KARL KRAUS‘ FACKEL vor 100 Jahren Nr. 521 Januar 1920, zwei

Januar 14, 2020

Lichtgeschwindigkeit 9918

am Mittwoch, 15. Januar 2020

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Etwas, wie DIE FACKEL von Karl Kraus, für Hannover zu machen, wie es 1979 AF Teschemacher riet, wurde zu einem der ersten Abonnements auf LEBENSZEIT in LOSER FOLGE.

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40 Jahre Lebenszeit seither – so steuert die LICHTGESCHWINDIGKEIT nunmehr seit über zehn Jahren und an die 10 000 Ausgaben in täglicher Abfolge ebenfalls an den selbstgestellten Anspruch heran, eine überparteiliche unpropagandistische CHRONIK über die Kraftspiele am Beginn des neuen Jahrhunderts zu zeugen- ab 2009, bis 2020, womit Karl Kraus auch da mitschwingt.

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So will ich hier zum Schluß dieser intensiven Tauch- und Oberflächen-Schwimmerei der gutmütig-blöden Menschheit noch einige Zitate aus der FACKEL bringen, die jetzt 100 Jahre alt sind

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KARL KRAUS DIE FACKEL – im Jahr 1920:

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Überwiegend zweiwöchentlich – von 1899 bis zu seinem Tod im Jahr 1936, wurde die Entwicklung der Zeitschrift Die Fackel eine Biographie ihres Herausgebers. Von Anfang an war Karl Kraus nicht nur der Herausgeber, sondern auch der Autor der meisten Beiträge (ab 1912 alleiniger Autor). Während die Fackel zu Beginn durchaus mit anderen Zeitschriften (wie etwa der Weltbühne) vergleichbar war … Die letzte Nummer, erschienen vier Monate vor seinem Tod, endet mit dem Wort Trottel.

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Karl Kraus wurde 1884 in Böhmen, Österreich-Ungarn, geboren, studierte die deutschsprachigen Literatur- und Theaterkünste sowie die einschlägige Publizistik. Er war einer der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhundert.

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DIE FACKEL Nr. 521 – 530 JANUAR 1920 XXI. JAHR, Seite 3. Das sind drei Texte mit kurzer Vorrede, die nebeneinander zu lesen sind, während ich sie hier hintereinander stelle;

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„Moriz und Max

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Das von der Republik geduldete, von der Wohnungskommission unangelastete geräumigste Schandhaus der ehemaligen Monarchie, die Neue Frei Presse, hat am 28. Dezember 1919 auf der ersten und der zehnten Seite ihres der offenen Prostitution gewidmeten Textteils – während die heimliche auf die billigere Vermittlung des Annonceenteils angeweisen bleibt – der europäischen Öffentlichkeit, die an dem Todesgrauen dieser Stadt fast wieder zu einem moralischen Bewußtsein gefunden hat, das folgende Schauspiel dargeboten:

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(linke Hälfte von Seite 3, 4 und 5)

Lord Curzon hat im Oberhause über die Notwendigkeit der hilfe für Wien gesprochen. Unglaublicher Luxus in den Oberklassen, Armut in der Mittelschichte, Hunger im Proletariat, so schildert er die Verhältnisse, die über örtliche Bedeutung hinaus die ganze menschheit beschäftigten. Der Gedanke läßt sie nicht ruhen, daß hier ein Volk in Elend verkümmert und vergeht. … Dieser uralte Mittelpunkt der politik und Kultur ist ein Problem geworden, an dem die Völker nicht werden vorübergehen können. Ein Schiff strandet oder ein Zug bleibt stecken und sofort entsteht die gefahr, daß selbst das verkürzte Stück Brot nicht verteilt werden kann. Wo der Kauf von ein Paar Schuhen unerschwinglich wird, für billigere Anzüge von Männern und Frauen so unzureichend gesorgt ist, Wäsche und Hausrat schon seit Jahren nicht ergänzt werden, der Winter in kalten Wohnungen zugebracht werden muß, auch die Küche oft nicht geheizt werden kann und die Wälder ausgerodet werden, damit die Armen wenigstens das nasse und so unausgiebige Holz in den Ofen steckten, wo solche Zustände sind, steht die Welt vor einer allgemeinen Pflicht. neben dem Mitleid muß die Politik eingreifen, weil keine Staatenordnung richtig sein kann, durch die Millionen ohne grundlegenden Beistand rettungslos werden müßten.

