EMNID und AFD-Propaganda

September 16, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8506

am Sonntag, 16. September 2018

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Tschurtschela

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SONNTAGSFRAGE heißt das beliebte Wort der Lügenpresse.

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Und da wird dann behauptet:

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Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?

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Und dann behauptet die Meinungsforschung, wie EMNID:

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SO WÜRDEN DIE DEUTSCHEN AM SONNTAG WÄHLEN!

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Ja, und das ist nicht wahr. Es ist unwissenschaftlich. Und es ist auch nicht mit den wissenschaftlichen Methoden der Werthaltungsforschung ermittelt, festgestellt und analysiert worden.

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Wie hat EMNID denn geforscht?

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Hat man vielleicht eine Telefonagentur beauftragt, aus dem Telefonbuch willkürlich ausgewählte Telefonanschlüsse zufällig anzurufen und von anonymen Anrufern die Sonntagsfrage stellen lassen?

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Meist werden ganze Blöcke von Fragen gestellt. Da gibt es die sogenannten OMNIBUS-Fragen, die für ganz verschiedene Auftraggeber und verschiedene Auswertungen genutzt werden (wie man im Omnibus mitfährt, der nach Rom fährt, auch über das Reisewetter in Bayern Antworten gewinnen kann).

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Wer sagt EMNID, dass die Angerufenen Telefon-Emnidbefragten denn dem unbekannten Umfrage-Anrufer sagen, was sie glauben, zu wählen, wenn Sonntag Wahl wäre?

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Wer sagt EMNID, dass die Antworten gelogen sind?

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Wer sagt, dass eine Antwort von gestern, Sonntag längst geändert worden sein kann?

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Und nun wird also wieder Geld damit verdient, dass jede Partei ihre Lieblings-Agentur zu Lieblingszeitpunkten günstige SONNTAGSFRAGEN-Ergebnisse rausbringen lässt.

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BILD.de behauptet also am Samstag, 15. September 2018:

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„Die AfD ist nach einer aktuellen Umfrage stärkste Partei im Osten. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für BILD am SONNTAG erhebt, gewinnt die Partei einen Prozentpunkt und kommt auf 25 Prozent. Damit überholt die AfD die Union, die in dieser Woche einen Punkt verliert und auf 24 Prozent fällt. Drittstärkste Partei im Osten bleibt die Linke mit 18 Prozent, es folgt die SPD mit 14 Prozent. Auf die FDP entfallen 7 Prozent, Grüne und sonstige Parteien kommen jeweils auf sechs Prozent.

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Deutschlandweit verteilen sich die Prozente jedoch anders. Obwohl die Große Koalition im Streit um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen vor einer erneuten Zerreißprobe steht, geht es für Union und SPD bergauf. Nach dem Rekordtief der vergangenen Woche steigt die Groko in der Wählergunst um zwei Prozentpunkte auf 48 Prozent. Im Einzelnen gewinnt die CDU/CSU einen Punkt und kommt auf 30 Prozent, die SPD steigt ebenfalls um einen Zähler auf 18 Prozent.

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Die FDP bleibt wie in der Vorwoche bei 9 Prozent, auch die Linke steht unverändert bei 10 Prozent. Während die Grünen einen Prozentpunkt einbüßen und auf 13 Prozent fallen, kann die AfD ihre 15 Prozent auch in dieser Woche halten. Auf die sonstigen Parteien fallen 5 Prozent.

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Für den Westen fallen die Ergebnisse wie folgt aus: CDU/CSU kommt auf 31 Prozent, dahinter die SPD mit 19 Prozent. Die Grünen stehen an dritter Stelle mit 14 Prozent, die AfD dicht dahinter mit 13. Die FDP bekommt im Westen 10 Prozent, die Linke 8. Auf die restlichen Parteien entfallen 5 Prozent.

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Für den Sonntagstrend hat Emnid zwischen dem 6. September und dem 12. September 1978 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

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Frage: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?“

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Dietmar Moews meint: Haben Sie schon mal gefragt, wer heute Telefon-Festnetzanschlüsse hat, die da willkürlich ausgewählt und angerufen werden?

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Haben Sie schon mal gefragt, um welche Uhrzeit da von der Telefonagentur im Auftrage EMNIDS unbekannte Leute zur Umfrage antelefoniert werden?

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Sind es Rentner? (die den ganzen Tag lang telefonisch am Festnetz erreichbar sind?)

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Sind es Hausfrauen oder Hausmänner? die da den Telefonanruf annehmen und auch noch ehrlich beantworten?

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Sind es Arbeitslose, die am Tage zuhause das Telefon bedienen?

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Ist es die junge Mutter, beim Stillen?

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Hat man da auch mal einen Firmenchef oder einen Arzt oder Rechtsanwalt, einen Fernfahrer oder einen Telefonisten am Telefon?

