ALTERNATIVE: BRICS – Schwellenländer alternativ zum WESTEN

Juli 17, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4686

am 16. Juli 2014

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Heute berichten die weltweiten westlichen Medien über Resultate bzw. Absichtserklärungen vom Gipfeltreffen der „Brics“-Staaten.

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Bei BRICS geht es der Staatengruppe der Schwellenländer „binnenorganisatorisch“ um Unabhängigkeit vom CASINO-Banking des Westens. „Außenorganisatorisch“ – also auf die gesamte vom Westen dominierte Finanz- und Militärwelt bezogen – kann eine alternative BRICS eine alternative zur Unilateralmacht der USA-Finanz versucht werden zu schaffen: Das betrifft alternative Perspektiven als eigener Währungsfonds hinsichtlich Leitvaluta und Weltinflation, für Entwicklungspolitik, für Rüstung- und Sicherheit, für kulturelle Fühlung-und Bezugnahme ganz verschiedener Völker, für eigene IT-revolutionäre Einrichtungen z. B. chinesische Suchmaschine und Cyber-Space-Technologien.

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DIETMAR MOEWS Sportflagge USA - Doping-Sprint

DIETMAR MOEWS
Sportflagge
USA – Doping-Sprint

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Die Staatschefs der fünf wirtschaftsstärksten Schwellenländer („Brics“) trafen sich vergangene Tage im brasilianischen Fortaleza:Das höchst beachtliche Treffen von der Gastgeberin Wilma Rousseff, Wladimir Putin, Xi Jiping, dem Südafrikaner Jakob Zuma, dem neuen indischen Premier Narenda Modi – BRICS als Alternative zu IWF und Weltbank -wie interessant!

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DIEMAR MOEWS Sportflaggen der BRICS – sie reiten, spielen, schießen, segeln,

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Dort werden weitreichende Entscheidungen getroffen – mit einem Ziel: sich von den großen Industrienationen unabhängiger zu machen. Dabei prägen die „Brics“-Staaten schon jetzt die Weltwirtschaft.

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„Brics“ steht für Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – fünf aufstrebende Schwellenländer, die lange Zeit enorme Wachstumsraten verzeichnen konnten. Den Namen haben sie sich nicht selbst gegeben. Den Begriff „Bric“ prägte 2001 ein Analyst der Investmentbank Goldman Sachs. Er sah in diesen Ländern vielversprechende Märkte. Erst 2006 wurde aus dem Namen mehr: Seit diesem Jahr treffen sich die Regierungsmitglieder regelmäßig. Seit 2009 kommen die Staatschefs einmal jährlich zu einem offiziellen Gipfel zusammen. 2010 stieß Südafrika zu diesem Kreis dazu und mit ihm das „S“ im Namen

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Trotz der gemeinsamen Treffen hält sich die Zusammenarbeit der „Brics“-Staaten bislang in Grenzen. Das soll sich ändern: Auf dem aktuellen Gipfel haben sie die Schaffung einer eigenen Entwicklungsbank beschlossen, die vor allem Infrastrukturprojekte finanzieren soll. Außerdem planen sie einen eigenen Währungsfonds zu gründen, der die Währungen der „Brics“-Staaten und anderer Entwicklungs- und Schwellenländer stabilisieren soll. Mit beiden Entscheidungen verfolgen die Brics-Staaten ein Ziel: sich unabhängiger von den führenden Industrienationen zu machen.

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Lange galten die „Brics“-Staaten mit Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent als die Wirtschaftsgiganten der Zukunft. Man ging davon aus, dass Brasilien, Russland, Indien und China die führenden Industrienationen wie Deutschland und die USA bis zum Jahr 2050 an Wirtschaftskraft überholen würden. Tatsächlich haben sie ihren Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt in den letzten zehn Jahren von 20 auf knapp 30 Prozent erhöhen können – und sind heute für über 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich.

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Mittlerweile stagnieren und kämpfen die „Brics“-Staaten mit innenpolitischen oder wirtschaftlichen Problemen wie Korruption, dem Rückgang von Investitionen oder enormer sozialer Ungleichheit. Die politischen Systeme und Kulturen der BRICS sind sehr unterschiedlich. Das erschwert ein starkes gemeinsames Auftreten und die Durchsetzung gemeinsamer Ziele.