Die Mitglieder des Subkomitees der Reparationskommission in Wien haben das Verdienst, zu einem selbstsändigen Urteil über die verhältnisse in Österreich gekommen zu sein, keineswegs nach bloßem Augenschein, sondern durch viele Arbeit, durch sorgfältige Erhebungen und durch Heranziehung aller Persönlichkeiten, von denen sie hoffen durften, wertvolle Aufschlüsse zu erhalten. Sie wurden von ihren Regierungen nach Wien geschickt, um zu berichten. Aber von dem, was sie hier gesehen haben, bewegt, ist die Arbeit dieser ernsten Männer über den Bericht hinausgewachsen. … Lord Curzon sagte, das Grundübel wäre die außerordentliche Entwertung der österreichischen Krone; es sei kaum zu erwarten, daß Kohle aus der Czecho-Slowakai und Lebensmittel aus Jugoslawien reichlich nach Wien kommen, solange das Pfund Sterling mehr als fünfhundert Kronen gelte. …

… Wir dürfen hoffen, drei Monate ohne scharfe Nahrungskrise verbringen und das Leben des Hungers, gemildert durch fünfviertel Laib Brot und durch eine Spur von Fett, bis zur Schneeschmelze fortschleppen zu können.

… Lord Curzon hat erzählt, daß die Anträge des Subkommitees nicht bloß Kredite, sondern auch den Wiederaufbau wollen. Wir können die Verzehrung des Besitzstandes, die Verschwendung des Volksvermögens für den täglichen Betrieb und die unaufhörliche Zerrüttung des Geldes nicht mehr fortsetzen .. Wir sind nicht im Wiederaufbau, sondern im Niederreßen. –

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(rechte Hälfte von Seite 3, 4 und 5)

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„Wien wird jetzt ach den großen Umwälzungen mehr denn je darauf bedacht sein müssen, aus dem Fremdenverkehr Kapital zu schlagen. Führungen durch die kunst- und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, Ausflüge in die Umgebung bilden ein reiches Programm des Tages. Der Abned des Fremden gehört aber, meistens wenigstens, den Vergnügungslokalen, Die stereotype Frage: „Was machen wir heute abend?“ will täglich anders beantwortet werden. je besser sich der Fremde unterhält, je wohler er sich bei uns fühlt, desto leichter unser Erwerb zur Bestreitung der dringendsten Lebensnotwendigkeiten. Wir haben jetzt viele Fremde bei uns zu Gast, darunter viele, die zu uns gekommen sind, um unsere Not zu lindern. Am Tage wollen sie unserem traurigen Dasein zu Hilfe kommen, am Abend suchen sie ihren Zeitvertreib. Je mehr wir ihnen bieten können, desto größer die Propaganda, die sie nach ihrer Heimkehr für das Wien der künftigen, sorgloseren Tage machen werden.

Wir haben in diesem Jahre manch neues Vergnügungslokal erhalten. Zum schönsten zählt wohl unstreitig eines, das am 30. Dezember seine Tore öffnen wird. Es ist dies das Etablissement „Parisien“, das im Ronacher-Gebäude in der Schellinggasse völlig neu eingerichtet wurde und das Vornehmste bedeutet, das bisher in Wien auf diesem Gebiete geschaffen wurde. Geschickte, auf wohltuenden Geschmack und reizvolles Raffinement in gleicher Weise bedachte Raumkünstler .. haben hier viele glückliche Einfälle in Raumverteilung und Raumausstattung verwertet, um für Bar und Tanzsaal eine zweckdienliche und zugleich wirksame Lösung zu finden. Ein großes Vestibül, das in Grün und Gold diskret getont ist, führt den Gast in das Etablissement ein. Zur Ebenerde ist die Bar eingerichtet, ein überaus freundlich in Gold gehaltener Raum, der Gemütlichkeit aufkommen läßt und in zart lilafarbenen Nebenräumen die Möglichkeit für die Absonderung geschlossener Gesellschaften bietet. Aus dem Vestibül führt ein breiter Stiegenaufgang in Weiß und Rot zum Clou des ganzen, zum Tanzsaal. Die Steigerung des Farbenwirkung ist gut durchdacht. …