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Wie unsäglich ist die Behauptung, SONNTAGSFRAGE, repräsentative Umfrage?

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Eine empirische Forschung müsste exakte Wertäußerungen durch persönliche Tiefeninterviews und anschließend mittels Nachbefragung die Wertäußerungen verifizieren und interpretieren.

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Das ist hier bei EMNID keineswegs gemacht worden. EMNID teilt lieber gar nicht erst mit, woher ihre Behauptungen zur Umfrage-Wahrheit stammen. EMNID schreibt:

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„REPRÄSENTATIV“

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Und das soll die Allgemeinheit so glauben.

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Wenn die AfD als stärkste Partei in Sachsen erscheinen soll, ist die Behauptung von BILD.de, das käme von dem Streit in der MERKEL-Regierung um den Geheimdienstler Hans-Georg Maaßen, der hier eine „Zerreißprobe“ der Großen Koalition sei.

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Die Wahrheit, dass die BLOCKPARTEIEN um MERKEL die Kritik und die Klagen der Bürger entweder ignorieren oder als „rechtsextrem“ oder „linksextrem“ diskriminieren, wird hier mit EMNID und bei BILD unterschlagen.

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Ich unterstütze die AfD nicht. Ich sehe aber keine Alternative dazu, dass die STAMOKAP-Blockparteien von den Wählern demnächst einen Schuss vor den Bug erhalten. Die Bayernwahl am 14. Oktober 2018 und anschließend die Landtagswahl in Hessen werden CDU/CSU erneut aufrufen, endlich die Bürger anzuhören und die Kritik in rechtsstaatliche Politik umzusetzen. Dass die Regierungsparteien den Rechtsstaat ständig beugen, muss jetzt aufhören.

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Wer den Alarm nicht versteht, den der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, ausgelöst hat, als er öffentlich mitteilte, dass es heute nicht verläßlich möglich sei, eine verfassungsgemäße exekutive Politik, im bestehenden gültigen Rechtsrahmen, durch die Judikative nachzusteuern.

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Das bedeutet, die Regierenden beugen bei Bedarf die Gesetze. Wer dazu das BVerfG anruft, kann Recht zugesprochen bekommen und dennoch die Herrschenden nicht zur Ordnung zwingen. Glyphosat läßt grüßen.

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Es wird Zeit, dass die LÜGENPRESSE so langsam mal umsteuert, sich an Wahrheit und kritisches Fragen abzuarbeiten, anstatt Regierungspropaganda zu verbreiten.

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Winfried Wolf, Gitarrist der BEADS (gest. 1986)

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Die dumme große Mehrheit in unserer Demokratie

April 26, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4337

am 26. April 2014

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ARNO WIDMANN: Habermas tönt in der Frankfurter Rundschau

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OLIVER WELKE in der ZDF-Heute-Show (Sendung vom 25. April 2014) meint, er könne den Blockparteien deren austauschbaren Sprüche auf den Plakaten zur Europa-Wahl-Werbung um die hohlen Ohren hauen – wenn CDU oder SPD oder FDP für das Gute und gegen das Schlechte Schulden, Chancen, Zukunft und gute Laune sinnfrei mischen. Oliver Welke wendet sich an seine ZDF-Zuschauer, macht dabei aber den selben Winkelzug: Statt dem Publikum zu sagen, dass es von Welke als bescheuert hingestellt wird, wenn er den Parteien vorwirft, sie sagen ebensowenig wie Welke dem eigenen Wähler, dass man ihn mit dummen Sprüchen um Zustimmung umwirbt, statt mit seinsgebundenen Argumenten.

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Dietmar Moews meint: Herausgehobene Peers – wie Jürgen Habermas – in Deutschland werden von den Mehrheitspublizisten zu prominenten Meinungsführern gestilt, statt von Fall zu Fall als Dünnbrettbohrer kritisiert zu werden.

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Dass sich die weite Öffentlichkeit aus dieser gängigen Führungsmeinung ihre politischen Entscheidungen nimmt, kann nicht verwundern.

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Besonders erleichternd und unentgeltlich ist dafür das gleichzeitig von diesen Publizisten gelieferte Repräsentantenmobbing: Merkel sitzt aus, tut nichts, erklärt nichts, versäumt notwendige Entscheidungen.

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Dabei repräsentiert Merkel äußerst professionell ihre Wähler – den Mehrheitswillen der Wähler bei freien Wahlen.

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Nur weil Merkel den Wählerwillen geschickt und auf Zeithöhe herausfindet und in ihrer täglichen Politik repräsentiert, wurde sie gewählt und wiedergewählt. Mittlerweile haben wir eine verfassungsänderungsrelevante Merkelwähler-Mehrheit im Deutschen Bundestag sowie im Deutschen Bundesrat.

