Claus Weselsky demokratischer Einzelgewerkschaftskampf

Juli 1, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5704

vom Mittwoch, 1. Juli 2015

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Am 1. Juli 2015 verkündeten die Schlichter – der Brandenburger Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) einen Kompromiss-Abschluss der Bahn-Gewerkschaften-Streitparteien mit den Eisenbahnunternehmen:

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EINS Es gilt fort an das praktisch anerkannte Recht der Einzelgewerkschaft eigene politische Forderungen unabhängig von anderen, insbesondere von anderen mitgliederstärkeren Lokführergewerkschaften im DGB, aushandeln zu dürfen.

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Das hatten die deutsche Bahn AG und der große Deutsche Industriegewerkschaftbund durch seine Eisenbahngewerkschaft EVG zu verhindern gesucht, um die eigene Exklusivposition und die gewerkschaftliche Meinungsführerschaft den eigenen Mitgliedern vorführen zu können.

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ZWEI Es gibt eine verbesserte Überstundenvergütung. Außerdem in absehbarer Zeit eine verminderte neue Arbeitszeit für Lokführer von 38-Wochenstunden. (Quelle: DLF-Nachrichten am 1. Juli 2015)

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Dietmar Moews meint: Jetzt hat sich dieser überflüssige DGB-Kropf selbst vorgeführt – es gibt spezielle Berufsfelder, die Sonderinteressen haben – und es gibt auch Interessensvertretungsbedarf für diese kleinen Gruppen, nicht nur von einer großen Gewerkschaft EVG klientelisiert und unterworfen bzw. angepasst und mundtot gemacht zu werden.

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Für die kleine Einzelgewerkschaft GDL war inzwischen monatelang ein mutiger intelligenter Führer im Verhandlungskampf aufgetreten:

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Der Sachse Claus Weselsky, ein deutscher Lokführer und Gewerkschaftsfunktionär. Seit dem 6. Mai 2008 ist er Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, der seither ununterbrochen von den staatlichen Redakteuren vorgeführt wurde. Weselsky wurde laufend mit unzufriedenen Bahnbenutzern in den Massenmedien konfrontiert, deren Bahnfahrpläne durch die zahlreichen wochenlangen Streiks zerstört worden waren, mit dümmlich arroganten Deutsche Bahn-Chefs, wie Rüdiger Grube und Ulrich Weber und in Sonderheit, der Konkurrent von Weselsky, Alexander Kirchner, derjenige deutscher Eisenbahngewerkschafter, seit 30. November 2010 ist er Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und gleichzeitig, weiterhin ist er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn.

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Was müssen das alles für brutal unsensible Bolschewisten sein, die öffentlich so respektlos miteinander umgehen können?

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Heute hat sich nun Claus Weselky bei den Bahnkunden für die langmütige Geduld bedankt, die diversen Kampfphasen des Streiks durchgehalten zu haben. Ebenfalls mussten die GDL-Lokführer in ihren privaten Lebenssphären selbst alle möglichen persönlichen Angriffe und Herabwürdigungen aushalten. Auch ihnen hat Weselky für den Zusammenhalt gedankt.

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Es ist ein Erfolg für die GDL durch diesen Arbeitskampf in dieser kleinen Schlüsselfunktion der benachteiligten GDL-Lokführer das heutige Vermittlungsergebnis in Form verbesserter Tarifverträge für alle herausgeholt zu haben – auch für die EVG.

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Claus Weselsky hat sich für die Geduld ausdrücklich bedankt. Es wurde hier heute ein Beweis erbracht, dass Einzelinteressen – auch im Sinne von Minderheitenschutz – gewerkschaftlich ausgekämpft werden kann:

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Wenn ein kluger mutiger Claus Weselsky die GDL-Führung ausübt

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Wenn der Lok-Gewerkschafter nicht korrupt ist oder gar gleichzeitig im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG sitzt und von dort bezahlt wird.

