Otto hilft immer

Juli 15, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5743

vom Mittwoch, 15. Juli 2015

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Wenn die Überschuldungspolitik der EURO-Gruppe unter Führung der EURO-Nordstaaten schon in die splitterreiche Politikzone geführt wird – sei es aus Blödheit von Merkel und Gabriel, sei es aus blindem Nominalismus der Rechthaber – kommt niemand um die Frage: Was kommt dann? – herum.

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Als Soziologe sehe ich, wenn verschiedene Interessenten(gruppen) in Interessenkonflikten schwere Fehler und Schäden verursachen, allein schon, weil sie ihre Opponentengruppe nicht wahrnehmen (Empathieschwäche). Interessenten haben meist weitreichende Argumente für die eigene Lage und die eigene Wertverwirklichung. Aber ob, wie, was die Gegenseite will, und was die Gegenseite ihrerseits an der jeweils anderen Seite nicht versteht, sieht man kaum – das liegt an der Wahrnehmungsschwäche für das Soziale:

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Man sieht nicht das Ziel und die handlungsmotivationalen Gegebenheiten der Gegeninteressenten – man stellt folglich die eigene Sozialität nicht hinreichend auf vorhandene harte Fakten und Sachverhalte ab, die die Gegenseite bewegen, die man selbst nicht sieht und deshalb gar nicht verstehen kann.

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Verheerend ist also im Konflikt der Interessenten ein irrelaufendes Zielsystem, in dem die Beteiligten weder die eigenen sozialen Bezüge zur Gegenseite erkennen, noch stimmen kann, was dadurch an Interaktionen und in den wirklichen Interdependenzen erzeugt wird. Worüber wiederum beide Seiten zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen müssen:

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Weil es an Verständnis für das Soziale allgemein und für das empirisch-konkrete fallspezifische, handlungsmotivationale Soziale weitgehend gebricht.

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Es hilft dann nicht, wenn man sich als Mitleider oder Solidaritätsengel oder als geduldiges Meierlein (Gottfried Keller) und Kompromissler gibt, wo es zunächst nur mal um die empirische Erfassung der opponierenden Interessenlage und die opponierenden konkreten Interessenten.

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Mich sprechen die fortlaufenden Tagesgeschehnisse immer auch in spezieller Weise an. So wie ein Friseur einen Blick für die Haare hat, der Optiker als Brillenverkäufer sofort sieht, ob er dir ein neues Brillengestell aufreden kann, oder ein Pastor einen neuen Kirchenbesucher sofort auf verwertungsbedenkliche Nebennutzen absucht, so treten mir die Menschengeschichten immer auch als soziologische Mutmaßlichkeiten entgegen, die ich mit soziologischer Erfahrung schnell durchbrause, um soziale Dimensionen von Geschehensprozesse erkennen bzw. verifzieren oder falsifizieren zu können.

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EURO-Überschuldungs-Sanierung ist erwiesen: Sie saniert nicht, sondern verschiebt zeitlich eine dramatische Über-Überschuldung in den Untergang:

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Wir EURO-Staatler hängen inzwischen alle an der chinesischen WELT-GLÄÜBIGER-Notenbank von Xi Jinping. Es wird krachen – allein weil der an China überschuldete Fed-Bank-Dollar weiter Luftdollar druckt und verbreitet, wie irre – kein Zweifel.

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Der Grieche Tsipras erklärt: Wir haben Reformen gemacht, wir haben Austerität erlitten, wir steigen staatlich und ökonomisch weiter ab, Griechenlands Schulden sind längst EURO-Gruppen-Schulden. Und der EURO-Staat Griechenland sind nicht die armen und reichen Griechen.

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Der Überschuldungs-Schäuble – Vormann der schwarzen Nullen – sagt: Griechenland muss Reformen machen, Griechenland muss die Rosskur akzeptieren, Griechenland kann gar nicht demokratisch selbstbestimmen, es sei denn, zu verhungern.

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Dietmar Moews meint: In der Neuen Zürcher Zeitung lese ich folgenden Leserbrief unter der RUBIK „ZUSCHRIFTEN VON LESERINNEN UND LESERN, NZZ, Seite 18, vom Samstag, 11. Juli 2015:

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Als vor 170 Jahren die Türken aus Griechenland abzogen, war das Land ohne Regierung, ohne Justiz, Polizei, Armee usw. Da schickte Deutschland den König Otto, der alles wieder ordentlich aufbaute. Als Griechenland schlecht im Fußball war, schickte Deutschland König Otto (Rehagel), und Griechenland wurde Europameister. Jetzt ist Griechenland hoch verschuldet, und jetzt soll der deutsche „Otto-Normalverbraucher“ helfen. Otto hilft immer.

Michael Peuser, Sao Paulo (Brasilien)“

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Wer immer noch weiterlügt, dass die Rosskur (in Irland und Portugal und Spanien geholfen habe) die Lage Griechenlands und die Not der pauperisierten Griechen abhelfen könne und helfen solle, mag zwar auf die Milliarden Schwarzgeld rechnen, die jetzt in Einkaufstüten und Behelfsschuldscheinen am Verhungern hindern werden.

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Doch können die Schwarzen Nullen nicht länger ihr Scheitern kaschieren:

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Der überschuldete griechische Staat und die in Geiselhaft lebenden griechischen Geiseln haben längst keine EU-Staatsbürgerschaft mehr, haben längst keine EU-Lebensstandards mehr.

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So sieht die heutige EURO-Wirklichkeit der Schwarzen Nullen, die die transnationalen Banker auf Kosten der Geiseln durchmästen, aus.

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Das ist bereits gescheitert. Ob jetzt noch ESM-Kautelen geschummelt werden, ob jetzt noch EFSM-EU-Gesamthaftung zur Überbrückung eingesetzt wird bzw. ob die britische Forderung der Aussetzung der EFSM-Haftung für den Fall, dass der ESM regelwidrig zur weiteren Überschuldungs-Finanzierung griechischer Staatsfinanzen eingesetzt wird:

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Dies Alles ist schrecklicher Unfug. Dies Alles basiert längst nicht mehr auf Einhaltung von REGELN – und OTTO hat mit den Regelbrüchen angefangen und OTTO will damit weiterhin mit dem Kopf durch die Wände.

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Am Schlimmsten finde ich, dass die deutschen Hitlerschlauen weiterhin den Schwarzen Nullen in der Großen Koalition die Mehrheit verschaffen. Das muss aufhören.

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Anfangen sollen unverzüglich informelle private Hilfsanstrengungen von einsichtigen Deutschen zur Hilfe für notleidende Griechen in Griechenland: Care-Pakete hinschicken, Medikamente hinschicken.

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Keine weiteren SCHWARZEN NULLEN als Überschuldungskatapult in Europa. Die Deutschen müssen es vormachen, wie gesundgespart wird:

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Otto sollte sich jetzt mal mit den eigenen Methoden selbst helfen. Dann wüchse Vertrauen oder ein notwendiger Lerneffekt käme der sozialen Wirklichkeit mal näher. Der deutsche Finanzstaat muss unverzüglich die deutsche Überschuldung abbauen, anstatt weiter aus EURO-Kredit-Wucher EU-binnenwirtschaftliche Vorteile abzuzocken.

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