Von der Unermeßlichkeit des Schönen

April 6, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4277

6. April 2014

„… V,9

Die Freude im Schönen ist die Spiegelung der Himmelschuld, der es gefällt, bildbares Inhaltswahres in sinnmehrendes Formgutes von entsprechender Gefäßwürde zu verwandeln.

Mit dem fortwährenden Entstehen unzähliger Sinngefüge des Schönen sorgt das Sein des Unerschöpflichen für das ewige Bestehen der Freude.

Im Bereiche des Menschlichen erhellt daraus für Erkennende die Zweckbedeutung des Hochamtes der Künste.

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Von der Unermeßlichkeit des Schönen

März 26, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4246

am 26. März 2014

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IV,9

Der Drang im Schönen ist der sinngezügelte Eigenwille einer Gefüge-Einheit, ihr Inhaltswahres durch ihr Formgutes nutzwirkend zu offenbaren.

Ohne stete Sinnfolgschaft im Erfinderischen werden die Kräfte des Formwillens aus der Zielbahn des Nutzwirkens abgedrängt.

Wohlweislich hütet sich schöpferische Weitsicht davor, den zweckgerichteten Eigenwillen werdender Sinngefüge des Schönen durch menschliches Wollen zu bedrängen.

…“

Zitiert nach: Otto Nebel, Von der Unermeßlichkeit des Schönen (1961-63) in Frühwerke, Schriften zur Sprache und zur Kunst – Das dichterische Werk Band 3 in Frühe Texte der Moderne, herausgegeben von René Radrizzani der edition text+kritik herausgegeben von Jörg Drews, Hartmut Geerken und Klaus Ramm, München 1979