Zeitthemen -Kompilationen von Grass, Beck oder Habermas, wie beim Scrabble, zu unsinnigem Augenstaub verwirbeln und es bleibt, was es immer war:

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Ungültiges Simulieren, ohne jegliche wissenschaftliche Methode oder Geltungsanspruch, ohne Empirie, ohne systematische Explorationen, stets nur auf ein sozialdemokratisches „So-Sein-Sollen“ eingesäuselt.

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Es klingt schon absurd, wenn jetzt engste Mitarbeiter oder Protegées von Ulrich Beck attestieren: Methode? Begriffsverlässlichkeit? Theoriearbeit? Feldarbeit? Empirische Systematik? – nein, das war nicht seine Leistung. Deshalb sei er ja auch vielseitig mehr beim Laienpublikum gut angekommen als unter Soziologen.

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Was sind das nur für peinliche Sprüche: „berühmt“, „gut angekommen“. Entscheidend sollte bei einem Wissenschaftler sein,

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welche wissenschaftlichen Fragen hat er generiert?

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Welche hat er beantwortet?

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Welche neuen Fragen oder Hypothesen sind dadurch entstanden?

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Hat er gut ausgebildet und leistungsstarke Schüler?

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Im Falle von Ulrich Beck war es einfach so, dass er in den SPD-orientierten Zeitungen und Zeitschriften permanent gedruckt wurde – auch in Übersetzungen, jedenfalls noch mehr als Oskar Negt und Alexander Kluge. Die SPD versuchte damit ihre Sprachregelungen und einen sozialdemokratischen Themenkanon zu etablieren:

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Er veröffentlichte kontinuierlich Essays in den großen europäischen Zeitungen: Der Spiegel, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, La Repubblica, El Pais, le Monde, The Guardian usw.

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Dietmar Moews, kurz nach Tschernobyl 1986, radioaktive Kunstaktion am Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof.

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Dietmar Moews meint: Als täglicher Bezieher der Süddeutschen Zeitung seit 1986 – etwa die Zeit in der Ulrich Beck von den Münchnern entdeckt wurde, nämlich als ich in München lebte (1986 bis 1995), sind mir die Beckmessereien von Beck, Habermas und Grass stets als schaurige Dummheiten erschienen.

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Für mich als Feldarbeiter im Fache der empirischen Soziologie, mit „harten“ soziologischen Verfahrensschritten und auf Gültigkeit zielender Vorgehensweise der systematischen Durchführung, war bei den Publikationen von Ulrich Beck nicht das Geringste zu lernen oder zu vergleichen oder als Anregung aufzunehmen: NICHTS war brauchbar. Beck schwadronierte und war nett.

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Die Nachrufer, die Beck heute als Soziologen preisen, wissen nicht was Soziologie ist. Und eines ist unerbittlich anzurufen (wie es Karl Popper verlangte): Wichtigste Qualität eines Wissenschaftlers ist die Wahrheit:

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Im Falle des zeitlichen Zusammenhanges von Tschernobyl und dem Buch Risikogesellschaft, von Ulrich Beck, bildet Beck das schlaumeierische Nachzucken. Aber was ist nun damit anzufangen? Was ist mit Fukushima? Was ist aus Kassandra geworden, Christa Wolf?

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Wer nun wirklich von der Schrift: „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, wichtige Orientierungsanregungen beziehen konnte, wird das selbst einordnen können: Weiterhin alles Gute.

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Es soll der Höhepunkt des publizistischen Werkes gewesen sein, auf seinem Weg: „Die Wandlungen der Grundlagen der modernen Gesellschaft“ zu erkennen.

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Mir sind solche Forschungen und Publikationen, wo auch nur eine einzige soziale Neuigkeit von Beck soziologisch aufgeschlossen worden sei, nicht bekannt. Wobei er ohnehin dahin neigt, eher politologisch zu extrapolieren und insbesondere materialistische, technische Veränderungen der äußerlichen Modernisierung zu beobachten und zu interpretieren, als soziale Beziehungen und deren etwaigen modernen Verhaltens-Wandel zu ergründen.

