Dietmar Moews spricht als politischer Geschäftsführer der Piratenpartei

März 21, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4231

am 21. März 2014

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PIRATEN Heillos“ schreibt die Süddeutsche Zeitung gestern, 20. März 2014. So sieht das Fremdbild mit Blick auf die Piratenpartei im angehenden Europa-Parlaments-Wahlkampf 2014 aus. Die mangelnde Selbstformierung der Piraten als öffentlichkeitstaugliche Partei wird inzwischen von den Massenmedien bereits eher mitleidig verschwiegen, anstatt auf politische Werte und Ziele hin geprüft zu werden.

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Bildschirmfoto

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Dr. Dietmar Moews hatte bereits im Sommer des Jahres 2009 die Einrichtung einer Bundesvorstandsrolle eines Politischen Geschäftsführers gefordert und eigenmächtig im dietmarmoews Youtube-Videoblog „Lichtgeschwindigkeit“ der Bundes-Piratenpartei Deutschland des Bundestagswahlkampfes dargestellt.

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Mit der Vorstellung des BERLINER MANIFESTs und den inhaltlichen Interventionen in Vorstandswahlen zum Bundesvorstand in den Jahren 2010 und 2012 hatte Dr. Dietmar Moews, approbierter Organisationssoziologe und Fachmann für NGO’s, konkrete entscheidende Vorschläge innerhalb der Piratenpartei-Kommunikation bereitgestellt, die ein Politischer Geschäftsführer der Partei zu initiieren hätte.

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Hauptproblem der Piraten ist die ungebrochene Vorherrschschaft der seit Jahren die Piratenentwicklung blockierenden Doofpiraten an den Schnittstellen der Parteifunktionen und rührt von deren amateuristischen ideologischen Unterbelichtungen zu den Grunderfordernissen einer Parteiorganisation. Diese Ingroup besteht nach wie vor in einigen dauernden Restpiraten im Bundesvorstand, im Landesvorstand Berlin und in den Fraktionen verschiedener Länderparlamente.

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Diese residualen Restpiraten klagen nach wie vor über die Folgen ihrer eigenen Unfähigkeit und liefern ein klassisches Beispiel für die Soziologie zum Thema „Funktionaler Dilettantismus“ – das soziale Wesen einer erfolgreich scheiternden Organisation (soziologisch erfassbar).

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Schlüssel des Piratenproblems ist das Misslingen des Organsiationslernens, dort und durch diejenigen, wo die Fehler, Defizite und Mängel als Strukturschwächen oder als Fehlfunktionen passieren.

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Die Piraten setzen unverändert eine fehlkonzeptionelle Vernichtung von Idealisten fort: Jemand wird als Pirat aktiv, erlebt von Anbeginn den Konflikt zwischen den Werten und Zielen in der Parteisatzung und der praktischen Unfähigkeit der bereits als Piraten aktiven Parteifunktionäre, sich als Parteiakteure satzungsgebunden zu verhalten.

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Piraten glauben an direkte innerparteiliche Demokratie mittels Internetz, statt an die Notwendigkeiten der konzeptionellen Aggregation, Integration und Zusammenfassung zu programmatischen Wertsetzungen einzusehen.

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Piraten ordnen sich mangels Organisationswissen und mangels notwendiger Bildung und Erfahrung von binnenorganisatorischen Verhaltensregeln den gewählten im Namen der Piraten handelnden Eliten nicht unter. Mehrheitsbeschlüsse und Aktivitäten der Parteieliten werden durchkreuzt. Die „Basispiraten“ beanspruchen, als Sonderlinge mit individuellen Aktivitäten, die Arbeit der Eliten vor aller Öffentlichkeit anzugreifen. Die Piratenorganisation wird von den eigenen Mitgliedern ständig kanibalisiert. Dabei beherrschen die meisten Aktivisten nicht die einfachsten Techniken des Schreibens und Lesens von Blogbeiträgen und zum Mitwirken in Threads.

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Es handelt sich um substantielle Fehlstellen in der Organisation der Piraten, durch die unverstandenen Irrtümer hinsichtlich organisatorischer Notwendigkeiten, denen sich jede Parteiorganisation stellen muss. Entscheidungsprozesse einbinden, informieren, rechtzeitig Themen testen und lancieren, Aufgaben delegieren, Mitwirkende belohnen, führen und ausbilden.