Vom dunkler gehaltenen Vestibül über den heller getönten Stiegenaufgabg kommt man in den in den hellsten Farben, Weiß, Orange und Rot, getauchten Tanzsaal. Bauherr des Etablissements ist Ronacher Ges. m. b. H., die in „Max“ eínen trefflichen Direktor und Leiter gefunden hat. Welchen Ehrgeiz dieser bei der Führung des Etablissments aufwendet, beweist wohl am besten die Tatsache, daß er es verstanden .. Ein schönes Heim – –

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(der dritte Text, Seite 5 + 6)

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„Max“ – der mit schelmischen Gänsefüßchen Begrüßte – ist kein Erzherzog, wohl aber einer der bedeutendsten Nachtkaffeekellner der franzjosefinischen Epochem die noch die Genugtuung erleben konnten ihn als Geschäftsführer walten zu sehen. Es ist gewiß erfreulich, daß er, ohne doch einer Restauration in irgendeiner Form abgeneigt zu sein, seine Dienste der Republik zur Verfügung gestellt hat. Wer Moriz ist, weiß man. Für welche Dienste er sein Lebtag Trinkgelder gekriegt hat, weiß man auch. Ob die Entente, die am Abend das „Parisien“ besuchen will, am Tage unserem wirklich traurigen Dasein zu Hilfe kommt, wenn sie sich dazu des Moriz bedient, weiß man allerdings nicht. Ob sie gut tut, statt seine Auslieferung zu verlangen, sich von ihm informieren zu lassen und dafür wieder ihn zu informieren, weiß man allerdings nicht. Man weiß nur, daß er unter jenen Persönlichkeiten, von welchen die Mitglieder des Subkomitees hoffen durften, wertvolle Aufschlüsse zu erhalten, hauptsächlich sich meint und daß die Fremden anstatt mit ihm deutsch zu sprechen, mit ihm englisch gesprochen haben. den wertvollsten Aufschluß haben sie erst jetzt erhalten. Mögen sie darnach noch weiter drauf erpicht sein, einen Menschen über die Schwelle ihrer Autorität zu lassen, der abgesehen davon, daß er den Fischen und Seetieren der Adria einen fröhlichen Leichenschmaus gewünscht hat, von einem Nachtlokal Trinkgeld nimmt, der der Zutreiber des Blutbordells war und nun die vollendete Schamlosigkeit hat, unsere Not als die Prostituierte des Luxus zu verhöhnen, aus dem Jammer einer Stadt die Gelegenheit für den Amüsierbedarf von Fremden zu machen und den Wiederaufbau eines schönen Schieberheims in welthistorischer Perspektive zum erhöhten Zeilentarif zu verherrlichen. Mag die Welt wie sie will mit einem öffentlichen Manne verfahren, der an einem Tag zugleich an die beiden Gefühle, die unsere Tragödie erweckt, so lebhaft appelliert hat: an das Mitleid und an die Verachtung; wenn sie die leidenden Personen der Handlung, die verblutenden, nur nicht am Mitleid verkürzt, anstatt den tätigen, den Leichenräubern und ihrer Publizistik, nunmehr Gelegenheit, zu einem selbständigen Urteil über die Verhältnisse in Österreich zu gelangen, wo Raubmenschen sich für 6000 Kronen in der Silvesterlage eines „Parisien“ ausstellen lassen anstatt das ganze Jahr am Schandpfahl zu stehen, und wo die Unterernährtheit den übrigen Teil der Bevölkerung hindert, bei solchem Fest alles kurz und klein zu schlagen; wo Hyänen als Volkswirte die Verschwendung des Volksvermögens für den täglichen Betrieb beklagen und als Inseratenagenten für den nächtlichen fördern; wo Schubiaks der Todesnot spotten dürfen, für die sich in einer Bar die zweckdienliche und zugleich wirksame Lösung finden läßt, wo die Menschheit je nach ihren Verhältnissen in Friedhöfe oder die Wurzlokale animiert wird, und nichts im Preis gesunken ist als die Ehre! Mag nun die Welt wie sie will berichten und urteilen; sich zu dem Problem dieses uralten Mittelpunkts der Kultur so oder so stellen. Ich erkläre jeden, Inländer und Ausländer, der durch zwanzig Jahre noch nicht genügende Aufklärung empfangen, wohl aber das hier gelesen hat und nach Eröffnung des „Parisien“ noch Stammgast der Neuen Freien Presse bleibt, also alle jene, die nicht durch die grausame Notwendigkeit einer redaktionellen Anstellung, sondern aus Mutwillen ihr ihren Namen zur Verfügung stellen, Staatsmänner, Professoren, Schriftsteller, für ehrlos und zwar in solchem Maß, daß selbst die Neue Freie Presse – von dem andern Nachtlokal gar nicht zu reden – Anstand nehmen müßte, ihren Besuch zu empfangen!“