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Wenn anständig informiert wird, so dass die Bahnkunden selbst beurteilen können, wer lügt und wer redliche Vorstellungen vorträgt:

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Hier waren CDU und Frau Dr. Merkel nur auf der antidemokratischen Seite der Bahn AG aktiv – sie haben diesen Erfolhg versucht zu verhindern, genau wie die Genossen den Bosse (wer hat uns verraten?). Es ist ein Schande.

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Auch wenn die Bahn ein staatlicher Laden voller höchstbezahlter Dienstklassen-Personnage ist, konnten die staatlichen Medien – wie ARD, ZDF, DLF, und die 17 Landesrundfunk- und Fernsehanstalten wie WDR, NDR, RBB usw. nicht verhindern, dass die Bahnkunden und Weselsky die Solidaritätslinie halten konnten.

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Es ist eine symbolische Niederlage der machtgierigen Dienstklassen-Manager der Bahn-AG und der verklüngelten EVG Einsenbahn und – Verkehrs-Gewerkschaft. Sie haben in diesem Fall nicht geschafft, alle abhängigen Deutschen unter ihrer Käseglocke zu faschisieren und zu klientelisieren:

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Der Schwanz hat mal mit dem Hund gewackelt.

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Ein Beweis, dass die Struktur Demokratie funktionieren kann – aber nur, wenn das Personal intelligenter ist als die Dienstklassen-Abzocker.

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Durch minderwertiges moralischen Verhalten kann jede demokratische Struktur zur höllischen Funktion umgefickt werden.

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Es muss Claus Weselsky, Bodo Ramelow und Matthias Platzeck ein großes Lob und der symbolische Dank ausgesprochen werden.

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Die optionale Drohnentechnik liegt in Händen der Aktiengesellschaft der Profiteure – sie werden sich diese demokratischen Lokführer bald vom Hals schaffen. Das steht für mich fest.

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Dann sitzt vorne im „Triebkopf“ des Zuges symbolisch ein Animateur vom Robinson-Club, macht Selfies, die er an Mitreisende mailt und verbreitet gute Laune:

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Heute wurde erneut Internetzzugang für die Bahn versprochen.