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Hart gesagt, bei Ulrich Beck wird kein sozialer Befund entdeckt oder systematisch gefunden und durchgeprüft. Becks Arbeit weist keine soziale Wandlung infolge von Modernisierung erkennbar aus. Und wären es nur Fragen der sozialen Modernisierung, – wie bedienen und benutzen Sozialpartner Maschinen, Technik, Apparate, aufeinander bezogen, modern gewandelt, also anders als früher? Wo sind die sozialen Erkenntnisse?

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Es ist darauf zu bestehen, dass sich die Soziologie einzig und ausdrücklich mit ihren eigenen sozialen Arbeitsfeldern zu beschäftigen hat: Mit dem Sozialen! Das ist Mensch zu Mensch, Mensch mit Mensch prozessural interdependierend, interaktiv, besonders, wie das Soziale aus dem Sozialen selbst entsteht. Auch wenn dabei modern gewandelte Maschinen im Erlebniszentrum von Individuen stünden, ist damit noch wenig über eine Wandlung „im Sozialen“ gesagt. Was bei den Individuen zur Anthropologie gehört, wäre erst unter Beforschung der sozialen Dimensionen Soziologie, nämlich: Anthropologie unter sozialen Prozessen, hier – in Zeitschnitten – auf etwaige Besonderheiten im Wandel modernisierender Technik bezogen.

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Hat jemals jemand bei Ulrich Beck, Habermas oder Grass eine Unterscheidung zwischen Zeitschnitt und prozessuraler Sozialaktivitäten gehört oder gelesen? Wohl kaum.

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Sorry Mister! Meiner Selbstverpflichtung folgend muss ich meine Kurznachrufe – insbesondere wenn es um die in Deutschland verhunzte Soziologie geht – so schreiben, dass Alphons Silbermann (1909-2000) Genugtuung dadurch erfährt, als lebe er noch unter uns. Der ja selbst nicht mehr schreiben kann – aber immerhin ich in seinem Sinne es tue.

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Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th  day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

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Wer in der Pferdekutsche reist, muss nicht zum Mitreisenden andere Sozialverhaltensweisen an den Tag legen, als ein Flugzeugpassagier oder ein Schiffspassagier. Welche Wandlungen hat er beobachtet? NICHTS da bei Ulrich Beck.

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Doch auch hierzu findet man gründliche Arbeit bei Friedrich Georg Jünger „Die Perfektion der Technik“ – nur, was verstand denn Ulrich Beck von Technik oder von Jünger oder von Alphons Silbermann?

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PEGIDA – Debatten-Aktionismus und Mob

Dezember 12, 2014

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am Freitag, 12. Dezember 2014

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PEGIDA und verwandte öffentlichen Versammlungen bzw. öffentliche Demonstrationen in Deutschland (s. a. Lichtgeschwindigkeit 5176) entspringen gesellschaftlichen Bedürfnissen zur politischen Artikulation.

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Eine politische Aktionsbereitschaft, wie Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes), kennzeichnet nicht eine Eintrittswelle in die politischen Parteien, mündet nicht in Eingaben ins Parlament (Petitionen) oder in Unterschriftsammlungen zu Volksabstimmungen.

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Als „Pegida“ gehen Leute auf die Straße, weil sie dort eine Gemeinschaft für das verletzte Einverständnis in Missstände bilden können.

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Pegida – wie es sich in Dresden entwickelte – hat ursprünglich bestimmte regionale sowie sogar lokale soziale Bedingungen, die solche Aufmärsche erleichtern. Doch die Dresdner Lokalfarben sind nicht der Schlüssel zu Pegida und liefern auch nicht Antworten und Problemlösungen.