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Die politischen Geschäftsführer der Piraten verstehen es bis heute nicht, das Wechselspiel außerparlamentarischen piratischen Reibung an der herrschenden Regierungspolitik täglich anzuspielen. Die Piratenelite vollbringt es nicht, durch tagespolitische Bezugnahmen auf die Piratensatzung und die Mangelpolitik der regierenden Blockparteien, weitreichend öffentliche Zustimmung sowie binnenorganisatorische Anreize auszulösen. Die Basispiraten würden an die Politik herangeführt und zu eigenen öffentlichen Aktivitäten und zum Verdichten des Zusammenhalts der Piraten als Parteikörperschaft angeregt.

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Es gibt bis heute kein Piraten-Bildungswerk oder eine solchen Aufgaben gewidmete Piraten-Stiftung. Dietmar Moews hatte bereits im Jahr 2009 solche Einrichtungen vorgeschlagen und auf die staatlichen Finanzierungsmöglichkeiten hingewiesen. Die Berliner Doofpiraten haben diese Organisationsnotwendigkeit ohne Diskussion abgeblockt. Ebenso wenig verstand der Bundesvorstand Jens Seipenbusch, was zu tun wäre. Die Blindstelle besteht bis heute.

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Das naive Wunschbild der Doofpiraten, mittels multilateraler digitaler, virtueller Echtzeitkommunikation, organisatorische Hierarchien der Partei vermeiden zu können und gleichzeitig schneller und effizienter politische Leistungen bringen zu können, wird nach wie vor vorgeheuchelt. Während der Zusammenbruch der geistig-sozialen Aktivitäten des „Liquid Feedback“ als basisdemokratische Aktionsplattform längst feststeht, aber verkannt bzw. vertuscht und ignoriert wird.

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Inzwischen haben die Piraten nicht mal mehr eine verantwortliche Parteiebene, die organisatorisches Fehlerlernen umsetzen könnte. Die Piratenpartei Deutschland hat keine Entscheidungsebene, deren Mitwirkende ausreichend Wissen und Urteilskraft für alle möglichen politischen Positionierungen hätten, sodass die Piraten eben kein respektables Gewicht aus der Apo-Rolle heraus in die politischen Debatten bringen kann.

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Das heillose Spiel heißt also weiterhin „Partyclub“, Frust und wütende Rücktritte. Etablierte Parteien gehen nun inzwischen auch thematisch über die IT-Politik durch die IT-Wirtschaft hinaus. Während die Piratenpartei in den „eigenen Kreisen“, wie beim CCC oder bei den Datenschützern, längst nicht mehr ernst genommen wird.

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Direkte Echtzeitteilnahme an sozio-politischen Prozessen in der Gesellschaft sind zum Scheitern verurteilt, wenn nicht jeder Parteipirat mehr als amateuristisches Engagement und parteipolitisches Können versteht.

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Letztlich stehen wir inmitten eines massenmedialen Kommunikationsschwalls, der professionell zu bedienen ist. Kein Publizist lässt sich dazu zwingen, Parteiwerbung zu machen. Es sei denn man bezahlt ihn.

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Die Piraten nutzen ihre Potentiale durch originelle sinnliche Auftritte mit Nachrichtenwert und über den Reiz besonderer Bilder nicht. Damit gehen die natürlichen Ressourcen der Piraten „jung und anders“ zu sein, „Klarmachen zum Ändern“ fordern zu können, für die Partei verloren. Alle Vorteile einer frischen außerparlamentarischen Opposition zu nutzen, bedingt, dass man diese kennt und erkennt. Die Doofpiraten streben und kleben stattdessen an unhaltbaren Posten.

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Piratenfantasie

Piratenfantasie

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Dietmar Moews hat bereits im Jahr 2009 das Konzept (und auch den Namen) der „Flaschenpost“ als innerparteiliches Basisforum entwickelt. Nachdem es zunächst unterdrückt wurde, hat man dann eine digitale Parteizeitung daraus werden lassen: top down schreiben sich amateuristische Redakteure einen Wolf, inzwischen vollkommen ohne Reichweite. Stattdessen hätte ein kleiner Publizistik-Stab eine aufwendige Sozialarbeit initiieren müssen, wie von den untersten Basisgliederungen in der Flaschenpost die Tagesthemen täglich hätten artikuliert werden müssen. Die Aktivierung und die Zulassung (und Abarbeitung) aller Basispiraten, in der Flaschenpost Neues vorzutragen, hätte hier den Platz und die dezentrale Dynamik bekommen können. Man erinnere sich nur an das Piratenforum Berlin der früheren Jahre, unzensiert, unredigiert, lediglich moderiert und Doppelungen aussortiert.