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NAZI VERGLEICH DEUTSCHLANDFUNK ODER HEINER GEISSLER

August 7, 2011

Lichtgeschwindigkeit NAZI VERGLEICH DEUTSCHLANDFUNK ODER HEINER GEISSLER. am Dienstag, 2. August 2011 Dietmar Moews zur Lage – live und ungeschnitten – im Alphons Silbermann Zentrum in Berlin-Pankow
Plot:, Über das Mittel einer inquisitorischen Dummheit im DLF-INTERVIEW des „Auschwitz-Demagogen“ des DLF Armbruster, kommen wir zu einer Kritik der Kritik, die die Öffentlichkeit überfordert. Man haut den Sack und meint den Esel, häuft aber lediglich zusätzliche Verstimmung und Zersetzung in der öffentlichen Beteiligung an wichtigen politischen Vorgängen.
Dietmar Moews meint: Hier wird demagogisches Anschlusspotential in der öffentlichen Wahrnehmungsökonomie missbraucht: Statt Stuttgart 21-Vermittlung weicht man auf das Lieblingsthema der Demagogen „Nazivergleich“ hin. Als habe Geissler die Grundsatzdiskussion über „Nazi-Zitate“ anregen wollen.
Dradio.de mit DLF am Dienstag 2. August 2011, Deutschlandfunk ab 18 Uhr 10:
Süddeutsche Zeitung Seite 11, Dienstag 2. August schreibt Stephan Speicher: „Der Lautsprecher ruft, und alle sitzen auf den Ohren. „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Heiner Geißler zitiert Goebbels, meint aber nur einen Bahnhof, und keiner regt sich auf.,..“
Süddeutsche Zeitung Seite 6 am Dienstag, 2. August 2011: „Doppelte Prüfung. Kombilösung verzögert Stuttgart 21 um zehn Jahre.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung Seite 4 „Grün-Rot will Geißlers Kompromissvorschlag prüfen“
Dietmar Moews meint: Die SZ referiert nur nicht den Alternativvorschlag, den Geißler vorgelegt hat. Die FAZ referiert die Positionierungen der Teilnehmer, nicht jedoch den neuen Alternativvorschlag.
Es ist das sprachmoralische Gebot aller Gesprächsteilnehmer und Grundrecht eines jeden Sprechers, dass verstanden wird, was er meint und nicht, was er sagt oder was man ihm daraus drehen möchte.
GEISSLER sagte: „Heikle Irritationen erfordert Einfühlungsvermögen und nicht demagogische Kampftechnik“. Gerade diese Kompetenz ließ der DLF-Moderator Tobias Armbruster vermissen. Armbruster führte das Live-Radio-Interview im DLF in unüblicher grober Weise, unterbrach den Telefon-Interviewpartner Geissler und sistierte wiederholt auf seiner „Naziunterstellung“. Geisslers Einlassungen in diesem Interview erlauben nicht geringsten Zweifel, dass es um Moderation und Vermittlung statt Konfrontation der Stuttgart21-Parteien und keinesfalls um Geissler selbst oder abwegige Diskussionen geht. Es ist eine Dummheit und Unverschämtheit des Redakteurs, Armbruster, zu behaupten, „viele DLF-Hörer“ seien an dieser Inquisition statt am Thema Vermittlung Stuttgart 21 interessiert“.
Das DLF-Interview sollte auf das angebliche Goebbels-Zitat hin geführt werden. Geissler hatte im Zusammenhang seiner Schlichtungsmoderation am vergangenen Freitag in Stuttgart geagt: „… Es gehe um die Frage: „Wollt ihr den totalen Krieg, das können wir auch machen, oder versuchen wir, als vernünftige Menschen einen vernünftigen Mittelweg zu finden.“
Dietmar Moews meint: Ich sehe hierzu vier Hauptpunkte der kritischen Einordnung:
Der Schlichter Geissler ist seit einiger Zeit in seiner Rolle überfordert, die betrügerische BAHN AG zu integrieren. Allerdings ist an das Eingangsbekenntnis Geisslers zu erinnern: Geissler meint: „Egal, was geschlichtet wird: Die Bahn AG baut den Bahnhof Stuttgart wie es die rechtsgültigen Genehmigungen erlauben.“
Der letztlich entwickelte Bahnhofs-Alternativvorschlag nach dem schweizer Vorbild in Zürich, überirdisch und unterirdisch zu bauen, dient Geissler dazu Zeit zu gewinnen, damit aus den Verhandlungen nicht Gewalt wird. Und damit hat Geissler die Wahrheit seiner eigenen ehrlichen Vorstellung von der Konfliktsituation und der Konfliktperspektive ausgedrückt: „Wollt ihr den totalen Krieg“ – Geissler will warnen, dass hier Unversöhnlichkeit bestimmend ist.
Im Deutschlandfunk wunderte sich der frühere CDU-Generalsekretär Geissler nun darüber, dass man sich über sein Zitat aufregen könnte.
„Wenn Leute sich wegen etwas Unsinnigem empören, kann ich sie nicht daran hindern.“ Stattdessen sollten sie lieber die prekäre Lage in Stuttgart zur Kenntnis nehmen. Dort herrsche schon seit geraumer Zeit „totaler Krieg“. „Es hat über 100 Verletzte gegeben, ein Mensch ist total blind geworden bei dieser Auseinandersetzung“, sagte Geißler mit Blick auf die schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei am 30. September 2010 im Stuttgarter Schlossgarten.
Der 81-Jährige forderte die Konfliktparteien erneut auf, über seinen Kompromissvorschlag mit einer Kombilösung aus Kopf- und Tiefbahnhof nachzudenken. „Man kann doch nicht dauernd in Entweder-oder-Kategorien denken, sondern es gibt auch das Denken Sowohl-als-auch.“
Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews; Aufnahmetechnik und Admin; Piratencrew Berlin;