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Jedenfalls geht die überwiegende Anzahl der Pegida-Aktivisten zur Versammlung, weil es das Demonstrationsrecht gibt und damit die Meinungsartikulation „ordnungsgemäß“ geschieht und nicht rechtswidrig eskalieren soll.

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Es sind immer beantragte, angemeldete und gesetzesgemäße Versammlungen nach dem Versammlungsrecht.

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Damit sind aber weder die Ursachen, die Auslöser der Orientierungsschwierigkeiten und der Unwille von zahlreichen Individuen in der heutigen Politik erklärt oder verstanden, noch sind Kritik und Probleme von PEGIDA auf einen heilenden Weg gebracht.

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Wir haben mit PEGIDA aber keine mittelalterliche Endzeitstimmung oder Massenhysterie („Wollt ihr den totalen Krieg“).

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Nun zum nüchternen Erkenntnisweg, schrittweise:

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Nur eine systematische empirische Erfassung von PEGIDA als soziales Geschehen kann die Tatsachverhalte feststellen. Anschließend sind die Feststellungen einer auf die sozialen Vorgänge zu beziehenden Analyse zu unterziehen.

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Also schrittweise: Feststellen ob Etwas ist? Was ist? Wer interagiert? Welche Aktionsrichtungen? Welche Wertsetzungen? Welche Konfliktstrategien und Ressourcen? Lösungsstrategien?

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Im Fokus der sozialen Verspannung stehen

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a) Objektive materielle Beeinträchtigungen einer selbstbestimmten Lebensweise;

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b) Bevormundung und soziale Geringschätzung;

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c) Erzwungene Befremdung statt Heimatstimmung

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Anschließend lässt sich Pegida soziologisch interpretieren. Daraus folgen Handlungsanweisungen für die politischen Entscheidungs- und Eingriffsebenen.

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PEGIDA beruht auf folgenden Sachverhalten (ohne Rangfolge aufgeführt):

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EINS: Die Gesellschaft in Deutschland besteht zur Zeit zwar nicht aus sozialen Klassen. Selbst der Begriff „Schichten“ ist gegenüber der vielfarbigen Wirklichkeit gruppensoziologisch zu spezifisch.

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Kennzeichnend greifbar sind etwa folgende drei soziale Gruppen. Aktivitäts- und Mobilisierungspotenziale und nicht die führbaren Aktionskräfte – und Aktionsrichtungen sind bei folgenden Merkmalsgruppen übereinstimmend. Ziemlich klar existieren 3 voneinander verschiedene gesellschaftlich-strukturale Ansprechbarkeitsgruppen:

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EINS a) Herrschende Entscheider in Unternehmen, Politiker im StaMoKap der Blockparteien, Statthalter und deren Dienstleister

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EINS b) Bourgoisie, apolitisch-indolente Staatsbürger, die „Rechts“ wählen und von Kapitalerträgen und Renten auf Golfplätzen und Kreuzfahrtschiffen verkümmern. Geradezu gleich apolitisch bzw. „hitlerschlau“ wie diese bourgeoisen „Drohnen“ verhält sich die gesamte Dienstklasse (sofern sie nicht in Parteien aktiv sind) – ängstlich und politische „enthaltsam“.

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EINS c) Lohnabhängige, Arbeitslose (darunter der Straßen-Mob)sowie Rentner (auch ehemalige Dienstklasse).

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ZWEI: Basisferne und Abkopplung der Bürger von der eigenen Daseinsgestaltung

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ZWEI: a) Der heillose Druck auf dem Arbeitsmarkt

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ZWEI b) Die Wirkungslosigkeit der Parlamentswahlen, der Parteimitarbeit, der politischen Aufklärung und öffentlichen Diskussion in gesellschaftspolitischen Problemen bzw. die Aussichtslosigkeit, Problemlösungen durch politische Initiativen in Gang setzen zu können.