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Dietmar Moews meint: Wie relativ bedenklich das Leben ist und wie besorgt man gegenüber den 20er Jahren von damals sein sollte?

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Was soll man raten oder wünschen – während die Leute machen, wie sie eben machen?

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Man kann DIE FACKEL als Reprint erwerben und darin studieren, welch tiefes Engagement im sozialen Geist möglich ist, ohne noch vor die Haustür gehen zu müssen. Wer einen guten Internetzanschluss hat, kann die Welt erobern. VIEL SPASS.

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Günter Kunert der besondere Schriftsteller wurde 90

März 6, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8994

am Donnerstag, den 7. März 2019

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Günter Kunert wurde am 6. März 1929 in der Berliner Chausseestraße 29 geboren.

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Er hat nun sein neunzigstes Lebensjahr vollendet.

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GÜNTER KUNERT ist ein begabter Dichter, ein Sprachkünstler mit großer sprachlicher und malerischer Begabung – was mal am Anfang der DDR personalpolitisch möglich war, drückt sich in den Machenschaften und Schachzügen von JOHANNES R. BECHER aus. Becher, der spätere DDR-Kulturminister, förderte Kunert.

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„Nach dem Besuch der Volksschule war es Günter Kunert auf Grund der nationalsozialistischen Rassengesetzen (seine Mutter war Jüdin) nicht möglich, eine höhere Schule zu besuchen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges studierte er in Ost-Berlin fünf Semester Grafik, brach sein Studium dann jedoch ab. 1948 trat er der SED bei. Er lernte Bertold Brecht und Johannes R. Becher kennen….“ (Wikipedia)

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Während Kunert im Rückblick schlicht von einer „staatlich verpfuschten Kindheit“ sprach.

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1950 erscheint sein Erstling – „Wegschilder und Mauerinschriften“. Kunert hat in seinen Erinnerungen „Erwachsenenspiele“ berichtet, wie er zum Schreiben gekommen ist:

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„Kurze Zeilen setze ich untereinander. Dem optischen Eindruck nach sähe so etwa ein Gedicht aus. Ist das ein Gedicht? Bald fiel Kunert bei der SED unter Verdacht intellektueller Dissidenz. Kunert hatte mit aphoristisch zugespitzten Gedichten begonnen. Etwa zur gleichen Zeit wie Erich Fried publizierte er „Warngedichte“. Er warnte vor einer Verdunklung der Vernunft, an die er auch dann noch glauben wollte, als er zunehmend Schwierigkeiten mit den Genossen bekam:

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„Melde, Mensch, immer melde. Ein Volk von verhinderten und nicht verhinderten Polizisten, das sind wir und sind wir schon immer gewesen. Heil uns.“

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Sarkastischer und selbstironisierender Ton, der noch die Klage über die rasante Beschleunigung der Lebenszyklen, rückt ihn in eine Nachfolge Heinrich Heines. Über hundert hochinteressante meisterliche Essays und Novellen, auch Reise- und Gedichtbände – Wolfgang Scheller im Kölner Stadt-Anzeige nennt Kunert Zeitdiagnostiker und antiutopistischer Kulturkritiker“.