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Trotz Unstimmigkeiten untereinander sind die aufstrebenden Schwellenländer nicht zu unterschätzen. Vor allem China tritt zunehmend selbstbewusst auf. Zu Recht: Im vergangenen Jahr war das Wirtschaftswachstum mit 7,7 Prozent noch immer sehr hoch. Das Land ist auf dem besten Weg, die USA als größte Volkswirtschaft der Welt abzulösen. China entwickelt und praktiziert eigene IT-Software und nutzt in der eigenen Suchmaschine, statt Google, die chinesische Sprache.
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Zudem ist China der größte ausländische Gläubiger der USA. Rund 1,4 Billionen schulden die Amerikaner China. Die beiden Länder sind damit in einer Art Symbiose verbunden, Wirtschaftswissenschaftler prägten dafür den Begriff „Chimerica“:

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China produziert und verleiht Geld, die USA konsumieren und machen Schulden. Und bedrohen gleichzeitig China militärisch.

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Diese gegenseitige Abhängigkeit stellt eine alternative Option für Europa. Sofern China mit einem Handelskrieg droht, z.B. wegen Strafzöllen auf chinesische Solarmodule, um sich vor der Billigkonkurrenz zu schützen, bieten sich die Gegenseitigkeitskriterien zum Vergleich an, die momentan im sogenannten „Freihandelsabkommen“ zwischen USA / Canada und der EU in rede sind.

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Die „Brics“-Staaten sind nicht zu unterschätzen. Hier leben mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung – ein großes Potenzial an Arbeitskräften und ein riesiger Markt. Außerdem verfügen sie über große Rohstoff- und Erdölreserven. China hat im Jahr 2010 weltweit die meisten mineralischen Rohstoffe produziert, Brasilien kam auf Rang 2. Zudem verfügt das südamerikanische Land über die meisten Ressourcen, noch vor Australien und Kanada. Ihre wirtschaftliche Macht wird daher in Zukunft weiter zunehmen.

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Wenn mehr Länder nach Wohlstand streben, ist davon auszugehen, dass in Zukunft Verteilungskämpfe um Dinge wie Öl oder Nahrungsmittel zunehmen werden. Schon jetzt kauft China Ackerland in der ganzen Welt, um die Ernährung der eigenen Bevölkerung sicherzustellen.
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onflikte werden sich künftig weniger um Territorien, als um diese Ressourcen drehen. Besonderes Konfliktpotenzial hat dabei der Zugang zu sauberem Wasser. Eine Studie im Auftrag des US-Außenministeriums kam zu dem Ergebnis, dass die Gefahr von Wasserkriegen mittelfristig deutlich zunehmen wird. Sie drohen vor allem im Nahen Osten und Südasien. Auch zwischen den BRICS-Staaten China und Indien kommt es immer wieder zu Streit, um den Bau von Staudämmen.

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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Dietmar Moews meint: Die derzeitigen Diskussionen um die Allmachtsansprüche der USA, alle wichtigen politischen Entscheidungen auch ohne die restliche Welt durchzusetzen, machen dringlich, Fluchtwege aus dieser Erpressung zu erarbeiten. In den USA-orientierten deutschsprachigen Medien werden wichtige Aspekte der BRICS-Perspektiven für die EU und für Deutschland ignoriert (z. B. bei GMX am 17. Juli 2014 mit Anika Kreller, die hier kritisch bearbeitet wurde).

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Die USA-Sprecher nennen es „Sicherheitspolitik“ – nur wer die besten Überwachungs- und Gewaltpotentiale hat, kann die Sicherheit dominieren.

Alle anderen im „gemeinsamen Boot“ des WESTENS sind „Nutznießer“ der US-Herrschaft.

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Deutschland sollte die eigene kollektive Intelligenz optimieren. Deutschland sollte im EU-Rat und im EU-Parlament und in der EU-Kommission eine Reform-Agenda aufstellen und mit der Arbeit beginnen, die gemeinsamen EU-Interessen zu diskutieren und vertraglich zu fassen:

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EUROPA hat spezifische Miltitärinteressen, die momentan unterbelichtet sind.

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EUROPA hat gemeinsame Finanz- und Handelsinteressen, die über die EU-Wirtschaftsgemeinschaft weit hinausgehen.

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EUROPA hat elementare und für die einzelnen EU-Staaten unverzichtbare kulturelle Wertvorstellungen, z. B. der Freiheit von Fremdbestimmung, der gemeinsamen historischen Erkenntnisse zur europäischen und weltweiten Konfliktgeschichte, aus der die EU-EUROPÄER durchaus gemeinsame Erkenntnisse und gemeinsame politische Programme abzuleiten hätten.

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Diese Vorstellungen werden lebendig, wenn sie nicht nur der amerikanischen Geschichtsinterpretation unterworfen werden, sondern auch z. B. mit BRICS zur weltweiten Diskussion kämen. Hieraus gingen multilaterale Inspirationen auch für Arabien, für Afrika und alle Beteiligten hervor.