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ZWEI c) Die propagandistische Herrschaftssprache, indem die Herrschenden an den Themen und Auseinandersetzungen durch Sprachverwirrung gezielt vorbeireden. Dadurch werden Führungs- und Fühlungsaufgaben schwer verletzt. Die Menschen fühlen sich verraten.

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ZWEI d) Der Mob: Es gibt einen erheblichen Anteil Individuen in jeder Gesellschaft, denen gesellschaftspolitisches Verständnis nicht gegeben ist. Der Mob sucht bei Problemen nach Erklärungen (Hilfserklärungen).

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Der Mob findet immer Sündenböcke als Hilfserklärungen. Dabei geht häufig ein Grundmuster auf, nämlich die Majorität (der Mob), sucht sich eine Minorität (sozial Schwache), auf die dann die öffentliche Beschuldigung für Missstände aufgezogen wird (Ausländer, Fremde, Andersartige, Sprache, Rasse, Kultur u. ä.)

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Zwei e) Die öffentliche Reaktionsweise der Herrschenden (NRW-Innenminister Ralf Jäger SPD) auf den Mob (PEGIDA) verstärkt den Mob. Weil nicht geklärt wird, was zu klären und politisch zu tun wäre, sondern es wird einer vermeintlichen öffentlichen Mehrheitsstimmung in den Arsch gekrochen.

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Momentan erleben wir täglich neue Wasserstandsmeldungen aller Parteien zu PEGIDA. Nur wird man keine der von mir hier angeführten Tatsachen überhaupt hören. Denn die Herrschenden betreiben lediglich Sprachschaukelei, aber keineswegs eigene Verhaltensänderung.

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ZWEI f) In dem die vorgenannten Tatsachen von den Herrschenden nicht anerkannt und nicht berücksichtigt werden, gehen die Proklamationen der Herrschenden (Eins a) an den bourgoisen Kreuzfahrtschiffern (Eins b) wirkungslos vorbei und finden bei den Unterworfenen (Eins c) eskalierenden Unwillen.

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Man muss einsehen, dass vom Mob nicht die ordnungspolitischen Ideen und Strategien, die gesetzlichen Maßnahmen und die bildungspolitischen Pläne organisieren werden können – sie improvisieren von Sündenbock zu Hilfserklärung, von einer fehlschlagenden Sündenbockverfolgung zur nächsten Symptomlösung.

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Wer mit Symptomlösungen Probleme nicht löst, sondern neue Fehlentwicklungen auslöst, entfaltet eine Spirale der Symptomlösungen, die keine Lösungen sondern Verschlechterungen sind (wer sich mit dem Auto verfährt und korrigiert die Fahrtrichtung falsch, kommt wieder nicht in die richtige Richtung).

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DREI: Führung und Fühlung (als Funktion von Führung): Das Unwohlsein in der heutigen Lebensweise Entfremdung vieler Spielarten lässt die Menschen frieren, ängstigt sie und macht krank.

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DREI a) Ablösung der traditionellen Arbeits- und Lebensweise, IT-Revolution, Beschleunigung, erhöhter Druck, Überfremdung, immer wieder durch Elastizität und Resilienzanforderungen, Toleranzanforderungen, Geduld, Entwurzelung, Skeptizismus, Zweifelsdasein, Verzweifelung.

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DREI b) Die heutige Politik müsste ordnungspolitische Strategien durch Gesetze strukturieren, die Führung und Fühlung (aber Fühlung als Funktion von Führung, keinesfalls Fühlung für sich) in die Wege leiten.

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Die Herrschenden müssen den Führungsbedarf erkennen und in der freien Demokratie mit einem Bildungskonzept der Mündigkeit und der Aufklärung besetzen.

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DREI c) Eine Hauptursache für PEGIDA und PEGIDA-MOB, Unwohlsein und Desorientierung in der Gesellschaft ist die Dummheit der Herrschenden, sich die Wissenschaft vom Halse geschafft zu haben. Die Herrschenden integrieren keine wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihre Politik, sobald nicht unmittelbar die Verwirklichung von StaMoKap-Profitzielen damit einhergehen.