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Allerdings: Merkel kann nicht ungestraft gegen den Wähler-Mehrheitswillen Politik machen – solange sie wiedergewählt werden möchte.

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Die in unserem repräsentativen parlamentarischen System organisierte Steuerung und Kontrolle der politischen Entscheidungen hat allerdings einen „natürlichen“ Mangel: Wenn eine Regierung schlimme Fehler macht, hilft es der Wähler-Gesellschaft nicht, mit den Mitteln der begleitenden und nachträglichen Kontrolle der Politikhandlungen, durch die zuhandenen Mittel der begleitenden und nachträglichen Steuerung Unheil rückgängig zu machen.

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Frage ist also stets in der repräsentativen Demokratie: Wie viel Vertrauen ist notwendig und wie viel kommunizierte Skepsis und Wachsamkeit muss jeder Wähler täglich einbringen, damit kein Unfug in der Führung gemacht werden kann?

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Wie viel muss Jeder Zeitung lesen? Nachrichten verfolgen? Ständig mit seiner sozialen Szene darüber diskutieren und kritisieren? Meinungsfreudigkeit und Kritikbeloben statt zu meiden und sozial zu bestrafen?

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Antwort: Es reicht nicht. Die Leute sind Mob – sie kneifen und sind tot.

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Die Leute haben keine Lust auf das symbolische Elend, ständig die hohlen Phrasen, die Propaganda, Lügenhaftigkeit der Repräsentanten zu begleiten.

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Keine Lust auf Demokratie ist der Anfang der Dummheit von Jürgen Habermas.

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Habermas ergeht sich je länger je lieber in sollte, müsste und was er Alles für wünschbar hält. Niemals indes dafür praktisch-politische Mittel zu erkennen. Habermas ist folglich ein unzuverlässiger schädlicher Peer im publizierten Promi-System.

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Ein gewohnter Alltagsvorgang sind Spezialistentum und Arbeitsteilung. Die Fachleute repräsentieren „the State of the Art“ – in allen notwendigen Fächern. Nur in der freizeitlichen Freiwilligkeit erlaubt sich ein Jeder die individuellen Urteile und Wahlentscheidungen.

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Die Frankfurter Rundschau brachte mit Arno Widmann am Donnerstag, 25. April 2014 auf Seite 10: „Auslese: Wer bewegt Europa? Jürgen Habermas und die Verwalter des Status quo …

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Abschaffen müssen wir … wie soll man sich vorstellen… 1. Wir sind wieder in eine halbhegemoniale Stellung hinein geschliddert, die Deutschland seid 1871 zum Unruheherd in Europa gemacht hatte. 2. Der Kompetenzzuwachs der Europäischen Kommission hat „das ohnehin bestehende Legitimationsdefizit der Brüsseler Entscheidungen zugespitzt und damit Tendenzen einer Rückwendung zum Nationalstaat verstärkt. 3. Die Europäische Union gerät immer mehr in einen technologischen Sog.

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Wie diese Entwicklung zu stoppen, gar umzukehren wäre, dazu kann der Philosoph nichts sagen. Er glaubt nicht, dass es eine Europabewegung von unten geben wird. Von oben sieht er auch keine Chancen auf Besserung …“

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Ob und wie so die Hypothese eines Umkehrkonzepts – weg von den heutigen Ausprägungen des Nationalismus in der E U – überhaupt Geltung beanspruchen könnte, das Problem so zutreffend beschrieben wäre, die Problemlösungen auf dieser Beschreibungslinie liegt? – dazu kann Habermas nichts wissen, weil sich ihm die Fragen gar nicht stellen.

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Warum wird das publiziert? Antwort: Damit diese Kritik an Habermas, an der Promi-Publizistik und an einer verquasten Nationalismus-Debatte aufgegriffen werden können.

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Vielleicht versucht man mal das Phänomen des Mobs, in allen empirischen Ausprägungen zu erfassen, zu analysieren und zu interpretieren.

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Vielleicht kommt man mal von der Mobbeachtung auf das Majoritäts / Minoritätsproblem in der Demokratie.

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Mit Wählerbeschimpfung ist gar nichts getan – zumal die öffentliche Informationsführung als Marktwirtschaft betrieben wird und nicht als Informationsorganisiation. Arno Widmann arbeitet bei einem Pleiteblatt.

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Vielleicht lassen sich regionale und sonstige Kleingruppenbedürfnisse, die stets den Mob und seinen Kleinmut kennzeichnen in einen konstruktiven rechtsstaatlichen regionalisierten Föderalismus integrieren? Da wären dann „nationale“/regionale Selbstbestimmung direkt an Selbstverantwortung gebunden bzw. übergeordnete Staatsregeln würden auf Subsidiarität und Konsens gestellt werden können.