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Nach dem Biermann-Rausschmiss 1976 war auch für Kunert kein Platz mehr in der DDR. 1979 verabschiedete er sich sang- und klanglos und siedelte in die Bundesrepublik über, nach Schleswig-Holstein, ganz in die Provinz.

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In einem seiner jüngsten Bücher, „Ohne Umkehr“, fragt er sich selbst: „Warum schreiben Sie das alles, Herr Kunert? Auf Sie hört doch keiner.“ Antwort: Es gilt, das Denken in Bewegung zu halten, geistigen Stillstand zu vermeiden, um in der Auseinandersetzung mit der unsichtbaren Allgemeinheit, von der man nur die erste Silbe tilgen muss, ihren wahren Charakter zu entdecken.“

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Kunert bezeichnet sich selbst als ein Melancholiker. Melancholiker sind zugleich auch wahnsinnig heitere Menschen. Das ist so. Trauerklöße sind auch heiter, lustig und clownesk, das gehört zusammen.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger, S. 20 gratulierte am 6. März 2019 mit Wolf Scheller:

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„Heiterer Melancholiker. Der Schriftsteller Günter Kunert wird an diesem Mittwoch 90 Jahre alt – Moralist und Aufklärer“

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DIE WeLT, S. 28 gratulierte am 2. März 2019 mit Tilmann Krause:

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„“Ich bin ein entheimateter Mensch“. Er entkam den Nazis und floh aus der DDR. Günter Kunert, der große Unsentimentale der deutschen Nachkriegsliteratur, wird neunzig. Ein Besuch“.

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Süddeutsche Zeitung S. 12 gratulierte am 6. März 2019 mit Helmut Böttiger:

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„Die Stasi kennt Montaigne nicht. Günter Kunert neunzig – erst jetzt erscheint sein in den Siebzigerjahren geschriebener satirischer DDR-Roman „Die zweite Frau“ „

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Frankfurter Allgemeine Zeitung S. 10 gratulierte am 6. März 2019 mit Kurt Drawert:

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„Lob dem Aufklärer. Dieser Schriftsteller ist sein eigenes Projekt, als großer Dichter und unbestechlicher Zeitdiagnostiker: Zum neunzigsten Geburtstag von Günter Kunert.

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Dietmar Moews meint: Ich schätze alles, was ich von Günter Kunert gesehen habe. Er ist ein äußerst sensibler und treffsicherer Zeichner und Maler. Seine Worte bringen auskomponierte Aussagen, die einem hochstehenden heutigen Menschsein gerecht werden. Da gibt es auch zu lernen.

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Kunert ist einer der bedeutendsten heutigen deutschen Dichter. Seine Werke sind fein und ganz fein moralisch – genau, was heute immer weiter wegbeschleunigt wird. Ich kann mir kein Gespräch mit Kunert vorstellen, in dem er nicht verstünde (so lange ein menschlicher Kern darin ist).

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Beste Gesundheit und „spielt dann mit den Scherben“ – so wünsche ich Günter Kunert anlässlich seines neunzigsten Jahrestages, weiter aufzusteigen.

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P.S. Welch ein Skandal, dass der deutsche Staat Millionen für die Vogelscheuche der Verpitbullung unserer Tage – BRECHT – ausgibt, anstatt die herausragende Qualität des Künstlers Günter Kunert zu verwenden. Zwischen Chausseestraße 29 und 125 liegen doch nur wenige Meter.

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Ingo Insterburg 1934 – 2018 Kurznachruf

Oktober 29, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8626

am Dienstag, 30. Oktober 2018.