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Dr.Dietmar Moews am Neptunbrunnen, wo manchmal geschossen wird

Dr.Dietmar Moews am Neptunbrunnen, wo manchmal geschossen wird

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Nach wie vor glauben die Doofpiraten, ihre eigene Kraftanstrengungen in Parteifunktionen würden hinreichend Entfaltung der binnenorganisatorischen Körperschaft mit sich bringen.

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Die Unterbelichtung der Piraten in den Piratenaktivitäten hinsichtlich den Notwendigkeiten von Kommunikation zur Führung und Fühlung lassen die Piraten zu einer Episode einer scheiternden naiven IT-Jugend werden. Während eine Partei extra zu gründen und aufzubauen wäre, die sich mit Blick in die Zukunft der IT-Revolution widmen müsste, sind seit Anbeginn die besten Begabungen davongelaufen.


Lichtgeschwindigkeit 59 take 2

November 21, 2009

Lichtgeschwindigkeit 59 Teil 2 Liquid und REGIERUNGSERKLÄRUNG

Piraten-Presseschau am Montag,

9./10. November 2009, von Dr. Dietmar Moews

im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin Niederschönhausen;

Aufnahmezeit um 2 Uhr;

 

Piratenthema heute: Elite, Wende, Revolution,

Friedrich von Schillers Geburtstag,

REGIERUNGSERKLÄRUNG, ferner

BILD Berlin Brandenburg, Frankfurter Allgemeine Zeitung,

Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt vom 9. November 2009.

Die Diskussion, ob es 1989, wie die CDU sagt,

eine Revolution war, oder, wie Egon Krenz es nennt,

eine Wende, ist nicht so erachtlich, wie die Frage,

dass die DDR einfach Pleite war, nichts weiter ging,

finanziell am Ende war und die Frage,

was man alles heute von der DDR noch gerne hätte,

immer an der Frage scheitert: Wie kannste das bezahlen?

Auf Seite 1 der FAZ: Fest der Freiheit und der Einheit:

Die Welt schaut auf Berlin. Das heißt es BILD Berlin

Brandenburg sagt: Der Schauer an der Mauer.

Man hat die Brücke an der Bornholmer Straße

abgesperrt und die Berliner durch die Polizei

aussperren lassen.

Das halte ich für ein Piratenthema für Berlin.

Als öffentliche Tugend in Form einer Erinnerungsfeier

für eine Befreiung oder für das Ende der DDR

oder für die zweite Bundesrepublik, dann sollte

man die Menschen zulassen.

 

Die Süddeutsche Zeitung aus München hat

Friedrich von Schillers 250ster Geburtstag auf

dem Titel – ist schon deshalb bedeutend, weil

Schiller Goethe gekannt hatte. Wenngleich seine Idee:

Triumph des Geistes über den Körper –

das war wohl nichts, denn Schiller starb schon

im Alter von Mitte vierzig. Schillers Idealismus

in Der Glocke oder in Freude schöner Götterfunken

ist rückständig, aber seine ansatzweise bereits

psychologische Dimension in der Geschichtsprosa,

zum Beispiel über den 30-jährigen Krieg, ist hervorragend.

Weiter in der SZ: Wie definiert sich Elite? – ein

Piratenthema – Interview mit dem russischen

Philosophieangeber Boris Groys: Elite mit dem

Bildungsstand identifizieren, finde ich sehr

problematisch, sehen Sie Modells, Rapper und

Fußballspieler, die gehören nicht nur zur ökonomischen

Elite, auch zur medialen Elite, dabei sind sie nicht

besonders gebildet. Es käme auf die Definition an –

dietmarmoews meint aber, an kommt es doch

darauf, ob jemand etwas kann, das gefragt ist.

Ob Frau Merkel sagt, die Wirtschaft ist gut,

aber die Finanzen hauen nicht in – wenngleich

doch beides zusammengehört. Und dann

heißt es in der SZ: Die Deutschen zweifeln

am Kapitalismus – das kann man sich dann vorstellen.