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Lichtgeschwindigkeit 85

November 25, 2009

Lichtgeschwindigkeit 85 OBAMISTAN

die ungeschnittene extemporierte Piraten-Presseschau –

am Samstag, 21. November 2009,

von Dr. Dietmar Moews im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin

Pankow Niederschönhausen; Aufnahmezeit um 21 Uhr;

ferner ein Sonderheft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

aus der Zeit der eminenten Soziologen René König und Alphons Silbermann:

ENTWCKLUNGSSOZIOLOGIE; Czempiel/Schweitzer: Weltpolitik der USA –

Einführung und Dokumente, hrsg. Schriftenreihe der Bundeszentrale für

politische Bildung;

Carsten Herrmann-Pillath, Michael Lackner Hrsg. mit Doris Fischer und Christoph Müller-Hofstede:

Länderbericht CHINA – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im chinesischen Kulturraum

Piratenthema heute: OBAMISTAN – die ärmlichen Erfolge des

US-Präsident Barack Obama bei seinem Versuch, auf seiner Rundreise

durch Japan, Nordkorea, in Singapur, Burma, Shanghai, China und

Südkorea, als pazifischer Präsident eine politische Konsonanz

mit den asiatischen Staaten einzuleiten. Taiwan der demokratischen

Nationalchinesen auf Formosa wurde ausgelassen – Obama

besuchte nicht, wie vorher Bush, eine christliche Kirche in China

und traf auch nicht den Dalai Lama in Tibet – es half aber nichts.

Obama wollte hope und change verwirklichen – Hoffnung und

Veränderungen, die seine Wähler erwarten, Multilateralismus statt

Unilateralismus, Konzillianz statt missionarischen Druck.

Der neue Ministerpräsident Japans, Hatoyama, stellte infolge

vorgenommener Verlegung amerikanischer Truppen in Japan

das bestehende Bündnis mit den USA in Frage. Japan wird

zukünftig nicht mehr US-Kriegsschiffe betanken. Japan lehnt

auch die us-amerikanischen Vorschläge zur Klimakonferenz ab.

Chinas Präsident Hu Jintao ist in keiner einzigen Punkt Obamas

auf die USA eingegangen. Weder zur Frage der iranischen Atombombe,

den Drohungen Nordkoreas gegen die USA, oder hinsichtlich der

riesigen chinesischen Dollarreserven erreichte Obama etwas.

Das diktatorische China will bei den Importen aus USA selbst

die Preise beeinflussen. China will auch zukünftig den US-Markt

für die chinesischen Exporte nutzen und nimmt deshalb inkauf,

den inflationären Dollar zu stützen, damit die eigenen Handelsüberschüsse

und amerikanischen Schatzpapiere nicht gefährdet werden.

Rechtsstaatlichkeit, Bürgerrechte und sonstige piratenpolitischen

Werte sind in China nicht gefragt. Die politischen Differenzen

zwischen CHINA und den PIRATEN sind punkto staatliche

Repression und Willkür als Herrschaftsinstrumente groß.

Weiterhin hält China die Yüan-Währung unterbewertet und

beklagte gebetsmühlenhaft den Protektionismus der westlichen

Handelspartner. Bei der Pressekonferenz in Peking durften die

Journalisten Obama keine Fragen stellen. Obamistan blickt auf

den Pazifik, kann aber auf Asean als Ordnungsmacht keine

Akzente setzen. Obama muss die wirtschaftich gestärkten

Schwellenländer China, Indien und Brasilien zukünftig als

strategische Mitspieler, besser noch als Partner behandeln.

Als letzte Station besuchte Obama, Südkorea, wo er eine gewisse

Rivalität mit China anklingen ließ. Die EU und Deutschland hängen

finanzpolitisch, wirtschaftlich und militärisch mit den USA eng zusammen,

ja, wenn nicht von Abhängigkeit gesprochen werden soll. Es gibt

grundsätzlich eine Wertegemeinschaft, die aber kollossal einseitig

ausgelegt wird. Entwicklungssoziologisch müssen die USA und

Europa im Dialog bleiben. Die europäische Vielfalt und die

amerikanische Selbstgenügsamkeit stehen dem entgegen.

Die Leipziger Volkszeitung ist eine Bildzeitung, die selbst

auf dem Titel keinerlei weltpolitische Themen führt. Auch zum

Thema Massendatenspeicherung und Überwachungsstaat gereichte

der Kreditkartenskandal für die Leipziger Volkszeitung vom Wochenende

nicht aus, ein Piratenthema kritisch zu beleuchten.

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin;

Musik: 8 days the beads zum Mp3-Download von dietmarmoews.com

 


Lichtgeschwindigkeit 85

November 25, 2009