Imre Kertész 1929-2016 – Kurznachruf

März 31, 2016
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Vom Donnerstag, 31. März 2016

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Imre Kertész, geboren am 9. November1929 in Budapest, ist 86-jährig. Am 31. März 2016 ebenda nach langer Krankheit gestorben.

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Imre Kertész war ein ungarischer Schriftsteller jüdischer Zugehörigkeit. Er schrieb hauptsächlich autobiografische Bücher, außerdem schrieb er zum Lebenserwerb Übersetzungen deutscher Autoren ins Ungarische, darunter Nietzsche, von Hoffmannsthal. Schnitzler, Freud, Joseph Roth, Wittgenstein und Canetti.

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Kertész war während des zweiten Weltkrieges Betroffener der europäischen Judenverfolgung und war lebenslang ein wichtiger ungarischer Zeuge mit internationaler Ausrichtung.

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Er soll im Jahr 1944, fünfzehn-jährig, über Auschwitz nach Weimar in das Konzentrationslager Buchenwald und in dessen Außenlager Wille in Tröglitz bei Zeitz bis zur Befreiung 1945 verschleppt worden sein.

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1951 bis 1953 war Kertész beim ungarischen Militär. Nach dem Aufstand 1956 wurde Kertész durch die stalinistisch-sowjetische Obrigkeit an der freien Schriftstellerei in Ungarn beschränkt.

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Im Jahr 1973 erschien sein Roman „Roman eines Schicksallosen“, in dem Kertész Erlebnisse als Verfolgter und Internierter darstellt.

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Kertesz lebte von 1953 bis zum Tod seiner Frau 1995 in erster Ehe in Ungarn. 1996 heiratete er eine Amerikanerin. Ab 2001 lebte Kertész in Berlin, wo er 2002/2003 Gast des Wissenschaftskollegs wurde.

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Am 3. Oktober 2003 hielt Kertész auf Einladung der Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Festrede zur zentralen Feier der Deutschen Wiedervereinigung in Magdeburg.

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Imre Kertész erhielt im Jahr 2002 den Nobelpreis für Literatur.

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Mit Imre Kertész ist für die Deutschen ein glaubhafter Zeitzeuge der hitlerschen Judenverfolgung bis 1945, und danach der westdeutschen Israelpolitik bis heute, gestorben.

 

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68er Christian Geyer als PIRAT ohne ADORNO in der FAZ

Februar 3, 2015

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am Dienstag, 3. Februar 2015

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Achtundsechziger-Publizist Christian Geyer, der sein Leben lang unfähig und unwillig war, einen Zeitungsartikel ohne Einsprengsel mit ADORNO oder FREUD zu publizieren, tritt seit geraumer Zeit – zwar selten – mit kleineren Notizen ohne ADORNO/FREUD in der FAZ auf:

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Montag, 2. Februar 2015, Seite 9: „Meine Wut, deine Wut. Haben, haben, haben: Wohin treibt die AfD“.

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Geyer muss die LICHTGESCHWINDIGKEIT gelesen haben, denn er bringt Exklusiv-Gedanken von Dietmar Moews, die in Argumentationsketten gefasst, so nirgend wo anders geschrieben worden sind. Das betrifft die PIRATENPARTEI und die empirisch-soziologischen Organisationsaspekte bei Neugründung und Aufbau einer Partei in Deutschland.

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Geyer schreibt also: „…Das Schicksal der Piraten scheint der AfD fürs Erste erspart zu bleiben. Eine Partei, die sich als archaischer Haufen auf Dauer stellen will, ist politische Romantik. Dass die Aura des Amateurhaften nun schnell verfliegen wird, ist denn auch kein Ansatzpunkt fürs demokratietheoretische Monitum .. Es ist ja umgekehrt: der frühe Professionalisierungsschub kommt parteiensoziologisch gerade rechtzeitig, um die Flügelkämpfe zu zähmen. ..“

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… „…Die Prognose für die AfD hängt freilich nur zum kleinen Teil an ihrer Satzung. Entscheidend ist die Frage, wie sich Luckes Politik der Umbesetzung in Programmfragen auswirken wird (müsste es nicht „Umsetzung“ lauten? A. DM).

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… Lucke hat soeben an der Spitze seiner Partei Vakanzen geschaffen. Die Frage ist, ob er nun die Verschiebung seiner Klientel ..zum mündigen Bürger riskiert. Das wäre eine Umbesetzung im großen Stil.“

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Dietmar Moews meint: Christian Geyer kann mit seinem angelesenen Piratenargument wenig erklären. Denn bei den Piraten war der Führungskampf von Agenten der Vernichtung der alternativen Piratenbewegung geprägt. Alle Anträge, den professionellen organisationssoziologischen „Handwerksschritten“, hin zu einer gut organisierten Partei, wurden sabottiert.

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Bemerkenswert für die Piratenzersetzung ist, dass daran Berufsadministrateure wie der Beamte aus dem Bundesverteidigungsministerium, Bernd Schlömer, hinterhältig führend mitdrehten. Den doofbackigen Helfershelfern und Doofpiraten ist das nicht weiter übelzunehmen (unverschuldete Blödheit mit Kant und Popper – sowas weiß man vorher).

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Christian Geyers Piratenverweis ist deshalb leer: Bei den Piraten hatte man den Zerfall Schritt für Schritt und Hand in Hand im Wechselspiel mit den herrschenden Massenmedien betrieben, bis der Bundestagswahlkampf die besonderen Ressourcen der Piraten, in Wahlkämpfen Wählerherzen zu gewinnen, so verdreckt hatte, dass es niedergehen musste.

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Insbesondere dem künstlichen Hochziehen von jugendlicher Doofpiraten-Prominenz (Chr. Lauer und M. Weisband) durch die Massenmedien, damit die gesamte Piratenbewegung unter einen Themenzwang zu stellen (Internet-Piraterie, Kinderporno, Rechtsextremismus), hat mit der APO-Rolle durch die professionelle AfD-Prominenz keinerlei Gleichartigkeit.

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Bei der AfD gibt es vermutlich keinen Staatsschützer, der den heutigen Vorstand unterläuft. Bzw. es mutet doch eher so an, als handele es sich bei den namentlichen Parteigründern und -vorständen der heutigen AfD um gegensätzliche Politikwerte. Lucke, Gauland, Adam suchen gemeinsam Abgrenzung zu den Altparteien und in der Werbung um ansprechbare Wähler. Allerdings stecken bei der AfD Flügelkämpfe dahinter – wie es Christian Geyer gut beschreibt.

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Von der It-Revolution und den harten Fakten der technik-politischen Weichenstellungen –  für „Armageddon oder nicht“, für „Robotik oder Mensch“ – haben die älteren Herrschaften der AfD genauso wenig Lust wie Ahnung wie die US-StaMoKap-Blockparteien von Berlin.

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Für mich ist die AfD als Vehikel, rechts von der CSU, als Opposition durchaus nützlich. An den rustikalen Grundideen hinsichtlich der EU kann ich nichts Wählbares finden: EURO-Ausstieg ist nicht wünschenswert. Clash of Cultures ist eine Projektion ohne empirische Sinnfälligkeit:

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Ich wünschte mir, die Piraten wären auf das BERLINER MANIFEST, die liberale Positionierung in der IT-Revolution und die Anregungen von Ralf Dahrendorf, eingegangen – der wäre heute sicher auch nicht bei der AfD. Dahrendorf wäre auch garantiert nicht Tea-Party-libertär.

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