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DREI e) Eine andere Hauptursache liegt im mangelnden Verständnis dafür, dass eine heutige Gesellschaft, die eine Vielzahl von politischen Tatsachen, Prozessen, Regeln und Bedingungen, Interessen und Spielräumen geprägt wird, der Koordination und der Organisation bedürfen. Man kann sie nicht dem Markt oder sich selbst überlassen.

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Organisationsschwäche und Wirrwarr und mangelndes ordnungspolitisches Verständnis, angebunden an anthropologische und soziale Grundkenntnisse, sind die von den unterbelichteten bzw. den verpibullten Herrschenden verkannten und vernachlässigten Aufgaben in ihrer Herrschaftspolitik.

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Dabei sind klare Maßgaben und Regeln und das Einhalten der organisatorisch zu setzenden Regeln für alle nach dem Gleichheitspostulat des Rechtsstaats für das Gelingen der Organisation entscheidend.

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VIER: Die Herrschenden müssen die hier unter EINS bis DREI aufgelistete Systematik Punkt für Punkt durch konkrete politische Maßnahmen integrieren.

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VIER a) Die Herrschenden müssen Führung und Fühlung (als Funktion von Führung) auf die Artikulation der Aufbegehrenden (EINS c) beziehen, sich einlassen und problemorientiert kommunizieren und entscheiden.

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VIER b) Verbieten und Einschränkungen des Demonstrationsrechts oder Sanktionieren oder Herabwürdigen und den Mob als Mob beschimpfen und beleidigen ist ordnungspolitisch falsch.

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Wenn der Mob den Mob beschimpft, ist das das Gossenverständnis von politischer Auseinandersetzung. Die Herrschenden müssen bei den Unwohlseinsäußerungen im Spiele befindlichen Themen, Werte und Medien aufgreifen und Orientierung bieten.

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VIER c) Wenn es der staatlichen Propaganda so gefällt, auf „Islamismus“, „NSU-Machenschaften“ des Verfassungsschutzes durch Morden an Ausländern als (Döner-Morde), auf Salafismus, auf ISIS und Überfremdung, „Das Boot ist voll“ und dergleichen zu propagieren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sich SSS in Sachsen mit Golf- und Baseballschlägern bewaffnen.

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Wenn verbreitet wird, dass in einer der wohlständigsten und reichsten „Kreuzfahrtschifffahrergegenden am Rhein, in Bonn-Bad Godesberg, Angst auf der Straße herrscht vor SALAFISTEN, dürfen sie sich nicht wundern, dass Leute in Dresden, die niemals nach Bad Godesberg kommen werden, Angst vor Überfremdung, vor Islamismus haben und zur Verteidigung des Abendlandes aufrufen.

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Dietmar Moews meint: Wir sehen als soziologische Tatsache, dass und wie die Interessengruppen nicht oder unecht mit einander interagieren – sie kommunizieren nicht. Der Mob kann es nicht – die Herrschenden verweigern es.

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Wer redlich denkt, das heisst, immer auf die goldene Regel und die Gleichheit und Gegenseitigkeit aller Beteiligten gestellt, darf sich freimütig aussprechen.

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PEGIDA ist völlig und ausreichend legal und legitim – ja legitim.

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Jeder hat das Recht, zu verlangen, dass man versteht, was er meint und nicht, was man ihm hineinreden und unterstellen möchte.

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Ich verstehe mein vielfältiges Leben als ein koordinierungsbedürftiges, organisationsbedürftiges Erfolgskonzept, wenn ich meine Urteilskraft, mein Vor- und Nachdenken gebildet und umsichtig einrichte (organisiere).