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Ingo Insterburg, eigentlich Ingo Wetzker wurde am 6. April 1934 in Insterburg, Ostpreußen, geboren und ist jetzt 84-jährig, nach längerem Krebsleiden, am 27. Oktober in einem Berliner Hospiz gestorben. Insterburg hatte einen Sohn aus einer früheren Ehe.

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Insterburg war ein deutscher Musik-Kabarettist, Komiker, Sänger, Multiinstrumentalist, Schriftsteller, Schauspieler, Komponist, Maler, Zeichner und Bastler.

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Der gebürtige Ostpreuße wuchs in Bernburg (Saale) auf, das ab 1945 zur SBZ und ab 1949 zur DDR gehörte. An der Oberschule Bernburg erwarb er das Abitur, danach zog er 1953 nach West-Berlin und studierte dort von 1954 bis 1959 Kunstpädagogik an der Hochschule für Bildende Künste. 1959 begleitete er Klaus Kinski als Guitar-Ingo bei dessen Brechtballaden und spielte als Solo-Gitarrist die EP Guitar-Ingo ein. Zusammen mit Karl Dall, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht gründete er 1967 die Komikergruppe Insterburg & Co., die in dieser Zusammensetzung bis 1979 bestand. Zu seinen bekanntesten Liedern dieser Zeit gehört Ich liebte ein Mädchen, in dem Insterburg meist wenig ergiebige Liebesversuche in verschiedenen Stadtteilen Berlins, in deutschen Städten und dann in Staaten und Regionen der Erde besingt, bis diese ihn schließlich auf den Mars führen. Bis 1993 tourte er mit verschiedenen Besetzungen unter dem alten Bandnamen. 1994 löste Insterburg die Gruppe auf; fortan trat er als Solist auf. Ab 2012 bildete er mit Lothar „Black“ Lechleiter das Duo „Insterburg & Black“. Insterburg spielte in vier Kinofilmen mit und verfasste mehrere Bücher. Er baute viele seiner Instrumente selber. Dazu zählen zahlreiche eigene, oft skurrile Erfindungen, etwa Instrumente aus Küchengeräten wie ein Saxophon aus einem Abwasserschlauch.

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Bemerkenswert ist, dass die musikgeschichtliche Vielfalt von Insterburg & Co. freizügig und eigenwillig zitiert und aufgegriffen wurde, bis auf die Beatmusik und den Song- und Melodiereichtum der 1960er und 1970er Jahre, die als Musikquelle vollkommen unberührt blieben.

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Bis zu seinem 70. Lebensjahr war er passionierter Marathonläufer und Ehrenmitglied im Vegetarierbund Deutschland.

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Insterburg lebte in Berlin-Neukölln, Rosengarten

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Dietmar Moews meint: Ich fand mein Leben mit dieser „Insterburger“ Kunst wunderbar und werde das auch weiter tun. So kommt dem Verstorbenen Ingo Insterburg meine Trauer und wertschätzende Erinnerung zu.

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Etwa um die Jahre 1970 waren Insterburg & Co eine wirklich prominente und sehr populäre Künstlergruppe. Die Szenerie meines damaligen Lebens war auch von viel Sangespartys in Parks oder wo man sich außerhalb der Stammkneipen traf, geprägt. Wirklich alle kannten die Lieder der Insterburg & Co., die mitgesungen wurden …“ Die Kaulquappen im Ententeich …“ und „Sie fuhr von Sulzach nach Bad Kösen und bei Schulpforta an der Bahn tat sie ihr Haupt auf Schienen legen, bis dass der Zug aus Naumburg kam … da rief sie Heimat süße Heimat, wann werden wir uns wiedersehn? …“ Neben all den Beatles und Stonessongs klampfte ich all die Insterburg-Lieder auf der Wandergitarre dazu – es war immer zugleich ein Gitarrenkurs für Anfänger (Gitarre mitschleppen war gar nicht mein Ding – aber es hatte immer jemand was Einfaches dabei). Etwa im Jahr 1970 habe ich ein Konzert aus einer Originaltournee von Insterburg & Co., in der Tonhalle Minden (wo ich selbst auch mal Beatmusik gespielt hatte), besuchen können. Die Vier, Ehlebracht, Karl Dall, Jürgen Bartz und Ingo Insterburg waren brillant, perfekt in den Auftritten und Anschlüssen wie auch bei Improvisationen. Ihre musikantischen Fähigkeiten, auch auf anspruchsvollen Instrumenten, wie Violine oder Liechtensteiner Marschbecken, waren hörenswert und delikat. Ihre gute Laune war tragfähig und fand das Publikum jubelnd. Es kostete auch schon die damalige obere Eintritts-Schallgrenze für „Konzert mit Sitzplätzen“ etwa 20 Mark.