Handelsblatt – unsere FDP-Parteizeitung – macht

auf mit Doris Heß: Deutsche Wirtschaft holt rasant auf –

und auf Seite 13 Dietmar Neuerer und Donata Riedel:

Ökonomen: Kaum merkliche Effekte für Wachstum.

Die Regierungserklärung von Dr. Merkel:

Möchte Wachstumspolitik, Arbeitsmarktpolitik,

REGIERUNGSERKLÄRUNG: Bundeskanzlerin

Dr. Merkel hat schnell, entschlossen, neu, besser,

höher, schneller, weiter, trallala, die Pest ist da,

Kreditklemme, dann sollen die Banken mehr

Kredite ausreichen – ja, was soll das, wenn keine

Bonität und keine Geschäftsideen da sind.

Was soll, wenn ¾ aller Deutschen, laut Emnid,

für das Schulden machen sind, ist diese

Regierungsaussage großer Unfug.

Steinmeier für die SPD erwiderte: Dass sei ja der

schlechteste Neustart einer Regierung und

Klientelpolitik. Trittin und die Grünen hat gesagt:

Ein Fehlstart. Die Linkspartei hat verlangt: Eine

Regierungserklärung muss die Probleme benennen

und Lösungsvorstellungen der Regierung

bekanntgeben. Lafontaine hat selbst keinerlei

Lösungen angeboten.

Grundsätzlich zur Politik erwarte ich von der

Piratenpartei, dass sie entweder einer Seite –

der Regierung oder Opposition – zustimmen

oder dagegen sind, oder, ich erwarte, dass die

Piraten eine eigene Position als APO danebenstellen.

Keine Position ist doch wirklich nur eine Notlösung,

die ich als selbsternannter politischer Basisgeschäftsführer unakzeptabel finde. Ein Vollprogramm wäre für

Politik einer Apo auf Sicht gar nicht hilfreich.

Hier ist die Frage: Wie können wir Stellung

beziehen? Piraten in den Landesvorständen

und im Bundesvorstand, ich biete meine

Professionalität an, hier mitzuwirken, ich

verspreche das und, sprechen sie mich an.

Produktion, Performance, Autor, Direktion:

Dr. Dietmar Moews; Aufnahmetechnik und Admin:

Piratencrew Berlin

 


Lichtgeschwindigkeit 59 take 1

November 21, 2009

Lichtgeschwindigkeit 59 Teil 1 Liquid mit REGIERUNGSERKLÄRUNG

Piraten-Presseschau am Dienstag, 10. November 2009,

von Dr. Dietmar Moews im Alphons-Silbermann-Zentrum

Berlin Niederschönhausen; Aufnahmezeit um 2 Uhr; ferner

BILD Berlin Brandenburg, Frankfurter Allgemeine Zeitung,

Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt vom Dienstag den 10. November 2009.

 

Piratenthema hier: REGIERUNGSERKLÄRUNG der Bundeskanzlerin

Dr. Merkel. Des Weiteren Liquid Democracy stellt den Anspruch:

Mehr Demokratie, Offenheit und Transparenz. Unsere Demokratie

ist so verwurstelt, dass man nichts verwirklichen kann. Frau Merkel

streut Sand in die Augen und die Piraten möchten direkte Demokratie –

mehr als ein quantitatives E-Voting – mit Hilfe digitaler Techniken und

Internetz verwirklichen? Wir haben in Deutschland die repräsentative

Demokratie, die Gewaltenteilung – exekutive, legislative, judikative –

im Föderalimus und Kompetenztrennung. Liquid Democracy wirft das weg:

da kommt von der Basis die Initiative zur politischen Realisation

zur Kontrolle einer Zielsystemorientierung: wie geht das im Liquid?

Es ist dieses interdependierende Feed-Back unmöglich und

mathematisch überdeterminiert – es ist kein digitales Problem.

Tod des Schüler-VZ-Hackers, Wahl des Saarland Ministerpräsident

Peter Müller(CDU für eine neuen Jamaikakoalition bei 2 Ministerien

für die FDP, 2 Ministerien für die Grünen und fünf Ministerien für die CDU,

wobei Müller gleichzeitig Justizminister sein wird.

Dazu O-Ton Günter Ehrensperger zur Situation der

DDR-Wirtschaft auf der zehnten Tagung des Zentralkommitees

der SED am 8.11.89-10.11.89 in Berlin

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin

CD O-Ton Götterdämmerung im Zentralkommitee