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Sowohl Spontanität wie Alltagsroutinen und „dicke Bretter“ werden dabei gelebt, ohne dass ich verzweifele, weil jeder Tag mit obligatorischen Verrichtungen so besetzt ist, dass kaum Luft und Spielraum zum Atmen bleiben.

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Jeder muss sich und sein Leben organisieren und ist in seiner Selbstorganisation ein lebenslanger Lehrling (man hat viel zu tun, bevor man andere maßregeln kann).

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Deshalb müssen Mütter ihre Kinder lieben, denn Klugheit zur Erziehung reicht nicht – Liebe gleicht das sinnvoll aus.

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Mutterliebe ist nicht Türkenliebe.

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Ich habe in meinem Leben bis heute diverse Fächer studiert. Wollte ich Koran oder Islam oder Osmanismus, Sunniten und Schiiten studieren, würde ich hinreisen – nach Pakistan, Afghanistan, Kairo, Teheran, Mali, Ägypten, Anatolien – und nicht den analphabetischen deutsch-türkischen Mob fragen.

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In so fern ist es schwerwiegender Unfug, zu behaupten „der Islam gehört zu Deutschland“. Welcher Islam denn? Teheran glaubt anders als Gaza.

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Wir haben in Deutschland ein selbstverursachtes soziales Problem mit entwurzelten Deutsch-Türken, deren Großeltern mal als billige Arbeitskräfte hergelockt worden waren:

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Die Deutsch-Türken-Entwurzelung gehört zu Deutschland – sie sind ähnlich säkulär wie die heidnischen Christen in Deutschland. Hierzu jetzt Salafisten, Fundamentalisten und Ditibfunktionäre als „der Islam“ anzusprechen und politisch integrieren zu wollen, ist eine unfassbare Dummheit bzw. zynische Ordnungspolitik a là Sarrazin und NSU.

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Heimatlosigkeit und Entwurzelung sind als Familienkitt vermutlich ungeeignet. Nachgeborene Türken haben dramatische sozio-kulturelle Lebensumstände, bevor sie überhaupt wissen, was Sozio-Kultur, was Kultur, was Aufklärung und soziale Homogenität sind. Nur kann niemand darauf verzichten.

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Deutsche brauchen ihre eigene sozio-kulturelle Ordnung – wo die IT-Revolution Veränderungs-, Stoff- und Personendrang auf die Lebensmöglichkeiten prägt. Das Gepräge der Freiwilligkeit oder der Notwendigkeit oder des Zwanges erzeugt das Unwohlsein. Wer bedrängt ist, verliert Großzügigkeit und die Fähigkeit zu gönnen.

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Gastfreundschaft geht auch in Armut.

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Sobald mir andere Menschen meine Organisation stören oder behindern, wehre ich mich. Wenn ein Gast meine Wohnung betritt – ich bin nicht Raucher – darf er bei mir in der Wohnung rauchen, wenn er mag, damit er sich gemütlich fühlt – als Gast. Er muss aber als Gast Gastverhalten berücksichtigen.

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Damit soll gesagt sein: Wenn Türken, die zu hause in der Türkei Scharia, Kopftuchfrauen und Moscheen haben, nach Deutschland in meine Wohnung kommen, finden sie hier Steeples und christliche Settings vor, die nicht auf den Koran ausgerichtet sind. Auch in meiner Wohnung – ich bin nicht gläubig – finden sich keine Mohammed gewidmeten Symbole, kein Gebetsteppich und kein Kruzifix.

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Selbstverständlich sind ein Klappaltar oder eine Reisekipa rein gastrechtlich akzeptiert.

.https://www.youtube.com/watch?v=VJLQOrhZYe4

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Wer hier herkommt und Moscheen und Scharia will, soll zu hause bleiben. Mein Text hier ist allerdings als Aufforderung an die Herrschenden gemeint die Fragen mit den Ausländern zu Beantworten und Lösungen zu entfalten, statt aufzuhetzen (ich meine nicht: „Ausländer raus“).

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