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Es war stets witzig, die Unterschiede zwischen Küchenliedern (Küchenlatein) und Kirchenlieder zu erkennen: „Otto Darmstadt ging im Wald spaziern, im 18ten Jahrhundert …Natur Natur – immer lockt uns nur die Stimme der Natur“.

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„Seh‘ ich einen Leichenwagen

eine Leich‘ zum Kirchhof fahren,

sag‘ ich mir, das muss es geben,

alle Leute wollen leben.“

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Und dazu drei Strophen vom „Alphornlied“ mit Karl Dall an den Ballhupen.

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Siegfried Lenz 1926 – 2014 Kurznachruf

Oktober 7, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4969

am Dienstag, 7. Oktober 2014

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Der norddeutsche Schriftsteller Siegfried Lenz ist 88-jährig heute in Hamburg gestorben – so wurde es gemeldet.

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Mit seinen liebevollen Novellen „So zärtlich war Suleyken“, Nachrufe einer vergangenen Zeit, die einer Heimatliebe und einer sinnlichen Sozialität entsprangen, wurde Siegfried Lenz wertvoller Bestand der Personnage der Weltliteratur.

Siegfried Lenz war weitbeachteter vielgelesener Romanschriftsteller von 25 Romanen, gerade noch Weltkriegsgeneration, gebürtig in Masuren / Ostpreußen, lebte nach Flucht und Vertreibung in Norddeutschland, zuletzt in Hamburg.

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Mit diesen Kriegsgenerationen war die Erlebniswelt, die Reizhöhe von Siegfried Lenz‘ Themen und Schreibkunst umrissen. Mit „Deutschstunde“ verfasste er eine gemeinschaftliche Anknüpfung, die auch die ganze Kleingeistigkeit und kleinbürgerliche Hitlerschlauheit seiner Leser der Nachkriegs- und Aufbauzeit ansprach.

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Dafür wurde Lenz prominent publiziert und vermarktet und erhielt zahlreiche hohe Literatur-Preise.

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Lenzens sozialdemokratische Modernität hat nie den postmodernen Wendepunkt erreicht, wenngleich die politischen Anlässe und Wertkämpfe an den deutschen Universitäten und in der Alternativbewegung der 1970er Jahre auch bei Siegfried Lenz Spuren hinterließen. Dafür liegen kleinere Romane vor, in denen Individualität und Weltgeworfenheit, Besinnlichkeit und Sinnlichkeit, bishin zur Langsamkeit, durchaus auch als Orientierungs-Beiträge der überdrehenden Entwicklungen verstanden werden sollten.

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Dietmar Moews meint: Wohlverstanden war Siegfried Lenz ein Akteur der Neuen Sinnlichkeit und sein Werk als Schriftsteller verleiht ihm so gesehen den Ehrentitel „Dichter und Denker“ von Suleyken auf der Poggenwiese.

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GEORG STEFAN TROLLER erhielt den SCHILLERPREIS 2014

Mai 15, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4413

am 15. Mai 2014

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Der deutsch-jüdisch-französische Fernsehliterat Georg Stefan Troller (geb. 1922 in Wien) erhielt den Schillerpreis der Stadt Mannheim.

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Bild

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Troller wurde in der Zeit nach 1945 (Nachkriegszeit) vor allem durch seine Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bundesweit bekannt.

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http://www.youtube.com/watch?v=lXNLyJgF1fQ

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Georg Stefan Troller hatte einen eigenen Ansatz für einen Interview-Leitfaden, wie er sowohl subjektiv einfühlsam wie tiefgehend kulturell wie kritisch seine Interviewpartner ansprach. Er verfügte über eine bedeutende Wissens- und Urteilshöhe, die ihm ermöglichte sowohl die Farbe im Alltäglichen in seinen Filmen einzufangen, wie auch extreme Geistesgrößen zu Bekenntnissen zu bringen, die kein anderer herausholte (ich denke an den steinalten weißhaarigen amerikanischen Literaten Ezra Pound in seinem Pariser Innenhof). Mit dieser Qualität im ARD / ZDF -Archiv steht Troller als herausragendes Beispiel für alle Journalisten, denen eine vielfältige geduldige Moderne als taugliches Mittel scheint, auf den menschlichen Wandel zu vertrauen, statt nur mir Redundanz und Stereotypen Quote zu machen. Ein solches Troller-Fernsehinterview ist stets ein großes intelligentes Erlebnis.

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Der mehrfache Grimme-Preisträger drehte knapp 150 Dokumentarfilme und führte über 2000 Interviews.

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Troller, der als Jude von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten bedroht war, war 1938 über Umwege nach Amerika geflohen. Seit 1949 lebte er in Paris.

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Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) überreichte den Preis und das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro im Mannheimer Nationaltheater und bezeichnete den Preisträger Troller als Vorbild für ganze Journalistengenerationen.

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Der Schillerpreis wird von der Stadt Mannheim seit 1954 vergeben. Der Preis soll an das Wirken Friedrich Schillers in Mannheim und seine Verbindung mit dem dortigen Nationaltheater anknüpfen. Er wurde anlässlich des 175. Theaterjubiläums des Nationaltheaters gestiftet und ehrt Persönlichkeiten, die „durch ihr Schaffen zur kulturellen Entwicklung in hervorragender Weise beigetragen haben“ (Satzung). Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

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Dietmar Moews meint: Georg Stefan Troller zählt für mich zu meinen persönlichen eminenten Heroen – den ich noch mit einer Polizeizeichnung verewigen werde.

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Lichtgeschwindigkeit 175

Januar 27, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 175

PIRATEN ERINNERN&VERGESSEN 1

Dietmar Moews‘ täglicher Kommentar der Medienlage von

dem Künstlergelehrten der Piratenpartei Deutschland,

aus Sicht der Piratenbewegung, am Mittwoch, 27. Januar 2010,

aus dem Alphons-Silbermann-Zentrum,

Berlin-Pankow Niederschönhausen in Lichtgeschwindigkeit,

die Ansprache von Professor Dr. Alphons Silbermann (1909-2000),

am 27. Januar 1999, gehalten vor dem Saar-Landtag in Saarbrücken,

anlässlich der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Auschwitz,

in: NEUE SINNLICHKEIT 37, Blätter für unentgeltliche, gültige

und verlässliche Jahrhundertabrechung nach Zulassung,

Selbstbehauptung und Milde, Dresden Dezember 1999.

Piratenthema hier: ERINNERN UND VERGESSEN:

Kein steinernes Gedenken. Wie erinnern an Auschwitz?

Ansprache des Soziologen Alphons Silbermann am

27. Januar 1999 im Saar-Landtag. Der international geschätzte

Soziologe und Schriftsteller, Prof. Dr. Alphons Silbermann sprach

m Landtag des Saarlandes in der gedenkveranstaltung zur

Befreiung des KZ Auschwitz. Silbermann, vor den Nazis

nach Australien geflohen, arbeitete seinerzeit an dem Buch „

Auschwitz: Nie davon gehört“. Er stützte sich dabei auf eine

soziologische Studie zum Wissen über NS-Verbrechen

„Was bedeutet Auschwitz heute“. Silbermann ist einer der

Hauptautoren zum Thema „Antisemitismus“, und Judentum

sowie„Vorurteile“, Stereotypien“.

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews,

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin,


Lichtgeschwindigkeit 175

Januar 27, 2010